Was wir verbergen
 - Arttu Tuominen - eBook
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9,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Skandinavische Spannung
366 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7517-2811-9
Ersterscheinung: 28.10.2022

Was wir verbergen

Kriminalroman
Übersetzt von Anke Michler-Janhunen

(15)

Auf einen Nachtclub, den queere Partyleute gerne besuchen, wird ein Anschlag verübt. Ein Fanatiker, der sich in einem Bekennervideo als "Abgesandter" bezeichnet, hat Handgranaten in den Nachtclub geworfen. Fünf Menschen werden getötet und viele schwer verletzt. Kommissar Henrik Oksman von der Kripo in Pori übernimmt die Ermittlungen. Oksman war kurz vor dem Anschlag jedoch auch in dem Club – wovon niemand etwas wissen darf. Der Anschlag sorgt für große mediale Aufmerksamkeit. Im Internet verbreitet sich das Bekennervideo wie ein Lauffeuer, und die Foren quillen über vor Mutmaßungen, ob der Täter weiter morden wird. Und genau das muss Oksman verhindern: einen weiteren Anschlag.

Pressestimmen

„Ein nachdenklich stimmender Kriminalroman, der kaum aktueller sein könnte.“

„Arttu Tuominen schildert hier in einem angenehmen Erzähl-Stil sehr anschaulich eine bewegende, nachdenklich machende, teils aber auch nervenaufreibende Geschichte.“

Rezensionen aus der Lesejury (15)

labelloprincess labelloprincess

Veröffentlicht am 22.01.2023

spannend bis zum Schluss

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farben, vor allem die Polarlichter machen das Buch zu einem Blickfang und der türkise Buchschnitt perfektioniert das Gesamtbild noch.
Der Schreibstil des Autors ... …mehr

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farben, vor allem die Polarlichter machen das Buch zu einem Blickfang und der türkise Buchschnitt perfektioniert das Gesamtbild noch.
Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, man konnte das Buch flüssig lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen konnte man der Handlung problemlos folgen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich ans Buch gefesselt, so hat mich die Geschichte mitgerissen. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Ermittlern und dem Täter hat die Spannung nochmal gesteigert.
Der Fall war mega spannend und auch sehr gut durchdacht. Die Ermittlungen und die Auflösung wirkten richtig authentisch und man konnte sie gut nachvollziehen.
Ich mochte es auch besonders gerne, dass die Charaktere vor allem natürlich die Ermittler, Oksman und Paloviita, mit der richtigen Portion Privatleben versehen wurden. Mit ihren Ecken und Kanten wirkten sie viel authentischer und lebendiger. Ich mochte das Team sehr gerne. Auch der Titel passte perfekt zum Buch.
Ich würde mich über weitere Fälle mit diesem Team sehr freuen. Für mich war es ein sehr gutes, spannendes Buch, das auf alle Fälle 5 von 5 Sterne verdient.

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Booklove91 Booklove91

Veröffentlicht am 18.01.2023

Abgesandter

Meine Meinung und Inhalt

Auf einen Nachtclub, den queere Partyleute gerne besuchen, wird ein Anschlag verübt. Ein Fanatiker, der sich in einem Bekennervideo als "Abgesandter" bezeichnet, hat Handgranaten ... …mehr

Meine Meinung und Inhalt

Auf einen Nachtclub, den queere Partyleute gerne besuchen, wird ein Anschlag verübt. Ein Fanatiker, der sich in einem Bekennervideo als "Abgesandter" bezeichnet, hat Handgranaten in den Nachtclub geworfen. Fünf Menschen werden getötet und viele schwer verletzt. Kommissar Henrik Oksman von der Kripo in Pori übernimmt die Ermittlungen. Oksman war kurz vor dem Anschlag jedoch auch in dem Club - wovon niemand etwas wissen darf. Der Anschlag sorgt für große mediale Aufmerksamkeit. Im Internet verbreitet sich das Bekennervideo wie ein Lauffeuer, und die Foren quillen über vor Mutmaßungen, ob der Täter weiter morden wird. Und genau das muss Oksman verhindern: einen weiteren Anschlag.


Autor Arttu Tuominen wurde für seinen Kriminalroman „Was wir verschweigen“ mehrfach ausgezeichnet. Dieses Buch habe ich ebenfalls mit Begeisterung gelesen.

Mit „Was wir verbergen“, dem in sich abgeschlossenen zweiten Band, setzt er seine außergewöhnliche Krimireihe fort. Wie schon im ersten Band der Reihe deutlich wird, haben auch die anderen Ermittler mit privaten und familiären Problemen zu kämpfen, allen voran Kommissar Jari Paloviita.

Diese ist auf insgesamt sechs Bände angelegt, bei denen jeweils ein anderer Charakter des Ermittlerteams in den Vordergrund tritt.

Auch dieses mal konnten mich Cover und Klappentext sofort meine Neugier wecken. Der Kriminalroman hat mich sprachlich und inhaltlich absolut fesseln können. Für stellt dieses Buch auch das Spiegelbild aktueller sozialer Auseinandersetzungen dar, welche aufzeigen, wie groß die gesellschaftliche Kluft in vielen Bereichen tatsächlich ist. Absolute Leseempfehlung.


Arttu Tuominen, geboren 1981, wurde für seinen Kriminalroman Was wir verschweigen in Finnland vielfach ausgezeichnet. Kritiker und Leser waren begeistert von den geschickt in die Story verwobenen Rückblenden in die Kindheit der Protagonisten sowie der sensiblen Zeichnung der komplexen Charaktere. Arrtu Tuominen lebt mit seiner Familie in der Küstenstadt Pori, in Mittelfinnland, dem Schauplatz des vorliegenden Krimis. Neben dem Schreiben hervorragender Kriminalromane arbeitet der Autor auch als Ingenieur für Umwelttechnik.


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ginnykatze ginnykatze

Veröffentlicht am 19.12.2022

„Das ist krank, und wenn das nicht aufhört, muss ich dich töten.“

Kriminaloberkommissar Henrik Oksmann und sein Kollege Jari Paloviita übernehmen einen Fall, der Henrik selbst bis ins Tiefste erschüttert. Denn er hat ein Geheimnis, das unbedingt bewahrt werden muss, ... …mehr

Kriminaloberkommissar Henrik Oksmann und sein Kollege Jari Paloviita übernehmen einen Fall, der Henrik selbst bis ins Tiefste erschüttert. Denn er hat ein Geheimnis, das unbedingt bewahrt werden muss, keiner darf es je erfahren. Bei einem hinterhältigen Anschlag auf einen Nachtclub, in dem queere Menschen sich treffen, sterben fünf Unschuldige und es gibt viele Verletzte. Schnell meldet sich ein Fanatiker zu Wort, der sich selbst in einem Bekennervideo als „Abgesandter“ bezeichnet und die Bevölkerung aufhetzt, sich gegen Homosexuelle und die gleichgeschlechtliche Ehe zu stellen. Im Namen Gottes zitiert er die Bibel und fordert um Unterstützung bei der Säuberung auf.
Zitat Seite 309: „In der Stille wohnen die unheimlichsten Wesen.“

Die Ermittlungen sind schwierig und es gibt so viele verschiedene Spuren, aber immer wieder enden diese in einer Sackgasse. Dann verschwindet auch noch ein Vater und sein Sohn der „Zeugen Jehovas“ spurlos. Was passiert hier? Aber können die Vermissten in Zusammenhang mit dem Gesandten gebracht werden? Und dann bricht bei einer Demonstration das Chaos aus.

Fazit: Der Autor Arttu Tuominen nimmt mich mit seinem Kriminalroman „Was wir verbergen“ mit nach Finnland und die Welt der queeren Szene. Der geradlinige, schnörkellose und bildhafte Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Sofort habe ich Bilder vor meinen Augen, mein Kopfkino läuft. Die verschiedenen Charaktere sind gut ausgewählt und absolut lebendig in Szene gesetzt. Henrik Oksmann versteht es perfekt, die Welt um ihn herum zu täuschen. Auch Jari Paloviita ist eine sehr gut entwickelte Figur. Die beiden Kommissare könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie sind die Hauptcharaktere und brillieren in ihrer Zusammenarbeit, Verständnis und Handeln sehr gut. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, so dass durch die schnellen Szenenwechsel und den gut gesetzten Spannungsbogen der Sog entsteht, immer weiterlesen zu müssen. Das Ende ist perfekt ausgearbeitet und hat mich in allen Punkten überzeugt. Es bleibt keine Frage unbeantwortet und alle losen Puzzleteile fallen an die richtigen Stellen.

Mir hat dieser Krimi ausgesprochen gut gefallen und mich vollends überzeugt. Der Autor versteht es bestens, einen Einblick in diese Szene zu vermitteln und auch alles bildlich zu beschreiben. Daher kommt von mir hier eine ganz klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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evaczyk evaczyk

Veröffentlicht am 04.12.2022

Psychologische Spannung und viele Geheimnisse

Der Anruf seines Kollegen und Arbeitspartners hätte für den finnischen Polizisten Henrik Oksmann zu gar keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können: Auf einen Nachtklub, der auch Treffpunkt der queeren ... …mehr

Der Anruf seines Kollegen und Arbeitspartners hätte für den finnischen Polizisten Henrik Oksmann zu gar keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können: Auf einen Nachtklub, der auch Treffpunkt der queeren Szene der Stadt Pori ist, ist ein Bombenanschlag verübt worden. Es gibt fünf Tote. Was Oksmann vor seinen Kollegen um jeden Preis verheimlichen will: Er war selbst in dem Klub, in Frauenkleidern, und er hat ihn offenbar nur kurz vor der Tat mit einem anderen Mann verlassen.

Mit dem Titel "Was wir verbergen" hat der finnische Autor Arttu Tuominen bereits das Leitmotiv gewählt. Unter der Oberfläche brodelt hier so manches Geheimnis, nicht nur Oksmanns Homosexualität. Fast alle Proagonisten haben etwas zu verbergen, sind gezeichnet von einer Vergangenheit voller Konflikte. Im Vorgängerband "Was wir verschweigen", war Oksmann noch ziemlich unsympathisch gezeichnet, ein Einzelgänger, dessen Verhalten an Zwangsstörungen erinnert und der seinem Kollegen Jari Paloviita, der damals im Mittelpunkt des Plots stand, das Leben ziemlich schwer machte.

Eine Videobotschaft macht schnell klar: Der Täter ist ein Fanatiker, und er hat wohl gerade erst angefangen, wirbt in sozialen Medien um Mitstreiter. Als ein Trauermarsch für die Opfer des Anschlags in Gewalt durch Rechtsextremisten eskaliert, wird klar, dass die Situation schnell außer Kontrolle geraten kann. Ein charismatischer Pfarrer, der bereits in der Vergangenheit homosexuelle Paare getraut hat, erregt mit seinem couragierten Verhalten die Aufmerksamkeit des "Gesandten" wie sich der Täter nennt, der offenbar aus einem religiösen Wahn heraus handelt.

Angesichts der Dimension des Verbrechens werden Experten aus der Hauptstadt hinzugezogen, um die Ermittlungen zu leiten. Als ein Vater und sein zehnjähriger Sohn spurlos verschwinden, weigern sich diese Experten, einen möglichen Zusammenhang mit dem "Gesandten" zu sehen. Erst nach einem weiteren grausamen Mord und einer erneuten Analyse des Tätervideos fällt Oksmann ein wichtiges Teil des Ermittlungs-Puzzles auf. Doch die Zeit droht den Ermittlern davon zu laufen.

Tuominen hat mit "Was wir verbergen" einen Krimi mit psychologischem Tiefgang und aktuellen Bezügen geschrieben. Seine Charaktere mögen spröde sein und nicht immer liebenswert, mitunter ein wenig seltsam, doch vor allem sind sie mit ihren Schwächen und inneren Dämonen zutiefst menschlich. Der Leser weiß schon bald mehr als die Ermittler, doch das facht die Spannung eher an als sie zu dämpfen.

Zugleich mach Tuominen deutlich, wie sehr Verletzungen und Traumata in der Kindheit einen Menschen auf seinem späteren Lebensweg prägen können - auch wenn sie nicht unbedingt darüber zu bestimmen haben, ob der spätere Weg zum Guten oder zum Bösen verläuft. Nach diesem spannenden Psychokrimi bin ich gespannt auf den nächsten Band der auf sechs Bände angelegten Reihe. In jedem Buch soll wohö ein anderer der Pori-Ermittlerinnen und Ermittler im Mittelpunkt stehen. Doch auch die Weiterentwicklung derjenigen, die wir schon "kennen" dürfte interessant bleiben.

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lucyca lucyca

Veröffentlicht am 29.11.2022

Fanatismus und was daraus entstehen kann

Das 2. Buch von Arttu Tuominen erzählt eine Geschichte, die nicht aktueller sein kann.

Beginnend mit einem Anschlag auf einen Nachtclub der von Homosexuellen hauptsächlich besucht wird. Diese Tat bewegt ... …mehr

Das 2. Buch von Arttu Tuominen erzählt eine Geschichte, die nicht aktueller sein kann.

Beginnend mit einem Anschlag auf einen Nachtclub der von Homosexuellen hauptsächlich besucht wird. Diese Tat bewegt die Bevölkerung aus Pori und landesweit aufs äusserste. Eine schwierige Aufgabe, die die auf die Polizei zu lösen hat. Unter der Leitung von Susanna Manner gestalten sich die Ermittlungen äusserst schwierig.

Sehr eindrücklich und tiefgründig beschreibt Tuominen Szenen, die mir als Leser sehr unter die Haut ging. Wie intolerant viele mit ihren Mitmenschen umgehen. Dies hat mich öfters sehr nachdenklich gestimmt. Und wie es so schön heisst «hinter einer hübschen Fassade verbergen sich Schmutz, Kälte und totes Laub».

Die einzelnen Protagonisten sind hervorragend ausgearbeitet betr. ihrer Einstellung und Ansicht, allen voran das Kommissaren-Duo Oksman und Paloviita. Die Zerrissenheit, die in Oksman wütet, da er selber schwul ist und niemand davon wissen darf. Sein angespanntes Verhältnis zu seinem dominanten Vater, bei dem seit seiner Kindheit die harte Faust regiert und gegen die er bis heute nicht ankommt. Paloviita, den wir schon aus dem ersten Buch kennengelernt haben, mit seinen persönlichen sowie privaten Problemen, die ihn immer wieder an den Rand der Verzweiflung bringen.

Fazit: Auch das zweite Buch hat mir wiederum sehr gut gefallen, düster und spannungsgeladen. Klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf das 3. Buch.

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Autor

Arttu Tuominen

Arttu Tuominen - Autor
© Mikko Rasila 

Arttu Tuominen, geboren 1981, wurde für seinen Kriminalroman Was wir verschweigen in Finnland vielfach ausgezeichnet. Kritiker und Leser waren begeistert von den geschickt in die Story verwobenen Rückblenden in die Kindheit der Protagonisten sowie der sensiblen Zeichnung der komplexen Charaktere. Arrtu Tuominen lebt mit seiner Familie in der Küstenstadt Pori, in Mittelfinnland, dem Schauplatz des vorliegenden Krimis. Neben dem Schreiben hervorragender Kriminalromane arbeitet der Autor …

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