Die Gottesmaschine
 - Reinhard Kleindl - eBook
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9,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Thriller
416 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7517-0395-6
Ersterscheinung: 30.07.2021

Die Gottesmaschine

Thriller

(26)

Der römische Weihbischof Lombardi wird in ein Kloster im Montblanc-Gebiet geschickt, das eine geheime Forschungseinrichtung betreibt. Gleich am ersten Abend findet er den Mönch Sébastien brutal gekreuzigt im Computerraum. Kurz darauf wird das Kloster von der Außenwelt abgeschnitten, und Lombardi ist auf sich gestellt. Gemeinsam mit der Physikerin Samira Amirpour findet er heraus, dass Sébastien eine Entdeckung gemacht hat, die die Grundfesten der katholischen Kirche erschüttert. Und dieses Wissen wird nun auch für Lombardi lebensgefährlich …

Rezensionen aus der Lesejury (26)

scouter scouter

Veröffentlicht am 09.08.2021

Das Kloster

Hauptort dieses Krimis ist ein Kloster in den Bergen des Montblanc. Hier treffen sich Wissenschaftler und Klosterbrüder, um sich auszutauschen. Bischof Lombardi kommt in dieses Kloster um für einen Freund, ... …mehr

Hauptort dieses Krimis ist ein Kloster in den Bergen des Montblanc. Hier treffen sich Wissenschaftler und Klosterbrüder, um sich auszutauschen. Bischof Lombardi kommt in dieses Kloster um für einen Freund, dessen Ziehsohn zu suchen, der in dem Kloster einer der Brüder ist. Er ist seit einiger Zeit verschwunden. Mit ihm ist noch die letzte verbliebene Wissenschaftlerin Amirpour anwesend, die aber auch abreisen will. Auf einer nächtlichen Runde macht Bischof Lombardi einen grauenhaften Fund. Er meint den Toten Sebastien gefunden zu haben. Doch es ist ihm jemand auf der Spur und er bringt sich in Sicherheit. Nach und nach erfährt er das Sebastien einer Entdeckung auf der Spur war, die vermutlich die Kirche in Gefahr bringen konnte. Doch der Abt konnte ihm auch nicht weiterhelfen woran Sebastien gearbeitet hatte. Auf der Suche nach weiteren Spuren und dem Toten bricht ein furchtbares Gewitter und ein Sturm los, dass das Kloster von der Umgebung abschneidet. Jetzt sind Lombardi und Amirpour auf sich gestellt und sie wissen nicht wem sie noch vertrauen können. Da wird der tote Sebastien mit mysteriösen Zeichen auf seinem Körper gefunden. Das heißt der Täter ist noch im Kloster und er ist nun auch hinter Lombardi her. Aber nicht nur er ist in Gefahr, denn überraschenderweise wird auch der Abt des Klosters tot aufgefunden, mit ähnlichen Marken wie Sebastien. Auf der Suche nach den Spuren der Arbeit des jungen Bruders finden sie auch das Geheimnis der Arbeit in dem Kloster und nachdem sie den Computer von Sebastien gefunden haben auch langsam die Inhalte seiner Arbeit. Eine große Bedrohung liegt über dem Kloster und auch im Vatikan wird man langsam ungeduldig.
Die Gottesmaschine, vielleicht ein Traum für alle die das Phänomen Gott erklären wollen? Ein sehr interessantes Thema, das hier kriminalistisch ausgebaut wird. Dem Autor ist es gelungen in dieser außergewöhnlichen Kulisse, einen sehr spannenden Krimi zu schreiben. Das abseits gelegene Kloster ist ein guter Ort für diese mysteriöse Story. Ein Mönch, der sich wissenschaftlich mit der Anwesenheit Gottes auseinanderzusetzen scheint, ist die Basis für dieses Buch. Religion und Wissenschaft, diese Kombination ist etwas, das uns Menschen offensichtlich immer wieder umtreibt und sich mysteriöse Geschichten ranken. Die Angst, dass es einen wissenschaftlichen Beweis geben könnte, der die Existenz Gottes in Frage stellen könnte, treibt natürlich auch den Vatikan um, wie hier sehr anschaulich beschrieben wird. Das Thema fasziniert mich sehr, obwohl ich meine Meinung dazu gebildet habe. Nichts destotrotz liegt immer wieder ein gewisses Mysterium über diesen Geschichten. Reinhard Kleindl hat sich diesem Thema von einer sehr interessanten Seite genähert, ein Kongress von Wissenschaftlern und Mönchen. Das Szenarium ist sehr gut aufgebaut, ein Spezialcomputer, der für Auswertungen bereitsteht und eine Bibliothek, die für dieses Thema sehr gut ausgestattet ist. Weiterhin junge Mönche, die der Technik und dem Thema offen entgegenzutreten scheinen. Und in dieses Szenarium hat er Morde eingebaut, die die Widersprüche verdeutlichen. Es gibt immer wieder Fanatiker, die sich dem Thema entgegenstellen und es als Gotteslästerung ansehen. Die Figuren, die Kleindl hier aufbaut sind schon teilweise sehr widersprüchlich. Bischof Lombardi, der ein Geheimnis mit sich herumschleppt. Die Wissenschaftlerin Amirpour, die im Zwielicht steht für einen Geheimdienst zu arbeiten und auch eine spezielle Beziehung zu Lombardi entwickelt. Die dargestellten Mönche sind für mich in ihren Rollen nicht greifbar, auch hier wird die innere Zerrissenheit deutlich. Sehr gelungen ist die Atmosphäre des aufkommenden Sturms, die das Kloster noch mehr von der Umwelt abschließt und daher die Morde noch mysteriöser erscheinen lassen. Außerdem hat der Autor noch den Vatikan mit eingebaut und das sehr aktuelle Thema der Fake News mit betrachtet. Wobei ich es sehr gut inszeniert fand und die Rollen der Beteiligten aus dem Vatikan, sicherlich der Lehre von der Gewaltlosigkeit der Kirche unterstreichen sollen.
Ich habe mich auf diesen Thriller gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Mir hat der das Ende sehr gut gefallen und der Spannungsaufbau mit den wechselnden Orten hat mich stark gefesselt. Ich kann dieses Buch weiterempfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Odenwaldwurm Odenwaldwurm

Veröffentlicht am 07.08.2021

Glauben und Wissenschaft in einen Thriller

Wer nach Gott sucht, wird den Tod finden
Als Gefallen für einen guten Freund reist der römische Weihbischof Lombardi in ein abgelegenes Kloster im Montblanc-Gebiet. Hier erforschen Wissenschaftler aus ... …mehr

Wer nach Gott sucht, wird den Tod finden
Als Gefallen für einen guten Freund reist der römische Weihbischof Lombardi in ein abgelegenes Kloster im Montblanc-Gebiet. Hier erforschen Wissenschaftler aus aller Welt mit einem leistungsfähigen Supercomputer die Geheimnisse der Schöpfung. Aber der Frieden wird zerstört, als Lombardi den Mönch Sébastien, den er treffen sollte, tot im Computerraum findet. Die Leiche weist Spuren eines grausamen Rituals auf und ist mit rätselhaften Symbolen übersät. Gemeinsam mit der Physikerin Samira Amirpour findet Lombardi heraus, dass Sébastien eine folgenschwere Entdeckung gemacht hat. Und dieses Wissen wird nun auch für Lombardi und Amirpour lebensgefährlich ... (Kurzbeschreibung vom Buchrücken)

Ich bin gut in die Story gekommen und die Story erinnert mich an andere Bücher unter anderem von Dan Brown. Da mich solche Thriller Glauber und Wissenschaft interessierten, hat mich die Story gut gefallen. Besonders da es keine identischer Roman ist, kann ich den Thriller empfehlen.

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind gut dargestellt, Spannung ist von Anfang sehr hoch. Flacht dann auch wieder etwas ab. In diesem Abschnitt erfahren wir dann viele interessante Informationen, aber auf dies will ich jetzt hier nicht weiter eingehen. Ich will hier ja nur das Interesse für den Thriller wecken und nicht soviel verraten. Die Spannung steigt dann wieder an, den Höhenpunkt wird dann am Schluss erreicht.

Ich kann das Buch empfehlen, Den Konflikt zwischen Kirche und Wissenschaft ist glaubwürdig dargestellt. Auch die wissenschaftlichen Informationen sind sehr gut und bildlich beschrieben. Jetzt kann ich euch nur viel Spaß beim Lesen wünschen.

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Michael_B_M Michael_B_M

Veröffentlicht am 03.08.2021

„Und es ward Licht“: Mittels Quantum- und Cluster-Computing zur Mordserie im abgelegenen Kloster L’Archange Michel

Der Roman „Die Gottesmaschine“ von Reinhard Kleindl ist ein typischer Vertreter des Genres _Thriller_ und lässt sich wohl am besten als eine Mischung von Ideen aus diversen Büchern von Dan Brown mit Elementen ... …mehr

Der Roman „Die Gottesmaschine“ von Reinhard Kleindl ist ein typischer Vertreter des Genres _Thriller_ und lässt sich wohl am besten als eine Mischung von Ideen aus diversen Büchern von Dan Brown mit Elementen aus Umberto Ecos „Der Name der Rose“ charakterisieren, ohne aber auch nur an einer einzigen Stelle als billiger Abklatsch seiner Vorlagen zu wirken.

Bereits im Prolog ist die Spannung sehr hoch und der Leser erfährt vom Tode einer bis dahin unbekannten Person im fiktiven Kloster L’Archange Michel. In der Folge schreitet die Handlung dann ein wenig gemächlicher voran, was der umfangreichen Einführung der Protagonisten geschuldet ist: Der von seiner Afrikamission zurückgekehrte Weihbischof Stefano Lombardi möchte seinem Freund Alessandro Badalamenti einen Gefallen bereiten und soll einen Blick auf dessen Zögling, den Mönch Sébastien, werfen. Etwas unbeholfen und tolpatschig irrt Lombardi auf seiner Suche nach Sébastien, der auf einem „Supercomputer“ Rechnungen im Dienste der Wissenschaft anstellt, erst einmal durch das, zugegebenermaßen sehr fortschrittliche, Kloster und erinnert dabei in seiner leicht unbeholfenen Art ein wenig an den Fernsehkommissar Columbo (Trenchcoat dabei durch typische Priesterkleidung ersetzt). Da er bei seinen Irrungen und Wirrungen nun nicht übermäßig erfolgreich scheint und ihm die Mönche ihre Unterstützung weitestgehend versagen, stellt ihm Autor Reinhard Kleindl die sympathische, wenngleich auch etwas undurchsichtige Wissenschaftlerin Samira Amirpour zur Seite, was dem weiteren Verlauf der Geschichte enorm gut tut, insbesondere dadurch, dass Amirpour dem Leser die wissenschaftlichen Zusammenhänge näher bringt. Lombardis Ausführungen hingegen vermitteln dem Leser in kirchlichen Fragen das notwendige Rüstzeug. Dank einer überaus modernen und hilfreichen Smartphone-App des Klosters lassen sich Touren durch die dunklen Labyrinth-artigen Gänge des Klosters leichter durchführen – zumindest manchmal, hin und wieder wird's auch lebensgefährlich. Vermöge dieser App erfährt Lombardi zunächst vom Tod Sébastiens, später entdeckt er zusammen mit Amirpour dann auch dessen Leiche – es wird nicht der letzte Ermordete im Kloster bleiben. Nach und nach lernen wir immer mehr die wichtigsten Charaktere des Romans kennen u. a. Abt Shanti, den kauzigen und schrullige Pater Angelus, den traditionellen Hardliner Pater Philipp, einige weitere Mönche wie beispielsweise Demetrios, Blessings oder den Novizen Weiwei, zwei Computerexperten und den mysteriösen Diener. Viele spannende Wendungen sorgen dafür, dass manch vom Leser als Hauptverdächtiger für die Morde gehaltene Charakter bereits in den Folgekapiteln nicht mehr unter den Lebenden weilt. Speziell im zweiten Teil des Buches nimmt die Handlung nochmals gehörig Fahrt auf und die Handlungssträge verteilen sich auf besagtes Kloster und den Vatikan.

Reinhard Kleindls Schreibstil ist flüssig und recht unkompliziert gehalten, wodurch es ihm, unterstützt durch kurze, mit Cliffhangern endende Kapitel gelingt, die Spannung und das Tempo jederzeit recht hoch zu halten. Trotz kleinerer Ungereimtheiten und Unstimmigkeiten weiß der Roman durchweg zu überzeugen und braucht den eingangs erwähnten Vergleich mit der wohlbekannten Literatur aus der Feder Dan Browns keineswegs zu scheuen. An Umberto Ecos „Der Name der Rose“ reicht der Plot dann sicherlich nicht ran, dazu hätte „Die Gottesmaschine“ aber auch mindestens den doppelten Umfang benötigt, um einerseits die Charaktere der Protagonisten noch besser heraus zu arbeiten und andererseits die Handlungsstränge sich ein wenig besser entfalten zu lassen und sie dann schließlich auch zu Ende zu führen. Nun gibt es aber auch nicht besonders viele Romane, die den Büchern von Umberto Eco standhalten könnten - bei solch einem Vergleich liegt die Messlatte dann natürlich auch schon gehörig hoch. Das im Prinzip sehr interessant gestaltete Cover in Kombination mit dem Titel des Buches mag leicht irreführend sein, da der Leser auf die versprochene „Gottesmaschine“ oder das, was man sich als Leser auch immer darunter vorstellen mag, vergebens wartet.

Fazit: Reinhard Kleindl hat mit seinem Thriller „Die Gottesmaschine“ einen sehr spannenden, interessanten und lehrreichen Roman geschrieben, der mich im Großen und Ganzen sehr überzeugt hat und der sich durchaus auf Augenhöhe mit jenen von Dan Brown befindet. Wissenschaftlich - die Physik wurde dabei sehr schön herausgearbeitet - bleibt das Buch stets einwandfrei, der Konflikt zwischen Kirche und Wissenschaft wird sehr realistisch, glaubwürdig und überzeugend dargestellt. Sehr gut gefällt mir darüber hinaus die versteckte Kritik an den Medien, wenn Teilaussagen aus dem Kontext heraus gepflückt und/oder lediglich auf Überschriften komprimiert werden. Sehr eindrucksvoll wird in „Die Gottesmaschine“ dargelegt, wozu eine solche Polarisierung und Stimmungsmache letzten Endes führen kann. Es bedarf dazu reichlich wenig, um die Welt ins Chaos zu stürzen: Einige falsch interpretierte Meldungen, Stimmungsmacher mit terroristischen Tendenzen und eine etwas unzufriedene und orientierungslose Menschenmasse, die sich leicht beeinflussen lässt reichen als Ingredienzien. Unterm Strich ist „Die Gottesmaschine“ ein sehr überzeugender Thriller, bei dem der Plot recht gelungen ist und dessen Spannungslevel nie nachlässt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

MarkusK MarkusK

Veröffentlicht am 02.08.2021

Tolle Geschichte!

Eine, wie ich fand, von Anfang an spannende Geschichte!

Ein abgelegenes Kloster, ein Weihbischoff´, der für einen Freund nach jemandem gucken möchte... und aus diesen wenigen Faktoren entwickelt sich ... …mehr

Eine, wie ich fand, von Anfang an spannende Geschichte!

Ein abgelegenes Kloster, ein Weihbischoff´, der für einen Freund nach jemandem gucken möchte... und aus diesen wenigen Faktoren entwickelt sich sehr schnell eine unglaubliche Dynamik. In der Mitte des Buches nahm diese noch weiter zu, so dass ich das Buch erstmal auf Armlänge von mir halten musste, um zu sehen, WIR SIND NOCH NICHT AM ENDE!

Ich wurde beim Lesen hin- und hergerissen zwischen der Frage, wäre es nun gut, einen empirischen Beweis zu haben, dass Gott existiert/ nicht existiert? Habe mir viele Gedanken dazu gemacht, was wäre, wenn "Religion" nachweisbar widerleg- oder begründbar wäre? Welche positiven/ negativen Folgen könnte diese Antwort auf die Allgemeinheit bzw. das (verquere) Individuum haben?

Zur Auflösung möchte ich nichts sagen, hat mir jedoch sehr gefallen. Gibt es nur Schwarz und Weiß? Gut und Böse? Oder doch noch etwas dazwischen? Und was hat der Freie Wille damit zu tun?

Vielen Dank, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte, mir hat DIE GOTTESMASCHINE sehr gefallen!

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NelliCon NelliCon

Veröffentlicht am 02.08.2021

Spannend bis ans Ende

Auf Wunsch seines Freundes, Badalamenti, macht sich Weihbischof Stefano Lombardi auf den Weg zu einem Kloster im Montblanc-Gebiet. Dort wird mit Hilfe eines leistungsfähigem Supercomputer geforscht, aber ... …mehr

Auf Wunsch seines Freundes, Badalamenti, macht sich Weihbischof Stefano Lombardi auf den Weg zu einem Kloster im Montblanc-Gebiet. Dort wird mit Hilfe eines leistungsfähigem Supercomputer geforscht, aber nicht alles geht mit rechten Dingen zu. Als Lombardi auch noch den Mönch Sébastien tot im Computerraum vorfindet, beginnt er, zusammen mit Physikerin Amirpour, dem geheimnisvollen Tod auf die Spuren zu gehen. Gemeinsam finden sie heraus, dass Sébastien eine folgenschwere Entdeckung gemacht hat, deren Entschlüsselung auch Lombardi und Amirpour in Lebensgefahr bringen könnte. Können Lombardi und Amirpour den Mörder finden und worum geht es bei der Forschung eigentlich wirklich?



„Die Gottesmaschine“ ist ein Thriller von Reinhard Kleindl und erscheint am 30. Juli 2021 im Lübbe Verlag.
Die Idee, Wissenschaft und Religion zu verbinden, kennt man aus anderen Büchern. Kleindl ist aber gelungen diese Idee von einem anderen Blickwinkel anzugehen, was der Geschichte einen frischen Wind verpasst. Neben den vielen Rätseln gibt es auch viel zu lernen, da der Autor sein Wissen über Religion und Wissenschaft mit einfließen lässt. Also auf jeden Fall etwas für, in diesen Fachrichtungen, interessierte Leute.
Die Charaktere sind leider schwer zu durchschauen und verstehen. So gut wie keine Hintergrundinformationen werden hergegeben, was den Leser die Figuren und Handlungen nur schwerer verstehen lässt. Andererseits macht das auch einen gewissen Reiz aus – man kann sich nie sicher sein, der eigene Detektivsinn wird geweckt und in die Irre geführt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu verstehen. Bis auf die Fachsimpeleien der Wissenschaftler (über die man sich im Internet mal schnell schlau machen kann) und manche unverständlichen Szenen ist das Buch sehr gut geschrieben und die Ideen zur Szene gebracht. Allerdings gibt es zu bemängeln, dass immer wieder Cliffhanger stattfinden. Meistens total unnötig eingebaut und sehr frustrierend, wenn man die nächsten Kapitel nicht sofort lesen kann.
Natürlich gibt es auch in diesem, wie in sehr vielen anderen Büchern, etwas unglaubwürdige Szenen und Vorkommnisse, über die aber, im großen Sinne, hinüber weggesehen werden können.

Auf jeden Fall gibt es viele faszinierende und überraschende Wenden, die den Reiz des Buches nochmals steigen lassen. Dieses Buch ist für interessierte Leute eine tolle Möglichkeit, mal einen Blick in die Welt der Wissenschaft und die eines Klosters zu werfen und natürlich gemeinsam mit Lombardi und Amirpour zu rätseln.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Reinhard Kleindl

Reinhard Kleindl - Autor
© Romy Supp

Reinhard Kleindl ist ein österreichischer Thrillerautor, Wissenschaftsjournalist und Extremsportler. Er besuchte ein katholisches Gymnasium, studierte Theoretische Elementarteilchenphysik und diplomierte mit Auszeichnung. Internationale Bekanntheit erlangte er als Extremsportler, mit Slacklineaktionen an den Victoria-Wasserfällen und auf den Drei Zinnen. Er gehört zu den aktivsten Wissenschaftserklärern Österreichs und schrieb für Zeitungen, Magazine und Universitäten. Derzeit schreibt er …

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