All in - Zwei Versprechen
 - Emma Scott - Hörbuch

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13,99

inkl. MwSt.

LYX
Hörbuch (Download)
New Adult
602 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-96635-005-1
Ersterscheinung: 30.08.2019

All in - Zwei Versprechen

Ungekürzt
Gelesen von Polly Nolden, Konrad Krüger

(200)

Zu lieben ist das größte Wagnis, das Einzige, was zählt ...

Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem einen Menschen, für den er alles tun, alles aufgeben würde. Theo war für Kacey bestimmt, doch sie nicht für ihn. Als ihrer beider Leben entzweigerissen wird und Kacey den Halt zu verlieren droht, ist er es, der sie vor dem Schlimmsten bewahrt. Vereint in ihrem Schmerz entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen, die beiden den Mut gibt, wieder an ihre Träume zu glauben. Doch als klar wird, dass ihre Gefühle weit über Freundschaft hinausgehen, stehen sie vor der größten Herausforderung: ihre Versprechen einzulösen und der Liebe eine Chance zu geben.

Rezensionen aus der Lesejury (200)

worttraeumerin worttraeumerin

Veröffentlicht am 10.07.2020

Gelungener 2. Teil, der nicht ganz mit Teil 1 mithalten kann

All In – Tausend Augenblicke ist das Buch, das mich zum New Adult-Fan gemacht hat. Im Allgemeinen liebe ich alles, was Emma Scott schreibt und dementsprechend war ich sehr gespannt darauf, wie mir All ... …mehr

All In – Tausend Augenblicke ist das Buch, das mich zum New Adult-Fan gemacht hat. Im Allgemeinen liebe ich alles, was Emma Scott schreibt und dementsprechend war ich sehr gespannt darauf, wie mir All In – Zwei Versprechen gefallen würde. Theo mochte ich nämlich bereits in Teil 1 sehr gerne. Leider muss ich an dieser Stelle sagen, dass für mich Teil 2 nicht mit dem ersten Band mithalten kann.

ACHTUNG: HIERBEI HANDELT ES SICH UM EINE REZENSION ZU BAND 2! SIE WIRD DEMENTSPRECHEND SPOILER ZU BAND 1 ENTHALTEN!!





Nach Jonahs Tod am Ende von All In – Tausend Augenblicke stehen sowohl Kacey, als auch Theo vor einem Abgrund. Kacey verlässt Las Vegas und zieht nach New Orleans, um ein neues Leben zu beginnen, allerdings ertränkt sie dort ihren Kummer im Alkohol. Theo leidet ebenfalls unter dem Verlust seines Bruders und versucht für seinen Traum von einem eigenen Tattoo-Studio zu kämpfen. Als er jedoch von Kacey erfährt, lässt er alles stehen und liegen. Er fliegt zu ihr nach New Orleans, hilft ihr beim Entzug und gemeinsam schaffen sie es, Jonahs Tod Schritt für Schritt zu überwinden. Dann aber merken sie, dass sie weit mehr als nur Freundschaft verbindet und das wiederum stellt sie vor ganz anderen Herausforderungen …

Für mich hat All In – Zwei Versprechen wahnsinnig gut begonnen. Die Gefühle, der Schmerz, die Trauer – das alles war einfach unglaublich greifbar. Immer wieder musste ich auf den ersten Seiten schwer schlucken und war den Tränen nah, weil Emma Scott sehr mitreißend und emotional schreibt. Kacey und Theo trauern auf unterschiedliche Weisen und beide sind sehr realitätsnah dargestellt. Die Situation wird definitiv nicht beschönigt und das ist eine große Stärke des Buches. Auch wie andere Charaktere damit umgehen, hat mir gut gefallen, weil die Bewältigungsstrategien sehr individuell sind.

Sowohl Kacey, als auch Theo machen in All In – Zwei Versprechen Entwicklungen durch. Kacey muss sich von ganz unten nach ganz oben kämpfen und wieder auf eigenen Beinen stehen. Theo lernt, endlich für sich selbst und seine Träume einzustehen. Vor allem ihn mochte ich sehr gerne. Er ist hilfsbereit und wirklich ein Schatz – allerdings wird ihm das auch zum Verhängnis, weil er seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellt und darunter leidet. Mit aller Kraft versucht er, trotz Jonahs Verlust seine Familie zusammenzuhalten und lernt gleichzeitig, seinem Herzen zu folgen.

Emma Scotts Schreibstil, die Charaktere und vor allem die erste Hälfte der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Kacey und Theo harmonieren schön und teilen vieles, allerdings muss ich sagen, dass mich ihre Liebesgeschichte nicht ganz abholen konnte. Für mich ging es einfach ein bisschen schnell, wodurch dann die Tiefe gefehlt hat. Ich hatte das Gefühl, als wäre ein Teil weggelassen worden. Als hätte man die Zeit, in der sich Theo und Kacey richtig ineinander verlieben und ihre Bindung wächst, einfach übersprungen. Deswegen hat für mich die Basis für alle weiteren Entwicklungen gefehlt. Es gibt einen Punkt im Buch, in dem sich die beiden eingestehen, dass da mehr ist, und ab da überschlagen sich die Ereignisse regelrecht und sind für mich leider nicht mehr glaubwürdig.

Gegen Ende wurde es mir zu viel. Ganz ehrlich – ich brauche keine zwei Epiloge, die jedes noch so kleine Detail aus der Zukunft der Charaktere preisgeben. Manchmal ist weniger mehr und ich persönlich liebe es, wenn ich mir selbst die Zukunft der Figuren ausmalen kann. Ich kann verstehen, dass die Autorin ihren Figuren ein Happy End geben wollte, doch meiner Meinung nach hat sie hier zu viel riskiert.

Es gibt viele Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben, aber eben auch diese Kritikpunkte. Insgesamt hat mir All In – Zwei Versprechen ein paar schöne, solide Lesestunden bereitet. Die Entwicklungen ab der Hälfte des Buches und das Ende hemmen den positiven Eindruck etwas. Ich vergebe 4/5 Sterne.

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inlovewithreading inlovewithreading

Veröffentlicht am 07.07.2020

"All In - Zwei Versprechen" -Emma Scott | Rezension ("All-In-Duett" Band 2)

Der zweite Teil, All In - Zwei Versprechen, folgte direkt nach dem ersten Teil.
Ihn fand ich noch ein bisschen besser als Band eins, da ich Theo irgendwie interessant und ziemlich hot fand, anders als ... …mehr

Der zweite Teil, All In - Zwei Versprechen, folgte direkt nach dem ersten Teil.
Ihn fand ich noch ein bisschen besser als Band eins, da ich Theo irgendwie interessant und ziemlich hot fand, anders als Jonah. Außerdem haben die beiden, meiner Meinung nach, auch viel besser zusammen gepasst.

Mir hat es gut gefallen wie Theo Kacey und sich wieder aufgebaut hat. Kacey fand ich in diesem Teil auch viel sympatischer. Die beiden haben super miteinander harmoniert und sich auch ganz gut ergänzt. Ich hatte das Gefühl, dass es Theo wahnsinnig gefehlt hatte, jemanden an seiner Seite zu haben, der ihn versteht, unterstützt und ihm hilft stolz auf sich selbst zu sein und das hat Kacey, meiner Meinung nach, super hinbekommen. :)

Man kam super in das Buch rein, da es direkt an Band eins angeknüpft hat. Ich habe bei dem Prolog schon genauso sehr geweint wie am Ende von All In - Tausend Augenblicke, obwohl ein Tag dazwischen war. In den ersten Kapitel hätte ich mir zwar gewünscht, dass diesen Thema, das dort behandelt wurde, weiter ausgearbeitet worden wäre, jedoch kann ich auch nachvollziehen, warum die Autorin das nicht getan hat. Die Geschichte hätte vermutlich eine ganz andere Wendung genommen. Ich fand es sehr gut und auch echt wichtig, dass Emma Scott, das im Nachhinein nochmal angesprochen hat.
Dieser Teil hatte nicht so viele schöne Augenblicke/Szenen dabei wie der Teil davor, jedoch konnte man sich so fast noch mehr über das Glück der beiden freuen.
Mir hat sehr gut gefallen, dass Emma Scott die Probleme der Beziehung für die Freunde und Familie nicht vernachlässigt sondern sehr gut mit eingebracht hat.

Das Ende hat mich total glücklich gemacht und war ein toller Abschluss für das Duett.

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FionaH FionaH

Veröffentlicht am 06.07.2020

Emotional, Gefühlvoll und authentisch!

Ich muss gestehen, dass das Buch lange ungelesen bei mir im Regal stand, da ich mich einfach nicht rangetraut habe. Nach dem Vorgängerband war ich irgendwie skeptisch wie es nach Jonahs Tod mit Kacey, ... …mehr

Ich muss gestehen, dass das Buch lange ungelesen bei mir im Regal stand, da ich mich einfach nicht rangetraut habe. Nach dem Vorgängerband war ich irgendwie skeptisch wie es nach Jonahs Tod mit Kacey, Theo und den anderen weitergehen würde. Ich wusste dieses Buch würde mir sehr zu Herzen gehen und genauso ist es gekommen. Ich bin einfach beeindruckt, wie es die Autorin es schafft mit Worten umzugehen. Dieser Roman knüpft gefühlvoll und emotionsgeladen an Band 1 an und erzählt eine Geschichte von Trauer, von Hoffnung, von Liebe, vom Scheitern und dem Versuch weiterzumachen. Ich liebe diese Geschichte!

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Wordworld_Sophia Wordworld_Sophia

Veröffentlicht am 05.07.2020

Intensiv, tragisch und wunderschön doch leider wieder mit ein paar Baustellen.

Nachdem mir All In - Tausend Augenblicke im Januar spektakulär das Herz gebrochen hat, stand es natürlich außer Frage, dass auch die Fortsetzung zeitnah von mir gelesen werden musste. Leider bin ich wieder ... …mehr

Nachdem mir All In - Tausend Augenblicke im Januar spektakulär das Herz gebrochen hat, stand es natürlich außer Frage, dass auch die Fortsetzung zeitnah von mir gelesen werden musste. Leider bin ich wieder ein bisschen zwiegespalten. Wenn man die Geschichte nach ihrem Grad der emotionalen Zerstörung, der Happy End-Schönheit, der Protagonisten-Fuckability oder dem Schreibstil beurteilt, bekommt sie ganz klar 5 Sterne. Nimmt man jedoch eine Variable, nämlich das Leserherz, aus der Gleichung heraus und betrachtet die Geschichte mit ein wenig Abstand, lassen sich einige Baustellen entdecken, die es mir leider nicht erlauben, eine uneingeschränkte Leseempfehlung auszusprechen.

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"Wo Ruinen sind, gibt es Hoffnung auf einen Schatz."
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Doch zuerst wieder ein paar Worte zum Cover, das wunderbar zum ersten Teil passt und wieder sehr schön anzusehen ist. Hier ist die dominante Farbe auf dem dunklen Grund Blau, und man sieht wieder erst auf den zweiten Blick, dass die Lichtpunkte von einem aufflammenden Streichholz erzeugt werden. Dieses Motiv passte wunderbar zum ersten Teil, da auch die Liebe zwischen Jonah und Kacey schnell aufflammte, hell und lodernd brannte, aber viel früher erlosch, als wir uns das gewünscht hätten. Für den zweiten Teil, der das "Danach" behandelt und von Kaceys steinigem Weg zu einer neuen, beständigen Liebe erzählt, hätte ich mir ein etwas anderes Motiv gewünscht. Da die Farbe blau in der Geschichte aber eine ganz besondere Bedeutung hat, hat mich deren Auftauchen wieder versöhnlich gestimmt. Der Titel "All in" bezieht sich sowohl auf das Setting in Las Vegas als auch auf Kaceys neue Beziehung, für die sie wieder ihr Herz aufs Spiel setzen und sich von ihrer Liebe leiten lassen muss. Toll finde ich auch, dass der (übrigens herzzerreißend schöne) Songtext zu "The Lighthouse", den Kacey geschrieben hat und mehrmals performt sowohl in Originalsprache, als auch in übersetzter Version abgedruckt ist.

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Erster Satz: "Theo, mein Lieber, er fragt nach dir."

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Wir steigen nach einem kurzen Prolog sechs Monate nach Jonahs Beerdigung in die Geschichte ein und finden uns augenblicklich wieder in dem tiefen Schlund aus Trauer, Verzweiflung und Schmerz wieder, in den Kacey nach Jonahs Tod gefallen ist. Nach nur wenigen Seiten waren alle Emotionen wieder da, die ich im ersten Teil gespürt habe, was die ersten zweihundert Seiten ziemlich heftig zum Lesen macht. Neben Kacey bekommen wir mit Jonahs Bruder Theo eine zweite Erzählstimme und sehen, dass auch er sehr leidet, wenn auch auf andere Art und Weise wie Kacey. Während diese in einen tiefen Abgrund gefallen, vor ihren Erinnerungen nach New Orleans geflohen ist, sich all ihre Gefühle in einem Album von der Seele geschrieben hat und seitdem mit einem stetigen Alkoholpegel in ihrem Blut vor den Krallen ihrer Trauer wegläuft, versucht Theo weiterzumachen und für seine Familie stark zu sein. Er arbeitet weiter im Tattoostudio und studiert nebenher, um den eigenen Laden, den er mit Jonahs Geld eröffnen will, nicht in den Sand zu setzen. Als er durch einen Freund von Kaceys Tanz am Abgrund erfährt, lässt er alles stehen und liegen und fliegt zu ihr, um ihr zu helfen, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Auch wenn er sich einredet, dass er das tut, um sein Versprechen gegenüber Jonah zu halten, gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb er Kaceys Elend nicht ertragen kann: er selbst hegt seit langem tiefe Gefühle für sie.

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"Er hat gesagt, ich soll mich wieder verlieben, und das habe ich. So sehr."
"Mir hat er gesagt, ich solle dich lieben": Theos warmer, weicher Blick begegnet meinem. "Aber das tat ich schon. So sehr."
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Nach dem emotional sehr schweren Einstieg geht es stetig bergauf und wir dürfen dabei zusehen, wie sich erneut zwei fast zerstörte Künstlerseelen gegenseitig retten, aus dem Abgrund der Trauer helfen ... und sich dabei rettungslos ineinander verlieben. Die Autorin hatte hier eine sehr schwierige Aufgabe: eine emotionale Liebesgeschichte zu erzählen, die die Protas zu ihrem Happy End führt, ohne dabei an der Glaubwürdigkeit des ersten Teils zu kratzen. Denn die anfängliche Einstellung von Kaceys und Theos Umfeld (nämlich widerwillige Skepsis da man sich Kacey kaum mit jemand anderem als Jonah vorstellen kann) entspricht ziemlich den Gefühlen des Lesers, der noch von der großen Liebe des ersten Bandes geflasht ist. Ich hatte große Zweifel, ob dieser zweite Teil nach dem Ende des Ersten nicht entweder zu deprimierend oder zu unrealistisch werden würde. Emma Scott musste uns hier also von der Ehrlichkeit und der positiven Absicht der beiden überzeugen, genau das richtige Erzähltempo treffen und sicherstellen, dass der zweite Teil den ersten nicht zerstört, sondern stimmig ergänzt.

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„Wenn man an etwas festhält, was hinter einem liegt, kann man nicht weitergehen. Sie müssen Ihr Herz von der Vergangenheit lösen. Schließen Sie die Tür. Schlagen sie ein neues Kapitel auf. Erst dann sind Sie frei von dem Schmerz, der Sie verfolgt.“
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Das hat sie erstaunlicherweise auch ganz wundervoll hinbekommen. Diese Fortsetzung arbeitet klar auf ein glücklicheres Ende zu, ist aber trotzdem keine lockere, lustige Heile-Welt-Geschichte mit strahlendem Happy End, das die Magie des ersten Teils zerstören würde. Bis sich zwischen Kacey und Theo aus Nähe, Verständnis und geteilter Trauer mehr entwickelt, gehen sehr viele Seiten ins Feld, sodass man sich zusammen mit den Protagonisten langsam an den Gedanken gewöhnen kann, dass das Leben weiter gehen wird, weiter gehen muss. Hier tauchen nicht plötzlich große Gefühle aus dem Nichts auf, sondern entwickeln sich ungewollt ganz natürlich Stück für Stück. Die Autorin erzählt abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Kacey und Theo und lässt uns so an deren Lage, ihren Gefühlen und ihrer zarten Verbindung teilhaben. Spannend ist, dass die beiden sich auf eine ganz andere Art und Weise lieben, wie Kacey und Jonah und die Liebesgeschichte zugleich heißer und zarter ist. Da sind viele unterdrückte Gefühle, äußerliche und innere Hindernisse und Hemmungen und ein großer räumlicher Abstand, der nur durch lange Telefongespräche überbrückt wird, im Spiel, was die Leidenschaft zwischen den Beiden anheizt. Gleichzeitig beruht ihre Verbindung aber auch auf einem tiefen gegenseitigen Verständnis und der gemeinsamen Erfahrung, es aus dem Abgrund herausgeschafft zu haben, was diese Liebesgeschichte tragisch, berührend, emotional und unvergesslich werden lässt. Auch wenn die beiden mehr als genug leiden mussten, war ich zeitweise neidisch auf die Intensität ihrer Liebe, ihrer Trauer, ihrer Leidenschaft - mit der sie ihre Gefühle spüren.

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„Ihre Liebe kannte kein Ende. Sie war unendlich. Sie war ein Universum, mein Universum, und ich war ihr. Liebe kennt keine Schranken, keine Regeln, sie zieht niemanden vor. Und sie hat keine Grenzen“
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Emma Scott hat also eine weitere intensive Geschichte voller Schmerz, Liebe und Wahrheit geschrieben, die mich zum Weinen, zum Lachen und zum Mitfiebern gebracht, vor allem aber tief berührt hat. Ihr wundervoller Schreibstil erschafft eine bittersüße Grundstimmung, die vom tragischen Ende einer Liebe und dem sanften, strahlenden Beginn einer neuen erzählt. Mitreißend und einfühlsam hat sie uns Leser sehr lebensecht die Tiefe der Trauer von Kacey und Theo spüren zu lassen und damit einen sehr schweren Einstieg, der mir fast das Herz gebrochen und mich öfters zum Weinen gebracht hat, geschaffen. Dabei ergänzt sie die traurigen Töne des ersten Teils durch hoffnungsvollere, sodass die beiden Bände wie zwei Teile eines großen Ganzen wirken

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"Leb in den Sternen, Baby. Okay?" Meine Stimme war zittrig, brach aber nicht, und ich lächelte durch die Tränen. "Du bist frei. Du hast mich freigegeben."
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Doch leider gibt es trotzdem einige Punkte, die mir an der Umsetzung negativ aufgefallen sind. Zwar habe ich Kacey und Theo wie gesagt ihre Liebe zu jedem Zeitpunkt abgenommen und mich zusammen mit Kacey auch noch in den zweiten Fletcher verliebt, dennoch fehlte Emma Scott an einigen Stellen ein bisschen das Fingerspitzengefühl und es drängten sich durch seltsame Formulierungen immer wieder Vergleiche zwischen Jonah und Theo auf. Immer wenn sie etwas schrieb wie "Noch nie war sie so sehr begehrt worden" oder "Noch nie hatte sie so unendlich geliebt" dachte ich so "ähm, ja und was ist mit Jonah...?!?". Gestört hat mich auch, dass trotz aller Härte hier auch einiges ziemlich glatt lief und der Authentizität somit einen kleinen Dämpfer verpasste. Schon allein, dass Kacey ihre Alkoholsucht ohne medizinische Hilfe an drei Tagen durch einen kalten Entzug überwindet und diese danach keinerlei Konsequenzen wie Rückfälle oder Nachwirkungen haben, hat mich die Augen verdrehen lassen. Zwar weist Emma Scott extra in einem kurzen Nachwort darauf hin, dass ein kalter Entzug lebensbedrohliche Folgen haben kann und sich Betroffene deshalb ärztliche Hilfe holen sollen, dennoch finde ich die Darstellung nicht sehr realistisch.

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"Akzeptieren Sie das, was vergangen ist, und lassen Sie los, um vorangehen zu können. Um zu wachsen. Um aufzublühen. Das Licht in Ihren Augen - und in Ihrem Herzen - ist gedämpft, aber nicht erloschen. Lassen Sie es wieder leuchten."
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Auch die beiden Protagonisten hinterließen keinen ausschließlich positiven Eindruck bei mir. Im ersten Teil blieb Kacey ja noch ein bisschen blass, ihre Entwicklung war sehr schnell und viele ihrer Probleme wurden in diesen Teil verschoben wie zum Beispiel ihre Unfähigkeit, eigene Lieder zu schreiben, ihre offene Zukunft oder ihre Probleme mit ihrer Familie, während Jonah und ihre Liebe zu ihm im Vordergrund standen. In dieser Fortsetzung wird vieles in ihrer Entwicklung, was zuvor zu kurz kam nochmal nachgeholt und vertieft, was problemlos möglich ist, da sich die Grundstrukturen der beiden Bände sehr ähneln und Kacey beide Male ihre Alkoholsucht überwinden und sich auf eine Liebe einlassen muss. Endlich spielt hier auch mal ihre Musik eine größere Rolle und Emma Scott schlägt Kapital davon, dass sie aus ihrer Protagonistin eine talentierte Songwriterin gemacht hat, was ich im ersten Teil ein bisschen vermisst habe. Leider wird Theo hier aber ein bisschen zum Hilfscharakter degradiert, der Kacey in ihrer Entwicklung hilft, sie liebt, aber unabhängig von ihr nicht ganz so viel miteinbringt, wie es vielleicht möglich gewesen wäre. Nichtsdestotrotz wächst auch er dem Leser sehr schnell ans Herz und jeder, der ihn in Band 1 vielleicht noch als unnötig ruppig empfunden hat, wird hier sein Herz an ihn verlieren.

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"A darkened lighthouse
At the edge of the world
Is all that´s left
of this drowning girl"
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Toll ist auch, dass neben den alten mit Yvonne, Big E und Kaceys neuen Produzenten auch sympathische neue Nebenprotagonisten auftauchen und alle ihr wohlverdientes Happy End bekommen. Die Problematik mit Kaceys Eltern, Theos Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vater, die Ausstellung von Jonahs Vermächtnis, die Erfüllung des Karrieretraums von beiden... hier werden alle Erzählstränge zu einem (zumindest halbwegs) befriedigenden Ende geführt. Allerdings ist das Erzähltempo ganz objektiv betrachtet sehr unausgewogen. Zu Beginn lässt sich die Autorin für all ihre Entwicklungen sehr viel Zeit, am Ende werden dann noch alle möglichen Ereignisse in wenigen Seiten abgehandelt. Denn kaum haben sich die beiden ihrer gegenseitigen Liebe versichert, drückt Emma Scott leider das Gaspedal bis zum Boden durch und lässt die letzten 100 Seiten wie ein Zeitraffer aus Happy End und Tragik am Leser vorbeiziehen.


*
Fazit:*

Intensiv, tragisch und wunderschön doch leider wieder mit ein paar Baustellen. Emma Scott erzählt davon, wie sich zwei fast zerstörte Künstlerseelen gegenseitig retten, aus dem Abgrund der Trauer helfen ... und sich dabei rettungslos ineinander verlieben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Catherine Catherine

Veröffentlicht am 03.07.2020

Eine der schönsten und traurigsten Liebesgeschichten

Band 2 des All-In-Duetts lag fast ein Jahr auf meinem SUB. Was habe ich mir dabei nur gedacht. Das hatte das Buch nicht verdient. Doch nach dem super traurigen Ende von Band 1 fürchtete ich mich vor dem ... …mehr

Band 2 des All-In-Duetts lag fast ein Jahr auf meinem SUB. Was habe ich mir dabei nur gedacht. Das hatte das Buch nicht verdient. Doch nach dem super traurigen Ende von Band 1 fürchtete ich mich vor dem was da nun kommen musste; vor der Trauer, dem Verlust, den Schuldzuweisungen oder würde die Autorin das Thema überspringen und gleich mit einer neuen Liebe beginnen? Jedenfalls wollte ich das Buch nicht mal eben zwischendurch lesen, sondern auf die richtige Stimmung dafür warten. Nun war es endlich so weit. Ich nahm das Buch zur Hand, begann zu lesen und konnte es nicht mehr weg legen.

Der Roman schließt direkt an die Ereignisse von Band 1 an. Nach Johnas Tod brach nicht nur für Kacey und Theo eine Welt zusammen, auch für seine Eltern und Freunde wurde es schwer. Jeder geht anders mit dem Tod eines geliebten Menschen um. Für Kacey und Theo ist es ein langer Weg hinaus aus der Trauer, die erste Annäherung aus der sich eine tiefe Freundschaft entwickelt und dann die Erkenntnis, das da eigentlich viel mehr als nur Freundschaft im Spiel ist. Die Angst… allgegenwärtig, fast greifbar und die Schlüsselfragen: Können wir unseren Gefühlen vertrauen? Was passiert wenn wir die Freundschaft auf eine höhere Stufe heben? Werden wir damit dieses zarte Band für immer zerstören? Oder wartet am Ende des Regenbogens das Glück auf uns? Nun das müsst ihr selbst herausfinden, denn ich möchte euch nicht Spoilern.

Die Autorin schafft es dieses sensible Thema sehr berührend auf Papier zu bringen. Sie schildert die Trauer der einzelnen Personen, die sich daraus resultierenden Handlungen, verwebt alles miteinander und erschafft einen wundervollen, traurigen und hoch emotionalen Roman, der am Ende den Leser mit einer gehörigen Portion Hoffnung im Herzen zurücklässt.

Die Geschichte traf mich mitten ins Herz. Ich habe geweint und gelacht, war überwältigt und gefesselt, hing an den Zeilen und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Danke, Emma Scott, es geschieht äußerst selten, dass mich ein Buch, eine Geschichte so sehr mitnimmt und berührt. Besser geht es nicht! Ich bin begeistert!

Fazit: Achtung! Taschentuch-Alarm! »ALL IN – Zwei Versprechen« eine der schönsten und traurigsten Liebesgeschichten geht in die zweite Runde. Berührend, fesselnd, traurig, herzzerreißend und gleichzeitig wunderschön. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die mich einfängt und begeistert. Ein echtes Lesehighlight für mich! Unbedingt lesen, ihr werdet es nicht bereuen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Emma Scott

Emma Scott - Autor
© Emma Scott

Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Diversität, Toleranz und Offenheit sind ihr ein wichtiges Anliegen. Mit ihren Romanen, die sie als Self-Publisherin herausbrachte, hat sie sich eine treue und begeisterte Fangemeinde erschrieben.

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