Mona Kasten - Autor
© Mona Kasten

Autorin

Mona Kasten

Mona Kasten wurde 1992 in Hamburg geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Katzen sowie unendlich vielen Büchern in Niedersachsen, liebt Koffein in jeglicher Form, lange Waldspaziergänge und Tage, an denen sie nur schreiben kann. Weitere Informationen unter: www.monakasten.de

 

Interview

Im Interview: Mona Kasten über ihren Roman "Begin Again" | 29.09.2016

Liebe Mona, am 14. Oktober erscheint Ihr erster Roman „Begin Again“ bei LYX. Es geht um Allie, die ein neues Leben starten möchte und in eine neue Stadt geht. Dort zieht sie in eine WG mit Kaden, der alles andere als nett erscheint – zumindest auf den ersten Blick nicht! Haben Sie solche WG-Erfahrun...

Liebe Mona, am 14. Oktober erscheint Ihr erster Roman „Begin Again“ bei LYX. Es geht um Allie, die ein neues Leben starten möchte und in eine neue Stadt geht. Dort zieht sie in eine WG mit Kaden, der alles andere als nett erscheint – zumindest auf den ersten Blick nicht! Haben Sie solche WG-Erfahrungen auch schon gemacht?
Ich habe noch nie in einer WG gewohnt, lebe aber seit längerem mit meinem Mann zusammen – der ist aber eigentlich ganz lieb.
Allie flieht in eine neue Stadt, weil sie ein Geheimnis hat und ihre Vergangenheit hinter sich lassen will. Sie legt sich sogar einen neuen Namen und eine neue Frisur zu, um noch einmal ganz von vorne beginnen zu können. Glauben Sie, dass so etwas funktionieren kann?
Ich bin der festen Überzeugung, dass man alles schaffen kann, was man sich vornimmt. Allie wagt den Neuanfang, weil sie es für sich möchte. Ich finde, diesen Mut könnten viel mehr Menschen gebrauchen. Es ist wichtig, dass man auf seine eigenen Bedürfnisse eingeht und das tut, was für einen selbst das Beste ist. Dass Allie sich getraut hat, sich neu zu erfinden, ist sehr bewundernswert. Man muss nicht zwangsweise etwas am eigenen Äußeren verändern, um einen Neuanfang zu wagen. Ich glaube, das kann man auf verschiedene Weisen tun.
Ihre Romane spielen in den USA. Hat das einen besonderen Grund? Handelt es sich hierbei um einen Sehnsuchtsort von Ihnen?
Die USA stehen auf jeden Fall auf meiner Reiseliste! Der Grund, weshalb die „Again-Reihe“ dort angesiedelt ist, ist jedoch ein anderer: New Adult-Romane funktionieren einfach sehr gut mit einem amerikanischen, oder zumindest englischsprachigen Setting. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, in Zukunft mal einen Roman mit deutschem Setting zu schreiben! Wenn ich ehrlich sein soll, hätte ich da auch schon die eine oder andere Idee …
Kaden ist ein spezieller Charakter – mürrisch und launisch, aber wahnsinnig gutaussehend! Hand aufs Herz: Wer hat Sie zu diesem Charakter inspiriert?
Oh, Kaden ist mein absoluter Liebling. Er ist so herrlich brummig und hat mich beim Schreiben ständig zum Lachen gebracht! Da ich im letzten Jahr One Direction für mich entdeckt habe, wusste ich, dass mein nächster Protagonist auf jeden Fall wie einer der Jungs aussehen soll. Beim Plotten habe ich fleißig Bilder von Liam Payne rausgesucht und die während des Schreibprozesses immer neben meinem Worddokument geöffnet – hach, das waren gute Zeiten! Allerdings war es das leider auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Aber ich hätte auch nichts dagegen, Liam Payne mit auf die Buchmesse zu nehmen und ihn allen Leserinnen für Fotos zur Verfügung zu stellen – könntet ihr das irgendwie in die Wege leiten?
Wer darf Ihre Romane als Erstes lesen? Und, ganz ehrlich, wer ist Ihr größter Kritiker oder Ihre größte Kritikerin?
Gemeinsam mit ein paar befreundeten Autorinnen bin ich in einer Schreibgruppe, in der wir uns täglich gegenseitig mit Motivation versorgen. Die Mädels werden meist sofort mit neuen Ideen beworfen und dürfen meine Romane auch als Erstes lesen. Meine größten Kritiker wechseln sich ab – manchmal bin ich es selbst, manchmal ist es meine Lektorin, manchmal meine Testleser und dann wieder ich, bis ich an der Kritik gewachsen bin und der Kreis von vorne beginnt.
„Trust Again“ erscheint schon im Januar, es wird aber nicht um Allie und Kaden, sondern um Dawn und Spencer gehen. Können Sie uns schon mehr verraten? Und gibt es Parallelen zwischen den beiden Büchern?
Schon beim Schreibprozess von „Begin Again“ wollte ich Dawns und Spencers Geschichte erzählen, weil ich schnell gemerkt habe, dass die beiden eine ganz besondere Verbindung miteinander teilen. Wer „Begin Again“ liest, kann gar nicht anders, als sich eine Spencer-Dawn-Geschichte zu wünschen! Dawn hat – genau wie Allie – eine Menge durchgemacht und versucht, damit fertigzuwerden. Eigentlich hat sie genug von Männern und kann daher ganz gut auf Spencers Annäherungsversuche verzichten. Sie versucht monatelang, die Tatsache zu ignorieren, dass sie ihn eigentlich ziemlich heiß findet, bis sie eine Seite an ihm entdeckt, die sie dazu bringt, ihn nicht mehr auf Abstand halten zu wollen.
Wird es nach „Begin Again“ und „Trust Again“ einen dritten Teil geben?
Ja! Ich schreibe momentan an Band 3 und liebe das Pärchen, weil die beiden einfach so, so unterschiedlich sind.
Wann wussten Sie, dass Sie Autorin werden wollten? Gab es einen speziellen Auslöser?
Ich habe schon immer gerne gelesen, bin mehrmals in der Woche in die örtliche Bibliothek gegangen und habe dort stapelweise Bücher mitgenommen. Ich merkte recht schnell, dass ich etwas mit Büchern machen wollte, und habe schon in der Kindheit viele Notizbücher geführt, in die ich meine Ideen und Geschichten gekritzelt habe – damals meistens sogar noch mit (leider ziemlich missratenen) Illustrationen meiner Protagonisten. Damals war das nur zum Spaß, ernsthaft angefangen habe ich mit fünfzehn. Da habe ich versucht, meinen ersten Roman zu schreiben. Letztens habe ich das Manuskript auf meinem Rechner gefunden und musste beim Lesen ziemlich lachen.
Sie teilen Ihre Vorliebe für Bücher auf verschiedenen Plattformen im Netz und stecken inzwischen tausende Jugendliche und junge Erwachsene mit Lesefieber an. Was ist für Sie das Beste am Social Web?
Zur Schulzeit habe ich mich mit meiner großen Liebe für Bücher ziemlich einsam gefühlt. Es gab nicht viele Klassenkameraden, die ebenso vernarrt in Bücher waren wie ich. Dass es heutzutage riesige Communitys im Netz gibt, die sich über dieselben Geschichten austauschen, finde ich großartig! So ist man als Leser nicht mehr allein, sondern kann hunderte, sogar tausende Gleichgesinnte finden, die mindestens genauso viele Tränen bei bestimmten Geschichten vergossen haben. Am besten finde ich das Gemeinschaftsgefühl, das entsteht, wenn man zusammen bei einer Geschichte lacht oder bei fiesen Cliffhangern nicht alleine leiden muss und den neuen Erscheinungstermin gemeinsam herbeisehnt.
Im nächsten Jahr sollen drei Romane von Ihnen erscheinen. Wie schaffen Sie es, neben dem Vollzeitstudium zu schreiben und gleichzeitig aktiv im Netz zu sein?
Ich versuche, meinen Alltag gut zu strukturieren. Während des Semesters richte ich meinen Schreibplan nach meinem Stundenplan in der Uni und nutze alle Lücken, um zu schreiben. Hierfür rechne ich meistens aus, wie viele Wörter ich ungefähr pro Woche schreiben muss, damit ich den Überblick behalte und meinen nächsten Abgabetermin nicht aus den Augen verliere. In den Semesterferien stehe ich genauso früh auf wie zur Vorlesungszeit und schreibe dann Vollzeit – getwittert und gebloggt wird zwischendurch, immer wenn eine Pause, Zeit und Lust da ist.

Interview

7 Fragen an Mona Kasten zu ihrem neuen Roman "Save me" | 06.02.2018

Liebe Mona, nach der sehr erfolgreichen "Again"-Reihe veröffentlichst du nun mit "Save Me" den Auftakt der Maxton Hall-Trilogie bei LYX. Setzt dich der enorme Erfolg der ersten Buchreihe unter Druck oder beruhigt dich das eher? Und inwiefern hat sich dein Schreibprozess nun verändert – oder ist alle...

Liebe Mona, nach der sehr erfolgreichen "Again"-Reihe veröffentlichst du nun mit "Save Me" den Auftakt der Maxton Hall-Trilogie bei LYX. Setzt dich der enorme Erfolg der ersten Buchreihe unter Druck oder beruhigt dich das eher? Und inwiefern hat sich dein Schreibprozess nun verändert – oder ist alles gleichgeblieben?

Ich hatte nicht mit dem Erfolg der "Again"-Reihe gerechnet, den ersten Band habe ich damals nur für mich wie im Rausch geschrieben. Es ist immer schwer, an einen großen Erfolg anzuknüpfen. Natürlich macht man sich darüber Gedanken, aber ich versuche, mich nicht davon beeinflussen zu lassen. Deswegen ist mein Schreibprozess eigentlich auch gleichgeblieben.

In "Save Me" geht es um Ruby, die sich auf einer privilegierten Privatschule durchschlagen muss. Ihr Ziel ist es, unsichtbar zu bleiben und ohne großartig aufzufallen, den Sprung nach Oxford zu schaffen. Du beschreibst die Atmosphäre der Schule Maxton Hall und auch den Aufnahmeprozess, um nach Oxford zu kommen, unheimlich genau und beeindruckend. Wie viel Recherchearbeit hast du in das Thema gesteckt?

Ich habe einige Wochen bzw. Monate recherchiert und auch beim Schreiben immer mal wieder Privatschulen in England angesehen, um die Stimmung von Maxton Hall möglichst glaubhaft werden zu lassen. Ein Freund von mir hat sich in Oxford beworben und wir haben uns einen Tag lang zusammen hingesetzt und sind die ganze Maxton-Hall-Timeline durchgegangen, damit ich Rubys Bewerbungsprozess detailgetreu in die Geschichte integrieren kann.

Ruby ist ein sehr organisierter Mensch – Sie schreibt schon erledigte To-Dos in ihr Notizbuch, nur um sie sofort wieder durchzustreichen. Außerdem ordnet sie ihre Schulsachen auf dem Schreibtisch immer korrekt an. Hast du vielleicht auch so eine Angewohnheit?

Ich mache auch ganz gerne To-do-Listen, um den Überblick zu behalten. Ganz so strukturiert wie Ruby bin ich allerdings nicht.

Auffällig ist, dass deine Charaktere allesamt ganz unterschiedlich sind. Zum Beispiel ist Rubys Schwester Ember übergewichtig und führt einen Blog für Plus Size Fashion, Rubys beste Freundin Lin ist chinesischer Abstammung, Wren und Jessalyn sind schwarz. Warum, findest du, ist Vielfalt in Büchern so wichtig?

Bei "Save Me" wollte ich unbedingt einen bunten Haufen von Charakteren, die die Geschichte tragen. Dabei hatte ich große Unterstützung von beispielsweise einer übergewichtigen Testleserin, die mir bei Embers Szenen geholfen hat, einer chinesischen Freundin, die Lins Charakter mit mir entwickelt hat, und einer schwarzen Testleserin, die mir hilfreiche Tipps für Wrens und Jessalyns Szenen gegeben hat. Mir war diesmal wichtig, auf die Vielfalt der Reihe zu achten, damit sich all meine Leser in der Geschichte wiederfinden.

Ruby selbst kommt – im Gegensatz zu ihren reichen Mitschülern – aus bodenständigen Familienverhältnissen. Sie will Maxton Hall und ihr zu Hause auch strikt voneinander trennen, wieso ist das so?

Ruby trennt ihr Schul- und Privatleben strikt, weil ihre Familie einmal auf einem Elternabend dort war, und die anderen Eltern sie sehr hochnäsig und von oben herab behandelt haben. Ruby möchte ihre Familie beschützen, weil sie viel durchgemacht haben und die wichtigsten Menschen in ihrem Leben sind. Außerdem genießt sie es, zu Hause zu sein und dort nicht vom Druck der Schule beeinflusst zu werden. Würde sie ihre beiden Leben miteinander vermischen lassen, könnte sie zu Hause nicht mehr auf diese Weise abschalten.

Du schreibst sowohl New Adult als auch Fantasy, außerdem hast du bis vor Kurzem noch studiert – wie schaffst du es, dass alles unter einen Hut zu bringen?

Schreiben macht mir großen Spaß und ist das, was ich schon immer tun wollte. Wenn man es möchte, schafft man sehr viel mehr, als man sich vielleicht zuerst zutraut. Wobei ich momentan auch ein bisschen hinterherhänge und langsam aufholen muss mit dem Schreiben. Es gibt so viele Aufgaben, die neben dem Schreiben anfallen, dass manchmal weniger Zeit dafür übrigbleibt, als ich gerne hätte.

Eine letzte Frage zum Schluss: Gibt es einen persönlichen Gedanken zum Buch, den du gerne mit deinen Lesern und Fans teilen möchtest?

Dieses Mal habe ich versucht, ein bisschen anders an die Geschichte heranzugehen. Ich habe eine neue Zeitform gewählt, sowie mehrere Perspektiven, in der die Geschichte erzählt wird, damit sie sich von der "Again"-Reihe abhebt. Meine Lektorin hat mir vorab gesagt „Tob dich richtig aus!“ – und das habe ich gemacht. Ich habe mutiger geschrieben und hoffe, das merkt man beim Lesen!

Alle Verlage