After Work
 - Simona Ahrnstedt - PB

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15,00

inkl. MwSt.

Lyx
Paperback
Frauenromane
519 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0559-5
Ersterscheinung: 29.03.2018

After Work

Übersetzt von Antje Rieck-Blankenburg

(101)

Stell dir vor, du triffst einen Mann in einer Bar.
Und er ist heiß und sexy und interessant.
Stell dir vor, du erzählst ihm alles von dir.
Und du küsst ihn.
 
Dann stell dir vor, du kommst am nächsten Morgen ins Büro.
Und er ist dein neuer Chef.
 
"Mit After Work zeigt Simona Ahrnstedt einmal mehr, warum sie zu Recht die skandinavische Queen of Romance genannt wird." Lottens Buchblog
Heiß ersehnt: der neue Roman von der skandinavischen Queen of Romance!

Rezensionen aus der Lesejury (101)

SarahsSchmoekerwelt SarahsSchmoekerwelt

Veröffentlicht am 15.09.2018

Wunderschöne Love-Story mit unglaublich bewegender Message!

*Inhalt*
Lexia Vikander arbeitet als Werbetexterin in einer Werbeagentur, die jedoch verkauft wurde. Getrieben von ihrer Angst, ihren Job zu verlieren, findet sie sich am Abend vor der Übernahme der Agentur, ... …mehr

*Inhalt*
Lexia Vikander arbeitet als Werbetexterin in einer Werbeagentur, die jedoch verkauft wurde. Getrieben von ihrer Angst, ihren Job zu verlieren, findet sie sich am Abend vor der Übernahme der Agentur, angetrunken in einer Bar wieder. Ihre Freundinnen, die sie eigentlich ablenken sollten, haben sie versetzt. Lexia lässt sich daraufhin von dem charmanten und attraktiven Adam zu ein paar Drinks einladen. Durch dessen angenehme Nähe, ihrem Gefühlschaos und den Alkohol redet Lexia sich schließlich all den Frust sowie ihre Sorgen von der Seele und küsst Adam im Eifer des Gefechts. Als sie am nächsten Morgen verkatert in der Agentur erscheint, begegnet sie dann ihrem neuen Chef und der ist niemand anderes als Adam Nylund - der Mann, den sie nur ein paar Stunden zuvor geküsst hat. Zu allem Überfluss, können beide ihre gegenseitige Anziehung zueinander nicht ignorieren. Aber eine Beziehung zwischen Mitarbeiterin und Chef würde doch nie funktionieren, oder etwa doch?

*Meine Meinung*
Mit "After Work" hat Simona Ahrnstedt eine wunderschöne Love-Story mit einer unglaublich bewegenden Message erschaffen. Die Liebesgeschichte zwischen Adam und Lexia wird sehr glaubhaft und emotional beschrieben, wirkt überhaupt nicht klischeehaft oder realitätsfern. Zu Beginn kann man Adams Fassade und dessen Handlungen noch nicht wirklich nachvollziehen, was sich im Laufe des Buches aber ändert. Durch Rückblicke in seine Vergangenheit versteht man diese mit der Zeit umso besser. Lexia ist von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte ihre Handlungen und ihre Gefühle stets nachvollziehen. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war der Perspektivenwechsel der beiden Hauptprotagonisten. So konnte man mit Lexia und später auch Adam, relativ schnell warm werden. Die romantischen bzw. erotischen Szenen zwischen den beiden hätten allerdings weiter ausgebaut werden können. Sie nahmen nur einen kleinen Teil ein und hatten eigentlich noch Luft nach oben. Auch die Nebenrollen waren super ausgearbeitet und haben eine wichtige Rolle eingenommen. Sie ergänzten die Handlung meiner Meinung nach perfekt. Das eigentliche Highlight des Buches war aber nicht die Liebesgeschichte zwischen Lexia und Adam, sondern die Message, die dieses Buch verbreiten sollte. Simona Ahrnstedt hat mit "After Work" das Thema Übergewicht, von unserer Gesellschaft erschaffene, "angeblich perfekte Frauenbilder" und Mobbing, behandelt. Das Thema war über das gesamte Buch hinweg präsent und erreichte zum Ende hin den absoluten Höhepunkt. Die Autorin hat es geschafft, den Leser zum Nachdenken anzuregen und solch ein wichtiges Thema anzusprechen, wovor viele Menschen eigentlich zurückschrecken. Der Schreibstil war locker und flüssig, wodurch man gut vorankam. Leider verlief die Story aber eher schleppend und langweilte mich zwischendurch sehr. Dadurch verlor ich stellenweise auch die Lust am Buch, was doch sehr schade war. Anfangs dauerte es meiner Meinung nach nämlich viel zu lange, bis überhaupt mal etwas geschah. Zum Ende hin wurde es allerdings wieder besser und die Handlung nahm nochmals ordentlich Fahrt auf, was mir dann wieder sehr gut gefallen hat.

~ SarahsSchmökerwelt ~

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

j125 j125

Veröffentlicht am 04.09.2018

Sie kann es besser

*Inhalt:*

Lexias Leben könnte entspannter sein. Als kurvige Frau wird sie von der Gesellschaft im Allgemeinen und ihrer Mutter im Besonderen ständig kritisiert und minderwertig behandelt. Außerdem muss ... …mehr

*Inhalt:*

Lexias Leben könnte entspannter sein. Als kurvige Frau wird sie von der Gesellschaft im Allgemeinen und ihrer Mutter im Besonderen ständig kritisiert und minderwertig behandelt. Außerdem muss sie als Quereinsteigerin in der Werbebranche ständig um ihren Job fürchten. Und dann erlebt sie den wohl schlimmsten Abend ihres Lebens. Sie betrinkt sich in einer Bar und schüttet einem Fremden ihr Herz aus. Doch der Fremde ist bald gar nicht mehr so fremd, denn es ist ihr neuer Chef, dessen erste Amtshandlung darin besteht, unqualifiziertes Personal zu entlassen…

*Meine Meinung:*

Die ersten Liebesromane von Simona Ahrnstedt konnten mich vollkommen überzeugen, weshalb ich natürlich gespannt auf ihr neuestes Werk in diesem Genre war. Die Bewertungen sind überwiegend verhalten, aber die Leseprobe gefiel mir und ich finde das Thema Bodypositivity sehr wichtig.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es beginnt mit Lexia und Adam, ihrem neuen Chef, in der Bar. Sie ist sehr betrunken und hat keine Ahnung, mit wem sie überhaupt spricht. Man erfährt bereits da einiges über Lexia und mit welchen Vorurteilen und Anfeindungen sie als kurvige Frau zu kämpfen hat. Dieses Thema zieht sich durch das ganze Buch und ich finde es wichtig darüber zu sprechen und zu schreiben. Nicht jeder, der nicht in Größe 36 passt, muss ungesund leben und nicht jeder, der in eine 36 passt lebt automatisch gesund. Schade finde ich nur, dass der Verlag nicht mitgezogen und das Cover an den Inhalt des Buches angepasst hat. Dort wird beschrieben, dass mehr als 90% der Models in der Werbung schlanke, hellhäutige junge Frauen sind, oder etwas ältere, sportliche und hellhäutige Männer. Dazu kommen Kernfamilien (Vater, Mutter, Kind(er)) (vgl. ca. S. 187). Warum also zeigt man auf dem Cover nicht eine kurvige Frau, so wie Lexia eine ist?

Die Denkansätze und Botschaften, die durch das Buch vermittelt werden sollen, haben mir grundsätzlich gut gefallen. Allerdings passiert das vor allem durch ätzende Nebencharaktere, die so ziemlich jedem gängigen Klischee entsprechen. Da ist zum Beispiel der steinreiche Unternehmer, der kein Problem darin sieht Bürokräfte „meine Kleine“ zu nennen und Frauen an den Hintern zu grapschen, aber selbstverständlich nur den schlanken. Oder die Mit 60erin, die zum fünften Mal verheiratet ist (jedes Mal mit einem reicheren Mann), kaum isst und viel Sport macht, nur aus dem verzweifelten Wunsch heraus endlich dazuzugehören. Wie gesagt, dass was dadurch vermittelt werden soll finde ich wichtig, aber vielleicht hätte man einen weniger anstrengenden Weg finden können, um dies zu tun.

Hinzu kommt, dass sich die Handlung manchmal etwas zieht. Das liegt unter anderem daran, dass zwischen Lexia und Adam wenig passiert, obwohl in ihnen eine Menge passiert. Sie schmachten sich an, fühlen sich zueinander hingezogen, die sexuelle Spannung ist spürbar. Aber es passiert nichts. Dann passiert doch was und beide beschließen das die Arbeit wichtiger ist und es geht von vorn los. Bis die beiden sich wirklich näherkommen, sodass die Annäherung auch eine Entwicklung darstellt, vergeht leider viel Zeit. Dennoch habe ich die Geschichte zwischen ihnen gern gelesen und deshalb fällt mir eine Bewertung schwer. After Work kommt sicher nicht an die erste Trilogie der Autorin ran, aber ich hatte nie das Bedürfnis das Buch abzubrechen oder es schlechter als mittelmäßig zu bewerten.

*Fazit:*
Die Charaktere, vor allem die weniger wichtigen, sind allesamt schrecklich nervig und der Inbegriff eines Klischees. Durch sie sollen Botschaften vermittelt werden, die man vielleicht auch anders hätte transportieren können. Die Beziehung zwischen Lexia und Adam entwickelt sich manchmal zu langsam, sodass die Geschichte ein wenig langatmig wirkt. Insgesamt ein gutes Buch, mit wichtiger Botschaft, aber die Autorin kann es viel besser.

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Evy_Heart Evy_Heart

Veröffentlicht am 29.08.2018

Viel Truble um wenig

Das Buch war ÜBERALL - Gewinnspiele, Leserunden, überall sah ich das knall-lilane Cover mit dem interessanten Thema "Liebe am Arbeitsplatz". Ich habe mich davon ködern lassen und das führte letzlich zu ... …mehr

Das Buch war ÜBERALL - Gewinnspiele, Leserunden, überall sah ich das knall-lilane Cover mit dem interessanten Thema "Liebe am Arbeitsplatz". Ich habe mich davon ködern lassen und das führte letzlich zu einer Enttäuschung.

Denn das Buch wird beherrscht von einer Body-Positivy-Thematik, die nur Deko ist. Was bleibt ist eine klischeehafte Liebesgeschichte, die gut komponiert ist, aber lange, lange ausgebreitet wird.

Worum geht es?

Lexia ist "mollig" und arbeitet in einer Werbeagentur mit überwiegend weißem, männlichen Personal. Einzige Ausnahme bildet Kollegin Dina mit ausländischem Hintergrund und kleinem Hund. Außerdem arbeitet dort der fiese Mann der Frau, die Lexia bereits während der Schule gemobbt hat.

Traumprinz Adam wurde als Kind geschlagen und vom charismatischen, aber chauvinistischen Roy gefördert, der sich wiederum nach oben arbeiten musste. Außerdem hat Adam einen Freund namens Bashir, der ebenfalls ausländischen Wurzeln hat und als Polizist arbeitet.

Lexia und Adam treffen in einer Bar aufeinander und später in der Agentur, die Roy gekauft hat und die Adam leiten soll. Neben dem Kampf um Anerkennung kämpfen die beiden auch um ihre Beziehung. Und gegen Body Shaming. Irgendwie.

Den roten Faden bildet die Dessous-Kampagne "Mein Körper trägt", den die Agentur umsetzt.

Die Figuren

Lexia ist 28 Jahre und Ex-Stieftochter des Firmengründers. Ihre Mutter mag Schlankheit und redet das ihrer Tochter seit ihrer Kindheit ein. Auch in der Schule wird sie gemobbt. Sie hat keine Ausbildung, ist aber eine gute Werbetexterin. Sie shoppt gern und ist manchmal trotzig. Lexia hat sich Selbstbewusstsein erarbeitet, nimmt das jedoch nicht wahr, weil sie das Mobbing noch nicht verarbeitet hat. Ich denke, das ist ein reales Problem. Bezüglich ihrer Figur trifft der Roman nur vage Aussagen - sie selbst bezeichnet sich als mollig und hat "Kurven". Da sie keine Probleme hat, passende Kleidung zu finden bzw. sehr modisch gekleidet ist, schätze ich sie als mollig, aber nicht extrem dick ein. Sie hat Komplexe u.a. wegen ihrer Arme, aber keine gesundheitliche Probleme. Dass Lexia, wie viele Protagonistinnen, Kummer in Alkohol ertränkt, finde ich unnötig.

Adam ist 36 und schlüpft im Laufe des Romans aus Roys Fittiche. Er entdeckt sich u.a. in den Akten mit Lexia. Er wird als hübsch beschreibn und scheint ein Traumprinz mit Komplexen. Er denkt oft über eine Vergangenheit nach, aber sie bleibt ein bisschen vage. Er ist ein typischen Traumprinz mit Komplexen.

Siri ist lesbisch und Lexias Mitbewohnerin. Sie ist Künstlerin und hat ein Geheimnis. Siri erfüllt die Rolle der guten Freundin, hat aber nur wenig Präsenz.

Rebecca ist die Antagonistin, die am Ende ein bisschen geläutert wird. Sie ist über 30 und hat als It-Girl nur wenig "Richtiges" gemacht. Ihr Vater Roy möchte daher, dass sie in der Agentur arbeitet. Im Laufe des Buches möchte Rebecca ihrer Rolle als "Tochter" entfliehen. Ich kann das verstehen, aber Rebecca war oberflächlich.

Roy ist das sexistischen Pendant zur Body-Positivity-Thematik. Er beurteilt Frauen nur nach dem Aussehen, traut Frauen nur wenig zu und berührt sie. Roy ist ein Ekel, bei dem sich sowohl Adam als auch ich als Leserin fragten, ob das das Alter oder unverschämt ist. Als Konzernchef ist Roy impulsiv, aber leidenschaftlich. Er liefert sich Kleinkriege mit Konkurrenten, was ihn skurrill macht. Roy ergänzt das Kollektiv gut, weil er eine prägnante Figur ist.

Josephine und Leo bilden das Antagonisten-Ehepaar. Ausgestattet mit Ruhmsucht und Fettphobie ärgern sie die Hauptfigur, bleiben aber blass.

Es gibt viele interessante Charaktere, die zuwenig Raum bekommen.

Themen

Body Positivity: Das Thema wird im Roman ständig erwähnt, aber nicht so tief diskutiert. Der Roman verweist nicht stark auf den Gegensatz "schlank und perfekt" und "dick", aber an manchen Stellen wird das spürbar. Für Josephine und Lexias Mutter ist ein schlanker Körper "gesund" und Lexia argumentiert gut dagegen z.B. dass ein Mensch, der schlank und faul ist nicht besser ist als ein dicker Mensch. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass "Body Positivity" Tolernz gegenüber Dicken bedeutet. Obwohl es doof sein kann, ein sehr dünner Mensch zu sein. Besonders geärgert hat mich, dass viele Probleme, die ich in meinem Umfeld erlebt habe, nicht angesprochen werden z.B. dass sich der Körper verändert oder man infolge einer Krankheit zunimmt und nur wenig tun kann. Dass man gesundheitliche Probleme hat. Dass man keine passende Kleidung findet oder bei der Partnersuche nur in der "Friendzone" landet. Hätte sich Lexia auch in einen sehr dicken oder sehr schlanken Mann verliebt?

Ich konnte mich in Lexias Probleme nur wenig hineinversetzen, weil sie oft allgemein geschildert werden, es nur wenige Beispiele gibt.

Außerdem wird nie erklärt, wie die Werbekampagne umgesetzt wird. Wie ändert man mit Werbung wirklich etwas? Der Roman weiß keine Antwort.

Und: Adam mag sie, wenn sie "tough" ist - reduziert er sie nur auf ihre starke Seite?

Vielfalt: Der Roman bemüht sich, zahlreiche Nebenfiguren einzubauen, aber diese handeln nur wenig - Bahsir hat eine Mutter, die den Tod von Adams Mutter etwas kompensieren konnte, und Bahsir darf mit Lexia und Adam essen gehen. Mehr nicht. Siri hat einen kleinen Handlungsstrang. Dina wehrt sich. Auch über das Thema Feminismus wird oft geredet, aber nur wenig getan.

Paradox ist: Verschiedene Körperformen, Hautfarben, sexuelle Orientierungen usw. sollen irgendwann normal werden - Kunst zeigt jedoch etwas und rückt es somit in den Mittelpunkt. Vielleicht würde man die Figuren mit einem eigenen Handlungsstrang auf ihre besondere Merkmale reduzieren?

Schwierig fand ich, dass das Haupt-Pärchen trotz Tolernz zum klassischen Familien-Modell tendiert. Eine Perle stellt folgender Satz auf S. 264 dar: "Es ging ihr geradewegs unter die Haut, wo es ein angenehmes Prickeln verursachte, und weiter bis in die Gebärmutter, die ihr signalisierte, ihm mindestens zehn Kinder gebären zu wollen."

Erotik: In der zweiten Hälfte gibt es einige sehr ausführliche und stellenweise kreative Szenen. Das war nett. Aber Adam betont oft, dass er jetzt, mit 36, das erste Mal gute Akte erlebt. Das war zuviel. Und das Kitsch-Level ist in den Szenen hoch, man versichert sich seiner Gefühle usw.

Schweden: Ich freute mich, dass das Buch in Schweden spielt, weil es das Buch anders macht. Die Namen wirken nordisch, aber nicht so ungewöhnlich, dass ich sie mir nicht merken konnte. Ein paar Orte werden genannt, was Flair erzeugt. Es hätte aus meiner Sicht sogar etwas mehr sein können.

Gut gefallen haben mir auch Bashirs Bemerkungen zur Reformation der Polizeibehörde.

Schreibstil / Perspektive

Das größte Problem ist der Perspektivwechsel, denn dieser funktioniert nicht. Perspektivwechsel sind gut, um das Bild zu vervollständigen, Informationen zu liefern. Man leidet mit beiden Figuren mit. Hier heben sich beide Sichtweisen auf bzw. es entsteht ein auktorialer Erzähler - man weiß zuviel. Wenn Lexia wüsste, was Adam weiß, dann wären die beiden nach 20 Seiten übereinander hergefallen, hätten sich ihre Liebe gestanden und die Geschichte wäre zuende. Das erzeugt bei mir Frust. Ich denke, der Reiz besteht darin, dass die Figuren sich ihrer selbst nur teilweise bewusst sind, der Leser Schlussfolgerungen zieht und herausfinden will, ob diese zutreffen. In diesem Text reflektieren beide Figuren sehr stark, sodass es keine Geheimnisse gibt.

Außerdem wiederholt der Text, obwohl ich schnell voran kam, vieles z.B. "Mit diesen Worten traf Roy seine empfindliche Achillesferse." (S. 285) Oder "'Wir sind Freunde, Arbeitskollegen', sagte Adam erklärend." (S. 229) Am Ende zeigen sich auch Wortwiederholungen z.B. auf S. 393 "Nach außen wirkst du nämlich ..." und "Adam konnte sie nämlich nirgends erblicken."

Probleme hatte ich an eingen Stellen mit der Übersetzung. Beispielsweise bleibt "Folder" und die Bedeutung der "virilen" Männlichkeit blieb mir verborgen. Auch "aufbieten" finde ich sperrig.

Probleme beim Inhalt hatte ich mit der Tatsache, dass Lexia unerkannt in geschlossenen (!) Facebook-Gruppen für Werbefachleute surfen kann - müsste sie nicht ein Kollege aus der Firma erkennen? Außerdem hat die Autorin Youtube und Instagram verwechselt - Siri hat einen YT-Kanal, für den sie Lexia fotografiert und kleine Clips aufzeichnet. Das spricht jedoch für Instagram.

Und es gibt überraschende Zeitsprünge, was ich unangenehm fand.

Fazit

"After Work" spricht interessaten und wichtigen Themen an, bleibt jedoch oberflächlich. Das ist sehr schade. Der Text hätte auch ohne diesen Überbau funktioniert. Die Dramaturgie gefällt mir, das Buch ist spannend. Trotzdem nervt der überfrachtete Schreibstil. Der Einbau Schwedens ist geglückt.

Ich würde den Text jemandem empfehlen, der kitschige Liebesgeschichten mag. Für mich ist das Buch jedoch den Hype nicht wert.

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Elizabeth_blackbird Elizabeth_blackbird

Veröffentlicht am 26.08.2018

Toller Liebesroman mit super Message!

Der Roman After Work hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Die Protagonistin hat ein wirklich mikriges Selbstwertgefühl, was einen zwischenzeitig schon etwas genervt hat. Jedoch macht genau dieser ... …mehr

Der Roman After Work hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Die Protagonistin hat ein wirklich mikriges Selbstwertgefühl, was einen zwischenzeitig schon etwas genervt hat. Jedoch macht genau dieser Konflikt das Buch auch so spannend. Die Message die die Autorin damit rüber bringen will ist absolut super: Liebe deinen Körper! Aber auch strebe nicht dem Model-Idealbild hinterher... das finde ich persönlich sehr gut.

An einigen Stellen war mit das Buch etwas zu langatmig. Gerade die Beziehung mit Adam hat sich etwas in die Länge gezogen.

Trotzdem hat mir das Buch super gefallen! Dafür gibt es 4 Sterne! Absolut empfehlenswert.

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Verena95 Verena95

Veröffentlicht am 23.08.2018

Schönes Buch für zwischendurch

Geschichte spielt in Schweden, Lexia arbeitet als Werbetexterin in einer kleiner Agentur, ein einem Abend trifft sie einen netten, charmanten Typen, den sie betrunken geküsst hat, - in ihrer Agentur ... …mehr

Geschichte spielt in Schweden, Lexia arbeitet als Werbetexterin in einer kleiner Agentur, ein einem Abend trifft sie einen netten, charmanten Typen, den sie betrunken geküsst hat, - in ihrer Agentur soll es ab Montag einen neuen Geschäftführer geben, dieser stellt sich am nächsten Morgen als ihr neuer Chef heraus.


Zwischen Lexia und Adam knistert es, keiner will sich aber nicht eingestehen, was der jeweilige für den anderen entfindet, Geschichte mit vielen auf und ab´s bei den beiden Protagonisten.


Lexia ist eine besondere, selbgewusste Persönlichkeit, die trotz ihren Schwächen.
Das Buch transportiert auch mal nicht so oft angesprochene Themen wie Body Shaming.

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Autorin

Simona Ahrnstedt

Simona Ahrnstedt - Autor
© Simona Ahrnstedt

Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen war Die Erbin ihr erster zeitgenössischer Roman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden.

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