Pretty
 - Georgia Clark - PB

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12,90

inkl. MwSt.

Lyx
Paperback
Frauenromane
541 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0462-8
Ersterscheinung: 29.09.2017

Pretty

Übersetzt von Katrin Reichardt

(5)

Welchen Preis würdest du zahlen, um nicht mehr einfach nur gewöhnlich zu sein? 

Evie, Krista und Willow sind vor allem eins: durchschnittlich. Seit die drei Freundinnen das College hinter sich gebracht haben, versuchen sie, ihr Leben in New York einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Dass sich ihr Alltag kein bisschen so gestaltet, wie sie es aus Filmen und TV-Serien kennen, wird ihnen schnell klar. Statt teurer Schuhe, glamouröser Jobs und Cocktails rund um die Uhr schlagen sie sich mit fiesen Chefs, zu hohen Mieten und desaströsen Online-Dates herum.

All das ändert sich, als ihnen eines Tages ein Wundermittel namens Pretty in die Hände fällt. Ein einziger Tropfen soll genügen, um jedem Menschen zu unglaublicher Schönheit zu verhelfen. Evie, Krista und Willow probieren es aus – und sind von einer Sekunde auf die andere alles andere als normal.

Schön zu sein verändert ihr Leben. Mit einem Mal ergeben sich Chancen, die zuvor undenkbar gewesen wären, Türen öffnen sich, die stets fest verschlossen waren. Es ist wie ein Traum, alles scheint möglich. Doch je öfter die drei einen Tropfen von Pretty zu sich nehmen und je mehr Zeit sie in ihrem neuen Körper verbringen, desto dringender wird die Frage: Was geschieht, wenn sie Pretty aufgebraucht haben und sie zu ihrem normalen Ich zurückkehren? Wissen sie überhaupt noch, wer sie wirklich sind?

"Ein modernes Märchen. Unfassbar unterhaltsam - sexy, wild und extrem lustig. Brillant." Sunday Mirror

"Bezaubernd!" People

"Eines der originellsten Bücher, das ich seit Jahren gelesen habe. Ihr werdet es verschlingen!" Sara Shepard, Autorin von Pretty Little Liars


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Rezensionen aus der Lesejury (5)

Josia-Jourdan Josia-Jourdan

Veröffentlicht am 16.11.2017

Was für ein aussergewöhnliches Buch!

Rezension
Evie, Krista und Willow wollen alle hübscher sein. Nicht dass sie nicht hübsch wären, aber eben nicht nach dem von der Gesellschaft gelegten Massstab. Sie nehmen Pretty ein Wundermittel, welches ... …mehr

Rezension
Evie, Krista und Willow wollen alle hübscher sein. Nicht dass sie nicht hübsch wären, aber eben nicht nach dem von der Gesellschaft gelegten Massstab. Sie nehmen Pretty ein Wundermittel, welches sie für eine Woche in eine «schönere» Version von sich verwandelt. Als alle drei diesen Schritt wagen, verändert sich alles. Krista, welche monatelang verschuldet auf der Suche nach einem Job als Schauspielerin war, landet sofort eine Filmrolle, Evie, welche in einem oberflächlichen Frauenmagazin als Lektorin arbeitet, wird Moderatorin einer Webserie (wenn auch nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat) und Willow, welche sich seit langem als Fotografin versucht, will ihren Freund testen und beginnt ein perfides Spiel mit ihm zu spielen.
Die Konflikte die dabei entstehen, waren wahnsinnig interessant und aufschlussreich. Ja, wir behandeln Menschen anders, wenn sie hübsch sind. Ob wir sie aber wirklich besser behandeln, ist eine andere Frage. Evie, welche jahrelang nicht ernst genommen wurde, versucht nun, wenn auch zu Beginn ziemlich erfolglos, endlich für den Feminismus zu kämpfen und etwas zu bewegen. Krista lernt, was es heisst berühmt zu sein und dass das nicht das ist, was sie sich für ihr Leben wünscht. Willow dagegen kämpft gegen ihre eigenen Probleme an und versucht herauszufinden, wer sie ist.
Die Protagonistinnen waren allesamt sehr aussergewöhnlich. Ich würde alle drei nicht unbedingt als sympathisch bezeichnen, dafür waren sie mir zu krass in gewissen Momenten und ihre sexuellen Lüste empfand ich teilweise auch schon fast als pervers, vielleicht lag es aber auch nur an den gewählten Worten der Autorin. Diese schrieb übrigens ganz angenehm und die Übersetzung erschien mir gelungen, die Sprache der Protagonistinnen wurde ungefiltert wiedergeben und das scheint mir doch authentisch und schlau gemacht. Leider gab es einige Szenen, welche mir überhaupt nicht gefielen und mich sogar langweilten. Auch wenn ich die Thematik dieses Buches absolut genial und kreativ finde, verlor sich die Geschichte meiner Meinung nach, in gewissen Momenten in abstrusen Liebes- und Sexszenarien. Mir gefiel die Beziehung zwischen Evie und Velma Wolff (berühmte Autorin) zum Beispiel überhaupt nicht, auch wenn perfekt gezeigt wurde, dass Aussehen sehr viel verändern kann, fehlte mir der Sinn hinter dem ganzen, aber vielleicht war das ja auch der Plan?

Fazit
«Pretty» von Georgia Clark ist ein Roman, welcher vor allem eine tolle Nachricht transportiert. Auch wenn mir die Handlung manchmal zu chaotisch war und mir einige Passagen langweilig erschienen, finde ich es toll, wie die Autorin es geschafft hat so viele wichtige Themen in einem Buch zusammengefasst hat. Aussehen ist nicht alles, Homosexualität ist nichts aussergewöhnliches und das zentrale Thema; Feminismus kann etwas bewegen. Auch wenn es viele unsinnige (Sex-)Szenen, perverse Witze und viel Alkohol gab, wirkte das Buch auf mich authentisch und hielt mir als Leser den Spiegel vor, wie ich Menschen nach ihrem Aussehen beurteile. Das Buch regte viel zum Denken an, wir ich in Zukunft mit Menschen umgehen möchte. Ich bin wirklich positiv überrascht von diesem Buch und gebe deshalb ⭐⭐⭐,5 von 5. Ich kann es allen empfehlen, welche auf der Suche nach einem lockeren Roman mit viel Humor sind und sich dabei auch noch Gedanken über Feminismus und von der Gesellschaft vorgeschriebene Schönheit machen wollen.

Ich danke dem LYX-Verlag für mein Exemplar.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lena Lena

Veröffentlicht am 09.11.2017

Schönheit ist nicht alles

Was würdest du tun, um nicht mehr nur durchschnittlich zu sein?
Die drei New Yorker Freundinnen Evie, Krista und Willow gehen vollkommen unterschiedliche Wege und versuchen doch nur eines: Ihr Leben in ... …mehr

Was würdest du tun, um nicht mehr nur durchschnittlich zu sein?
Die drei New Yorker Freundinnen Evie, Krista und Willow gehen vollkommen unterschiedliche Wege und versuchen doch nur eines: Ihr Leben in den Griff zu bekommen. Weitab vom glamourösen New York der Upper East Side schlagen sie sich nämlich mit ganz alltäglichen Problemen herum: gescheiterten Online-Dates, zu hohe Rechnungen und ein paar Kilo zu viel auf den Rippen. Doch eines haben die Freundinnen gemeinsam: Sie sind durchschnittlich.
Als ihnen dann das Pretty in die Hände fällt, ist das ihre Chance etwas zu ändern, mehr aus sich zu machen. Denn nur ein Tropfen des purpurnen Wundermittels schenkt ihnen ein perfektes neues Gesicht und einen idealen Körper und verhilft ihnen somit zu unglaublicher Schönheit. Und Schönheit ist Macht.
Doch ist diese Änderung wirklich zum Positiven?

Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich interessant und aktuell. Heutzutage kommt man wohl kaum um das Thema Schönheitsideale herum. Pretty greift dieses gesellschaftliche Problem auf, beleuchtet es von allen Seiten und verpackt die Kritik in einer humorvollen und charmanten aber dennoch zum Nachdenken anregenden Geschichte über die drei Freundinnen Evie, Willow und Krista.
Obwohl alle drei so unterschiedlich sind, ist doch jede von ihnen nicht zufrieden mit sich selbst und verspürt den Wunsch und auch den gesellschaftlichen Zwang, schön zu sein und alles „Durchschnittliche“ abzustreifen. Die Geschichte ist aus der wechselnden Sicht der drei Freundinnen geschrieben und gibt so Einblick in all ihre Gedanken. Obwohl ihre Leben durch ihre Freundschaft verknüpft sind, macht doch jede von ihnen eigene Erfahrungen mit dem neuen Körper, der ihnen das Pretty geschenkt hat.

Als junge bisexuelle Frau und überzeugte Feministin hat es Evie in New York nicht leicht, besonders dann nicht, wenn sie in ihrem Job als Korrektorin für das Frauenmagazin Salty genau über das schreibt, was sie doch so vehement ablehnt. Auch wenn sie sich noch so sehr gegen das Schönheitsbild wehrt, das Hollywood vermittelt, ist auch sie mit ihrem Aussehen nicht zufrieden und verspürt den Wunsch etwas zu ändern. Zwar ist sie dem Pretty gegenüber skeptisch, trotzdem sieht sie darin einen Weg in die Öffentlichkeit, eine Chance ihre feministischen Ansichten zu verbreiten und darauf aufmerksam zu machen.
Ihre Mitbewohnerin Krista dagegen möchte unbedingt nach Hollywood. Ihr Jura-Studium hat sie abgebrochen, um ihren Wunsch, Schauspielerin zu werden, zu verfolgen. Der große Durchbruch blieb bisher allerdings aus. Stattdessen sitzt Krista auf einem Berg aus Schulden, die sich immer weiter anhäufen. Das Pretty öffnet ihr allerdings die Türen ins Schauspielbusiness, denn als großgewachsene Schönheit ist man in Hollywood sehr gefragt. Schnell muss Krista aber feststellen, dass es dort hinter den Kulissen ganz anders zugeht als erwartet.
Mit Krista hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten, denn sie ist sehr unverantwortlich und unreif und handelt oft zu impulsiv und egoistisch ohne vorher nachzudenken. Dies sieht sie aber auch selber ein und fängt an, an sich zu arbeiten und verantwortungsvoller zu werden. Außerdem hat ihre Tollpatschigkeit immer wieder für lustige Szenen gesorgt.
Die dritte im Bunde ist Willow. Willow ist die Tochter des berühmten Filmemacher Matteo Hendriksen und versucht sich als Künstlerin. Die Erfolge ihres Vaters machen ihr sehr zu schaffen, da sie sich und ihre künstlerischen Leistungen dadurch nur noch kritischer betrachtet.
Willow ist sehr verschlossen und in sich gekehrt, selbst ihren Freund Mark hält sie auf Distanz. Und auch Evie und Krista wissen oft nicht, was in ihr vorgeht. Die Abschnitte aus ihrer Sichtweise geben jedoch gute Einblicke in ihre Gedanken.

Georgia Clark kritisiert den Stellenwert von Schönheit in unserer heutigen Welt und deren Auswirkungen auf das Selbstbild junger Frauen und vermittelt gleichzeitig noch eine wichtige Botschaft.
Denn auch in ihrer „Pretty-Version“ sehen sich die Protagonistinnen mit Misserfolgen konfrontiert. Das Pretty öffnet zwar anfangs Türen, jedoch führt dieser Weg keineswegs in eine perfekte Welt. Jede von ihnen geht unterschiedlich mit diesen Fehlschlägen um und lernt dabei viel über sich selbst.

Ein bisschen schade fand ich allerdings, dass am Ende noch einige zentrale Fragen offen bleiben, zu denen ich mir Antworten erhofft habe. Die drei Protagonistinnen haben schließlich alle ihren Weg gefunden, dennoch bleibt einiges unbeantwortet und auch das Schicksal einiger Nebenfiguren bleibt unklar.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lainybelle Lainybelle

Veröffentlicht am 30.10.2017

Schräges, scharfzüngiges Märchen unserer Zeit

Worum geht's?

Willow holte tief und bebend Luft. „Alles begann vor ungefähr einem Monat. Krista. Jemand hat Krista etwas gegeben."
„Was hat man Krista gegeben?"
Wie sollte sie ihm das nur erklären?
„Chaos. ... …mehr

Worum geht's?

Willow holte tief und bebend Luft. „Alles begann vor ungefähr einem Monat. Krista. Jemand hat Krista etwas gegeben."
„Was hat man Krista gegeben?"
Wie sollte sie ihm das nur erklären?
„Chaos. Schönheit. Die Wahrheit." (S. 483)

Evie hat ihre Prinzipien und ihre Ambitionen, aber beides kommt bei ihrem Job als Korrektorin für ein niveauloses Klatschmagazin ziemlich kurz.
Willow ist in die High Society hineingeboren, doch trotz aller guten Voraussetzungen finden ihre Fotografien kein großes Publikum und ihre Angst, es zu ernst werden zu lassen, schadet ihrer Beziehung zu ihrem Freund Mark.
Krista ist klug, aber unglaublich unzuverlässig und flatterhaft. Wie soll sie es so schaffen, jemals ihre Schulden abzubezahlen?
Als sich den Freundinnen die Möglichkeit bietet, durch einen mysteriösen Trank namens „Pretty" ein perfektes Äußeres zu bekommen, werden ihre Leben ganz schön durcheinandergewirbelt.
Hat man es wirklich leichter, wenn man in den Augen der Welt wunderschön ist? Und kann man hinter einer perfekten Fassade noch man selbst sein?

Was mich neugierig gemacht hat:

Auf das Buch bin ich erst durch den Newsletter des Verlags aufmerksam geworden und es hat spontan sofort mein Interesse geweckt. Erwartungen, die die (Medien-)Gesellschaft heute an junge Frauen stellt zu hinterfragen, finde ich wichtig und war gespannt, wie Georgia Clark das in ihrem Roman tut.
Rein vom ersten Eindruck ohne Inhaltstext her hätte ich wahrscheinlich nicht unbedingt zugegriffen. Das Motiv ist nicht schlecht, aber mir gefällt dieser Rosaton, der das Cover dominiert, nicht wirklich (im Gegensatz zur Abbildung in den Onlineshops wirkt er in live eher schweinchenfarben) und der weiße Rahmen wirkt ein bisschen wie ein vergessener Beschnittrand. Außerdem ist, vermutlich aufgrund des großen Seitenumfangs, sehr dünnes Papier gewählt worden. Eine etwas höherwertige Ausstattung hätte ich für das Buch passender gefunden.

Wie es mir gefallen hat:

Die Beschreibung als verrücktes, feministisch angehauchtes modernes Märchen trifft „Pretty" wirklich gut. Als solches funktioniert es im Gesamtbild definitiv, auch wenn es vielleicht hier und da noch etwas hätte geschliffen werden können.

Die Perspektive wechselt personal zwischen den drei Protagonistinnen, wobei Evie jedoch den größten Raum bekommt. Diese Aufteilung hat mir insgesamt gefallen; gerade Willow hätte aber noch etwas stärker mit in den Fokus genommen werden dürfen, da sie in meinen Augen die stärksten und interessantesten Konflikte mitbringt. Während ich zu Evie ein zwiespältiges Verhältnis entwickelt habe, hat sie mich am neugierigsten gemacht und mit den meisten Fragen zurückgelassen. Krista dagegen nimmt die Rolle der Figur ein, die für Lacher sorgen soll - teils gelingt das auch, doch besonders bei ihr gleitet es passagenweise nah an den Rand zum Nervigen und ist mitunter übertrieben vulgär.
Die Entwicklung der drei jungen Frauen ist in jedem Fall sehr gekonnt umgesetzt: Alle drei sammeln durch das „Pretty" Erfahrungen, die jeweils zu einer Lektion fürs Leben werden.
Das Grundthema wird überzeugend entfaltet. Mit einer mutigen Portion Kritik und Bissigkeit wird das Buch zu einem Plädoyer gegen jeden Schönheitswahn und ruft dazu auf, sich niemals auf das reduzieren zu lassen, was Fremde an einem beim ersten Eindruck wahrnehmen könnten oder sich selbst in dem zu verlieren, was die Welt gerade für angesagt hält.

Ich habe bemerkt, dass ich nicht das Bedürfnis hatte, ständig zum Buch zu greifen, aber wenn ich es einmal zur Hand genommen hatte, faszinierte mich der Grundkonflikt doch immer wieder so sehr, dass ich mehrere Kapitel am Stück lesen musste. Zu beobachten, wie die drei Protagonistinnen mit den Veränderungen umgehen, ist faszinierend.
Bei über 500 Seiten plätschert die Handlung dennoch bisweilen scheinbar ein wenig ziellos dahin.
Obwohl das große Ganze unterhaltsam ist, hätte es der Geschichte sicher nicht geschadet, an den richtigen Stellen noch etwas gekürzt oder geradliniger gemacht zu werden.
Leider bleibt auch das Geheimnis um den Trank selbst ein wenig nebulös - der Handlungsstrang um dessen Herkunft wird nicht ganz klar zuende geführt.

(Für wen) Lohnt es sich?

Das Buch eignet sich für junge Erwachsene ab 16 Jahren, die dem Thema, was Schönheit eigentlich bedeutet, mal anders verpackt, mit Humor, aber auch dem nötigen Ernst, begegnen wollen.

In einem Satz:

„Pretty" ist schräg, unterhaltsam, scharfzüngig, gesellschaftskritisch und hat eine spannende Herangehensweise an den Umgang mit Schönheitsidealen und Selbstverwirklichung, hätte aber handlungstechnisch hier und da ein wenig gestrafft werden können und ist teils unnötig obszön.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

jackiherzi jackiherzi

Veröffentlicht am 29.10.2017

Tolles Thema - tolle Umsetzung

*Hier geht es zur Rezension auf meinem Blog: https://liebedeinbuch.blogspot.com/2017/10/rezension-pretty.html*

*_Kurzbeschreibung_:* Evie, Krista und Willow sind vor allem eins: durchschnittlich. Seit ... …mehr

*Hier geht es zur Rezension auf meinem Blog: https://liebedeinbuch.blogspot.com/2017/10/rezension-pretty.html*

*_Kurzbeschreibung_:* Evie, Krista und Willow sind vor allem eins: durchschnittlich. Seit die drei Freundinnen das College hinter sich gebracht haben, versuchen sie, ihr Leben in New York einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Dass sich ihr Alltag kein bisschen so gestaltet, wie sie es aus Filmen und TV-Serien kennen, wird ihnen schnell klar. Statt teurer Schuhe, glamouröser Jobs und Cocktails rund um die Uhr schlagen sie sich mit fiesen Chefs, zu hohen Mieten und desaströsen Online-Dates herum.
All das ändert sich, als ihnen eines Tages ein Wundermittel namens Pretty in die Hände fällt. Ein einziger Tropfen soll genügen, um jedem Menschen zu unglaublicher Schönheit zu verhelfen. Evie, Krista und Willow probieren es aus – und sind von einer Sekunde auf die andere alles andere als normal.
Schön zu sein verändert ihr Leben. Mit einem Mal ergeben sich Chancen, die zuvor undenkbar gewesen wären, Türen öffnen sich, die stets fest verschlossen waren. Es ist wie ein Traum, alles scheint möglich. Doch je öfter die drei einen Tropfen von Pretty zu sich nehmen und je mehr Zeit sie in ihrem neuen Körper verbringen, desto dringender wird die Frage: Was geschieht, wenn sie Pretty aufgebraucht haben und sie zu ihrem normalen Ich zurückkehren? Wissen sie überhaupt noch, wer sie wirklich sind?

*_Cover_:* Das Cover trifft nicht ganz meinem persönlichen Geschmack. Die durchgängige Farbgestaltung macht auf jeden Fall auf das Buch aufmerksam, allerdings gefällt mir die Kombination von Altrosa und Neonpink nicht so gut und der weiße Rahmen erst recht nicht. Aber wie die Geschichte es so schön vermittelt: man muss nicht perfekt oder wunderschön sein, um etwas zu erreichen.

*_Lieblingszitat_:* "_Weil Quinn Evie das Gefühl gab, als hätte sie gerade ein Buch geschenkt bekommen, dass sie schon immer hatte lesen wollen._" (Seite 528)

*_Meine Meinung_:* In Pretty greift die Autorin ein unfassbar wichtiges Thema auf. Sie geht in der Geschichte auf den Wert und die Bedeutung von Schönheit in unser heutigen Welt ein. Und kritisiert unter anderem die Auswirkungen vom perfekten Aussehen von Models und Stars auf das weibliche Selbstbild.

"_Weil wir dadurch für Frauen und Mädchen unerreichbare Schönheitsstandards setzen. Weil es Frauen dazu animiert, ihren Wert an ihrem Aussehen zu messen. Weil wir Vorbilder brauchen, die wie richtige Frauen aussehen._" (Seite 174)

Georgia Clark verpackt dieses Thema und ihre Kritik dabei äußerst geschickt in einer wunderbar unterhaltsamen und originellen Geschichte. Man kann das Buch daher durchaus auch als modernes Märchen bezeichnen.

Der Schreibstil macht die Herangehensweise an den Plot noch einmal um vieles leichter. Er ist wunderbar leicht und man kommt sehr schnell in die Geschichte hinein. Die Kapitel sind angenehm kurz. Sie waren weder zu lang, so dass es sich gezogen hätte, noch zu kurz. Die einzelnen Abschnitte haben dabei jeweils zwischen den drei Protagonistinnen Evie, Krista und Willow gewechselt. Und dadurch wurde es nie langweilig.

Aber bei diesen originellen und sehr unterschiedlichen Hauptcharakteren war das auch schwer. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Evie, Krista und Willow, aber auch viele kleine Nebencharaktere finde ihren Platz in der Geschichte.
Evie Selby ist eine sehr intelligente, junge, bisexuelle Frau. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihre Worte endlich Beachtung finden und sie etwas bewegen kann. Doch in Wirklichkeit arbeitet sie als Korrektorin beim Frauenmagazin Salty und schreibt nur anonym auf ihrem Blog "Achtung bissig" das, was sie wirklich denkt.
Ihre Mitbewohnerin Krista Kumar ist ausgeflippt, etwas tollpatschig und schräg, aber auf eine liebenswerte Weise. Sie hat ihr Jurastudium abgebrochen um Schauspielerin zu werden. Aber bisher blieben Engagements und der große Erfolg aus. Stattdessen sitzt Krista auf einem hohen Berg Schulden.
Willow Hendriksen ist eine Künstlerin. Sie lebt etwas in sich gekehrt und niemand weiß, was wirklich in ihr vorgeht. Auch nicht ihr Freund Mark, den sie auf Distanz hält. Vor allem die Berühmtheit ihres Vaters belastet sie stark und lässt sie ihre eigenen künstlerischen Leistungen doppelt so kritisch bewerten.

Alle drei Frauen haben Misserfolge im Beruf und/oder in der Liebe gemacht. Und alle drei stehen ihrem Aussehen sehr kritisch gegenüber und stellen es über ihre anderen Fähigkeiten. Doch das Pretty verändert ihr Leben. Jedenfalls vorerst. Das Wundermittel verwandelt sie in wahre Schönheiten. Es öffnen sich Türen und Gelegenheiten, die vorher nie möglich gewesen wären. Doch die drei merken schnell, dass auch diese Welt nicht perfekt ist. Das auch die "schönen" Versionen ihrer selbst kein perfektes Leben haben und Misserfolge erleiden müssen. Jede einzelne geht dabei auf ihre eigene Weise mit der Situation um und jede lernt dabei viel über sich selbst. Sie gehen am Ende zufriedener mit sich selbst, mit ihrem Aussehen und ihren Fähigkeiten aus der Geschichte hinaus. Und das, finde ich, ist eine wirklich schöne Botschaft.

*_Fazit_:* Georgia Clark verpackt in diesem Buch ihre Kritik am Schönheitswahn dieser Welt perfekt in eine originelle und unterhaltsame Geschichte. Und das Thema wird damit auch leicht jüngeren Leserinnen nähergebracht. Ein tolles Thema, eine noch tollere Umsetzung! Von mir gibt es 4,5 Sterne.

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tabeas_booktime tabeas_booktime

Veröffentlicht am 23.10.2017

Super Message

Autor: Georgia Clark

Verlag: LYX

Seiten: 512

Preis: 12,90 Euro

Inhalt:
Welchen Preis würdest du zahlen, um nicht mehr einfach nur gewöhnlich zu sein?

Evie, Krista und Willow sind vor allem eins: ... …mehr

Autor: Georgia Clark

Verlag: LYX

Seiten: 512

Preis: 12,90 Euro

Inhalt:
Welchen Preis würdest du zahlen, um nicht mehr einfach nur gewöhnlich zu sein?

Evie, Krista und Willow sind vor allem eins: durchschnittlich. Seit die drei Freundinnen das College hinter sich gebracht haben, versuchen sie, ihr Leben in New York einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Dass sich ihr Alltag kein bisschen so gestaltet, wie sie es aus Filmen und TV-Serien kennen, wird ihnen schnell klar. Statt teurer Schuhe, glamouröser Jobs und Cocktails rund um die Uhr schlagen sie sich mit fiesen Chefs, zu hohen Mieten und desaströsen Online-Dates herum.

All das ändert sich, als ihnen eines Tages ein Wundermittel namens Pretty in die Hände fällt. Ein einziger Tropfen soll genügen, um jedem Menschen zu unglaublicher Schönheit zu verhelfen. Evie, Krista und Willow probieren es aus - und sind von einer Sekunde auf die andere alles andere als normal.

Schön zu sein verändert ihr Leben. Mit einem Mal ergeben sich Chancen, die zuvor undenkbar gewesen wären, Türen öffnen sich, die stets fest verschlossen waren. Es ist wie ein Traum, alles scheint möglich. Doch je öfter die drei einen Tropfen von Pretty zu sich nehmen und je mehr Zeit sie in ihrem neuen Körper verbringen, desto dringender wird die Frage: Was geschieht, wenn sie Pretty aufgebraucht haben und sie zu ihrem normalen Ich zurückkehren? Wissen sie überhaupt noch, wer sie wirklich sind?




Meinung:
Ich bin total blind an das Buch gegangen, denn ich wusste nur das es irgendwie um einen Schönheitstrank geht und da mich ein Buch aus dem LYX Verlag noch nie enttäuscht hat, wollte ich das Buch total gerne lesen.
Am Anfang wusste ich gar nicht so recht, ob das meine Geschichte ist, doch ich musste bereits auf den ersten Seiten lachen und auf irgendeine Art hat mich die Geschichte um die drei Frauen Evie, Krista und Willow fasziniert.

Evie hasst ihren Job bei dem Magazin Salty und ist gleichzeitig auf nicht erfolgreicher Partner suche. Willow ist Fotografin, doch ihre neue Ausstellung läuft nicht wirklich gut, zudem macht ihr erfolgreicher Vater auch noch Druck. Krista ist arbeitslose Schauspielerin, die ihr Jurastudium abgebrochen hat und nun vor einem Berg Schulden steht. So habe sich die drei Freundinnen ihr Leben nicht vorgestellt, doch als Krista sich nach einem misslungendenVorsprechen in einer Bar verkriecht, trifft sie eine alte Bekanntschaft-eine Kollegin aus dem Theaterkurs, doch sie sieht total verändert aus. So bekommen die drei Freundinnen das Pretty, doch zu Beginn sind sie kritisch, denn was macht Pretty aus ihnen?



Das müsst ihr natürlich selber lesen, denn mir hat das Buch total gut gefallen. Ich hatte durch die ganzen Lobkommentare auf dem Klappentext hohe Erwartungen und war zu Beginn ein wenig skeptisch, doch es wurde mit jeder Seite besser, sodass ich die letzte Hälfte des Buchs auch in einem Rutsch gelesen habe, da es mich total gefesselt hat und einfach wissen musste, wie die Geschichte endet.

Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben, da die Autorin aus Evies, Wilows und Kristas Sicht schreibt, sodass teilweise drei Handlungsstränge entstehen, was die Autorin total gut umgesetzt hat.
Durch die Unterschiedlichen Persönlichkeiten, Berufe und das Setting in New York wurde es nie langweilig und urkomische und geniale Situationen entstehen. Auf teilweise schon albernen Art beschreibt die Autorin was Pretty mit den Frauen macht, nur damit sie perfekt sind, was richtig klasse gemacht wurde, denn genau das zeigt, was Oberflächlichkeit mit einem macht. Feminismus, Selbstfindung und Sexualität und noch so viele aktuelle Thematiken werden aufgegriffen und gekonnt von den Protagonistinnen verkörpert. Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, denn ich war selber sehr positiv überrascht, was da alles auf mich zugekommen ist:)
Das Buch hat eine großartige Message übermittel, weshalb ich es nur jedem empfehlen kann, denn ich denke, dass sich jeder in der Geschichte wiederfindet und deshalb mitfiebern kann.

Bewertung:
Sympathische Charaktere und eine schräge Geschichte mit Tiefgang zeichnen "Pretty" aus.



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Autorin

Georgia Clark

Georgia Clark - Autor
© Georgia Clark

Georgia Clark wurde in Australien geboren und lebt jetzt gemeinsam mit ihrer Freundin in Brooklyn, New York. Sie ist Autorin von Romanen und Drehbüchern, und schreibt außerdem für eine Vielzahl von Frauen- und Lifestylemagazinen. pretty ist ihr erster Roman für Erwachsene. Weitere Informationen unter: www.georgiaclark.com

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