Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
 - Evie Dunmore - PB

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14,00

inkl. MwSt.

LYX
Paperback
Historische Liebesromane
455 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-1542-6
Ersterscheinung: 30.04.2021

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen

Band 1 der Reihe "Oxford Rebels"
Übersetzt von Corinna Wieja

(38)

Sie kämpft für ihre Rechte und für ihre Liebe!
Annabelle Archer ist überglücklich, dass sie als eine der ersten Frauen überhaupt in Oxford studieren darf. Als Gegenleistung für ihr Stipendium soll sie die Frauenbewegung unterstützen. Es gelingt ihr durch ein geschicktes Manöver, auf das Landgut des einflussreichen Sebastian Devereux eingeladen zu werden – diesen für ihre Sache zu gewinnen, wäre unbezahlbar! Von Anfang an fliegen die Funken zwischen ihr und dem kühlen Herzog, der fasziniert ist von ihrer Intelligenz und Willenskraft. Aber für Annabelle wird die Anziehung zu Sebastian zur Zerreißprobe, denn er steht für alles, wogegen sie kämpft ...
„Klug, stark und leidenschaftlich! Eine Heldin, die ihr Recht auf Glück einfordert, und ein Held zum Dahinschmelzen, der durch sie lernt, für was es sich wirklich zu kämpfen lohnt.“ LYSSA KAY ADAMS
Band 1 der REBELLINNEN VON OXFORD

Rezensionen aus der Lesejury (38)

merlin78 merlin78

Veröffentlicht am 16.05.2021

Ein Highlight, das nach mehr verlangt!

England, 1879: Annabelle Archer hat es endlich geschafft. Als eine der ersten Frauen in England darf sie tatsächlich in Oxford studieren. Allerdings muss sie als Bedingung für ihr Stipendium die Frauenbewegung ... …mehr

England, 1879: Annabelle Archer hat es endlich geschafft. Als eine der ersten Frauen in England darf sie tatsächlich in Oxford studieren. Allerdings muss sie als Bedingung für ihr Stipendium die Frauenbewegung vor Ort unterstützen. Dabei stolpert sie praktisch über den Herzog von Montgomery, Sebastian Devereux. Sofort besteht eine Verbindung zwischen ihnen, dabei benötigt Annabelle Montgomerys Unterstützung in ernster Angelegenheit. Dieser ist hingegen von ihrer Intelligenz verzaubert. Allerdings kann er das nicht zeigen, denn er ist als der kühle und unnahbare Herzog bekannt. Außerdem wäre eine Beziehung mit einer Frau unter seinem Stand ein Schandfleck auf seinem Lebenslauf. Für beide beginnt eine dramatische und sehr emotionale Zeit.

Mit ihrem Debütroman „Die Rebellinnen von Oxford – Verwegen“ legt die Schriftstellerin Evie Dunmore die Messlatte für ihre nächsten Werke immens hoch. Denn schon nach wenigen Seiten fällt den Lesern auf, dass es sich hier um einen gut recherchierten und beeindruckend verfassten Roman handelt, der begeistert und mitreißt.

In diesem Werk dreht sich alles um Sebastian und Annabelle, die aus vollkommen verschiedenen Welten entspringen. Annabelle ist als Tochter eines Vikars eher in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und musste nach dem Tod ihrer Angehörigen im Haushalt eines Cousins schuften. Inzwischen ist sie Mitte zwanzig und noch immer unverheiratet. Dafür strebt sie nach Wissen und möchte in Oxford beruflich weiterkommen. Zu der damaligen Zeit ein Wagnis, denn niemand scheint die Frauen ernst zu nehmen.

Sebastian ist zehn Jahre älter als Annabelle und leitet seit dem Tod seines Vaters die Ländereien des Herzogtums. Auch bei der Queen muss er regelmäßig vorsprechen und seine Ränke innerhalb der Politik schmieden. Er ist ein angesehener Mann, der seit seiner Scheidung allein lebt. Natürlich erwartet die Gesellschaft bald eine neue Herzogin, doch Sebastian weigert sich, dem nachzugeben. Von Annabelle ist er beeindruckt, denn sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch clever und schlau. Er mag es, sich mit Frauen zu messen und sieht in Annabelle eine Herausforderung. Zusammen bilden sie ein interessantes und amüsantes Gespann.

Evie Dunmore erzählt hier eine sehr leidenschaftliche und emotionale Geschichte. Dabei geht es nicht nur um die vordergründige Liebesgeschichte, sondern auch um geschichtliche Ereignisse, die das Leben aller Frauen seit dieser Zeit geprägt haben. Ohne den Kampf der Suffragetten würde es noch immer kein Wahlrecht und keine Gleichberechtigung für Frauen geben. Diese Komponenten hat die Autorin hier wunderbar aufgenommen und verarbeitet. Sie schreibt lebendig und authentisch und jeder Leser kann sich ideal in die Geschehnisse zu dieser Zeit hineinversetzen.

*Ein Highlight, das nach mehr verlangt!*

Mein persönliches Fazit:
Ich muss gestehen, es hat eine Weile gedauert, bin ich in der Handlung angekommen war. Mit den ersten drei bis vier Kapiteln konnte ich noch nicht so viel anfangen und es fühlte sie müßig an, sich durch die Seiten zu schlagen. Doch dann wird es auf einmal spannend, interessant und gefühlvoll. Mit einem Mal erhalten Sebastian und Annabelle ein Gesicht und ich konnte mich richtig in die Erzählung einfinden.
Schon nach kurzer Zeit ist mir aufgefallen, wie viel Mühe sich die Autorin mit ihren Beschreibungen der geschichtlichen Ereignisse gegeben hat. Diese Geschichte ist nicht bloß eine einfache Romanze, sondern eine Erzählung mit geschichtlichen Hintergrund. Ein richtig gelungener historischer Roman.

Hier stimmt einfach das Gesamtkonzept. Die Handlung ist dramatisch und glaubwürdig, die beiden Protagonisten sind sympathisch und authentisch und die geschichtlichen Ereignisse sind passend und stimmig. Eine runde Sache, die sich einfach zu lesen lohnt. Wer also auf Werke mit Intellekt und historischen Background steht, wird hier erstklassige Unterhaltung finden. Aber auch Tränen und Gefühle kommen nicht zu kurz, weshalb es in fast jede Bibliothek einfach passt. Ich persönlich freue mich schon riesig auf die nächsten Bände der Reihe, denn es gibt noch weitere Damen, die für die Frauenrechten kämpfen und ihr Herz verlieren wollen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

albtraeume albtraeume

Veröffentlicht am 15.05.2021

Leidenschaftlich und unheimlich sexy! Ein Must-Read!

„Ob zu viele Zähne oder nicht, sie reflektierte mit ihrer Weiblichkeit seine Maskulinität, war gleichermaßen nüchtern und diszipliniert, kultiviert und unergründlich; die beiden waren quasi Adam und Eva ... …mehr

„Ob zu viele Zähne oder nicht, sie reflektierte mit ihrer Weiblichkeit seine Maskulinität, war gleichermaßen nüchtern und diszipliniert, kultiviert und unergründlich; die beiden waren quasi Adam und Eva der Aristokratie.“
(S. 160)


*Inhalt:*
Annabelle Archer ergattert als eine der ersten Frauen einen Studienplatz an der Universität in Oxford. Da sie aus eher ärmlichen bürgerlichen Verhältnissen stammt, kann sie sich nur aufgrund eines Stipendiums der Suffragistinnen ein solches Studium leisten. Doch auch dies birgt so seine Hürden, als sie auf den Herzog Sebastian Devereux trifft, der nicht nur das absolute Gegenteil der Frauenbewegung repräsentiert, sondern auch Annabelle nicht unähnlicher sein könnte. Doch von Anfang an herrscht zwischen den beiden eine Anziehungskraft, derer sich Annabelle und Sebastian nur schwer zu entziehen vermögen.


Das Buch „Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ ist der erste Band der „Die Rebellinnen von Oxford“-Trilogie und wird aus der Sicht der 3. Person, wechselnd von Annabelle und Sebastian erzählt.


*Meine Meinung:*
Das hier ein Er-/Sie-Erzähler gewählt wurde, passt meiner Meinung nach sehr gut zum historischen bzw. viktorianischen Hintergrund der Geschichte und erwirkt einen gewissen Abstand zu den Figuren, gleichzeitig gibt diese Erzählperspektive genau das richtige Maß der Informationen Preis. Die Figuren kommunizieren ihre Gefühle besonders über Gestik und Mimik, die von den Erzählern wiedergegeben werden sowie über Gedanken von Annabelle und Sebastian.

Etwas das mir ganz zu Beginn bereits sehr positiv aufgefallen ist und zudem dem Leser den Zugang zu der Geschichte sofort eröffnet, sind die und bildlich einführend wirkenden Kontextbeschreibungen und Beschreibungen der gegebenen Situationen.
Der Leser bekommt so nicht nur eine viel genauere Vorstellung von dem Handlungsspielraum der Figuren, sondern auch von den viktorianischen Gegebenheiten, die dem zeitlichen Hintergrund der Geschichte entsprechen.

Vor allem anfänglich erinnert „Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ an ein gewisses und berühmtes Werk von Jane Austen: nämlich Stolz & Vorurteil. Zu Beginn hat mir das zwar nicht den Lesespaß verdorben, ist mir persönlich allerdings doch stark aufgefallen. Glücklicherweise schleichen dich diese Parallelen aber im Verlauf der Geschichte aus.

Tatsächlich hatte ich gedacht, dass der Fokus der Geschichte primär auf Annabelle‘s Studium in Oxford liegt, allerdings thematisiert die Geschichte mit deutlich höheren Anteilen das politische Engagement der Suffragistinnen. Mir hat diese Thematik allerdings sehr gut gefallen.

Die Autorin eröffnet außerdem mehrere Handlungsstränge im Verlauf der Geschichte und bietet dem Leser nicht nur eine verzwickte Liebesgeschichte, sondern lässt auch Raum für Vermutungen und das Rätseln, was wohl als nächstes passieren könnte. Diese neuen Aspekte treten mit der Zeit auf und knubbelig sich nicht in der Geschichte. Sie sind zudem oft an Handlungen gebundene Konsequenzen und dadurch umso weniger vorhersehbar.

Die Figur Sebastian hat mir vor allem hinsichtlich seiner Charakerentwicklung gefallen. Zunächst ist er der kühle und scheinbar unnahbare Herzog Montgomery, doch mit der Zeit beginnt auch diese Fassade zu bröckeln und er scheint zu erkennen, was im Leben wirklich zählt und was ihn glücklich macht.

Ganz besonders hat mir die Einzigartigkeit der Protagonistin Annabelle gefallen, die sowohl ihren Sturkopf, ihre Intelligenz, als auch ihren Mut immer wieder vortrefflich einzusetzen weiß. Durch das Studium in Oxford und die damit verbundene Verpflichtung für die Unterstützung der Frauenbewegung, aufgrund des Stipendiums, wird Annabelle im Verlauf der Handlung in ständig neue Situationen gedrängt, in denen sie Charakterstärke beweist und in denen sie ganz klar als das nicht gewünschte Ebenbild der Rolle der Frau im viktorianische Zeitalter zu kennzeichnen ist.
Damit ist sie aber glücklicherweise nicht allein... ;-)

Wir lernen bereits zu Beginn der Geschichte die, in den darauffolgenden Bänden der Trilogie agierenden, Figuren Lucie und Hattie kennen und lieben, ich freue mich jetzt schon riesig auf September, wenn das zweite Buch der Reihe erscheint!

Die Übersetzung ist unglaublich gut gelungen, der Schreibstil und die in ihm verbundenen Ströme moderner und viktorianischer Sprache habe ich bisher in dieser perfekten Kombination noch in keinem Buch lesen dürfen. Allein aufgrund des Schreibstils und Erzählstils ist diese Geschichte ein absolutes Must-Read!

Evie Dunmore ist eine begnadete Autorin und hat mit „Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ einen einzigartigen Roman erschaffen, der modernes Gedankengut und viktorianische Strenge in einer Art vereint, die es dem Leser unmöglich macht, dieses Buch aus der Hand zu legen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

mibea_books mibea_books

Veröffentlicht am 15.05.2021

Gefühlsvoll! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Annabelle möchte unbedingt in Oxford studieren und überredet dafür ihren Cousin. Um an dem College zu studieren, muss sie sich einer Frauenbewegung anschliessen. Durch Zufälle und geschickte Manöver wird ... …mehr

Annabelle möchte unbedingt in Oxford studieren und überredet dafür ihren Cousin. Um an dem College zu studieren, muss sie sich einer Frauenbewegung anschliessen. Durch Zufälle und geschickte Manöver wird zu dem Herzog Sebastian eingeladen. Sofort sprühen zwischen den beiden die Funken und eine gewisse Anziehungskraft herrscht.
Cover: Ich finde das Cover passend und ansprechend. Es repräsentiert das Leben auf dem College sowie auch das Engagement von Annabelle in der Frauenbewegung.

Schreibstil: Evie Dunmore konnte mich mit ihren Schreibstil begeistern. Ich hatte keine Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen und konnte den leichten, aber dennoch detailreichen Schreibstil geniessen. Für mich hat sich Evie Dunmore als einer meiner neuen Lieblingsautorin in dem Genre «Historische Romane» entpuppt. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von ihr!

Charaktere:
Annabelle ist eine starke, emanzipierte und freundliche Persönlichkeiten. Ich konnte mit ihr sehr schnell sympathisieren. Ihre Handlungen waren für mich nachvollziehbar und nahbar. Sebastian dazu ist genauso stur, impulsiv, hat aber dennoch eine weiche Ader. Zusammen fand ich die beiden toll. Sie harmonieren perfekt und können einfach nicht die Finger voneinander lassen, obwohl sie wissen, welche Konsequenzen daraus resultieren könnten. Auch durch den Schreibstil und die Art, wie die Beiden miteinander umgegangen sind, konnte mir ihre Gefühle über die Seiten hinaus projizieren und ich habe die Szenen zwischen den Beiden sehr genossen.
Die Nebencharakter, der Bruder von Sebastian oder die Freundinnen und Frauen der Frauenbewegung, konnte man schnell auf ihrer eigenen Art und Weise ins Herz schliessen. In Teil 2 der Reihe, bin ich jetzt schon gespannt und freue mich sie alle wieder zu treffen.

Handlung:
Die Handlung des Buches war ruhig, aber dennoch spannend. Durch den großartigen Schreibstil und der Charaktere, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Immer habe ich mich darauf gefreut, wenn ich in dem Buch weiterlesen konnte. Von der Umgebung her, fand ich es vielleicht ein wenig schade, dass sich die Geschichte nicht großteilig in Oxford abspielt, sondern in unterschiedlichen Behausungen. In der Hinsicht hatte ich vor dem Lesen eine andere Erwartung vom Buch. Die eigentliche Umgebung hat mich aber dennoch keinesfalls gestört. Für mich hat das sogar viel besser in das Buch reingepasst als andersrum. Der Inhalt des Buches hat mich zudem von seiner Tiefe auch sehr angesprochen. Für mich hat das Buch gezeigt, dass Liebe etwas Starkes ist, was man auf keinen Fall aufhalten sollte.

Fazit:
Ein genialer historischer Roman, der mich gleich auf eine fantastische Autorin aufmerksam gemacht hat. Ich bin schon gespannt auf den 2. Band und freue mich darauf schon riesig.

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giannadanarosa giannadanarosa

Veröffentlicht am 15.05.2021

Stolz, Vorurteil und Romantik

Ich liebe Regency Romane und Historical Romance. Man könnte soweit gehen und das Genre als mein „Guilty Pleasure“ bezeichnen. Als ich in der Programmvorschau des LYX-Verlags die Bücher von Evie Dunmore ... …mehr

Ich liebe Regency Romane und Historical Romance. Man könnte soweit gehen und das Genre als mein „Guilty Pleasure“ bezeichnen. Als ich in der Programmvorschau des LYX-Verlags die Bücher von Evie Dunmore entdeckt habe, war ich dementsprechend aus dem Häuschen. Und ohne die Autorin vorher je wahrgenommen zu haben! Was wirklich eine Schande ist! Denn meine Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Alle Erwartungen sind vielmehr übertroffen worden.

Inhalt:
Annabelle Archer ist eine der ersten weiblichen Studentinnen an der Universität von Oxford. Sie kommt aus einem einfachen, bürgerlichen Elternhaus und seit dem Tod ihres Vaters steht sie unter der Fuchtel ihres Cousins, der sie als unterbezahltes Hausmädchen missbraucht. Das Studium in Oxford kann Annabelle sich nur leisten, weil sie ein Stipendium von Lady Lucy Tedburry erhält, einer jungen Adligen mit zweifelhaftem Ruf, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht, hat mit ihrer Gruppe aus Suffragistinnen für das Frauenwahlrecht zu kämpfen. Um dieses Ziel erreichen und die anstehenden britischen Parlamentswahlen zu ihren Gunsten beeinflussen zu können, müssen die Frauen jedoch einige einflussreiche Männer auf ihre Seite ziehen.
Sebastian, der Herzog von Montgomery, ist der einflussreichste unter besagten Männern. Als Unterstützer und politischer Stratege der Tory-Partei, hält er überhaupt nichts von den Suffragistinnen und ihrem Ansinnen. Dementsprechend eisig fällt das erste Zusammentreffen zwischen ihm und Annabelle aus. Und dementsprechend umerfreut ist er, als er sie nur kurze Zeit später schlafend auf dem Lesesessel in seiner eigenen Bibliothek vorfindet.

Meine Meinung:
Hach ja. Also, wo fange ich an. Es war so schön. Wirklich so so schön.
„Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ ist eine historische Enemies-to-lovers-Romanze á la Stolz und Vorurteil, nur ein bisschen expliziter. Aber neben der Romantik, gibt es so viele andere wichtige Aspekte, in denen sich die Geschichte maßgeblich von anderen Büchern ihres Genres abhebt. Man spürt auf jeder Seite, dass Evie Dunmore sich Mühe gibt, ihrem Romanstoff einen feministischen Anstrich zu verpassen. Und das gelingt ihr auch. Annabelle, Lucy und die anderen Suffragistinnen sind starke Frauenfiguren, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellen und sich gegenseitig Freundschaft und Unterstützung bieten. Diese Szenen, in denen man den Zusammenhalt zwischen den Frauen gespürt hat, haben mir besonders gut gefallen.
Natürlich nimmt darüber hinaus die Liebesgeschichte von Annabelle und Sebastian den meisten Raum im Buch ein. Und Evie Dunmore ist hier wirklich eine wunderschöne Liebesgeschichte gelungen. Annabelle und Sebastian führen kluge Gespräche, die verbalen Auseinandersetzungen zwischen ihnen spielen sich auf einer gemeinsamen Augenhöhe ab und sind amüsant zu lesen.
Annabelle ist unabhängig, leidenschaftlich und gebildet. Manchmal auch hitzköpfig. Mit Sebastian hat es die Autorin geschafft, einen Helden zu schreiben, der trotz seines aristokratischen Standes und seiner politischen Verpflichtungen, niemals herablassend wirkt. Wie bereits angedeutet, erinnert die Geschichte in ihren Grundzügen an „Stolz und Vorurteil.“ Die Beziehung zwischen Annabelle und dem Herzog entwickelt sich langsam aber stetig. Es gibt eine Menge sehr klassisch romantischer Szenen, die Evie Dunmore umsetzt, ohne dabei in Kitsch abzudriften.
Der Schreibstil ließt sich fantastisch. Nicht gestelzt historisch, aber auch nicht zu modern. Viele der Nebencharaktere sind mir ans Herz gewachsen. Oxford ist ein traumhaftes Setting und die Universität ein Ort, an den ich noch selten in Büchern gereist bin. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass Annabelles Studium an sich in der Geschichte eine eher untergeordnete Rolle spielt. Ihr Alltag als Studentin wird verhältnismäßig wenig erzählt. Mich persönlich hat das allerdings überhaupt nicht gestört. Dafür spielt die politische Situation und der Kampf der der Suffragistinnen eine tragende Rolle. Am Ende ist und bleibt die Geschichte außerdem ein Liebesroman.

Fazit:
Ich bin restlos begeistert von diesem Buch. Evie Dunmore hat sich damit in mein Liebesroman-Herz geschrieben. Ich freue mich wahnsinnig auf die Folgebände der Reihe, in denen wir weitere Suffragistinnen auf ihrem jeweiligen Weg zum Liebesglück begleiten dürfen und werde mit Sicherheit jeden davon lesen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

mydreamybookworld mydreamybookworld

Veröffentlicht am 13.05.2021

eine starke Protagonistin und ein Herzog zum dahinschmelzen

Ich habe das Buch aufgeschlagen und konnte einfach nicht mehr aufhören! Der Schreibstil passt perfekt in die Zeit und ist trotzdem super angenehm zu lesen!

Annabelle ist eine mega Protagonistin, sie ist ... …mehr

Ich habe das Buch aufgeschlagen und konnte einfach nicht mehr aufhören! Der Schreibstil passt perfekt in die Zeit und ist trotzdem super angenehm zu lesen!

Annabelle ist eine mega Protagonistin, sie ist stark, intelligent, aber trotzdem oft unsicher und hinterfragt ihr Handeln. Sie steht für das ein, woran sie glaubt und will sich ihr Leben selbst aufbauen. Sie macht sich Gedanken um andere und stellt das Wohlbefinden einer Person über ihr eigenes Glück.
Auch Sebastian liebe ich sehr, er spielt den unnahbaren Herzog und hat aber so ein weiches Herz und kümmert sich wirklich um die Leute!
Bei den Dialoge und Treffen der beiden hat es nur so geknistert, sie ist stur und intelligent und genau das mag Sebastian so an ihr. Es gab in dem Buch einfach meine einzige langweilige Stelle!

Was mich beim Lesen ein bisschen aggressiv gemacht hat, waren die Ansichten mancher Männer. Das ist allerdings überhaupt keine Kritik an dem Buch, sondern zeigt, wie wichtig die Frauenbewegung ist!

„Die Rebellinnen von Oxford Verwegen“ ist eine perfekte Mischung aus Drama, Powerfrauen, Liebe, süßen Momenten, noch ein bisschen mehr Drama und Aufregung und das perfekte Ende!
Das Drama hat auch nie gezwungen gewirkt sondern hat immer genau in den Moment gepasst!

Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen!
Von mir gibt es 5 Sterne!

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Autorin

Evie Dunmore

Evie Dunmore - Autor
© 2018

Evie Dunmore ist Engländerin, lebt aber zurzeit in Berlin. Ihr Debüt als Autorin ist inspiriert vom Zauber der Stadt Oxford, ihrer Faszination für Pionierinnen der Geschichte und ihrer Liebe zu allem Viktorianischen. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Wandern in den schottischen Highlands oder auf der Jagd nach Schnäppchen in Tartanshops. Weitere Informationen unter www.eviedunmore.com

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