Nebenan funkeln die Sterne
 - Lilly Adams - PB

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12,90

inkl. MwSt.

Lyx
Paperback
Liebesromane
426 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0688-2
Ersterscheinung: 28.09.2018

Nebenan funkeln die Sterne

(64)

When it rains look for rainbows.
And when it’s dark look for stars.
 
Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

Rezensionen aus der Lesejury (64)

Evy_Heart Evy_Heart

Veröffentlicht am 18.11.2018

Verkrampft

Das war eines der Bücher, die mich gequält haben. Mit einer verkrampften Sprache, einer Geschichte, die unrealistisch zu Zuckerguss fällt und mit der Erkenntnis, dass auch bei Instagram wieder nur Klischees ... …mehr

Das war eines der Bücher, die mich gequält haben. Mit einer verkrampften Sprache, einer Geschichte, die unrealistisch zu Zuckerguss fällt und mit der Erkenntnis, dass auch bei Instagram wieder nur Klischees bedient werden. Aber: So einfach ist es doch nicht.

*Die Handlung*

Emma ist infolge eines traumatischen Erlebenisses von Regensburg nach London geflüchtet, igelt sich aber auch dort nur ein. Sie hält sich mit Webdesign für kleine Firmen über Wasser und baut sich über Instagram ihr perfektes, gefaktes Leben auf. Als nebenan Nathan einzieht, der ebenfalls mit seiner Vergangenheit kämpft, wird sie animiert, ihr Schneckenhaus zu verlassen.

*Die Figuren*

Emma bemitleidet sich ständig selbst, ist überkritisch, hat wenig Zugang zu ihrem Emotionen, traut sich nur wenig - und sie ist kreativ. Eine typischen Protagonistin in Liebesromanen. Sie erwartet, dass andere sie retten und das tun sie auch. Veränderungen löst sie nicht selbst aus, sie wird von anderen dazu animiert. Aufgefallen ist mir das am Lügen. Emma bezeichnet jedes Foto, jeden Satz, den sie mit ihrer Familie wechselt, als Lüge. Das stimmt - aber sie sieht das sehr, sehr streng. Manchmal lassen sich Lügen schwer vermeiden und auf Social Media kann eine Lüge bereits entstehen, indem man etwas weglässt. Außerdem zeichnet Emma gern, besonders Dreamtableaus für Follower, zu denen sie eine enge Verbindung hat. Das bedeutet, dass man viele Beschreibungen von Bildern liest. Ich fand das anstrengend, ist aber Geschmackssache. [Spoiler]Irritiert hat mich, dass Emma die Trennung von ihrem Ex-Freund nicht aufarbeitet, sondern in die nächste fällt. Als sich ihr Freund von ihr trennen wollte, wurde er von einem Auto angefahren, weil Emma wegrannte und er ihr hinterher lief. Emma fühlt sich schuldig und die Trennung ist in Wartestellung. Später versöhnen sich die beiden und Emma fühlt sich erlöst, aber ich konnte es nicht nachfühlen.[/Spoiler] Außerdem hat Emma eine Angst vor Menschen entwickelt, die ich nicht nachfühlen konnte. Denn sie fühlt sich unwohl, sie mag Menschen nicht, aber sie hat keine Angstattacken mit krassen körperlichen Symptomen. Es gibt Menschen, die diese Ängste haben - aber im Buch wurde es nicht so geschildert, dass ich es nachfühlen konnte. Ich denke, das liegt am Erzählstil.

Nathan ist das Love-Interest und ist als solches mit viel Nettigkeit und einem Talent zu Klavierspielen ausgestattet. Er hat Esprit und ich mochte ihn, weil seine Freundlichkeit Emma gut ausgleicht. Seine Hintergrundgeschichte fand ich nicht neu, aber interessant. Leider wird das Thema "Fahrradkurrier" nicht ausgebaut.

Troy und Britney und Nilla: Troy ist Emmas Streuner-Kater und bringt Niedlichkeit in die Geschichte. Er hat wahrscheinlich das, was Emma fehlt: Er ist abgeklärt, nimmt sich, was er braucht, und verschwindet dann wieder :-) Toll finde ich seinen wirklichen Namen - Sherlock :) Britney ist ein Follower von Emma und bringt die Handlung ins Rollen, weil sie sie bittet, auf ihre Tochter aufzupassen. Die beiden freunden sich an. Nilla ist Besitzerin eines Schreibwarenladens/Cafés mit leckeren Brownies. Nilla ist Emmas erster Lichtblick und sehr freundlich. Emma weiß lange nicht, ob Nilla eine Beziehung mit Nathan hat.


*Themen*

Schuld: Ein großes Thema, das interessant aufgearbeitet ist. Welche Schuld trägt man, wenn man nicht "Nein" gesagt hat, obwohl jemand anderes einen Fehler gemacht hat? Und wieviel Schuld trägt Emma? Man kann durch das Buch gut darüber nachdenken.

Instagram: Ein Thema, das mich beschäftigt hat, weil ich mit Insta wenig anfangen kann. Emma gewinnt durch Insta sehr viel, viele Freunde, aber sie stellt auch fest, dass das eine Scheinwelt ist. Ich glaube, das ist die Essenz, die auch öffentlich oft diskutiert wird. Mich hat das Buch an diesem Punkt ermutigt, offener zu sein. Ich finde das gut. Leider bleibt das Buch auf dieser Stufe, denn Instagram kann ein Schutzraum sein. Viele Influencer zeigen auf Insta die schönen Seiten, sind dafür als Privatperson ein bisschen geschützt. Auch "normale" Menschen zeigen nicht jeden Schritt ihres Lebens, klammern Familie und Freunde aus, zumindest auf dem öffentlichen Profil. Wollen wir Menschen tatsächlich komplett erfassen, mit allen positiven und negativen Seiten? Es ist anstrengend, man selbst zu sein - ist es nicht ebenso anstrengend, das auch noch auf Social Media zu teilen? Außerdem ist Insta z.B. für Buchblogger sehr wichtig, weil man mit einem Bild sehr viel anstoßen kann.


*Dramaturgie*

Auf den ersten 100 Seiten kommt die Handlung wenig in Gang, weil man nur Emma sieht. Danach wird es besser, bis im letzten Drittel das Tempo schneller wird und der Roman spannender. Es ist eine klassischen Dramenstruktur, die funktioniert - Held leidet, auslösende Handlung, Höhepunkt des Konflikts, Selbst-Rettung. Nett, aber nicht überraschend.

Mir fehlte die Spritzigkeit.

*Schreibstil*

Der Schreibstil wirkte verkrampft und ich denke, das liegt an der Perspektive. Die Sicht ist personal aus Emmas Sicht, es gibt keinen Perspektivwechsel. Aber der Erzähler wird zu deutlich. Der Erzähler bemitleidet Emma, was sich mit dem Mitleid, das Emma als Figur hat, verstärkt. Z.B. " Mit einem Aufheulen ließ sie sich auf den Boden gleiten und weinte wie nie zuvor." (S. 270)

Außerdem ist die Sprache nicht so fließend wie in anderen Büchern z.B. werden an wenigen Stellen Worte verwendet, die nicht häufig sind z.B. "lukullisch" (S. 126; üppig/erlesen)

Es sind Kleinigkeiten, über die viele Leser hinwegsehen, aber für mich war das nicht angenehm zu lesen.

*Fazit*

"Nebenan funkeln ..." ist ein klassischer Liebesroman. Er ist keine schlechte Wahl, weil er vorhersehbar ist und viele Klischees hat. Wer das gern liest, wird Spaß haben. Für mich war der Text oft zuviel, gut gedacht, aber nicht gut ausführt. Manchmal fragte ich mich, ob mehr Recherchieren gut gewesen wäre. Aber vielleicht ging es darum, die Balance zu halten und den Leser nicht mit "zuviel" zu konfrontieren, damit die Liebesgeschichte wirken kann. Verglichen mit anderen Romanen eher auf der Flop-Seite.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Kathi_88 Kathi_88

Veröffentlicht am 14.11.2018

Eine wunderschöe Geschichte

Als ich Nebenan funkeln die Sterne in der LYX Vorschau entdeckt habe, war ich sofort verzaubert. Das Cover, der Klappentext, beides einfach wundervoll! Nebenan funkeln die Sterne ist definitiv ein Buch ... …mehr

Als ich Nebenan funkeln die Sterne in der LYX Vorschau entdeckt habe, war ich sofort verzaubert. Das Cover, der Klappentext, beides einfach wundervoll! Nebenan funkeln die Sterne ist definitiv ein Buch auf das ich mich dieses Jahr besonders gefreut habe. Zu Recht!

Emma ist ein Star auf Instagram! Im Internet lebt Emma ein aufregendes Leben, voller reisen, Freunde und den perfekten Freund. Doch in Wirklichkeit lebt Emma zurückgezogen in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung und geht höchstens mal auf ihre Dachterrasse raus. Die Großstadt und die Menschen machen Emma Angst. Eines Tages findet sie ihren neuen Nachbarn, Nathan, in ihrem Strandkorb sitzen. Das bringt Emma komplett aus dem Konzept. Durch ihn fängt sie an ihr Leben zu überdenken und wie es für Außenstehende aussehen mag. Dank Nathan schafft es Emma sogar wieder raus auf die Straße zu gehen und sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zusetzen.

Am Anfang bin ich mit Emma nicht richtig warm geworden. Ich wusste ehrlich gesagt nicht was ich über sie und ihre Einstellung denken sollte. Doch mit der Zeit ist sie mir irgendwie sympathisch geworden, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte Emma’s handeln und Denken nachzuvollziehen.

Warum man eine komplette Lebenslüge im Internet erschaffen muss und wie man damit „glücklich“ sein kann, kann ich persönlich einfach nicht verstehen. Wenn wir mal ehrlich sind, wir alle haben bestimmt schon die ein oder andere Unwahrheit im Internet gepostet, da bin ich auch keine Ausnahme. Ein bisschen geflunkert wird doch immer, nicht nur im WordWideWeb. Lilly Adams hat hier meiner Meinung nach einen wichtigen Punkt in unserer heutigen Gesellschaft aufgegriffen. Social Media wird immer wichtiger und man postet alles und will so viel „Likes“ und „Follower“ wie möglich. Versteht mich nicht falsch, Social Media ist nicht „Böse“. Es ergeben sich viele Vorteile mit Social Media, nur leider wird es immer präsenter und einige vergessen darüber hinaus das „Echte Leben“.

Genau das ist Emma passiert. Sie lebte nur noch für ihre Follower und hat sich aus dem echten Leben vollkommen ausgeschlossen. ich fand es sehr schön wie sie langsam wieder ins echte Leben zurück findet und sie feststellt, das sie auch im echten Leben Freunde finden kann.

Nathan ist ein toller Typ! Was soll ich euch mehr zu ihm sagen? ich war von Anfang an hin und weg von ihm! Er ist süß, nett, sexy, gebildet, kein Draufgänger. Er ist einfach der nette Junge von nebenan! Er hat selber auch einen inneren Kampf zu kämpfen, genau wie Emma. Beide bauen Vertrauen zueinander auf und sie versuchen sich gegenseitig zu helfen. Irgendwann kommen natürlich Gefühle dazu. Doch Emma hat sehr wenig Selbstvertrauen, was den beiden immer wieder im Weg steht. Ob die beiden es doch noch bis zum Happy-End schaffen? Das müsst ihr selber raus finden!

Der Schreibstil von Lilly Adams ist sehr leicht und angenehm. Ich fand es sehr schön das nicht zu viele Dramen und Probleme eingebaut wurden. Trotzdem war es spannend und fesselt die Entwicklungen von Emma zu verfolgen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt wundervoll zum Inhalt.


Fazit

Eine perfekte Mischung von allem!

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SillyT SillyT

Veröffentlicht am 11.11.2018

Wunderschöne Geschichte

Tolle Bilder, viele Follower und immer up to date, so sieht Emmas Leben aus, zumindest auf Instagram. Denn in Wahrheit ist Emmas Leben schon länger nicht mehr so strahlend, wie es auf ihren Fotos scheint. ... …mehr

Tolle Bilder, viele Follower und immer up to date, so sieht Emmas Leben aus, zumindest auf Instagram. Denn in Wahrheit ist Emmas Leben schon länger nicht mehr so strahlend, wie es auf ihren Fotos scheint. Nach einem tragischen Vorfall in ihrer Heimat Regensburg zog Emma in das kleine Appartement ihrer Tante in London. Dieses verlässt sie so gut wie nie und lediglich ihr Kater Troy leistet ihr Gesellschaft. Doch dann zieht Nathan in das Appartement neben ihr und plötzlich wird Emmas ruhiges, zurückgezogenes Leben völlig durcheinander gewirbelt.
Meine Meinung
Wieder einmal ein wirklich hübsch gestaltetes Cover, das gleich Interesse erweckt und mich seit längerem auch mal wieder zu einer Liebesgeschichte greifen ließ.
Der Einstieg fällt sehr leicht und nimmt den Leser rasch mit in die Geschichte rund um Emma. Lilly Adams schreibt mit sehr viel Gefühl, dabei angenehm leicht, modern und flüssig. Ich merkte beim Lesen gar nicht, wie schnell die Seiten an mir vorbei flogen.
Auch das Thema fand ich sehr gut gelungen, denn die Autorin zeigt, dass oftmals das schillernde Leben in den Social Media Kanälen gar nicht so viel gemein hat, mit dem wahren Leben. Was mir aber so richtig gut gefallen hat, ist, dass diese Geschichte ganz ohne Schmalz und Schmacht auskommt und tatsächlich eher Emma und deren Entwicklung, ihr Stück für Stück ins Leben zurückfinden, im Mittelpunkt stehen. Ich denke, dass Emmas Geschichte gar nicht so abwegig ist, denn seine eigenen vier Wände nicht mehr verlassen, fällt in der heutigen Zeit gar nicht mehr so schwer. Lebensmittel werden nach Hause geliefert, man kann von zu Hause arbeiten etc.
Schon das erste Zusammentreffen mit Nathan macht zwar durchaus deutlich, dass er es schaffen könnte, Emma aus ihrer sicheren Umgebung zu locken, aber bis dahin ist es ein langer Weg. Schön, dass die Autorin sich hier auch die nötige Zeit nimmt, damit dies glaubwürdig erscheint und sich auch die Freundschaft zwischen Emma und Nathan erst langsam entwickelt.
Ein personeller Erzähler in dritter Person erzählt die Geschichte von Emma und Nathan. Dabei werden aber trotz allem Gefühle, Ängste und Veränderungen der Protagonistin deutlich.
Natürlich sind des hier die Charaktere, die deutlich im Vordergrund stehen, allen voran Emma. Emma ist ein nachdenklicher Mensch und nach einem tragischen Unfall mit ihrem Exfreund Simon, gibt Emma sich die Schuld. All das führte zu ihrem kompletten Rückzug und Familie und Freunde sind aus Emmas Leben verbannt. Auch wenn es mir auf den ersten Blick schwer fiel, Emmas Reaktionen auf den Unfall so nachzuvollziehen, wird dies nach und nach deutlich. Ich fühlte mich schnell mit Emma wohl und mochte sie und ihre Art. Gerade im Zusammenspiel mit Nathan zeigt sich immer häufiger die wahre Emma hinter der Fassade. Aber auch Nathan, der zunächst rundum mit seinem Leben zufrieden zu sein scheint, hat etwas zu verbergen. Nathan ist übrigens ein richtiger Traummann und ich kann hier sehr gut Emmas Gefühle nachempfinden.
Neben den beiden Protagonisten gibt es nur wenige Charaktere, die auf die Geschichte Einfluss nehmen. Aber interessant ist es, dass gerade jemand aus dem Social Media Netzwerk noch einmal einen besonderen Schwung in die Geschichte bringt.
Mein Fazit
Nebenan funkeln die Sterne ist seit langem wieder ein Buch aus diesem Genre, das mir sehr gut gefallen und mich wunderbar unterhalten hat. Mit gefühlvollen Worten und sympathischen Charakteren erzählt Autorin Lilly Adams ihre Geschichte, die man sich in unserer Zeit durchaus auch vorstellen kann. Mag sein, dass man hier das ein oder andere Ereignis vorhersehen konnte, aber trotz allem hat mir diese Geschichte wunderbare, gemütliche Lesestunden bereitet. Perfekt für gemütliche Lesestunden.

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Katha_rina Katha_rina

Veröffentlicht am 11.11.2018

"Die Melodie funktioniert nur zweistimmig."

"Schließlich war man vor seiner Geburt auch nicht existent – und das bedauerte niemand. Der Unterschied war vermutlich, dass man am Ende seines Lebens wusste, dass die Sterne anders funkelten, wenn man ... …mehr

"Schließlich war man vor seiner Geburt auch nicht existent – und das bedauerte niemand. Der Unterschied war vermutlich, dass man am Ende seines Lebens wusste, dass die Sterne anders funkelten, wenn man die Liebe in sein Leben hineinließ."


Das Cover


Mal wieder ein gelungenes Cover aus dem LYX-Verlag! Es sieht nicht nur traumhaft schön aus, sondern passt auch noch zum Buch wie der Deckel auf den Topf. 
Ein toller Hingucker im Regal!


Meine Meinung 


Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Es war so schön und eine Gefühlsachterbahn beim Lesen. Ich hatte absolut keine Problem beim Einstieg in die Geschichte, noch wurde es mir irgendwann zu langatmig oder sonst etwas. Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Es ließ sich so gut lesen, dass ich nur so durch das Buch geschwebt bin. Sie hat mich vollkommen gepackt und begeistert zurückgelassen. Aber besonders die Charaktere haben es mir angetan. Sie waren so authentisch, ehrlich, herzlich und einmal nicht perfekt. Es hatte jeder sein Päckchen zu tragen und es war schön sie auf dem Weg der Besserung zu begleiten. 

Die Protagonistin, Emma, lebt ziemlich einsam, gibt sich die Schuld an einem schrecklichen Unfall und zieht sich in ein Fake-Leben auf Instagram zurück. Ich finde, dass diese Geschichte gerade deswegen sehr gut in unsere heutige Zeit voller Social Media Plattformen passt. Es zeigt die Kehrseite davon und gibt dem Leser auch einen kleinen Denkanstoß. Die Charaktere muss man einfach in sein Herz schließen und ich konnte mich oft sehr stark mit ihnen identifizieren/ verbunden fühlen. 

Zudem muss ich sagen, dass die Geschichte mir nicht vorkommt als hätte ich sowas schon 100-Mal gelesen, sondern wirklich etwas Neues ist, das mir noch lange im Gedächtnis bleibt. 

Manchmal braucht man nur eine Person, die einen aus dem schwarzen Loch herausholt und wieder zurück ins Leben führt. Die einem die schönen Seiten der Welt zeigt und die Sterne wieder die Dunkelheit erstrahlen lässt. Ich hoffe jeder findet irgendwann seinen persönlichen Nathan. 


# NebenanFunkelnDieSterne
# NetGalleyDE 

Herzlichen Dank an NetGalley und LYX für die Bereitstellung dieses Buches. Dies hat meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst. 

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Caro_ Caro_

Veröffentlicht am 09.11.2018

gefühlvolles Buch!

Erster Satz:

"Mit dem Meer stimmte etwas nicht."


Meine Rezension:

Von dem Cover bin ich total begeistert! Das Funkeln der Lichter mit der Lichterkette dazu lässt einen träumen!



Protagonistin Emma ... …mehr

Erster Satz:

"Mit dem Meer stimmte etwas nicht."


Meine Rezension:

Von dem Cover bin ich total begeistert! Das Funkeln der Lichter mit der Lichterkette dazu lässt einen träumen!



Protagonistin Emma Martins lebt in einer 2-Zimmer-Wohnung mit Dachterasse im Herzen Londons, sie arbeitet als Webdesignerin. Doch sie lebt völlig zurückgezogen, geht kaum vor die Tür und bekommt nichts von Londons Charme mit. Online pflegt sie ein turbulentes Leben über ihren Instagramaccount, ihrer großen Anzahl von Followern gaukelt sie aber nur etwas vor, was aber keiner weiß, selbst ihre Familie nicht. Sie ist eigentlich völlig einverstanden mit ihrem Lebenstil.

Doch als dann in der Wohnung auf der anderen Seite ihrer Dachterasse ein junger und gutaussehender Nachbar einzieht, gerät ihr Leben aus ihren gewohnten Fugen. Nathan verlangt von ihr Dinge, von denen sie sich die letzten Jahren zurückgezogen hat.


Zunächst viel es mir schwer, einen Weg in die Geschichte zu finden, da ich mich nicht mit Emma identifizieren konnte. Es war für mich unvorstellbar, wie sie so ein Leben leben kann, wie sie es tut. Vor Allem, weil man weiß, dass sie früher "ganz normal" war, sie hatte eine funktionierende Beziehung und ein intaktes Familienumfeld und Freundeskreis, doch irgendetwas hat sie schockiert und dazu verleitet, das Leben zu führen, was sie aktuell tut. Man weiß aber nicht, was es war, und das hat es mir zunächst schwer gemacht, mich mit ihr zu verstehen. Aber als Nathan einzieht und ihr Leben aufmischt, wurde die Geschichte deutlich interssanter! Mir hat Nathan super gefallen mit seiner lockeren und bodenständigen Art, ihn mochte ich sofort! Die zarte Freundschaft, mit der er Emma aus ihrem Krokon lockt, war total glaubhaft und gut umgesetzt.


Was mir auch an dem Buch gefallen hat, ist der Umgang mit Social Media. Es ist ein aktuelles Thema und betrifft eigentlich jeden. Wie Emma mit ihrem Instagramaccount umgeht, ist wahrlich keine Seltenheit. Man bekommt viel gezeigt, was gar nicht der Wahrheit entsprechen mag. Doch es gibt auch positive Aspekte, nämlich, dass Onlinefreunde auch zu Freunden im Offlineleben werden können!


Geschrieben ist das Buch aus der persönlichen Sicht von Emma, sodass man sie verstehen kann in ihrem Handeln und ihren Gedanken. Der Schreibstil ist angenehm und man findet sich gut in die Geschichte ein.


Fazit:

Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich dann doch einen guten Draht zur Geschichte gefunden und konnte meine Zeit mit Emma und Nathan genießen.

Wer bereit ist, sich auf eine Geschichte einzulassen, in der die Protagonisten ihre Päckchen mit sich rumtragen, sollte zu diesem Buch greifen!

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Autor

Lilly Adams

Lilly Adams ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die mit ihrer Familie in München lebt. Nach dem Abitur und einem Zeitschriftenvolontariat absolvierte sie ein Diplomstudium der Germanistik, Journalistik und Kunstgeschichte in Bamberg. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin, fürs Fernsehen, gibt Schreibseminare und lektoriert. 

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