Bad At Love
 - Morgane Moncomble - PB

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12,90

inkl. MwSt.

LYX
Paperback
New Adult
461 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-1299-9
Ersterscheinung: 30.09.2020

Bad At Love

Übersetzt von Ulrike Werner-Richter

(123)

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?
Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt …
„Wirkungsvoll, überwältigend, tiefgreifend und mutig. Morgane greift wichtige aktuelle und oft tabuisierte Themen auf und beschreibt sie mit äußerster Genauigkeit und Wahrheit. Dieses Buch ist meisterhaft.“ Lectures de Jenn 
Außerdem von Morgane Moncomble:
1. Never Too Close
2. Never Too Late

Rezensionen aus der Lesejury (123)

Marysa_99 Marysa_99

Veröffentlicht am 23.11.2020

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Jahreshighlight 2020 <3

_„Aber es gibt Begegnungen, die ein Leben verändern, Begegnungen, die einen zwar nicht retten, die einen aber bis ans Ende des Weges begleiten können.“_

„Bad At Love“ ist so eine Buch-Begegnung, die mein ... …mehr

_„Aber es gibt Begegnungen, die ein Leben verändern, Begegnungen, die einen zwar nicht retten, die einen aber bis ans Ende des Weges begleiten können.“_

„Bad At Love“ ist so eine Buch-Begegnung, die mein Leben verändert hat. Nämlich in der Hinsicht, dass diese Welt noch immer weit davon entfernt ist, gerecht zu sein. Dass diese Welt mindestens genauso viele Makel hat, wie jeder einzelne Mensch auf dieser Erde besitzt. Dass den Menschen in dieser Welt meistens nur das Negative im Gedächtnis bleibt, anstatt an die guten Dinge zu denken.

Das Cover gefällt mir wirklich unfassbar gut. Es ist schlicht und einfach, außerdem wirkt es sehr elegant. Für mich passt es auch perfekt zur Geschichte. Allerdings lässt sich nicht erahnen, welch schwierige und krasse Geschichte sich dahinter verbirgt. Die Triggerwarnung des Buches sollte wirklich aufmerksam gelesen werden.
Der Schreibstil von Morgane Moncomble hat mir auch in diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Für mich ist ihr Schreibstil einzigartig, emotional, fesselnd, humorvoll und einfach nur Besonders.

Tatsächlich sind die Charaktere in diesem Buch mit die authentischsten und realistischsten, die ich je in Büchern kennengelernt habe.
Die Protagonistin Azalée ist eine sehr mutige junge Frau, eine Kämpferin. Ihre Vergangenheit hat mich nicht nur einmal sehr berührt. Ich habe so einen großen Respekt vor ihr. Sie musste mehr ertragen, als es Menschen eigentlich möglich ist und das alles ohne wirkliche Hilfe. Für mich ist immer wieder deutlich geworden, wie sehr sich Azalée nach Liebe sehnt, die sie aber, selbst wenn sie es wöllte, einfach nicht zulassen kann. Das hat mich teilweise so fertiggemacht…
Der Protagonist Eden hat sich schon am Anfang in mein Herz geschlichen. Er ist ein so sympathischer Mann, den aber auch viele Dinge beschäftigen. Er ist wirklich sehr verständnis- und liebevoll. Ich habe mich schon ein wenig in ihn verliebt. Auch Eden besitzt eine schwere Vergangenheit, die mich sehr hart und unvorbereitet getroffen hat.
Die Nebencharaktere haben die Geschichte komplett gemacht. Jeder hatte einen wichtigen Beitrag zur Story. Trotzdem hätte ich teilweise die Menschen für ihr Verhalten umbringen können und das nicht nur einmal. Wie sie mit Azalée umgegangen sind hat mich einfach nur wütend gemacht.

Ich habe dieses Jahr noch kein Buch gelesen, welches mich so sehr berührt, getroffen und fertiggemacht hat. Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe tief in mir die Liebe gespürt, ich war wütend, ich habe die Welt gehasst. Alles auf einmal.
Die Anmerkung der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sie hat die Triggerwarnung selbst verfasst. Das hat dem Buch irgendwie noch einmal eine besondere Wichtigkeit zugeschrieben. Die Themen in diesem Buch sind wirklich nicht ohne und es sind auch sehr sensible Themen. Allerdings haben diese Themen auch viel mehr Aufmerksamkeit verdient.
Mit dem Verlauf der Geschichte hätte ich im Leben nicht gerechnet. Ich hatte mir zwar schon ein paar Theorien zur Seite gelegt, aber es kam alles anders.
Ich habe so mit Azalée mitgefühlt, es hat sich einfach so real angefühlt. Wie manche Menschen in diesem Buch mit ihr umgegangen sind hat mich wirklich an der Menschheit zweifeln lassen. Das schlimme daran ist, dass es in der heutigen Welt leider genau so passiert…
Die Charakterentwicklung ist wirklich toll gewesen. Sowohl Azalée als auch Eden haben mit ihrer Vergangenheit abschließen und neu anfangen können.
Zum Ende des Buches hat sich die ganze Lage sehr zugespitzt und die Tränen liefen unkontrolliert meine Wangen hinab. Die letzten Kapitel hatte ich ein Lächeln auf dem Gesicht, weil ich mich für alle Charaktere so gefreut habe.

Das Buch ist mit 456 Seiten schon ein etwas dickerer New-Adult-Roman, allerdings lohnt sich jede einzelne Seite davon. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen und Kritikpunkte gibt es für mich absolut keine.
Ich hatte wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter mir. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die die Geschichte von Azalée nicht nahegeht.
Für mich ist dieses Buch einfach perfekt. Es kritisiert wichtige Themen in unserer Gesellschaft, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben, weil sie totgeschwiegen werden.
Morgane Moncomble zählt nun absolut zu meinen Lieblingsautorinnen und ich freue mich sehr auf ihre nächsten Bücher.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für „Bad At Love“. Am liebsten würde ich dieses Buch in jedes Bücherregal der Welt stellen <3

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Sioux Sioux

Veröffentlicht am 22.11.2020

Ein vielschichtiger Roman, der Aufmerksamkeit verdient!

Schreibstil:
Die Auffälligkeiten am Schreibstil sind tatsächlich etwas, was ich mir aufschreiben muss, um es nicht zu vergessen. Einfach, weil man sich meist an einen Schreibstil gewöhnt und einige Merkmale ... …mehr

Schreibstil:
Die Auffälligkeiten am Schreibstil sind tatsächlich etwas, was ich mir aufschreiben muss, um es nicht zu vergessen. Einfach, weil man sich meist an einen Schreibstil gewöhnt und einige Merkmale letztlich nicht mehr auffallend sind. Es gibt hier jetzt also einen Einstiegs- und einen Ausstiegseindruck:)
Zuerst zu letzterem: Ich mochte den Schreibstil der Autorin echt gerne. Wie ich es schon aus „Never too Late“ kenne, schreibt die Autorin recht detailliert, aber auch frisch und direkt. Viele Sätze stehen nicht so da, wie man sie erwarten würde. Ich kann es nicht besser beschreiben. Aber vielleicht kennt ihr diese Geschichten, in die ihr reingezogen werdet, weil die Sätze ineinander- und dahinfließen, wie ihr es von zahlreichen anderen Geschichten gewöhnt seit. Morgane Moncomble schreibt nicht so. Mir persönlich gefällt dies total, weil es irgendwie aufregender ist. Weiter kann ich die Autorin auf jeden Fall im Hinblick auf das Niederschreiben von Emotionen loben. Es hat mir sehr gefallen, wie sie die Gefühle recht unterschwellig, aber dennoch anwesend beschreibt und dem Leser somit die Möglichkeit gibt, selbst ein wenig über die Charaktere nachzudenken.
Zum Einstiegseindruck möchte ich aber auch gerne etwas sagen. Und zwar hatte ich am Anfang den Eindruck, als wäre der Fließtext ziemlich vollgepackt mit verschiedensten Informationen, die Logik erschien mir etwas verquer und die Szenenübergänge waren mir zunächst etwas zu schnell. Dies ist mir aber später nicht mehr negativ aufgefallen. Entweder, weil es nicht mehr Tatsache war oder es zu meinem positiven Eindruck beigetragen hat:)
Kurzum: der Schreibstil war toll!

Meine Meinung:
Man lernt anfangs Azalée kennen und denkt ein wenig, man würde sie schon kennen. Hätte irgendwo schonmal die Geschichte einer solchen Person gelesen. Und vielleicht ist das auch der Fall. Azalée ist jedoch keineswegs eine klischeebesetzte Protagonistin. Sie vereint jede Menge Schmerz in sich, sie ist aber auch eine Alleinkämpferin, eine starke und mutige Frau und jemand, der unheimlich gerne an das Gute glauben möchte, aber nicht immer die Kraft dafür hat. Ich mochte ihre taffe Art sehr gerne, es wurde jedoch auch schnell klar, dass da noch viel mehr, vor allem Zerbrochenes in ihr schlummert. Nach außen hin lässt sie dies aber nicht durchblicken. Stattdessen lernen wir Leser von ihr unheimlich viel über Frauenrechte, Gleichberechtigung, faire Bedingungen und die Stärke, die in jeder Frau, oder wer sich diesem Geschlecht zuordnet, schlummert.
Das Ganze hat die Autorin als einen Podcast gestaltet, der Azalées Kapitel vorangeht und den ich liebend gerne täglich hören würde. Azalée macht dort auf eigentlich ganz normale Dinge aufmerksam, die aber zeigen und aufmerksam darauf machten, dass Gleichberechtigung noch ein Prozess ist.
Die Krönung dieses eingebauten Themas ist, dass es auch in der eigentlichen Geschichte seinen Platz findet. Azalée achtet auch im Alltag auf das, was sie in ihrem Podcast predigt. Dann kriegt Eden schonmal einen drauf oder klein Faith lernt, was Feminismus bedeutet^^

im Laufe der Geschichte entzieht sich Azalée mehr und mehr den Lesern und den anderen Protagonisten. Ihre Entwicklung kommt nicht aus dem Nirgendwo, ist bedingt durch die äußeren Umstände. Sie führt dazu, dass wir sie besser kennenlernen und ist gleichzeitig einzig logisch. So fand ich es gut gemacht und sehr sehr authentisch.

Eden hat es auch nicht leicht, ist aber gleichzeitig vielleicht das passende Gegenteil zu Azalée. Die erste Szene, in denen die beiden aufeinander treffen, ist wirklich göttlich sage ich euch! Und so geht es dann auch irgendwie weiter. Eden ist direkt, selbstbewusst, sehr verantwortungsvoll und zudem aufmerksam, was Azalée zu Gute kommt. Ich fand es toll, wie er sie immer wieder herausgefordert hat, gleichzeitig aber auch immer für sie da war und die beiden nicht viele Worte brauchten, um sich zu verstehen. Dass er eine kleine Tochter hat, hat ihn irgendwie noch feiner gemacht. Er hat da etwas in seinem Leben, dass er beschützt und um das er kämpft und dennoch setzt er sich auch für Azalée ein. Auf jeden Fall ein Protagonist, der zum Book-Boyfriend taugt und der sich in diesem Buch sehr schön gemacht hat.

Die Nebencharaktere in diesem Buch sind recht eng gefasst, denn sie alle nehmen einen relativ großen Teil der Geschichte ein. Ich fand es erst einmal cool, dass alle sehr verschieden waren, dass sie unterschiedliche Geschichten mit Azalée und Eden verbanden und dass sie auch immer mal die Geschichte beeinflussen, indem sie beispielsweise Fehler machen, dennoch aber alle guten Herzens sind. (Sieht man jetzt mal von dem „Bösen“ der Geschichte ab, den ich in diese Ausführungen nicht mit einbeziehe.)
Eine besondere Rolle nimmt hier Azalées Ex-Freund ein, der ebenfalls nicht die Klischees bedient. Ich fand es toll, wie vernünftig die beiden noch miteinander reden und letztlich auch noch gefühlstechnisch verbunden sind. (Was eben so ist, wenn man mal mit jemandem zusammen war.) Er ist zudem ein zusätzlicher Faktor, der die Geschichte spannend macht.

Zur Geschichte allgemein kann ich sagen, dass ich anfangs, vielleicht sogar bis zur Hälfte, das Gefühl hatte, es wird mehr und mehr aus einer Überraschungstüte gezogen. Es kam einfach so viel zusammen. Die Situation ist schon nicht die, die man erwarten würde, dann haben beide Protagonisten viele Geheimnisse und versteckte Gefühle und dann sind sogar noch die Nebenprotagonisten in alles verwickelt. Zum Glück beruhigt sich das aber wieder. Es machte bei mir den Eindruck, als müsste die Autorin erst einmal nach und nach alles auspacken, was sie gerne behandeln möchte und dann geht es erst so richtig los. Dreiviertel des Buches habe ich somit sehr sehr schnell gelesen. Die Beziehung zwischen Eden und Azalée ist aufregend, prickelnd und frisch, es gibt viele Momente zum schmunzeln, noch viel mehr Momente, in denen einen die Gefühle überwältigen und ich fand auch, dass es in einem guten Zeitrahmen voranging. Azalée braucht etwas länger als Eden, um völlig aufzutauen, aber sie hat eben auch Schwereres zu verarbeiten.
Mich hat gefreut, dass jedes Detail verwendet und somit nichts auf der Strecke geblieben ist und ich war sehr verzaubert davon, wie Azalée, die eigentlich keine Kinder haben möchte, mit der kleinen Faith umgeht. Erst noch etwas unsicher und überfordert, letztlich aber super liebevoll. Generell hatte man bei den dreien einfach durchweg das Gefühl, dass da gerade etwas echt Gutes entsteht und zusammenwächst.

Was die Geschichte aber gleichzeitig tragisch macht und ihr wohl das bisschen mehr gibt, was es zu einem sehr guten Buch macht, ist die Problematik, die Azalées Vergangenheit mit sich bringt. Ich darf hier einmal eine Triggerwarnung aussprechen! Ihr könnt euch also vielleicht ungefähr vorstellen, um was es hier geht. Aber das ist nicht alles. Azalée war jahrelang einer unheimlichen psychischen Belastung ausgesetzt, die beim Lesen wirklich ein beklemmendes Gefühl bei mir auslöste. Man muss an dieser Stelle einfach einmal sagen, dass es wirklich wirklich wirklich böse Menschen auf Erden gibt. Und damit meine ich hier nicht die offensichtlich „bösen“ Menschen, die vielleicht auch wissen, was sie tun, sondern vielmehr diejenigen, die nicht daran denken, was sie jemand anderem gerade mit ihren Aussagen und Taten antun.
Der Handlungsverlauf kommt irgendwann an einen Punkt, an dem die Geschichte nicht mehr so zieht. Es plätschert ein wenig, wird vielleicht uninteressant. Erst war ich deshalb total irritiert, bis ich verstanden habe, was da gerade vor sich ging. Die Autorin hat es einfach gut verpackt und uns genauso ahnungslos dastehen lassen wie die anderen Protagonisten. Chapeau!

Das Ende hat mir dann entsprechend sehr gut gefallen. Es ist eine sehr vielschichtige Auflösung, die der Geschichte absolut gerecht wird und mir als Leser definitiv alles geboten hat.

Fazit:
Lasst euch bei diesem Buch nicht von dem Klappentext verwirren. Erwartet nicht etwa eine klischeebehaftete Romanze, die ein paar tragische Momente zu ihrem Inhalt zählt, um der Geschichte Tiefe zu verleihen. Erwartet vielmehr eine vielschichtige Story, die sehr ernste Themen behandelt, eine gehörige Portion Mut und Disziplin vermittelt und von zwei Protagonisten erzählt, die authentisch in all diesem Wirrwarr stehen und die guten Seiten des Lebens zu schätzen wissen. Mit Witz, Charme und Einfühlungsvermögen und Ernsthaftigkeit hat Eden Azalées Herz erobert und so wird die Geschichte auch eures erobern!

5 von 5 Sterne von mir.

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Lesejunkie_Ela Lesejunkie_Ela

Veröffentlicht am 22.11.2020

Vielschichtig, tiefgründig, beeindruckend und sehr emotional!

Mein Dank geht an NetGalley und dem Verlag für die kostenlose Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zum Buch:
Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ... …mehr

Mein Dank geht an NetGalley und dem Verlag für die kostenlose Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zum Buch:
Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...

Zum Buch:
Morgane Moncomble hat mich mit ihrer Geschichte tief beeindruckt.
Die Story ist tiefgründig, vielschichtig und geht unter die Haut.

Ihre sympathische und authentische Protagonisten müssen sich mit Mobbing, Missbrauch, Gewalt und Schmerz auseinandersetzen. Durch den sehr leidenschaftlichen und bildhaften Schreibstil ist man mitten im Geschehen drin und kann die Gefühle, Gedanken und Handlungen bestens nachvollziehen und nachempfinden.

Fazit:
Ein weiteres Highlight aus der Feder von Morgane Moncomble, welches ich sehr gerne weiterempfehle.

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selina2606 selina2606

Veröffentlicht am 22.11.2020

Intensiv und tiergehend

Achtung, Spoilerwarnung!



Achtung, das Buch hat eine Triggerwarnung, die man ernst nehmen sollte!



Inhalt:
Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ... …mehr

Achtung, Spoilerwarnung!



Achtung, das Buch hat eine Triggerwarnung, die man ernst nehmen sollte!



Inhalt:
Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...



Meinung:
Das Cover ist sehr schön und sehr schlicht. Die Farbkombination hat etwas düsteres. Nach dem Klappentext war ich sehr gespannt auf die Geschichte und zu Beginn konnte es mich nicht richtig packen, es war ganz okay. Aber dann ... einfach nur WOW!
Die Idee hinter der Geschichte ist sehr durchdacht und einfach toll! Die ganzen typischen Klischees werden mit diesem Buch zunichte gemacht, was auch richtig so ist! Man hat hier keine typische New-Adult Geschichte vor sich, wie man sie sonst kennt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zum Lesen. Es werden so viele intensive Emotionen an den Leser herangetragen. Man konnte sich sehr gut in die Situation von Azalée und Eden hineinversetzen. Die Geschichte hat immer zwischen den beiden Perspektiven gewechselt, was wirklich spannend war.
Die Dialoge waren sehr berührend. Es gab viele humorvolle Dialoge, bei denen ich lachen musste. Und dann gab es sehr emotionale, verletzende Dialoge, die ich sehr gut nachempfinden konnte.
Am Anfang lernt man Azalée sehr unnahbar kennen und sie lernt dann ihren neuen, heißen Nachbarn Eden kennen und man denkt als Leser, man wüsste dann wie es weiter geht. STOP! Definitiv nicht. Das Buch und die Wendung der Geschichte haben mich mehrmals überrascht! Es war spannend bis zum Schluss. Und auch sehr realistisch. Ich hatte bei KEINER Situation das Gefühl, dass irgendetwas unauthentisch wirkt.
Der Humor zwischen Eden und Azalée war wirklich zum totlachen. Die Zwei haben sich von Anfang an geneckt. Und das positive daran ist, soviel Spaß die beiden miteinander gemacht haben, desto tiefere Gespräche konnten sie führen.
Die Emotionen waren bombastisch! Also ich wurde als Leser mit allem überrollt Freude, Trauer, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Angst, Ekel, Scham, Wut, Mitgefühl etc. Einfach alles war dabei. Es sind so viele wichtige Themen in diesem Buch enthalten und es ist so wichtig, dass diese angesprochen werden! Azalée wurde von ihrem Stiefvater vergewaltigt. Das war einfach sehr erschreckend so etwas zu lesen und die Gefühle und Gedanken dazu. Dennoch ist es auch bei uns Realität! Natürlich hat Azalée nie die Unterstützung bekommen, die sie verdient hätte und musste auch noch mit Mobbing von ihren Mitschülern kämpfen. Das sind super sensible Themen, die sehr gut dargestellt wurden.
Azalée lernt man als unnahbare junge Frau kennen, die von allen schief angeschaut wird, da sie ihr Sexleben anders auslebt als andere. Aber alle anderen sehen nur die Hülle. Niemand sind das wirkliche Problem. Nämlich das Azalée dies als Ventil nutzt, um zu vergessen. Die Entwicklung von ihr ist sehr schön. Sie kann sich endlich jemandem öffnen, was sie auch sehr dringend benötigt. Und doch wird einem die Message mitgeteilt, das man sich nur selbst helfen kann. Sie ist wahnsinnig mutig und stark! Und Betroffene bekommen Hoffnung, denn es ist okay, wenn man mal einen Rückfall hat. Es ist okay, wenn es einem mal nicht gut geht!
Eden ist ebenfalls ein toller Mann. Er ist zuvorkommen, liebevoll und hartnäckig. Er lässt nicht locker und genau das ist es, was Azalée gebraucht hat. Obwohl Eden eigene Probleme hat, ist er für sie da.
Die Nebenfiguren haben mir ebenfalls gut gefallen. Edens und Azalées Freunde sind immer für die beiden da. Dieser Grad zwischen "Ich fühle mich wertlos, keiner liebt mich" und "Meine Freunde sind für mich da und lieben mich" ist sehr gut dargestellt! Oftmals ist die Wahrnehmung, die man sich selbst einredet nicht die richtige.
Das Ende war sehr tragisch und schlimm. Aber es war eine wichtige Message dabei und am Ende ist Gott sei Dank nochmal alles gut gegangen.



Fazit:
Eine tolle Geschichte, die alle üblichen Klischees in den Schatten stellt. Manchmal muss man hinter die Hülle blicken, um zu erkennen, was einen Menschen wirklich bewegt! Die Charaktere haben eine Entwicklung durchgemacht, die anderen Hoffnung gibt. Ich bin einfach sprachlos.

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Lesemaus_12 Lesemaus_12

Veröffentlicht am 21.11.2020

Ungefiltert und emotional

_"Ich weiß nicht, wer dir weisgemacht hat, dass du nichts wert bist, denn es stimmt verdammt noch mal nicht. Du bist so viel mehr wert, als du denkst."_
-S. 159

*Meine Gedanken:*

Von Morgane Moncomble ... …mehr

_"Ich weiß nicht, wer dir weisgemacht hat, dass du nichts wert bist, denn es stimmt verdammt noch mal nicht. Du bist so viel mehr wert, als du denkst."_
-S. 159

*Meine Gedanken:*

Von Morgane Moncomble habe ich bereits das Buch "Never too late" gelesen, welches schon in die tiefgründigere Richtung ging, aber dieses hier setzt erneut eine Schippe drauf. Daher finde ich es auch gut, dass sich am Anfang des Buches eine Triggerwarnung befindet, die auch nicht ohne Grund da ist und von der Autorin selbst geschrieben ist, was das Buch nochmals persönlicher macht.

Zu Beginn wirkt das Buch doch noch ein bisschen harmlos und scheut vor jeder Menge Humor nicht zurück - besonders Azalées und Edens erstes Zusammentreffen verläuft ganz anders, als man sich vorstellen könnte. Während sich die beiden anfangs nur sticheln und gegenseitig auf den Keks gehen, so erschwert es das nähere Kennenlernen die verletzliche Seite der Protagonisten zu verbergen. Besonders Azalée möchte nichts von ihrer Vergangenheit preisgeben, weshalb sie jede Frage, die sich auch nur ansatzweise daran antastet, mit viel Humor überspielt. Das heißt aber nicht, dass Eden nicht zu kämpfen hat - ganz im Gegenteil. Da das Buch sowohl aus der Sicht von Azalée als auch Eden erzählt wird, können wir auch hinter Edens Fassade blicken, wobei uns nichtsdestotrotz ein paar Kleinigkeiten zunächst einmal verborgen bleiben. Er muss sich vielen ernsten Herausforderungen stellen, zögert aber keinesfalls für seine Liebsten zu kämpfen.

Der Autorin gelingt es, dass ich die Gedankengänge und Handlungen der Charaktere auf eine besondere Weise verstehen kann, obwohl ich selbst nie in deren Lage war. Sie beschreibt Emotionen und (ehemalige) Geschehnisse präzise, ohne dabei irgendetwas zu beschönigen, weshalb auf mich alles realistisch gewirkt hat. Dies zeigt uns, dass wir davor nicht die Augen verschließen dürfen, dass hinter jedem Lächeln so viel mehr stecken kann. Wir wissen nie, womit jemand gerade zu kämpfen hat, was sich hinter ihrer Fassade verbirgt.

Obwohl Azalée zunächst einmal für sich selbst einstehen muss, so gibt sie in ihrem Podcast Dear Patriarchy Minderheiten eine Stimme und zugleich auch sich selbst. Sie spricht hier vor allem feministische Gedankengänge an, aber nicht nur. Am Anfang von Azalées Kapitel befindet sich jedes Mal ein kleiner Ausschnitt von ihrer Podcastfolge und würde es den wirklich geben, so würde ich ihn mir tatsächlich selbst anhören, weil er mich sehr fasziniert hat. Azalée war in meinen Augen unglaublich stark. Eine bestimmte Sache hat bei ihr seelische Narben hinterlassen, die sie jetzt ihr ganzes Leben mit sich herumträgt und oft hat sie das Gefühl, dass sie ihre Vergangenheit einholt. Sie wirkte so greifbar in Momenten, bei denen sie drohte zu zerbrechen. Lieber litt sie selbst, als dass es Personen, die sie liebt, tun.

Darüber hinaus, haben die vielfältigen Nebencharaktere so viel zur Geschichte beigetragen und sich langsam in mein Herz geschlichen (außer die Antagonisten natürlich. Die können dort bleiben, wo der Pfeffer wächst xD). So wie Azalée sich langsam in der Freundesgruppe eingefunden hat, so habe es auch ich getan. Insbesondere konnte mich ja Alec von sich überzeugen.

Auch wenn das Buch viele unschöne, ungefilterte Seiten zeigt, so gibt es trotzdem auch schöne, die aus Cupcakes (wie gut das doch zu mir passt), Humor und Hoffnung bestanden. Besonders Hoffnung, denn wir sind so viel mehr wert, als wir denken und es wird immer Menschen geben, die dich lieben und dich wertschätzen, so wie du bist. Vergiss nicht, niemals.

Fazit:

Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits war ich aufgewühlt und nachdenklich, insbesondere nach diesem heftigen Ende, andererseits habe ich auch gerne an die friedvollen, bezaubernden Augenblicke zurückgedacht. "Bad at love" ist keinesfalls eine leichte Kost, aber dennoch ein wundervolles Buch, welches Morgane Moncomble geschaffen hat. von mir gibt es *5 von 5 Cupcakes*!

*Blog:* https://cupcakeslibrary.wordpress.com/2020/11/15/die-unschonen-seiten-des-lebens-bad-at-love/

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Morgane Moncomble

Morgane Moncomble - Autor
© Morgane Moncomble

Morgane Moncomble ist 22 Jahre alt und studiert in Paris an der Sorbonne Literatur. Bereits mit zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, doch erst 2015 begann sie, ihre Werke auf der Schreibplattform Wattpad zu veröffentlichen. Sie mag es zu verreisen und liebt Schokolade und Weihnachtsfilme.

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