Finding Back to Us
 - Bianca Iosivoni - PB

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12,90

inkl. MwSt.

LYX
Paperback
New Adult
413 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-1119-0
Ersterscheinung: 24.02.2020

Finding Back to Us

(68)

Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder ...
Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder ...
"Ein ergreifender Liebesoman, der mich gepackt und berührt hat. Absolute Leseempfehlung." ZAUBERHAFTE BÜCHERWELTEN
Die WAS-AUCH-IMMER-GESCHIEHT-Reihe:
1. Finding Back to Us (Callie & Keith)
2. Feeling Close to You (Parker & Teagan)

FINDING BACK TO US ist bereits 2016 unter dem Titel WAS AUCH IMMER GESCHIEHT als Taschenbuch bei LYX erschienen.

Rezensionen aus der Lesejury (68)

Linda_Pauline Linda_Pauline

Veröffentlicht am 07.04.2020

Einfach nur Wow!

Diese Story bringt einen einmal durch alle Emotionen... Hass, Trauer und Wut abgewechselt mit jeder Menge Humor und Liebe!
Es hat mich einfach gepackt und die Beziehung zwischen den Stiefgeschwistern bringt ... …mehr

Diese Story bringt einen einmal durch alle Emotionen... Hass, Trauer und Wut abgewechselt mit jeder Menge Humor und Liebe!
Es hat mich einfach gepackt und die Beziehung zwischen den Stiefgeschwistern bringt so viel Spannung mit sich, die hier so wunderbar umgesetzt ist!
Callie und Keith sind unheimlich besondere Charaktere, die man einfach lieben muss...

Ein Jahreshighlight für mich <3-)

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Bastilkarton Bastilkarton

Veröffentlicht am 05.04.2020

Nach einigen Startschwierigkeiten definitiv lesenswert

Bianca Iosivoni konnte mich schon mit einigen ihrer Bücher überzeugen. Obwohl es chronologisch nicht richtig war, habe ich als erstes "Feeling close to you" gelesen und durfte dort Callie schon einige ... …mehr

Bianca Iosivoni konnte mich schon mit einigen ihrer Bücher überzeugen. Obwohl es chronologisch nicht richtig war, habe ich als erstes "Feeling close to you" gelesen und durfte dort Callie schon einige Male als Parkers beste Freundin erleben. Dadurch war ich sehr gespannt auf ihre und Keiths Geschichte. Zwar konnten mich die Beiden nicht so sehr überzeugen und begeistern wie Teagan und Parker, dennoch bin ich nach einigen Startschwierigkeiten zum Ende hin doch noch mit der Geschichte warm geworden.





Inhalt:
Keith und Callie verbinden viele Dinge- die wenigsten davon sind jedoch positiv. Denn die beiden sind Stiefgeschwister- doch nachdem Callies Vater gestorben ist, für dessen Tod Keith verantwortlich ist, hat dieser die Stadt verlassen und allem den Rücken gekehrt- Callie, ihrer Familie, dem Scherbenhaufen, den er hinterlassen hat und den Erinnerungen an die Geschehnisse. Callie konnte Keith all das niemals verzeihen- obwohl sie alles über die Jahre verdrängt hat und aufgrund des hohen Lernpensums ihres Medizinstudiums auch keine Zeit hatte, Gedanken an Keith zu verschwenden, sorgt er nach wie vor für ein aufregendes Kribbeln in ihrem Bauch. Denn nicht nur Callie verbringt ihren Sommer zu Hause- auch Keith kehrt nach 7 Jahren in die Stadt zurück. Doch die Vergangenheit bestimmt die Gegenwart...




Meinung:

Zu Beginn hatte ich wirklich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Ich konnte mich nicht wirklich für Keith und Callie erwärmen. Denn als Charaktere waren sie mir in den ersten Kapitel leider beide ziemlich unsympathisch. Callie hatte einen zu stark erzwungenen Humor, war sehr verschlossen und schwer einzuschätzen. Ihre Gefühle ergaben für mich einfach keinen Sinn und sie war leider ziemlich engstirnig. Sie hat sich sehr an dem Hass gegenüber Keith festgeklammert, hatte aber gleichzeitig immer dieses Kribbeln in ihrem Bauch, was für mich einfach nicht vereinbar war, da sie darauf beharrte, die einzige zu sein, die die Lage wirklich korrekt und nicht verblendet beobachtet- was letztlich nicht der Fall war.
Keith war für meinen Geschmack zu arrogant und fast schon etwas narzisstisch. Er war sehr von sich überzeugt und hat seinen Charme auf eine provokante Art demonstriert, die mir leider missfiel. Sind die Beiden aufeinandergetroffen, gab es stellenweise Situationen, die unangenehm zu lesen oder peinlich waren.
Glücklicherweise hat sich das jedoch mit der Zeit gelegt, sodass ich nach einigen Kapiteln doch eine Bindung zu Keith und Callie aufbauen konnte.

Insgesamt waren es mir aber einfach zu viele Handlungsstränge und Probleme, die irgendwie vereinbart werden mussten, sodass meiner Ansicht nach die Authentizität etwas darunter gelitten hat. Denn dass die Beiden Stiefgeschwister sind und Gefühle füreinander empfinden, die nichts mit familiärer Liebe zu tun haben, bietet schon alleine genügend Zündstoff für ein gesamtes Buch, da sich daraus viele familiäre und gesellschaftliche Skandalmomente ergeben. Darüberhinaus war Keith aber auch noch für den Tod ihres Vaters verantwortlich, was auch wieder alleine eine ausreichende Basis für einen Roman gewesen wäre. Zusätzlich hat sie ihm aber auch bis heute nicht verziehen und hat ihn 7 Jahre lang nicht gesehen- auch das wäre wieder alleine genug gewesen. Doch all diese Handlungsstränge und noch ein paar kleinere Nebenstränge wurden in diesem Buch vereint, sodass es stellenweise schwierig war, den Überblick zu behalten und sich vollkommen in die Situation hineinfühlen zu können.
Ich habe mich einfach lange Zeit gefragt, wie Bianca Iosivoni das alles überzeugend beenden und vereinen möchte- doch letztlich war ich positiv überrascht von der Lösung. Das Ende war nicht direkt zu erwarten und hat meiner Ansicht nach das Buch passend abgeschlossen. Es hat mich zufriedengestellt- was ich lange Zeit wirklich nicht mehr erwartet hatte.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war anschaulich beschrieben, dennoch flüssig zu lesen. Als Leser war man das gesamte Buch über von Callies subjektiver Ansicht der Dinge abhängig, da es keine Perspektivwechsel gab- was für mich den Reiz dieses Buches ausmachte. Denn so hatte man als Leser die Möglichkeit, zwischen den Zeilen Hinweise und Informationen zu sammeln und sich fernab von Callies stellenweise ziemlich irrationalen Sichtweise ein eigenes Bild zu schaffen. Denn einige Dinge hat sie im Strudel ihrer Emotionen schlicht und ergreifend übersehen oder fehlinterpretiert- ihre hohe Emotionalität und Ehrlichkeit, besonders zum Ende hin, gaben einem die Möglichkeit, etwas objektiver auf Keith und die Geschehnisse zu blicken. Dadurch stiegen auch die Sympathien für Keith und Callie.




Denn da mir die Beiden zu Beginn nicht gefielen, konnte mich ihre Entwicklung sehr überzeugen. Callie wurde im Laufe des Buches immer ehrlicher und ernster, was mir in der Hinsicht gefallen hat, dass sie nicht mehr versuchte, krampfhaft lustig zu sein. Sie hat Dinge analysiert und in Beziehung zueinander gestellte und hat sich mehr und mehr von ihrer Engstirnigkeit befreit- sie wurde objektiver und freier, da sie stellenweise wirklich in sich selbst gefangen. Sie machte Zugeständisse und zeigte Schwächen, wurde einfach immer authentisch.
Bei Keith habe ich eine ähnliche Beobachtung gemacht. Er entfernte sich von seiner Arroganz und den ständigen Provokationen und wurde offener, ehrlicher und fürsorglicher, womit er immer mehr zum perfekten Gegenstück von Callie wurde. Es gab einige wirkliche schöne und tiefgreifende Momente zwischen den Beiden, die mich gerade zum Ende hin mehr und mehr berühren konnten.

Die Geschichte war an sich voller Schmerz, doch das Buch hat einen nicht heruntergezogen, und genau das habe ich daran gemocht. Denn viele Geschichten mit schweren Themen können sehr deprimierend sein- "Finding back to us" hat einen den Schmerz vor Augen geführt und er war omnipräsent, er erklärte aber Callies verworrene Gefühlslage unglaublich gut und machte die Liebe zu Keith bittersüß, ohne einen traurig zu machen. Dementsprechend war das Buch sehr hoffnungsvoll und gab einem ein gutes Gefühl- es gibt immer noch schöne Momente im Leben, auch wenn die Zeit vielleicht nicht alle Wunden heilt, wie Callie irgendwann sagte.

Lobend hervorheben möchte ich zum Schluss noch die Nebencharaktere. Stella, Keiths Mutter und folglich Callies Stiefmutter hat ihre Mutterrolle sehr überzeugend übernommen, war verständnis- und liebevoll, gleichzeitig aber auch sehr vernünftig. Callies kleine Schwester Holly fand ich stellenweise zwar etwas anstrengend, dennoch war ihre temperamentvolle Art sehr erfrischend im Gegensatz zu Callie, die verhältnismäßig ernst ist. Parker, Callies bester Freund und Hauptcharakter aus "Feeling close to you" ist und bleibt einfach mein Lieblingscharakter aus den beiden Büchern- er hat einfach dieses gewisse Etwas an sich, was Keith meiner Meinung nach etwas gefehlt hat. Sein Humor und sein ganzes Auftreten hat für mich einige Stellen des Buches enorm aufgewertet. Zu guter Letzt sollte jedoch auch Braden nicht unerwähnt bleiben- er ist Polizist und spielt immer mal wieder eine Rolle. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass sie ihr Herz an ihn verliert- denn er hatte ähnlich wie Parker dieses Gewisse etwas, diesen authentischen Charme ohne Arroganz.




Alles in einem ist das Buch also durchaus empfehlenswert. Eine bittersüße Liebesgeschichte mit einer schwierigen Thematik, die jedoch so gut behandelt worden ist, dass sie einen nicht herunterzieht. Gleichzeitig waren es jedoch zu viele Handlungsstränge, sodass es schwierig wurde, sich auf die Charaktere und ihre gemeinsame Geschichte vollkommen einzulassen.

Bewertung:

3,5 von 5 Sternen

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Maries_World_of_Books Maries_World_of_Books

Veröffentlicht am 05.04.2020

Rezension Finding Back to us

Das Buch Finding Back to us konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen. Bianca Iosivoni´s Schreibstil war mal wieder echt toll und leicht zu Verstehen. Über das Cover muss ich glaube ich nicht nicht ... …mehr

Das Buch Finding Back to us konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen. Bianca Iosivoni´s Schreibstil war mal wieder echt toll und leicht zu Verstehen. Über das Cover muss ich glaube ich nicht nicht viel sagen. Es ist wunderschön.
Mir viel es nicht nicht schwer mich in die Geschichte reinzudenken. Ich hatte alles bildlich vor Augen, was sonst nicht so stark vorkommt. Die Story gefiel mir echt gut, jedoch hatte ich einige Probleme mit der Protagonistin Callie. An sich mochte ich sie echt gerne, aber ihr verhalten ging mit manchmal echt auf die Nerven mit ihrem Geheule. Natürlich konnte ich sie verstehen aber das ganze ist Jahre her. Was ich aber am schlimmste fand war, dass sie sich darüber aufgeregt hat, dass Stella und Holly Keith ebenfalls den Sommer über eingeladen haben. Er ist immerhin noch Stellas leibliches Kind, während sie und Holly ihre Stiefkinder sind. Es tut mir leid aber ich finde Callies Verhalten teilweise einfach nur respektlos.
Ich fand es irgendwie süß von Keith, dass er die ganze Schul von dem Unfall auf sich genommen hat, aber sonst fand ich ihn so nichts sagend. Man hat meiner Meinung nach nicht viel über ihn erfahren.
Wen ich aber total mochte und meiner Meinung nach zu selten vorkam war Parker, weshalb ich mich schon sehr auf Feeling Close to you freue.
Im ganzen fand ich das Buch aber echt gut. Ich hatte zwar ein paar Probleme mit den Protagonisten, aber die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen.

4/5⭐️

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Pebbles132 Pebbles132

Veröffentlicht am 29.03.2020

schwierige Thematik, grottige Umsetzung

In dem Buch „Finding Back to Us“ von Bianca Iosivoni geht es um die zwanzig Jahre alte Callie, die zum High School Abschluss ihrer Schwester Holly wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Nachdem Holly ... …mehr

In dem Buch „Finding Back to Us“ von Bianca Iosivoni geht es um die zwanzig Jahre alte Callie, die zum High School Abschluss ihrer Schwester Holly wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Nachdem Holly ihren Abschluss gemacht hat, möchte sie gerne noch die nächsten drei Monate nutzen um diese Zeit mit ihrer Familie zu verbringen bevor sie ein Auslandsjahr einlegt. Genau aus diesem Grund kehrt Callie nach jahrelanger Abwesenheit wieder zu ihrer Familie zurück. Sie hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass auch ihr Stiefbruder Keith auftauchen würde. Seit sieben Jahren hat sie Keith nicht mehr gehasst und nach dem ersten Wiedersehen schwanken Callies Gefühle zwischen Anziehung und Hass auf ihren Stiefbruder.

Ich war dieses Jahr auf der Lesung von Bianca Isoivoni als dieses Buch und „Feeling close to you“ von ihr herausgekommen sind. Sie war super sympathisch, die Lesung aus den beiden Büchern hat mir sehr gut gefallen und das Event gehörte eindeutig zu meinen bisherigen Jahreshighlights.
Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Besonders nachdem mir die „Firsts“-Reihe so gut gefallen hat und Haillee und Chase so eine riesige Enttäuschung war, hatte ich wirklich gehofft, dass „Hailee und Chase“ nur ein Ausrutscher gewesen war und dieses Buch wieder super werden würde. Pustekuchen.

Die Thematik „Stiefgeschwister-Liebe“ ist meiner Meinung nach ein schwieriges Thema, was man mit dem richtigen Feingefühl angehen muss. Obwohl die Stiefgeschwister-Thematik allein noch schwer genug ist, haut die Autorin noch oben drauf, dass Keith verantwortlich für den Tod von Callies Vater ist. Im Allgemeinen finde ich schon, dass es möglich ist ein gutes Buch zu schreiben, wo man die Charaktere und deren Handlungen nachvollziehen kann und die beiden sehr extremen Thematiken gut bearbeitet werden.
Jedoch nicht in diesem Buch. Der einzige Konflikt den es deswegen zu geben scheint liegt in Callie selbst, die sich die ganze Zeit einerseits zu Keith hingezogen fühlt, andererseits ihn aber auch verabscheut, weil er der Grund für den Tod ihres Vaters ist. Und dabei wird das nicht mal als innerliches Hin und Her beschrieben, sondern es wirkt so als würde einfach von Szene zu Szene ein Schalter umgelegt werden und Callie würde Keith so gegenüber empfinden wie es eben gerade am besten in der jeweiligen Szene passt. Der innerliche Konflikt, die Zerissenheit, auch das Gefühl etwas Verbotenes oder Schlechtes zu tun kommt überhaupt nicht rüber bzw. wird auch nur ansatzweise angerissen. Des Weiteren gibt es an einem bestimmten Punkt im Buch einfach diesen Cut, wo die Wider, die sie Keith gegenüber empfindet, komplett verschwindet und nur durch Verliebtheit ersetzt wird. Selbst wenn man auf einmal einknickt und seinen Gefühlen nachgibt, finde ich es doch reichlich unrealistisch, dass man auf einmal alle Taten und den siebenjährigen Hass auf eine Person komplett weg schieben kann und das kein Thema mehr spielt.
Auch als die beiden dann eine zeitlang ihre heimliche Affäre haben, scheint das Thema, dass die beiden Stiefgeschwister sind – wenn auch nicht blutsverwandt – für die beiden nie ein Thema zu sein! Wie ist das denn bitte möglich?! Das ist doch ein Thema worüber man sich mal austauscht oder zumindest Callie als Protagonistin drüber nachdenken sollte wenn oder nachdem sie mit Keith zusammen ist/war.
Die ganze Umsetzung finde ich einfach nur schwach und unrealistisch. Da erwarte ich deutlich mehr!

Weg von der Handlung, kommen wir zu den Charakteren. Mit diesen konnte ich nämlich leider gar nicht warm werden.
Callie und Keith sind hier unsere Protagonisten. Leider bleiben die beiden aber ziemlich farblos. Außer den Hintergrundsgeschichten der beiden, die für die Storyline relevant sind, weiß man nichts über sie, wodurch ich mich auch keinen von ihnen besonders verbunden gefühlt habe.
Callie ist 20 Jahre alt. Ihr Vater ist als sie 13 Jahre alt war bei einem Autounfall verunglückt. Und seitdem verdängt sie das Geschehene am laufenden Band und ist dementsprechend auch noch nicht über den Unfall hinweg gekommen. Ihr ganzes Leben wird von diesem Unfall bestimmt. Sie studiert Medizin, obwohl sie es hasst und damit ihren toten Vater stolz machen will. Sie besucht bis auf den im Buch thematisieren Sommer ihre Familie nicht. Sie redet nicht über den Unfall bzw. sucht sich auch keine Hilfe um das Geschehene zu verarbeiten. Sie spielt kein Instrument mehr - weil sie direkt nach dem Unfall aufgrund einer Verletzung nicht mehr spielen konnte -, obwohl sie leidenschaftlich musikalisch ist und sogar Songtexte schreibt. Ihr ganzes Leben wird von diesem Unfall bestimmt und einerseits kann ich auch sehr gut verstehen, dass das ein sehr traumatisches Erlebnis ist und man damit erstmal zurecht kommen muss, aber sieben Jahre ohne erkenntliche Fortschritte?!
Keith fand ich in diesem Buch noch am sympathischsten. Er ist recht ruhig und scheint den Unfall deutlich besser verarbeitet zu haben. Zumindest trägt er es mit Fassung, wenn Callie im wieder und wieder Ungeheuerlichkeiten um die Ohren schleudert. Aber wirklich viel erfährt man über ihn auch nicht, außer dass er den Unfall verursacht hat, danach zu seinem Vater gezogen ist und dann bei der Army war.
Holly und Stella. Stella ist Keiths Mutter, die Hollys und Callies Vater einige Jahre vor dem Unfall geheiratet hat. Nach dem Unfall blieb sie bei Callie und Holly und zog die beiden groß. Holly ist Callies kleine Schwester. Das Einzige was man über sie so richtig weiß ist, dass sie den Unfall deutlich besser verarbeitet hat als Callie und Stella und Keith wirklich als Teil ihrer Familie ansieht, während Callie das nicht tut.
Stella und Holly sind einfache Stereotypen in dieser Geschichte, beide haben eine wichtige Funktion in der Geschichte und das wars dann auch schon wieder. Mehr erfährt man über sie nicht.
Wobei ich mich bei Stella auch immer gefragt habe wie es denn bitte sein kann, dass sie bei den beiden Mädchen nach dem Unfall bleibt, aber sie nicht mal mit der Wimper zuckt, wenn ihr einziger und leiblicher Sohn nach dem Unfall abhaut. Also meiner Meinung nach ist das kein mütterliches Verhalten, obwohl sie in der Geschichte quasi die aufopfernde Vorzeigemutter spielt.

Über das gesamte Buch hinweg hat man leider auch gemerkt, dass die Autorin strikt nach ihrem roten Pfaden geschrieben hat und nur Handlugen, Gespräche oder Gedanken vorhanden sind, die einen direkten Nutzen für die Storyline haben. Jedes Mal wenn man eine Szene angefangen hat wusste man sofort, dass entweder Keith bald auftaucht oder Callie versucht sich an den Unfall zu erinnern. Es gab höchstens ein oder zwei Szenen wo dies nicht der Fall war. Es gab leider nie eine Szene die einem das Leben, die Träume und geheimen Wünsche der Charaktere näher bringt und einen dadurch zeigt, dass es sich bei den Charakteren um mehr handelt als einfache Konstrukte, die nur geschaffen wurden um eine gradlinige Geschichte zu erzählen. Das Leben von Charakteren sollte so viel mehr beinhalten als eine Liebschaft und einen Todesfall.

Alles in allem kann ich das Buch leider gar nicht empfehlen. Das einzig Positive was ich mit diesem Buch verbinde, ist der schöne Tag mit einer Freundin als ich zu der Lesung des Buches gegangen bin.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

book_lover730 book_lover730

Veröffentlicht am 29.03.2020

New Adult malt etwas anders.

"Finding back to us" ist erstmalig unter dem Titel "Was auch immer geschieht" im Jahr 2016 erschienen. Im Februar 2020 ist es im LYX Verlag mit einem neuen Cover und einem neuen Titel erschienen und steht ... …mehr

"Finding back to us" ist erstmalig unter dem Titel "Was auch immer geschieht" im Jahr 2016 erschienen. Im Februar 2020 ist es im LYX Verlag mit einem neuen Cover und einem neuen Titel erschienen und steht bereits in sehr vielen New Adult Regalen.


*Cover und Schreibstil*

Das neue Cover finde ich wunderschön! Es hat nicht nur meine Aufmerksamkeit direkt auf sich gezogen, sondern lässt sich auch super im Regal zeigen! :)
An Bianca Iosivonis Scheibstil kann ich nichts aussetzen, ich konnte das Buch schnell und flüssig lesen. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben und hat neben Hochs und Tiefs auch ein paar wenige Stellen zum Schmunzeln.


*Charaktere*

Die Protagonisten sind mir von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte mich sehr schnell in sie verlieben.
Sowohl Keith, als auch Callie, durchlaufen eine Veränderung in ihrem Leben. Jeder geht damit auf seine eigene Weise um, dennoch finde ich beide Seiten sehr gelungen geschrieben und auch realistisch.


*Eigene Meinung*

Mich hat das Buch sehr gebührt, besonders gegen Ende. Ich war von Anfang an an die Geschichte gefesselt und wollte immer wissen was als Nächstes passiert. Vor allem finde ich es schön, auch mal eine etwas andere New Adult Geschichte zu lesen. Ich meine, wie viele Liebesgeschichten handeln schon über Stiefgeschwister? :D
Finde ich super!
Ich kann das Buch nur jedem New Adult Liebhaber wärmstens empfehlen. Es hat nicht nur mein Herz erwärmt sondern mich auch fast zu Tränen gerührt. Es ist eine wirklich schöne Geschichte mit vielen Hochs und Tiefs.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Bianca Iosivoni

Bianca Iosivoni - Autor
© Olivier Favre

Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geb. 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

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