Never Too Close
 - Morgane Moncomble - PB

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12,90

inkl. MwSt.

LYX
Paperback
New Adult
463 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-1122-0
Ersterscheinung: 30.09.2019

Never Too Close

Übersetzt von Ulrike Werner-Richter

(115)

Der erste Roman von Morgane Moncomble – der New-Adult-Sensation aus Frankreich!

Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird ...
Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch – zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal ... oder?

Die NEVER-Reihe:
1. Never Too Close
2. Never Too Late

Leserstimmen aus der französischen Buch-Community:
"Ich bin total verliebt – in die Atmosphäre, den Humor, die Figuren. Ich würde am liebsten der ganzen Welt sagen, dass sie dieses Buch lesen soll."  La fée liseuse et les livres
"Am liebsten würde ich das Buch noch mal lesen, nur um diese Atmosphäre wieder heraufzubeschwören und jene Momente noch einmal erleben zu können, die für Loan und Violette so bedeutend und wichtig gewesen sind." Livre sa vie
"Ein erfrischender und prickelnder Liebesroman voller Humor und Gefühl, den ich allen New-Adult-Fans nur empfehlen kann. Ein neues Lieblingsbuch!" Les milles et une pages de LM

Rezensionen aus der Lesejury (115)

kotori99 kotori99

Veröffentlicht am 09.12.2019

Niedliche Lovestory

Das Cover:
War das erste was mich an diesen Buch angesprochen hat und auch der Grund, warum ich das Buch nun doch fürs Regal brauchte.

Meine Meinung:
Das Buch hält was der Klappentext verspricht. Es ist ... …mehr

Das Cover:
War das erste was mich an diesen Buch angesprochen hat und auch der Grund, warum ich das Buch nun doch fürs Regal brauchte.

Meine Meinung:
Das Buch hält was der Klappentext verspricht. Es ist eine süße Lovestory, mit einigen bekannten Elementen. Die beiden besten Freunde, die sich verlieben, Der Aspekt des ersten Males ist ein wenig neu.
Die beiden Charaktere Loan und Violette sindgenau das, was man als sympathisch kennt.Beide offen, beide lustig und beide sind gerne in der Nähe des anderen. Genau das war auch ein wenig das Problem dieses Buches.
Gleich zu Anfang verliebte sich Vio in Loan, in einer Rückblende. Dann wurden sie aber zu besten Freunden und man wusste sofort, wohin es führte.

Auch das Verhalten der Freunde der beiden machte es uns als Lesern recht schnell klar: Die beiden gehören zusammen. Das war etwas schade, es fehlte mir das besondere Etwas, das Hoffen, das Bangen und das Ungewisse, ob sie nicht doch noch jemand anderen finden.

Die Beziehung der beiden ist aber so niedlich, so unschuldig, ja fast schon zuckrig, dass man darüber hinwegsehen kann und das Buch einfach genießen kann.

Eine Wende kam dann doch noch gegen Ende, die man jetzt so oder so sehen kann. Ich will nicht spoilern, aber mich konnte sie überraschen und ich habe sie als sehr passend und dramatisch erlebt.

Mein Fazit:
Alles in allem eine süße Geschichte, die perfekt für zwischendurch ist. mit Charaktere die man lieb haben kann und in der man sich rundum wohlfühlt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

sjule sjule

Veröffentlicht am 07.12.2019

Wenn die Protagonistin nervt ....

Ich habe sehr viel postives gehört und wollte das Buch lesen, da der Klappentext nach einer interessanten Geschichte klang.

Leider hatte ich sehr große Probleme in das Buch reinzukommen. Denn leider war ... …mehr

Ich habe sehr viel postives gehört und wollte das Buch lesen, da der Klappentext nach einer interessanten Geschichte klang.

Leider hatte ich sehr große Probleme in das Buch reinzukommen. Denn leider war mir Violette für ihre 20 Jahre zu nervig. Ich finde sie sehr egoistisch und leider gibt es nur das Thema Sex. Auch bei ihrer Freundin Zoe. Die Freundschaft zwischen den beiden habe ich zu Beginn nicht wirklich bemerkt.

Die Freundschaft zu Loan hingegen ist schon von Beginn an keine Freundschaft, sondern mehr. Ich zumindest kenne keine heterosexuellen Freunde unterschiedlichen Geschlechts, welche zusammen im Bett schlafen und kuscheln, aufeinander liegen und nach einer Woche Urlaub von einander wie Klammeraffen aneinander hängen. So wird mir direkt schon das Clischee ins Gesicht geschmissen, dass es keine Freundschaft zwischen den Geschlechtern geben kann.

Loan an sich mag ich sehr gerne. Er ist im Gegensatz zu Vio sehr ruhig und ein taffer Feuerwehrmann. Er trauert eigentlich noch seiner Exfreundin nach, merkt aber nach Vios Bitte auch, dass irgendwas anders ist. Zudem mag er natürlich Vios neuen Freund nicht. Was ab und an zu witzigen Situationen führt.

Der erste Abschnitt zieht sich für mich einfach sehr. So dass ich erstmal zum Hörbuch umgeswitcht bin. Wenn man sich an Vios Art gewöhnt hat, wird es im 2. Drittel etwas spannender, aber richtig abgeholt hat mich dann erst der 3. Abschnitt. Da gibt es Gefühlsachterbahn und Morgan Moncomble schreibt nicht schlecht. Deswegen habe ich die ganzen Gefühle gut nachvollziehen können. Wobei mir ab und an etwas zu viele blumige Metaphern benutzt wurden.

Das Buch was für mich sehr durchwachsen und hat es mit Violette als Hauptperson auch nicht leicht. Auch wenn es später wirklich gut wurde, kann ich dem Buch nur 3 Sterne geben.

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Sioux Sioux

Veröffentlicht am 06.12.2019

Schöne „aus Freundschaft wird Liebe“ Geschichte

Klappentext:
Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch – zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, ... …mehr

Klappentext:
Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch – zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal … oder?

Zum Cover:
Ich finde es wunderschön. Das leichte türkis ist mal was anderes, gleichzeitig in modernem pastell gehalten. Titel und Autorenname wirken sehr stimmig und beruhigend, die „Wolke“ dahinter lockert es auf.

Zum Schreibstil:
Ich war zunächst sehr skeptisch, ob die Autorin mich abholen können würde. Gerade erst habe ich in „Everything I didn´t Say“ gemerkt, was passiert, wenn Vergangenheit und Gegenwart nicht die richtige Symbiose eingehen. Zum Glück hat in „Never too Close“ alles harmoniert. Die Autorin erzählt in Vergangenheit und Gegenwart aus zwei verschiedenen Perspektiven. Dennoch konnte ich mich immer gut orientieren und fand jeden Abschnitt sehr spannend und ergiebig für die Geschichte. Der anachronistische Verlauf sorgt für Spannung und füllt die Geschichte der beiden nach und nach auf. Unterstützt wird alles durch den flüssigen Schreibstil, der mich gut fesseln konnte. Anfangs war ich vielleicht etwas irritiert, wie viel die Protagonisten über die Ausdrücke des anderen wissen, wie viel sie interpretieren können und somit dem Leser diese Aufgabe abnehmen. Letztlich passte es aber zu der engen Beziehung der beiden. Bei einer anderen Geschichte hätte ich es wahrscheinlich nicht so gut gefunden.

Die Charaktere:
Bei beiden Charakteren muss man sich damit abfinden, dass sie natürlich nicht mitkriegen, dass der andere etwas für sie fühlt. Jedenfalls zunächst nicht. Das möchte ich einfach einmal vorwegnehmen, weil ich weiß, dass einige Leser sich von so etwas schnell genervt fühlen. Für mich passte es allerdings, weil da tatsächlich immer eine Ahnung bei beiden ist und sie ihre Zuneigung auch irgendwo zeigen, auch wenn sie es nicht genau benennen. Das machte es für mich sehr viel authentischer und letztlich auch nicht so naiv.
Jetzt zu den einzelnen Protagonisten.
Violette ist mir irgendwie sofort ans Herz gewachsen. Sie ist tollpatschig, liebt Schokolade und hat einen komischen Humor. Es ist toll, es aus ihrer Perspektive zu erleben, da sie alles so herrlich unkompliziert und irgendwie doch verquer sieht. Ihre ehrliche Art macht sie dazu super sympathisch und es hat mir sehr gefallen, dass sie Fehler eingestehen und verzeihen kann. Ebenso wie Loan. Das hat die Geschichte an mehr als einer Stelle gerettet.
Natürlich ist sie auch etwas naiv. Ich denke bei dieser Ausgangssituation muss es fast so ein. Schließlich hat man nicht einfach so mit dem besten Freund Sex und nichts verändert sich, aber sie ist auch noch jung und darf Fehler und Dummheiten machen meiner Meinung nach. Loan ist da der passende Gegenpart, der die Vernunft bewahrt und sich für sie beide Gedanken macht.
Wo wir schon dabei sind: Loan. Er ist der Typ zurückhaltend, beschützend, gutmütig, aber auch in sich gekehrt und kämpferisch. Ich habe es sehr genossen, ihn kennenzulernen. Die Sache mit seiner Ex-Freundin lässt ihn immer wieder in Gedanken versinken und so habe ich bei ihm bildlich den Grund dafür gesehen, dass er Violette erst so spät als seine „wahre Liebe“ wahrnimmt. Er trägt viel mit sich rum und hat jede Menge Schutzmechanismen um sich herum aufgebaut. Ich finde ihn einfach toll. (Nur im Epilog war ich etwas über seine Entwicklung überrascht.)

Zur Geschichte allgemein:
Das Buch beginnt in der Vergangenheit mit dem Kennenlernen. In der Gegenwart wird man dann als Leser vor vollendete Tatsachen gestellt. Ehrlich gesagt war ich ziemlich überrumpelt, dafür aber auch umso gespannter darauf, wie es bis dahin gekommen ist.
Durch die Perspektivwechsel ist alles sehr persönlich und gut nachvollziehbar.
Die eigentliche Situation der „besten Freunde“ fand ich überraschend gut gelöst. Die beiden zeigen ihre Zuneigung zueinander von Anfang an. Die Grenze ist hauchdünn. Kein plötzliches „oh seine Berührung fühlt sich an wie ein Blitzschlag“, sondern: “ ich fühle mich wohl, sie in meinen Armen zu halten“. Das und die Entwicklung dieser Situation hat mir im Laufe der Geschichte mehr und mehr gefallen.
Etwas merkwürdig fand ich es, dass es viele dramatische Dramen gab, diese sich aber immer relativ schnell verliefen oder klärten. Einerseits fand ich das erfrischend und hat die Geschichte locker gehalten – und natürlich für Spannung gesorgt – andererseits kam es mir dann aber auch oft so vor, als hätte man sie nur eingebaut, um die Beziehung enger werden zu lassen. Ein paar Punkte auf einer Skala bis zum vollständigen Vertrauen. So wird Loans Familiengeschichte zum Beispiel noch schneller abgehandelt als Violettes, obwohl seine ihn wesentlich mehr beeinflusst hat.
Dann war da natürlich diese Situation mit dem einem Mal Sex. Ehrlich? Jeder von uns weiß sofort, wie so etwas ausgeht. Mich störte es aber ehrlich gesagt gar nicht so. Wie ich oben bereits erwähnte, habe ich es mit Violettes Naivität vereinbaren können. Loan hat sich entsprechende Gedanken gemacht und schon war es für mich etwas, dass einen Anfang bedeutete. Und so war es dann auch. Dass Violette zu dieser Zeit einen Freund hat, fand ich dann auch irgendwie ganz passend. Es war dieses typische Hin und Her zwischen: ich darf nicht und ich muss und ich will. Ihre Art, die Grenze aufrecht zu erhalten und sich und Loan zu schützen. Denn letztlich ist das Ungewisse das, was uns am meisten Angst macht.
Die Geschichte ließ sich für mich super gut lesen und war am Ende wirklich sehr schön gefühlvoll. Es ging nicht zu schnell, ließ aber auch nicht zu lange auf sich warten
Den Epilog fand ich etwas übertrieben, aber er hat letztlich seinen Zweck erfüllt und uns eine Zukunftsaussicht präsentiert.

Fazit:
Eine schöne Geschichte für Zwischendurch, die die Situation „beste Freunde verlieben sich“ sehr schön umgesetzt hat. Sie ließ sich super lesen, hielt viele Gefühle und wunderbare Szenen bereit. Ein solch vertrautes Paar habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Zwischendurch war mir das Drama ein wenig zu unausgefeilt, aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt.

4 von 5 Sterne von mir.

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Dark_Rose Dark_Rose

Veröffentlicht am 03.12.2019

Zu viele Klischees und zu langgezogen für mich

Achtung: Teil 1 einer Reihe!


Als der Aufzug ihrer Wohnung stecken bleibt lernt Violette ihren Nachbarn Loan kennen und schnell sind die beiden beste Freunde. Sie sind unzertrennlich und stehen sich so ... …mehr

Achtung: Teil 1 einer Reihe!


Als der Aufzug ihrer Wohnung stecken bleibt lernt Violette ihren Nachbarn Loan kennen und schnell sind die beiden beste Freunde. Sie sind unzertrennlich und stehen sich so nah, wie es nur möglich ist. Als Violettes Freund ihr eröffnet, dass es ihm zu viel Verantwortung wäre mit einer Jungfrau zu schlafen – Violette ist eine, obwohl sie ihrem Freund gegenüber das verneint – beschließt sie mit Loan zu schlafen und setzt damit eine Ereigniskette in Gang, mit der sie nie gerechnet hätte.


Puh. Zu allererst: das Buch hat wirklich schöne Szenen und auch wirklich ergreifende Momente, aber leider ist es für mich viel zu langgezogen. Die Handlung zieht und zieht sich und ist selbstverständlich gespickt mit Verwicklungen, Enthüllungen und Wendungen. Leider wird auch hier wieder zu Klischees gegriffen.

Violette ist an sich schon sympathisch, sie ist eben ziemlich durchgeknallt, aber nett. Doch je weiter das Buch ging, desto mehr wurden ihre Merkwürdigkeiten fragwürdiger. Ihre Witze wurden geschmackloser und sie neigte immer mehr zu Überreaktionen und Dramatik. Wenn man ihre Geschichte erfährt, tut sie einem schon leid und man versteht, warum sie sich in manchen Beziehungen so verhält, wie sie es tut. Aber ihre Eigenarten wurden für mich immer unsympathischer. Der Zweck dessen war offensichtlich: nur Loan mag sie wie sie ist, nur Loan versteht sie, etc.

Loan tat mir ebenfalls leid, was seine Vergangenheit angeht. Er war echt süß zu Violette, aber auch er hat seine Fehler, was gut ist. Die beiden waren echt niedlich zusammen, aber mir hat sich das alles viel zu sehr gezogen.

Die übrigen Charaktere waren für mich durchmischt. Zoe mochte ich leider nicht. Sie war mir zu ich-bezogen und hat die Wahrheit immer verdreht, bis alles nach ihrem Willen ging. Da hat sie mich leider an jemanden erinnert und das hat mich entschieden gegen sie eingenommen.
Jason und Ethan fand ich da deutlich netter, vor allem Ethan.
Clement konnte ich ganz am Anfang leiden, ich fand ihn sogar süß, aber ziemlich schnell fand ich ihn ziemlich doof. Am Ende hat er sich als super A... erwiesen. Mir hat es nicht wirklich gefallen, wie diese ganze Dreiecksgeschichte, die eigentlich strenggenommen immer wieder auch mal ein Viereck war und manchmal weder noch, sich entwickelt hat. Ich habe da so oft die Augen verdreht. Da haben sich alle beteiligten echt wie kleine Kinder benommen, höchstens wie Teenies, sowas von unreif!


Fazit: Ich war echt gespannt auf das Buch. Mir hatte die Leseprobe so gut gefallen. Leider hat mich das Buch ziemlich schnell frustriert. Es war nichts Neues. Es wurden jede Menge stereotype Charaktere und eine mit Klischees vollgestopfte Story in einen Mixer geworfen und heraus kam dieses Buch. Das ist einfach schade! Es hätte wirklich etwas werden können.
Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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jamjam jamjam

Veröffentlicht am 03.12.2019

Tausend Mal berührt...

...tausend Mal ist nichts passiert. Tausendundeine Nacht...

Seit einem Jahr sind sie die besten Freunde – Loan und Violette. Am Silvesterabend waren sie in einem steckengebliebenen Fahrstuhl eingeschlossen, ... …mehr

...tausend Mal ist nichts passiert. Tausendundeine Nacht...

Seit einem Jahr sind sie die besten Freunde – Loan und Violette. Am Silvesterabend waren sie in einem steckengebliebenen Fahrstuhl eingeschlossen, und diese Begegnung hat sie zusammen geschweißt. Nach kurzer Zeit ziehen sie in eine WG zusammen, teilen sich Bad, Küche, manchmal die Zahnbürste und rein platonisch auch das Bett.
Doch unterschwellig spürt man schon das Kribbeln zwischen den beiden, da besteht eine tiefe Verbundenheit und als Violette ihre Jungfräulichkeit „loswerden“ will, bittet sie Loan um diesen Gefallen…
„Never too close“ ist der Debütroman einer erst 22jährigen Jungautorin, und sie hat da eine beachtliche Leistung vorgelegt! Selbst ein großer Fan von Christian Grey und E. L. James hat sie sich an dieses Buch herangewagt, das mit einigen prickelnden Szenen aufwarten kann. Für mich lebt es aber vor allem dadurch, dass man die Anziehung zwischen den beiden Protagonisten in jeder Zeile spürt.
Violette ist eine flippige Studentin, deren großer Traum es ist, für eine große Kette Unterwäsche zu designen. Sie ist chaotisch, löffelt Nutellagläser leer und verbreitet rund um sich Chaos. Ganz im Gegensatz ist der Feuerwehrmann Loan ruhig, spricht immer mit ruhiger Stimme, sieht den Menschen um ihn herum kaum in die Augen und verrät selten etwas aus seiner Vergangenheit. Erst ahnen die beiden gar nicht, dass sie mit ihrer Familiengeschichte mehr verbindet, als sie für möglich gehalten hätten. Beide haben unter ihrer Mutter gelitten, jeder auf seine eigene Weise. Seither hat Violette Panikattacken und Loan sich in sich zurückgezogen.
Es war bewegend zu lesen, wie die beiden sich aneinander reiben und aneinander wachsen. Man spürte in ihren Worten, in ihrem Umgang miteinander eine so große Verbundenheit und Freundschaft, die durch den „Gefallen“ auf eine große Probe gestellt wird. Aber auch in anderen Bereichen fordern und fördern sie einander, unterstützen sich, wie man es sich von einem Freund nur wünschen kann. Gerade diese Passagen habe ich sehr genossen.
Die Geschichte selbst ist klassisch und vorhersehbar, teils mit den „üblichen“ Verwicklungen – aber es muss nicht immer das Rad neu erfunden werden, um gut zu unterhalten. Morgan Moncomble erzählt den doch recht klassischen Plot auf so gefühlvolle, realitätsnahe Weise mit frischen Elementen gekoppelt. Man spürt auch die französische Lebensart, generell eine Körperlichkeit, die wir eher distanzierten Deutschen/Österreicher nicht so leben. Auch Violettes typisch französischer Schmollmund und ihre Launenhaftigkeit spalten wohl die Meinungen. Denn manchmal wirkt sie dadurch auch unreif, für mich aber eine Eigenheit, die interessant war. Ich musste auch über manche Redewendung schmunzeln und tauchte ein wenig in die Unbekümmertheit des Studentenlebens und die Verzauberung der ersten großen Liebe ein!
Ich gebe zu, im letzten Drittel hatte ich mit dem Verlauf der Geschichte etwas zu kämpfen, konnte ich manche Handlungen einfach nicht verstehen bzw. hätte ich sie und das damit verbundene Drama gar nicht mehr gebraucht. Doch diese kleinen Momente konnten mein Lesevergnügen nicht trüben!
Ich bin nicht die klassische New Adult Leserin, aber Morgane Moncomble hat mich mit ihrer Geschichte und vor allem den Gefühlen, die sie beschreibt und auch bei mir ausgelöst hat, sehr mitgenommen und gut unterhalten!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Morgane Moncomble

Morgane Moncomble - Autor
© Morgane Moncomble

Morgane Moncomble ist 22 Jahre alt und studiert in Paris an der Sorbonne Literatur. Bereits mit zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, doch erst 2015 begann sie, ihre Werke auf der Schreibplattform Wattpad zu veröffentlichen. Sie mag es zu verreisen und liebt Schokolade und Weihnachtsfilme.

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