Unendlich wir
 - Amy Harmon - PB

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14,99

inkl. MwSt.

LYX
Paperback
New Adult
416 Seiten
ISBN: 978-3-86396-080-3
Ersterscheinung: 02.04.2015

Unendlich wir

Übersetzt von Corinna Wieja, Jeannette Bauroth

(47)

Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte … und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, in Las Vegas, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er die junge Frau auf der Brücke in New York. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen … "Eine Geschichte über das Über-sich-Hinauswachsen mit Herzklopfen, Witz und viel Tragik ... Echt schön!" WDR 1Live

Rezensionen aus der Lesejury (47)

Fcl_reading Fcl_reading

Veröffentlicht am 08.03.2021

Starker Anfang, schwächeres Ende

In Infinity plus one geht es um Bonnie und Clyde. Bonnie ist eine sehr bekannte Sängerin und tourt durch die ganze Welt. Doch dann wird sie schrecklich von ihrer eigenen Familie hintergangen und sieht ... …mehr

In Infinity plus one geht es um Bonnie und Clyde. Bonnie ist eine sehr bekannte Sängerin und tourt durch die ganze Welt. Doch dann wird sie schrecklich von ihrer eigenen Familie hintergangen und sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Mitten in der Nacht will sie sich von einer Brücke stürzen - und wird von Clyde gerettet. Ein Kerl mit dunkler Vergangenheit und einer Vorliebe für Mathematik. Gemeinsam beschließen sie nach Vegas zu fahren, doch Bonnie ist immer noch ein bekannter Star und ihr plötzliches Verschwinden sorgt für Unruhe...

( SPOILER WARNUNG )

So weit so gut. Der Klappentext konnte mich hier wirklich überzeugen. Ich wollte eine Geschichte lesen, die einmal das komplette Gegenteil an Klischees ist. Normalerweise ist es ja so, dass der Mann eine Berühmtheit ist und die Frau ein Niemand. Hier war es genau umgekehrt.
( Im folgenden wird es SPOILER zu der Geschichte geben )

Die Einleitung zur Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Er war stark und ich konnte mich wunderbar in Bonnie hineinversetzen. Ihre Gefühle wurden gut rüber gebracht genauso wie ihre Motive. Es war alles so gut nachvollziehbar, dass es realistisch erschien. Auch hat mir die Beziehung von Bonnie und Clyde gefallen, die am Anfang eine Art Hass-Liebe für einandern hatten. Clyde hatte so viele Möglichkeiten Bonnie einfach im Stick zu lassen, hat es aber nicht getan.Ihn habe ich auch von Anfang an ins Herz geschlossen.Als dann auch noch relativ schnell der Moment kam in dem der Titel des Buches Sinn ergab, dachte ich ein wirklich gutes Buch gefunden zu haben.
Leider ging die Spannung dann aber auf den nächsten Seiten verloren. Bonnie und Clyde haben gefühlt jeden in ihren Auto mitgenommen und sich nach nur einer Woche ihre große Liebe gestanden. ( Eine Woche! ) Das fand ich dann doch schon etwas schnell, aber darüber hätte ich persönlich "hinweg sehen" können, hätten sie dann nicht auch noch in Vegas geheiratet....
Wer heiratet bitte völlig nüchtern einen Kerl den man nur eine Woche lang kennt? Wurde die Geschichte im laufe des Buches immer unrealistischer, hat sie hier ihre komplette Glaubwürdigkeit verloren.
Während ihrer Ein wöchigen Spritztour wurden Bonnie und Clyde dann auch noch unaufhörlich von den Medien und der Polizei gejagt, weil Clyde Bonnie angeblich entführt haben sollte...
Ein Anruf bei ihrem Manager oder der Polizei, meinetwegen auch ein kurzer Post auf Social Media hätte all das sofort beenden können. Hier habe ich Bonnies Entscheidungen dann irgendwann nicht mehr nachvollziehen können. Und auch als gefeierter Star durch Vegas laufen und nicht erkannt werden? Warum nicht.

Trotzdem hatte das Buch auch ein paar schöne Momente, besonders zwischen Bonnie und Clyde. Beide sind komplett anders und können den anderen doch wirklich gut verstehen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir auch besonders gut gefallen. Dieser, zusammen mit dem starken Anfang hat mich dann doch in die Geschichte hineingezogen. Wirklich schade war am Ende dann einfach dass es extrem unrealistisch wurde. Normalerweise kann ich über ein paar unrealistische Sachen in Büchern hinweg sehen, da natürlich auch nicht immer alles Wirkloch real erscheinen muss, aber hier wurde es dann leider doch etwas zu viel.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Mipha Mipha

Veröffentlicht am 08.03.2021

"In dieser Nacht sind wir beide gesprungen, haben beide losgelassen, sind beide gefallen."

_"Dein Name bedeutet Infinität, also Unendlichkeit." Dann deutete ich auf mich und sagte: "Plus eins. Das ergibt zwei, du Genie. Unendlich wir, sozusagen."_ - Bonnie Rae Shelby

Bonnie Rae scheint ein ... …mehr

_"Dein Name bedeutet Infinität, also Unendlichkeit." Dann deutete ich auf mich und sagte: "Plus eins. Das ergibt zwei, du Genie. Unendlich wir, sozusagen."_ - Bonnie Rae Shelby

Bonnie Rae scheint ein Leben zu haben, dass jeder andere auch gern hätte. Berühmt, reich, talentiert und unfassbar beliebt. Doch der Schein trügt. Obwohl sie all das und noch so viel mehr hat, spürt sie eine innere Leere, die sie aufzufressen droht. Ihr ganzes Leben ist ein Scherbenhaufen und sie will nichts anderes, als besagtes Leben zu beenden.

Finn Clyde ist ein Niemand. Ein Ex Häftling, der es im Leben zu nichts gebracht hat. Das Einzige, was er beherrscht, ist die Mathematik, wo im Rest seines Lebens der Sinn fehlt, ist sie in der Mathematik stehts da. Um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, will er von vorne Anfangen und will dafuer seine Heimat verlassen. Doch so wie es im Leben Nuneinmal ist, verläuft nicht alles nach plan. Als er am Abend seiner abreise ein junges Mädchen auf einer Brücke sieht, soll sich sein für immer verändern..

_„In dieser Nacht sind wir beide gesprungen, haben beide losgelassen, sind beide gefallen.“_

Der Schreibstil von Amy Harmon hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Sie schreibt wirklich flüssig, locker, leicht und angenehm. Neben den eigentlichen Kapiteln erhält man zu Beginn immer einen Einblick in die Medien und wie die Geschichte von Bonnie und Clyde nach außen wirkt, was meiner Meinung nach wirklich super umgesetzt wurde.

Bonnie, aber auch Clyde waren für mich zwei Charaktere, die unfassbar unterschiedlich, aber dennoch beide sehr liebenswürdig waren. Obwohl mir Bonnie mit ihren unüberlegten und sehr impulsiven Art und Weise manchmal meine Nerven geraubt hat, war sie mir sympathisch. Ihre Gedanken, wie sie fühlt - es war toll. Auch Clyde war wundervoll. Obwohl er eher ruhig und bedacht war, war er dennoch emotional, sobald es um Bonnie ging.

Die gesamte Geschichte ist als ein spannender, emotionaler und auch witziger Road Trip gehalten. Immer wieder lehnt sich das Ganze an die ursprünglichen Bonnie und Clyde an, was mir unfassbar gut gefällt. Wobei mir die Bonnie und Clyde, die Amy Harmon geschaffen hat, noch mehr gefallen.

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Luna0501 Luna0501

Veröffentlicht am 07.03.2021

Schön, aber man braucht Geduld

Bonnie und Clyde. In dem Fall der Superstar und das Mathegenie. Bezeichnungen, die zwar einen großen Teil ihres Wesens zeigen, aber trotzdem nur eine einzige Seite betiteln. Denn wir bestehen ja wohl aus ... …mehr

Bonnie und Clyde. In dem Fall der Superstar und das Mathegenie. Bezeichnungen, die zwar einen großen Teil ihres Wesens zeigen, aber trotzdem nur eine einzige Seite betiteln. Denn wir bestehen ja wohl aus einer Summe von Eigenschaften, die uns beschreiben. Aber wenn die Gesellschaft uns einen Titel aufdrückt, ist das ziemlich schwer, vor allem in den Medien, diesen wieder los zu werden. So geht es auch Bonita Rae Shelby, die nach dem Tod ihrer Schwester einfach nur mal sie selbst sein muss, Zeit braucht um zu trauern, und deren schicksalshafter Retter ausgerechnet Infinity Clyde sein soll – ein junger Mann mit einem Hakenkreuz auf der Brust. Aber… Vorurteile, ihr wisst schon.

Amy Harmon hat in dieses Buch eine ganz andere Geschichte gepackt, als ich es erwartet hätte. Klar, ein cooler Roadtrip à lá Bonnie und Clyde ist dabei. Die Medien machen, wie beim berühmten gleichnamigen Paar eine Verbrecherserie daraus, dabei tun die zwei was ganz anderes : Sie retten die Welt. Aber die Geschichten der Personen sind so so anders. Tiefgründiger.

Nicht nur einmal hat mich die Autorin sehr berührt. Die Verzweiflung beider Charaktere ist greifbar und auch unterschiedliche Ängste schwingen die ganze Zeit mit. Ich hatte Tränen in den Augen und musste trotzdem oft schmunzeln, da wohl niemand Bonnie Rae Shelby etwas abschlagen kann.

Bonnie und Clyde sind auch so ganz anders, als ich erwartet hätte. Da gibt es erstmal nur wenig Liebesgeschichte, denn Clyde ist verschroben und vorsichtig. Er hilft ihr zwar, wird aber eher von der jungen Frau überfahren. Sie überrumpelt ihn mit so vielen Dingen, dass ich mich schon gefragt habe, wann dieser in sich gekehrte Typ ausflippt. In seinem Innern brennt auf jeden Fall ein Feuer, wobei er erstmal merken muss, dass er genauso viel wert ist, wie alle anderen Menschen und seine temperamentvolle Seite ruhig raus lassen darf. Ich liebe seine mathematische Denkweise und fand es sehr authentisch, wie die Autorin sich da rein gearbeitet hat. Er glaubt halt an andere Dinge, was ihn aber nicht wirklich zugänglicher macht.

Bonnie ist dafür recht religiös. Die alten Kirchenlieder aus ihrer Kindheit in armen Verhältnissen geben ihr Kraft. Sie glaubt auch an das Schicksal und an Vorherbestimmung. Überhaupt singt Bonnie in jeder Situation aus allen möglichen Gründen. Sie ist eigentlich ein sehr verrückter, fröhlicher Mensch, doch das andere sie so ausgenutzt haben, hinterlässt Spuren in der Seele der jungen Frau. Sie ist einfach fertig mit der Welt und braucht ein extra Aufbauprogramm ohne die Glitzerwelt. Dabei findet sie eine ganz neue Stärke in sich und das spürt man als Leser einfach

Auf der einen Seite hat mir “Infinity Plus One ” so viel gegeben. Auf der anderen verstrickte sich Amy Harmon oft in Gedanken oder ausufernden Vergangenheitsbewältigungen. Ich verstehe, was sie damit bezwecken wollte, aber es zog das Buch manchmal derartig in die Länge, dass ich ein wenig brauchte um die Motivation zum weiterlesen zu finden. Auch die gefühlvollen Momente zwischen Bonnie und Clyde litten darunter. Zum Schluss ging es dafür so schnell, dass ich nicht mitkam. Es war leider nicht so ganz ausgewogen.

Ich würde wieder zu einem Buch der Autorin greifen, kann dieses hier aber nur bedingt empfehlen. Man braucht Geduld und auch ein wenig Interesse an besonderen Menschen mit besonderen Talenten und Eigenarten.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Cschumann1603 Cschumann1603

Veröffentlicht am 07.03.2021

Moderne Bonnie & Clyde - Geschichte

Ich habe mich sehr auf die Geschichte von Bonnie & Clyde gefreut, weil die Leseprobe mich schon sehr in Ihren Bann gezogen hat und ich auch sonst ein großer Fan von Amy Harmon’s Schreibstil bin.

Das ... …mehr

Ich habe mich sehr auf die Geschichte von Bonnie & Clyde gefreut, weil die Leseprobe mich schon sehr in Ihren Bann gezogen hat und ich auch sonst ein großer Fan von Amy Harmon’s Schreibstil bin.

Das Konzept hier eine moderne Bonnie & Clyde - Geschichte zu schreiben hat mir sehr gefallen und ich fand die Idee super. Die beiden sind meiner Meinung nach wirklich interessante Persönlichkeiten und deswegen war ich auf die Neuinterpretation schon sehr gespannt.

Bonnie als die bekannte Sängerin die sie ist und Finn als der Mathematik-Fantiker sind im ersten Moment wahrscheinlich eine ungewöhnliche Kombination, aber in den meisten Geschichten sind ja gerade diese Charaktere diejenigen, die am besten zueinander passen.
Bonnie ist meiner Meinung nach eine spannende Persönlichkeit, die auch sympathisch war, aber oft im Laufe der Geschichte für mich unlogisch und unüberlegt gehandelt hat.
Finn war der verschlossenere von beiden und auch für mich greifbarere und logisch-handelndere in der Geschichte.

Die Reise der beiden quer durchs Land mitzuerleben war, meiner Meinung nach, wirklich spannend, leider haben sich aber im Laufe des Buches immer mehr Situationen ergeben, die mir nicht mehr allzu gut gefallen haben und die die ganze Geschichte etwas unlogisch haben erscheinen lassen. Gerade das letzte Drittel hat mir leider nicht mehr allzu gut gefallen und hat mir einfach zu viel in zu kurzer Zeit abgehandelt und auch zu viel „gewollt“.

Ich mochte den Schreibstil jedoch wieder sehr gern. Amy Harmon schreibt sehr schön flüssig und auch emotional, was mir gut gefallen hat.
Auch die Rückblenden von beiden Charakteren fand ich schön, da man so die Verbindung zwischen beiden und Ihrer Vergangenheit besser greifen könnte.
Außerdem bin ich ein großer Fan von Geschichten, die aus der Perspektive von beiden Personen spielen, ich hätte mir lediglich gewünscht, dass die Kapitel unterteilt sind oder man irgendwie kenntlich gemacht bekommt, aus welcher von beiden Sichten man gerade liest, weil mich das manchmal etwas aus der Geschichte gebracht hat.

Alles in allem eine recht interessante Geschichte, die einen spannenden Grundgedanken hatte, für mich aber leider etwas zu viel war.

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eleasspirit eleasspirit

Veröffentlicht am 07.03.2021

Ein spannendes Abenteuer mit kleinen Schwächen

Inhalt:
Bonnie Rae Shelby ist ein Weltstar und scheint ihren großen Traum zu leben. Doch hinter der Fassade, die sie auf der Bühne auflegt, steckt ein leidendes Mädchen, das den Tod ihrer Schwester zu ... …mehr

Inhalt:
Bonnie Rae Shelby ist ein Weltstar und scheint ihren großen Traum zu leben. Doch hinter der Fassade, die sie auf der Bühne auflegt, steckt ein leidendes Mädchen, das den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten hat.
Finn Clyde ist ein vermeintlich unscheinbarer, junger Mann, in dem ein brillanter Mathematiker schlummert. Aufgrund seiner schwierigen Vergangenheit sehnt er sich nach einem Neuanfang weit weg von Zuhause.
Nachdem Clyde Bonnie davon abhält, von einer Brücke zu springen, beginnt für die beiden eine abenteuerliche Reise.

Meine Meinung:
Das Cover des Buches hat mich auf den ersten Blick angesprochen. Die schlichte Gestaltung und die Farben gefallen mir super gut.
„Infinity plus one“ war das erste Buch, das ich von Amy Harmon gelesen habe. Durch ihren lockeren Schreibstil lässt es sich sehr leicht und flüssig lesen. Ein wenig gestört hat mich jedoch die abwechselnde Erzählung in der Ich- und Er-Form, der mit dem Perspektivenwechsel einhergeht. Das hat mich leider ziemlich irritiert und meinen Lesefluss gestört.

Die Handlung hat ziemlich stark begonnen, wodurch die Hoffnung auf eine spannende Geschichte groß war. Diese Hoffnung wurde tatsächlich bis zum Ende hin nicht zerstört, da ich zu keinem Zeitpunkt eine Ahnung hatte, wie das Buch enden wird. Die Handlung war außergewöhnlich unvorhersehbar und inhaltlich etwas Neues, was ich in dieser Art noch nie gelesen habe.
Leider muss ich aber sagen, dass die Handlung zunehmend unrealistischer wurde. Es gab ein paar Situationen, die so überraschend und unpassend kamen, dass sie mich gestört haben. Im Laufe des Buches habe ich die Erwartung an eine realistische Geschichte einfach abgestellt, um nicht weiter enttäuscht zu werden.
Im Großen und Ganzen hat die Spannung aber wirklich überwogen, sodass mir die Handlung sehr gut gefallen hat.

Die Protagonisten waren mir beide sehr sympathisch. Bonnie ist trotz ihrer Berühmtheit total bodenständig und überhaupt nicht überheblich. Stattdessen hat sie ein unfassbar großes Herz, ist hilfsbereit und sehr empathisch. Unter anderem dadurch, dass sie jedem jederzeit versucht zu helfen, wirkt sie auf mich ein wenig naiv und unvernünftig. Diese Eigenschaft macht sie für mich jedoch nur noch sympathischer und menschlicher, sodass ich mich oft mit ihr identifizieren konnte.
Nichtsdestotrotz hat Clyde mir noch besser gefallen als Bonnie. Seine mathematische Begabung hat mich sehr fasziniert und sprachlos gemacht. Passend dazu denkt er im Gegensatz zu Bonnie stets rational, wodurch mir die Dynamik der Charaktere super gefallen hat. Einerseits haben sie sich perfekt ergänzt, andererseits hat es zu einigen Konflikten geführt. Durch eben diese rationale Art hat Clyde anfangs noch ein wenig kühl und distanziert gewirkt, was sich jedoch komplett gewendet hat, als er sich Bonnie geöffnet hat und man mehr über ihn erfahren konnte.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um die romantische Verbindung zwischen Bonnie und Clyde zu spüren, da sie auf mich mehr wie gute Freunde gewirkt haben. Das hat sich im Laufe der Handlung zwar geändert, sodass ich die Entwicklung durchaus nachvollziehen konnte; das große Gefühl kam trotzdem nicht auf. Es hat mich emotional nicht allzu sehr gepackt und mitgenommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Infinity plus one“ eine coole Neuinterpretation von Bonnie & Clyde ist, die sich sehr leicht lesen lässt und unglaublich viel Spannung bereithält. Wer jedoch auf der Suche nach einer komplett realistischen und authentischen Geschichte ist, ist mit dem Buch nicht gut bedient. Mir persönlich hat es dennoch sehr gut gefallen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Amy Harmon

Amy Harmon - Autor
© Hiskey Photo

Amy Harmon wusste schon als Kind, dass sie einmal Schriftstellerin werden würde. Aufgewachsen umgeben von Weizenfeldern und ohne Fernseher hat sie ihre Freizeit mit Singen und Lesen verbracht und bald selbst eigene Lieder und Geschichten geschrieben. Später arbeitete sie als Lehrerin und war Mitglied des Saints Unified Gospel Chors, der 2005 einen Grammy erhielt.

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