Wild Hearts - Kein Blick zurück
 - T. M. Frazier - PB

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12,90

inkl. MwSt.

LYX
Paperback
New Adult
304 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0831-2
Ersterscheinung: 29.03.2019

Wild Hearts - Kein Blick zurück

Übersetzt von Anja Mehrmann

(154)

Sie wusste nicht, dass so etwas wie Liebe tatsächlich existiert. Doch dann traf sie ihn
Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem Nachbarn Finn gerechnet. Der gut aussehende Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt – und Gefühle in ihm weckt, die er seit Jahren tief in seinem Herzen verschlossen hält!
"Unberechenbar, rau, bewegend und unglaublich fesselnd!" USA TODAY
Band 1 der OUTSKIRTS-Reihe von USA-TODAY-Bestseller-Autorin T. M. Frazier

Rezensionen aus der Lesejury (154)

Stephie2309 Stephie2309

Veröffentlicht am 08.11.2019

ein sehr gelungener New Adult Roman, dessen überraschendes Ende eine vielversprechende Fortsetzung in Aussicht stellt

Wild Hearts – Kein Blick zurück ist ein empfehlenswerter und trotz kleinerer Schwächen insgesamt sehr gelungener New Adult Roman und Auftakt zur Outskirts Dilogie von T.M. Frazier.
Die Geschichte um Finn ... …mehr

Wild Hearts – Kein Blick zurück ist ein empfehlenswerter und trotz kleinerer Schwächen insgesamt sehr gelungener New Adult Roman und Auftakt zur Outskirts Dilogie von T.M. Frazier.
Die Geschichte um Finn und Sawyer wird abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt, wobei der Anteil an Kapiteln aus Sawyers Sicht vor allem zu Beginn noch deutlich größer ist. Dadurch kann man sich in beide Figuren gut hineinversetzen und sie unabhängig vom Eindruck des anderen besser kennenlernen. Außerdem weiß man so stets, was sie tatsächlich übereinander denken.

Mit Sawyer fühlt man sich auf Anhieb verbunden und man fiebert vom ersten Moment an richtig mit ihr mit. Sie ist liebenswert, stark und weiß auch die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen. Man kann sich kaum vorstellen, wie es für sie gewesen sein muss in einer fundamentalistischen Gemeinschaft und zugleich mit einem gewalttätigen, alkoholabhängigen Vater aufzuwachsen. Trotzdem ist sie mutig genug, um ihr altes Leben von heute auf morgen hinter sich zu lassen. Umso mehr freut man sich daher mit ihr über ihre Flucht, ihre neu gewonnene Freiheit und die vielen ersten Male, die sie mit der Zeit erlebt.

Statt aus Prinzip einfach genau das Gegenteil von dem zu tun, was man einst von ihr erwartet hat, beginnt sie alles, was man ein Leben lang versucht hat ihr einzutrichtern, genau in Frage zu stellen und herauszufinden, womit sie selbst sich wohl fühlt. Sie erkennt, wie verkehrt und rückständig die Ansichten ihrer ehemaligen Gemeinschaft sind und kostet nun ihre Freiheit aus, was wundervoll anzusehen ist. Außerdem macht sie keine ihrer neuen Erfahrungen zu einem schlechteren Menschen, ganz im Gegenteil.

Bei Finn dauert es hingegen ein wenig länger bis man ihn wirklich ins Herz schließt. Anfangs wirkt er überaus mürrisch, unfreundlich und unnahbar. Er wird von Schuldgefühlen geplagt und kann sich nicht von der Vergangenheit befreien. Diese unliebsamen Emotionen versucht er in Alkohol zu ertränken, was von der Autorin allerdings zu sehr verharmlost wird. Erst seine unerwünschte Nachbarin holt Finn langsam wieder in die Gegenwart zurück und dieser Prozess ist sehr schön zu beobachten. Er lässt Sawyer nach und nach näher an sich heran, öffnet sich seiner Umgebung und wird wieder der Mensch, der er vermutlich einst war.

Finn und Sawyer sind ein wunderbares Paar, das sich im Rahmen einer authentischen Entwicklung erst langsam näher kommt. Sie ergänzen sich prima und lösen völlig neue Gefühle im jeweils anderen aus. Das geht selbst Finn so, obwohl er im Unterschied zu Sawyer natürlich deutlich erfahrener ist. Er ist ihr gegenüber immer verständnisvoll und geduldig. Er drängt sie zu nichts, sondern passt sich vollständig ihrem Tempo an. Die dazugehörigen Sexszenen sind recht ansprechend beschrieben, zum Teil aber auch ein wenig übertrieben bzw. werden Sawyer und Finn ab einem gewissen Zeitpunkt einfach eine Spur zu oft intim. Weniger wäre hier also mehr gewesen. Schön ist insofern jedoch, dass Finn wirklich nur einvernehmlich handelt und sich diesbezüglich stets bei Sawyer versichert.

Neben Finn und Sawyer gibt es darüber hinaus noch einige tolle Nebencharaktere, die Sawyer nach ihrer Ankunft in Outskirts unterstützen und die man dafür einfach lieben muss. Dazu zählen insbesondere die selbstbewusste Polizistin Josh und Sawyers Chef Critter.

Die Handlung ist durchgängig fesselnd, vor allem wegen der prickelnden Liebesgeschichte, weist allerdings ein paar Logikfehler bzw. Fehler im Ablauf auf, vermutlich weil nachträglich Szenen getauscht wurden. Manchmal erscheint sie einem Zwischendurch zudem etwas lückenhaft, so als fehlte eine Szene oder zumindest ein nachvollziehbarer Übergang. Auf den letzten Seiten wird es dann noch richtig spannend und der Cliffhanger am Ende macht einen nahezu sprachlos. Man ist regelrecht entsetzt, dass das Buch an dieser Stelle endet, noch dazu mit einer so schockierenden Wendung. Genau genommen erwarten den Leser am Schluss sogar zwei Enthüllungen, doch nur eine davon hat man kommen sehen.

Danach möchte man folglich am liebsten sofort zur Fortsetzung greifen, die inzwischen glücklicherweise schon erschienen ist. Man ist gespannt darauf wie es mit Sawyer und Finn weiter geht, sehnt sich nach Antworten auf die vielen, offenen Fragen und sieht der zwangsläufig bevorstehenden, erneuten Begegnung zwischen Sawyer und ihrem Vater sowie seiner Reaktion auf seine völlig veränderte Tochter erwartungsvoll entgegen.

*FAZIT*
Wild Hearts – Kein Blick zurück ist, von wenigen Kritikpunkten abgesehen, ein sehr gelungener New Adult Roman, dessen überraschendes Ende eine vielversprechende Fortsetzung in Aussicht stellt, deren Lektüre man nun kaum noch erwarten kann.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

book-wide book-wide

Veröffentlicht am 30.10.2019

Viel Potenzial verschenkt

Zum Inhalt:
Sawyer Dixon wächst in einem sehr konservativen Umfeld auf. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter kommt sie mithilfe der Informationen ihrer Mutter nach Outskirts - einem Ort mitten im Nirgendwo. ... …mehr

Zum Inhalt:
Sawyer Dixon wächst in einem sehr konservativen Umfeld auf. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter kommt sie mithilfe der Informationen ihrer Mutter nach Outskirts - einem Ort mitten im Nirgendwo. Dort auf einem Stück Land lernt sie Finn Hollis kennen, einen eher unfreundlichen und verschrobenen Mann, der sich vor aller Welt zu verschließen scheint. Doch mit der Zeit kommen Geheimnisse ans Licht, die alles verändern...

Meine Meinung:
Zum Beginn des Buches war ich schon etwas verwirrt, da alles so schnell und komprimiert erzählt wurde. Der Schreibstil ist zwar sehr flüssig, aber ich hatte oft das Gefühl, dass mir gewisse Informationen gefehlt haben, um mir ein Gesamtbild zu machen. Dies hat sich leider durch das gesamte Buch gezogen, weshalb ich auch die Sterne abziehen musste. Trotz allem hat mir die Handlung des Buches sehr gefallen, es war mal etwas anderes und ich fand es sehr beeindruckend, wie stark Sawyer während des gesamten Romans bleibt. Die Liebe, die sich sehr schnell zwischen Sawyer und Finn bildet, finde ich zwar etwas zu unrealistisch, da es wirklich zu flott geht, aber trotzdem konnte ich mich in die Charaktere einfühlen und habe an vielen Stellen über deren Vergangenheit schlucken müssen. Ich glaube das "Wild Hearts" sehr viel Potenzial hat, aber es leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde. Die Figuren sind sehr liebenswert und die Probleme, die angesprochen wurden, sind definitiv ernst zu nehmen. Leider musste ich auch hier einen Punkt abziehen. Ich bin mir sicher, das man tiefer in die Materie hätte eindringen können. Verlust, gebrochene Herzen, häusliche Gewalt und traumatische Erlebnisse sind Themen, die man ernst nehmen muss und für die man eine gewisse Sensibilität braucht. Dies hat mir einfach gefehlt.

Fazit:
Die Idee der Handlung hat mich total überzeugt und ich fand auch die Hauptpersonen Sawyer und Finn sehr authentisch. Leider wurde alles sehr komprimiert gehalten und die wichtigen Themen eher in den Hintergrund gerückt.

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xxxSunniyxxx xxxSunniyxxx

Veröffentlicht am 16.10.2019

Potenzial nicht ausgeschöpft

Ich habe das Buch kürzlich beendet und weiß immer noch nicht wie ich all meine Gefühle dazu in Worte fassen soll. Ich bin immer noch Sprachlos. Dieses Buch ist ganz anders als ihre “King” Reihe. Diese ... …mehr

Ich habe das Buch kürzlich beendet und weiß immer noch nicht wie ich all meine Gefühle dazu in Worte fassen soll. Ich bin immer noch Sprachlos. Dieses Buch ist ganz anders als ihre “King” Reihe. Diese Geschichte ist Sanft, voller tiefer Trauer und Emotionen. Beide Protagonisten haben hier etwas zu verarbeiten und zwar den Tod einer nahe stehenden Person. An sich war die Story genauso wie seine Charaktere echt gut und eigentlich gibt es nichts zu meckern darüber dennoch habe ich etwas gefunden was mich störte. Dazu aber später mehr. Der Schreibstil der Autorin war locker-flüssig aber trotzdem sehr einnehmend und gefühlvoll. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Gerade da es viele Wendungen gibt die einen sehr überraschen.

Zur Geschichte, Sawyer hat in ihren jungen Jahren schon so einiges durch gemacht. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihren gewalttätiger Vater in einer fanatischen und frauenfeindlichen Kirchengemeinde auf. Erst der Selbstmord ihrer Mutter rüttelt etwas in Sawyer wach und bringt sie dazu ihren Vater und die Kirchengemeinde hinter sich zu lassen. Ihr Mutter vererbt ihr ein Stück Land in einem Sumpfgebiet namens Outkirts sowie ein Wohnwagen. Sie ergreift diese Chance sich dort ein neues Leben aufzubauen. Finn seine Liebe des Lebens verloren und kämpft sehr mit sich. Selbst den Lebenswillen hat er gänzlich verloren. Eigentlich möchte er auch lieber sterben aber er bringt es nicht über sich diesen letzten Schritt zu gehen. So lebt der beliebte Goldjunge nun als Einsiedler in den Sümpfen und meidet jeden Kontakt zur Außenwelt. Doch dann trifft er auf Sawyer und überfährt sie beinahe auf dem Highway. Und so nimmt das Schicksal seinen lauf…

Zu den Protagonisten, Finn Hollis trauert um seine große Liebe doch im Gegensatz zu Sawyer stellt er sich nicht der Realität sondern versteckt sich in den Sümpfen um bemitleidet sich selbst. Er war der beliebte Goldjunge der ganzen Stadt. Er war überall gesehen, von Mädchen umschwärmt und alle anderen Jungs respektierten ihn. Doch nach dem Verlust brach er jeden Kontakt zu seinen Freunden ab. Er lebt nur noch für Whiskey und Gras und von den lieben, netten jungen von damals ist nichts mehr zu erkennen. Doch so sehr er seine Ruhe vor anderen Menschen haben möchte macht es ihm Sawyer nicht gerade leicht. Denn Finn ist von ihr und ihrer Unschuld fasziniert und fühlt sich zu Sawyer hingezogen. Gerade zu Anfang ist Finn ein bisschen eigenartig aber sobald man ihn besser kennen lernt und erfährt merkt man eigentlich was für ein netter Kerl er doch ist.

Sawyer Dixon verlässt ihre Heimat und macht sich auf den Weg in ihr neues Leben. Sie möchte alles einmal ausprobieren da sie durch ihren gewalttätiger Vater und der fanatischen und frauenfeindlichen Kirchengemeinde sozusagen hinter Schloss und Riegel gehalten wurde. Ihre Abenteuerlust und Wissendurst ist geweckt und will von an ihr Leben selbst bestimmen. Dabei ist Sawyer aber sehr wütend und zornig auf ihre Mutter das diese sie verlassen und vieles verheimlicht hat. Trotz allem was sie bis jetzt durch gemacht hat geht sie immer mutig voran und sieht zuversichtlich in ihre Zukunft. Klar ist sie dabei manchmal ziemlich naiv und unerfahren aber dies liegt daran das sie unterdrückt aufgewachsen ist.

Wie ich bereits erwähnte habe ich an der Story und an den Charakteren nichts auszusetzen. Auch wenn Finn mir ab und an mit seinem Verhalten ziemlich auf den Strich ging. Trotzdem hat mir das Zusammenspiel von Sawyer und Tom ganz gut gefallen, wie sie aufeinander zu gehen und sich gegenseitig aufbauen. Jeder ist für sich anders mit der Trauer und seinen Ängsten umgegangen, es war nicht ganz perfekt wie sie damit umgegangen sind dennoch war es okay. Was mir hier aber definitiv fehlte waren mehr Sichten von Finn. Ich hätte mir da gerne mehr gewünscht. Er lebt schon solange alleine und lässt so leicht aus diesem tristen Leben ziehen. Das ging mir einfach zu schnell und da hätte ich gerne mehr Gedanken oder Beweggründe gehabt. Auch störte mich ein wenig das gerade das Thema Trauer er später kaum noch präsent sind, da sie ja sein Leben vorher bestimmt hat. Auch ging mir die Liebesgeschichte an sich einfach viel zu schnell. Ich hätte mir da mehr schöne Szenen zwischen den Charakteren gewünscht. Einfach mehr zwischenmenschliches, etwas was die beiden näher zu einander bringt. Insgesamt hätte ich mir generell mehr Tiefe gewünscht damit diese Geschichte länger im Gedächtnis bleibt.

Was mich aber am meisten störte war Finns Ex Freundin, aus Spoiler Gründen werde ich nicht weiter darauf eingehen aber das war so ein Punkt wo ich dachte echt jetzt? Aber wer weiß vielleicht kommt da ja noch was. Dafür habe ich zwei andere Charaktere geliebt. Miller und Josh waren sehr erheiternd und bringen etwas Schwung in die Geschichte. Millers Versuche Josh rum zu bekommen und das so plumper Weise brachte mich sehr zum schmunzeln.



“Wild Hearts – Kein Blick zurück” konnte mich leider nicht komplett von sich überzeugen. Ich habe eine ergreifende und tiefgründige Geschichte die mich zum Tränen rührt erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Es ist eine schöne Geschichte keine Frage dennoch fehlte mir hier etwas. Mir ging die Liebesgeschichte zu schnell, auch hätte ich gerne mehr Sichten von Finn gehabt. Dieser verließ sehr schnell sein Schneckenhaus, ich konnte viele Beweggründe einfach nicht ganz nachvollziehen. Mir fehlte hier etwas das mich mitnahm und mein Herz berührte. Das Ende war aber sehr unerwartet und ist schon ein fieser Cliffhanger, deswegen bin ich trotz allem gespannt auf den nächsten Teil.

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Steffi_liest Steffi_liest

Veröffentlicht am 24.09.2019

Wilde Herzen

"Wild Hearts" von T. M. Frazier habe ich in erster Linie deshalb gelesen, weil die Meinungen in den bereits vorliegenden Rezensionen so stark auseinander gehen. Ich wollte mir selbst eine Meinung bilden ... …mehr

"Wild Hearts" von T. M. Frazier habe ich in erster Linie deshalb gelesen, weil die Meinungen in den bereits vorliegenden Rezensionen so stark auseinander gehen. Ich wollte mir selbst eine Meinung bilden und muss nun sagen, dass ich eher auf der positiven Seite gelandet bin.
Wer bereits andere Bücher von T. M. Frazier kennt, der weiß, dass der Ton an der ein oder anderen Stelle rau ist, dass gerade auch bei den Erotikszenen kein Blatt vor den Mund genommen wird und dass die männlichen Protagonisten durch ihre Kommentare oft ein wenig (oder auch mal ein bisschen mehr) frauenverachtend rüber kommen. Im Falle von Finn und Sawyer kann ich aber gut nachvollziehen, warum Finn ihr gegenüber so besitzergreifend und überbeschützend ist und bin nun vielmehr der Meinung, dass er weniger frauenverachtend als viel mehr von schlimmen Verlustängsten geplagt ist. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob sich in der Kürze der Zeit und ohne die Hintergründe des jeweils anderen zu kennen wirklich so starke Gefühle entwickeln können, aber so ist das nun mal mit Liebesromanen - nach Logik darf man da oft nicht suchen.
Das Buch endet mit einem total fiesen Cliffhanger - auch das kennt man ja schon von anderen Romanen der Autorin. Ich bin wirklich gespannt, wie das weiter geht - momentan kann ich mir noch nicht vorstellen, wie die Geschichte durch die letzte Entwicklung noch plausibel zu Ende geführt werden kann. Wir werden sehen, "Wild Souls" liegt schon auf dem Couchtisch bereit...

Für den ersten Teil der Dilogie, "Wild Hearts", vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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Buchbahnhof Buchbahnhof

Veröffentlicht am 22.09.2019

Die Geschichte konnte mich trotz unmöglichem Protagonisten fesseln

Vorab möchte ich sagen, dass euch meine Rezension vielleicht ein bisschen durcheinander oder unlogisch erscheinen wird. Das kann gut sein, denn ich weiß selber auch nicht so recht, was ich sagen soll. ... …mehr

Vorab möchte ich sagen, dass euch meine Rezension vielleicht ein bisschen durcheinander oder unlogisch erscheinen wird. Das kann gut sein, denn ich weiß selber auch nicht so recht, was ich sagen soll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. So gut, dass Band 2 schon bestellt ist und hoffentlich die nächsten Tage in meinem Briefkasten liegen wird. Aber: ich hatte sehr große Probleme mit dem übergriffigen Verhalten des Protagonisten. Aber nun Eins nach dem Anderen…

Den größeren Part der Geschichte nimmt Saywer ein. Eine junge Frau, die in einer sektenähnlichen Gemeinschaft aufgewachsen ist, auch wenn sie selbst es nicht als Sekte bezeichnet und nach dem Tod ihrer Mutter aus dieser Gemeinschaft ausbricht. Saywer empfand ich von Zeit zu Zeit als ein bisschen übertrieben. Dafür, dass sie 21 Jahre ihres Lebens ihrem Vater gehorchen musste, mit härtesten Mitteln gezüchtigt wurde, wenn sie nicht spurte und das “normale Leben” nicht kennengelernt hat, nahm sie mir alles ein bisschen zu schnell an. Sie überschlug sich förmlich darin neue Dinge auszuprobieren.

Für mich war diese Figur einfach nicht rund. Bei allem, was sie in der Gemeinschaft und vor allem mit ihrem Vater erlebt hat, hätte sie irgendwie ein bisschen gebrochener sein müssen. Spätestens, als Finn ihr droht, ihr die Finger an den Hals legt, sie zu Dingen zwingt, wäre ein Zusammenbruch, ein Zurückziehen, meinetwegen auch ein Wutausbruch, irgendetwas an Reaktion natürlich gewesen. Aber sie macht einfach mit.

Alles in allem ist Saywer aber eine sympathische Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen hatte und ihre Geschichte interessierte mich einfach. on daher machte sie es mir dann trotz aller Widersprüchlichkeit, die sie in sich trug, leicht, dran zu bleiben.

Finn war mir, wie gesagt, von Anfang an total unsympathisch. Er ist unglaublich übergriffig Saywer gegenüber. Er legt sich zur ihr ins Bett, als sie mit einer Gehirnerschütterung im Bett liegt und die beiden sich noch gar nicht kennen , er küsst sie, obwohl sie das nicht möchte, er macht ihr klar, dass sie “ihm gehört”. Ich bin da eigentlich bei Büchern gar nicht so empfindlich und es braucht lange, bis ich mich aufrege. Meistens gehöre ich eher zu denen, die Einiges noch ganz süß finden. Aber Finn weiß, wie sehr Saywer unter ihrem Vater und seinem übergriffigen Verhalten gelitten hat. Wie kann es da sein, dass er ihr Ähnliches antut? So unglaublich widerlich, wie er mit ihr umgeht und niemand setzt dem eine Grenze. Aus meiner Sicht wäre die Autorin hier verpflichtet gewesen, das Verhalten irgendwie zu reflektieren.

Saywer wiederum verliebt sich natürlich Hals über Kopf in den jungen Mann, obwohl er ihr mit seinen Wutausbrüchen Angst macht. Wieso reflektiert sie nicht? Wieso lässt sie sich in eine solche Situation drängen, in die sie nicht will. Ihre “Kampfansagen” gegenüber Finn kann man lediglich als halbherzig bezeichnen.

Die Nebenfiguren, wie Josh und Miller oder auch der Barbesitzer Critter sind interessant und stützen die Geschichte. Mit ihnen findet Saywer gute Freunde und die Unterstützung, die sie braucht, um in ein neues Leben starten zu können.

So, warum nun trotzdem 5 Sterne? Weil mich die Geschichte unterhalten hat. Ich war einerseits so wütend, aber andererseits auch fasziniert. T. M. Frazier hat einen Schreibstil, der mich in den Bann der Geschichte gezogen hat. Ich flog förmlich durch die Seiten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte entwickelt sich zwar nicht immer in die Richtung, in die ich es mir gewünscht hätte, aber sie entwickelt sich vorwärts und hält einige Überraschungen bereit. Der Cliffhanger ist extrem fies.

Ja, also… damit bekommt ein Buch, in dem der Protagonist zu extrem übergriffigen Verhalten gegenüber einer verletzlichen jungen Frau neigt von mir 5 Sterne, weil es ich es nicht aus der Hand legen konnte und die Gesamtgeschichte unglaublich spannend finde.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

T. M. Frazier

T. M. Frazier - Autor
© Wander Aguiar

T. M. Frazier lebt mit ihrer Familie im sonnigen Florida, und ihr erstes Buch sollte ein heiterer Sommerroman werden. Naja … die Geschichte spielt im Sommer! Wenn ihre Helden sie nicht gerade in dunklen Abgründen gefangen halten, verbringt T. M. Frazier ihre Zeit mit lesen, reisen und Countrymusik.

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