The Light in Us
 - Emma Scott - eBook

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9,99

inkl. MwSt.

LYX
New Adult
413 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-1031-5
Ersterscheinung: 30.08.2019

The Light in Us

Übersetzt von Inka Marter

(57)

"Du bist das Licht in meiner Dunkelheit, Charlotte ..."

Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Violinistin, als die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen blinden jungen Mann an. Noah Lake war Extremsportler und Fotograf, bis er bei einem Unfall sein Augenlicht verlor und sich von der Welt zurückzog. Mit jedem gescheiterten Versuch, Charlotte zu vergraulen, schleicht sich die junge Frau mehr in Noahs Herz und reißt die Mauern ein, die er um sich errichtet hat. Doch um wirklich zu leben – und zu lieben – müssen sie sich gemeinsam ihren inneren Dämonen stellen …

"Atemberaubend, wunderschön, einzigartig" Maryse's Book Blog 

Rezensionen aus der Lesejury (57)

Sioux Sioux

Veröffentlicht am 22.09.2019

Wundervoll emotional und berührend!

Emma Scott würde ich mittlerweile schon zu meinen Lieblingsautoren zählen. Ihre Bücher berühren mich tief und enthalten so wundervolle Geschichten, in denen unperfekte Charaktere die größte Rolle ... …mehr

Emma Scott würde ich mittlerweile schon zu meinen Lieblingsautoren zählen. Ihre Bücher berühren mich tief und enthalten so wundervolle Geschichten, in denen unperfekte Charaktere die größte Rolle spielen. Gerade deshalb wirkt es so realistisch. Ich als Einzelne, als Normalsterbliche, kann mich in die Protagonisten einfühlen und mitfühlen und das macht es für mich besonders.

Jetzt aber zu „The Light in Us“. Wieder einmal habe ich vorher nicht den Klappentext gelesen. Ich habe mich auf die Autorin verlassen und das zu Recht.

Klappentext:
Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Geigerin, doch dann zerbrach ihr Leben und die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen jungen Mann an, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hat. Noah Lake war Fotograf und Extremsportler, immer auf der Jagd nach dem nächsten Adrenalinrausch. Nun stößt er alle Menschen von sich, unfähig, sein Schicksal anzunehmen. Doch Charlotte ist entschlossen, ihm zu beweisen, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat …

Das Cover:
Mal ehrlich? Wer kann einem Cover aus dem LYX-Verlag widerstehen? Mir ist klar, dass es gerade einfach voll Trend ist irgendwelche Farben im Hintergrund zu mischen und groß den Titel darauf zu setzen. Solche Bücher sieht man zurzeit massenhaft. Aber sie sind dennoch wunderschön oder? Auch hier wurden die Farben wieder sehr gut gewählt und obwohl es so schlicht ist, kann ich gar nicht den Blick davon lösen und will es in meinem Regal stehen haben. Ein großer Vorteil an diesen Covern: sie geben keinen Aufschluss über die Geschichte und lassen somit keine Erwartungen entstehen. Man kann sich überraschen und völlig in die Geschichte fallen lassen.

Der Schreibstil:
Emma Scott schreibt wundervoll! So einfühlsam, detailreich, geradezu künstlerisch. Dem Leser bleibt nichts anderes über, als sich voll auf die Geschichte einzulassen. Es heißt Ganz oder Gar nicht. Wenn ich sagen würde, es ist flüssig, locker und gut lesbar, dann käme das nicht mal im entferntesten an diesen schönen Schreibstil heran. Lest einfach selbst und lasst euch berühren!

Die Charaktere:
Charlotte war mir sofort sympathisch. Sie wirkt so schön auf dem Boden geblieben. Keine Extreme, die sie besonders hervorstechen lassen sollen. Sie ist einfach Charlotte, unkompliziert, liebenswert, mit einer beachtlichen Gabe: der Musik. Und die beinhaltet noch viel mehr als ihre bloße Fingerfertigkeit oder ihr gutes Ohr. In Charlottes Fall bedeutet das auch, dass sie Menschen gut zuhören kann, geradezu die Musik in ihnen klingen hört. Sie geht auf die Gefühle anderer ein und steckt dabei allzu oft zurück. Sie ist vielleicht ein wenig zurückhaltend, aber nur dann, wenn es um ihre eigenen Talente geht und gerade das macht sie besonders sympathisch. Sie dreht nicht ab und versucht andere zu beeindrucken, sondern bleibt sich selbst treu. Bescheiden und wundervoll, so ist Charlotte und so appelliert sie an die Gefühle des Lesers.

Noah erinnerte mich so sehr an Will aus „Ein ganzes halbes Jahr“. Ihm ist etwas Tragisches zugestoßen und er versinkt in Melancholie, in Trauer und Wut und allem, was dazu gehört, wenn man den wichtigsten Teil seines Lebens verloren hat. Aber gleichzeitig ist er von Anfang an auch eine Person, die vorher ganz anders gelebt hat als Charlotte. Er war jung, gutaussehend, wurde von allen angehimmelt. Bei mir kam der unwiederbringlich der Gedanke, dass sein Leben sich dann doch ein wenig von dem einer Charlotte, die sich alles erarbeiten muss, aussieht wie viele andere auf Erden und einfach ein bisschen unterm Radar verschwindet, verlief. In diesem Buch muss Noah erst noch lernen, was wirklich wichtig ist, während Charlotte mehr zu sich selbst stehen muss. Ich habe es geliebt, den beiden zuzusehen. Wie Noah immer mehr auftaut, sich Charlotte einfach nicht widersetzen kann. Man fühlt mit ihm, klar. Ich kann mir noch nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es sein muss, in seiner Situation zu sein. So fand ich Noahs Entwicklung am größten und für ihn am schwersten. Er hat gezeigt, was er sein will und kann und die Autorin hat dies ganz wunderbar dargestellt.

Beide Charaktere waren für mich somit Charaktere zum Mit- und Einfühlen. Sie schienen so lebendig, hatten so viele Gefühle, haben sich so entwickelt und dabei zueinander gefunden. Perfekter ging es nicht, auch wenn beide noch so viel „Unperfektes“ mitbringen.

Zur Geschichte allgemein:
Ich erinnere mich noch an den Epilog, bei dem ich gar nicht so richtig wusste, was ich da gerade lese. Und irgendwann dann realisierte ich, dass es Noahs Gedanken waren. Was er erlebt und gefühlt hatte und dass es für ihn einmalig bleiben würde. Gleich von Anfang an hat man also immer im Hinterkopf, was Noah verloren hat, sodass sich ein Schleier von Melancholie über die Geschichte legt. Verstärkt noch durch das, was Charlotte durchgemacht hat. So baut sich die Geschichte quasi aus dem Dunklen heraus auf. Die kleinen Dinge zwischen Noah und Charlotte scheinen dadurch umso heller.
Immer wieder musste ich außerdem bewundernd zugeben, wie gut die Geschichte aufgebaut ist. Sie verliert wirklich an keiner Stelle die Spannung, ist sehr emotional und genau im richtigen Tempo erzählt. Nur das mit Charlottes Musikkarriere kam etwas spät. So im Nachhinein fand ich es immer noch gut eingebaut und auch noch gut ausgebaut, allerdings habe ich die Geschichte über immer darauf gewartet, dass sich da mal was tut.
Das Ende war dann aber wieder perfekt. Schön langsam. Beide Charaktere haben mit allem anderen abgeschlossen und waren frei und noch viel wichtiger: sie selbst. So fühlte sich ihre Beziehung dann an wie etwas, dass ewig hält. Und so muss es schließlich auch sein. Jedenfalls wäre ich sonst mit ziemlich vielen Gedanken zurückgelassen worden. Jetzt bin ich einfach nur happy, freue mich für die beiden und habe dieses Buch in sehr! guter Erinnerung.

Fazit:
Emma Scott hat hier wieder einmal bewiesen, was für eine exzellente Autorin sie ist. Wunderbar detailreich und emotional erzählt sie eine Geschichte, die den ein oder anderen an „Ein ganzes halbes Jahr“ denken lassen wird. Tatsächlich aber vergisst man das schnell wieder. Noah und Charlotte sind so anders und gleichzeitig ebenso zwei Seelen, die im Leser nachklingen. Mir ist das Buch beim Lesen mitten ins Herz gegangen und ich habe jede Seite geliebt. Eine absolute Empfehlung von mir! Und gleichzeitig die Warnung: eure Augen werden nicht trocken bleiben!

5 von 5 Sterne von mir.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Aurian Aurian

Veröffentlicht am 21.09.2019

Gefühlvolle und schöne Liebesgeschichte

Wer gerne gefühlvolle und bittersüße Liebesgeschichten mit gerade der richtigen Portion Dramatik liest, den erwartet hier die ideale Lektüre zum Abschalten und Eintauchen.

Charlotte ist Geigerin und ... …mehr

Wer gerne gefühlvolle und bittersüße Liebesgeschichten mit gerade der richtigen Portion Dramatik liest, den erwartet hier die ideale Lektüre zum Abschalten und Eintauchen.

Charlotte ist Geigerin und ein musikalisches Ausnahmetalent, doch nach dem Tod ihres Bruders, hat sie die emotionale Verbindung zur Musik verloren. Sie fühlt nichts mehr, wenn sie spielt und hat das Gefühl nur noch Geräusche zu machen und nicht Musik. Deshalb nimmt sie sich eine musikalische Auszeit und der Job als Assistentin eines Blinden soll ihr über eine finanzielle Durststrecke hinweghelfen.

Allerdings war sie nicht auf Noah gefasst. Er ist unglaublich sexy und hat Augen wie Achate. Doch seine anziehende Optik steht in krassem Gegensatz zu seiner abweisenden und kalten Fassade. Dass er nach seinem Unfall plötzlich kein Licht, keine Farben, nie mehr den Himmel sehen kann, lässt ihn verzweifeln und macht ihn wütend.
Er will nicht akzeptieren, dass er blind ist und es immer bleiben wird. Deshalb lehnt er es ab Blindenschrift zu lernen oder einen Stock zu benutzen, denn er hat das Gefühl, dass sein altes Leben dann endgültig vorbei ist und er ist noch nicht bereit es loszulassen.

Beide haben viel verloren. Vielleicht hat Charlotte deshalb Geduld mit Noah, bei dem es bisher kein Assistent lange ausgehalten hat. Doch Charlotte ist ein liebenswerter und freundlicher Mensch und wenn sie auf ihrer Geige übt, bleibt auch Noahs Herz nicht kalt.
Immer wieder werden Musikstücke genannt, die Charlotte hingebungsvoll mit ihrer Geige spielt. Obwohl das nicht meine bevorzugte Musikrichtung ist, habe ich mir doch ein paar davon angehört und war angenehm überrascht, was zeigt, dass auch das Lesen von Liebesromanen bilden kann 

Dies ist mein drittes Buch der Autorin und zum dritten Mal ist relativ klar, wie die Handlung sich entwickeln wird und trotzdem konnte ich das Buch wieder kaum aus der Hand legen. Emma Scott schafft es, die Gefühle ihrer Personen spürbar zu machen, wobei für mich Noahs Zorn greifbarer war als Charlottes Verlust.
Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und trotz der Schwermut der beiden liest sie sich mit einer gewissen Leichtigkeit.

Als Fortsetzung gibt es die Novella „You are my Light“ als eBook, das ich auf jeden Fall lesen werde, wenn ich mal wieder Lust auf ein Buch von Emma Scott habe.

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Myri_liest Myri_liest

Veröffentlicht am 21.09.2019

Herzzerreißend schön!


Nach der All In-Dilogie von Emma Scott war für mich sofort klar, dass ich mir kein Buch von ihr mehr entgehen lassen kann! Die Art und Weise, wie die Autorin mich mit ihren Worten berühren konnte, war ... …mehr


Nach der All In-Dilogie von Emma Scott war für mich sofort klar, dass ich mir kein Buch von ihr mehr entgehen lassen kann! Die Art und Weise, wie die Autorin mich mit ihren Worten berühren konnte, war einmalig! Daher war ich umso mehr gespannt auf das neueste Buch von Emma Scott, das den Titel "The Light In Us" trägt.

Wie auch nicht anders vom LYX Verlag zu erwarten war, ist das Cover der absolute Wahnsinn! Ich könnte es stundenlang anschauen und würde es immer noch wunderschön finden!

Um was geht es? Durch einen Unfall hat der Extremsportler Noah sein Augenlicht verloren, weshalb er sich in seiner Wohnung in New York verkriecht und seinem früheren Leben nachtrauert. Durch eine Verkettung von Zufällen wird Charlotte seine neue Assistentin, die ihm bei alltäglichen Dingen unter die Arme greifen soll. Aber auch sie hat mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen, der ihr vor einiger Zeit den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Sie hat von Noahs Familie den Auftrag erhalten, ihn aus seinem Schneckenhaus und zurück ins Leben zu holen. Doch kann ihr das mit ihrem eigenen seelischen Ballast gelingen oder wird auch sie scheitern, wie schon so viele vor ihr?

Die beiden Hauptprotagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein! Charlotte Conroy ist eine durch und durch liebenswerte Frau, die ich bereits nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen hatte. Seit ihrer Kindheit jagte sie ihrem Traum, Konzertviolinistin zu werden, hinterher. Als dieser Traum zum Greifen nahe ist, wirft sie der plötzliche Tod ihres Bruders, zu dem sie eine innige Beziehung hatte, völlig aus der Bahn. Auch wenn sie jeden Tag mit ihrer Trauer zu kämpfen hat, wirkt sie dennoch wie ein lebensfroher Mensch, der so schnell nicht aufgibt. Das merkt man vor allem daran, dass sie sich von dem griesgrämigen Noah nicht unterbuttern lässt. Trotz seiner Unfreundlichkeit, fühlt sie sich extrem zu ihm hingezogen (was auch an seinem attraktiven Äußeren liegt). Als Adrenalinjunkie hat er für eine renommierte Zeitschrift gearbeitet und galt als ein Star in der Extremsportbranche. Als sich sein Leben von einem Tag auf den anderen schlagartig verändert, wirft ihn das vollkommen aus der Bahn. Er kappt alle Beziehungen und verkriecht sich alleine in seinem Haus, wo er sich in Selbstmitleid suhlt. Ich bin sehr lange nicht mit ihm warm geworden, weil mich sein unhöfliches Verhalten so gestört hat. Außerdem hatte ich anfangs das Gefühl, dass er sich überhaupt keine Mühe gibt, sich mit seiner neuen Situation irgendwie zu arrangieren. Stattdessen lehnt er alles und jeden ab, der ihm helfen könnte.
Obwohl Noah zunähst alles andere als nett zu Charlotte ist, so kann man als Leser nach und nach spüren, wie die zarten Anbahnungsversuche sich in ein Funkenregen verwandeln! Ich bin hin und weg von der Art und Weise, wie behutsam und vorsichtig sich die beiden ineinander verlieben.

Emotional - so lässt sich Emma Scotts Schreibstil wohl am treffendsten beschreiben! Sie schreibt abwechselnd aus der Sicht von Charlotte und Noah, wodurch man sich mit beiden verbunden fühlt und für beide auch mehr Verständnis aufgrund ihrer Geschichte entwickeln kann.
Der Plot hat mich einfach wahnsinnig berührt! Das Buch dreht sich nicht nur um eine Romanze zwischen einer jungen Frau und einem jungen Mann, der sein Augenlicht verloren hat. Nein, vielmehr handelt das Buch noch von Hoffnung, Freundschaft und Selbstfindung.

Herzzerreißend: "The Light In Us" von Emma Scott ist ein Buch, an das man sich noch sehr lange und gerne zurückerinnern wird!

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Zeilenfluegel Zeilenfluegel

Veröffentlicht am 20.09.2019

Emotional und tiefgründig

Charlotte und Noah hätten beide nicht glücklicher mit ihrem Leben sein können. Doch das Leben spielt nicht immer fair und schlägt bei beiden besonders hart zu. Extremsportler Noah hat mit seinem Augenlicht ... …mehr

Charlotte und Noah hätten beide nicht glücklicher mit ihrem Leben sein können. Doch das Leben spielt nicht immer fair und schlägt bei beiden besonders hart zu. Extremsportler Noah hat mit seinem Augenlicht auch alle Lebensfreude verloren und Ausnahmeviolinistin Charlotte findet nach dem Tod ihres Bruders ihre innere Musik nicht wieder. Als ihr das lukrative Jobangebot als Noahs persönliche Assistentin angeboten wird, kann sie nicht nein sagen. Und anders als seine bisherigen Assistenten gibt Charlotte Noah nicht so schnell auf. Nach und nach zeigt sie ihm, was das Leben noch immer zu bieten hat und auch er tut ihr auf eine besondere Art gut. Doch noch immer fällt es ihr schwer vor Publikum aufzutreten und Noah fällt es weiterhin schwer, seine Blindheit anzunehmen...

Emma Scott hat es mit "The Light in Us" geschafft, die wunderschönsten und aufwühlendsten Gefühle in einem Buch zu bündeln. Die Geschichte ist nicht nur sehr tiefergreifend, sondern auch realitätsnah geschrieben, was die Emotionen noch einmal um einiges verstärkt.

Mit Charlotte hat die Autorin eine wundervolle und einfühlsame Protagonistin geschaffen, die der Leser von der ersten Seite an ins Herz schließt. Auch ihre Leidenschaft zur Musik und ihre tiefen Gefühle für ihren Bruder und später auch für Noah kann man mit jeder Zeile spüren. Noah hingegen wirkt gerade zu Anfang sehr distanziert und unberechenbar. Er verletzt die Menschen in seinem Umfeld mit Leichtigkeit, auch wenn er es nicht immer will. Sein Frust auf sich und die Welt ist jedoch ebenfalls sehr gut umgesetzt und wenn man ihn erst ein wenig kennengelernt hat, versteht man auch ihn besser. Die Beziehung zwischen den beiden braucht sehr lange und muss einige Hürden überwinden, die starken Gefühle, die die beiden für einander entwickeln, sind jedoch gerade deshalb total verständlich und realistisch beschrieben.
Über ein paar Nebencharaktere wie Charlottes beste Freundin oder Noahs Schwester hätte ich gerne etwas mehr gelesen, um sie noch besser greifen zu können. Lucian, ein Angestellter und Freund von Noahs Eltern, war dagegen eine großartige Nebenfigur, die man nur lieben kann.

Manchmal zog sich die Geschichte ein wenig in die Länge, da nicht viel Aufregendes passiert, aber an einigen Stellen kann man auch gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist großartig und sehr gefühlvoll. Ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen.

Der Prozess, wie Charlotte wieder zu ihrer Musik findet, kam sehr schleichend und ich habe ihn manchmal nicht ganz verstanden. Ihre Leidenschaft zur Musik und zu Mozart wurde dem Leser jedoch sehr gut nahegebracht und ist geradezu spürbar. Dieser Aspekt ist einer meiner liebsten an der Geschichte.
Auch das Thema Blindheit hat Emma Scott meiner Meinung nach sehr gut behandelt. Noah durchlebt viele Phasen und seine Stimmung ist für Sehende nicht immer greifbar, aber dennoch gut beschrieben.


Fazit:

Auch mit ein paar wenigen Kritikpunkten ist das Buch einfach nur wundervoll und sehr emotional geschrieben. Ich habe es mit einem Lächeln im Gesicht beendet.

Ich gebe "The Light in Us" 4 von 5 Sternen.

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cbee cbee

Veröffentlicht am 19.09.2019

Wunderschöne Liebesgeschichte mit Tiefgang und viel Gefühl

Inhalt:
Charlotte stand am Anfang einer Karriere als große Geigerin, doch durch einen Schicksalsschlag verlor sie die Musik, sie konnte sie nicht mehr fühlen. Deshalb nahm sie einen Job als Kellnerin ... …mehr

Inhalt:
Charlotte stand am Anfang einer Karriere als große Geigerin, doch durch einen Schicksalsschlag verlor sie die Musik, sie konnte sie nicht mehr fühlen. Deshalb nahm sie einen Job als Kellnerin an und ging zu keinem Vorspielen. Da sie etwas in Geldnot war, war sie froh, als ihr der Job als Assistentin des blinden Noah angetragen wurde. Noah war Extremsportler und hat für ein Sportmagazin geschrieben. Leider war dieses Leben vorbei, denn nach einem Unfall verlor er sein Augenlicht. Nun stößt er jeden von sich und kann sein neues Leben nicht annehmen. Charlotte will ihm beweisen, dass das Leben noch immer lebenswert ist.

Meinung:
Emma Scott wird wohl eine meiner Lieblingsautorinnen. Vor einiger Zeit habe ich Bring down the Stars und den Folgeband auf Englisch gelesen (kommt jetzt aber auch auf deutsch heraus) und war begeistert. Und nun dieses Buch. Es ist eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte. Wie oft lesen wir sonst, dass der männliche Part blind ist? Hier muss Charlotte, die weibliche Hauptprotagonistin die Starke sein, obwohl sie selbst auch leidet und ebenfalls Probleme hat, das Leben so wie es ist zu akzeptieren.

Es passiert zwar nicht wahnsinnig viel in dem Buch, aber es hat Tiefgang. Der Schreibstil von der Autorin ist einfach toll, sie zog mich richtig in die Geschichte hinein. Die Charaktere sind schön beschrieben und machen eine gewaltige Entwicklung durch. Die beiden ergänzen sich, sie helfen einander und zeigen dem anderen, dass es doch noch ein Leben gibt, dass man doch noch etwas vom Leben erwarten kann.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich schön langsam. Charlotte stellt zwar schon zu Beginn fest, dass Noah sehr gut aussieht, aber mit der Zeit stellt sie auch fest, dass sie auch sein Inneres mag. Auch Noah ist von Anfang an angetan von Charlotte, obwohl er das niemals zugeben würde, nicht einmal vor sich selbst. Im Verlauf der Geschichte kann er sich aber doch etwas mehr öffnen und lässt auch Charlotte näher an sich heran.

Fazit:
Wieder eine schön erzählte Liebesgeschichte mit Tiefgang und viel Gefühl.

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Autor

Emma Scott

Emma Scott - Autor
© Emma Scott

Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Diversität, Toleranz und Offenheit sind ihr ein wichtiges Anliegen. Mit ihren Romanen, die sie als Self-Publisherin herausbrachte, hat sie sich eine treue und begeisterte Fangemeinde erschrieben.

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