For 100 Days - Täuschung
 - Lara Adrian - eBook

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8,99

Lyx
Liebesromane
400 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8025-9822-7
Ersterscheinung: 24.04.2017

For 100 Days - Täuschung

Übersetzt von Firouzeh Akhavan-Zandjani

(49)

Jede Täuschung hat ihren Preis ...
Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan – die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ihrem Kellnerjob durch. Avery betritt eine Welt der Dekadenz, die ihr den Atem raubt – die Welt von Dominic Baine: reich, arrogant und absolut unwiderstehlich. Der Milliardär, der das Penthouse im selben Gebäude bewohnt, erweckt ungeahnte geheime Sehnsüchte in ihr. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit drohen Avery schon bald einzuholen und jegliche Hoffnung auf eine Zukunft mit Nick zu zerstören ...
Der neue Roman von Bestseller-Autorin Lara Adrian: For 100 Days - Täuschung.
Prickelnde Unterhaltung für Fans von erotischen Liebesromanen!

Rezensionen aus der Lesejury (49)

Booklover-fantastischeWelten Booklover-fantastischeWelten

Veröffentlicht am 21.05.2017

Wie ein schlechter Erotikfilm ohne Handlung

Zum Inhalt:
Avery steht vor einer kleinen Katastrophe. Zuerst werden ihre Gemälde aus der Galerie entfernt, da sie angeblich nicht gut genug wären, dann muss sie auch noch ihre Wohnung räumen. Aber als ... …mehr

Zum Inhalt:
Avery steht vor einer kleinen Katastrophe. Zuerst werden ihre Gemälde aus der Galerie entfernt, da sie angeblich nicht gut genug wären, dann muss sie auch noch ihre Wohnung räumen. Aber als hätte es das Schicksal nicht anders gewollt, erhält sie die einmalige Chance eine Nobelwohnung für vier Monate zu hüten, bis die eigentliche Besitzerin wieder im Lande ist. Und genau in diesem Nobelwohnkomplex lernt sie den dominanten und attraktiven Nick kennen. Das er aber noch sehr viel mehr als das ist, merkt sie erst viel später.

Die Charaktere:
Avery: Für mich persönlich versucht sich Avery als eine junge Frau zu geben, die stark ist und sich zu wehren weiß. Allerdings kommt es in wirklich absolut keiner Szene so rüber. Ich empfinde sie eher als einen Menschen ohne Rückgrat, der nicht auf seine Meinung beharren kann und das durchsetzt was er will. In zu vielen Situationen hat sie sich einfach gebeugt und sofort alles getan was von ihr verlangt wurde und dass alles nur weil sie ja so ein großes "Verlangen" hat. Noch nie habe ich eine Protagonistin erlebt, die sich nur durch eine Aussicht auf Sex, so leicht beeinflussen lässt. Irgendwann war ich wirklich einfach nur noch genervt. Und ständig diese ganzen Lügen. Natürlich, sie hat eine dunkle Vergangenheit, aber irgendwann muss man auch mit dieser abschließen und sie rechtfertigt auf keinen Fall ihr Verhalten. Für mich kann ich nur sagen, dass mich Avery wirklich gestört hat und ich mehr als einmal den Kopf über sie schütteln musste.

Nick: Nick ist jemand, der alles bekommt was er möchte, wie er selbst gern immer sagt. Das merkt man auch daran, dass er trotz seines jungen Alters schon ein erfolgreicher Geschäftsmann ist. Und nicht nur darin ist er erfolgreich. Er ist auch bei der Damenwelt nicht zu unterschätzen. Mit seinem Charme ist er kaum zu missachten. Allerdings ist er auch ziemlich dominant und möchte seinen Willen durchgesetzt wissen.

Der Schreibstil:
Die Geschichte wurde ausnahmslos aus Averys Sicht und der Ich-Perspektive erzählt. Allerdings war ich über von dem Schreibstil nicht sonderlich glücklich. Ständig dieselben Adjektive, ständig wurde eine "Hitze" ausgelöst, es entstand ein "Feuer" oder die "Glut" übermannte sie. Und nicht zu vergessen, dass Nick einen erheblichen Drang dazu hat, gefühlt auf jeder neuen Seite zu "fluchen". Irgendwann hing einem diese Schilderung wirklich zum Hals heraus und es war ganz und gar nicht mehr so "köstlich", wie es Avery steht's fand. Ein wenig mehr Abwechslung wäre in jedem Fall wünschenswert und auch dringend angebracht gewesen.
Insgesamt war die Handlung nur selten greifbar und ansonsten eher oberflächlich gehalten, da es meist nur noch um Sex ging. Irgendwann könnte ich auch das nicht mehr lesen, da dies fast das gesamte Buch ausmacht, so habe ich diese Stellen einfach nur noch überblättert. Wichtige Aspekte für die Handlung gab es tatsächlich nicht sonderlich viele, daher habe ich deswegen auch nicht sonderlich viel verpasst. Man muss dem Buch allerdings zugutehalten, dass es am Schluss doch wirklich zu einer Story kam, die es ohne eine Erotikunterbrechung gab. Das Ende war sogar wirklich interessant und ein Cliffhanger wie er im Buche steht und macht auch mir ein wenig Lust auf einen weiteren Teil.

Meine Meinung:
Für mich persönlich gleicht das Buch eher einem schriftlichen Erotikfilm, als einem ansehbaren Erotikroman. Ein skurriler Einstieg in Averys und Nicks Geschichte, hinter der kaum Sinn und Handlung steht. Ständig ist das allgegenwärtige "Verlangen" im Vordergrund. Auch die Oberflächlichkeit hat mich wirklich gestört, da es kaum zu einer greifbaren Handlung geschwiegen denn zu einer gewissen Tiefe kam. Emotional hat mich das Buch überhaupt nicht erreichen könne. Selbst als Unterhaltung konnte es kaum herhalten, da ich irgendwann an einen Punkt gelangte, an den mich die ständig wiederkehrenden Szenen nur noch langweilten. Wirklich schade, ich hatte mir viel von dem Buch erhofft.
Für mich ergab sich nicht mal irgendeine Botschaft hinter dem Roman. Was soll man denn dort herauslesen? Für mich hat das ganze Buch einfach keinen tieferen Sinn.
Das Cover und den Titel fand ich allerdings schon ziemlich ansprechend, so war es hier wohl also ein "Coverkauf", der als Reinfall endete.

Lieblingszitate:
" "Manchmal ist es schwierig, die Dinge zu sehen, die einen an etwas hindern. Manchmal braucht es einen Schubser, damit man endlich die Augen öffnet." "
(26. Kapitel, Seite 194)

" "Jeder hat Geheimnisse, Avery. Wenn man nicht will, dass sie herauskommen, muss man gut in Erinnerung behalten, wo man die Leichen verscharrt hat." "
(30. Kapitel, Seite 233)

"Vertrauen. Ehrlichkeit. Beides Dinge, die ich noch keinem anderen Mann habe geben können... die ich schon lange keinem anderen Menschen habe geben können."
(34. Kapitel, Seite 266)

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afterreadbooks afterreadbooks

Veröffentlicht am 20.05.2017

For 100 Days ...

Nachdem gefühlt jeder dieses Buch gelesen oder bekommen hat, wollte ich es auch unbedingt lesen und habe es mir deshalb gekauft und auch deshalb, weil ich den Klappentext sehr ansprechend fand. Wie mir ... …mehr

Nachdem gefühlt jeder dieses Buch gelesen oder bekommen hat, wollte ich es auch unbedingt lesen und habe es mir deshalb gekauft und auch deshalb, weil ich den Klappentext sehr ansprechend fand. Wie mir dieser neue Reihenauftakt gefallen hat, kannst du hier in meiner Rezension lesen:


Das Cover von "For 100 Days" gefällt mir echt gut. Es ist ziemlich schlicht gehalten, aber fällt dennoch auf. Vor allem die Schrift gefällt mir richtig gut, da man in der 100 eine Stadt sehen kann. Auch die Frau auf dem Cover gefällt mir ganz gut und passt zum Cover.



Der Schreibstil von Lara Adrian gefällt mir auch gut. Man kann das Buch schnell lesen, da es locker geschrieben war. Ich persönlich bin ziemlich schnell in die Geschichte rein gekommen. Die Idee für die Geschichte fand ich echt gut, nur sie wurde mit dauerhaften Sexszenen etwas in den Hintergrund gestellte, was mir nicht so gut gefallen hat.



"Der einzige Mann,an dem ich interessiert bin, sitzt mir direkt neben mir."

"Ist das so?" Sein Tonfall ist leicht, aber das zeigt mir, wie

gereizt er in Wahrheit ist. "Ja. Nur du, Nick."

~ S.211 / Kapitel 23 

Ob ich Avery mag oder nicht, kann ich noch nicht so ganz sagen. Einerseits hat seine sympathische und taffe Art, welche mir richtig gut gefällt und andererseits handelt sie so unüberlegt. Teilweise saß ich in meinem Bett und dachte mir so: "Mädel du hast bald keine Wohnung mehr und kein Geld". Vor allem zu Beginn der "Beziehung" fand ich ihr handeln alles andere als intelligent. Sie beginnt das Housesitting und im Laufe der 3 1/2 Monate vergisst sie immer mehr, dass sie bald weder Job noch Unterkunft hat... und es scheint ihr regelrecht egal zu sein, da sie ihre Sorgen viel lieber mit Nick verdrängt.

Es klingt jetzt irgendwie voll so als würde ich sie hassen, was eigentlich nicht der Fall ist.



Von beiden Charakteren fand ich Dominic alias Nick um einiges interessanter. Seine Geheimnisse interessieren mich um einiges mehr als die von Avery. Er wirkt im Buch ziemlich mysteriös und kalt. Er selbst lässt niemanden in sein inneres Blicken, was ihn in meinen Augen wieder interessant wirken lässt. Auch seine Überraschungen für Avery fand ich sehr süß. Trotz dessen ist Nick für mich auch der typische Buchmillionär bzw. Milliardär, welcher heiß sein soll, sehr arrogant ist und auch im Bett eine Granate sein soll. Und ich muss anmerken, das mich sein Charakter ziemlich stark an Christian Grey erinnert hat.



"Ich frage nicht, mit wie vielen anderen Frauen du schon zusammen gewesen bist -" "Du kannst

fragen ... Die Antwort ist: mit keiner" ´"Mit keiner" wiederhole ich matt.

Er schüttelt den Kopf. "Weder an Bord meines Schiffes noch in meiner Wohnung in

Miami oder hier ... so. Keine Einzige."

~ S.306 / 307 / Kapitel 32

In diesem Buch gibt es einige schöne Stellen, aber auch einige über die ich mich aufregen konnte.
Die meiner Meinung nach wunderschöne Stelle war die, als Avery ihren Job verloren hat und Nick sie daraufhin nach Miami entführt hat. Den Ausflug auf dem Segelboot an der Küste Floridas entlang stelle ich mir echt toll und romantisch vor. Vor allem, da Nick Avery ein kleines Stück näher in sein Inneres hat Blicken lassen.

Eine Stelle zum aufregen, war die, als Nick längere Zeit in London war und er sich deshalb nicht immer bei Avery melden konnte. Avery dachte natürlich gleich, das er mit allen anderen Frauen geschlafen hätte. Dennoch fand ich ihre SMS als Antwort auf seine lustig. Nick hat es sich natürlich nicht gefallen lassen. Manchmal verstehe ich diese Frau einfach nicht.



Fazit

Eine gute Grundidee für die Geschichte, welche nicht ganz ausgeschöpft wurde, welche aber dennoch gut ist.

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fantastischeBuecher__ fantastischeBuecher__

Veröffentlicht am 17.05.2017

For 100 Days - Täuschung

Avery hält sich mit ihrem Kellnerjob gerade so über Wasser. Eigentlich ist sie Künstlerin doch nur dank ihrer Freundin Margot werden ihre Bilder überhaupt ausgestellt. Als diese Avery berichtet, dass ihre ... …mehr

Avery hält sich mit ihrem Kellnerjob gerade so über Wasser. Eigentlich ist sie Künstlerin doch nur dank ihrer Freundin Margot werden ihre Bilder überhaupt ausgestellt. Als diese Avery berichtet, dass ihre Gemälde für neue Werke anderer Künstler Platz machen müssen ist sie am Boden zerstört. Passend dazu muss sie auch noch aus ihrer Wohnung ausziehen.
Als sie dann in der Bar Claire bedient und diese - angestoßen von Averys Freundin Tasha die ebenfalls in der Bar arbeitet, Avery anbietet 4 Monate auf ihre Wohnung aufzupassen, kann diese ihr Glück kaum glauben. Ermutigt von Tasha stimmt Avery zu.
Angekommen erschlägt es die beiden Freundinnen fast. Für die nächsten 4 Monate lebt Avery im Luxus. Doch noch am selben Abend trifft sie Dominic (Nick) Bane. Eher gesagt trifft Avery seine Brust als sie ihn beinahe umrennt. Zwischen den beiden knistert die Luft sofort... Doch Avery umgeben Geheimnisse. Geheimnisse die Nick niemals erfahren darf, da Avery fürchtet ihn zu verlieren..

JEDE TÄUSCHUNG HAT IHREN PREIS...



Fazit


Zwischendurch hatte ich das Gefühl das sich die Geschichte von Anastasia und Christian Grey hier in einer Soft Variante wiederholt. Mädchen aus bescheidenden Verhältnissen trifft einen super reichen gut aussehenden Mann. Doch das hier ist etwas ganz anders. Avery schlägt sich gerade so mit ihrem Kellnerjob durch obwohl sie eigentlich Künstlerin ist. Doch ihre Gemälde werden von der Galerie aussortiert. Wenn das schon nicht genug wäre, kündigt Avery's Vermieter ihr auch noch die Wohnung. An diesem Punkt hatte ich wirklich Mitleid mit ihr und dachte das das wirklich ein schwerer Schlag für jemanden sein muss.
Durch Zufall und durch die Hilfe ihrer Freundin Tasha darf Avery 4 Monate House Sitting in einem Luxus-Apartment machen. Als sie Dominic Bane trifft der im selben Gebäude wohnt, entdeckt Avery längst vergessene Sehnsüchte. Zwischen Dominic (Nick) und Avery gibt es eine enorme Anziehungskraft und die beiden können die Finger nicht voneinander lassen. Doch Avery's Vergangenheit die sie mit aller Macht verdrängen will holt sie Stück für Stück ein.
Auch wenn einige der Szenen wirklich sehr ins Detail gingen, machte mir das Lesen im Großen und Ganzen doch Spaß.Jedoch wirkte einiges aufgesetzt, inszeniert oder etwas zu viel.Manchmal hatte ich das Gefühl zu wissen was passiert und manchmal nicht.
Nick erscheint mir wie Avery's Gegenstück. Er ist bestimmend, selbstbewusst und nimmt sich das was er möchte. "Wenn ich etwas sehe, das ich haben will, greife ich danach." (S.63) Doch auch Nick scheint mehr als ein Geheimnis in sich zu tragen...
Für Avery gehören Geheimnisse zur Normalität. Sie gibt ein Leben vor welches nicht ihres ist, weil sie Angst hat Nick zu verlieren.Sie versteckt alle Geheimnisse tief in sich und lässt keinen heran. Die Nebenfiguren gefallen mir sehr gut. Tasha Avery's beste Freundin, Manni der Portier und natürlich Margot. Claire ist mir ebenfalls sehr sympatisch und ich habe überlegt ob ich jemand völlig fremdes meine Wohnung für 4 Monate überlassen würde...Einzig alleine die Charaktere Joel und Kimmie haben mich fast in den Wahnsinn getrieben,aber sie sind beide herrlich schön fies gemacht.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm.Jedoch bin ich über einige Sätze gestolpert. Da das Buch komplett aus Avery's Sicht geschrieben ist kann man ihr Gedanken, Gefühle und ihr Handeln verstehen. Denn Stück für Stück kommt das was Avery verstecken will ans Licht.

Da das Buch mit einem großen Cliffhanger endet bin ich sehr gespannt auf Band 2.
Alles in allem ein gelungenes Buch mit ein paar Stolpersteinen.

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HappyEndBuecherdeNicole HappyEndBuecherdeNicole

Veröffentlicht am 16.05.2017

Enttäuschender „Fifty Shades of Grey“ Abklatsch ohne Handschellengerassel, in dem die Heldin sehr unlogisch agiert.

Die Malerin Avery, lebt in Manhattan und jobbt abends in einer Bar. Seit sie von ihrem Vermieter die Kündigung bekommen hat, ist sie hin und hergerissen. Denn sie möchte, ihrem neuen Leben keinesfalls ... …mehr

Die Malerin Avery, lebt in Manhattan und jobbt abends in einer Bar. Seit sie von ihrem Vermieter die Kündigung bekommen hat, ist sie hin und hergerissen. Denn sie möchte, ihrem neuen Leben keinesfalls so schnell wieder der Rücken kehren. In ihrer eigentlichen Heimat wartet nämlich keiner mehr auf sie. Lediglich ihre geliebte Mutter, doch die hat ganz andere Probleme. Averys Mutter sitzt wegen Mordes im Gefängnis und ein mögliches Berufungsverfahren steht in den Sternen. Avery, die noch sehr mit den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, ist ein sehr verschlossener Mensch, dem es schwer fällt, sich jemandem anzuvertrauen. Dennoch hat sie in Manhattan zwei Freundinnen gefunden. Eine von den beiden Frauen, Margot, ist zudem Leiterin einer gut gehenden Galerie, die Averys Bilder ausgestellt hat. Als Margot Avery eröffnet, dass der Besitzer der Galerie beschlossen hat Averys Bilder in Zukunft nicht mehr zu präsentieren, steht die junge Frau vor dem finanziellen Ruin. Zwar verdient sie nicht schlecht in ihrem Kellnerinnenjob, doch reicht ihr Lohn nicht aus, um eine neue Wohnung in Manhattan mieten zu können.

Da kommt Avery, das Angebot eines reichen Gastes in der Bar, gerade recht. Die verzweifelte Frau benötigt eine Vertrauensperson, die in deren Abwesenheit als Housesitter fungiert. Avery ist glücklich darüber, zumindest für ein paar Monate keine Geldsorgen zu haben, denn sie wird auch noch fürstlich belohnt für ihren „Nebenjob“. Die Wohnung, in der Avery für die nächsten Monate leben wird, entpuppt sich als luxuriöses Apartment und ein weiterer Mieter der in dem Wohnkomplex lebt, weckt schnell ihre Neugier und ihr Interesse. Dominic Baine, ein steinreicher, aber etwas zugeknöpft wirkender Geschäftsmann, der Avery sogleich fasziniert. Doch ausgerechnet bei einer Vernissage trifft sie ihren neuen Nachbarn erneut und begibt sich mit ihm kurz darauf, auf ein für sie ungewohntes Terrain. Sie hat einen aufregenden One Night Stand mit ihm. Avery glaubt, dass es dabei bleiben wird, denn was will ein reicher Mann, der praktisch jede Frau haben kann, ausgerechnet mit ihr? Doch nur zwei Wochen später, direkt nach seiner letzten Geschäftsreise, steht er plötzlich wieder vor ihr und lässt keinen Zweifel an seinen Absichten…

Nachdem ich vor langer Zeit Lara Adrians Historical Romances las, die sie unter ihrem Pseudonym Tina St. John schrieb, hatte ich die Autorin eigentlich schon wieder ganz aus den Augen verloren, da ich mit Para-Romances so gar nichts anfangen kann. Als ich nun entdeckte, dass Lara Adrian mit „For 100 Days- Täuschung“, endlich mal wieder einen Roman geschrieben hat, in dem sich keinerlei Vampire oder andere Wesen tummeln, wurde ich sehr neugierig auf den ersten Teil ihrer neuen Serie.

Die Story ließ sich auf den ersten 100 Seiten zunächst auch gut an, doch ab dann wurde es leider immer unglaubwürdiger. Zugegeben, es ist hier anzumerken, dass man es mit rein „erotischer Lektüre“ zu tun hat, in der erwartungsgemäß, die Handlungsfäden meistens etwas dünner ausfallen. ;-) Damit hätte ich durchaus auch leben können, doch zumindest hätte mir das Heldenpaar für eine bessere Bewertung sympathischer sein müssen. Leider agiert Avery aber so völlig unlogisch und untätig in gewissen Situationen. (Wieso bleibt sie etwa passiv, als sie fürchten muss, ihre Wohnung zu verlieren? Wieso versucht sie nicht, andere Ateliers darum zu bitten, ihre Bilder auszustellen? Wieso hält sie sich von ihrer Mutter fern, die sie ja über alles liebt und versucht nicht alles, um diese aus dem Gefängnis zu bekommen? Wieso nimmt sie es in Kauf ihren Job zu verlieren, meldet sich für einen Tag spontan krank, nur um mit Nick einen Tag verbringen zu können? Wieso lässt sie sich so schnell auf einen ihr völlig fremden Mann ein, der sie dominieren will? Völlig unglaubwürdig, wenn man bedenkt, was sie vor vielen Jahren ertragen musste! Und vor allem, warum in aller Welt hat sie noch Nerven für einen spontanen Kurzurlaub, nachdem sie gekündigt hat? Jeder normal denkende Mensch in Geldnöten, hätte in dieser Situation doch zunächst alles dafür getan, sich einen neuen Job zu suchen.)

Doch am übelsten ist mir aufgestoßen, dass Avery einfach alles mit sich machen lässt. Sie mutiert, sobald Nick in ihre Nähe kommt, zum sabbernden, libidogesteuerten, hirnlosen Wesen, dass absolut kein Rückgrat besitzt, leider! Von Dominic erfährt man im ersten Teil der neuen Reihe noch recht wenig. Außer dass er steinreich, berechnend und dominant ist. Und all das machte ihn mir nicht sympathischer.

Ehrlich gesagt fand ich, dass man es hier lediglich mit einem neuen, mäßigen Versuch einer Autorin zu tun bekommt, die auf den momentan hippen Fifty Shades of Grey Zug aufsteigen möchte (wobei ich mit Fifty Shades of Grey genauso wenig anfangen konnte), so leid es mir für Lara Adrian und ihrem Roman auch tut. Die explizit ausformulierten Liebesszenen trugen ihr Übriges dazu bei. Allerdings wiederholten sich manche Beschreibungen des Aktes immer und immer wieder, so dass sie mich beim Lesen irgendwann nur noch langweilten und ich am liebsten schnell weitergeblättert hätte. Dabei kann die Autorin durchaus schreiben, doch fand ich, hat sie sich mit diesem SOG Abklatsch leider keinen Gefallen getan. Innovativ geht anders.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

melissamay melissamay

Veröffentlicht am 14.05.2017

Sehr schön für Zwischendurch :)

„For 100 Days“ von Lara Adrian ist eine schön geschriebene, „luftig-lockere“ Story, die man mal eben so an einem Stück durchlesen kann.
Ich war von dem Buch dann leider doch sehr enttäuscht, da ich mit ... …mehr

„For 100 Days“ von Lara Adrian ist eine schön geschriebene, „luftig-lockere“ Story, die man mal eben so an einem Stück durchlesen kann.
Ich war von dem Buch dann leider doch sehr enttäuscht, da ich mit einer anderen Erwartung daran gegangen bin. Ich wollte eine Story mit Tiefgang, Überraschungen und schönen Erotikszenen. Anfangs war dies auch sehr vielversprechend, aber je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr wurde sie in die Länge gezogen. Die Handlung kam irgendwie nicht vorwärts und es gab sehr viel sinnlosen Sex. Die Erotikszenen sind wirklich gut geschrieben, aber mir persönlich war das dann doch zu viel. Es ist zwar ein Erotikbuch, aber wenn zwischen den Szenen gerade mal 2 Sätze gesprochen werden und dann kommt schon der nächste stundenlange Sex, finde ich diesen einfach nicht mehr angebracht. Das wirkte so, als wären das nur „Filler“ - Kapitel, um die Handlung hinauszuzögern.
Auch hat Avery sich von der taffen, selbstständigen jungen Frau in eine Art notgeiles Schoßhündchen verwandelt, die springt, sobald mit den Fingern geschnippt wurde. Am Ende des Buches kam dann auch endlich die große Auflösung der Geheimnisse, die größtenteils vorauszusehen waren, aber das brachte doch nochmal etwas Spannung mit hinein. Der Cliffhanger animiert zum weiterlesen der Reihe und auch wenn ich bei diesem Teil so enttäuscht wurde, werde ich weiterlesen, denn jetzt weiß ich was ich zu erwarten habe und kann mit einer anderen Einstellung anfangen zu lesen.

Fazit:
„For 100 Days“ überzeugt mit einem leichten Schreibstil, in den man sofort abtauchen kann. Wer nach einem schönen, entspannenden Buch für zwischendurch sucht, hat damit genau das Richtige gefunden. Wer jedoch etwas Tiefgang und Spannung erwartet, der sollte sich doch nochmal woanders umschauen…

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Autor

Lara Adrian

Lara Adrian - Autor
© Lara Adrian

Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Neuengland. Seit ihrer Kindheit hegt sie eine besondere Vorliebe für Vampirromane. Zu ihren Lieblingsautoren zählen Bram Stoker und Anne Rice.

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