Das Herz aus Eis und Liebe
 - Renée Ahdieh - Hardcover

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

18,00

inkl. MwSt.

One
Hardcover
Erzählendes für junge Erwachsene
431 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0088-7
Ersterscheinung: 28.06.2019

Das Herz aus Eis und Liebe

Band 2
Übersetzt von Martina M. Oepping

(15)

Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen genommen wurde, hat Mariko keine Wahl mehr. Sie muss Prinz Raiden und ihrem Bruder nach Inako folgen und sich als Braut des Prinzen den Gefahren und Intrigen stellen, die am Hof auf sie lauern. Von nun an sind Klugheit und Umsicht ihre Waffen. Damit will sie die Ränkeschmiede aufdecken und für Gerechtigkeit sorgen. Doch hinter jedem Geheimnis verbirgt sich ein weiteres. Werden Mariko und Okami aus diesem Lügennetz entkommen?



Rezensionen aus der Lesejury (15)

Hannah05 Hannah05

Veröffentlicht am 21.07.2019

Kann Band eins leider nicht das Wasser reichen....

Der erste Band der Diologie hat mich letztes Jahr sehr positiv überraschen können. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Liebesgeschichte so packen und mich der Plot so überzeugen würde. Demnach ... …mehr

Der erste Band der Diologie hat mich letztes Jahr sehr positiv überraschen können. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Liebesgeschichte so packen und mich der Plot so überzeugen würde. Demnach habe ich mich sehr auf,, Das Herz aus Eis und Liebe" gefreut. Ich war gespannt auf all die Fragen, die in diesem Band geklärt würden. Inwiefern mich dieses Buch überzeugen konnte, erfährt ihr in folgender Rezension.

Es ist mittlerweile knapp ein Jahr her, dass ich den ersten Band gelesen habe, weswegen ich Schwierigkeiten hatte, wieder in das Buch hineinzufinden. Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass ich,, Ein Mädchen aus Feuer und Sturm" noch einmal hätte über fliegen können, doch dazu fehlte mir die Zeit. Somit bräuchte ich ein bisschen Zeit und Geduld, bis ich wieder vollkommen in der Geschichte drin war. Das Buch ist generell durch seine japanisch angehauchte Welt und den verschiedenen, ungewohnten Namen komplex aufgebaut und eine kleine Hilfe am Anfang würde dem Leser den Einstieg in das Buch sehr erleichtern.

Doch die Schwierigkeiten beim Einstieg lagen nicht nur daran, dass die Autorin rasant in irgendeine Szene eingestiegen ist, ohne auch nur die ein oder andere Erklärung zu liefern, auch der ständige Perpektivenwechsel trug dazu bei. Auch wenn ich es gut finde dadurch die verschiedenen Ziele und Personen besser zu verstehen, hatte ich trotzdem das Gefühl, auf der Stelle stehen zu bleiben.

Was mich direkt zum nächsten Punkt bringt: Die Spannung. Hierbei muss ich sagen, dass diese beinahe immer vorhanden ist und der Spannungsbogen auf und ab geht - also genauso wie er sein muss. Mit der Zeit klärt die Autorin die verbleibenden Fragen aus Band eins auf und es ist schön zu lesen, wie sie die lang ersehnten Antworten mit in die Geschichte einfließen lässt. Dadurch dass ich stets aufmerksam gelesen habe, fiebert ich umso mehr mit und habe dem Ende quasi entgegen gesehnt.

Es ist zwar nicht genau das, was ich mir erhofft hatte, da es für meinen Geschmack ein bisschen zu viel,, Ende gut, alles gut" ist, doch rückblickend gesehen, gab es schon weitaus schlimmere. Der erwartete Showdown tritt ein bisschen weniger spektakulär, doch die gefährliche und rasante Atmosphäre ist dennoch zu spüren.

Eine Sache, die mir definitiv zu kurz gekommen ist, ist die Lovestory zwischen Okami und Mariko. Irgendwie ist diese bestimmte Chemie, die sonst immer für ein kribbeln im Bauch sorgte, wie verschwunden. Es gab in diesem Buch sehr viele Handlungen, weswegen die Geschichte der beiden leider ein bisschen rechts liegen gelassen wurde und die Gefühle dadurch nicht mehr so präsent sind wie in Band eins.

Mariko als Hauptprotagonistin könnte mich wieder einmal durch ihre Intelligenz und ihren starken Willen überzeugen! Ich bewundere ihre kämpferische Art und ihr taktisches Denken war toll zu verfolgen. Yumi und Keshin waren gerade zu Anfang sehr präsent, doch verloren sich ab der Mitte des Buches ein wenig, sodass man von jedem von ihnen zum Schluss leider nicht mehr viel erfährt.
Okami, Raidan und Roku sind spannende Charaktere und vor allem erstere könnte mich genauso wie Mariko wieder einmal begeistern. In Band zwei erfährt man viel mehr über die zwei Brüder Roku und Raidan und den Einen (ich verrate nicht welchen ?) mochte ich zum Schluss sehr gerne.

Fazit: Mit,, Das Herz aus Eis und Liebe" hat es die Autorin leider nicht geschafft an Band eins heranzukommen. Mir fehlte sowohl das Knistern zwischen Okami und Mariko, als auch der erwartete Showdown am Ende. Durch den ständigen Perspektivenwechsel gibt es zu viele Handlungen, die auch durch die grundlegende Spannung nicht interessanter werden. Positiv überrascht haben mich die Antworten auf die verbleibenden Fragen und alles im allem war es ein gutes Buch für Zwischendurch.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

dielesebrille dielesebrille

Veröffentlicht am 18.07.2019

Im Gegensatz zu Band 1 nicht zu 100% überzeugend

Das Herz aus Eis und Liebe
Autorin: Renée Ahdieh
Seitenzahl: 433
Verlag: ONE
Erschienen: Juni 2019
Genre: Liebe, New Adult

Klappentext:

Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen ... …mehr

Das Herz aus Eis und Liebe
Autorin: Renée Ahdieh
Seitenzahl: 433
Verlag: ONE
Erschienen: Juni 2019
Genre: Liebe, New Adult

Klappentext:

Nachdem der Schwarze Clan aufgeflogen ist und Okami gefangen genommen wurde, hat Mariko keine Wahl mehr. Sie muss Prinz Raiden und ihrem Bruder nach Inako folgen und sich als Braut des Prinzen den Gefahren und Intrigen stellen, die am Hof auf sie lauern. Von nun an sind Klugheit und Umsicht ihre Waffen. Damit will sie die Ränkeschmiede aufdecken und für Gerechtigkeit sorgen. Doch hinter jedem Geheimnis verbirgt sich ein weiteres. Werden Mariko und Okami aus diesem Lügennetz entkommen?

Meine Meinung:

Es hat einige Zeit gedauert bis mit "Das Herz aus Eis und Liebe" der zweite Band der "Samurai-Dilogie" den Weg in unsere Hände fand. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich erstmal mein Gehirn ein wenig zurück spulen musste, um die Kurve zu den Geschehnissen im ersten Teil wiederzufinden. Denn nach all der Zeit und bei der komplexen Welt, die einen hier erwartet, ist man im ersten Moment doch etwas aus der Materie draußen. Aber wenn man den Faden erst einmal wieder gefunden hat, dann stellt sich bald der Aha-Effekt ein.

Die Handlung knüpft nahtlos an den ersten Band der Dilogie an. Diesmal heißt es: auf nach Inako. Der schwarze Clan ist aufgeflogen, Okami ist gefangen und Mariko soll Prinz Raiden heiraten. Natürlich steht außer Frage, dass sie davon alles andere als begeistert ist. Doch man muss ja in allem den Vorteil sehen und die Möglichkeiten nutzen, um eventuell den ein oder anderen Überraschungsmoment nutzen zu können. Das alles ist jedoch gar nicht so einfach, denn die Umstände werden immer problematischer und Mariko weiß bald nicht mehr, was sie noch glauben kann. In Inako scheint niemand der zu sein, der er scheint und es steht die Frage im Raum, wer im Hintergrund eigentlich die Fäden zieht...

Zum Inhalt dieses Buches kann ich eigentlich gar nicht so viel sagen, ohne zu spoilern. Dafür ist das Ganze einfach zu komplex, als dass ich da mit ein paar belanglosen Aussagen um mich werfen könnte.
Ich habe mich, trotz, dass seit dem ersten Band recht viel Zeit vergangen war, darauf gefreut, wieder in die Geschichte einzutauchen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Einstieg doch etwas schwerfiel. Das lag nicht daran, dass ich nichts mehr aus dem ersten Teil wusste, sondern eher an der Kultur bzw deren Umständen, die in dieser Geschichte vorherrschen. Nachdem Mariko nun am Kaiserhof angekommen ist, wechselt damit logischerweise die gesamte Grundlage. Während wir im ersten Band dem Schwarzen Clan gefolgt sind und ihre Reisen samt Abenteuern begleitet haben, befinden wir uns nun eingekesselt in den Mauern des Herrschers. Und so wie Mariko regelrecht im goldenen Käfig sitzt, so fühlte ich mich beinahe auch als Leser so. In diesem Band geht es einfach mehr um die internen Probleme, die Intrigen und Machtspielchen am Hof. Und das schlägt sich natürlich auch in der Handlung wieder. Ich hatte teilweise wirklich Probleme, dem Ganzen folgen zu können, da natürlich auch viele fremde Begriffe und noch dazu zahlreiche unterschiedliche Charaktere eine Rolle spielen. Das wurde erst zur Mitte des Buches hin irgendwie einfacher.

Was mir sehr gut gefiel war allerdings Marikos Rolle. Ich finde ihre Entwicklung wirklich toll und war beeindruckt, wie sie in diesem Band alles, was da um sie herum geschehen ist und was sie regeln musste, auf ihre ganz eigene Art gelöst hat. Ich mag sie als Protagonistin sehr gerne und finde sie wirklich toll umgesetzt. Auch die Thematik rund um den Schwarzen Clan konnte mich weiterhin begeistern, auch wenn deren Rolle beinahe ein wenig abgeschwächt war. Der überraschendste Charakter in diesem Teil war definitiv Raiden. Hier war ich tatsächlich überrascht über die Ereignisse und ich denke, dem ein oder anderen von euch wird es eventuell genauso gehen.

Während die erste Hälfte des Buches in meinen Augen ein wenig vor sich hindümpelte, so nahm die Geschichte dann wieder richtig an Fahrt auf und ich war gespannt, wie das Ganze ausgehen würde. Die Autorin hat wieder eine sehr schöne Mischung aus Action, Dramatik und Spannung geschaffen und all das verankert in einer für uns fremden Kultur, was ja sowieso einen besonderen Reiz ihrer Bücher ausmacht. Das große Finale kam dann im Hinblick auf den Verlauf der Geschichte relativ flott, so dass ich hier der Meinung war, es hätte hier teilweise etwas mehr Tiefe verdient gehabt. Im Gegensatz zum ersten Teil war ich diesmal nicht zu 100% überzeugt von dem Buch, aber auch nicht unzufrieden, so dass ich dennoch froh bin, hier weitergelesen zu haben.

Fazit:
★★★☆ ☆
Im ersten Teil des Buches hatte ich tatsächlich ziemlich zu kämpfen, aber gegen Ende konnte ich mich dann nicht mehr davon lösen. Für diesen zweiten Band der Dilogie vergebe ich 3 von 5 Sternchen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Rosa333 Rosa333

Veröffentlicht am 17.07.2019

Enttäuschend

Nachdem mich der erste Teil über alle Maßen begeistert und überzeugt hat, habe ich an den zweiten Teil der Dilogie hohe Erwartungen gestellt. Zu hohe, wie es scheint. An dem atmosphärischen Schreibstil ... …mehr

Nachdem mich der erste Teil über alle Maßen begeistert und überzeugt hat, habe ich an den zweiten Teil der Dilogie hohe Erwartungen gestellt. Zu hohe, wie es scheint. An dem atmosphärischen Schreibstil der Autorin hat sich zwar nichts geändert, aber die Geschichte insgesamt konnte mich nicht so wirklich überzeugen. Es wurden viele Fragen unbeantwortet gelassen, zum Beispiel was Yumis Zukunft angeht; außerdem hätte ich mir gewünscht, zu erfahren, wie es mit Okami und Mariko nach der Krönung Raidens weitergeht.
"Das Mädchen aus Feuer und Sturm" hat mich in seinen Bann gerissen, hat mich überrascht, mich erschrocken und mich mit den Charakteren mitfiebern lassen. Ich habe mich in die Geschichte Marikos verliebt, in das Setting, in den Schwarzen Clan, den einzigen Ort der Welt, an dem Mariko wirklich verstanden und so angenommen und geliebt wird, wie sie ist. Der Nachfolgeband hatte - für meine Begriffe - nichts mehr von diesem Zauber, und er hatte nichts Neues, Überwältigendes an sich. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge habe ich an manchen Stellen als unübersichtlich und verwirrend empfunden, zumal viele von ihnen kein klares Ende hatten, sondern irgendwann einfach so ins Nirgendwo ausliefen.
Um noch einmal auf Okami und Mariko zurückzukommen: Auch in diesem Buch hat mir das Zusammenspiel der beiden sehr gut gefallen, und ich finde, dass ihnen viel zu wenige gemeinsame Szenen beschieden worden sind. Mir hätte es gefallen, wenn ihre Liebesgeschichte mehr im Vordergrund gestanden hätte, wie es im ersten Teil der Fall war, denn sie ist das, was mir am besten in beiden Bänden gefallen hat, und auch der Grund dafür, dass ich diesem Buch trotz aller aufgelisteten Mängel drei Sterne gebe. Ich liebe die beiden Charaktere, und für sie hat es sich gelohnt, dieses Buch zu lesen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

prettytiger prettytiger

Veröffentlicht am 17.07.2019

Das Herz aus Eis und Liebe (Bd.2) von Renée Ahdieh

Meine Rezension:

Mariko steht die schwerste aller Prüfungen bevor: Ōkami wird im kaiserlichen Palast gefangen gehalten, der Schwarze Clan scheint zerschlagen und sie selbst soll in wenigen Tagen die ... …mehr

Meine Rezension:

Mariko steht die schwerste aller Prüfungen bevor: Ōkami wird im kaiserlichen Palast gefangen gehalten, der Schwarze Clan scheint zerschlagen und sie selbst soll in wenigen Tagen die Ehefrau von Prinz Raiden werden, dessen unberechenbarer Bruder Roku derzeit auf dem Thron sitzt. Dennoch weigert sie sich die Hoffnung aufzugeben. Mariko kämpft - um die zu schützen, die sie liebt.

Eine magische Geschichte mit faszinierenden Komponenten, mit so manchem Plot-Twist und einem besonderen Flair durch das japanische Setting. Der Auftaktband der neuen Reihe von Renée Ahdieh hat mich in vielen Punkten überzeugt - der Einstieg in den zweiten Band der Dilogie wollte mir zu Beginn dann allerdings nur schwer gelingen. Ohne Hilfestellung durch eine Zusammenfassung der Vorgeschehnisse waren die vielen Namen schlicht und ergreifend verwirrend. So hat es eine Weile gedauert, bis ich in Marikos Welt wieder Fuß fassen konnte.

Doch auch danach konnte mich die Erzählung erst gegen Ende hin richtig fesseln. Die unbeschwerte Kulisse des Jukaiwaldes und der gelegentliche Humor unter den Männern fehlten. Eingetauscht gegen das gefährliche Terrain des kaiserlichen Palastes, wo Mariko sich schnell in Machtspiele verwickelt sieht. Die Storyline ist zwar stimmig, dennoch gefiel mir das Setting des ersten Bandes bei weitem besser.

Mariko ist auch im zweiten Band unerschütterlich und stark, ihr Kopf steckt voller Ideen, um Ōkami aus seiner dunklen Zelle zu befreien. Dennoch konnten neben ihr die meisten Charaktere nicht zeigen, was in ihnen steckt. Vielmals bleiben die Beschreibungen an der Oberfläche, sodass die Figuren weniger griffig erschienen, als noch in „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“. Zwischen den einzelnen Kapiteln kommt es immer wieder zu Sprüngen, sodass die Szenen in sich oftmals nicht abgeschlossen wirken. Zudem bleibt manches ungesagt, sodass sich der Leser einige Schritte der Handlung selbst ausmalen kann.

Der Abschluss und besonders die Szene im Epilog haben mir dann doch noch gut gefallen. Mit „Das Herz aus Eis und Liebe“ endet Marikos Geschichte, auch wenn einige Fragen offen bleiben. Ein zäher Einstieg und für mich nicht ganz überzeugende Charaktere machen das Buch allerdings zu einem eher durchwachsenen Leseerlebnis. An den Auftakt der Reihe reicht die Fortsetzung somit nicht heran. Nichtsdestotrotz ist Renée Ahdieh ein runder Abschluss gelungen, der die Grundstory in vielen Punkten abschließt.

Bewertung: 2,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Schugga Schugga

Veröffentlicht am 16.07.2019

Im Vergleich zu Band eins ging der rebellische Charme etwas verloren

"Das Herz aus Eis & Liebe" ist der zweite Teil der Samurai-Dilogie und schließt an "Das Mädchen aus Feuer & Sturm" an. Spielte der erste Teil noch schwerpunktmäßig im Wald, wo sich Mariko beim Schwarzen ... …mehr

"Das Herz aus Eis & Liebe" ist der zweite Teil der Samurai-Dilogie und schließt an "Das Mädchen aus Feuer & Sturm" an. Spielte der erste Teil noch schwerpunktmäßig im Wald, wo sich Mariko beim Schwarzen Clan einschlich, ist sie nun im Palast angekommen, um Prinz Raiden wie geplant zu heiraten. Während Roku, Raidens Bruder und neuer Kaiser, Okami foltert und Mariko eine Verbindung zum Schwarzen Clan nachweisen will, versucht sie, die Rolle des vertrauenswürdigen Opfers der Entführung zu spielen und Okami heimlich zur Flucht zu verhelfen. Doch auch der Schwarze Clan bleibt derweil nicht untätig, allen voran Yumi, die Schwester des Clanführers. Und im Hintergrund zieht jemand noch viel Mächtigeres seine Fäden im Spiel um die Macht.
Oh, was war ich nach Band eins neugierig auf die Fortsetzung! Endlich erfährt man, wer den Überfall auf Mariko geplant hatte und mit welchem Ziel. Leider muss Mariko jetzt meistens die Rolle der unterwürfigen Frau spielen, um im Palast nicht aufzufallen. Ihr Stärke liegt nun im Erkennen von Intrigen, Pläneschmeiden und heimlichen Aktivitäten, das Rebellische an ihr geht dadurch etwas verloren. Der starke weibliche Charakter ist diesmal Yumi, die leider nicht allzu häufig vorkommt. Bei den Männern sind vor allem Marikos Bruder Kenshin sowie die Brüder Roku und Raiden interessant, jeder von ihnen macht Charakterentwicklungen durch, welche nicht unbedingt voraussehbar sind. Und auch Magie spielt diesmal eine größere Rolle, zumal auch mehr zu den Hintergründen erzählt wird.
So spannend es auch war, vor allem, was die Hintergründe und die Magie betraf, konnte der zweite Band für meinen Geschmack nicht ganz an den ersten heran reichen. Zwar war die Atmosphäre des fernöstlichen Palastes sowie deren Bewohner wieder ausreichend bildhaft beschrieben, dass ich mir die Szenen beim Lesen vorstellen konnte. Aber die Palastintrigen selbst, die Psychospielchen des Kaisers oder die pubertären Streitereien zwischen Mariko und Okami waren einfach längst nicht so interessant wie die Abenteuer und Charakterentwicklung, welche Mariko zuvor erlebte. Auch war mir die Anlaufstrecke zur großen Entscheidung, bei der sich alles änderte, im Verhältnis zu lang, während am Schluss alles fast schon wie überstürzt wirkte und zuviele Schicksale ungeklärt blieben, wie z. B. die von Yumi und Kenshin.
Der Abschluss der Dilogie klärt viele Fragen und Hintergründe, lässt jedoch zum Schluss viele Schicksale offen und hat im Vergleich ein wenig an rebellischem Charme einbüßen müssen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Renée Ahdieh

Renée Ahdieh - Autor
© Chuck Eaton

  Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern. Mit Zorn und Morgenröte legt sie ihren ersten Roman vor, zu dem es eine Fortsetzung geben wird, an dem die Autorin gerade arbeitet.

Mehr erfahren
Alle Verlage