Das Herz des Verräters
 - Mary E. Pearson - Hardcover

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18,00

One
Hardcover
Junge Erwachsene
527 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0042-9
Ersterscheinung: 26.05.2017

Das Herz des Verräters

Die Chroniken der Verbliebenen
Band 2

(73)

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen ...

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Pressestimmen

„Superspannend!"

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Rezensionen aus der Lesejury (73)

sandrasbookcorner sandrasbookcorner

Veröffentlicht am 15.08.2017

Grandioser zweiter Band!

Inhalt

Achtung Spoiler!

Der zweite Teil setzt genau da an, wo der erste geendet hat. Lia ist zusammen mit Rafe am Hof des Komizars von Venda angekommen. Dorthin hat sie Kaden, der Attentäter verschleppt. ... …mehr

Inhalt

Achtung Spoiler!

Der zweite Teil setzt genau da an, wo der erste geendet hat. Lia ist zusammen mit Rafe am Hof des Komizars von Venda angekommen. Dorthin hat sie Kaden, der Attentäter verschleppt. Der präsentiert Lia und Rafe als seine Gefangenen.
Der Komizar von Venda ist ein sehr intelligenter und berechnender Mann. Skrupellos und eiskalt kennt er nur eine Sache: Sein Reich.
Er ist sich noch nicht ganz schlüssig, ob er für Lia Verwendung hat. Er überlässt sie erst einmal Kaden, der sich ein wenig um sie kümmern soll. Rafe dagegen hat dem Komizar einen Handel vorgeschlagen. Er gibt vor, im Namen des Prinzen unterwegs zu sein. Der angeblich ein Bündnis mit Venda schließen möchte. Ein gefährliches Spiel.

Lia und Rafe nutzen jede der wenigen Gelegenheiten, wo sie unbeobachtet sind, um Pläne für ihre Flucht zu schmieden. Rafe hofft indessen immer noch auf seine Freunde, die ihnen helfen wollen. Aber je mehr Zeit vergeh, umso geringer wird die Hoffnung, daß Hilfe unterwegs ist.

Der Komizar benutzt Lia währenddessen als Hoffnungsträger. Er stellt sie seinem Volk als Überläuferin vor, die vor ihren eigenen Leuten geflohen ist. Schlimmer noch, er will sie zu einer Heirat mit ihm zwingen. Aber Lia findet auch Verbündete.
In den Kindern und der kleinen Aster, die Lia mit allem versorgt. Und auch in den Schneiderinnen, die Lia vendische Kleider schneidern, um ihr Anerkennung zu zollen. Sie bekommt auch von einigen unerwarteten Seiten Unterstützung.

Zwischen den Fronten stehen Rafe und Kaden. Kaden hat seinem Komizar und dem Land Venda Treue geschworen. Obwohl er nicht mit allen Entscheidungen des Komizars einverstanden ist, die Lia betreffen, lässt er ihn zähneknirschend gewähren. Rafe hingegen tritt als Abgesandter des Prinzen von Dahlbreck auf. Immer darauf bedacht, seine wahren Gefühle für Lia zu verbergen.

Und Lia? Sie gewinnt das Wohlwollen des Volkes, glaubt dieses doch, daß sie die Gabe besitzt und vielleicht etwas mit einer alten Legende zu tun hat.

Meine Meinung zu diesem Buch:


Wow!!! Mir hat bereits der erste Band sehr gut gefallen, aber der zweite ist einfach nur Wow! Dieses Mal steht Lia mehr im Focus. Sie ist schon lange nicht mehr die Prinzessin. Die hat sie bereits im ersten Band hinter sich gelassen. Nun muss Lia sich mit ihrer Gabe auseinandersetzen und rückt auch in das Interesse des Volkes, welches etwas Besonderes in ihr sieht. Sie muss überlegen, wie sie das Überleben von Rafe sichert. An diesem Punkt bleibt ihr also gar keine andere Wahl, als scheinbar die Frau des Komizars zu werden.
Kaden versucht immer wieder sich schützend vor Lia zu stellen. Dies gelingt ihm meistens ganz gut. Aber vor der Willkür des Komizars kann auch er sie nicht beschützen. Ich habe mit allen dreien gehofft und gebangt!

Das Buch liest sich flüssig und die Geschichte ist sehr spannend.
Auch hier wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten erzählt. Das gibt dem Leser Einblicke in die verschiedenen Sichtweisen und bringt ihm die Seite der Figuren im Hintergrund näher. Die vermeintlichen Barbaren aus Venda sind den Menschen der anderen Königreiche gar nicht so unerähnlich. Dies stellt auch Lia fest. Die uralten Geschichten der verschiedenen Reiche spielen eine größere Rolle, die sich dem Leser nach und nach erschließt.
Zum Schluss kann ich nur sagen:
Ich bin begeistert und sehr gespannt, ob die Reihe auch weiterhin so spannend bleibt!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gwendolyn22 Gwendolyn22

Veröffentlicht am 23.07.2017

Ähnlich durchwachsen wie Band I

Nachdem Band I erst im letzten Teil vermochte, Spannung aufzubauen, war ich umso gespannter auf Band II.

Inhalt:
Der zweite Band der Reihe „Die Chroniken der Verbliebenen“ ist ähnlich aufgebaut wie Band ... …mehr

Nachdem Band I erst im letzten Teil vermochte, Spannung aufzubauen, war ich umso gespannter auf Band II.

Inhalt:
Der zweite Band der Reihe „Die Chroniken der Verbliebenen“ ist ähnlich aufgebaut wie Band 1. Auch hier wird wechselnd aus der Perspektive Lias, Rafes und Kadens erzählt.
Der Leser wird mitten ins Geschehen geworfen, findet sich aber dank der Kenntnis des ersten Buches sofort zurecht:
Nach der Gefangennahme von Lia und Rafe in Venda werden beide getrennt eingesperrt. Der gesamte Band handelt nun davon, wie Lia und Rafe ihre Fluchtpläne schmieden, sie den Komizar kennen lernen und wie sie Venda entdecken.

Meine Meinung:
Mary E. Pearson beschreibt Lias Gefühlswelt eindringlich und nachvollziehbar. Leider entstehen dadurch Redundanzen in Lias inneren Monologen, da sie manche Gedanken einfach wieder und wieder hat. Ihre Gabe zeigt sich immer noch nicht durchweg und hätte nach meinem Geschmack deutlicher dargestellt werden müssen. Auch die Hintergründe zur Geschichte von Morrighan, Dalbreck und Venda mit ihren Legenden um Gaudrel und Co. Werden erst im zweiten Teil angesprochen, aber nur angerissen und nicht vertieft, was schade ist. Auch andere Elemente dieser teils fantastischen Welt werden nur angedeutet und nicht ausführlich geschildert. Ein Potenzial, das mehr hätte ausgeschöpft werden können.
Leider gibt es – gerade am Anfang des Buches – deutliche Längen; die Handlung kommt für mein Gefühl erst im zweiten Teil richtig in Gang, so dass es dann auch deutlich spannender wird. Überraschende Ereignisse bzw. Wendungen kommen dann auch vor.
Da das Gesehehen ausschließlich in Venda statt findet, wirkt die Erzählung im Vergleich zum ersten Band noch „statischer“.
Die Charaktere werden gut beschrieben, sind mir aber – durch die Sprache und den Stil in den einzelnen Kapiteln – zu wenig von einander unterscheidbar. Lia ist eine sehr starke Frau, die immer wieder durch ihre innere Stärke imponiert.
Teilweise war ich überrascht, weil das Buch wirklich schöne, ergreifende Passagen und weise, poetische Sätze enthält, die man sich sofort abschreiben und an die Wand hängen möchte. Leider wechselt dies mit recht banalen Beschreibungen der Welt in Venda ab.
Das Finale ist wirklich gut gelungen, aber dieses hätte ich mir am Ende des ersten Teiles gewünscht, wenn die Handlung vorher gestrafft worden wäre – was Sinn gemacht hätte. So wirkt es – wie auch schon im ersten Band – sehr gestreckt.

Fazit:
Ein häufig fehlender Spannungsbogen führt dazu, dass das Buch im Vergleich zu Band 1 noch einmal abfällt. Auch den roten Faden habe ich häufig vermisst, da die Handlung nur so dahin plätscherte.
Ich vergebe drei Sterne und hoffe, dass mich das letzte Buch der Trilogie mehr fesseln kann.

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 19.07.2017

In Venda

Dieser Teil fängt da an, wo "Der Kuss der Lüge" endete. Lia und Rafe sind Gefangene des Komizars in Venda und Kaden ist hier bekannt als "der Attentäter" und rechte Hand des Komizars. Nieman darf wissen, ... …mehr

Dieser Teil fängt da an, wo "Der Kuss der Lüge" endete. Lia und Rafe sind Gefangene des Komizars in Venda und Kaden ist hier bekannt als "der Attentäter" und rechte Hand des Komizars. Nieman darf wissen, wer Rafe wirklich ist und wieviel Lia und er sich bedeuten. Kann Lia das auch vor Kaden verbergen, in dessen Zimmer sie untergebracht wird? Und wie kommt sie mit den Bräuchen in Venda zurecht und wird ihre Gabe sich weiter zeigen?
Auch der zweite Teil konnte mich überzeugen und ich habe ihn verschlungen. Sehr gute Beschreibung von Venda und den Gepflogenheiten und Eigenheiten dort, aber auch des Palastes mit seinen vielen Gängen, die manchmal ins Nirgendwo führen.
Auch hier gibt es wieder Auszüge aus Gaudrels Lied und dem Lied der Vendra und wir erfahren nun, wer mit den "Verbliebenen" gemeint ist. Durch die wechselnden Perspektiven (auch wenn die Hauptperspektive weiterhin die von Lia ist), erhält man Einblicke in die Denkweise und Gefühlswelt von Rafe und Kaden, doch auch einige Kapitel aus der Sicht von Pauline, die wieder in Morrhigan ist, sind sehr aufschlussreich.
Dies ist kein schwächerer zweiter Band, der auf den nächsten vorbereitet, sondern einer, der es versteht, den Leser in seinen Bann zu ziehen - und am Ende hoffen lässt, der dritte Teil möge bald erscheinen.

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Ascari0 Ascari0

Veröffentlicht am 18.07.2017

Deutlich besser als Teil eins ...

"Das Herz des Verräters" ist der zweite Teil der "Remnant Chronicles"-Trilogie. Sorry, dass ich den englischen Titel verwende, aber die deutsche Formulierung "Die Chroniken der Verbliebenen" finde ich ... …mehr

"Das Herz des Verräters" ist der zweite Teil der "Remnant Chronicles"-Trilogie. Sorry, dass ich den englischen Titel verwende, aber die deutsche Formulierung "Die Chroniken der Verbliebenen" finde ich im Vergleich eher sperrig ...

Wer den ersten Teil "Der Kuss der Lüge" noch nicht kennt, sollte hier eher nicht weiterlesen, da Spoiler auf die Handlung aus dem ersten Teil nicht ausbleiben werden ...

Zum Inhalt:

Lia ist die Gefangene des Königreichs Venda. Von Kaden verschleppt und vom Komizar gefangen gehalten, ist es nun an ihr, alle ihre Fähigkeiten inklusive ihrer Gabe zu nutzen, um am Leben zu bleiben und die Flucht vorzubereiten. Erschwert wird das dadurch, dass Rafe, ihre große Liebe, ebenfalls nach Venda verschleppt wird. Lia sieht sich gezwungen, ihre Gefühle geheimzuhalten und gleichzeitig auf Kaden zuzugehen ...

Meine Meinung:

Ich fand ja im Gegensatz zu vielen anderen den ersten Teil dieser Trilogie nur mäßig spannend. Die Autorin verzettelte sich für meinen Geschmack vor allem in der ersten Hälfte viel zu sehr in der Liebesgeschichte ... Daher war ich entschlossen, mir mein endgültiges Urteil erst nach dem zweiten Teil zu bilden, ob mich diese Geschichte fesseln könnte.

Im Vergleich zum ersten Teil haben wir hier allerdings eine Lia vor uns, die bereits durch ihre Erlebnisse gewachsen ist. Das naive Mädchen macht einer jungen Frau Platz, die sich bewusst ist, dass ihr Leben nur an einem seidenen Faden hängt. Die abwägen muss, was sie sagt und tut, um nicht unter die Räder zu kommen. Gleichzeitig ist sie gezwungen, ihre Gefühle für Rafe in der Öffentlichkeit geheimzuhalten, um sich und ihn zu schützen.

Auf der anderen Seite steht Kaden, der dem Komizar zu Diensten ist und für den zumindest anfangs Venda immer an erster Stelle steht. Seine bereits im ersten Teil angedeuteten Gefühle für Lia werden hier stärker und man kann gut mit ihm mitfühlen, in welchem Konflikt er sich befindet. Der Antagonist dieses Buch schließlich ist der Komizar, der Vendas Geschicke lenkt und der Lia für seine Ziele einspannen will.

Wer sich von diesem Band mehr Action als im ersten Band erwartet, wird herbe enttäuscht werden. Auch die Liebesgeschichte nimmt im Vergleich keinen großen Raum ein (Gott sei Dank). Stattdessen geht es um Politik, Gewalt, Freundschaften, Geheimnisse, Intrigen und die Manipulation der einzelnen Figuren. Die Beziehungen stehen definitiv im Vordergrund. Man lebt und lernt mit Lia, sich an das Leben in Venda anzupassen. Der Feind hat viele Gesichter, nicht nur die offensichtlichen - das muss Lia im Verlauf der Geschichte mehr als einmal lernen.

Gerade deswegen gefiel mir dieses Buch aber deutlich besser als der erste Teil. Der Fokus rückt ab von den Gefühlen der Helden. Stattdessen werden jede Menge neuer Fragen gestellt, die neugierig machen. Was beispielsweise hat der Komizar vor? Inwiefern sind Lia, Kaden und Rafe davon betroffen? Welche Rolle spielt der Kanzler von Morrighan, der ja schon in Band 1 sehr undurchsichtig dargestellt wurde? Manche dieser Fragen werden beantwortet, einige bleiben offen ...

Wie schon in Teil eins zeigt Pearson auch hier, dass sie gut schreiben kann. Die Seiten flogen nur so dahin - und hier hatte ich nicht wirklich das Gefühl, mit Längen konfrontiert zu werden. Im Gegenteil, die Autorin konnte die Spannung für mich deutlich besser halten als noch in "Der Kuss der Lüge", auch wenn sie eher subtil eingesetzt wird.

Das Ende beinhaltet wieder einen Cliffhanger, der in meinen Augen deutlich schlimmer ausfällt als in Teil 1 - wenn nicht das allerletzte Kapitel wäre. Das nahm das gefühlte "Mir bleibt das Herz stehen" dann doch wieder heraus <:-D ...

Mein Fazit:

"Das Herz des Verräters" hat mir im Vergleich zu Teil eins deutlich besser gefallen, da der Fokus der Geschichte sich endlich auf die Dinge konzentriert, die in "Kuss der Lüge" nur angedeutet wurden. Politik, Intrigen, Gewalt sind in Venda an der Tagesordnung - und bringen die Geschichte auf ein neues, interessanteres Level als bisher.

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Tintenbluete Tintenbluete

Veröffentlicht am 18.07.2017

Spannende Fortsetzung einer vielversprechenden Jugendbuchreihe

„Das Herz des Verräters“ setzt genau dort an, wo „Der Kuss der Lüge“ geendet hat: Lia und Rafe werden als Gefangene durch die Gassen von Venda getrieben, während die Brücke hinter ihnen wieder hochgezogen ... …mehr

„Das Herz des Verräters“ setzt genau dort an, wo „Der Kuss der Lüge“ geendet hat: Lia und Rafe werden als Gefangene durch die Gassen von Venda getrieben, während die Brücke hinter ihnen wieder hochgezogen wird, wodurch klar wird, das es keinen Weg zurück gibt.

Wie schon im ersten Teil wird die Geschichte hauptsächlich aus Lias Perspektive erzählt, jedoch gibt es auch wieder einzelne Kapitel, die aus der Sicht von Kaden, Rafe und auch Pauline erzählt werden. Dabei schafft es die Autorin über die gesamte Geschichte hinweg, unnötige Wiederholungen zu vermeiden und die Spannung aufrechtzuerhalten. Durch die Mehrpespektivität kommt meiner Meinung nach sogar noch mehr Spannung in die Geschichte, da einige Handlungsverläufe nur angedeutet und erst einige Zeit später wieder aufgegriffen werden.

Auch bereits bekannt aus dem ersten Teil sind die Fragmente von Vendas Lied, Gaudrels Vermächtnis und dem heiligen Text von Morrighan, die einigen Kapitel vorangestellt sind und von der Vergangenheit der Königreiche erzählen. Im ersten Band haben mich diese bruchstückhaften Erzählungen noch überwiegend verwirrt, während im zweiten Band äußerst interessante Details ans Tageslicht gekommen sind, die mir Stück für Stück mehr Klarheit verschaffen haben. Ich bin gespannt, was der dritte und vierte Teil der Reihe hinsichtlich der Vergangenheit von Morrighan und Venda noch offenbaren werden, und wie sie den Bogen zur Gegenwart spannen werden.

Mit Venda hat die Autorin wieder eine ganz eigene Welt mit speziellen Sitten und Bräuchen entworfen, die eine besonders düstere Ausstrahlung hat und einige Geheimnisse in sich birgt. Der bildliche und detaillierte Schreibstil von Mary E. Pearson war wieder genauso großartig wie schon in Band eins und so hatte ich wie auch bei dem kleinen Fischerstädtchen Terravin vom Königreich Venda stets ein genaues Bild vor Augen.

Da „Das Herz des Verräters“ an einem neuen Schauplatz angesiedelt ist, treten natürlich auch eine ganze Menge neue Charaktere auf die Bildfläche. Da wäre zum Beispiel der Komizar, von dem man im ersten Teil schon immer mal wieder gehört hat, aber auch andere Bewohner Vendas werden dem Leser nach und nach vorgestellt, wodurch die Geschichte neuen Schwung bekommt. Nichts desto trotz schafft es die Autorin allerdings auch, liebgewonnene Nebencharaktere aus dem ersten Teil immer wieder geschickt einzubauen, worüber ich mich besonders gefreut habe.

Schon in meiner Rezension zum ersten Teil habe ich die Protagonistin Lia für ihre Stärke gelobt, doch in diesem Teil ist sie in vielerlei Hinsicht noch weiter über sich hinausgewachsen. So hat sie Stück für Stück verstehen gelernt, dass sich das Leben nicht immer nur in schwarz und weiß einteilen lässt, was sich auch auf ihr Handeln ausgewirkt hat. Insgesamt wirkt sie noch erwachsener und lässt ihr impulsives, unüberlegtes Verhalten größtenteils hinter sich, ohne dabei jedoch unsympathisch zu wirken, da sie trotz allem immer noch ein Mensch ist, der zuallererst auf sein Herz hört. Dadurch konnte ich mich stets gut in sie hineinversetzen und habe sie noch ein bisschen mehr in mein Herz geschlossen als es nach Band eins sowieso schon der Fall gewesen war.

Rafe war ja schon im ersten Teil der Reihe mein absoluter Favorit und das hat sich auch in diesem Buch nicht geändert. Jedoch stand er dieses Mal etwas im Hintergrund und hat leider nicht ganz so viel Raum bekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass sich das im nächsten Teil wieder ändern wird.

Kaden mochte ich gegen Ende des ersten Teils immer weniger, dies hat sich jedoch mit „Das Herz des Verräters“ wieder etwas relativiert. Das, was Rafe an Raum einbüßt, kommt Kaden zugute. Der Leser erfährt viel über seine Vergangenheit und seine Beweggründe, wodurch ich sein Verhalten jetzt viel besser nachvollziehen kann als zuvor.

Zu kritisieren habe ich eigentlich nur zwei Dinge. Zum einen fand ich den Mittelteil nicht ganz so spannend wie in „Der Kuss der Lüge“ – was allerdings nicht heißen soll, dass ich mich gelangweilt hätte, das war nämlich definitiv nicht der Fall – und zum anderen ging das Ende für meinen Geschmack etwas zu schnell über die Bühne. Nichtsdestotrotz haben mich die letzten Seiten aber mehr als neugierig auf den nächsten Teil gemacht, sodass ich es kaum noch abwarten kann, bis er endlich erscheint.


Fazit

Wie schon im ersten Teil der Reihe besticht Mary E. Pearson mit ihrem detaillierten und bildlichen Schreibstil und einem faszinierenden Worldbuilding. Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, die Storyline spannend und stimmig und zudem versteht es die Autorin bestens, die beiden Handlungsstränge von Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander zu verweben. Einen halben Stern Abzug bekommt das Buch von mir nur, weil mich der erste Teil besonders in der Mitte noch ein bisschen mehr packen konnte und mir das Ende in diesem zweiten Band etwas zu schnell kam.
Wenn ihr phantastische Jugendbuchreihen mögt, kann ich nur eines sagen: LEST DIESE BUCHREIHE!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

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