Der Kuss der Lüge
 - Mary E. Pearson - Hardcover

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18,00

One
Hardcover
Junge Erwachsene
559 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0036-8
Ersterscheinung: 16.02.2017

Der Kuss der Lüge

Die Chroniken der Verbliebenen
Band 1
Übersetzt von Barbara Imgrund

(84)

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ...

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Rezensionen aus der Lesejury (84)

Galladan Galladan

Veröffentlicht am 21.03.2017

Viel besser als der Titel erwarten laesst!

Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen. Band 1 von Mary E. Pearson, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 16.02.2017

Lia flieht vor einer arrangierten Hochzeit. Ihr Vater will mit dem ... …mehr

Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen. Band 1 von Mary E. Pearson, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 16.02.2017

Lia flieht vor einer arrangierten Hochzeit. Ihr Vater will mit dem benachbarten Königreich endlich einen haltbaren Frieden schaffen. Deswegen verspricht er dem sehr alten König seine Tochter mit dessen Sohn zu verheiraten. Lia, aufgewachsen mit mehreren Brüdern ist nicht die Prinzessin, die sich sowas gefallen lässt Als der Prinz ihre Bitte ihn vor der Heirat kennen zu lernen nicht beantwortet, flieht sie mit einer ihrer Hofdamen um in deren Dorf ein neues, bürgerliches Leben anzufangen. Lia wird Schankmaid und fängt schnell Streit mit hochmütigen Gästen an. Dann tauchen zwei recht unterschiedliche Fremde auf und bleiben einige Tage im Dorf. Beide verdrehen Lia den Kopf. Einer ist der Prinz, den sie sitzengelassen hat, der Andere ist ein Meuchelmörder aus einem dritten Reich, welches nicht will, dass die anderen Königreiche sich verbinden. Lia hat keine Ahnung.

Mary E. Pearson ist es gelungen einen Jugendroman zu schreiben der nicht in die Bachelor Schiene abrutscht. Lia und die anderen Charaktere sind sehr lebendig und wahrhaftig. Mit Lia ist eine kluge Person die einen eigenen Willen hat und den auch durchsetzt ohne sich darum zu scheren was die Tradition sagt aufgetaucht. Ich habe lange darauf gewartet ein so schönes, gut geschriebenes Jugendbuch mit einer heiratsfähigen Protagonistin zu lesen, dessen Handlung weit über das verworrene Teeneherzschmerzdurcheinander der letzten Jahre hinaus geht. Ich wünschte, die Fortsetzung wäre schon auf dem Markt, weil ich dringend weiterlesen muss. Klare Leseempfehlung

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Drakonia Drakonia

Veröffentlicht am 20.03.2017

Der Kuss der Lüge

Prinzessin Arabella, genannt Lia, soll einen Mann heiraten, den sie nicht kennt. Doch so will es das königliche Gesetz. Allerdings will Lia die ganze Hochzeit nicht und flieht an ihrem Hochzeitstag mit ... …mehr

Prinzessin Arabella, genannt Lia, soll einen Mann heiraten, den sie nicht kennt. Doch so will es das königliche Gesetz. Allerdings will Lia die ganze Hochzeit nicht und flieht an ihrem Hochzeitstag mit ihrer Zofe Pauline. Nachdem beide weit genug von zuhause entfernt sind, heuern sie als Bardamen in einer Taverne an. Lias Flucht bleibt natürlich nicht unentdeckt und sie wird verfolgt. Auf sie wurde ein königliches Kopfgeld ausgesetzt und wer möchte dies natürlich nicht haben ? In der Taverne lernt sie zwei Männer kennen, bietet ihnen die Stirn und fühlt sich zu beiden hingezogen. Was sie allerdings nicht weiß, der eine ist der Prinz den sie heiraten sollte, der andere ihr Kopfgeldjäger.
Das Buch wird auch unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Lia, der Attentäter, der Prinz, Kaden, Rafe und am Ende auch Pauline. Eine längere Zeit weiß man nicht ob Kaden oder Rafe der Attentäter oder der Prinz ist, da sie dies nicht durchblicken lassen und in den Kapiteln auch ohne ihre Namen agieren. Aber das baute eine Spannung auf, da man wissen möchte, wer wer ist und welche genauen Absichten sie haben. Aber auch nach der Auflösung bleibt die Spannung da sich die Ereignisse überschlagen.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Man leidet und bangt mit ihnen. Mir haben neben Lia auch ihre Zofe Pauline und ihr Bruder Walther sehr gut gefallen. Irgendwie hoffe ich, das man im nächsten Band noch etwas mehr über Pauline erfährt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es oft ins mittelalterliche ging. Aber da das Buch ungefähr in dem Zeitalter spielt ist das gut gelöst worden. Das Cover finde ich sehr passend zu der Geschichte. Während des Lesens versteht man auch warum.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Teil. Ich kann euch das Buch nur empfehlen.

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karo1006 karo1006

Veröffentlicht am 19.03.2017

Prinzessin auf der Flucht

Inhalt:
Ein Befehl, und das Licht gehorcht.
Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder.
Sie ist Lia, Königstochter von Morrighan.
Am Tag ihrer Hochzeit entflieht ... …mehr

Inhalt:
Ein Befehl, und das Licht gehorcht.
Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder.
Sie ist Lia, Königstochter von Morrighan.
Am Tag ihrer Hochzeit entflieht sie ihrem goldenen Käfig und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich.

Weit entfernt von Morrighan heuert Lia in einer Taverne an. Dort lernt sie eines Abends zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen.
Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Sucher nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen. Und ahnt nicht, dass sie längst in größter Gefahr schwebt.


Meine Meinung:
"Der Kuss der Lüge" handelt von der siebzehnjährigen Lia, der sturen Prinzessin von Morrighan. Lia soll den Prinz von Dalbreck heiraten, damit die Königreiche verbündet werden. Also eine reine Hochzeit zum Zweck. Das findet Lia aber logischerweise gar nicht so toll und reißt deshalb an ihrem Hochzeitstag, gemeinsam mit ihrer Zofe und gleichzeitig beste Freundin Pauline, aus. In Terravin lässt sie sich dann nieder und arbeitet in einem Gasthaus. Dort trifft sie bald auf zwei besagte, junge Männer, die sie suchen. Davon erfährt sie aber natürlich nichts. Sofort fühlt sie sich von beiden angezogen und schließt mit ihnen Freundschaft, woraus auch noch mehr wird. Dann ist da auch noch die besagte Gabe, der ersten Königstochter, an die Lia nicht viel Glauben schenkt und überrascht sich damit selbst.
Das wirklich tolle Cover hat meinen Blick beim stöbern sofort eingefangen, weshalb ich es mir letztendlich auch gekauft habe. Dazu aber später mehr.

Der Schreibstil ist nicht flüssig zu lesen. Ich bin gut durchgekommen, aber da der Schreibstil sich seiner Geschichte sehr angepasst hat, was kein Minuspunkt ist, kann man sich auf einen Schreibstil mit königlichem Stil aus der älteren Welt und epischen Rundungen vorbereiten. Das hat mir sehr gefallen, aber manchmal kam es mir dann doch fehl am Platz vor, weil es sich hier schließlich um einen Jugendroman handelt und einiges dann doch lieber ganz klar dargestellt werden sollte und man nicht nur mit Andeutungen gefüttert werden sollte, wenn es um den heißen Brei geht. Klar, das bringt einen zum nachdenken über die Geschichte, das würde ich aber trotzdem nicht in der ganzen Geschichte wollen, was hier der Fall ist. Gefühle und Emotionen werden sehr gut hervorgebracht. Es gibt keine Zweifel an dem was der Charakter gerade fühlt oder wahrnimmt.
Die Kapitel haben unregelmäßige Längen und Sichtweisen. In der Ich- Form verfasst geht es meistens um die Sicht der Protagonistin Lia, gefolgt von den Deuteragonisten (besagter Prinz und Attentäter) und Pauline. Hier hat alles sehr gut gepasst und man kann auch sehr gut mit den Rollen fühlen.
Lia ist eine uns all bekannte, sture, hübsche Prinzessin. Sie versteht nicht warum sie heiraten soll und nicht ihr eigenes Leben führen darf, im Sinne von "den Ehemann selbst aussuchen dürfen" oder die Berufsmöglichkeit zu ändern. Ich persönlich bin konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe auch nichts negatives an Gefühlen für sie entwickelt. Mich stört es nur, dass sie in manchen offensichtlichen Punkten zur sturen, blinden Prinzessin wird und sich damit eigentlich das Leben nur schwerer, als leichter macht. Zum
Attentäter und Prinzen möchte ich nicht viel verraten, weil es sich hier um ein reines Spoilerloch handelt. Nur so viel: Beide überraschen.
Die Nebencharaktere und Pauline sind meistens ganz liebe Persönlichkeiten, die man nur liebhaben kann. Allerdings hat es mir hier eher das Gefühl vermittelt, dass die Autorin die Charakter der Rollen nicht viel unterschiedlich gemacht hat. Also eigentlich haben die Charakter oft eine sehr ähnliche Persönlichkeit. Mich stört das nicht, weil dadurch der Fokus nicht von der eigentlichen Geschichte abgelenkt wird, aber es ist ungewohnt.
Die Geschichte hat mich leider etwas enttäuscht. An sich ist sie wirklich richtig toll, aber mal alles zusammen betrachtet handelt es sich um eine einfache Geschichte einer sturen Prinzessin die keine Lust mehr hat auf der Nase ihrer Familie herumzutanzen und dadurch einen Krieg riskiert, wovon sie entweder wirklich keine Ahnung hat oder ihr es einfach egal ist. Die Liebesgeschichte nimmt schnell Fahrt in eine Richtung auf und hier gibt es auch nur ein oder zwei Bomben die platzen, aber im Endeffekt dann wieder langweilig sind, weil man davon schon genug aus Filmen kennt. In der Geschichte kommt auch oft sehr historisches vor mit einer Menge Fantasypotenzial, was leider so gut wie gar nicht genutzt worden ist. Daher hoffe ich, dass der Fokus in den folgenden Bändern auch darauf, wenn auch weniger, gelegt wird, weil die Idee einfach nichts nur für eine reine Liebesgeschichte mit etwas Blut und Dramatik ist. Aus diesem Grund hat es mich auch manchmal gelangweilt, weshalb ich für dieses Buch auch länger gebraucht habe, als für gleichlange Geschichten. So komme ich zu meinem
Fazit, dass das Buch lesenswert ist, wenn man nicht all zu viel erwartet. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und gibt eher weniger klare Fakten über das Geschehen aus. Es ist historisches dabei und die Charaktere schließt man schnell ins Herz. Diese Geschichte ist allerdings nichts für zwischendurch und nichts für Leute geeignet, die Bammel bei jeder Zeit möglichen Angriffen, die blutig enden könnten, haben. Spannung soll anscheinend aufgebaut werden, aber mich hat es einfach nicht ganz gepackt. Es gibt mehr Liebesgeschichte, als Chroniken der Verbliebenen.

Cover:
Das Cover ist richtig toll gestaltet und zeigt auch keine Gesichter. Es passt perfekt zum Inhalt und wirkt etwas düster und gefährlich, was es zu einem Eyecatcher macht. Der Titel ist mit silbernen Schnörkeln verziert und rundet das ganze ab. Leider hat das Mädchen auf dem Cover hellblonde Haare, was mir eine hellblonde Lia ins Gehirn gebrannt hat, obwohl sie eigentlich schwarze Haare hat.
Die Innengestalltung ist auch sehr hübsch. Die Kapitelanzahl hat ebenfalls eine Art Schnörkel. Manchmal gibt es Ausschnitte, wie aus alten Büchern mit größerem Anfangsbuchstaben und Texte, die wie aus ganz alten Zeitungsausschnitten stammen.

Ich vergebe 3/5

buechervertraeumt.blogspot.com

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Ayanea Ayanea

Veröffentlicht am 18.03.2017

*Interessanter Highfantasy-Roman*

Der Roman "Der Kuss der Lüge" ist derzeit in aller Munde und wird sehr gelobt. Auch ich hatte meinen Spaß beim Lesen, der gewisse Etwas ist jedoch nicht übergesprungen. Doch alles der Reihe nach.

Das ... …mehr

Der Roman "Der Kuss der Lüge" ist derzeit in aller Munde und wird sehr gelobt. Auch ich hatte meinen Spaß beim Lesen, der gewisse Etwas ist jedoch nicht übergesprungen. Doch alles der Reihe nach.

Das Highfantasy-Buch dreht sich um Lia. Eine Prinzessin von Morrighan, die dem Prinzen von Dalbreck versprochen ist. Besagten Prinzen hat sie jedoch nie gesehen. Da sie nicht heiraten will, ohne wirklich geliebt zu werden, entscheidet sie sich zur Flucht und taucht als Magd in einem kleinen Örtchen in einer Schenke unter. Ihr zu Seite steht ihre Dienerin Pauline, die ebenfalls der Liebe willen fliehen will.
Was Lia jedoch nicht ahnen kann: zwei Männer machen sich auf den Weg um sie zu suchen. Ein Mörder, der sie umbringen soll und ein Prinz (besagter Prinz), der sie hassen will.

Das gelungenste am Roman fand ich die Kapitel aus der Sicht des Prinzen und der aus der Sicht des Attentäters. Wenn die zwei Männer auf Lia treffen ist nur von Kaden und Rafe die Rede. Der Leser weiß selbst nicht, wer nun der Prinz und wer nun der Mörder ist. Ich gestehe: ich wurde arg auf das Glatteis geführt, so dachte ich erst der eine wäre der Prinz, obgleich es der Mörder war. Sehr gut gemacht. Eine tolle Idee die absolut aufgeht und das Buch aus dieser Warte her durchaus spannend macht. Und Spannung kann das Buch gut gebrauchen, da es Stellenweise doch recht langatmig war.

Versteht mich nicht falsch. Ich habe das Buch trotzdem sehr schnell gelesen, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht, aber einige Passagen hätten meiner Meinung nach doch arg gekürzt werden können. So gestaltet sich die Flucht von Lia und Pauline als etwas zäh und auch der lange Aufenthalt in der Schenke und das Anbändeln mit den zwei Männern hätte würziger gestaltet sein können. Erst zum Ende hin, wenn sich offenbart wer wer ist und Lia die ganze Misere klar wird, wird es wieder spannender.

Auch gefiel mir die Charakterentwicklung von Lia außerordentlich gut. Ist sie zu Beginn ein normales Mädchen was sich um Tradition und allem königlichen kaum schert, macht sie zum Ende hin eine Entdeckung was alles dagewesene ändert. Ich freue mich schon richtig darauf im Mai den zweiten Band zu lesen.

Ich kann "Der Kuss der Lüge" durchaus empfehlen. Ein schöner Highfantasy-Roman, der von mir solide 4 Sterne erhält. Einige zähe Passagen lassen mich den 5ten Stern abziehen, da ich denke das hier noch Potential nach oben vorhanden ist. Ich werde jedoch definitiv auch in die zweite Runde einsteigen, wenn es darum geht: Kaden oder Rafe? Prinz oder Attentäter? Königin oder einfaches Leben?

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Tallianna Tallianna

Veröffentlicht am 17.03.2017

„Die Dinge, die von Bedeutung sind.“

Die 17-jährige Lia ist stur – und eine Prinzessin. Als sie ohne ihre Zustimmung mit einem ihr unbekannten Prinzen verheiratet werden soll, läuft sie von zu Hause weg und verdingt sich fortan als Schankmädchen. ... …mehr

Die 17-jährige Lia ist stur – und eine Prinzessin. Als sie ohne ihre Zustimmung mit einem ihr unbekannten Prinzen verheiratet werden soll, läuft sie von zu Hause weg und verdingt sich fortan als Schankmädchen. Eines Tages betreten zwei Fremde ihre Schankstube, jeder mit seinen eigenen Motiven, und schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen. Aber sie kann nicht vor ihrem Schicksal fliehen.

Schon die Leseprobe hatte mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Lia ist eine eigenwillige und starke Persönlichkeit, die sich nicht den Mund und ihre Ansichten verbieten lässt. Das gefällt mir so gut an ihr. Nicht nur Lias Charakter lässt sich während des Buches gut fassen, auch zu den anderen findet man schnell Zugang. Sie wachsen einen ans Herz, weil sie nicht nur eindimensional sind – auch die „Bösen“ nicht.
Ein wenig blass bleibt für mich die Welt, in der die Geschichte spielt. Man erfährt nicht soviel, und bleibt doch manchmal leicht verwirrt zurück. Diese Verwirrtheit beschränkt sich leider nicht nur auf die Topographie, sondern auch auf die beiden männlichen Hauptcharaktere. Ich habe ungefähr das halbe Buch gebraucht, um mir zu merken, wer wer war – irgendwann hatte ich es auch raus. Doch während dem Lesen habe ich mir des Öfteren ein Personenverzeichnis oder einen kleinen Hinweis im Text erwünscht, wer nochmal wer war. Auch die Zwischenkapitel mit den Erzählungen waren für mich einfach nur verwirrend und ich frage mich immer noch, was sie dem Leser eigentlich sagen sollten. Hoffentlich wird deren Inhalt im Verlauf der Geschichte klarer.
Ein Kritikpunkt, der aber nicht zu Lasten der Bewertung geht, da die Autorin nichts dafür kann, ist die Karte am Ende. Ich habe das E-Book gelesen und auf der Karte fast nichts erkennen können, da sie viel zu hell war und die Kontraste gefehlt haben. So etwas ärgert mich maßlos.

Im Mai soll schon der zweite Teil kommen und ich gestehe, ich bin sehr neugierig. Was nicht zuletzt auch an dem zugegebenermaßen sehr gemeinen Cliffhanger am Ende des Buches liegt, den ich sehr verwünscht habe.

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