Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
 - Sabaa Tahir - Hardcover

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16,99

One
Hardcover
Junge Erwachsene
507 Seiten
ISBN: 978-3-8466-0009-2
Ersterscheinung: 15.05.2015

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Übersetzt von Barbara Imgrund

(53)

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...
 
Eine mitreißende Geschichte, in der es buchstäblich um Leben und Tod geht

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Pressestimmen

„Mit Sabaa Tahir hat der Fantasy-Himmel nun einen neuen Stern.“
„Die Autorin schreibt mit dramaturgischer Finesse und Kopfkino-Potenzial."

„Tahir vermag es, mit ihrer poetischen Sprache den Leser zu fesseln. Man lacht, liebt, hasst und leidet mit den Figuren und wundert sich, wie schnell 500 Seiten gelesen sind.“
 
„Ein Abenteuerroman mit fantastischen Elementen und einer komplexen Story, der wahnsinnig spannend ist […]"
„Nicht nur ein spannendes Buch, sondern auch ein Mahnmal.“


Rezensionen aus der Lesejury (53)

Lena Lena

Veröffentlicht am 14.11.2016

grandioser Weltenbau, facettenreiche Charaktere und eine actiongeladene Handlung

Das Buch war ja einige Zeit in aller Munde und so wurde auch ich neugierig und wollte Elias und Laia - Die Herrschaft der Masken unbedingt lesen. Geschrieben ist die Geschichte abwechselnd aus der Sicht ... …mehr

Das Buch war ja einige Zeit in aller Munde und so wurde auch ich neugierig und wollte Elias und Laia - Die Herrschaft der Masken unbedingt lesen. Geschrieben ist die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Elias und Laia, deren verschiedene Geschichten sich zu einer verweben.
Laia ist eine Kundige und muss somit den Terror und die ständige Angst vor den Martialen ertragen. Als ihre Großeltern getötet und ihr Bruder von einer Maske - einem Elite-Krieger des Imperiums - gefangen genommen wird, bricht für Laia eine Welt zusammen. Ihrer Heimat und ihrer Familie beraubt wendet sie sich an ihre letzte Hoffnung - die Kundigenrebellen. Laia ist fest entschlossen, ihren Bruder zu befreien, doch dies hat seinen Preis.
Laia macht in der Geschichte eine enorme Entwicklung durch. Ihre anfängliche Naivität legt sie schnell ab, denn dafür ist in dieser Welt aus Terror und Angst kein Platz. Stattdessen ist sie gezwungen, folgenschwere Entscheidungen zu treffen und mit möglichen Konsequenzen zu leben. Laia betont zwar immer, dass sie nie so mutig sein wird wie ihre Mutter, ich für meinen Teil jedoch war beeindruckt von ihrem Mut und ihrer Handlungsbereitschaft. Sie überwindet ihre Angst und wächst über ihre Grenzen hinaus, um die zu beschützen, die sie liebt. Und auch wenn sie nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft, versteckt sie sich nicht vor den Folgen, sondern findet einen neuen Weg.
Obwohl Elias zu der ,,Gewinnerseite" gehört, den Martialen, hat er einiges mit Laia gemeinsam. Auch er ist ein Sklave des Imperiums, nur steht er auf der anderen Seite des Schwertes. In Schwarzkliff wird er zu einer Maske ausgebildet, so dass er in Zukunft dazu gezwungen ist, Gewaltakte im Namen des Imperiums auszuüben. Trotz seiner hohen Position und seines angesehenen Familiennames wünscht sich Elias nur eines: Freiheit. Gewalt und Terror sind ihm verhasst, stattdessen wird sein Leben von Schuldgefühlen und Selbsthass bestimmt. Er steckt in einem Teufelskreislauf fest und ist gezwungen, jeden Tag das zu tun, was er am meisten verabscheut: zu verletzen und zu töten. Doch dies macht ihn gleichzeitig zu einer der selbstlosesten Personen, die mir je begegnet ist. Da er sein Leben selbst für wertlos hält, ist er umso bereiter, es für seine Liebsten zu riskieren. Auch er macht eine Entwicklung durch, lernt mit seinen Fehlern zu leben und kommt mit sich ins Reine.
Elias und Laia kommen aus völlig unterschiedlichen Welten und kämpfen trotzdem für das selbe Ziel: ein Leben in Freiheit und Sicherheit. Und so wird mit einer Begegnung aus zwei Geschichten plötzlich eine - erzählt aus zwei verschiedenen Perspektiven.

Doch nicht nur die Protagonisten sind unglaublich facettenreich und lebendig beschrieben, sondern auch die Nebenfiguren bekommen ihren eigenen wichtigen Platz in der Geschichte und auch in meinem Herzen. Sie sind viel zu viele an der Zahl, als dass ich zu jedem etwas sagen könnte, doch meine liebste Nebenfigur hat zumindest eine kurze Erwähnung verdient:
Es geht um Helena, die beste Freundin von Elias und neben der Kommandantin die einzige weibliche Maske. Folglich ist sie in dieser von Männern dominierten Position gezwungen stark zu sein und niemals Schwäche zu zeigen. Anfangs hat mich ihre engstirnige Sichtweise und uneingeschränkte Loyalität dem Imperium gegenüber noch gestört, doch obwohl sie sich immer noch an die Regeln hält, beginnt auch sie mit der Zeit, die Ziele des Imperiums zu hinterfragen. Helena hat einen unglaublich loyalen Charakter. Sie vergibt ihre Liebe nicht leichtfertig, aus Angst verletzt zu werden, doch wenn sie liebt, dann liebt sie bedingungslos und von ganzem Herzen.

Die Autorin erschafft eine Welt, bestimmt von Terror und Gewalt, die mich absolut in ihrem Bann ziehen konnte. Auch ihre Charaktere werden nicht davon verschont und müssen einiges erleiden. Nicht nur für das unterdrückte Kundigenvolk, dem Laia angehört, ist die Angst und die Gewalt allgegenwärtig, sondern auch Elias und die anderen Schüler bekommen sie tagtäglich in Schwarzkliff zu spüren. Doch dadurch werden sie auch stärker und umso entschlossener sich zu widersetzen und zu handeln. Diese ständig im Untergrund lauernde Gefahr macht die Handlung unglaublich spannend, da jeden Moment etwas unerwartetes passieren kann.
Neben den detailreichen Weltenbau bringt die Autorin auch Magie in Form von alten magischen Wesen wie Dschinns, Ghule und Ifrits in die Geschichte ein, die alles möglich erscheinen lässt.

Die Romantik ist zwar auch gegenwärtig, bleibt aber größtenteils Nebensache und bestimmt nicht die ganze Handlung, was mir nur recht war. Eine Liebesgeschichte bahnt sich immer wieder an, trotzdem bleibt völlig ungewiss, in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Das Liebesviereck - wie ich es jetzt mal nennen werde - war zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, denn obwohl sich Elias und Laia durchaus zueinander hingezogen fühlen, gibt es für beide noch einen weiteren Kandidaten im Kampf um ihr Herz. Nachdem ich mich aber an die verstrickten Beziehungen gewöhnt hatte, fand ich es ganz interessant. Ich würde diese Konstellation zwar nicht als ideal bezeichnen, jedoch ist es eine erfrischende Abwechslung zu dem bekannten Liebesdreieck.

Die Geschichte wird in einem rasanten Erzähltempo erzählt, so dass nie Langeweile aufkommt und man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Besonders am Ende passiert alles Schlag auf Schlag, so dass ich es gar nicht erwarten kann, Band 2 zu lesen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Chianti Chianti

Veröffentlicht am 12.11.2016

Fulminanter Auftakt!

Laia schließt sich dem Widerstand an, als ihr Bruder Darin vom brutalen Imperium entführt wird. Damit dieser ihn vor dem sicheren Tod bewahrt, muss Laia ihnen allerdings helfen: Sie soll als Sklavin die ... …mehr

Laia schließt sich dem Widerstand an, als ihr Bruder Darin vom brutalen Imperium entführt wird. Damit dieser ihn vor dem sicheren Tod bewahrt, muss Laia ihnen allerdings helfen: Sie soll als Sklavin die Kommandantin der Militärakademie Schwarzkliff ausspionieren und so dem Widerstand wichtige Informationen liefern.
Nach vierzehn Jahren harten Trainings und blutigen Kämpfen steht Elias Abschluss an Schwarzkliff kurz bevor, doch er wollte nie ein Krieger sein und wünscht sich nichts sehnsüchtiger, als die Freiheit.

"Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir ist der erste von mindestens vier Bänden und wird abwechselnd aus Elias und Laias Sicht erzählt.
Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um richtig in die Geschichte hineinzukommen, aber als ich das geschafft hatte, konnte ich das Buch genießen!

Angefangen mit den beiden Protagonisten: Elias wird seit seinem sechsten Lebensjahr zu einer Maske, einem Elite-Krieger ausgebildet, der er nicht sein möchte. Er kann es nicht genießen, wenn Menschen leiden müssen, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Schülern von Schwarzkliff, und plant deshalb zu desertieren, sobald er seinen Abschluss hat.
Ich mochte sowohl Elias, als auch Laia sehr gerne, aber die Kapitel mit Elias habe ich noch mehr genossen! Elias ist einfach ein guter Mensch, man merkt, wie schwer ihm seine blutigen Taten ins Gewissen reden und wie sehr er das Leben hasst, das ihm mehr oder weniger aufgezwungen wird.
Laia ist eine Kundige, deren Volk seit 500 Jahren von den Martialen unterdrückt wird. Wir lernen sie kennen, als die Masken ihre Familie überfallen, ihre Großeltern töten und ihren Bruder entführen. Laia kann gerade noch so fliehen und schließt sich dem Widerstand an, in der Hoffnung, dass dieser ihr hilft, ihren Bruder zu befreien. Als Gegenleistung, bekommt Laia die Mission für den Widerstand Informationen über die Kommandantin von Schwarzkliff zu beschaffen, eine Mission, die schon für viele tödlich geendet hat.
Laia wird während der Handlung gezwungen, über sich hinauszuwachsen. Oft plagt sie das schlechte Gewissen, dass sie ihren Bruder in Stich gelassen hat, doch Laia tut wirklich alles dafür, dass er gerettet wird, auch wenn das bedeutet, dass sie sich selbst in große Gefahr begibt. Sie will mutig sein, aber das fällt ihr besonders am Anfang nicht gerade leicht, aber ich fand es super, dass sie niemals aufgegeben hat!

Die Handlung fand ich auch richtig spannend und war dann auch etwas überrascht, weil ich eigentlich mit einem anderen Verlauf gerechnet hätte. Irgendwie habe ich angenommen, dass Elias und Laia schon sehr früh aufeinandertreffen würden, sich völlig Hals über Kopf verlieben und dann gemeinsam kämpfen. Doch es kam anders, denn Elias und Laia kämpfen lange Zeit unabhängig voneinander an verschiedenen Fronten. Natürlich sind sie aufeinander getroffen, aber da war nichts überstürzt und man hat doch gemerkt, dass Elias, der Martiale und Laia, die Kundige auf ganz unterschiedlichen Seiten stehen. Auch die Welt, in die Sabaa Tahir uns entführt, fand ich großartig! Ein bisschen wie im alten Rom, mit den Soldaten des Imperiums. An manchen Stellen war das Buch etwas brutal, aber es hat zu der Geschichte gepasst und war überzeugend. Es hat einfach alles zusammengepasst bei diesem Buch und konnte mich deshalb mitreißen!

Fazit:
"Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" ist ein großartiges Debüt von Sabaa Tahir, mit dem sie mich überraschen und überzeugen konnte! Elias und Laia sind zwei spannende Charaktere, mit denen ich mitgelitten und mitgefiebert habe und auch die Geschichte konnte mich, nach kurzer Eingewöhnungsphase, echt packen!
Ich freue mich sehr, dass das Buch kein Einzelband bleiben wird und Sabaa Tahir die Geschichte weiterschreiben wird! Fünf Kleeblätter für einen fulminanten Auftakt!

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Alina Alina

Veröffentlicht am 01.11.2016

Erste Sahne

Schon die ersten Sätze von Elias und Laia haben mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Sie lebt in einer harten Welt. Überall herrscht Mißtrauen und Angst vor den Martialen die ihre Schergen, die Männer ... …mehr

Schon die ersten Sätze von Elias und Laia haben mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Sie lebt in einer harten Welt. Überall herrscht Mißtrauen und Angst vor den Martialen die ihre Schergen, die Männer mit den silbernen Masken, schicken um für Ruhe und Ordnung in der Welt zu sorgen. Ob das dabei gerecht zugeht oder nicht kümmert sie dabei wenig. Mitleid ist nicht ihre Stärke. Gehorsam ist alles.

Laias Bruder verstößt gegen eines der geltenden Gesetze und wird von den Häschern des Imperiums gefangen genommen. Laia macht sich deshalb große Vorwürfe. Warum hat sie ihm nicht geholfen? Sie hätte ihn nicht im Stich lassen dürfen. Sie muss alles dafür tun um ihn zu retten. Das wird zu ihrem Leitsatz. Das ihr Unterfangen nicht nur eine Menge Mut erfordert sondern sie auch ihr Leben kosten kann ist klar. Trotzdem nimmt sie allen Mut zusammen und macht sich auf um ihren Plan umzusetzen.

Was mir gefallen hat war das Laia von Anfang an nicht das Mädchen ist das alles kann. Man merkt das sie ziemlich unter dem Schock den sie erlitten hat leidet. Mutig ist sie, auch wenn sie sich manchmal zwingen muss. Das fand ich toll, da konnte man sehen welchen Wandel sie durchmacht. Dabei ist sie zum Glück einmal eine Prota die ohne männlich Hilfe trotzdem was gebacken kriegt. Endlich mal ein taffes Girl das was drauf hat. Das machte Spaß zu lesen.

Elias ist auch nicht der typische Soldat. Sein Vorhaben ist mehr als riskant und er weiß was er auf sich nimmt. Trotzdem weicht er nicht von seinem Plan ab. Da fand ich es auch super zu sehen wie er innerlich mit sich zu kämpfen hatte. Einerseits ist er ein pflichtbewusster Soldat, andererseits aber will er für sich ein ganz anderes Leben. Trotzdem ist er bereit zu kämpfen und auch die Verantwortung zu übernehmen. Ich finde ihr stark und sympathisch.

Die Handlung an sich war sehr unterhaltsam. Für mich wirkte alles ziemlich "echt" und ich konnte mir beim Lesen alles gut vorstellen. Das liegt sicher aber auch am tollen Erzählstil der Autorin. In schönen Sätzen, treffenden Beschreibungen hat sie eine Welt erschaffen die zwar grausam aber trotzdem voller Hoffnung ist. Und gerade die zarte Liebesgeschichte zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen in mitten des ganzen Chaos, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Fazit:
Für mich ein Lesegenuß allererster Sahne. Es hat einfach alles was ich bei einem tollen Buch suche; interessante Charaktere, ein tolles Setting und eine spannende und fesselnde Handlung.

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thousandlifesblog thousandlifesblog

Veröffentlicht am 27.10.2016

So ganz anders

Es gibt so unendlich viele Bücher, die ich gerne lesen möchte, aber es einfach nicht schaffe. Zum Glück habe ich mich im letzten Jahr den Hörbüchern angenähert und auch meine sture "Ich will das aber auf ... …mehr

Es gibt so unendlich viele Bücher, die ich gerne lesen möchte, aber es einfach nicht schaffe. Zum Glück habe ich mich im letzten Jahr den Hörbüchern angenähert und auch meine sture "Ich will das aber auf Papier lesen" Einstellung etwas gelockert. Somit habe ich ENDLICH Elias und Laia gehört - und es nicht bereut.
Vorab musste ich irgendwie zugeben, dass ich dachte es geht um Vampire :D. Was aber absolut daneben ist. Das Cover, der Titel, die Namen haben mich irgendwie dazu verleitet. Im Nachhinein passt das alles aber auch super zur eigentlichen Geschichte, dass muss man schon sagen. Es ist reines Fantasy und kein Vampir weit und breit ;).
Mir hat die Idee, die Handlung und die Charaktere, sowie auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Es war etwas komplett neues und die Fantasyelemente waren sehr gut, authentisch und auch spannend umgesetzt. Es ist toll wenn man in eine neue Welt gezogen wird und sie sich vertraut statt fremd anfühlt.
Die Charaktere fand ich persönlich überaus stark. Beide, bzw. eigentlich alle. Jeder ist sehr individuell und hat eine starke Präsenz, wenn er erscheint, egal wie nebensächlich er/sie auch sein mag. Die Art der Liebe in diesem Buch war für mich etwas ganz neues und wunderbar. Es war neu, anders, sanft, nachvollziehbar und unvorhersehbar, aber ich will nicht näher ins Detail gehen. Sie war auch nicht zu übermächtig, was ich gut fand.
Ich war mitten in der Geschichte und habe mich immer gefreut weiter hören zu können und hätte oft am liebsten gar nicht aufgehört. Das Buch fand ich sehr spannend. Auch die Kapitel wechsel waren überaus spannend gemacht. Man wurde oft in die Irre geleitet und ein Kapitel hörte immer dann auf, wenn es am spannendsten war. Folter nennt man sowas ;). Auch die ganzen Verwicklungen, politischen Elemente,Traditionen, Wünsche, Gedanken, Träume, Prinzipien, dieses Buch hat so viel vereint und unglaublich toll umsetzen können. Grandios! Mir hat es überaus gut gefallen.

Dies war mein erstes Hörbuch mit zwei Sprechern. Dieses Mann - Frau Konzept finde ich genial. Es macht soviel aus und hat mir richtig gut gefallen. Auch die beiden Sprecher an sich und ihre Stimmen fand ich toll. Wobei die Sprecherin teilweise etwas ZU leiden und weinerlich klang, aber es gibt eindeutig schlimmeres. Ich habe den beide sehr gerne zugehört.

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kaeferchen kaeferchen

Veröffentlicht am 26.10.2016

Buch mit wow-Effekt



Bei einem nächtlichen Angriff werden Laias Großeltern getötet und ihr Bruder gefangen genommen. Sie selbst kann fliehen und setzt sich das Ziel, ihren Bruder zu befreien. Laia hofft, dass die Rebellen ... …mehr



Bei einem nächtlichen Angriff werden Laias Großeltern getötet und ihr Bruder gefangen genommen. Sie selbst kann fliehen und setzt sich das Ziel, ihren Bruder zu befreien. Laia hofft, dass die Rebellen ihr im Kampf gegen die gefährlichen, skrupellosen Masken helfen können.
Der 20-jährige Elias ist eine dieser Masken, doch er verabscheut die grausamen Befehle, die er gezwungen ist, auszuführen. Gerade als er beschließt, zu fliehen, und damit sein Leben aufs Spiel zu setzen, tritt eine alte Prophezeiung in Kraft. Sowohl für Laia als auch für Elias beginnt ein Kampf um Leben und Tod...

Anfangs hat mich dieses Buch verwirrt, dann hat es mich berührt und dann hat es mich so gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Sabaa Tahir entwirft eine sehr komplexe Welt mit ganz eigenen Gesetzen. Alle Völker, Waffen und überirdischen Gestalten haben ganz eigene, ungewöhnliche Namen, sodass es anfangs schwer ist, all diese Begriffe aufzunehmen und sofort wieder richtig zuzuordnen. Mit der Zeit findet man sich aber gut in dem Imperium zurecht. Ein kleiner Glossar oder auch eine Landkarte wären allerdings trotzdem hilfreich gewesen.

Elias und Laia sind sehr unterschiedliche Figuren von verschiedener Herkunft und mit sehr unterschiedlichen Lebensvorstellungen – im Grunde stehen sie in dem Kampf, den sie führen, genau auf entgegengesetzten Seiten und doch plagt beide der selbe Wunsch: Freiheit.
Ihre Geschichten laufen parallel nebeneinander her, nur hin und wieder gibt es einige Berührungspunkte. Dabei sind beide Schicksale sehr spannend zu verfolgen und beide Charaktere so sympathisch, dass man schnell beginnt, mitzufiebern und mitzuleiden.
Elias und Laia schildern ihre Erlebnisse abwechselnd aus der Ich-Perspektive und gewähren damit einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Dank vieler bildhafter Beschreibungen gelingt es mit der Zeit immer besser, sich die fremde Welt mit ihren ungewöhnlichen Bewohnern vorzustellen.
Auch andere Figuren werden über die zwei Protagonisten mal mehr, mal weniger ausführlich vorgestellt. Dabei ergibt sich eine sehr vielfältige, abwechslungsreiche Mischung an Charakteren, die großes Konfliktpotential bereithält. Während einige Figuren nur eine Nebenrolle spielen, nehmen andere einen wichtigen Platz im Leben von Elias oder Laia ein, wobei so mancher mit seiner facettenreichen Persönlichkeit zu überraschen weiß.

Die Handlung ist dramatisch, actionreich, bewegend, gefühlvoll, aber ganz oft auch sehr grausam und blutig. Nicht nur die Figuren, auch der Leser erlebt ein Wechselbad der Gefühle. Besonders die brutalen Szenen lösen immer wieder auch Abscheu aus, gepaart mit der Faszination, was manche Charaktere bereit sind, für ein wenig Macht zu opfern. Dabei gibt es eine höhere Macht, die aufgrund einer alten Prophezeiung Schicksal spielt und die Figuren schonungslos zu Schachfiguren macht. Die Frage nach dem ‚Warum’ drängt sich dabei immer wieder auf? Warum wollen sie, dass so viele sterben? Und warum folgen ihnen so viele so willenlos? Darüber hinaus gab es immer wieder Situationen, in denen ich beim Lesen fast schon unruhig wurde: Wenn Person X nun Person Y einfach erzählen würde, was sie weiß, dann könnte alles anders verlaufen... Da man ganz viele Figuren und ihre Beweggründe schwer einschätzen kann, habe ich mich die komplette Geschichte über gefragt, worauf die Handlung wohl hinauslaufen wird, sodass ich immer wieder von unerwarteten Ereignissen und Wendungen überrascht wurde. Und so halten sich Dramatik und Spannung bis zum allerletzten Satz.

Da es sich um den Auftaktband einer neuen Reihe handelt, bleiben am Ende viele Fragen offen – ebenso wie das Schicksal aller noch lebenden Personen... Ich wünschte, ich könnte schon jetzt weiterlesen, dieses Buch hat mich einfach völlig in seinen Bann gezogen.

Wow! Ich habe zwar in letzter Zeit einige gute Bücher gelesen, aber dieses sticht doch heraus. Diese fremde, unglaublich komplexe Welt, die ungewöhnliche Gesellschaftsordnung, die ereignisreiche, abwechslungsreiche Handlung mit dem hohen Erzähltempo, die zwei sympathischen Protagonisten, die kaum miteinander agieren – und die ständige Ungewissheit, wohin mich das Buch überhaupt führen wird, haben Die Herrschaft der Masken zu einem unglaublich packenden Leseerlebnis gemacht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

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Der Trailer zum Buch

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

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Autorin

Sabaa Tahir

Sabaa Tahir - Autor
© Christophe Testi

Sabaa Tahir war Redakteurin bei der Washington Post. Berichte über den Nahen Osten beschäftigten sie und führten schließlich dazu, dass sie ihren ersten Roman schrieb. Sie wollte eine Geschichte erzählen, die die Gewalt in unserer Welt abbildet. Sie wollte aber auch Figuren erschaffen, die in dieser Welt Hoffnung finden. Die nach Freiheit suchen und sich für die Liebe entscheiden, egal gegen welche Widerstände. Aus diesem Impuls heraus entstand ihr erster Roman, Elias & Laia. Die …

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