Marthas Widerstand
 - Kerry Drewery - Hardcover

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16,00

inkl. MwSt.

One
Hardcover
Erzählendes für junge Erwachsene
447 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0043-6
Ersterscheinung: 16.03.2017

Marthas Widerstand

(67)

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?
Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht …

Pressestimmen

„Ein spannendes Konstrukt, das den Leser sofort gefangen nimmt.“
„Drewerys Roman ist ein lohnenswertes Gedankenexperiment“
„Beklemmend, unfassbar spannend und nicht nur für Jugendliche absolut lesenswert!“
„Spannende Mischung aus Thriller und Dystopie rund um ein packendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn nur noch über Fernsehvotings Recht gesprochen würde?“
„Das Jugendbuch bildet ein ebenso realistisches wie erschreckendes Zukunftsszenario ab.“ Mindelheimer Zeitung, 14.06.2018

Rezensionen aus der Lesejury (67)

Denria Denria

Veröffentlicht am 09.11.2018

Zuschauer bestimmen über Leben und Tod

Wer kommt auf die Idee, eine Show ins Leben zu rufen, in der Zuschauer entscheiden dürfen, ob jemand schuldig ist oder nicht? Kaum zu glauben aber vorstellbar. Die Menschheit ist so sensationsgeil, daß ... …mehr

Wer kommt auf die Idee, eine Show ins Leben zu rufen, in der Zuschauer entscheiden dürfen, ob jemand schuldig ist oder nicht? Kaum zu glauben aber vorstellbar. Die Menschheit ist so sensationsgeil, daß ich es mir gut vorstellen kann.

Martha sitzt im Gefängnis, weil sie den Vater ihres Freundes umgebracht haben soll. Keiner weiß, daß sie sich lieben. Die beiden kommen aus unterschiedlichen Umfeld. Reich und Arm.
Der Kampf beginnt, ihr Unschuld in nur 7 Tagen zu beweisen und auch das Volk umzustimmen.
Super spannend von Anfang bis zum Schluss.

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Carolinchen Carolinchen

Veröffentlicht am 12.06.2018

viel Potential - wenig draus gemacht

Inhalt
Martha wird des Mordes an einem beliebten Politiker beschuldigt. Eine Woche wird jetzt bis zu ihrer Hinrichtung vergehen. Jeden Tag kommt sie in eine neue Zelle, jedes mal ein bisschen kleiner.
In ... …mehr

Inhalt
Martha wird des Mordes an einem beliebten Politiker beschuldigt. Eine Woche wird jetzt bis zu ihrer Hinrichtung vergehen. Jeden Tag kommt sie in eine neue Zelle, jedes mal ein bisschen kleiner.
In der Zwischenzeit kann die Bevölkerung für Schuld oder Unschuld stimmen. Wie wird die Quote am 7. Tag stehen? Wird Martha hingerichtet, oder doch frei gelassen?

Eigene Meinung
Das Buch ist unterteilt in die einzelnen Zellen, in die Martha jeden Tag verlegt wird und darunter wiederum in Kapitel von Martha, ihrer Betreuerin und der Sendung "Death Justice".
In den Kapiteln von Death Justice steht vorne immer der Name der Figur, die gerade spricht, so ist es als wenn man selber vor dem Fernseher sitzt und die Sendung schaut. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass damit Seiten gefüllt werden sollten, da die Abstände zwischen den einzelnen Reden recht groß gehalten sind. Es war zwar nett zu lesen, um einen Eindruck zu bekommen, wie das Publikum die Debatte um Marthas Schuld oder Unschuld mitbekommt, dennoch hätte es ruhig etwas gekürzt werden können.

Für mich gab es keine Überraschungen im Buch. Es war unglaublich vorhersehbar und man selber hat schon viel eher die richtigen Schlüsse gezogen, als z. B. Marthas Betreuerin. Auch das Ende ist so gekommen, wie ich es erwartet hatte, was etwas schade war.
Es lieg einfach sehr geradlinig und zielstrebig auf einen bestimmten Ausgang hin.

Fazit
Ein netter Auftakt einer Trilogie - mit einem krasserem Ende wäre es aber wahrscheinlich ein besserer Einzelband. Muss man nicht gelesen haben, allerdings ist es auch sehr kurzweilig.
Den zweiten Band werde ich wohl demnächst lesen, weil man es doch recht schnell durchlesen kann.

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xinchen xinchen

Veröffentlicht am 13.04.2018

In einer Nacht verschlungen

Meine Meinung:
Das Cover ist wirklich auffällig und eindringlich.
Das Buch greift ein völlig neues Thema auf und spiegelt es beängstigend genau wieder, da es aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Auch ... …mehr

Meine Meinung:
Das Cover ist wirklich auffällig und eindringlich.
Das Buch greift ein völlig neues Thema auf und spiegelt es beängstigend genau wieder, da es aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Auch kommt immer wieder der Einschub einer Fernsehserie, der das ganze Geschehen noch realer erscheinen lässt.
Martha ist ein klasse, komplexe Heldin, die für eine Sache wirklich einsteht. Auch die Nebenfiguren sind gut durchdacht und haben Tiefe. Bis zum Schluss bleibt die Geschichte spannend und man fragt sich die ganze Zeit wie es ausgehen wird.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und angenehm, auch Marthas Rückblicke in die Vergangenheit verwirren einen nicht.

Fazit:

Alles in allem ein super gelungenen Buch mit einem neuen erschreckendem Thema! Lesen lohnt sich!

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AberRush AberRush

Veröffentlicht am 06.03.2018

Sehr spannend erzählt, teils aber etwas unglaubwürdig



„Marthas Widerstand“ von Kerry Drewery ist eine interessante und überaus spannende Geschichte darüber, was passieren würde, wenn es keine Gerichte mehr gäbe und jeder Mensch durch Telefonanrufe das Strafmaß ... …mehr



„Marthas Widerstand“ von Kerry Drewery ist eine interessante und überaus spannende Geschichte darüber, was passieren würde, wenn es keine Gerichte mehr gäbe und jeder Mensch durch Telefonanrufe das Strafmaß der angeklagten Person mitbestimmen kann. Dieser Prozess wird live in einer TV-Show ausgestrahlt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und bleibt dadurch sehr abwechslungsreich. Die Figuren sind vielschichtig und laden zum mit fiebern, grübeln und hassen ein.

Der Plot ist meistens stimmig und weiß zu überzeugen. Ich finde nur, dass diese hypothetische Version einer Zukunft ohne Gerichte nicht sehr realistisch ist. Es setzt nämlich voraus, dass alle Leute dumm sind und so etwas klanglos hinnehmen. Natürlich gibt es Widersacher gegen diese Art des Rechtssystems, aber es fehlt einfach an gesundem Menschenverstand. Auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass viele Menschen so einem Trend hinterherrennen würden, ist die Umsetzung doch an manchen Stellen etwas unglaubwürdig. Es passt zu dieser Geschichte, sollte aber doch nicht zu ernst genommen werden.

Ich spreche eine Leseempfehlung aus und freue mich bereits auf den zweiten Teil.
Autor: Kerry Drewery
Buch: Marthas Widerstand
Klassische Ansicht
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jasbr jasbr

Veröffentlicht am 01.03.2018

Erschreckend gut!

Bei diesem Jugendroman hat mich vor allem der Plot angesprochen. Man weiß nicht genau, wann das Buch spielt, denn ein genaues Jahr wird nicht angegeben, aber so weit in der Zukunft scheint es nicht zu ... …mehr

Bei diesem Jugendroman hat mich vor allem der Plot angesprochen. Man weiß nicht genau, wann das Buch spielt, denn ein genaues Jahr wird nicht angegeben, aber so weit in der Zukunft scheint es nicht zu sein. Es ist für mich keine reine Dystopie, aber trotzdem, oder genau deswegen, sehr erschreckend.

Im Mittelpunkt des Buches steht Martha, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Die Bevölkerung lässt sich mehr oder weniger in zwei Klassen gliedern: die mit und die ohne Geld. Das Mädchen begeht gleich am Anfang einen Mord an einem sehr reichen Mitglied der Gesellschaft und wird nach dem herrschenden Rechtssystem verurteilt. Und das ist die spannende Idee hinter dem Buch: Nicht ein Gericht entscheidet, sondern die Bevölkerung kann per Telefon, SMS oder Internet über "schuldig " und "nicht schuldig" abstimmen.

Warum das nicht so fair ist, wie es im ersten Moment klingt, wird während des Lesens deutlich. Aber ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern.

Das Buch ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Zum einen verfolgt man die einzelnen Tage, die Martha im Todestrakt verbringt. Dann gibt es Passagen aus ihrer Sicht, die ihrer Freunde bzw. ihrer psychologischen Betreuerin und - das fand ich immer am Besten - die Live-TV-Sendung, in der über Leben und Tod abgestimmt werden kann. Durch die unterschiedlichen Perspektiven war das Buch sehr gut gegliedert, man hat viel erfahren, ohne dass es langweilig wurde und man hatte auch immer wieder kleine Cliffhanger innerhalb des Romans. Das hat mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil war auch irgendwie besonders: Auf der einen Seite war es teilweise für meinen Geschmack sehr emotionslos, auf der anderen Seite wurden aber die Gefühle - gerade von Martha - sehr gut durch viele Gedanken und abgeschnittene Sätze übermittelt. Die Passagen der TV-Show waren wie ein Drehbuch aufgebaut. Auch hier gab es also viel Abwechslung.

Was aber auf jeden Fall einfach genial ist, ist die Geschichte: Die Manipulationen, die möglich sind, die Gier der Menschen nach der Todesstrafe, das Schwarz-Weiß-Sehen, ... Irgendwie hält einem das Buch auch einen Spiegel vor. Es gibt eben auch Graustufen und nicht nur Richtig oder Falsch. Das Szenario ist einfach nur erschreckend und angsteinflößend. Ich hoffe, dass das nie passiert.

Am Ende geht es dann nochmal Schlag auf Schlag. Auch wenn das Ende relativ offen ist, hätte ich jetzt nicht unbedingt eine Fortsetzung gebraucht - bin jetzt aber natürlich neugierig, wie es weitergeht.

Von mir bekommt das Buch aufgrund des Gänsehaut-Faktors und weil es einfach mal eine tolle, neue Idee ist, 5 Sterne!

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Autorin

Kerry Drewery

  Kerry Drewery ist Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Zelle 7 ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch übersetzt wird. Die Geschichte über ein Justizsystem, das ad absurdum geführt wurde und eine Gesellschaft, in der eine Fernsehshow über die Urteile für Straftäter entscheidet, wird in einem zweiten Band (Seven Days) fortgesetzt, der voraussichtlich 2018 ebenfalls im ONE-Programm erscheint.

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