The Music of What Happens
 - Bill Konigsberg - PB

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12,90

inkl. MwSt.

One
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene
448 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0113-6
Ersterscheinung: 27.11.2020

The Music of What Happens

Übersetzt von Ralf Schmitz

(73)

Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall. Erst, als sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans Vater arbeiten, lernen sie sich besser kennen. Und ganz langsam merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist als bloß Freundschaft …

Pressestimmen

„Eine Geschichte, mal heftig und derb und dann wieder voller Zärtlichkeit und Feingefühl, die bestimmt niemanden unberührt zurück lässt.“ 
„[…] eine sehr berührende Geschichte mit Tiefgang und einer ausreichenden Portion Liebe.“
„Faszinierende Liebesgeschichte mit Tiefgang und Humor.“

Weitere Abbildungen

Rezensionen aus der Lesejury (73)

Mipha Mipha

Veröffentlicht am 13.04.2021

Max und Jordan sind zwei wirklich interessante Charaktere gewesen.

Gestern Abend hab ich noch “The Music of What Happens” beendet und das Buch war wirklich toll! 😍 Der Schreibstil war sehr leicht und flüssig, wodurch ich echt gut in die Geschichte gekommen bin. Aber nicht ... …mehr

Gestern Abend hab ich noch “The Music of What Happens” beendet und das Buch war wirklich toll! 😍 Der Schreibstil war sehr leicht und flüssig, wodurch ich echt gut in die Geschichte gekommen bin. Aber nicht nur der Schreibstil war toll, auch die beiden Protagonisten haben es mir angetan.

Max und Jordan sind zwei wirklich interessante Charaktere gewesen. Es war toll, ihre Geschichte zu verfolgen. Obwohl beide unfassbar verschieden sind, passen sie perfekt zusammen. Es war wirklich niedlich, wie die beiden sich verhalten haben in der Gegenwart des jeweils anderen. Wenn ihr auf der suche nach einer schönen Geschichte für zwischendurch seid, kann ich euch das Buch empfehlen.

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_SMS_ _SMS_

Veröffentlicht am 12.04.2021

"Tja, da hast du es, ich bin nicht perfekt. Mir ist klar, dass du es bist, aber ich bin ein fehlerhaftes menschliches Wesen."
~Jordan, S.193

Inhalt:
Bisher hatten Max und Jordan nicht viel miteinander ... …mehr

"Tja, da hast du es, ich bin nicht perfekt. Mir ist klar, dass du es bist, aber ich bin ein fehlerhaftes menschliches Wesen."
~Jordan, S.193

Inhalt:
Bisher hatten Max und Jordan nicht viel miteinander zu tun. Max liebt Sport, spielt gerne Videospiele und hängt gern mit seinen Jungs ab. Jordan ist eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall.
Doch eines Tages ergibt es sich das sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans Vater arbeiten. Sie lernen sich besser kennen. Und langsam merken beide, dass zwischen ihnen mehr ist als eine bloß Freundschaft.

Meinung:
Die Geschichte von Jordan und Max hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Freundschaft, Liebe und noch so viel mehr.
Max und Jordan haben mich mit ihrer Geschichte in ihre Welt gezogen. Die beiden sind witzig und die Liebe zwischen ihnen entwickeln sich langsam und sachte. Zunächst gab es einfach die lustigen Gespräche zwischen ihnen während sie den Food Truck zum laufen brachten.
Im Laufe der Geschichte bekommt man auch langsam mit das sowohl Jordan als auch Max viele Problem haben die nichts mit dem jeweils anderen zutun haben.
Ob sie wohl diese Probleme lösen können um die Chance auf eine gemeinsame Zukunft zu haben?

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte es ohne Probleme, flüssig lesen.

Ich würde säzudem sagen das dieses Buch idealerweise im Sommer geselsen werden kann, da die Geschichte im Hochsommer spielt und bei mir für so viel Entspannung gesorgt hat.

4 von 5 Sterne

"Du hast es nicht nötig, mich zu fragen, ob ich doch hasse, nachdem ich den ganzen Tag mit dir verbracht habe ..."
~ Max, S.226

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xThelittleRose xThelittleRose

Veröffentlicht am 05.04.2021

Für mich leider ein Flop ...

Jordans Vater ist verstorben und weil die Rechnungen beginnen sich zu stapeln, beschließt seine Mutter, dass es an der Zeit ist, zusammen den Foodtruck des Vaters wieder zum Leben zu erwecken. Nur leider ... …mehr

Jordans Vater ist verstorben und weil die Rechnungen beginnen sich zu stapeln, beschließt seine Mutter, dass es an der Zeit ist, zusammen den Foodtruck des Vaters wieder zum Leben zu erwecken. Nur leider hat keiner der beiden Ahnung vom Kochen oder wie man allgemein einen Foodtruck führt. Als Max, ein Junge aus Jordans Schule, zufällig bei ihrem Foodtruck vorbeikommt, bittet Jordans Mutter ihn mit ihrem Sohn zusammen diesen zu schmeißen. Und obwohl auch Max keine Ahnung hat, wie das funktionieren soll, willigt er ein. Denn Max kocht leidenschaftlich gerne und kann so dem Ferienjob, den seine Mutter für ihn gewählt hat, entfliehen.

Character (3/10)
Von allen Kriterien haben die Charaktere bei mir noch am besten abgeschnitten. Aber leider auch die eher schlecht als Recht. Max und Jordan werden als starke Gegenteile dargestellt. Max ist ein eher dunkelhäutiger, kräftiger und beliebter Sportler an ihrer Schule, während Jordan in die Emo-Richtung geht. Sehr dünn, sehr bleich, schwarze Haare, eher introvertierte und schreibt gerne Gedichte. Im Laufe des Buchs wird deutlich, dass die beiden aber auch noch eine andere Seite an sich haben. Schon zu Beginn wird deutlich, dass Max gerne kocht. Nur leider schämt er sich dafür. Später entdeckt dieser außerdem, dass er auch gerne zeichnet/malt. Jordan beginnt sich später ein wenig für Sport zu erwärmen. Prinzipiell finde ich nicht schlecht, dass sie nach und nach Vielfältiger wurden. Dennoch sehe ich es kritisch, dass sie sehr stereotypisch gezeichnet wurden. Das Buch vermittelt das unnötige Bild, dass es bei Schwulen einen ‚männlicheren‘ und ‚weiblicheren‘ Part geben muss, was natürlich absoluter Unsinn ist. Ich denke, durch die neuen Hobbys sollte dies etwas abgeschwächt werden. Meiner Meinung nach hätte man die beiden gar nicht erst so gegensätzlich aufbauen müssen. Prinzipiell hatten beide so ihre guten und schlechten Seiten. Max war für mich sympathischer als Jordan. Bei Jordan konnte ich nicht immer seine Handlungen und Art nachvollziehen. Für mich hat außerdem zwischen den beiden die Chemie leider nicht gestimmt. Ständig wurde gesagt wie nervig sie einander finden und im nächsten Satz wie süß der jeweils andere ist.
Beide Jungs haben auf ihre eigene Weise unsympathische Freunde. Max hat 'typische' Sportler als Freunde, hier mal ein rassistischer Spruch, da mal ein sexistischer. Die Unterhaltungen zwischen ihnen sind meist oberflächlich. Jordan hat hingegen zwei Mädchen als beste Freundinnen. Leider sind diese auf ihre eigene Art unsympathisch. Diese behandeln Jordan wie den stereotypen schwulen besten Freund aus Filmen und Co. Sie ignorieren, wenn er etwas nicht möchte, und scheinen keinerlei Grenzen zu kennen und respektieren.
Und auch die Mütter von Jordan und Max werden als krasse Gegensätze dargestellt. Max Mutter als geordnete, unabhängige Vorzeigemutter. Jordans die nicht schafft für ihren Sohn ein Dach über dem Kopf aufrechtzuerhalten. Das diese mit einer psychischen Krankheit zu kämpfen hat, wurde meiner Meinung auf fragwürdige Weise dargestellt und das Ende des Buchs war vollkommen daneben.

Atmosphere (2/10)
Die Idee mit dem Foodtruck fand ich ganz cool, allerdings bestand es eigentlich nur daraus, dass die beiden lange überhaupt keine Ahnung hatten, was sie da genau tun. Ich fand es etwas unrealistisch, dass sie damit alleingelassen wurde und dennoch am Ende geschafft haben eine große Summe an Geld einzunehmen. Und das in kürzester Zeit und trotzt unerwartet hohen Ausgaben für Lebensmittel, eine Lizenz und Reparatur.

Writing Style (2/10)
Wenn ihr schon die ein oder andere Rezension zu dem Buch gelesen habt, wisst ihr, dass viele mit dem Schreibstil nicht richtig warm geworden sind. Mir ging es genau so. Es war leider irgendwie abgehackt, teilweise ohne Zusammenhang, sprunghaft und einfach nicht wirklich rund.

Plot (1/10)
Für mich hat das Buch leider keinen Sinn ergeben. Ich fand die Handlung total unlogisch. Zwei Teenager, die sich nicht mal richtig kennen, schmeißen einen Foodtruck, obwohl sie nicht wissen, wie man das überhaupt macht. Zwar wird das am Anfang auch sehr deutlich, aber dann haben sie doch noch relativ großen Erfolg. Die beiden können sich zunächst nicht leiden, haben nicht wirklich was gemeinsam, finden sich eigentlich total nervig, aber verlieben sich dann irgendwie doch, weil sie sich zwar nervig, aber auch süß finden. Nicht so richtig was ich mir erhofft hatte.
Das schlimme ist aber, dass in dem Buch so viele große, wichtige Themen wie Sexismus, Rassismus, psychische Krankheiten usw. angesprochen werden, aber dann nur schlecht aufgearbeitet werden, weil sie nur bedingt mit der Handlung zusammenspielen und so viele Themen auch nur schwer in dem Zusammenhang ordentlich abgebildet werden können. Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor sich eine Thematik aussucht und diese dann sensibel und umfangreich aufarbeitet. So wie es in dem Buch war, fand ich es nicht in Ordnung.

Intrigue (2/10)
Es gab einzelne Stellen, die ich ganz süß fand, aber alles in allem hätte ich das Buch am liebsten abgebrochen. Ich habe es eigentlich nur beendet, weil ich es a) als Rezensionsexemplar erhalten habe und b) eine Rezension schreiben wollte. Da ich persönlich keine Rezension schreiben möchte, wenn ich nicht dem ganzen Buch eine Chance gegeben habe, habe ich mich entschieden es fertig zu lesen, obwohl es mich gar nicht gecatched hat.

Logic (2/10)
Ich denke, dazu muss ich nicht mehr viel sagen. Anhand der anderen Kriterien könnt ihr ja sicherlich schon erschließen, dass für mich vieles an dem Buch absolut nicht logisch und nachvollziehbar war.

Enjoyment (2/10)
Selbes gilt für den Spaßfaktor, den ich beim Lesen hatte. Oder eher nicht hatte. Ich wiederhole jetzt mal nicht, was mich alles gestört hat, weswegen ich mich eher durch das Buch gequält habe als alles andere.

Fazit (2,0/10)
Für mich ein absoluter Flop. Was wirklich schade ist, denn ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut. Ich dachte es wird eine etwas verrückte, aber supersüße Lovestory zwischen zwei Jungs, die nach und nach entdecken, dass unterschiedliche Interessen nicht bedeuten, dass man nicht dennoch zusammenpassen kann. Leider lag ich da mit meiner Vorstellung daneben. Durch die vielen Themen, die angesprochen wurden, war es keine lockere-fluffige Liebesgeschichte. Versteht mich nicht falsch, ich finde es absolut nicht schlecht, wenn mehr Tiefgang in einem Buch ist als erwartet, aber nur, wenn dann solche ernsten Themen auch ordentlich aufgearbeitet werden und nicht ab und an mal rein gestreut, ohne dass sie dem Sinn der Geschichte etwas beitragen. Ich fand einige Äußerungen in dem Buch sehr fragwürdig und dadurch, dass es nicht richtig ins Bild gesetzt wurde, kann man nur erahnen, ob es eine Gesellschaftskritik war oder doch ernst gemeint. So oder so würde ich euch von dem Buch abraten. Es gibt auf dem Markt deutlich bessere LGBTQIA+ Geschichten.

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xshirleyx xshirleyx

Veröffentlicht am 30.03.2021

Tiefgründiger Titel, aber beim Rest fehlt der Funke

"The Music of What Happens" von Autor Bill Konigsberg hat mich hauptsächlich wegen des melodischen Titels und der Tatsache, dass das Buch als LGBTQIA+ Roman einzuordnen ist, angesprochen. Weitere Bücher ... …mehr

"The Music of What Happens" von Autor Bill Konigsberg hat mich hauptsächlich wegen des melodischen Titels und der Tatsache, dass das Buch als LGBTQIA+ Roman einzuordnen ist, angesprochen. Weitere Bücher von dem Autor kenne ich noch nicht. Sein Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und wirkte manchmal gezwungen. Er versuchte auf dem Niveau von Jugendlichen zu erzählen und konnte meinen Geschmack damit allerdings nicht ansprechen. Aus den viel zu häufigen und kurzen Dialogen konnte ich mir auch nichts abgewinnen, abgesehen davon vielleicht, dass ich mich schnell durch die Seiten gelesen hatte.

Das Cover finde ich gut ausgewählt, passend und ansprechend. Meiner Meinung nach hätte der Foodtruck, der in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt, ebenfalls neben den Protagonisten Max und Jordan abgebildet sein können. Mich hat es überrascht, dass der Titel des Buches eine tiefgründigere Bedeutung hatte und kurz vor dem Ende des Buches nochmal aufgegriffen wird. Max und Jordan wirkten authentisch auf mich. Max mochte ich persönlich sehr, aber Jordan war hin und wieder sehr speziell. Mit ihren Freunden konnte ich nichts anfangen. So verhalten sich Freunde eigentlich nicht und ich finde es schade, dass beide sich von ihnen stark beeinflussen lassen haben.

Die Handlung hat mir insgesamt gefallen. Oft hat mir der gewisse Funke gefehlt. Ich denke ich hätte mir mehr Gefühle oder mehr Konflikte gewünscht. Es wurden zwar interessante und gesellschaftskritische Themen angesprochen, aber was genau war nun die Intention des Autors? So richtig zufrieden war ich nicht nach Beenden des Buches, denn vieles wurde mir zu einfach abgetan oder gelöst. War es bloß eine lockere Liebesgeschichte, die man schnell wieder vergisst? Es hätte auf jeden Fall noch jede Menge Luft nach oben gegeben. Ich mochte "The Music of What Happens" als Zwischendurch-Lektüre, aber es wird mir wahrscheinlich nicht lange im Gedächtnis bleiben.

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Friederike221b Friederike221b

Veröffentlicht am 26.03.2021

Leider nicht mein Ding

Nach der Hälfte des Buches – circa 220 Seiten – habe ich aufgegeben. Seit Wochen habe ich versucht diese Geschichte zu lesen und kam nur mithilfe des Hörbuchs – das übrigens wunderbar gesprochen ist, an ... …mehr

Nach der Hälfte des Buches – circa 220 Seiten – habe ich aufgegeben. Seit Wochen habe ich versucht diese Geschichte zu lesen und kam nur mithilfe des Hörbuchs – das übrigens wunderbar gesprochen ist, an den Figuren aber leider nur wenig sympathischer machen konnte – überhaupt so weit. Ich breche nicht gerne Bücher ab, aber ich denke, je länger ich in in diesem Buch stecke, desto schlechter wird meine Meinung davon, einfach weil ich nicht voran komme. Hier also gestehe ich meine Niederlage ein und schreibe eine Abbruchrezension.

MAX & JORDAN
Max hat mexikanische Wurzeln, spielt in der Schulmannschaft Baseball, ist entsprechend fit, liebt Videospiele und hat seine Bros. Und er kocht sehr gerne und offenbar auch sehr gut, denn er bietet an in dem Foodtruck auszuhelfen und krempelt in kürzester Zeit den Umsatz und die Speisekarte gehörig um. Wenn dieses Buch eins kann, dann einem den Mund wässrig zu schreiben.

Jordan hat zwei beste Freundinnen, Pam und Kayla, führt mit ihnen mal tiefgründige, mal weniger tiefgründige Gespräche über soziale Ungerechtigkeit und Diskriminierung und muss die mentalen Ups-and-Downs seiner Mutter ausbaden. Er hat – wie jede:r Jugendliche:r – Pickel, ist sehr dünn und hat eine tief verwurzelte Selbstabscheu. In Jordans Kopf zu stecken war nicht einfach, weil er sich konstant selbst hinterfragt und das auf die ungesunde Art und Weise.

An sich habe ich kein Problem mit Stereotypen, wenn sie denn gut gemacht sind und irgendwie noch etwas eigenes in die Handlung mit einbringen. Hier habe ich das nicht so wirklich gefühlt. Was auch nicht schlimm ist, niemand muss sein Besonders-sein beweisen, aber irgendwo blieben die Nuancen der Charaktere hängen. Aufgrund ihres Stereotyp-seins konnte ich sehr gut Reaktionen und Konfliktpotentiale voraussehen, irgendwo „kannte“ ich die Handlung und Probleme des Buches schon. Das sorgte letztendlich dafür, dass ich mich eher weniger um die Handlung scherte – es wurden im Prinzip alle unangenehmen Situationen, die ich mir einem Jugendroman vorstellen konnte, gezeigt und das hat mir einfach nicht gefallen.

Nach einigen Kapiteln kamen dann langsam tiefere Gesprächsthemen zwischen Jordan und Max auf und einige Dinge wurden gesagt, die wunderschön waren, aber dann gab es auch die, die ich schockierend fand. Max zum Beispiel echauffiert sich über die Bezeichnung Latinx – Jordan hat versucht politisch korrekt und respektvoll zu sein und Max haut ihm das um die Ohren, weil er das kompliziert findet und niemanden kennt, der diese Bezeichnung benutzt. Ich meine, ja, solche Menschen gibt es und jede:r darf seine:ihre freie Meinung haben, aber jemanden anzugehen, wenn er:sie versucht hat, etwas richtig zu machen, ist doof. Und dann gab es da noch unangebrachte Kommentare zu Max‘ Etnie, wo ich mir einfach nur an den Kopf greifen wollte (und das eventuell auch getan habe).

„Kein schwuler Typ, der was auf sich hält, hört so einen Scheiß. Das ist typische Bro-Macker-Musik.“ Pam sagt: „Kein Mexikaner mit Selbstachtung hat jemals Imagine Dragons gehört. Niemals.“

S. 204
Und das von zwei absolut weißen Menschen. Ich kann nicht mehr. Ich meine, jede:r kann Fehler machen, Teenager müssen sich sowieso in dem Gewirr von Do’s and Don’t zurecht finden und nebenbei noch ihre eigene Identität, aber solche verletzenden Aussagen wurden auch nicht aufgeklärt. Sondern drüber gelacht.

Jordan schien außerdem nicht dazuzulernen und immer dieselben Fehler zu wiederholen, z.B. plant er Rezepte für den Foodtruck, aber übt sie nicht vorher oder recherchiert was genau man braucht, um einen Foodtruck führen zu dürfen. Das kann meiner Meinung nach einmal passieren, aber dann sollte man aus den Fehlern lernen und es versuchen besser zu machen. Das ist bei Jordan aber nicht passiert und nach x-vielen Szenen, die genauso abgelaufen sind, hatte ich keine Lust mehr. Außerdem fand ich seine beiden Freundinnen und die Beziehung, die sie zueinander haben, eher grenzwertig – so eine Freundschaft würde ich mir für mich selbst nicht wünschen, da würde ich mich super unwohl fühlen. Die Mädels ziehen Jordan wegen seiner Homosexualität teilweise sehr auf, machen unangebrachte Kommentare und zwingen ihn über Dinge zu reden, über die er nicht reden will. Diese Freundschaft war absolut unausgeglichen und manchmal sehr respektlos, da wollte ich wirklich nicht mehr drüber lesen.

„Bitte, hört auf“, flehe ich, und ich weiß, es ist bescheuert, aber ich spüre, wie sich ein enges, beklemmendes Gefühl in meiner Brust bildet. Ich habe Nein gesagt. Welchen Teil von Nein haben die zwei nicht verstanden?

S. 115
Bei Max ist es irgendwo ähnlich – seine Bros machen auch viele unangebrachte Kommentare zu seiner Sexualität, reißen Witze auf seine Kosten etc. Max steckt das alles besser weg als Jordan, weil das ja irgendwo „normal“ ist und er sich einredet, dass seine Kumpel ihn wenigstens akzeptieren. Was, nebenbei bemerkt, natürlich absolut nicht normal oder okay sein sollte. Max hat zusätzlich mit einer schlimmen sexuellen Erfahrung zu kämpfen, die ihn nachhaltig belastet. Bis zu dem Punkt, an den ich gelesen habe, wurde nur angedeutet, was passiert ist, aber ich wollte das nicht unter den Tisch fallen lassen. Es wird schon ziemlich früh darauf Bezug genommen und mit der Zeit werden die Hinweise immer deutlicher. Die Triggerwarnung zu Beginn des Buches ist deswegen nicht zu übersehen.

Auch nach mehr als 200 Seiten des Buches waren mir die Figuren noch nicht wichtig genug, um weiterzulesen. Ich mag das Setting und wie sehr der Foodtruck tatsächlich eine Rolle spielt, wie viel Planung dort rein fließt, aber Jordan wurde mir nur zusehends unsympathischer und Max konnte das nicht ausbügeln.

IRGENDWIE DER REST
Ich mag, dass Jordans und Max’s Beziehung verschiedene Typen von Menschen als Attraktiv zeigt – die sportlichen, durchtrainierten Menschen finden im Mainstream viel Aufmerksamkeit und werden als „klassisch schön“ dargestellt, aber Jordan wurde mit seinem schmalen, fast knochigen Körperbau ebenfalls als attraktiv gezeigt. Wie nett genau diese Worte nun waren, kann ich nicht beurteilen, weil ich selbst nie in eine der Kategorien gepasst habe und damit keine Erfahrungen zu Kommentaren und Selbstwertgefühl habe. Jedenfalls kam die Liebesgeschichte zwischen den beiden erst so langsam ins Rollen, als ich abgebrochen habe. Zu Beginn können sich Jordan und Max weniger gut leiden und finden sich tatsächlich sehr nervig. Ich finds sehr gut, dass hier keine Insta-Love vorhanden ist, sondern sich Gefühle erst mit dem näheren Kennenlernen entwickeln.

Zuletzt hat mich auch der Schreibstil nicht so wirklich überzeugt – es wurde die Atmosphäre zwar gut eingefangen und ich konnte mir die Orte alle sehr gut vorstellen, aber ich hatte manchmal Probleme mit der Wortwahl. Ich bin allgemein kein Fan davon wenn z.B. Schimpfwörter wie Bitch für enge Freund:innen verwendet werden und solche Formulierungen kamen mir hier zu oft vor. Auch schienen sich bestimmte Szenen auf unschöne Weise in die Länge zu ziehen, die die Atmosphäre eher unangenehm gefärbt haben, sodass ich mich im Buch nicht mehr wohl fühlte. Max und Jordan haben z.B. nicht groß über Streitpunkte geredet, sondern einfach ausgesessen und all das ungesagte zwischen ihnen hat sich einfach aufgestaut, ich mag sowas einfach gar nicht. Außerdem wurde das Wetter sehr unangenehm beschrieben, gut zwar, aber ich hatte nach einer solchen Szene immer das Bedürfnis kalt zu duschen und mich in einen dunklen Raum einzuschließen. Phoenix ist eben ein verdammt warmer Flecken Erde.

FAZIT
Dieses Buch ist für mich völlig nach hinten losgegangen. Ich konnte keine Bindung zu den Figuren aufbauen, die Nebencharaktere waren mir fast alle unsympathisch und das konnten Max und Jordan nicht ausbügeln. Durch den Schreibstil hat sich vieles einfach sehr unangenehm angefühlt und ich musste mich sehr durch die Seiten kämpfen, ehe ich dann aufgegeben habe. Das finde ich wahnsinnig Schade, aber manchmal passt es eben einfach nicht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Bill Konigsberg

Bill Konigsberg - Autor
© Krystina Moran

Bill Konigsberg, geboren 1970 in New York City, ist ein mehrfach ausgezeichneter US-amerikanischer Autor, der vor allem durch seine LGBTQ-Romane bekannt wurde. Er lebt mit seinem Mann und zwei Labradoodles außerhalb von Phoenix, Arizona. The Music of what happens ist sein Debüt im ONE-Verlag.

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