What I Like About You
 - Marisa Kanter - PB

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14,00

inkl. MwSt.

One
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene
476 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0105-1
Ersterscheinung: 30.09.2020

What I Like About You

Mitten ins Herz
Übersetzt von Barbara Röhl

(90)

Es gibt eine Million Dinge, die Halle Levitt und ihren besten Freund Nash verbinden. Sie lieben Bücher, können stundenlang reden ... Und trotzdem verschweigt Halle ihm, wer sie wirklich ist. Denn online heißt Halle Kels – ist berühmte Buchbloggerin und hat alles, was ihr im echten Leben fehlt: Freunde, eine tolle Community, Selbstvertrauen und natürlich Nash. Dann wechselt sie für ihr Abschlussjahr an eine neue Schule, und plötzlich steht Nash leibhaftig vor ihr – da ist Chaos vorprogrammiert!

Rezensionen aus der Lesejury (90)

Kleinbrina Kleinbrina

Veröffentlicht am 14.01.2021

Es war nicht meins....

Geschichten, in denen Blogs eine Rolle spielen, fand ich schon immer interessant und somit habe ich „What I Like About You“ nur allzu gerne eine Chance geben wollen und habe mich auf eine süße und kurzweilige ... …mehr

Geschichten, in denen Blogs eine Rolle spielen, fand ich schon immer interessant und somit habe ich „What I Like About You“ nur allzu gerne eine Chance geben wollen und habe mich auf eine süße und kurzweilige Geschichte gefreut. Leider entpuppt sich die Geschichte für mich jedoch als Enttäuschung, denn hier wollte so vieles nicht für mich zusammenpassen.

Dies beginnt leider schon beim Schreibtstil. Marisa Kanter gelingt es zwar, dass die Geschichte trotz einer Seitenlänge von knapp 480 Seite nie wirklich langatmig erscheint, allerdings haben der Aufbau der Geschichte, der aus sehr vielen – zu vielen – Zufällen besteht und die Figuren nicht für mich funktionieren wollen. Gleichzeitig kommt es auch immer wieder zu Wiederholungen, an denen ich fast verzweifelt bin.

Besonders auffällig ist dies bei Halle, die einen Bücherblog betreibt, Cupcakes backt – was ständig erwähnt wird - und durch die Reiselust ihrer Eltern immerzu an anderen Orten lebt. An sich wird sie als das nette Mädchen von Nebenan beschrieben, das Bücher liebt und noch ihren Platz auf der Welt sucht und fortan mit ihrem Bruder bei ihrem Großvater lebt. Dabei wird auch immer betont, dass sie für ihr Alter schon sehr reif ist, was jedoch leider nicht wirklich spürbar ist. So wirkt sie in vielen ihrer Chats und Tweets oftmals noch sehr kindlich und auch ihre Gedanken, wenn sie die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, sind oftmals anstrengend, da diese nicht nur immer wieder aus Abkürzungen bestehen, sondern sie tatsächlich auch ständig Dinge wie „LOL“ denkt. Auch die Tatsache, dass sie nicht wirklich zu sich selbst stehen kann und online ein Doppelleben führt, weil sie befürchtet, dass ihre Onlinefreunde ihr wahres Ich nicht mögen könnten, wollte für mich nicht funktionieren, da sich immer wieder Logikfehler eingeschlichen haben. Das war mir persönlich too much und wollte nicht so recht zu ihrer eigentlichen Persönlichkeit passen.

Auch die anderen Figuren wirkten für mich insgesamt recht blass, oberflächlich, auf möchtegern-cool gemacht und stellenweise auch unsympathisch. Zwar fand ich Halles Bruder Ollie und auch ihren besten (Online-) Freund Nash, der plötzlich leibhaftig vor ihr steht, doch ganz interessant, allerdings sind sie meiner Meinung nach viel zu kurz gekommen, was dem Verlauf der Geschichte oftmals nicht gut getan hat. Besonders auffällig ist das bei Nash. Ich fand Nash und Halle zwar hier und da ganz niedlich zusammen, wie sie online und auch später im Reallife immer wieder diskutieren, allerdings wirkt auch da vieles zu aufgesetzt und auch die Liebesgeschichte zwischen ihnen wirkt zu hektisch abgearbeitet. Somit haben sie von der Autorin nicht nur als Paar zu wenig Zeit bekommen, sondern auch ihre Entwicklung kam zu rasch und war somit oftmals nicht nachvollziehbar.

Positiv ist jedoch, dass in „What I Like About You“ nicht nur das Thema Buchblogs, backen und Freundschaften angesprochen werden, sondern auch das Thema Trauer eingebaut wurde, denn Halles großes Idol, ihre Großmutter, ist verstorben, mit der sie ihre Leidenschaft für Bücher geteilt hat. Halle kann den Tod ihrer Großmutter nur schwer verarbeiten, was glaubwürdig dargestellt wird und der Geschichte dadurch eine gewisse Tiefe spendiert hat.

Kurz gesagt: „What I Like About You“ hätte aufgrund seiner Themen ein interessantes und süßes Buch werden können, ist allerdings an seinen oftmals zu aufgesetzten und unsympathischen Figuren sowie ständigen Wiederholungen und Logikfehlern gescheitert, sodass ich mich mit der Geschichte leider nicht anfreunden konnte. Sehr schade, hier wäre deutlich mehr drin gewesen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Alice9 Alice9

Veröffentlicht am 13.01.2021

eine sehr süße Geschichte für zwischendurch

*Inhalt*
Halle führt unter dem Namen Kels einen Bücherblog, ist präsent auf Twitter und dabei sogar recht erfolgreich. Als Kels hat sie online Nash kennen gelernt und sich mit ihm angefreundet, weil er ... …mehr

*Inhalt*
Halle führt unter dem Namen Kels einen Bücherblog, ist präsent auf Twitter und dabei sogar recht erfolgreich. Als Kels hat sie online Nash kennen gelernt und sich mit ihm angefreundet, weil er ihre Liebe zu Büchern teilt.
Als Halle dann für ihr Abschlussjahr die Schule wechseln muss, fällt sie aus allen Wolken, als Nash plötzlich in ihrem realen Leben vor ihr steht. Sie erkennt ihn sofort, wohingegen Nash keine Ahnung hat, wen er vor sich hat. Halle ringt mit sich, ob sie ihm sagen soll, wer er ist, bis das Chaos dann perfekt ist...

*Meine Meinung*
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein nettes Jugendbuch für Zwischendurch, bei dem für meinen Geschmack noch ein bisschen Luft nach oben gewesen wäre, aber dennoch eine locker, leichte Geschichte, die einen Abschalten lässt.

Die Handlung ist locker und leicht gehalten und vermittelt auf diese Weise aber auch Themen, die einen ernsten Beigeschmack haben. Mir hat gut gefallen, dass die Ernsthaftigkeit gut rübergebracht wurde, aber trotzdem man ein gutes Gefühl beim Lesen hatte, aufgrund der Leichtigkeit der Geschichte.
Hochgradig spannend habe ich die Geschichte nicht empfunden, aber es gleich am Anfang wurde die Neugier geweckt, wie sich die Geschichte zwischen Halle/Kels und Nash sich entwickeln und ihren Lauf nehmen wird. Sie hat mich häufig zur Verzweiflung gebracht, weil ich Halle innerlich angeschrien hatte, sie soll doch mal den Mund aufmachen, doch dadurch wurde die Spannung noch einmal bis zum Ende hin geschürt.
Auch die Nebenerzählstränge rund um Halles Oma oder dem Geheimnis ihren Bruders haben viel Raum bekommen und haben die Geschichte wunderbar abgerundet.
Besonders toll fand ich auch, wie die Cupcakes in die Geschichte eingebunden wurden. Da ist mir mehrmals das Wasser im Mund zusammengelaufen.
Außerdem mochte ich, dass hier das Judentum eine große Rolle gespielt hatte. Das hatte ich, was mich letztlich wirklich überrascht, bislang in Büchern noch gar nicht gehabt. Mir haben die Einblicke auf jeden Fall gut gefallen und ich habe viel daraus mitnehmen können.
Dennoch muss ich sagen, dass ich mir noch ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht hätte. Ich kann gar nicht mal so genauso sagen, woran das liegt, aber zwischendurch hätte ich mir einfach ein bisschen „mehr“ gewünscht.

Halle war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Probleme und Konflikte gut nachvollziehen und dementsprechend auch gut mit ihr mitfiebern und mich in sie einfühlen. Außerdem fand ich die Harmonie und Dynamik zwischen Halle und den anderen Protagonisten richtig gut. Da hat einfach alles gestimmt und ich habe es sehr gemocht, mit ihr ihre Geschichte zu erleben.

Besonders toll fand ich auch die Aufmachung des Buches. Neben Fließtext wurden Tweets, Mails, SMS und Chatverläufe abgedruckt. Dadurch wurde alles sehr greifbar und einem nahe gebracht, denn das ist ja das, womit Halle sich täglich beschäftigt. Das hat mir sehr gut gefallen. Zudem ließ sich das Buch dadurch auch sehr einfach und schnell lesen.
Die Gefühle und Emotionen kamen ebenfalls sehr gut rüber, sodass mich die Geschichte an mehreren Stellen auch berühren und emotional mitreißen konnte. Dennoch sorgte die Atmosphäre für eine Leichtigkeit, sodass einem gerade diese emotionalen Stellen nicht schwer im Magen lagen.

Insgesamt ein wirklich schönes, leichtes und trotzdem emotionales Jugendbuch, was sich wunderbar für Zwischendurch eignet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

ophelialaurinrose ophelialaurinrose

Veröffentlicht am 06.01.2021

interessante Geschichte, schwierige Protagonistin

Worum geht es?
In dem Buch geht es um Halle, sie ist Bloggerin. Sie zeigt sich aber nicht im Internet und ist somit anonym, trotzdem feiert sie mit ihrem Buchblog großen Erfolg. Dann trifft sie auf einmal ... …mehr

Worum geht es?
In dem Buch geht es um Halle, sie ist Bloggerin. Sie zeigt sich aber nicht im Internet und ist somit anonym, trotzdem feiert sie mit ihrem Buchblog großen Erfolg. Dann trifft sie auf einmal ihren besten Freund, den sie vor drei Jahren online kennengelernt hat, aber Nash erkennt sie nicht, da er nicht weiß wie sie aussieht und sie online einen anderen Namen benutzt. Halle möchte nicht die Beziehung zwischen ihrem online-Ich und Nash gefährden und verschweigt deshalb, wer sie ist. Doch die Situation spitzt sich immer weiter zu und sie weiß nicht mehr weiter.

Meinung:
Ich mag den Schreibstil, er war super flüssig und dadurch hab ich das Buch in wenigen Tagen beendet. Dadurch dass ich bestimmte Situationen hier auf Instagram kenne, konnte ich mich mit vielen Szenen identifizieren und auch die Buchmesse beziehungsweise im Buch die BookCon konnte ich mir sehr gut vorstellen. Generell mag ich die Szenen über das Bloggen sehr und musste oft schmunzeln.

Fangen wir mit der Protagonistin an. Mit Halle konnte ich mich am Anfang sehr gut identifizieren und mochte sie sehr. Doch während des Lesens ist sie mir immer unsympathischer geworden - leider. Ich konnte es nicht verstehen, dass man einen Menschen über so eine lange Zeit anlügt. Außerdem kommt noch dazu, dass ich die Situation wahrscheinlich eher positiv gesehen hätte als negativ. Wie cool ist das denn, dass du deinen besten Freund im echten Leben zufällig triffst?Nash finde ich total süß und authentisch. Auch wie er sich um Halle gekümmert hat.
Den Bruder von Halle finde ich auch total cool und mag seine ehrliche Art.
Generell sind mir die Protagonisten um Halle herum super positiv aufgefallen.

Fazit:
Auch wenn mir die Protagonistin in diesem Buch nicht besonders gefallen hat, mag ich dieses Mal den anderen Protagonisten und die Nebencharaktere umso mehr. Ich finde die Idee hinter dem Buch super und außergewöhnlich. Es gibt allen Mut, die online nicht ihr Gesicht zeigen wollen, dass man auch ohne das erfolgreich sein kann.
Den einen Stern ziehe ich ab, weil ich nach einer Weile die Situation unrealistisch fand. Außerdem hat sich das Buch extrem in die Länge gezogen und erst ab 400 Seiten wurde das Rätsel beziehungsweise die Wahrheit endlich ausgesprochen.
4/5

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some_love_4_you some_love_4_you

Veröffentlicht am 05.01.2021

Rezension

Kels ist eine sehr beliebte YA Bloggerin. Und heißt eigentlich Halle. Sie hat sich Kels erschaffen um wenigstens im Internet nicht mehr die langweilige und sozial ungeschickte Außenseiterin sein zu müssen. ... …mehr

Kels ist eine sehr beliebte YA Bloggerin. Und heißt eigentlich Halle. Sie hat sich Kels erschaffen um wenigstens im Internet nicht mehr die langweilige und sozial ungeschickte Außenseiterin sein zu müssen. Dumm nur, dass Halle an der neuen Schule Nash begegnet. Nash, der ihr engster Vertrauter und bester Freund ist. Aber er ist Kels bester Freund...

Ich hab mich etwas von dem Hype um das Buch anstecken lassen. Aber weil sie Bloggerin ist, muss ich es ja quasi lesen.
Leider bin ich etwas zwiegespalten...

Mal von der stellenweise komischen Übersetzung abgesehen, Halle war irgendwie schwierig. Erst gegen Ende hatte ich einen Draht zu ihr. Anfangs hat sie mich mit ihrem Getue von wegen sie könnte nur im Internet "sein" etwas genervt. LeCrew (Nashs Clique an der Schule) hat sie sofort aufgenommen und Halle hat das ignoriert, null wertgeschätzt und war sehr distanziert. Es wurde ständig in Vordergrund gestellt, sie könne nicht mit Menschen und wüsste nie was sie sagen soll. Okay. Aber dann erwähn es doch richtig und gib den Panikattacken einen Namen. Und LeCrew hat damit eig auch überhaupt nichts zu tun...? Und Kels fand ich sehr oberflächlich - aber so sind die Figuren eben, die man im Internet von sich selbst schafft. Man sieht nur das Gute, kann Worte wieder löschen und bessere tippen. Aber das ist nicht echt. Es ist die überarbeitete und mit Photoshop verschönerte Version.
Okay, ich schweife ab. Zurück zum Thema - Nash fand ich cute! Er wirkte sehr ehrlich und hat mit Kels über Halle geschrieben und Halle über Kels tollen Blog vorgeschwärmt. Er hat mir richtig leid getan, denn er mochte beide total gerne und war dann etwas confused was seine Gefühle angeht xD

Die Handlung fand ich etwas zu ausgedehnt. Vor dem (natürlich unfreiwilligen Chaos als Nash checkt dass Halle Kels ist - und leider war es auch sehr vorhersehbar, dass Nash zu dieser Veranstaltung kommt und er nicht "keine Zeit" hat) hat es sich etwas gezogen. Aber sonst fand ich es von der Geschwindigkeit echt angenehm und man konnte sich richtig in die Handlung reindenken. Es gab auch immer wieder Chats zwischen allen möglichen Leuten, Mails, Posteingänge, Twitter Posts und Ankündigungen. So wurde das Buch sehr lebendig gestaltet und das Bloggen und der ein oder andere Skandal auf Buch Twitter wurde toll eingefangen.

Die meisten Charaktere sind Juden und es gibt LGBTQ. Ist alles cool und sollte mehr repräsentiert werden. Aber wenn man in einem Buch so viele jüdische Feste einbaut, sollte man auch ihren religiösen Sinn erklären. Ansonsten ist die Repräsentation irgendwie nicht wirkungsvoll, weil man danach nicht schlauer ist.
Ollie war ein super Charakter und hat die kleiner-Bruder-Rolle perfekt ausgefüllt. Es wird so mehr oder weniger klar, dass er bi ist. Aber es wurde nie wirklich deutlich. Die Szenen waren einfach mehrdeutig - ihm könnte Sawyers Meinung auch wichtig sein weil er der Kapitän der Baseball Mannschaft ist und Ollie ins Team will. Und später ist er mit einem girl zusammen und Sawyer wird nie wieder erwähnt. Ich finde es großartig, dass es auch mal bi Charaktere gibt. Aber wie schon mit dem Judentum und den Angstzuständen - man muss es auch wirklich erwähnen und nicht in einem halben Nebensatz verstecken.

Gerade dieses Verstecken von irgendwelchen Themen, die man versucht unterzubringen weil man das in der heutigen Zeit einfach so macht um Offenheit und was weiß ich alles zu demonstrieren. Entweder du lässt es ganz raus, oder du schreibst wirklich darüber. Und es muss dann ja kein LGBTQ Roman über Outings etc sein. Es genügt wenn man diese Themen sichtbar macht. In mehr als einem Nebensatz. Es hätte völlig gereicht, wenn Ollie nach seiner gescheiterten Beziehung mit dem Mädchen vll von einen Jungen erzählt, den er gut findet und mit seiner Sis darüber redet, wie man denn unauffällig herausfinden könnte ob dieser Junge evtl ja auch auf Jungen steht.

Ich fand das Buch und die Ideen und Ansätze wirklich toll, aber bis auf das Bloggen und damit verbundene Aktionen zu wenig ausgearbeitet. Mir haben einfach rin paar Details gefehlt, wie die Hintergründe der Feste oder Ollis Sichtbarkeit. Andererseits hat das Buch schon weit über 400 Seiten und ist damit für YA schon ziemlich dick.
Ich bin echt unentschlossen. Wie stark soll ich dieses Versteckspiel gewichten? Keine Ahnung. Aber ich denke, das Buch ist eine solide Leseempfehlung xo

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CallieWonderwood CallieWonderwood

Veröffentlicht am 31.12.2020

What I Like About You - Marisa Kantner

Es gibt eine Million Dinge, die Halle Levitt und ihren besten Freund Nash verbinden. Sie lieben Bücher, können stundenlang reden ... Und trotzdem verschweigt Halle ihm, wer sie wirklich ist. Denn online ... …mehr

Es gibt eine Million Dinge, die Halle Levitt und ihren besten Freund Nash verbinden. Sie lieben Bücher, können stundenlang reden ... Und trotzdem verschweigt Halle ihm, wer sie wirklich ist. Denn online heißt Halle Kels - ist berühmte Buchbloggerin und hat alles, was ihr im echten Leben fehlt: Freunde, eine tolle Community, Selbstvertrauen und natürlich Nash. Dann wechselt sie für ihr Abschlussjahr an eine neue Schule, und plötzlich steht Nash leibhaftig vor ihr - da ist Chaos vorprogrammiert!
(Klappentext)


Der Klappentext hat mich total angesprochen, allein weil Halle eine Buchbloggerin ist und ich Bücher sehr gerne lese, wo sich die Protagonisten sich online kennenlernen, erst später sich im wahren Leben treffen und sie sich aber nicht persönlich real kennen.
Für ihr letztes Schuljahr zieht Halle gemeinsam mit ihrem Bruder zu ihrem Großvater. Bisher ist sie mit ihrer Familie immer wieder umgezogen, weil ihre Eltern Dokumentarfilm-Regisseure sind und dafür immer wieder an anderen Orten drehen und arbeiten.
Sie ist total schockiert, dass ihr bester Freund Nash, den sie nur online kennt, ausgerechnet in dieser Stadt wohnt, die für ein Jahr ihr zu Hause sein wird. Von der plötzlichen Begegnung ist Halle total überfordert und sagt Nash in ihrer Panik nicht, wer sie ist. Er hat keine Ahnung, wie sie aussieht und weiß auch nicht, dass der Name Kels ein Pseudonym ist. Für ihn ist sie bloß die Neue an der Highschool.
Halle beschließt dann sich so gut wie möglich von ihm fernzuhalten, weil sie auf keinen Fall die Online-Freundschaft mit ihm verlieren will. Denn sie hat enorm große Angst, dass er ihr reales Ich nicht mögen würde. Anders als im Internet fällt Halle soziale Interaktion schwer, sie hat öfters Panikattacken und hatte nie wirklich Freunde, außer als Kels. Eher unbeabsichtigt wird sie dann aber Teil von Nashs Clique und versucht dann einfach nur mit Nash befreundet zu sein als Halle und Kels nur online zu sein. Das ist aber nicht so einfach, wie gedacht und Halle merkt auch, dass sie Nash offline sehr mag und verliebt sich langsam ihn ihn.
Gleichzeitig hat sie wie zuvor als Kels online engen Kontakt zu Nash, obwohl ihr das immer schwerer fällt, weil sie ihn nun als reale Person kennenlernt. Sie weiß, dass ihm eigentlich die Wahrheit sagen sollte, aber sie will dafür auf den richtigen Moment warten und schiebt aus Angst es immer wieder auf.
Zitat : "»Ich hatte Angst.« Das ist die Erklärung hinter all den Ausreden und Rechtfertigungen. Eigentlich steckte nie mehr dahinter. [...] Ich hatte einfach zu viel Angst."
Auch wenn Halles Verhalten nicht unbedingt richtig ist, waren ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehbar beschrieben, dass ich während des gesamten Buches verstehen konnte, warum sie so gehandelt hat. Ihre Angst - Nash würde sie als Halle nicht mögen - hat sie total eingenommen und beherrscht. Und ich war persönlich nie genervt davon, Halle war mir sympathisch und ich fand ihre charakterliche Entwicklung am Ende toll.
Auf ihrem Blog "One True Pastry" dreht sich alles um Bücher und Cupcakes und sie backt und dekoriert die Cupcakes passend zu dem jeweiligen Buch, was sie vorstellt. In diesem Jahr möchte sie damit besonders erfolgreich sein, damit die Verantwortlichen von der NYU ihr Potenzial erkennen und sie dort angenommen wird, um später in einem Verlag zu arbeiten.
Durch ihre Großmutter fing alles an, sie hat mit ihr die Leidenschaft für Bücher und Cupcakes geteilt. Ihre Gram, die ihr total viel bedeutet hat, war eine berühmte Lektorin und hatte auch die Idee, dass Halle einen Blog starten können. Und erst durch ihren Blog hat sie überhaupt Nash getroffen und es ist eine intensive Online-Freundschaft entstanden.
Zitat : "Ich hätte keinen Blog [...] und Kels würde wirklich und wahrhaftig nicht existieren. Ich meine, Nash und ich hätten uns irgendwann hier kennengelernt, und ich wäre nur Halle gewesen. Aber ohne Grams hätte ich Nash nicht gekannt. Ich hätte nicht Jahre auf Twitter und Google Chat damit zugebracht, die beste Freundin dieses Jungen zu werden."
Der Verlust ihrer Grams ist für Halle immer noch sehr schwer und sie vermisst sie jeden Tag. Halles Großvater hat auch den Tod seiner Frau nicht gut verarbeitet, er ist nicht mehr er selbst und das Zusammenleben ist deswegen nicht immer einfach. Die größte Stütze für Halle ist ihr jüngerer Bruder Ollie, der immer für sie da ist. Ich fand es super schön, wie nahe die beiden sich stehen und über alles reden können.
Insgesamt hat mich Halles Geschichte und die Liebesgeschichte von ihr und Nash sehr begeistert. Ich mochte den Schreibstil von Marisa Kantner richtig gerne und das Buch war für mich ein kleines Highlight.

Fazit :
Ein sehr gut gemachtes Young-Adult-Buch, indem die Protagonistin unter einem Pseudonym als Buchbloggerin erfolgreich ist und mit großen Ängsten zu kämpfen hat, ihren (besten Online-)Freund nicht verlieren will.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Marisa Kanter

Marisa Kanter - Autor
© Marisa Kanter

Im Leben von Marisa Kanter drehte sich schon immer alles um ihre Liebe zu Büchern. Sie absolvierte ihren Abschluss in Media, Culture, Communication & Creative Writing an der NYU und arbeitet nun im Verlagswesen. Wenn sie nicht gerade ganz New York auf der Suche nach dem besten Chai Latte abklappert, findet man sie lesend im Zug. What I Like about you ist ihr Debütroman. 

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