What I Like About You
 - Marisa Kanter - PB

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14,00

inkl. MwSt.

One
Paperback
Erzählendes für junge Erwachsene
476 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0105-1
Ersterscheinung: 30.09.2020

What I Like About You

Mitten ins Herz
Übersetzt von Barbara Röhl

(76)

Es gibt eine Million Dinge, die Halle Levitt und ihren besten Freund Nash verbinden. Sie lieben Bücher, können stundenlang reden ... Und trotzdem verschweigt Halle ihm, wer sie wirklich ist. Denn online heißt Halle Kels – ist berühmte Buchbloggerin und hat alles, was ihr im echten Leben fehlt: Freunde, eine tolle Community, Selbstvertrauen und natürlich Nash. Dann wechselt sie für ihr Abschlussjahr an eine neue Schule, und plötzlich steht Nash leibhaftig vor ihr – da ist Chaos vorprogrammiert!

Rezensionen aus der Lesejury (76)

Fairylightbooks Fairylightbooks

Veröffentlicht am 11.11.2020

Ein super süßes Jugendbuch, das mein Herz auf jeden Fall erwärmt hat!

Meine Meinung
Das englische Original hat mich schon vor einer Weile angesprochen, als ich entdeckt habe, dass der One-Verlag es ins Deutsche übersetzen wird, habe ich noch gewartet. Das deutsche Cover ... …mehr

Meine Meinung
Das englische Original hat mich schon vor einer Weile angesprochen, als ich entdeckt habe, dass der One-Verlag es ins Deutsche übersetzen wird, habe ich noch gewartet. Das deutsche Cover gefällt mir persönlich sogar noch besser, als das originale.

Halle, die sich im Internet nur Kels nennt, ist seit einigen Jahren Buchbloggerin, die besonders mit ihrer Idee, Cupcakes passend zu Buchcovern zu backen, durch die Decke gegangen ist. Mittlerweile hat sie eine große Anhängerschaft und auch einige echten Freundschaften sind durch ihr Online-Leben entstanden. Dabei ist sie stets bedacht ihre wahre Identität zu schützen, sodass nicht einmal ihre besten Freunde ihren echten Namen kennen. Doch nach einem Umzug und einem Schulwechsel steht Halle plötzlich Nash gegenüber, der online ihr bester Freund ist. Doch er hat noch nie etwas von Halle gesehen oder gehört…

Halle ist ein ganz süßer Charakter mit einer besonderen Familie. Wie gesagt nennt sie sich online nur Kels, hat auch noch nie Fotos von sich veröffentlicht und ist nur als Buchbloggerin so berühmt. Das alles macht sie, um ihre Identität zu schätzen und nicht in Verbindung mit ihrer berühmten Familie gebracht zu werden. Da sie in ihrer Kindheit oft umziehen musste, hatte sie nie richtige Freunde, weswegen die Freundschaft zu ihren Online-Freund*innen umso tiefer ist. Online kann sie einfach die Person sein, die sie im echten Leben niemals sein könnte. Denn als Kels ist sie stark, selbstbewusst, erfolgreich und beliebt. Als Halle ist sie einsam, sozial etwas unbeholfen, unerfahren und häufig sehr naiv.
Trotz ihrer häufig sehr naiven Art habe ich sie schnell in mein Herz schließen können. Sie macht zwar einige Fehler in diesem Buch und häufig hätte ich sie einfach gern geschüttelt, doch gleichzeitig kann ich sie einfach verstehen, weswegen sie einfach einen Platz in meinem Herz bekommen hat. Außerdem ist sie Jüdin, es spielt keine großartige Rolle für die Handlung, aber den kleinen Zusatz fand ich super! Wir erfahren nämlich ein paar Kleinigkeiten über jüdische Bräuche und Feste, was ich super interessant fand.

Nash ist ebenfalls in der Online-Welt nicht unbekannt. Er zeichnet Comics, die er mit seiner Leserschaft teilt, geht dabei aber offener mit seinem echten Namen um. Er lebt schon sein Leben lang in der Kleinstadt, die gefühlt nur aus Rentnern besteht und würde zu gerne weg von zu Hause, am besten an die NYU um zu studieren. Im Gegensatz zu Halle hat er auch im echten Leben eine feste Freundesgruppe, auf die er sich immer verlassen kann.
Nash war einfach toll. Er war lieb, zuvorkommend und super sympathisch, ein wirklich toller Charakter einfach. Allerdings war er mir ein wenig zu oberflächig. Dafür, dass er das große Love Interest ist, war er mir etwas zu flach, obwohl die Autorin hier schon sehr gute Ansätze für mehr Tiefe hatte.

Aber auch die Nebencharaktere sollten hier nicht unerwähnt bleiben! Typisch für Jugendbücher sind diese zwar ebenfalls oberflächiger und stereotypischer gehalten, doch im ganzen Zusammenspiel hat mich das überhaupt nicht gestört.
Fangen wir mal mit Halles Opa an, den ich einfach nur knuddeln möchte. Obwohl er keine tragende Rolle spielt, ist er mir sehr ans Herz gewachsen. Er macht eine wunderschöne Entwicklung durch, die sich besonders mit dem Thema Trauerbewältigung beschäftigt, die mir super gut gefallen.
Aber auch Halles Bruder, Ollie, hat schnell einen Platz in meinem Herzen bekommen. Er ist super süß, steht immer hinter Halle und hat scheinbar ein ähnlich kompliziertes Liebesleben wie seine große Schwester. Ich fand es nur schade, dass er nicht noch häufiger vorgekommen ist.
Halles und Nashs Freunde, online wie offline, und Halles Eltern bleiben da sogar noch ein wenig oberflächiger. Wie gesagt hat es mich in dem Zusammenspiel mit dem Inhalt nicht gestört. Am besten fand ich allerdings noch Halles Vater, der im Familiengruppenchat immer nur in Emojis ohne zusätzliche Wörter geschrieben hat, was mich immer wieder amüsiert hat.

Und kommen wir damit auch gleich zum Schreibstil der Autorin. Der Roman ist in der Ich-Form komplett aus Halles Perspektive geschrieben worden. Der Schreibstil ist sehr leicht, angenehm zu lesen und auf jeden Fall dem Alter entsprechend. Was ich besonders schön fand, waren die Einbindungen zahlreicher Tweets, Chat-Verläufen und Blogeinträge. Sie haben die Handlung immer wieder auflockern können und haben mich vor allem durch ihre authentische Darstellung sehr begeistert. Statt lol und xd gab es hier nämlich aktuellen „Slang“ der Jugendlichen, der durch tatsächliche Emojis und nicht einfache Smileys unterstützt wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob man versteht was ich meine, aber ich bin kurz gesagt besonders von der Authentizität dieser Darstellung begeistert.

Der Inhalt ist eigentlich genau das, was der Klappentext schon verspricht.
Kurz gesagt ist Halle beim ersten Treffen mit Nash so perplex, dass sie kaum etwas herausbringt und sich mit ihrem echten Namen vorstellt. Sie hat Angst, die Freundschaft zwischen Kels und Nash aufs Spiel zu setzen, weswegen sie ihm zunächst nichts sagt und schließlich hat sie das Gefühl, es sei einfach zu spät, um das Missverständnis wieder gerade zu rücken. Dabei verletzt sie nicht nur Nash, sondern auch ihre anderen Freund*innen…

Insgesamt muss ich zugeben, dass ich schon mal in einer ähnlichen Situation war, wenn auch nicht so verkorkst. Als ich angefangen habe, mich im Internet zu bewegen, habe ich das ebenfalls unter einem Pseudonym getan. Meine ersten Internet-Freundinnen habe ich auch viel zu lange in dem Glauben gelassen, dass das mein echter Name sei. Kurz vor einem ersten Treffen habe ich es schließlich noch aufgelöst, aber selbst per SMS war das so so unangenehm, dass ich verstehen kann, wie unangenehm und herausfordernd das für Halle von Person zu Person sein muss. Aber gleichzeitig hat es mir doch zu lange gedauert. Halle hat im Laufe des Buches einige Vorlagen bekommen, die sie nicht genutzt hat und auch wenn es super schwierig ist, ist mir eindeutig zu viel Zeit im Laufe des Romans vergangen. Dadurch hat sich die Handlung leider sehr lange im Kreis gedreht, wodurch sich auch die Charaktere kaum weiter entwickeln konnten. Ich hätte mir hier eine etwas andere Lösung gewünscht.

Allgemein wird dadurch aber besonders das Thema der Internet-Anonymität besonders gut aufgegriffen. Es zeigt, wie schnell man sich als jemanden ausgeben kann, der man gar nicht ist. In diesem Fall ist es zwar nur Halle, die gerne backt und liest, aber hinter Kels hätte auch jemand ganz anderes stecken können. Es wird auch gezeigt, wie schnell sich gewisse Dynamiken im Netz entwickeln, wie man seine Reichweite gut nutzen kann und wie schnell man Internet-Nutzer gegen sich aufspielen kann. Es war insgesamt ein guter Einblick hinter die Kulissen einer sehr erfolgreichen Bloggerin, der auch die Schattenseiten in kleinen Aspekten thematisiert.

Kommen wir zum letzten großen Thema, welches hier angesprochen wurde und mir tatsächlich sehr am Herzen liegt. Im Roman geht es immer wieder um eine fiktive Autorin, die besonders durch ihr Jugendbuch erfolgreich geworden ist. Dass diese nun äußert, sie würde gerne ein „echtes“ Publikum ansprechen und nicht „nur“ Jugendliche, stößt in der Blogger-Gemeinde sauer auf. Ich fand es total schön, wie genau dies thematisiert wurde, weil ich auch immer wieder mit diesem Thema konfrontiert werde. Auch dass hier besonders die Leserschaft total degradiert wird und von der fiktiven Autorin als nicht gut genug dargestellt wird, fand ich sehr spannend. Schließlich lesen und lieben Jugendliche genauso gut, wie eine ältere Leserschaft; wenn nicht sogar besser, wenn man sich Hypes in den sozialen Medien anschaut. Es ist nämlich auch im echten Leben immer wieder schade zu sehen, wenn Leser*innen von YA/NA nur schief belächelt werden, weil ihr Lieblingsgenre nicht so anspruchsvoll ist, wie andere. Häufig musste ich schon hören, dass es viel mehr wert sei, wenige anspruchsvolle Lektüren zu lesen, als zahlreiche „Leichte Kost“, was totaler Quatsch ist.

So kommen wir aber noch einmal auf das Buch zurück. Insgesamt mochte ich es nämlich doch ganz gerne. Der Einstieg ist mir leicht gefallen, ich konnte es super gut und schnell lesen und auch wenn der Mittelteil sich immer mal wieder gezogen hat, fand ich es einfach nur süß.
Das Ende verlief mir etwas zu flott und zu schnell war es auch schon wieder vorbei. Ich hätte mir da gerne noch einen Prolog gewünscht, der eventuell ein paar Monate in die Zukunft blickt, sodass es ein etwas runderer Abschluss entstanden wäre.

Fazit
Ein super süßes Jugendbuch, das Lust auf noch mehr Bücher und Cupcakes macht. Die Charaktere waren ganz süß, wenn auch teilweise zu oberflächig, aber trotzdem sehr liebenswert. Die Handlung war einfach schön zu lesen und hat mir ein paar schöne Stunden bereitet. Auch wenn ich mir an der ein oder anderen Stelle etwas anders gewünscht hätte, bin ich sehr zufrieden mit dem Buch.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

buecherkakao buecherkakao

Veröffentlicht am 11.11.2020

Konnte mich leider nicht überzeugen

Klappentext:
Kels und Nash sind beste Freunde. Beide lieben sie Bücher und können über alles miteinander reden. Online. Denn im echten Leben haben die beiden sich noch nie gesehen. Allerdings gibt es da ... …mehr

Klappentext:
Kels und Nash sind beste Freunde. Beide lieben sie Bücher und können über alles miteinander reden. Online. Denn im echten Leben haben die beiden sich noch nie gesehen. Allerdings gibt es da eine Sache, die Nash nicht weiß: Kels heißt eigentlich Halle. Online ist sie als Kels eine bekannte YA-Buchbloggerin und hat alles, was ihr als Halle im echten Leben fehlt: Freunde, eine tolle Community, Selbstvertrauen und natürlich Nash. Doch dann wechselt Halle für ihr Abschlussjahr an eine neue Schule, und plötzlich steht Nash leibhaftig vor ihr. Nash, der keine Ahnung hat, wer sie wirklich ist. Nash, der sie plötzlich total durcheinanderbringt. Nash, dessen Herz jedoch einer anderen zu gehören scheint …

Meine Meinung:
Da das Bloggen rund um Bücher eine Rolle spielt, war ich sehr neugierig auf diesen Einzelband. Ich habe mit einer süßen Liebesgeschichte gerechnet und leider wurde ich ein wenig enttäuscht.

Der Schreibstil war lockerleicht und angenehm zu lesen, da sich aber für mich die Handlung sehr gezogen hat, habe ich lange für dieses Buch gebraucht.

Halle/Kels war mir anfangs noch sehr sympathisch, aber das hat sich im Laufe des Buches immer mehr geändert. Zum Ende hin muss ich leider sagen, dass mir ihr Charakter gar nicht mehr gefallen hat. Sie hat oft nur an sich gedacht und sich nicht in andere hineinversetzt, was ich in Bezug auf Nash sehr schade fand. Ich hatte auch so meine Schwierigkeiten damit, ihre Handlungen nachzuvollziehen.

Nash war ein herzerwärmender Protagonist. Allerdings hat man kaum etwas über ihn erfahren und so konnte ich ihn nicht ganz so gut kennenlernen.

Die Nebencharaktere fand ich allesamt wunderbar. Besonders Ollie, Halles Bruder, hat mein Herz erwärmt. Ich fand es sehr schön auch deren Entwicklung mitzuerleben.

Die Geschichte an sich hat sich für mich sehr gezogen, besonders in der Mitte war kaum eine Entwicklung zu sehen. Jedoch wurde in den letzten knapp 80 Seiten alles nachgeholt und das war mir dann ein wenig zu schnell.

Fazit:
Leider hat mich dieses Buch enttäuscht, denn für mich hat sich diese Geschichte sehr gezogen und die Protagonistin war mir nicht sympathisch.

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DaisysBuchReise DaisysBuchReise

Veröffentlicht am 08.11.2020

Locker leichte Teenieromanze...

"What i Like about you" ist genau das, was ich eine seichte und anspruchslose Teenieromanze nennen würde. Der Schreibstil ist locker und leicht, der Handlungsverlauf recht einfach und vorhersehbar gestrickt. ... …mehr

"What i Like about you" ist genau das, was ich eine seichte und anspruchslose Teenieromanze nennen würde. Der Schreibstil ist locker und leicht, der Handlungsverlauf recht einfach und vorhersehbar gestrickt. Die Charaktere sind nett aber sicherlich alles andere als vielschichtig.

Alles in allem ist dieser Young Adult Roman nicht schlecht und was für seichte Lesestunden. Auf jedenfalls auch für jüngere Leserinnern & Leser geeignet.

Zu Beginn der Geschichte fand ich die Verstrickungen der Protagonistin in ihre Lügen ja noch ein bisschen witzig und in Gewisser Art auch nachvollziehbar. Doch irgendwie kam dann ganz schleichend der Punkt, wo ich es einfach nur noch unmöglich von ihr fand, wie sie mit Nash umgegangen ist.

Grundsätzlich habe ich natürlich die Motive von Halle verstanden, ihre Identität im Netz geheim zu halten, dennoch ist es ja was anderes seinen Namen in die Welt zu schreien oder der Person, der man näher kommt die Wahrheit zu sagen.

Ich finde dieses Buch vermittelt ein bisschen falsche Moralvorstellungen. Natürlich ist es nur ein Jugendbuch und dient wie auch viele andere Bücher verschiedener Genre hauptsächlich der Unterhaltung. Man sollte also vielleicht nicht zu streng mit dem Verlauf der Geschehnisse ins Gericht gehen, denn bei einem Film würde man das sicherlich leichter oder schneller tolerieren.

Trotzdem muss ich gestehen, dass ich es einfach nicht mochte.

Ein weiterer Punkt, der mir irgendwie merkwürdig erschien war die Verbindung zum religiösen Hintergrund von Halle. Nicht die Tatsache, dass sie eine religiöse Orientierung an sich hat (bitte um Himmels willen nicht falsch verstehen!) sondern eher, dass es für mich den Anschein macht, die Autorin gibt ihr einen Religiösen Hintergrund einfach um dann zu sagen "seht her, ich habe einen jüdischen Young Adult Roman geschrieben". Es wurden mehrfach Feiertage, Bräuche und Hintergründe erläutert, die mir aber keinen wirklichen Zusammenhang mit der Story an sich zu haben schienen. Ich habe einfach nicht verstanden, wieso die Autorin so intensiv auf die jüdischen Gebräuche eingeht, wenn sie doch eben keinen Bezug zum Rest der Geschichte haben. Das hat für mich einfach ein harmonisches ganzes ergeben.

Am Ende kann ich sagen, es war ein nettes Buch für entspannte Stunden, in denen ich abschalten und mich "berieseln" lassen konnte aber einen bleibenden Eindruck hat der Roman definitiv nicht bei mir hinterlassen.

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lanasbookworld lanasbookworld

Veröffentlicht am 05.11.2020

Eine Geschichte mit viel unausgeschöpftem Potenzial

Rezension

What I like about you von Marisa Kenter

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen ,er war locker und leicht, sodass er sich flüssig lesen ließ. Auch fand ich die Chatverläufe und ... …mehr

Rezension

What I like about you von Marisa Kenter

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen ,er war locker und leicht, sodass er sich flüssig lesen ließ. Auch fand ich die Chatverläufe und Tweets in dem Buch sehr erfrischend und passend.

Die Protagonistin Kels bzw. Halle war mir zu Anfang sehr sympathisch, denn dadurch, dass sie Buchbloggerin war konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Jedoch änderte sich das im Laufe des Buches, denn sie wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Ich konnte ihre Handlungen weder verstehen noch nachvollziehen. Außerdem war sie sehr naiv und handelte egoistisch und unreif. Demnach fiel es mir schwer in manchen Situationen Mitgefühl und Sympathie für sie zu empfinden. Sie konnte sich nicht in ihre Mitmenschen hineinversetzen und war immer nur auf sich selbst fokussiert. Zudem konnte sie ihre Fehler nicht einsehen, denn es fehlte ihr oft an Einfühlungsvermögen und Selbstreflexion. Durch das Doppelleben, welches sie führte, wurde deutlich, dass sie Selbstzweifel hatte. Denn als Kels war sie eine beliebte Bloggerin, für die sich die Menschen interessierten. Doch wenn sie Halle war, war sie eben 'nur' Halle.
Nash hingegen war mir da etwas sympathischer. Er war Kels ein toller Freund, denn er unterstütze sie bei allem was sie tat. Leider konnte man ihn in dem Buch nicht besonders gut kennenlernen, wodurch sein Charakter manchmal flach wirkte. Im Endeffekt wusste man nicht viel über ihn, weshalb bei ihm die Tiefe fehlte.

Die Person die mir in dem Buch am sympathischsten und authentischsten war, war Ollie, Halles kleiner Bruder. Er war der Einzige, der Halle ehrlich und direkt seine Meinung sagte, auch wenn sie diese nicht hören wollte. Auch den Großvater der beiden mochte ich sehr, vorallem da er eine beachtliche Entwicklung durchmachte. Nach dem Tod seiner Frau konnte er die Trauer ablegen und wieder glücklich sein. Die Nebencharaktere haben mir auch gut gefallen, vorallem die Freundschaftsgruppe „LeCrew“ fand ich toll.

Die Grundidee der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen, die Umsetzung hingegen leider nicht. In der Mitte hat sich die Handlung sehr gezogen, weshalb man dort meiner Meinung nach einige Seiten hätte sparen können. Das Ende kam wiederum sehr plötzlich und viel zu schnell. Die Dinge wurden zum Schluss nicht wirklich geklärt sondern eher nur abgehandelt, sodass jeder sein Happy End bekam. Es war ein ständiges Hin und Her zwischen Kels, Halle und Nash, was irgendwann anstrengend war. Vor Allem die Entwicklung zwischen den beiden hat mir hier gefehlt, man hatte oft das Gefühl die beiden wären einander fremd. Die Geschichte ging nur langsam und schleppend voran, sodass es schnell mal langatmig wurde. Das Thema Freundschaft spielte in dem Buch eine zentrale Rolle, jedoch wurde dies nicht sehr gelungen umgesetzt, denn Halle behandelte ihre Internetfreunde und Freunde zum Teil wie Luft. Anstatt ehrlich mit ihnen zu reden, ignorierte sie sie. Halle/Kels ging nie auf die Personen zu und zeigte nur wenig Eigeninitiative, zumal sie ihre Probleme verdrängte oder naiverweise glaubte, alles würde wieder gut werden.

Schön fand ich die Einblicke in ihren Blog, denn dadurch wurde ihre Liebe zu Büchern und Cupcakes deutlich. Was mir auch gut gefallen hat war, dass in dem Buch der Judentum thematisiert wurde, denn dadurch lernte man vieles über die Religion sowie die Kultur.

Insgesamt konnte mich die Geschichte von Halle und Nash leider nicht überzeugen. Die Geschichte hatte viel Potenzial, welches leider nicht ausgeschöpft wurde. Das Buch hatte viele Längen und ein unvollständiges Ende. Ich hatte mir bei dem Buch etwas anderes erhofft, wurde jedoch enttäuscht. Nichtsdestotrotz sollte sich jeder, der das Buch gerne lesen möchte, eine eigene Meinung dazu bilden. 2/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]

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hapedah hapedah

Veröffentlicht am 04.11.2020

Leicht erzählte Teenagerromanze, die Spaß macht

Halle Levitt führt unter dem Namen Kels einen erfolgreichen Blog, in dem sich alles um Bücher und Cupcakes dreht. Als sie nach einem Umzug an einer neuen Schule anfängt, steht sie plötzlich Nash gegenüber, ... …mehr

Halle Levitt führt unter dem Namen Kels einen erfolgreichen Blog, in dem sich alles um Bücher und Cupcakes dreht. Als sie nach einem Umzug an einer neuen Schule anfängt, steht sie plötzlich Nash gegenüber, der online Kels´ bester Freund ist. Doch im realen Leben hat er keine Ahnung, dass Halle seine engste Internetfreundin ist - und Halle, die ihr wahres Ich für wesentlich uncooler als ihr erfolgreiches Blog-Pseudonym hält, wagt nicht, sich ihm zu offenbaren. Wie lange wird es ihr gelingen, dieses Doppelspiel durchzuziehen?

"What I Like About You" von Marisa Kanter ist eine nette Teenagerromanze, die mir beim Lesen viel Spaß gemacht hat. Die unsichere Protagonistin Halle, die in der Anonymität ihres Blogs als Kels viel selbstsicherer ist, als im realen Leben, habe ich als sehr authentisch empfunden und ihr chaotischer Alltag mit Nash und all den anderen neuen Schulfreunden fand ich anschaulich genug beschrieben, um mich in ihre Welt hinein träumen zu können.

Dennoch ist das Buch keine Komödie, neben der romantischen Haupthandlung wird auch Halles Trauer um die verstorbene Großmutter feinfühlig thematisiert. Immer wieder erinnert sich Halle an Erlebnisse mit ihrer Oma, die eine erfolgreiche Lektorin war und die Liebe zu Büchern mit ihrer Enkelin geteilt hat. Die Geschichte ist in wunderbar lockerem Schreibstil verfasst, so dass die Seiten beim Lesen nur so dahin geglitten sind. Lediglich das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher ausfallen dürfen, daher vergebe ich vier anstatt fünf Sterne in der Bewertung. Für den warmherzig erzählten Roman gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung an alle romantischen Naturen.

Fazit: In leichtem Schreibstil erzählt die romantische Geschichte von der Liebe zu Büchern, innerer Unsicherheit und auch Trauerbewältigung spielt eine Rolle. Es macht Freude, die Entwicklung von Halle/Kels mitzuerleben und ich empfehle das Jugendbuch gern weiter.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Marisa Kanter

Marisa Kanter - Autor
© Marisa Kanter

Im Leben von Marisa Kanter drehte sich schon immer alles um ihre Liebe zu Büchern. Sie absolvierte ihren Abschluss in Media, Culture, Communication & Creative Writing an der NYU und arbeitet nun im Verlagswesen. Wenn sie nicht gerade ganz New York auf der Suche nach dem besten Chai Latte abklappert, findet man sie lesend im Zug. What I Like about you ist ihr Debütroman. 

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