Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
 - Sabaa Tahir - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

One
Erzählendes für junge Erwachsene
512 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7325-2944-5
Ersterscheinung: 11.11.2016

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Band 2
Übersetzt von Barbara Imgrund

(103)

Die lang erwartete Fortsetzung von Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken. Das Schicksal hat Elias und Laia zueinander geführt und im Kampf gegen das Imperium geeint. Laia hat Elias vor der Hinrichtung bewahrt, und als Gegenleistung hilft Elias ihr, durch die Tunnel unterhalb von Schwarzkliff zu fliehen. Der Plan: Sie wollen die Stadt verlassen und den weiten Weg durch die Wüste bis nach Kauf einschlagen. Dort sitzt Laias Bruder im Gefängnis. Um ihn zu befreien, braucht Laia Elias' Hilfe. Auf ihrer Flucht bleibt kaum Zeit für die Frage, was sie außer dem gemeinsamen Feind noch miteinander teilen. Doch noch immer ist da dieses Gefühl, das sie vom ersten Moment zueinander hingezogen hat ...

Rezensionen aus der Lesejury (103)

Barbara98 Barbara98

Veröffentlicht am 06.09.2020

Starke Helden

Es geht spannend weiter und man lernt die Figuren alle näher kennen. Ich liebe diese Reihe. …mehr

Es geht spannend weiter und man lernt die Figuren alle näher kennen. Ich liebe diese Reihe.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

blerta blerta

Veröffentlicht am 09.08.2020

Auf der Flucht

Nach dem Cliffhanger vom ersten Teil musste ich einfach direkt weiterlesen und habe mich wieder in Laia, Elias und Helenas Welt gestürzt!

Um was geht es?
Elias lässt Schwarzkliff und seine Maske hinter ... …mehr

Nach dem Cliffhanger vom ersten Teil musste ich einfach direkt weiterlesen und habe mich wieder in Laia, Elias und Helenas Welt gestürzt!

Um was geht es?
Elias lässt Schwarzkliff und seine Maske hinter sich, um Laia dabei zu helfen, ihren Bruder aus dem Gefängnis in Kauf retten. Zusammen begeben sie sich auf die Flucht vor dem Imperium - Seite an Seite. Währenddessen ist der Blutgreif, Helena, ihnen auf der Spur und hat den klaren Auftrag vom neuen Imperator, sie zu töten.

Meine Meinung
Ich kam sehr schnell wieder in die Geschichte rein - es war ein toller und rasanter Einstieg, der auch direkt an den ersten Band anschloss.

Was sehr überraschend kam, waren die Kapitel, die aus Helenas Sicht geschrieben worden sind. So hat man die Chance auch in Helenas Innenleben einen Einblick zu erhaschen und kommt hinter ihre Fassade, hinter der sich sehr viel Neues und Erschreckendes befindet. Diese Kapitel waren informativ, störten aber meinen Lesefluss, da ich sie nicht so spannend fand wie die aus Elias' und Laias Sicht. Ich hatte den Eindruck, sie dienten nur dazu, damit man als Leser mitbekam, was gerade im Imperium und mit Marcus passierte. Hier wäre ich lieber überrascht worden, anstatt die geheimen Pläne des Imperiums vorgesagt zu bekommen.

Während ich beim ersten Band meine Probleme mit Laia hatte, haben sich diese ein wenig gelegt. Ich finde zwar nach wie vor Elias' Kapitel spannender und auch ihn als Charakter mag ich einfach lieber, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Laia hat eine wahnsinnige Entwicklung durchgemacht und ich bin richtig stolz, dass sie aus sich herausgekommen ist und sich nicht mehr so herumschieben lässt. Wirklich stark von ihr.
Bei Elias hatte ich ja das Gefühl, nicht allzu viel über ihn zu wissen. Beim zweiten Band aber bekam ich einen tieferen Einblick in seine Gefühlswelt. Ich habe ihn besser kennengelernt. Seine guten, sowie schlechten Seiten, was mich sehr gefreut hat.

Der Anfang der Geschichte war - wie oben erwähnt - sehr stark. Aber leider wurde ich nicht mitgerissen. Der Titel meiner Rezension deutet schon darauf hin (Auf der Flucht). Auf der Flucht befanden sie sich bis über die Hälfte des gesamten Buches. Und dabei ist auch nicht besonders viel geschehen, sei es zwischenmenschlich oder auf die Geschichte bezogen. Dementsprechend war es sehr langatmig und teils auch langweilig.

Dafür muss ich sagen, dass ich den Schreibstil von Sabaa Tahir einfach liebe! Sie schreibt so schön - in einem Fluss, den man so gut lesen kann. Sie benutzt schöne Redewendungen und Vergleiche, die einen direkt ins Herz treffen. Einfach einzigartig!

Die letzten paar Seiten haben dann noch einmal ordentlich reingehauen und Spannung für den nächsten Band aufgebaut, auf den ich wirklich sehr gespannt bin.

Fazit
In diesem Band bin ich den Charakteren näher gekommen und habe sie auch besser kennengelernt. Bis auf Helenas Kapitel, die mich manchmal etwas gelangweilt haben und die nicht endend wollende Flucht von Elias und Laia, ist es ein guter Band. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und flüssig zu lesen.
Ich werde sofort den nächsten Band lesen.

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pii93 pii93

Veröffentlicht am 25.06.2020

Ein toller zweiter Band!

Wie immer möchte ich auch bei Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht über das Cover sprechen. Das eBook Cover finde ich auf jeden Fall schöner als das Hardcover-Cover. Aber das ist auch wieder ... …mehr

Wie immer möchte ich auch bei Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht über das Cover sprechen. Das eBook Cover finde ich auf jeden Fall schöner als das Hardcover-Cover. Aber das ist auch wieder alles nur Geschmackssache, es soll ja um die Geschichte gehen.

Den Schreibstil mochte ich sehr gerne, der war sehr angenehm und ich bin super durch die Geschichte gekommen. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Sichten. Außerdem sind die Personen nicht immer am gleichen Ort, so hätte ich mir gewünscht, dass eine Karte im Buch ist. Denn ab und zu hätte ich schon einmal gerne geschaut wo sich was befindet.
Die Charaktere machen innerhalb der Geschichte eine Reise durch das Imperium, so lernen wir das schon einmal besser kennen.

Durch diese Reise leidet die Spannung aber ganz und gar nicht darunter. Denn es passiert doch einiges was durch Probleme und Hindernisse noch mehr angefacht wird. An manchen Stellen geht es dann doch etwas schleppend voran, aber auch das konnte mich vom weiterlesen nicht abhalten. Ich habe übrigens zwischen lesen und hören immer mal wieder gewechselt.
Und zum Ende hin wurde es dann richtig spannend. Ich habe mir gar nicht ausmalen können, wie die Geschichte nun enden könnte. Und glücklicherweise gibt es keinen fiesen Cliffhanger.

Die Charaktere finde ich sehr spannend. Im Vergleich zum ersten Band haben sie sich nicht so arg verändert, aber das kommt auch eher während der Geschichte. Laia hat mich manchmal ein bisschen genervt, aber das ging für mich in Ordnung. Denn manchmal konnte ich nicht so ganz verstehen, aus welchem Grund sie bestimmte Sachen macht.
Vor allem Helenas Sicht fand ich ganz spannend und so konnte man sehen mit was sie kämpft und sich beschäftigt.
Elias Reise fand ich in dem Buch sehr interessant und an manchen Stellen hat er mir wirklich etwas Leid getan. Aber auch bei ihm konnte man wieder gut sehen, was in ihm vorgeht und was ihn beschäftigt.

Der zweite Band Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht fand ich eine gelungene Fortsetzung. Jetzt bin ich sehr gespannt auf Teil 3 und dann hoffe ich, dass zeitnah der vierte Teil übersetzt wird.

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Wordworld_Sophia Wordworld_Sophia

Veröffentlicht am 22.06.2020

Ein höheres Erzähltempo, gereiftere Charaktere, größere Handlungsdimensionen und eine komplexere Storyline

Nachdem mich der erste Band der Reihe "Elais und Laia - Die Herrschaft der Masken" vor ein paar Tagen überraschenderweise total begeistert hat, war ich total erleichtert, gleich zum nächsten Band greifen ... …mehr

Nachdem mich der erste Band der Reihe "Elais und Laia - Die Herrschaft der Masken" vor ein paar Tagen überraschenderweise total begeistert hat, war ich total erleichtert, gleich zum nächsten Band greifen zu können (SuB sei dank ^^). Auch die Fortsetzung der ab Dezember 2020 vierbändigen Reihe konnte mich komplett überzeugen. Angst, Hoffnung, Verzweiflung, Hass, verrückte Pläne, Tod und Liebe am Abgrund - dies ist der Stoff, aus dem diese Geschichte gemacht ist.

Das Cover ist wieder ein ganz nett gestaltetes aber typisches Jugendbuch-Dystopie-Cover. Zu sehen sind ein Teil eines weiblichen Gesichts, sowie die Andeutung eines antiken Amphitheaters im unteren Teil des Bildes. Beide Elemente passen zur Handlung und durch die Hell-Dunkel-Kontraste und die warmen Farbtöne wird die düstere Atmosphäre des Wüstensettings gut transportiert. Ich bin wohl etwas verwöhnt von anderen Fantasy-Romanen, denn mit zunehmender Seitenzahl haben mir ein Glossar, ein Namensregister und vor allem eine Karte gefehlt, da ich vor allem über die geografische Lage der Handlung gerne mal den Überblick verloren habe.

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Erster Satz: "Wie haben sie uns so schnell gefunden?"

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Band 2 knüpft direkt an die Handlung vom ersten Teil an und erzählt im ersten Kapitel von Elias´ und Laias Flucht aus Serra, nachdem Laia Elias vor seiner Hinrichtung bewahrt und die Militärakademie Schwarzkliff zerstört hat. Auffallend ist, dass Sabaa Tahir nur wenige Rückblenden und Erinnerungshilfen miteinfließen lässt, was mich nicht gestört hat, da ich den ersten Teil erst einen Tag zuvor beendet hatte. Für Leser, die lange auf den zweiten Band gewartet haben, könnte ich mir den Einstieg ohne Handlungshilfe aber schwer vorstellen. Nach einer fragwürdigen Begegnung mit der Kommandantin beginnt die Reise der Beiden quer durchs Imperium, wobei sie viele gefährliche Abenteuer, blutige Begegnungen und fiese Verschwörungen überstehen müssen. Von der Wüste durch die Serraberge über die Stammesstadt Nur, in den Dämmerwald bis hin nach Kauf ganz im Norden des Imperiums, wo Laias Bruder Darin gefangen gehalten wird, reisen wir mit den beiden und lernen so das weitläufige Imperium besser kennen.

Dabei wird die Spannung auch durch viele Hindernisse und Probleme hochgehalten. Der zweite Teil besticht demnach nicht nur mit mehr Hintergrundinformationen zum Setting, der Geschichte des Landes und neuen Begegnungen, sondern ist auch deutlich temporeicher, als der erste Teil. Die Komplexität der Story leidet darunter aber mitnichten. Darin zu befreien ist nämlich lange keine rein familiäre Rettungsaktion mehr - da er das Geheimnis des Serrastahls kennt, das die Martialen stürzen könnte, sind auch die Kundigenrebellen und Stämme an seiner Rettung interessiert. Doch nicht nur der neue Blutgreif und Elias´ alte Freundin Helena sind Elias und Laia auf den Fersen - sie müssen auch mit den dunklen Plänen der Kommandantin umgehen, die eine blutige Spur durch das Imperium zieht und versucht, alle Kundigen auszulöschen. Als dann noch Elias durch ein tödliches Gift geschwächt mit dem Tod verhandelt und ein übernatürlicher Gegenspieler die Fährte der beiden aufnimmt, droht ihre Mission erneut fatal zu scheitern...

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"Die meisten Menschen", sagt Cain, "sind nichts als Fünkchen in der großen Dunkelheit der Zeit. Aber du, Helena Aquilla, bist kein rasch verglühender Funke. Du bist eine Fackel im Dunkel der Nacht - wenn du den Mut hast zu brennen."
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Durch das Hinzufügen einer neuen Erzählperspektive, wird die Geschichte abwechslungsreicher und zugleich komplexer. Wir fühlen gleichzeitig mit Laia, die auf die Rettung ihres Bruders hinfiebert, immer mehr ihre Stärke entfesselt und eine neue verborgene Fähigkeit entdeckt, kämpfen mit Elias gegen das Gift in seinen Adern und treffen an der Schwelle des Todes auf die Seelenfängerin und einige bereits verschiedene Protagonisten, und gehen mit Helena Aquilla auf die Jagd nach den beiden, spüren ihre innere Zerrissenheit nach, erfahren Schritt für Schritt mehr über die blutige Verschwörung der Kommandantin und die grausame Herrschaft des neuen Imperators Marcus. Insgesamt ermöglicht die Kombination der Erzählstränge einen umfassenden Blick auf verschiedene Geschehnisse im Imperium. Mit verschiedenen handelnden Agenten, Motiven, Geheimnissen, Prophezeiungen und einigen magischen Gegenspielern ist die Geschichte wieder so undurchsichtig, dass viele spannende Wendungen mir kurzfristig den Atem geraubt haben. Zusätzlich baut Sabaa Tahir die magischen Elemente, die sie im ersten Teil nur grob angerissen hatte, weiter aus. Ob nun das Totenreich im Dämmerwald, die Geschichte vom Niedergang der Dschinn, der Racheplan des Nachtbringers oder die erwachsenen magischen Fähigkeiten in einigen Protagonisten - auch der magische Aspekt der Handlung entwickelt sich weiter und bekommt neue Tiefe.

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"Du bist mein Tempel", murmele ich, während ich mich neben sie knie. "Du bist meine Priesterin. Du bist mein Gebet. Du bist meine Erlösung."

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Im Mittelteil kommt die Handlung kurzzeitig etwas schwer vom Fleck, da sich die Flucht ein wenig in die Länge zu ziehen scheint, auch wenn eigentlich ständig etwas passiert. Kaschiert wird das durch die Enthüllung von alten Geheimnissen wie der Verrat an Lais Eltern, die Identität der Köchin oder die Frage nach Elias´ Vater. Und als die Protagonisten dann schließlich alle in Kauf ankommen und sich die Handlungsstränge treffen beginnt ein wirklich unglaublicher Showdown, bei dem ich immer wieder schlucken musste. Denn diese Fortsetzung ist noch grausamer, brutaler und schonungsloser, als der erste Teil. Auch wenn die Protagonisten hier den Fängen von Schwarzkliff entflohen sind, sind die physischen und psychischen Qualen, die sie während der Reise erleiden müssen und mitansehen oftmals schockierend. Trotz der Ansiedlung des Settings im Orient kommt nur schwer ein Tausend-und-eine-Nacht-Feeling auf, dennoch war ich von der ersten Seite an fasziniert von dieser grausamen Welt, in der man verzweifelt nach einem Fünkchen Hoffnung sucht. Im Vorwort schreibt die Autorin, dass diese Geschichte von tatsächlichen Vorkommnissen inspiriert wurde, die sie als Auslandsredakteurin der Washington Post lesen musste. Neben großen Konstrukten wie Unterdrückung, Rassismus und Imperialismus, ist auch die konkrete Gewalt kaum auszuhalten. Egal ob an Konzentrationslager erinnernde Zellen in Kauf, Folter von Kindern, dem Homizid an den Kundigen oder der willkürlichen Hinrichtung von Familienmitgliedern - die Grausamkeit der fiktiven Szenen übersteigt bei Weitem das, was ich 14jährigen Lesern (Altersempfehlung des Verlags) zumuten würde.

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"Das Leben braucht nur einen Sekundenbruchteil, um in eine furchtbar falsche Richtung zu laufen. Um das Durcheinander wieder zu ordnen, brauche ich tausend Dinge, die richtig laufen. Die Entfernung von dem einen bisschen Glück zum nächsten fühlt sich so groß an wie die zwischen zwei Ozeanen. Aber, beschließe ich in diesem Augenblick, ich werde diese Entfernung überbrücken, wieder und wieder, bis ich gewinne. Ich werde nicht wieder scheitern."
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Dass die Autorin einen sehr eindrücklichen, plastischen Schreibstil hat, ist in dieser Hinsicht für den sensiblen Leser mehr Fluch als Segen. Da ist es dann eine willkommene Abwechslung, wenn sie statt einer Hinrichtung schillernde Sonnenaufgänge, bunte Märkte oder wilde Feste beschreibt. Neben dem unverändert bildreichen Setting und der düsteren Atmosphäre, sind auch die Protagonisten gewohnt einfühlsam charakterisiert. Laias Entwicklung von einem anfangs schwachen Opfer zu einer selbstbewussten und starken jungen Frau, die es versteht zu kämpfen und unsere Herzen zu bewegen, geht hier weiter. Sie erfährt auch hier wieder Verrat, Leid, Angst, Ungewissheit aber auch viel Liebe, Unterstützung und Bewunderung, was sie weiter wachsen lässt. Auch Elias wird immer mehr zu dem, was er selbst immer sein wollte: empathisch, gerecht, loyal und frei, auch angesichts seines Todes. Von der Maske in ihm ist schon bald nichts mehr als seine Stärke geblieben.

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"Hast du je eine Geschichte über einen Abenteurer mit einem vernünftigen Plan gehört?"
"Äh... nein?"
"Und warum glaubst du wohl, ist das so?"
Ich bin ratlos. "Weil... weil..."
Sie lacht erneut. "Weil vernünftige Pläne niemals aufgehen, Mädchen", sagt sie. "Es klappt nur mit den verrückten."
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Am spannendsten in diesem Teil fand ich jedoch die Entwicklung von Helena, in deren Kopf wir hier zum ersten mal blicken können. Sie ist zunehmend zwischen ihrer Loyalität, Freundschaft und Liebe zu Elias und ihrer Verantwortung gegenüber dem Imperium hin und her gerissen und weiß schon bald nicht mehr, wie sie als Blutgreif Stärke und Unbeugsamkeit repräsentieren, sich selbst aber treu bleiben soll. Insgesamt sind die drei sehr vielschichtigen Sympathieträger, deren Entwicklung sich über die 512 Seiten durchaus sehen lassen kann. Auch die neuen Nebenprotagonisten wie die Stammesfrau Ayfa, der Sklavenjunge Tas, der zwiespältige Hauptmann Harper oder die leidende Seelenfängerin bringen ordentlich Pepp in die Handlung und trösten und darüber hinweg, dass Sabaa Tahir auch hier wieder nicht gerade zaghaft mit liebgewonnenen Protas umgeht und der Verlust wieder groß ist. Zum Glück werden im Zuge dessen aber auch zwei der Liebesdreiecke mehr oder weniger aufgelöst, was die Glaubwürdigkeit der zarten Gefühle zwischen Elias und Laia für mich deutlich gesteigert hat.

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"Das Imperium muss an erster Stelle kommen - vor deinen Wünschen, Freundschaften, Bedürfnissen. Sogar vor deiner Schwester und deiner Gens. Wir sind Aquilla, Tochter. Getreu bis zum Ende. Sag es."
"Getreu", flüstere ich.
Selbst wenn es bedeutet, dass meine Schwester zugrunde geht. Selbst wenn es bedeutet, dass ein Irrer das Imperium regiert. Selbst wenn es bedeutet, dass ich meinen besten Freund foltern und töten muss.
"Bis zum Ende."
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Das Ende hat mich dann nochmal fast dazu gebracht, zu verzweifeln und ich musste mich bis kurz vor Schluss händeringend fragen, wie das denn noch gut ausgehen soll. Als dann doch noch relativ schnell alles in halbwegs geregelte Bahnen gerät und wir ohne miesen Cliffhanger auf den nächsten Band warten können, war ich mehr als erleichtert. Werde ich trotz des akzeptablen Halb-Happy-Ends den dritten Teil lesen? Da "Elias und Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht" bis auf kleine Schwächen im Mittelteil noch einen Ticken besser war als Band 1 und ich schon seit längerem keine so gute Fantasy mehr gelesen habe (seit "Throne of Glass", by the way), die mich so mitgerissen hat, denke ich, erübrigt sich die Frage... ;-)


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Fazit:*

Ein höheres Erzähltempo, gereiftere Charaktere, größere Handlungsdimensionen und eine komplexere Storyline - "Elias und Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht" ist sogar noch ein bisschen besser als sein Vorgänger und überzeugt wieder mit einem mitreißenden Mix aus einem orientalischen Setting, tollen Protagonisten, realitätsnaher Grausamkeit und einem atemberaubenden Schreibstil.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

RenaFantasie RenaFantasie

Veröffentlicht am 15.05.2020

mitreißenden Fortsetzung

Der Anfang des zweiten Teils hat mir sehr gefallen. Im weiteren Verlauf wurde für mich die Stimmung immer drückender.

Ich muss zugeben, dass ich Kinan überhaupt nicht leiden konnte und unsympathisch ... …mehr

Der Anfang des zweiten Teils hat mir sehr gefallen. Im weiteren Verlauf wurde für mich die Stimmung immer drückender.

Ich muss zugeben, dass ich Kinan überhaupt nicht leiden konnte und unsympathisch fand. Aber auch sonst passiert den Charakteren viel Schlimmes und das hat mich Alles ein bisschen zerstört. Besonders meinen lieblings Charakter dieser Reihe Elias trifft es hart. Ich hab die ganze Zeit mit ihm gelitten.

Mir hat dieser Band genauso gut gefallen wie der erste. Ich liebe den Schreibstil, nur die Atmosphäre war noch düsterer und das Ende hält Überraschungen bereit.

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Autorin

Sabaa Tahir

Sabaa Tahir - Autor
© Christophe Testi

Sabaa Tahir war Redakteurin bei der Washington Post. Berichte über den Nahen Osten beschäftigten sie und führten schließlich dazu, dass sie ihren ersten Roman schrieb. Sie wollte eine Geschichte erzählen, die die Gewalt in unserer Welt abbildet. Sie wollte aber auch Figuren erschaffen, die in dieser Welt Hoffnung finden. Die nach Freiheit suchen und sich für die Liebe entscheiden, egal gegen welche Widerstände. Aus diesem Impuls heraus entstand ihr erster Roman, Elias & Laia. Die …

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