Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht
 - Johanna Romberg - eBook

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

17,99

inkl. MwSt.

Quadriga Verlag
Natur
288 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7517-0415-1
Ersterscheinung: 26.02.2021

Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht

Unsere Naturschätze. Wie wir sie wiederentdecken und retten können

(9)

Aus Liebe zur Natur ist Johanna Romberg vor Jahren aufs Land gezogen. Doch seit einiger Zeit vermisst sie vertraute Vogelstimmen im Garten, Schmetterlinge und Bienen machen sich rar, und in den Wäldern vertrocknen die Buchen. Verlieren wir gerade unsere Lebensgrundlage? Auf der Suche nach Antworten trifft Johanna Romberg Menschen, die es im Kleinen schaffen, die Zerstörung der Natur aufzuhalten. Ob Nachtfalterexpertin, Gewässerbiologe oder Eulenschützer – entstanden sind poetisch erzählte Naturgeschichten, die zum Beobachten einladen und zum Handeln ermutigen.

Rezensionen aus der Lesejury (9)

Buecherseele79 Buecherseele79

Veröffentlicht am 08.06.2021

Natur vor der eigenen Haustüre

"Wenn ich einen Paragraphen zum Schutz der Natur erlassen dürfte, nur einen einzigen - ich würde verfügen, dass jeder, der in diesem Land irgendetwas zu bestimmen hat, einmal ein Uhu- Küken im Arm gehalten ... …mehr

"Wenn ich einen Paragraphen zum Schutz der Natur erlassen dürfte, nur einen einzigen - ich würde verfügen, dass jeder, der in diesem Land irgendetwas zu bestimmen hat, einmal ein Uhu- Küken im Arm gehalten haben muss. Oder ein anderes wildlebenden Tier." (Seite 41)

Für mich ist das Buch der Journalistin Johanna Romberg ein kleines Highlight. Nicht nur weil die Aufmachung und Liebe zum Detail überall spürbar ist. Sondern weil die Autorin ein brach vor der Haustür auf Entdeckungstour geht und man als Leser dabei sein kann.

Der Schreibstil begeistert mich. Es ist kein Biologen Fremdwörter Buch sondern einfach, verständlich und mit Begeisterung gespickt. Dies liest man hier oft raus, es steckt an und macht wieder neugierig auf die Natur.

9 Kapitel erzählen über Wald und Fluss, Tier und Mensch, Zerstörung und Wiederaufbau. Über Liebe zu einer aussterbenden Art, wieder mehr "Back to Nature" und sie selbst wieder machen lassen.

Neben den Kapiteln gibt es ein Zwischenkapitel welches über die heimische Pflanzenwelt handelt. Auf Twitter startete ein Lehrer damit Pflanzen und Blumen "vorzustellen" und mehr kennen zu lernen. Ich mag das Gleichgewicht zwischen Tür und Pflanzenwelt denn beide sind wichtig und ergänzen sich.

Kein erhobener Zeigefinger oder strenges Auftreten prägen dieses Schmuckstück. Sondern wie schwer es manchmal fällt engagiert zu bleiben. Oft gibt es mehr Rückschläge und Ernüchterung als Vorwärtskommen. Das natürlich auch die Angst mitschwingt wenn man die Entwicklung verfolgt. Da wird man als interessierter Leser aufgefangen, ernst genommen und wieder mit kleiner Hoffnung "gefüttert".

Ein wahres Schmuckstück welches mich begeistert hat. Ein Highlight.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Ritja Ritja

Veröffentlicht am 11.04.2021

Geht raus und entdeckt!

Die Einladung zum Hinschauen sollte man bei diesem Buch wörtlich nehmen und vorher das Buch lesen. Es ist ein unglaublich schönes Buch mit fantastischen Illustrationen von Florian Frick. Die Bilder haben ... …mehr

Die Einladung zum Hinschauen sollte man bei diesem Buch wörtlich nehmen und vorher das Buch lesen. Es ist ein unglaublich schönes Buch mit fantastischen Illustrationen von Florian Frick. Die Bilder haben mich magisch angezogen. Wer Naturbilder mag, wird hier auf seine Kosten kommen.

Die Autorin weiß, worüber sie schreibt und es liest sich so flüssig und gut, dass man das Buch leider schneller ausgelesen hatte als man wollte. Es gibt verschiedene Themen z.B. Uhus, Muscheln und Schmetterlinge, die sie beleuchtet und mit vielen interessanten und gut verständlichen Fakten erklärt. Sie gibt bei jedem Kapitel noch ein paar Tipps, wo man weitere Informationen erhalten kann. Sie lässt auch andere Naturliebhaber:innen und Expert:innen zu Wort kommen. Dabei wird auch gezeigt, dass viele kleine Aktionen schon einen erheblichen Beitrag zur Artenvielfalt leisten können. Die Ausdauer, die Überzeugung und der Einsatz der einzelnen Personen für die Natur haben mich beeindruckt und auch darin bestärkt mehr zu tun und besser hinzuschauen.

Zwischen den Kapiteln hat die Autorin kleine Geschichten aus ihrem Leben eingefügt. Sie erzählt von ihren Versuchen etwas für die Artenvielfalt zu tun und warum und woran auch sie manchmal gescheitert ist. Zum Beispiel erzählt sie in dem Kurzausflug "Oasen für Insekten schaffen (oder vermasseln)" von ihren Fehlern. Mir kamen sie sehr bekannt vor, da auch ich diese leider gemacht habe. Aber das Gute ist, man kann es ändern und besser machen.

Normalerweise bin ich kein großer App-Fan, aber die empfohlene Flora Incognita habe ich mir heruntergeladen. Wir sind dann bei unseren Spaziergängen immer wieder stehen geblieben, um neue Pflanzen zu entdecken bzw. endlich den Namen zu einer Pflanzen zu erfahren. Es öffnete uns noch mehr die Augen für die Vielfalt und Schönheit der heimischen Gewächse.

Am Ende des Buches gibt es noch eine Reihe von Literaturhinweisen, die zum Nachlesen anregen sollen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Kathrineverdeen Kathrineverdeen

Veröffentlicht am 23.03.2021

Kein dröges Sachbuch

Mein Bücherregal ist prall gefüllt mit einer imposanten Auswahl an unterschiedlichen Büchern. Obgleich sehr viele Genre vertreten sind, sucht man eines vergebens: Sachbücher sind einfach nicht nach meinem ... …mehr

Mein Bücherregal ist prall gefüllt mit einer imposanten Auswahl an unterschiedlichen Büchern. Obgleich sehr viele Genre vertreten sind, sucht man eines vergebens: Sachbücher sind einfach nicht nach meinem Geschmack. Womöglich, weil sie meist mit unverpackten und trockenen Fakten zu einem bestimmten Thema bestückt sind. Wenn ich es dann doch mit einem Sachbuch versuche, verliere ich nach wenigen Seiten das Interesse, weil es mir zu anstrengend wird, die nüchternen Fakten aufzunehmen. Und weil ich oft lese, um zu entspannen, kommt mir ein Roman doch gelegener. Kürzlich bin ich auf ein vielversprechendes Sachbuch gestoßen, das sich – laut einer Empfehlung auf der Rückseite – wie ein Roman lesen lässt. Kurzum griff ich zu „Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht“ von Johanna Romberg und versuchte mein Leseglück.

Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht

In Johanna Rombergs Sachbuch geht es vor allem um ihre ganz persönliche Liebe zur Natur. Vor Jahren ist sie aufs Land gezogen und geht seither mit offenen Augen und Ohren durch ihre Wahlheimat. An zahlreichen Tagen zieht sie in den frühen Morgenstunden in den Wald und beobachtet und zählt Vögel. Jedes Jahr aufs Neue bemerkt sie einen Wandel. Jedoch nicht so, als wäre ein ihr bekannter Vogel bei seinem Gesang aus dem Takt geraten. Vielmehr beobachtet sie, dass bestimmte Gesänge komplett verschwinden. Ihre Beobachtungen geben ihr den Anlass, einige Fragen zu stellen. Wie die, ob wir Menschen gerade unsere Lebensgrundlage verlieren.

Einladung zum Hinschauen

Auf der Suche nach Antworten begleiten wir Leser Johanna Romberg und treffen dabei auf Menschen, die es meist aus eigener Kraft im Kleinen schaffen, die Zerstörung der Natur ein Stück weit aufzuhalten oder gar die Flora und Fauna neu zu beleben. Zusammen mit der Autorin erleben wir wunderbare Naturschauspiele, die es zu schützen gilt. Jedoch wird in diesen imposanten Momenten auch oft klar, wie zerbrechlich die Natur sein kann. Vor allem, wenn der Mensch sie für sich einnimmt.

In insgesamt 9 poetisch erzählten Naturgeschichten, die von ebenso vielen persönlichen Kurzausflügen der Autorin abgelöst werden, lernte ich zahlreiche bemerkenswerte Menschen wie einen Gewässerbiologen, eine Nachtfalterexpertin oder einen Eulenschützer kennen. Menschen, die durch ihr Engagement bewiesen haben, dass man auch aus eigener Kraft einiges bewegen kann. Jedoch habe ich nicht nur diese Naturliebhaber kennengelernt, sondern auch einiges an Fachwissen über die Vielfalt der Arten vor meiner eigenen Haustür dazu bekommen.

Neben den sehr gelungenen Naturgeschichten, die Johanna Romberg auf eindringliche Weise erzählt, besticht dieses Sachbuch auch durch seine ästhetische Gesamtgestaltung. Jedes Kapitel wird von einer wunderbaren Illustration eingestimmt, die verdeutlicht, welches Thema auf den kommenden Seiten besprochen wird. Die persönlichen Kurzausflüge zwischen den Kapiteln sind auf ein dunkel eingefärbtes Papier gedruckt. Auch diese Ausflüge werden mit passenden Illustrationen verziert.

Für mich war „Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht“ von Johanna Romberg sehr inspirierend und ich habe viele Anregungen bekommen, was ich selbst tun kann, um die Artenvielfalt zu erhalten. Johanna Romberg hat es geschafft, mich für ihr Sachbuch zu begeistern. Und nicht nur das – dieses Buch hat meine Sicht auf die Natur geschärft und mich wahrhaftig dazu gebracht, etwas besser hinzuschauen. Denn nur was man kennt, kann man schützen.

https://kathrineverdeen.de/

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Naraya Naraya

Veröffentlicht am 18.03.2021

Sehr persönliches Plädoyer für die Artenvielfalt

Es ist ein ganz normaler Frühlingsmorgen in einem deutschen Wald, ungefähr eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang. Johanna Romberg ist, wie so häufig, in aller Frühe unterwegs, um Vögel zu zählen. Doch heute ... …mehr

Es ist ein ganz normaler Frühlingsmorgen in einem deutschen Wald, ungefähr eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang. Johanna Romberg ist, wie so häufig, in aller Frühe unterwegs, um Vögel zu zählen. Doch heute ist auf einmal alles anders, der Wald bleibt unheimlich still. Die Furcht kriecht in ihr hoch, ist er heute gekommen? Der Tag, an dem auch die letzten Vögel aus den Bäumen verschwunden sind? Und dann endlich die Erleichterung, zartes Gezwitscher und Rufen dringt an ihr Ohr – doch was wie die Schreckensversion einer einzelnen Person klingt, könnte bald schon Realität sein.

In ihrem zweiten Sachbuch „Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht“ erzählt die preisgekrönte Journalistin Johanna Romberg von ihren Ängsten um unsere Naturschätze, welche Träume sie für die Zukunft des Umwelt- und Klimaschutzes hat und wie wir alle mithelfen können, diese Ziele zu erreichen. Dabei wechseln sich Kapitel zu einer bestimmten Tierart oder einem Lebensraum mit ganz persönlichen „Kurzausflügen“ ab. In diesen präsentiert die Autorin ihre eigenen kleinen Projekte und die Erfahrungen, die sie dabei macht. Untermalt werden die Texte schließlich von den wunderschönen Illustrationen von Florian Frick.

Anschaulich, mitreißend und in gut verständlicher Sprache schildert Johanna Romberg ihre Begegnungen mit Menschen, die sich die Rettung der Natur und damit auch das Thema „Artenvielfalt“ auf die Fahne geschrieben haben. Man erfährt als Leser*in, dass ein Lebensraum wie zum Beispiel die Moore, zwar in kürzester Zeit zerstört werden kann, dass es aber viele, viele Jahre dauern wird, ihn wiederzuerwecken. Dass in unseren Flüssen Muschelbänke in Hülle und Fülle wachsen könnten, wenn wir nicht jedes Flussbett ausbaggern und begradigen würden. Oder dass die Natur im Dunkeln durch eine Vielzahl an Nachtfalterarten deutlich vielfältiger und bunter ist, als wir denken.

Ein informatives, unheimlich wichtiges Buch, aus der auf jeder Seite die Leidenschaft der Autorin für das Thema spricht und das Lust macht, zu erforschen, welche Pflanzen- und Tierarten in der eigenen Umgebung zu finden sind.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Sonja_Shaaniel Sonja_Shaaniel

Veröffentlicht am 12.03.2021

Ein Sachbuch, geschrieben wie ein Roman!

Meine Meinung:
Hallo ihr Süßen
Ich möchte euch heute ein ganz besonderes Buch vorstellen! Ein Sachbuch das packend wie ein Roman geschrieben wurde und dazu mit traumhaft schönen Bildern illustriert wurde! ... …mehr

Meine Meinung:
Hallo ihr Süßen
Ich möchte euch heute ein ganz besonderes Buch vorstellen! Ein Sachbuch das packend wie ein Roman geschrieben wurde und dazu mit traumhaft schönen Bildern illustriert wurde! Es hat mich zwar nicht jedes Kapitel gepackt, aber dennoch hat es mir unglaublich viel Spaß gemacht, dieses besondere Buch zu lesen. Es war ein Abenteuer, durch die Natur, hautnah! Ein Tripp, den man nicht so schnell vergisst! Die Illustrationen, eine weite aus einer Ausstellung und der Text, so humorvoll und Ernst zugleich. Es macht Spaß dieses Buch zu lesen und dennoch kann es zum Teil sehr direkt und ungeschön sein. Es soll den Leser auf etwas bestimmtes aufmerksam machen und gensu das hat es geschafft! Jedes Kapitel für sich, ist ein Geschenk an die Natur und dieses Sachbuch ist mal nicht Staub trocken gewesen! Vielen Dank dafür! Ich kann es einfach nur weiter empfehlen! Lieben Gruß Sonja /Shaaniel

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Johanna Romberg

Johanna Romberg - Autor
© Wolfgang Michal

Johanna Romberg, Jahrgang 1958, wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach einem Studium der Schulmusik und Hispanistik ließ sie sich an der HENRI-NANNEN-SCHULE zur Journalistin ausbilden. 30 Jahre war sie Redakteurin und Autorin des Magazins GEO. Für ihre Reportagen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem zweimal mit dem EGON-ERWIN-KISCH-PREIS sowie dem GEORG-VON-HOLTZBRINCK-PREIS für Wissenschaftsjournalismus. Sie lebt in der Lüneburger Heide.

Mehr erfahren
Alle Verlage