Erfahren Sie mehr über Team Helsinki

Buchtrailer abspielen!

Der Gewinner des finnischen Krimiwettbewerbs 2019

»Ein Krimi voller Power« THE FINNISH WHODUNNIT SOCIETY

TEAM HELSINKI A.M. Ollikainen (Autor), Gabriele Schrey-Vasara (Übersetzer)

Am Morgen des Mittsommertags werden Kommissarin Paula Pihlaja und ihr Team zu einem grauenvollen Fund westlich von Helsinki gerufen. Vor dem Gutshof einer Unternehmerfamilie wurde ein Container abgestellt, in dem eine ermordete dunkelhäutige Frau liegt. Sie ist qualvoll darin ertrunken, nachdem Meerwasser eingefüllt wurde. Niemand scheint die Frau zu kennen. Die Ermittler misstrauen jedoch den allzu geschliffenen Antworten der Unternehmerfamilie. Kurze Zeit später kann die Identität der Toten geklärt werden: Die Universitätslehrerin Rauha Kalando war wenige Stunden vor ihrem Tod aus Namibia eingeflogen. In ihrem Hotelzimmer liegt ein Dokument, unterschrieben vom ehemaligen Unternehmenschef ...

Weitere Infos

TEAM HELSINKI A.M. Ollikainen (Autor), Sarah Liu (Sprecher), Gabriele Schrey-Vasara (Übersetzer)

Am Morgen des Mittsommertags werden Kommissarin Paula Pihjala und ihr Team zu einem grauenvollen Fund westlich von Helsinki gerufen. Vor dem Gutshof einer Unternehmerfamilie wurde ein Container abgestellt, in dem eine ermordete dunkelhäutige Frau liegt. Sie ist qualvoll darin ertrunken, nachdem Meerwasser eingefüllt wurde. Niemand scheint die Frau zu kennen. Die Ermittler misstrauen jedoch den allzu geschliffenen Antworten der Unternehmerfamilie. Kurze Zeit später kann die Identität der Toten geklärt werden: Die Universitätslehrerin Rauha Kalando war wenige Stunden vor ihrem Tod aus Namibia eingeflogen. In ihrem Hotelzimmer liegt ein Dokument, unterschrieben vom ehemaligen Unternehmenschef ...

Weitere Infos

Leseprobe "Team Helsinki"

Leseprobe "Team Helsinki"

Hörprobe zu "Team Helsinki - Die tote im Container"

Das finnische Autoren-Duo

Autorenfoto Aki und Milla Ollikainen
© Marja Kokkonen

A. M. Ollikainen ist das Pseudonym des Ehepaars Aki und Milla Ollikainen. Aki Ollikainen hat bereits drei Romane veröffentlicht und den Literaturpreis der größten finnischen Tageszeitung gewonnen, den "Helsingin Sanomat Literture Prize 2012". Seine Romane standen zudem auf der Longlist des Man Booker Prize und des Prix Femina. Auch Milla Ollikainen ist eine renommierte Autorin. Auch von ihr sind schon drei Romane erschienen und sie hat 2012 den Preis der "Finish Detective Society's Crime novel" gewonnen. Das Ehepaar lebt mit seinen zwei Kindern in Lohja, im Süden Finnlands.

Die Autoren im Porträt

Aki und Milla Ollikainen im Interview

A. M. Ollikainen ist das Pseudonym des finnischen Ehepaars Aki, 48 und Milla Ollikainen, 47. TEAM HELSINKI: DIE TOTE IM CONTAINER« ist ihr erstes Buch, das sie gemeinsam geschrieben haben. Der Krimi wird in fünfzehn Ländern erscheinen und ist der Auftakt einer fünfteiligen Reihe.

DIE TOTE IM CONTAINER ist der erste Kriminalroman, den sie gemeinsam unter dem Pseudonym A. M. Ollikainen geschrieben haben. Sie leben in Lohja, sechzig Kilometer von Helsinki. Können Sie sich kurz vorstellen?

Milla: Ich bin eine 47-jährige Journalistin und Schriftstellerin. Im Moment bin ich von der Arbeit beurlaubt, so dass ich einige Monate lang in Vollzeit schreiben kann. Aki und ich sind seit 23 Jahren verheiratet und wir haben einen 17-jährigen Sohn und eine 14-jährige Tochter. Unsere Kinder sind in Lappland geboren, wo wir elf Jahre lang gelebt haben. Ich habe dort als Chefredakteurin einer kleinen Lokalzeitung gearbeitet. Ich liebe den Norden über alles und vermisse ihn immer noch. Ich bin ein Wintermensch.

Aki: Ich wurde 1973 in Äänekoski, in Mittelfinnland geboren. Ich habe mit dem Schreiben angefangen, als ich ein Teenager war. Zuerst habe ich ein paar Songtexte auf Englisch geschrieben, weil ich ein internationaler Rockstar werden wollte. (lacht). Als ich merkte, dass ich nie singen oder ein Instrument spielen lernen würde, begann ich, Gedichte zu schreiben. Meinen Beruf als Journalist habe ich vor zehn Jahren aufgegeben und seither drei Romane und Gedichte für Kinder geschrieben

Was sind die Herausforderungen beim Schreiben als Paar und als Eltern?

Milla: Ich bin es gewohnt, mich in unserer Familie um alles zu kümmern. Deshalb fällt es mir nicht leicht, zurückzutreten und zu sagen, dass ich jetzt schreibe oder dass ich in den nächsten Wochen für nichts zuständig bin, weil ich mich aufs Schreiben konzentrieren muss. Zum Glück haben wir jetzt ein Büro außerhalb des Hauses gemietet.

Aki: Das Meiste schreibe ich im Kopf, wenn ich gehe oder auf dem Sofa liege. Ich denke die ganze Zeit nach, und wenn ich mich dann endlich hinsetze und anfange zu tippen, kenne ich die Geschichte. Als der Lockdown kam, fiel es mir schwer zu arbeiten, weil wir alle vier zuhause waren. Ich war es gewohnt, am Küchentisch zu schreiben, und plötzlich gab es keine Minute Ruhe mehr. So fand ich mich auf meinen Knien sitzend neben unserem Bett wieder, das ich als Arbeitstisch in unserem winzigen Schlafzimmer benutzte.

Milla, Sie sind eine erfahrene Krimiautorin, eines Ihrer Bücher wurde mit dem renommierten Krimipreis der Finnish Detective Society ausgezeichnet. Was gefällt Ihnen an dem Genre?

Ich habe schon früh angefangen Krimis zu lesen, als Jugendliche habe ich alle Bücher von Enid Blyton verschlungen. Carolyn Keenes NANCY DREW gehörte als Kind zu meinen Lieblingsbüchern. Später habe ich natürlich Literatur aller Art gelesen, aber ein guter Kriminalroman kann mich total packen. Ich mag klassische Whodunits. Ich bin von dieser Art von Geschichten fasziniert: Ein Mord, der erst nach und nach aufgedeckt wird. So haben wir auch DIE TOTE IM CONTAINER geschrieben.

Aki, Sie haben bisher drei Romane veröffentlicht, ihr Debüt wurde mit dem finnischen Literaturpreis ausgezeichnet. Was hat Sie daran gereizt, gemeinsam mit ihrer Frau einen Kriminalroman zu schreiben?

Ich hätte wahrscheinlich nicht allein versucht, einen Krimi zu schreiben. Aber ich wollte es unbedingt mit Milla tun! Das Genre hat bestimmte Regeln, die es leichter machen, gemeinsam zu schreiben. Ein Krimi ist wie ein Puzzle, dessen Teile man mit jemand anderem zusammenfügen kann. Mich reizte der Gedanke, gemeinsam eine ganz neue Stimme zu in einem „A.M.-Stil“ zu erschaffen, bei dem der Leser nicht errät, wer welches Kapitel geschrieben hat.

Haben Sie sich gut ergänzt?

Milla: Auf jeden Fall. Wir ergänzen uns in vielerlei Hinsicht, vielleicht, weil wir ziemlich unterschiedlich sind, nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Menschen. Ich bin ein sehr direkter Typ, ich bin schnell in fast allem, was ich tue, ich rede viel. Aki ist eher schweigsamer. Sein Schreibstil ist poetisch, er schreibt manchmal schwere, aber immer schöne, gehaltvolle Texte, sie haben eine Art zeitlosen Charakter.

Aki: Millas Text rollt reibungslos vorwärts. Eine Sache führt zur nächsten. Sie driftet niemals ab und behält ihr Ziel im Auge.

Wie haben Sie gemeinsam den Plot entwickelt und wie sind Sie beim Schreiben der Szenen vorgegangen?

Aki: Wir hatten die Idee, dass Milla das Bild zeichnet und ich das Ausmalen übernehme.

Milla: Wir haben zunächst die Figuren und dann die Handlung entwickelt. Ich schreibe zuerst und treibe die Geschichte organisch voran.

Aki: Aber weil unser Zeitplan ziemlich eng war, haben wir abwechselnd weiter an der Geschichte geschrieben. Eines der Dinge, die ich dabei von Milla beim Schreiben von DIE TOTE IM CONTAINER gelernt habe, ist, dass jedes Kapitel eine Art Überraschung oder eine neue Information enthalten muss, so dass man unbedingt weiterlesen will.

Milla (lacht): Ja, manchmal musste ich Dich bremsen, dass Du den Lesern nicht zu früh Geheimnisse verrätst.

Ihr Krimi kommt ohne Szenen von Gewalt und Blutvergießen aus.

Milla: Ich mag keine grausamen Krimis. Es gibt ein paar Dinge, über die ich nicht schreiben würde. Das eine ist brutale Gewalt und das andere Pädophilie. Ich schätze keine schockierenden Effekte. Das Wichtigste für mich ist, dass ein Krimi spannend und dabei unterhaltsam ist. Ich verwende das Wort Unterhaltung ein wenig provokativ, darüber habe ich mit Aki gestritten.

Warum?

Aki: Ich mag das Wort Unterhaltung nicht, weil es negativ besetzt ist und man denken könnte, dass unsere Bücher oberflächlich sind.

Milla: Vorsicht: Spannende Unterhaltung bedeutet nicht, dass es keine ernsten Themen geben kann, die seriös behandelt werden.

Was war Ihre Grundidee für DIE TOTE IM CONTAINER?

Milla: Alles begann mit dem Container in dem das Mordopfer gefunden wird. Eines Nachts als ich im Bett lag, habe ich darüber nachgedacht, was die schrecklichsten Todesarten für mich wären. In einem geschlossenen Raum zu ertrinken war eine davon. So haben wir das ganze Buch um den Container, in dem eine junge schwarze Frau qualvoll ertrunken ist, entwickelt.

Das Team Helsinki besteht aus vier Ermittlern. Paula, Renko, Hartikainen und Karhu. Was war Ihnen bei der Konzeption dieser verschiedenen Charaktere wichtig?

Aki: Wir wollten Figuren schaffen, die wir mögen und mit denen wir gern zusammen sind, denn sie sind für uns fast wie Kollegen. Wir hatten recht bald ein gutes gegenseitiges Verständnis von allen, wie sind sie, was sie wollen, wie sie reagieren. Nach Paula wurde zuerst Renko geboren; er plappert gern und redet viel, womit er nicht dem Stereotyp eines finnischen Mannes entspricht.

Die Hauptfigur ist Polizeikommissarin Paula Pihlaja, eine ungewöhnliche Ermittlerin. Wie ist sie entstanden?

Milla: Ich hatte die Vorstellung einer großen, schweigsamen, ein wenig amazonenhaften Frau. Sie sollte eine starke Hauptfigur sein, die eine eigene Geschichte hat. Paula hat ihr Baby zur Adoption freigegeben. Am Anfang des ersten Buches unserer Reihe wird ihr inzwischen 20-jähriger Sohn wegen Totschlags verurteilt. Das ist ein Thema, das mich schon immer interessiert hat: Mütter von Mördern. In unserem zweiten Band, an dem wir gerade schreiben, wird sich ihre Geschichte weiter enthüllen.

Als Paula beginnt, den Fall zu untersuchen, führen die Spuren zur Unternehmerfamilie Lehmusoja und ihren korrupten, geschäftlichen Aktivitäten, die sie jahrzehntelang in Afrika betreiben. Wie sind Sie auf die Idee gekommen neben Finnland auch Namibia zum Schauplatz zu machen?

Aki: Der „Kontti“, auf finnisch Container, hat uns dazu gebracht, über globale Logistik und Transport nachzudenken. Finnland hatte zwar keine eigenen Kolonien, aber zumindest in den Köpfen der Finnen war Namibia unsere geistige Kolonie. Denn Ende des 19. Jahrhunderts gingen die ersten finnischen Missionare in den nördlichen Teil Namibias, nach Ovamboland. Die Ovambos sind die größte Bevölkerungsgruppe in Namibia, zu ihnen gehört die Hälfte der rund zwei Millionen Einwohner. Rauha Kalondo, die Tote im Container, stammt aus Ovambo. Ihr Vorname ist ein finnischer, was nicht ungewöhnlich ist. Als die Missionare begannen, die Ovambos zu taufen, gaben diese oft ihren alten Namen auf und wählten stattdessen einen finnischen. So ist auch heute noch Selma der häufigste Frauenname in Namibia.

Milla: Außerdem hat eine meiner engsten Freundinnen zehn Jahre in Namibia gelebt. Sie hat uns viel über die Situation in dem Land, auch über finnische Entwicklungshilfe erzählt. So haben wir einiges erfahren, das offiziell nicht so bekannt ist und das wir thematisieren.

Während ihrer Ermittlungen legt Paula besonderen Wert auf politische Korrektheit. Ist Rassismus in Finnland ein Thema?

Milla: Ich bin oft verärgert, wenn ich jemanden sagen höre, dass es bei uns keinen Rassismus gibt. Nun, lange Zeit gab es ihn nicht, da es hier praktisch keine Einwanderer gab. Jetzt haben wir auch in Finnland Flüchtlinge und es zeigt sich, dass es unterschwelligen und unausgesprochenen Rassismus gibt. Ich meine damit, dass sich Menschen nicht bewusst sind, dass sie anders mit farbigen als mit weißen Menschen umgehen.

Der Mord geschieht kurz vor dem Mittsommerfest. Warum haben Sie diese besondere Zeit gewählt?

Milla: Das erste Bild, das man mit Finnland verbindet, sind Kälte und Dunkelheit, denn wir haben sehr lange Winter. Deshalb wollten wir, dass unser Buch im Mittsommer spielt. Das Fest ist für uns Finnen sehr wichtig, wir feiern es draußen, vielleicht in einem Sommerhaus, man geht in die Sauna und im See schwimmen.

Buchtipps per Newsletter erhalten!

Newsletter-Anmeldung

Wer Spannung aus Schweden mag, wird auch diese Finnen lieben!

Finnisch Crash-Kurs mit Max Seeck und Arttu Tuominen

Lektion 1:

Lernen Sie mit Max Seeck und Arttu Tuominen ein wenig Finnisch! In der ersten Lektion stellen die beiden Autoren ihre neuen Romane "Teufelsnetz" und "Was wir verschweigen" vor und senden viele Grüße aus Finnland.

Lektion 2:

Die beiden Autoren geben in der zweiten Lektion einen Einblick in die Krimiwelt auf Finnisch. Die wichtigsten Vokabeln in dieser Letkion sind "Mord" und "Totschlag" ...

Lektion 3:

In der dritten und letzten Lektion dreht sich alles um die schöne Welt der Bücher! Die wichtigsten Vokabeln in dieser Lektion sind "Stapel ungelesener Bücher" und "Bücherregal" ... Und was heißt eigentlich "Lesezeichen" auf Finnisch?

Eine Schuld, die niemals verjährt ...

Was wir verschweigen Arttu Tuominen (Autor), Anke Michler-Janhunen (Übersetzer)

„Freundschaft hat nichts mit Recht oder Schuld zu tun. Das wüssten Sie, wenn Sie auch nur einmal in Ihrem Leben jemanden gekannt hätten, dem Sie bedingungslos vertrauen konnten.“
Pori, Finnland. An einem stürmischen Herbsttag wird ein sturzbetrunkener Mann mit mehreren Messerstichen in einem Holzhaus ermordet. Ein typisch finnischer Mord – so der lakonische Kommentar der hinzugerufenen Kommissare. Der Fall scheint zunächst schnell gelöst: Im nahe gelegenen Wald wird noch am gleichen Abend ein verdächtiger Mann festgenommen.
Doch für den Ermittler Jari Paloviita entpuppt sich der Mord als schwierigster Fall seines Lebens. Der Verdächtige war in der Jugend sein allerbester Freund. Und Jari Paloviita verdankt ihm sein Leben ...
 

Mehr erfahren

Was wir verschweigen Arttu Tuominen (Autor), Anke Michler-Janhunen (Übersetzer), Wolfram Koch (Sprecher)

Pori, Finnland. An einem stürmischen Herbsttag wird ein sturzbetrunkener Mann mit mehreren Messerstichen in einem Holzhaus ermordet. Ein typisch finnischer Mord – so der lakonische Kommentar der hinzugerufenen Kommissare. Der Fall scheint zunächst schnell gelöst: Im nahe gelegenen Wald wird noch am gleichen Abend ein verdächtiger Mann festgenommen. Doch für den Ermittler Jari Paloviita entpuppt sich der Mord als schwierigster Fall seines Lebens. Der Verdächtige war in der Jugend sein allerbester Freund. Und Jari Paloviita verdankt ihm sein Leben ...

zum Hörbuch

Jetzt entdecken!

Leseprobe

Über Arttu Tuominen

Arttu Tuominen
© Mikko Rasila

Arttu Tuominen, geboren 1981, wurde für seinen Kriminalroman Was wir verschweigen in Finnland vielfach ausgezeichnet. Kritiker und Leser waren begeistert von den geschickt in die Story verwobenen Rückblenden in die Kindheit der Protagonisten sowie der sensiblen Zeichnung der komplexen Charaktere.
Arrtu Tuominen lebt mit seiner Familie in der Küstenstadt Pori, in Mittelfinnland, dem Schauplatz des vorliegenden Krimis. Neben dem Schreiben hervorragender Kriminalromane arbeitet der Autor auch als Ingenieur für Umwelttechnik.

Arttu Tuominen im Porträt

Ein teuflisches Netzwerk, in dem es keinerlei Skrupel mehr gibt ...

Band 2 der »Jessica Niemi«-Reihe

Teufelsnetz Max Seeck (Autor), Gabriele Schrey-Vasara (Übersetzer)

Helsinki 2020: Zwei erfolgreiche Blogger sind spurlos verschwunden. Kurz darauf wird deren Tod in den sozialen Medien gemeldet. Ein geschmackloser PR-Gag? Als eine junge Frau, gekleidet wie ein Manga-Mädchen, am Strand tot angespült wird, vermutet die Kriminalpolizei einen Zusammenhang. Jessica Niemi übernimmt die Ermittlungen, und sie kommt schon bald einem skrupellosen Netzwerk auf die Spur, das offenbar Mädchen an Manga-Fetischisten vermittelt. Zum Sex – und zum Töten ... 

Mehr erfahren

Buchtrailer

Leseprobe

Max Seeck im Interview zu »TEUFELSNETZ«

»ICH WOLLTE DARÜBER SCHREIBEN, WIE DIE SOZIALEN MEDIEN IHRE DUNKLE SEITE AUF BRUTALSTE ART UND WEISE ZEIGEN KÖNNEN.«

In TEUFELSNETZ erfahren wir endlich, wie es mit der Ermittlerin Jessica Niemi und ihrem Team weitergeht. Können Sie kurz beschreiben, wovon das Buch handelt?

Jessica Niemi steht vor einem neuen Rätsel: Zwei berühmte Blogger verschwinden spurlos und auf ihren Accounts wird ein seltsames Foto von einem alten Leuchtturm auf einer felsigen Insel gepostet. Unter dem Foto steht ein Gedicht, das den Tod der beiden beschreibt. Im Zuge ihrer Ermittlungen stößt Jessica schließlich auf ein gemeinsames Geheimnis der zwei Blogger, die in etwas sehr Mysteriöses und Dunkles verwickelt wurden.

Der neue Fall dreht sich also um die Welt der sozialen Medien. Was fasziniert Sie als Thriller-Autor an diesem Thema?

Soziale Medien bieten uns allen viele Chancen, aber sie bergen auch gewisse Risiken. Ich wollte darüber schreiben, wie die sozialen Medien ihre dunkle Seite auf brutalste Art und Weise zeigen können.

Eine wesentliche Erkenntnis der Ermittlungen lautet: Wenn du etwas ins Netz stellst, ist es für immer und ewig dort. Sie selbst sind auch in den sozialen Medien aktiv – sind Sie durch Ihr eigenes Buch vorsichtiger geworden?

Ich bin schon immer sehr sorgfältig damit umgegangen, was ich online veröffentliche und was nicht. Ich denke, man kann aktiv sein, aber gleichzeitig auch vorsichtig. Ich würde nichts posten, von dem ich nicht möchte, dass es für immer im Netz bleibt. Deshalb teile ich zum Beispiel auch keine Bilder von meinen Kindern auf öffentlichen Accounts.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven verschiedener Polizisten erzählt. Versetzen Sie sich beim Schreiben demnach eher in die Rolle der Ermittler oder auch in die der Täter?

Ich bin immer auf der Seite der Guten. Ein Polizist zu sein, kann ich mir durchaus vorstellen, aber ich kann mich nicht als Mörder sehen. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, die Dinge aus der Perspektive eines Ermittlers zu betrachten.

Gibt es einen bestimmen Ermittler, dessen Sichtweise Sie besonders gern einnehmen oder mit dem Sie sich besonders gut identifizieren können?

Ich bin keine meiner Figuren und gleichzeitig jede. Das bedeutet, dass fast jeder der „guten“ Charaktere eine Fähigkeit, ein Gefühl, eine Angst oder eine Überzeugung besitzt, die eigentlich meine ist. Im Grunde habe ich meine eigenen Gedanken auf all diese Charaktere aufgeteilt – und vielleicht auch auf die bösen. Da ich keine eindimensionalen Figuren erschaffen möchte, versuche ich, auch in den bösen Charakteren etwas Gutes zu sehen.

Mit Jessica Niemi haben Sie eine komplexe und facettenreiche Figur erschaffen. Wie würden Sie Ihre Protagonistin charakterisieren?

Für meine Bücher wollte ich eine Protagonistin, die klug ist, gut in ihrem Job und glaubwürdig. Doch gleichzeitig sollte sie auch in vielerlei Hinsicht emotional gebrochen sein. Ich wollte nicht nach irgendeiner Form von Perfektion streben – ganz im Gegenteil. Jessica hat schreckliche Fehler gemacht und falsche Entscheidungen getroffen, sie hat psychische Probleme und eine Menge zu verarbeiten. Aber gleichzeitig ist sie auch jemand, den ich im echten Leben gerne kennen lernen würde. Auf jeden Fall ist sie eine vielschichtige und interessante Person.

Die psychischen Probleme der Ermittlerin zeichnen sich in HEXENJÄGER bereits ab, in TEUFELSNETZ werden sie stärker. Wussten Sie von Beginn an, dass dieses Thema ein so wichtiger Teil Ihrer Bücher sein würde oder ergab sich diese Entwicklung im Schreibprozess?

Die psychischen Probleme bildeten schon von Anfang an einen wesentlichen Teil dieses Charakters und ich hatte vor, ihn noch weiter auszubauen. Um mehr über diese Art von psychischen Krankheiten zu lernen, habe ich viel recherchiert. Das ist ein sehr komplexes Thema und sogar eine Art Tabu in der Gesellschaft. Deshalb dachte ich auch, dass es für Personen mit psychischen Krankheiten hilfreich sein könnte, ein Buch mit einer weiblichen Heldin zu lesen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Das ist ja durchaus sehr verbreitet, es wird nur nicht so viel darüber gesprochen.

Ihr Buch weist auch viele Bezüge zur Manga-Kunst und zur japanischen Kultur auf. Haben Sie selbst eine persönliche Verbindung zu diesen Themen?

Nein, aber ich finde beides wirklich interessant. Ich schreibe sehr gerne über Themen und Phänomene, mit denen ich noch nicht so vertraut bin. Das macht mich neugierig und führt dazu, dass ich sehr viel recherchiere und eine Menge dazu lerne. Ich denke, dass sich diese sorgfältige Recherche im Buch bemerkbar macht.

Ihre Bücher erscheinen auch als Hörbücher. Sie sprechen Deutsch – kennen Sie das deutsche Hörbuch von HEXENJÄGER? Was für ein Gefühl ist es, Ihre Geschichte in einer anderen Sprache anzuhören?

Als HEXENJÄGER erschien, habe ich mir einige Teile davon angehört. Meinen Roman auf Deutsch anhören zu können, war für mich sicherlich einer der Höhepunkte meiner Karriere. Es war einfach unglaublich und die Sprecherin ist großartig. Ich liebe die deutsche Sprache und bin so dankbar dafür, dass meine Arbeit ins Deutsche übersetzt wird und dass die Leute dort meine Bücher lesen und hören können.

Die Thriller-Sensation aus Finnland

»Max Seeck schreibt die besten finnischen Thriller.« HELSINGIN SANOMAT

Hexenjäger Max Seeck (Autor), Gabriele Schrey-Vasara (Übersetzer)

Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Die Opfer – allesamt Frauen. Ist ein Fan der Trilogie durchgedreht? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team ermitteln unter Hochdruck, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis ihnen klar wird, dass die Opfer Jessica Niemi erschreckend ähnlich sehen ...



zum Buch

Hexenjäger Max Seeck (Autor), Gabriele Schrey-Vasara (Übersetzer), Sabine Arnhold (Sprecher)

Sabine Arnhold arbeitet als Schauspielerin, Synchron- und Hörbuchsprecherin. In der deutschsprachigen Ausgabe der US-Sitcom „The Big Bang Theory“ spricht sie z.B. die Mutter des nerdigen Wissenschaftlers Sheldon Cooper. Im Hörbuch „Hexenjäger“ von Max Seeck schlägt sie hingegen ernstere Töne an: Im kalten Finnland begibt sich Kommissarin Jessica Niemi auf die Suche nach einem gefährlichen Killer, der die Mordfälle einer Bestseller-Trilogie nachstellt. Handelt es sich bei dem Mörder um einen kranken Fan? Kommissarin Niemi und ihre Kollegen arbeiten auf Hochtouren, um die Mordserie aufzuklären. Dabei scheint es der Mörder auch auf Jessica Niemi selbst abgesehen zu haben…

zum Hörbuch

Videogruß aus Finnland

Max Seeck im Interview zu seinem Thriller HEXENJÄGER

In HEXENJÄGER werden Morde aus der fiktiven „Hexenjagd“-Trilogie nachgeahmt und die Ermittler müssen sich mit den Inhalten der Bücher befassen, um den Verbrechen nachzugehen. Der Leser hält also sozusagen einen ‚Thriller im Thriller‘ in den Händen. Wie sind Sie auf diese außergewöhnliche Idee gekommen?

Für mich war die Vorstellung, dass jemand fiktive Verbrechen kopiert, immer sehr beängstigend. In den Medien wurde viel darüber diskutiert, ob Unterhaltungsmedien wie Videospiele, Filme oder sogar Bücher manche Menschen dazu verleiten könnten, Verbrechen zu begehen. Ich glaube, das war der Ausgangspunkt für meinen Schreibprozess. Die Idee hat mir wirklich Angst gemacht.

zum Interview

Über Max Seeck

Max Seeck
© Kuva MikkoRasila

Max Seeck war zunächst im Marketing und Vertrieb einer großen finnischen Firma tätig. Seit einigen Jahren widmet er sich jedoch ganz dem Schreiben von Romanen. Mit großem Erfolg. Er ist momentan der bedeutendste Thriller-Autor Finnlands. Er liebt Jo Nesbø und Stieg Larsson, ließ sich für seinen Thriller aber auch von Lars Kepler, Jens Lapidus, Dan Brown und Michael Crichton inspirieren.* HEXENJÄGER ist sein internationaler Durchbruch und der Thriller erscheint in über 40 Ländern. Die Filmrechte sind nach Hollywood verkauft. Max Seeck lebt in Helsinki.

Folgen Sie Max Seeck auf Instagram

Weitere Highlights unserer Themenwelt »Skandinavische Spannung«

Folgen Sie uns in den sozialen Medien