Die Frau aus Oslo
 - Kjell Ola Dahl - eBook

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12,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Krimis
428 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7209-0
Ersterscheinung: 28.06.2019

Die Frau aus Oslo

Kriminalroman
Übersetzt von Thorsten Alms

(36)

Oslo, 1942. Die Stadt ist von den Nazis besetzt. Die Jüdin Esther kämpft im Widerstand – bis sie verraten wird. In letzter Sekunde gelingt ihr die Flucht nach Schweden. Ihre Familie jedoch wird deportiert. In Stockholm trifft Esther den Widerstandskämpfer Gerhard Falkum, der ebenfalls aus Oslo geflohen ist. Er steht unter Mordverdacht an seiner Frau. Ein Verdacht, der nie ausgeräumt werden kann und Esther Jahrzehnte später noch beschäftigt. Denn zurück in Oslo will sie herausfinden, wer ihre Familie damals in den sicheren Tod geschickt hat ...

Rezensionen aus der Lesejury (36)

leseratte1310 leseratte1310

Veröffentlicht am 18.08.2019

Potential verschenkt

Die Stadt Oslo ist 1942 von Nazis besetzt. Die Jüdin Esther hat sich dem Widerstand angeschlossen, doch sie wird verraten und kann gerade noch nach Schweden fliehen. Ihre Familie wird deportiert. Gerhard ... …mehr

Die Stadt Oslo ist 1942 von Nazis besetzt. Die Jüdin Esther hat sich dem Widerstand angeschlossen, doch sie wird verraten und kann gerade noch nach Schweden fliehen. Ihre Familie wird deportiert. Gerhard Falkum, der Mann ihrer Freundin Åse, flieht mit der Hilfe von Sverre ebenfalls nach Schweden. Er wird verdächtigt, seine Frau umgebracht zu haben, doch Gerhard bestreitet die Tat. All das beschäftigt Esther noch viele Jahre. Im Jahr 1967 taucht der totgeglaubte Gerhard wieder in Norwegen auf. Er will seine Tochter Turin ausfindig machen, die damals adoptiert wurde. Aber es ist viel Zeit vergangen und niemand ist begesitert von Gerhards Auftauchen.
Im Jahr 2015 entdeckt Turid in der Zeitung ein Foto von einem Armband, das versteigert werden soll. Es ist das Armband ihrer Mutter, welches ihr 1967 gestohlen wurde und Turid möchte es unbedingt zurückhaben.
Die Buchbeschreibung klang so vielversprechend, aber wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Eigentlich mag ich so etwas, aber hier habe ich mich etwas schwergetan, vielleicht weil mich die Geschichte nicht so gepackt hat. Nach und nach ergibt sich ein Bild, was damals geschehen ist.
Die Charaktere hatten für mich nicht genügend Tiefe. Nur mit Esther konnte ich mitfühlen, die anderen kamen mir nicht nahe.
Auch wenn die Geschichte Potential hatte, so kam dennoch keine Spannung auf und die Figuren blieben zum größten Teil blass. Auch die Fragen wurden nicht alle beantwortet. Schade!

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Renafrieda Renafrieda

Veröffentlicht am 02.08.2019

Die Frau aus Oslo? Besser: Oslo und Ester!

Ich habe mir das Buch selbst gekauft, obwohl ich in der Leserunde nicht berücksichtigt wurde.

Das Intro hat mich fasziniert, ich war total auf die Geschichte gespannt. Aber nun bin ich am Ende frustriert ... …mehr

Ich habe mir das Buch selbst gekauft, obwohl ich in der Leserunde nicht berücksichtigt wurde.

Das Intro hat mich fasziniert, ich war total auf die Geschichte gespannt. Aber nun bin ich am Ende frustriert und enttäuscht. Immer wieder spannende Einstiege in neue Handlungsstränge haben mich bis zum „bitteren Ende“ bei der Stange gehalten. Aber auch das könnte mich nicht wirklich überzeugen.

Schade, der Plot gibt so allerhand her. Das Ergebnis ist leider ziemlich lieblos und nahm mich weder für die Protagonisten noch für die Handlung ein. Und bei den überbordenden „Wegbeschreibungen“, die meiner Ansicht nach völlig überflüssig und nicht zur Handlung beitragend waren, gingen die wirklich interessanten Protagonisten in einer Nebelwand unter.

Wegen der tollen Ansätze gibt‘s doch 3 Sterne

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 31.07.2019

Wer tötete Ase?

Dieser Kriminalroman wird auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt und fordert vom Leser ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Ein Strang berichtet aus der Gegenwart, aus dem Jahr 2015, als ein Armband ... …mehr

Dieser Kriminalroman wird auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt und fordert vom Leser ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Ein Strang berichtet aus der Gegenwart, aus dem Jahr 2015, als ein Armband versteigert werden soll. Die weiteren beiden Erzählsträngen sind aus den Jahren 1942 und 1967. Dieses Armband gehörte einmal Turids Mutter, die 1942 ermordet wurde. Der aktive Widerstandskämpfer Gerhard, Vater von Turid, muss vor den Nazis von Oslo nach Schweden fliehen, auch die junge Jüdin Esther flieht. Kurze Zeit später erfährt man vom Tod Ases (der Mutter). 25 Jahre später treffen Gerhard und Judith einander wieder. Was ist damals passiert?
Das Buch liest sich wie ein Puzzle, nach und nach wird mehr aufgedeckt und der Leser gerät immer tiefer in den Strudel der verzwickten Ereignisse.

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lielo99 lielo99

Veröffentlicht am 29.07.2019

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

#DieFrauAusOslo beginnt mit einem Zeitungsbericht im Jahr 2015. Dort wird auf ein Armband aufmerksam gemacht, das versteigert werden soll. Eine Frau namens Turid wird darauf aufmerksam. Das ist der Epilog.

Dann ... …mehr

#DieFrauAusOslo beginnt mit einem Zeitungsbericht im Jahr 2015. Dort wird auf ein Armband aufmerksam gemacht, das versteigert werden soll. Eine Frau namens Turid wird darauf aufmerksam. Das ist der Epilog.

Dann folgt das Jahr 1942 in Oslo. Ester, eine junge jüdische Frau muss mit ansehen, wie ihr Vater abgeführt und sein Geschäft geschlossen wird. Wie einen Schwerverbrecher behandeln die Männer ihn. Er ist Uhrmacher und nur weil er Jude ist und die Nazis damals bereits Norwegen besetzten, wird er ins Gefängnis gebracht. Ester flieht nach Schweden. Vorher verabschiedet sie sich noch von ihrer Freundin Ase, die mit einem Mann namens Gerhard zusammen lebt. Sie haben eine kleine Tochter, die Turid.

#DieFrauAusOslo wechselt immer wieder zwischen den Jahren 1942 und 1967. Hauptthema ist nicht die Verfolgung der Juden oder der 2. Weltkrieg. Es ist eher ein Nebenschauplatz. Sicher, die Gefahr für Menschen, die sich dem Widerstand gegen die Nazis anschlossen, wird gut dargestellt. Aber die ganze Story dreht sich um den Mord an einer jungen Frau, der nie aufgeklärt wurde.

Anfangs hatte ich Probleme mit dem stetigen Wechsel zwischen den Zeiten. Hilfreich waren dabei die Überschriften. Auch fand ich, dass #DieFrauAusOslo nicht so viele Seiten haben müsste. Aber es ist trotzdem ein spannendes Buch. Ein anderer Ansatz, das Thema Gestapo und Hitler darzustellen. Der Übersetzer des Kriminalromans hat ganze Arbeit geleistet.

Ich danke dem #BasteiLübbeVerlag und #NetGalleyDE, dass ich das Buch lesen durfte.

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StephanieP StephanieP

Veröffentlicht am 26.07.2019

Die Frau aus Oslo

Ester ist Jüdin und kämpft während des zweiten Weltkriegs für den Widerstand. Doch jemand verrät ihre Familie. Ester gelingt als einzige die Flucht nach Schweden, wohingegen ihre Familie in ein Konzentrationslager ... …mehr

Ester ist Jüdin und kämpft während des zweiten Weltkriegs für den Widerstand. Doch jemand verrät ihre Familie. Ester gelingt als einzige die Flucht nach Schweden, wohingegen ihre Familie in ein Konzentrationslager kommt. In Schweden trifft sie auf Gerhard, welcher ihre beste Freundin Aste geheiratet hat. Gerhard wird verdächtigt seine Frau brutal ermordet zu haben. Kurz darauf verschwindet Gerhard. Mitte der sechziger Jahre treffen Ester und Gerhard erneut aufeinander und für die damaligen Widerstandskämpfer beginnt auf Kampf ums Überleben.

Kjell Ola Dahls Grundidee für diesen Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen. Leider wurde bei der Umsetzung viel Potenzial verschenkt. Der Autor kann zwar Spannung aufbauen und diese auch durchgehend halten, allerdings ist die Spannung für einen Krimi doch sehr niedrig. Im Buch finden sich drei Handlungsstränge in drei verschiedenen Zeitebenen. Diese Stränge wurden zwar gelungen miteinander verbunden, allerdings entstanden für mich durch die häufigen Wechsel immer wieder Längen und ich war oftmals auch wegen der Sprünge verwirrt. Gelungen finde ich dagegen, wie der Autor die Atmosphäre des zweiten Weltkriegs und die Ängste der Bevölkerung sowie die Arbeit für den Widerstand in die Handlung eingebaut hat.

Die einzelnen Protagonisten sind Großteils wirklich interessant und ich habe ihre Erlebnisse in der Kriegszeit gerne und fasziniert verfolgt. Leider sind ihre Verhaltensweisen und Motive doch sehr vorhersehbar. Aber wurden mir ausgerechnet die zwei wichtigsten Charaktere Ester und Gerhard bis zum Ende nicht wirklich sympathisch, wodurch ich die Handlung zwar weiter verfolgt habe aber nicht mit fiebern konnte.

FAZIT:
Da „Die Frau aus Oslo“ vielfach preisgekrönt wurde, unter anderem als bester Krimi Norwegens, waren meine Erwartungen an das Buch auch dementsprechend groß und wurden leider nicht ganz erfüllt. Die Handlung ist zwar fesselnd aber die Spannung ist nicht sonderlich hoch und die vielen Zeitsprünge haben den Kriminalroman hin und wieder etwas verwirrend und langatmig gestaltet. Alles in allem ein solider Kriminalroman, dem ich 3 Sterne gebe.

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Autor

Kjell Ola Dahl

Kjell Ola Dahl - Autor
© Marte Garmann Johnsen

Kjell Ola Dahl, 1958 in Norwegen geboren, schreibt seit einigen Jahren mit großem Erfolg Kriminalromane, seinen Beruf als Lehrer hat er dafür aufgegeben. Für Sommernachtstod erhielt er 2001 in Norwegen den angsehenen "Riverton-Preis", Skandinaviens beste Krimiauszeichnung. Seine Kriminalromane werden in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt und erscheinen in zahlreichen Ländern. Mit seiner Frau und seinen Kindern lebt er in Askim, unweit Oslos.

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