Ich, Eleanor Oliphant
 - Gail Honeyman - Taschenbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Frauenromane
527 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17679-3
Ersterscheinung: 27.04.2018

Ich, Eleanor Oliphant

Roman
Übersetzt von Alexandra Kranefeld

(26)

Ich wusste nicht, wann ich mich zuletzt so gut gefühlt hatte - so leicht, so wach, so lebendig. Vielleicht fühlte Glück sich so an?
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Auf Äußerlichkeiten legt sie wenig Wert, erledigt seit Jahren klaglos einen einfachen Verwaltungsjob und verbringt ihre Freizeit grundsätzlich allein. Ein Leben ohne soziale Kontakte oder nennenswerte Höhepunkte – Eleanor kennt es nicht anders.
Doch das ändert sich schlagartig, als Eleanor sich verliebt. Veränderungen müssen her! Nur wie? Der neue Kollege Raymond erweist sich als unerwartete Hilfe … und plötzlich findet sich Eleanor mittendrin im Leben.
„Witzig, bewegend, unvorhersehbar
Jojo Moyes
Ich, Eleanor Oliphant gewann 2017 den Costa Award für den besten Debütroman

Pressestimmen

„Die Geschichte ist zwar nicht immer plausibel, aber schön britisch und mit einem großen Spannungsfaktor“

Rezensionen aus der Lesejury (26)

_Roxy_ _Roxy_

Veröffentlicht am 11.02.2021

Eine etwas andere Heldin

Eleanor hatte eine traurige Kindheit, die sie überwiegend in Heimen und bei Pflegefamilien verbracht hat. Um sich selbst zu schützen, legt sie sich einen dicken Panzer um. Mit diesem Schutzschild ist sie ... …mehr

Eleanor hatte eine traurige Kindheit, die sie überwiegend in Heimen und bei Pflegefamilien verbracht hat. Um sich selbst zu schützen, legt sie sich einen dicken Panzer um. Mit diesem Schutzschild ist sie jedoch sehr einsam und lässt niemand an sich ran.
Von einem Tag auf den anderen entscheidet sie, den Mann ihres Lebens gefunden zu haben. Nur weiß dieser nicht mal, dass Eleanor existiert. Sie fängt an, ihr Leben umzukrempeln und „normal“ zu werden, sie versucht sich neu zu entdecken. Dieser Vorgang ist oft lustig, noch öfter aber traurig.

Dieser Roman war eines meiner Lesehighlight 2018 und auch heute noch lese ich ab und zu einige mit Post-it markierte stellen wieder, weil mich die Geschichte so sehr gepackt hat. Der Weg von Eleanor hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gemacht. Eleanor ist anders. Daher wird sie auch gleich als seltsam angesehen. Aber ist sie wirklich seltsam, nur weil sie nicht angepasst ist?

Eleanors einsamer Weg aus ihrem Schneckenhaus heraus war sehr glaubhaft und interessant. Ich war richtig sauer, als die Geschichte endete. Auch wenn ich oft Tränen vergossen habe, wollte ich sie weiter begleiten.

Ein tolles Buch mit einem einzigartigen und für mich wunderschönen Cover.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

CrazycolorTiger CrazycolorTiger

Veröffentlicht am 05.11.2020

Die Entdeckung des Lebens

Ich, Eleanor Oliphant lag schon wirklich lange auf meinem Bücherstapel. Endlich habe ich das Buch begonnen, doch ich blieb weiterhin ein wenig skeptisch. Eleanor ist wirklich ein wenig sonderbar, wenn ... …mehr

Ich, Eleanor Oliphant lag schon wirklich lange auf meinem Bücherstapel. Endlich habe ich das Buch begonnen, doch ich blieb weiterhin ein wenig skeptisch. Eleanor ist wirklich ein wenig sonderbar, wenn auch nicht unsympathisch. Nur Zwischendurch habe ich mir gedacht, dass sie ja vielleicht nicht so reagieren sollte… Das Buch hat trotzdem irgendwie einen Sog auf mich ausgewirkt und ich musste weiterlesen und es hat sich absolut gelohnt. Eleanor hat eine wirklich tragische Hintergrundgeschichte, welche sie verdrängt hatte. Durch einen neuen Freund und schafft es Eleanor schliesslich, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Sie entdeckt das Leben auf eine neue Art und kommt aus ihrem Schneckenhaus hervorgekrochen. Eleanor ist eine wirklich liebenswürdige Person, welche durch ihre Geschichte in die Ecke gezwängt wurde.

Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam und eben ein wenig sonderbar. Aber ich kann euch das Buch sehr ans Herz legen, denn es geht darum, wie man zu leben beginnt und statt die grosse Liebe das eigene Selbst findet. Ich, Eleanor Oliphat ist eine Liebesgeschichte an sich selbst. Jeder Mensch ist es wert von anderen und vor allem von sich selbst geliebt zu werden. Gewisse brauchen einfach ein wenig Starthilfe.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Durga108 Durga108

Veröffentlicht am 29.09.2020

Eleanor Oliphant ist anders

Klappentext: "Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr ... …mehr

Klappentext: "Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus - und lernt nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal ganz neu kennen."

Die schottische Autorin Gail Honeyman gewann 2017 mit ihrem Debütroman "Eleanor Oliphant is completely fine" den Cotsa First Novel Award und landete einen Volltreffer. Nicht umsonst wurde das Buch auch mit Reese Witherspoon verfilmt.

Das Cover scheint bunt und leicht, so wie auch die ersten Minuten des Hörbuchs. Man lernte eine linkische, etwas weltfremde junge Frau aus Glaskow kennen. Nach und nach bemerkt der Leser bzw. Hörer, was wohl Eleanors seltsames Verhalten ausgelöst haben muss. Leider geschieht die Auflösung erst ganz zum Schluss und m. E. hätte Honeyman dies besser dosiert auflösen können.

Meiner zweiter Kritikpunkt gilt der Sprecherin Laura Maire, die man aus div. TV-Serien kennt und die im Großen und Ganzen gut liest. Doch warum kann sie den Namen der Protagonistin nicht ordentlich aussprechen? Ich verstehe immer nur "Elena" und das ist schade, denn der Titel lebt doch genau vom Namen "Eleanor Oliphant", der ebenfalls eine wichtige Geschichte hat.

Für mich ein sehr gelungenes und hörenswertes Buch und ich freue mich sehr auf weitere Titel von Gail Honeyman, die übrigens auch einen recht unterhaltsamen Namen trägt...

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Karenina1 Karenina1

Veröffentlicht am 03.09.2020

Überraschend und auch nicht

Eleanor Oliphant ist anders. Und anders sein in dieser Welt finde ich sehr erfrischend. Andererseits geht ihr anderssein auch mit einem ziemlichem Unverständnis einher, was soziale Konventionen betrifft. ... …mehr

Eleanor Oliphant ist anders. Und anders sein in dieser Welt finde ich sehr erfrischend. Andererseits geht ihr anderssein auch mit einem ziemlichem Unverständnis einher, was soziale Konventionen betrifft. Und diesbezüglich finde ich die Geschichte sehr unglaubwürdig. So stachelig und abweisend sie sich oft verhält: wer würde sich da die Mühe machen? Auch wenn sie einen "guten Kern" hat?
Ein schnell zu lesendes Buch, aber für mich zu kitschig.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

KittyCatina KittyCatina

Veröffentlicht am 10.08.2020

Herzerwärmend und außergewöhnlich

Ich weiß gar nicht, wie lange dieses Buch schon ungelesen in meinem Regal stand, doch jetzt wurde es Zeit, es mit Hilfe des Hörbuchs zur Hand zu nehmen. Und ich muss sagen, ich bereue es in keinster Weise, ... …mehr

Ich weiß gar nicht, wie lange dieses Buch schon ungelesen in meinem Regal stand, doch jetzt wurde es Zeit, es mit Hilfe des Hörbuchs zur Hand zu nehmen. Und ich muss sagen, ich bereue es in keinster Weise, denn dieser großartige und herzerwärmende Roman hat es bereits während der ersten Seiten unter meine absoluten Highlights geschafft und das ist nur wahnsinnig selten der Fall.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Eleanor, was an sich nichts überaus Besonderes ist, hier allerdings schon, denn man bekommt ihre ungefilterte Wahrnehmung förmlich entgegen geschleudert und diese ist einfach nur speziell und komplett anders. Überhaupt ist Eleanor eine sehr besondere Protagonistin und das merkt man auch an der angewendeten, sehr intelligenten Sprache, die mich absolut begeistert hat.

Die Handlung fängt damit an, dass man Eleanor und ihr außergewöhnliches Leben erst einmal kennenlernt, die Eintönigkeit und Einsamkeit, die sie begleiten und ihren stupiden Alltag. Das könnte für den einen oder anderen zwar vielleicht etwas langweilig sein, hat mich aber absolut abholen können, da ich Eleanor sofort in mein Herz geschlossen habe. Diese außergewöhnliche Figur, die sehr nüchtern und unaufgeregt wirkt, ist in ihrer sozialen Kompetenz sehr eingeschränkt, sagt, was ihr in den Kopf kommt, nimmt die Welt auf ihre Weise wahr und ist extrem weltfremd. Dabei merkt man aber schnell, dass mehr dahinter steckt und dass ihrem jetzigen Verhalten kein angenehmes Schicksal vorausging. Was allerdings in ihrer Kindheit geschehen ist, wird erst nach und nach aufgelöst und obwohl man sich seinen Teil schon denken kann, bleibt es bis zum Ende hin interessant und spannend. Dementsprechend hat mich die Wendung am Ende dann doch ein bisschen überrascht.

Schön fand ich größtenteils auch die Sicht der Protagonistin auf die Welt und der tiefere Sinn hinter ihren Überlegungen, der oft auch eine zwischen die Zeilen geschriebene Kritik an der Gesellschaft beinhaltete. Für mich gab es jedenfalls sehr viele Denkanstöße in diesem Buch und ich würde mir wünschen, dass es auch anderen Lesern so geht.

Richtig toll war ebenfalls Eleanors Entwicklung im Laufe der Geschichte, die sie vor allem dem etwas kauzigen aber total sympathischen Raymond verdankt, einem Menschen, der sie so nimmt und mag, wie sie ist, mit all ihren Macken und Unzulänglichkeiten, der sie respektiert und schätzt. Wer hier aber eine romantische Liebesgeschichte erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn die gibt es nicht, auch wenn es der Klappentext des Buches vielleicht suggeriert. Vielmehr geht es hier um Eleanors Leben und ihre zaghafte Befreiung von den Geistern ihrer Vergangenheit.

Dabei ist das Buch, auch wenn es die ein oder andere emotionale Szene gibt, aber nicht gefühlsduselig oder traurig geschrieben, sondern sehr nüchtern, teilweise schon witzig und auf jeden Fall lebensbejahend und positiv. Und auch Eleanor ist, trotz ihrer ganzen Probleme, keine traurige, bemitleidenswerte Frau, sondern jemand, der in keine Schublade passt, einfach anders ist und erst einmal einen Anstoß in die richtige Richtung braucht.

Ihr sehr also, ich bin absolut hingerissen von dieser tollen, außergewöhnlichen Geschichte mit ihrer ebenfalls besonderen Protagonistin. Ich bin jedenfalls froh, dass ich sie endlich konsumiert habe und kann euch dieses Buch einfach nur wärmstens ans Herz legen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Gail Honeyman

Gail Honeyman - Autor
© Philippa Gedge Photography

Gail Honeyman lebt und arbeitet in Glasgow. Sie bekam bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Ich, Eleanor Oliphant ist ihr erster Roman.

Mehr erfahren
Alle Verlage