Großartige Geschichten mit starken Frauen

In düsteren und schwierigen Zeiten stellen sie sich tapfer ihrem Schicksal und verändern so die Welt: starke Frauen. Ob historisch verbürgte Adlige oder „einfache“ Handwerkerinnen aus dem Volk: Sie meistern Intrigen und Verrat, ohne jemals ihre Hoffnung oder ihre Liebe aufzugeben.

Eine Winzerstochter kämpft um das Weingut ihrer Familie

Die Winzerstochter vom Rhein Martina Walter

Rhöndorf, 1688: Die junge Winzerstochter Flora und ihr Vater bangen um ihre Zukunft. Der Besitzer des Zenningshofs, den sie am Fuße des Siebengebirges gepachtet haben, ist plötzlich gestorben, und sein Sohn und Erbe möchte den Hof verkaufen. Als er dort persönliche Erinnerungen an seine Kindheit findet, ändert er jedoch seine Pläne. Nicht ganz unschuldig daran mag auch seine Begegnung mit Flora sein. Doch Flora hat bereits einen Verehrer – und ganz eigene Pläne. Sie möchte Winzerin werden und den besten Wein des Rheinlandes anbauen. Als dann auch noch die Franzosen das Rheinland besetzen, muss Flora die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen ...

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Die Schauplätze von »Die Winzerstochter am Rhein«

Interview mit Martina Walter

Frau Walter, DIE WINZERSTOCHTER VOM RHEIN, ist Ihr erster Roman. Wie sind Sie auf die Idee dazu gekommen?

Ich wollte definitiv einen „Honnef-Roman“ schreiben. Dieser kleine Ort, in dem ich lebe, sollte der Hauptschauplatz sein, Bonn und Köln als benachbarte rheinische größere Städte sind dann schnell hinzugekommen. Da mir der Honnefer Ortspfarrer Franz Xaver Trips, der im 17. Jahrhundert gelebt hat, bereits von einem früheren Projekt her gut bekannt war, begann ich nach Ereignissen in seiner Zeit zu suchen. Dabei stieß ich auf die Wahl eines neuen Erzbischofs in Köln am 19. Juli 1688, die nachfolgende Besetzung Bonns und des Rheinlands durch die Franzosen mit weitreichenden Folgen auch für Honnef. In diesem historischen Rahmen siedelte ich eine Liebesgeschichte im Winzermilieu an, denn der Weinbau hatte für das Rheinland und für Honnef damals eine enorme Bedeutung.

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Über Martina Walter

Martina Walter
© Nora Walter

Martina Walter wuchs in Coburg auf, zog aber bereits vor vielen Jahren mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern ins Rheinland, nach Bad Honnef. Sie war etliche Jahre an dem zur Bonner Universität gehörenden Studienhaus für Keltische Sprachen und Kulturen tätig und veröffentlichte zahlreiche Beiträge in lokalen Medien. „Die Winzerstochter vom Rhein“ ist ihr Debüt als Romanautorin.

Eine junge, starke Frau kämpft für ihre Unabhängigkeit

Die Walfängerin von Borkum Claudia Schirdewan

"DIE WALFÄNGERIN VON BORKUM ist ein echter Schmöker vor historischer Kulisse. Echter Sommerlesestoff, nicht nur für den Strandkorb auf Borkum." (Cathrin Brackmann / WDR 4)
Borkum 1653: Die junge Fenja ist besorgt, weil ihr Verlobter Joris auf einem Walfänger das Kommando übernommen hat. Der Walfang ist ein noch junges Geschäft, die Gefahren unwägbar und die Konkurrenz unerbittlich. Und tatsächlich wird das Schiff überfallen. Aber auch Fenja ist in Gefahr: Joris' Bruder erzählt ihr, dass ihr Verlobter tot ist und drängt sie zur Heirat. Doch Fenja ist fest entschlossen, ihr Schicksal von nun an selbst in die Hand zu nehmen. Doch ihr Wunsch nach Freiheit hat dramatische Folgen …


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Brief an die Leser:innen

Brief von Claudia Schirdewan

Eine starke Lady mit einem großen Herzen!

Die Schmugglerlady Lisa McAbbey

England 1784. Die junge Lysia "erbt" überraschend den Schmugglerring ihres Vaters Lord Farley und kann so weiter den Lebensunterhalt der Familie sichern. Doch das Geschäft ist hart und gefährlich  und stellt Lysias Leben gehörig auf den Kopf. Glücklicherweise steht ihr mit Jack Ryder aber ein tatkräftiger neuer Helfer zur Seite. Jack ist zudem überaus gutaussehend und charmant – und lässt  Lysias Herz trotz aller Standesunterschiede höherschlagen. Doch dann reist der Earl of Darrington an. Sein Auftrag: Er soll dem Schmuggel in der Gegend endgültig einen Riegel vorschieben ... 



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Leseprobe

Die Schmugglerlady

Lisa McAbbey gibt spannende Hintergrundinformationen zum Schmuggel im 18. Jahrhundert

Im Laufe des 18. Jahrhunderts war der Schmuggel in England wegen der hohen Abgabenlast insbesondere auf Tee, Alkohol und Tabak zu einem solch lukrativen Geschäft geworden, dass sich weite Teile der Bevölkerung – vor allem in den Grafschaften Kent und Sussex wegen der Nähe zum Kontinent – auf die eine oder andere Weise daran beteiligten, von einfachen Fischern und Seeleuten über Kaufleute bis hin zu Beamten, Pastoren und sogar dem Adel.

Für die frühen 1780er Jahre wurde geschätzt, dass bloß für 42% des gesamten in Großbritannien konsumierten Tees sowie für 14% des Brandys Steuern und Zölle bezahlt worden waren. So gut wie in jedem Haushalt fanden sich illegal ins Land gebrachte Güter.

Die Regierung versuchte bereits seit Jahrzehnten, dem illegalen Treiben Herr zu werden, durch Einsatz von berittenen Zollbeamten, Dragonertruppen und den als „Revenue Cutter“ gefürchteten Fregatten, die entlang der Küsten patrouillierten, doch ohne großen Erfolg.

Die Gegend um Hastings war ein umtriebiger Schmugglerort, hier boten die zahlreichen Klippen, Buchten und Schluchten zwischen Galley Hill im Westen und Cliff End im Osten ideale Voraussetzungen für geheime Landungen. Mithilfe von Flaschenzügen und anderen Vorrichtungen wurde die Konterbande von oftmals nur schwer zugänglichen Stränden hinauf auf die hohen Klippen gehievt und danach bis zum Weitertransport in Kellern, auf Friedhöfen, in Kirchen oder in Scheunen und Höhlen versteckt. Londoner Händler engagierten Schmugglerbanden, um die Waren nach London zu bringen.

Erst der junge Premierminister William Pitt konnte das Übel, wenigstens teilweise, eindämmen. Das Parlament folgte im September 1784 seinem Vorschlag und erließ den Commutation Act, mit dem der Steuersatz für Tee von 119% auf 12.5% abgesenkt wurde. Damit war der Teeschmuggel nicht länger rentabel, gleichzeitig stiegen die Umsätze der Ostindien-Kompagnie, die das Monopol für Teeimporte innehatte, um das Dreifache an.

Im Zuge der bald folgenden Revolutions- und napoleonischen Kriege mit Frankreich wurden die Teesteuern, um die zur Kriegsfinanzierung nötigen Mittel zu beschaffen, wieder angehoben, weshalb Tee, zumindest eine Zeit lang, neuerlich zur rentablen Schmuggelware wurde.

Es dauerte dann noch mehrere Jahrzehnte, bis die britische Regierung den Schwarzhandel auf breiter Front eindämmen konnte; allerdings ist er bis zum heutigen Tage, abgesehen wohl von Tee, nicht gänzlich ausgerottet.

Eine Geschichte, die berührt — mitreißend und wortgewaltig erzählt

Die Jüdin von Magdeburg Ruben Laurin

Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen von Brandenburg. Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und des Christen erneut. Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann …

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Über Ruben Laurin

Ruben Laurin
© Stephan Cremer

Ruben Laurin ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors, der vor allem phantastische und historische Romane verfasst. Seine Faszination für die Geschichte der Stadt Magdeburg und die mittelalterliche Kirchenarchitektur brachten ihn auf die Idee, einen Roman über den Bau des Magdeburger Doms zu schreiben: Die Kathedrale des Lichts. Ruben Laurin lebt in der Nähe von Karlsruhe.

Ruben Laurin wurde für „Das weiße Gold der Hanse“ mit dem goldenen Homer ausgezeichnet und ist somit der Gewinner des HOMER-Literaturpreis für den besten historischen Roman aus dem Jahr 2019.

Sie will ein Leben retten – und muss dafür töten

Das Schicksal der Henkerin Sabine Martin (Autor), Dr. Helmut Pesch (Illustrator)

Rottweil, 1340. Die ehemalige Henkerin Melisande lebt mit ihrer Familie ein ruhiges, glückliches Leben. Bis sie der Hilferuf eines Mannes erreicht, der behauptet, ihr Bruder Rudger zu sein. Der aber ist seit Jahren tot, sie selbst hat ihn sterben sehen und seinen Mörder gerichtet. Hat sie sich damals geirrt? Ihr angeblicher Bruder sitzt unschuldig im Kerker von Esslingen, nur sie kann ihn retten. Kurzentschlossen reist Melisande zu ihm – und tappt in eine Falle, die nicht nur ihr eigenes Leben in höchste Gefahr bringt ...

Liebe, Hoffnung, Verrat, Intrigen – Sabine Martin macht das Mittelalter lebendig

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Interview mit den Autoren

Frau Klewe, Herr Conrath, Sie schreiben seit fast zehn Jahren als Duo unter dem gemeinsamen Autorennamen Sabine Martin. Viele von uns stellen sich den Schreibprozess als einen recht einsam, wenig gesellig vor. Deshalb ganz direkt gefragt: Wie kann man zu zweit an einem Roman arbeiten? Wie teilen Sie sich die Arbeit auf? Und was sind dabei die besonderen Herausforderungen?

Wir entwickeln gemeinsam die Figuren und die Geschichte, dann schreiben wir abwechselnd jeweils ein paar Kapitel. Wer an der Reihe ist, darf alles nach Belieben ändern und umschreiben. Das geht so lange hin und her, bis wir beide mit dem Ergebnis zufrieden sind. Eine Herausforderung ist, dass wir bei Meinungsverschiedenheiten (ja, die gibt es wirklich), so lange diskutieren, bis wir uns einig sind. Das kann manchmal dauern, aber in der Regel kommen wir bei einer langen Autofahrt, bei einer Wanderung oder einem Spaziergang am Meer schnell zu einer Einigung. Manchmal muss eine Idee aber auch ein paar Tage reifen.

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Über Sabine Martin

Sabine Martin
© Sabine Martin

Hinter Sabine Martin verbirgt sich ein erfahrenes Autorenduo. Martin Conrath hat bereits zahlreiche Thriller und Kriminalromane veröffentlicht, von denen einer als „Tatort“ verfilmt wurde. Sabine Klewe verfasste mehrere aktuelle und historische Kriminalromane, von denen einige zu Bestsellern wurden. Daneben arbeitet sie als Übersetzerin und Dozentin. Die Autoren leben und schreiben in Düsseldorf.

Eine junge Sattlerin kämpft um ihre Freiheit und für die Liebe

Die Gabe der Sattlerin Ralf H. Dorweiler

Ein farbenfroher Roman um eine junge Sattlerin, einen bekannten Dichter und ein Gestüt, das Pferdefreunde bis heute fasziniert

1781. Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen die edelsten Pferde der Welt züchtet. Damit sie bleiben darf, muss Charlotte einen prunkvollen Sattel für seinen Lieblingshengst fertigen. Doch die Zeit dafür ist knapp bemessen, zumal ein Regimentsarzt, eine Räuberbande und der Sohn des Gestütsleiters für gefährliche Verwicklungen sorgen. Kann Charlotte sich in ihrem neuen Leben behaupten?

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Ralf H. Dorweiler - ein Autor recherchiert

Über Ralf H. Dorweiler

Ralf H. Dorweiler
© Daniela Bianca Gierok

Ralf H. Dorweiler wurde 1973 in der Nähe der Loreley geboren. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln zog es ihn in den Südschwarzwald. Dort arbeitete er als Redakteur für eine große Tageszeitung und schrieb parallel Romane. Erfolgreich wurde er mit einer Reihe mit sieben Kriminalromanen und einem außergewöhnlichen Reiseführer. 2017 wechselte er ins historische Fach; seither begeistert er auch in diesem Genre seine Leser. Mittlerweile widmet er sich ausschließlich der Schriftstellerei. Dorweiler ist mit einer Opernsängerin verheiratet und Vater eines Sohnes.

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