Der schlauste Mann der Welt
 - Andreas Eschbach - Taschenbuch

ab
30.08.2024
erhältlich

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14,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Literarische Unterhaltung
ISBN: 978-3-404-19314-1
Ersterscheinung: 30.08.2024

Der schlauste Mann der Welt

Ein Roman, der zeigt, dass Arbeit nicht alles im Leben ist

(28)

Jens Leunich besitzt nur so viel, wie in zwei Koffer passt – und außerdem genug Millionen auf dem Konto, um sein ganzes Leben in den Luxushotels der Welt zu verbringen. Abgesehen davon tut er – nichts. Gar nichts. Denn nichts zu tun, hat er erkannt, ist der beste Weg, die Welt zu retten. Bloß ist nichts zu tun nicht so einfach, wie die meisten denken. Diese und andere schlaue Einsichten will er nun niederschreiben – doch ganz gegen seine Gewohnheiten muss er sich damit beeilen, denn er hat nur noch zehn Tage zu leben …

Rezensionen aus der Lesejury (28)

jasbr jasbr

Veröffentlicht am 31.03.2023

Witzig, skurril, Eschbach

Ich konnte mir unter diesem Buch erstmal nichts vorstellen, aber der Klappentext klang interessant und ich kenne keine schlechten Bücher von Andreas Eschbach. Was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Das ... …mehr

Ich konnte mir unter diesem Buch erstmal nichts vorstellen, aber der Klappentext klang interessant und ich kenne keine schlechten Bücher von Andreas Eschbach. Was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Das Buch ist super geschrieben, die Idee originell, mal etwas ganz anderes. Ich hatte es an einem Tag durchgelesen!

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kupfis_buecherkiste kupfis_buecherkiste

Veröffentlicht am 25.03.2023

Wichtige Diskussionsgrundlage

Andreas Eschbach schätze ich schon seit Jahren für seine Fähigkeit, besondere Themen so aufzubereiten, dass sie auch verständlich für die Leserschaft ist, die sich mit bestimmten Themen nicht oder nicht ... …mehr

Andreas Eschbach schätze ich schon seit Jahren für seine Fähigkeit, besondere Themen so aufzubereiten, dass sie auch verständlich für die Leserschaft ist, die sich mit bestimmten Themen nicht oder nicht ausreichend auskennen. Eschbach greift Fragen auf, auf die es erstmal kein eindeutiges richtig oder falsch gibt. So auch im neuen Buch mit dem Titel „der schlauste Mann der Welt“.

Wie so vielen jungen Menschen ergeht es Jens Leunich: was fängt man mit seinem Leben an? Welchen Beruf ergreift man und wie wäre es, wenn man so viel Geld besitzen würde, so dass man nicht mehr arbeiten müsste? Bei einem Gelegenheitsjob gelingt es Leunich auf dreiste und fast unglaubliche Weise, eine horrende Summe Geld auf sein Konto zu transferieren. Ihm gelingt die Flucht. Es sind bange Wochen, in denen er aus Angst nicht lange an einem Ort bleibt, oft die Hotels und Länder wechselt, um seine Spur zu verwischen. Und doch: es verfolgt ihn scheinbar keiner. Schnell wird klar: richtig angelegt arbeitet das Geld für ihn, während er nicht arbeiten muss. Stattdessen: er kann nichts tun. So richtig nichts. Kein Buch lesen, kein Sport, maximal eine Reise ins nächste Luxushotel. Gutes Essen und eine lose Gesellschaft ist das einzige, was Leunich sich gönnt. Kontakt hält er weder zur Familie noch zu Freunden, nur allein zu seinem Finanzberater. Eine Beziehung raubt ihm fast das ganze Vermögen, der Sohn des Finanzberaters und eine Finanzkrise tun ihr übriges: Leunichs Luxusleben steht vor dem Aus. Ähnlich einem Geständnis will er seine Memoiren aufschreiben. Und gibt sich dafür Tage, bevor er sein Leben beenden will.

Leunichs Geschichte ist eine fiktive, die mich hat lange nachdenken lassen. Das Thema des Nichts tun ist so vielschichtig. Allein der Fakt, wieviel man zum Leben benötigt. Hier hat jeder Mensch andere Bedürfnisse aufgrund unterschiedlichster Lebenssituationen. Ob Kinder, Hobbys, usw: hier berechnet jeder seinen Grundbedarf anders. Aber benötigt man diesen Grundbedarf überhaupt, wenn man nichts tut? Denn auch um das reine Nichtstun und dessen Auswirkungen geht es hier in diesem Buch. Was bedeutet nichts tun? Keinen Hobbys frönen. Also kein Sport, kein Lesen, kein Häkeln. Vielleicht wie Jens Leunich es tut: meditieren. Vielleicht noch in ein anderes Hotel umziehen. Aber sonst: nichts. Ich habe mir die Frage tatsächlich selbst gestellt: was, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest, und ein bedingungsloses Grundeinkommen hättest: womit würdest du deine Zeit verbringen? Endlich mal den Bücherstapel angehen? Mal die Pullis häkeln, die seit Monaten ihr trauriges Dasein fristen? Oder wird einem so schnell langweilig, dass man doch wieder was lernen will, arbeiten, reisen, Sport treiben? Nicht jeder Mensch ist für das Still sitzen geschaffen. Der Ansatz, dass sich viele Probleme lösen, wenn man nicht mehr arbeitet, kann ich nur bedingt zustimmen. Sicherlich, man muss sich nicht mit dem Weg zur Arbeit oder den Kollegen auseinander setzen. Aber was, wenn keiner mehr arbeitet? Wer stellt Lebensmittel her? Und wie versorgen wir uns mit den lebensnotwendigen Mitteln? So muss ein Teil doch arbeiten. Aber hier stellt sich auch die Frage: was ist ein gerechter Lohn? Welche Arbeit ist wieviel wert? Wir sind mit vielen Themen leider noch nicht so weit, wie wir sein könnten und müssten.

Das Thema, das der Autor Andreas Eschbach hier anspricht, ist so vielschichtig, und eine für alle abschließende und vor allem gerechte Lösung wird es vorerst nicht geben. Dafür ist das Thema zu komplex. Aber: die Diskussion ist wichtig, wie wir in Zukunft unsere Freizeit, aber auch unsere Arbeitswelt gestalten wollen.

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Honigmond Honigmond

Veröffentlicht am 19.03.2023

Nur noch 10 Tage

„Der schlauste Mann der Welt“ von Andreas Eschbach als Hörbuch, gesprochen von Matthias Koeberlin. Die Handlung dreht sich um einen Mann namens Jens Leunich. Jens ist ein reicher Mann und viel auf Reisen. ... …mehr

„Der schlauste Mann der Welt“ von Andreas Eschbach als Hörbuch, gesprochen von Matthias Koeberlin. Die Handlung dreht sich um einen Mann namens Jens Leunich. Jens ist ein reicher Mann und viel auf Reisen. Sein Geld gut angelegt, führt er ein nahezu sorgenfreies Leben. Doch hin und wieder ziehen in seinem Leben dunkle Wolken auf. Jetzt sitzt er allein in einem Hotelzimmer seines Lieblingshotels und zählt seine letzten Tage. Beginnt von seinem Leben der letzten Jahre zu erzählen, wie sein Reichtum begann und wieso er nun seine letzten Tage zählt den allerletzten Tag genauestens plant. Der Autor hat hier eine sehr detaillierte Handlung erschaffen, welche man gut nachvollziehen kann und mit dem Protagonisten zeitweise sogar Mitgefühl entwickelt, aber bis zu diesen wenigen Stellen des Mitgefühls eine Achterbahn der Gefühle durchläuft. Der Hörer wird während der Handlung immer wieder vor die Frage gestellt, ob das bisherige Leben von Jens wirklich gut gelaufen ist oder eher nicht, ob man Verständnis oder eher Unverständnis haben soll. Man wird in eine Welt entführt, die kein alltägliches Leben ist, sondern doch recht fern von der Realität abläuft. Man wird auch das ganze Buch über immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob Jens der schlauste Mann der Welt ist oder ob er seinen Weg bzw. Plan doch nicht ganz zu Ende gedacht hat. Doch am Ende passiert etwas, womit man nicht wirklich gerechnet hat und wieder ploppt die Frage mit dem schlauesten Mann der Welt auf.
Der Sprecher Matthias Koeberlin hat eine wunderbare dunkle, aber auch sanfte Stimme, welche die Geschichte gut rüberbringt und dem ich hätte noch stundenlang zuhören können. Die Handlung und die Sprecherstimme harmonieren wunderbar. Die Handlung selbst ist spannend, aber auch unterhaltsam gehalten und regt immer wieder zum Nachdenken an. Mir hat das Hörbuch gut gefallen und ich werde es wohl noch einmal anhören, da meine, dass man es erst richtig fassen kann, wenn man es mindestens ein zweites Mal gehört hat. Ich vergebe 5 Sterne für eine unnormal geniale Geschichte, welche auch zum Nachdenken anregt.

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kuttl kuttl

Veröffentlicht am 19.03.2023

Die (fast) schlaueste Rezension zum Hörbüch "Der schlauste Mann der Welt" von Andreas Eschbach

In diesem Hörbuch von Andreas Eschbach werden die letzten Tage des Lebens von Jens Leunich beschrieben und man bekommt in Rückblicken einen Eindruck, wie er in diese Situation kam und warum er nicht mehr ... …mehr

In diesem Hörbuch von Andreas Eschbach werden die letzten Tage des Lebens von Jens Leunich beschrieben und man bekommt in Rückblicken einen Eindruck, wie er in diese Situation kam und warum er nicht mehr so lange zu leben hat. Nebenfiguren spielen keine große Rolle - die Erzählungen, die Erinnerungen, der Hauptperson sind lustig, interessant, spannend und im positiven Sinn verrückt genug.

Die Ich-Erzählung beginnt auf der Terrasse einer Hotelsuite und tatsächlich erfährt man recht schnell, wieso Jens Leunich nur noch wenige Tage lebt. Wie er sich überhaupt seinen Lebensstil - er arbeitet nicht, reist "nur" von Luxushotel zu Luxushotel - leisten kann und wird dann aufgeklärt, wie er zu diesem Lebensstil kam.

Die Vokabel "verrückt" trifft es meiner Meinung nach sehr gut - und dazu passt als Kontrast die blasierte, ruhige, "versnobte" Erzählerstimme von Matthias Koeberlin. Die Stimme klingt im Wortsinn sehr abgeklärt, überlegt. Hier hat und macht sich jemand weiterhin Gedanken über den Sinn seines Daseins. Sehr originell und wenn auch abgedreht, dann doch im Bereich des Möglichen.

Die Laufzeit von 279 Minuten kann man in einem Rutsch durchhören - ich wollte es sogar, die Zeit habe ich vergessen, sie verging so schnell, weil die Story sehr, sehr kurzweilig ist. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, obwohl - wie schon oben beschrieben - überraschend früh der vermeintliche Plot aufgelöst ist.

An einer Stelle hatte eine CD einen technischen Aussetzer von wenigen Sekunden, auf die Entwicklung der Geschichte hat dieses Problem keine Auswirkung, der Hörer verpasst nichts.

In jedem Fall gibt es von mir volle fünf Sterne! Andreas Eschbach trifft einmal mehr voll meinen Geschmack. Besonders gefällt mir auch die Stimme von Matthias Koeberlein. Ich habe den Eindruck, dem Sprecher gefällt die Vorstellung, persönlich auch so zu leben und er bringt daher die Stimmung richtig toll rüber. Wenn es einen Kritikpunkt geben muss, so finde ich persönlich die Covergestaltung nicht so gelungen - aber das ist, wie alles, Geschmackssache. Letztlich kommt es auf den Inhalt an.

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Bookwalker Bookwalker

Veröffentlicht am 19.03.2023

Mit zwei Worten: Genial gut.

Das Hörbuch „Der schlauste Mann der Welt“ von Andreas Eschbach, gelesen von Matthias Köberlin handelt von Jens Leunich, einem Lebenskünstler, der als junger Mann herausfindet, was er vom Leben möchte und ... …mehr

Das Hörbuch „Der schlauste Mann der Welt“ von Andreas Eschbach, gelesen von Matthias Köberlin handelt von Jens Leunich, einem Lebenskünstler, der als junger Mann herausfindet, was er vom Leben möchte und wie er sein Ziel erreichen kann. Er schreibt sein Leben innerhalb von 10 Tagen auf, um eine Erklärung für dessen Ende zu liefern. Denn nach diesen 10 Tagen wird er tot sein.

Ein Durchschnittsleben ist nichts für ihn; dies erkennt er früh nach seinem Abitur. Eine Indienreise mit seinem Freund beeinflusst ihn und hinterlässt nachhaltigen Eindruck. Durch aufeinander folgende Zufälle, Entscheidungen und Intuition gelangt er in die für ihn richtige Gesellschaft, in die richtige Branche und tut sich mit Menschen zusammen, die ihn seinem Ziel näher bringen. Ein Augenblick, ein Coup, der sein Leben für immer verändern wird. Er hat es geschafft.

Wir als Hörer begleiten Jens mit der sanften und ruhigen, melodischen Stimme des Sprechers Matthias Köberlin auf seiner Reise durch ein außergewöhnliches, spannendes Leben, fiebern mit ihm, hoffen für ihn, bangen um ihn und wünschen ihm, sich durch den Dschungel der Verstrickungen zu winden, seinem eigens gewählten Schicksal zu entkommen.

Im Grunde lebt er den Traum von vielen Menschen, verkörpert unsere Sehnsüchte mit einer Spur kindlicher Abenteuerlust, charmantem Schuldbewusstsein und einer gehörigen Portion Schelm dabei.
Man kann ihm nicht böse sein. Seine Erkenntnisse, seine Weisheiten beleuchten eine ganz unübliche Seite des gesellschaftlichen Denkens. Eine neue, erfrischende Perspektive, in der Wahrheit und Weisheit steckt. Faulheit und Egoismus werden neu definiert, ebenso Besitztum und die damit einhergehendeUnfreiheit des Menschen.

Es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille und viele Schattierungen.

Mir war der Protagonist sofort sympathisch, zugegebenermaßen hat bestimmt auch die wohlklingende Stimme des Sprechers darauf Einfluss gehabt. Die Spannung bleibt auf höchstem Niveau aufrecht, weil man natürlich direkt zu Anfang eine schlimme Vorahnung auf das Ende bekommt. Somit sitzt man mit fast klopfendem Herzen da und lauscht den unvorhersehbaren Wendungen; einem vergeht genau wie Jens Leunich die Zeit der letzten ihm verbleibenden Lebtage viel zu schnell und so wird das Hörbuch zu einem sehr kurzweiligen Hörgenuss.

Clever, spitzbübisch, schelmisch, mutig, angespannt und doch auch tiefenentspannt meistert er sein eigenes nicht ganz so bescheidenes Leben, passt sich in kürzester Zeit in seine neue, selbst geschaffene Rolle ein und löst durchaus meine Bewunderung aus. Seine tiefgründigen Gedankengänge haben mich berührt.

Eine überaus gelungene, wie unterhaltsame und neuartige Idee von einem Autor, den ich zuvor noch nicht kannte.
Dies hat sich jetzt schlagartig geändert und ich werde mit absoluter Sicherheit weitere Bücher von diesem genial ausgefuchsten Autor lesen oder hören.

Die Geschichte hat mich sprachlos gemacht, umgehauen und sie ging viel zu schnell vorbei. Meinen größten Respekt an dieses kongeniale Team. Ich bin begeistert!

Eschbach hat einen neuen Fan!

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, verheiratet, schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller DAS JESUS-VIDEO, gefolgt von Bestsellern wie EINE BILLION DOLLAR und AUSGEBRANNT, mit denen er endgültig in die Top-Riege der deutschen Autoren aufgestiegen ist. Sein Roman NSA – NATIONALES-SICHERHEITS-AMT befasst sich mit der brisanten Frage: Was wäre, wenn es im dritten Reich bereits Computer, das Internet und Soziale Medien gegeben hätte – und deren …

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