Die Mission des Kreuzritters
 - Ulf Schiewe - PB
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16,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Historische Romane
525 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2759-1
Ersterscheinung: 26.11.2021

Die Mission des Kreuzritters

Historischer Roman

(41)

Der Tempelritter und die Thronerbin – Abenteuer, Kampf und Liebe im Heiligen Land

Jerusalem, 1129. Als älteste Tochter des Königs soll Melisende einst die Krone erben und über das Heilige Land herrschen. Den von ihrem Vater ausgesuchten Bräutigam lehnt die eigenwillige junge Frau jedoch vehement ab. Heimlich verlässt sie mit einer Eskorte die Stadt. Doch sie kommt nicht weit. Ihre Reisegruppe wird überfallen, ihre Wache getötet, sie selbst als Geisel verschleppt. Um sie zu retten, schickt König Baudouin den Tempelritter Raol de Montalban aus. Bald merkt er: Gefahr droht von mehr als einer Seite ...

Ein packender Roman über einen mutigen Tempelritter und eine ungewöhnliche Frau des 12. Jahrhunderts: Melisende von Jerusalem

Rezensionen aus der Lesejury (41)

Klusi Klusi

Veröffentlicht am 04.06.2022

Wieder ein sehr fesselnder Roman von Ulf Schiewe

Mit diesem neuen Roman setzt Ulf Schiewe seine Montalban-Reihe fort. Bei dem Tempelritter Raol de Montalban handelt es sich um den Sohn von Jaufré de Montalban aus dem früheren Roman „Der Bastard von Tolosa“, ... …mehr

Mit diesem neuen Roman setzt Ulf Schiewe seine Montalban-Reihe fort. Bei dem Tempelritter Raol de Montalban handelt es sich um den Sohn von Jaufré de Montalban aus dem früheren Roman „Der Bastard von Tolosa“, den ich zwar noch nicht gelesen habe, aber durch Rückblicke und Erzählungen Raouls erfährt man recht gut, wie es zum Bruch mit seiner Familie kam. Bisher kannte ich aus der Montalban-Reihe nur „Die Hure Babylon“, wo es um Raouls Neffen geht. Mit diesem vierten Roman hat die Reihe eine gute und informative Ergänzung erhalten. Raol de Montalban muss eine brisante Mission erfüllen. Baudouin II., der König von Jerusalem, betraut ihn mit dem Auftrag, seine Tochter Melisende zu finden und zurück zu holen. In dem Bestreben, einer Heirat mit Folques d‘Anjou zu entgehen, machte sich diese, seine älteste Tochter und Thronerbin, mit dem Vorwand auf, ihre Schwester Alice in Antiochia zu besuchen. Leider werden sie unterwegs überfallen, ihre Eskorte getötet und sie als Geisel genommen und in den Harem des Emirs von Schaizar verschleppt. Sie zu finden und nach Hause zu bringen, wird für Raoul zu einem gefährlichen Abenteuer, das einerseits mit großen Verlusten einher geht, aber auch lange verloren geglaubte Empfindungen und Erinnerungen in ihm weckt.

Die Geschichte, die der Autor erzählt, ist fiktiv, aber bei den meisten der Charaktere handelt es sich um historisch reale Persönlichkeiten. Raol de Montalban hat es nicht gegeben, aber Melisende von Jerusalem hat wirklich gelebt und von ihrem Vater die Krone geerbt, als Baudouin zwei Jahre nach der Zeit, in der dieser Roman spielt, starb. Es ist dem Autor wieder einmal gelungen, mir auf sehr interessante und fesselnde Weise historisches Wissen nahe zu bringen, denn rund um die fiktive Handlung werden in den Dialogen oft reale Ereignisse erzählt und alles sehr autenthisch verknüpft.

Die Charaktere sind vielschichtig und interessant, und vor allem Raoul war mir sehr sympathisch, denn er ist ein Mensch mit rauer Schale und einem guten Herzen, der sich viele Gedanken um Gott und die Welt macht und nichts als gegeben hinnimmt, sondern vieles hinterfragt. Als er Melisende während ihrer gemeinsamen, sehr abenteuerlichen und gefährlichen Reise, an seinen Gedanken teilhaben lässt, gibt sie ihre anfängliche Abneigung und Skepsis ihm gegenüber auf, und es entspinnen sich aufschlussreiche und tiefschürfende Gespräche zwischen den Protagonisten. Melisende ist eine starke, intelligente und rebellische Frau, die sich in einer von Männern regierten Welt nicht gerne unterordnet. Man kann sich sehr gut in die damalige Zeit hinein versetzen, und die politischen Gefüge werden ausgezeichnet erklärt. Über Melisende von Jerusalem und ihre Familie wusste ich vorher nichts, so habe ich durch diesen Roman wieder einiges dazu gelernt, auch über den damals noch sehr jungen Templerorden, der in der Geschichte eine wichtige Rolle einnimmt. Gerade diese starke Beziehung der Handlung zur historischen Realität gefällt mir so gut an Ulf Schiewes Romanen, und auch diese Geschichte hat mich nicht enttäuscht, sowohl was Unterhaltung und Spannung betrifft als auch durch den Gewinn an historischem Wissen über das 12. Jahrhundert im Heiligen Land, der mit der Lektüre einher geht.

Eine Karte auf den inneren Buchklappen zeigt Melisendes Reiseroute sowie eine Übersicht über die Staaten der Kreuzfahrer entlang der Mittelmeerküste. Im Anhang gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis, aus dem man gut ersehen kann, welche Charaktere real und welche fiktiv sind, und ein Glossar erklärt wichtige Begriffe und Bezeichnungen aus dem Buch. Alles in allem war dieser Roman für mich ein fesselndes und historisch interessantes Lesevergnügen.

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Leseigel Leseigel

Veröffentlicht am 25.01.2022

Gelungene Mischung aus Fiktion und Historie

Königstochter Melisende, die es tatsächlich gab, soll aus Staatsräson einen Mann heiraten, der alles verkörpert, was sie ablehnt und der aus seiner abschätzigen Meinung über Frauen kein Hehl macht.

Um ... …mehr

Königstochter Melisende, die es tatsächlich gab, soll aus Staatsräson einen Mann heiraten, der alles verkörpert, was sie ablehnt und der aus seiner abschätzigen Meinung über Frauen kein Hehl macht.

Um der Heirat zu entgehen, flieht Melisende und wird dadurch gegen ihren Willen zum Spielball der rivalisierenden Gruppierungen im Heiligen Land. Retter aus höchster Not ist der Tempelritter Raol, den es leider nie gegeben hat.

Raol verkörpert das, was man sich unter einem vorbildlichen Ritter vorstellt. Sein Leben war nicht einfach. Auf dem Schlachtfeld wurde er schwer verwundet. Dennoch ist nicht Rache die Triebfeder für sein Handeln. Töten ist notwendig, um das eigene Leben und das von Schutzbefohlenen zu retten. Er sieht die Rolle der Christen im Heiligen Land nicht verklärt und auch sein Verhältnis zu Gott ist nicht so ungetrübt, wie man es von einem Tempelritter erwarten würde. Und er sieht gut aus, was für den Fortgang der Geschichte nicht hinderlich ist. Raol und Melisende kommen sich entgegen aller Konventionen und Standesunterschiede näher.

Wer jetzt gelangweilt abwinkt, weil er keine Liebesgeschichten mag, liegt mit seiner Einschätzung völlig falsch.

Ja, es gibt eine kurze Liebesepisode, aber wer bis zu diesem Punkt des Romans gelesen hat, hat einen wilden Parforceritt mit Intrigen, Überfällen, blutigen Kämpfen und interessanten Einblicken in die damaligen machtpolitischen Verhältnissen im Heiligen Land hinter sich.

Ich war ganz froh über diesen Moment der Entspannung und habe Melisende diese Glückserfahrung von Herzen gegönnt.

Was mir am Roman neben der packenden Handlung ganz besonders gefallen hat, war der Erzählstil. Der Autor kann mit Worten sehr lebendige Bilder malen, so dass ich glaubte meine Umgebung zu riechen, zu schmecken und zu hören. Ein sehr anschauliches Beispiel ist die Beschreibung des Jerusalemer Basars .

Mich hat das Buch völlig für sich eingenommen. Es war geschichtlich interessant. Es gab einen guten Spannungsbogen. Raol war eine sympathische Figur, die mir ein wenig Herzklopfen beschert hat und Melisende entwickelt sich zu einer Frau, der man zutraut, ein Königreich zu regieren.

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lielo99 lielo99

Veröffentlicht am 11.01.2022

Ein spannendes Buch über Melisende, die Königin von Jerusalem

Im Jahr 1129 war König Balduin II. Herrscher über Jerusalem. Da er keine Söhne hatte, sollte seine älteste Tochter Melisende den Thron erben. Das konnte sie aber nur, wenn sie einen entsprechend geschulten ... …mehr

Im Jahr 1129 war König Balduin II. Herrscher über Jerusalem. Da er keine Söhne hatte, sollte seine älteste Tochter Melisende den Thron erben. Das konnte sie aber nur, wenn sie einen entsprechend geschulten Ehemann zur Seite hat. So dachte Balduin. Aber seine Tochter widersprach ihm ausdrücklich. Wenn sie schon heiraten muss, dann nur einen Mann, den sie liebt. Ihr Vater lässt sich nicht umstimmen und Melisende flieht vor Vater und Bräutigam in die Fremde. Nach ihrer Gefangennahme schickt König Balduin den Tempelritter Raol de Montalban auf die Suche nach ihr. Ein gefährliches Abenteuer liegt vor dem Ritter und der Königstochter.

Ulf Schiewes Bücher gefallen mir so gut, weil er sich einer lebendigen Sprache bedient. „Die Mission des Kreuzritters“ ist spannend geschrieben und zugleich lebt es von historischen Fakten, die mir so nicht bekannt waren. Melisende war ja tatsächlich Königin von Jerusalem und setzte sich damals schon gegen viele Widrigkeiten durch. Bereits damals war Jerusalem ein hart umkämpfter Ort. Viele Männer starben auf dem Weg zur Heiligen Stadt. Das und noch etliche Fakten mehr, beschreibt Herr Schiewe sehr genau.

Was mir ganz besonders gut gefiel, das waren die Beschreibung von Stätten und Landschaft. Etwa die Geburtskirche in Bethlehem erstand beim Lesen vor meinem geistigen Auge. Das gilt ebenfalls für Jerusalem und seine Gassen und Gebäude, wie etwa der Palast des Königs. Der Blick in Ebenen und über Hügel, die duftenden Blumen, ja, auch das konnte ich riechen und sehen. So ist das, wenn ich völlig in einem guten Buch versinke.

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Philiene Philiene

Veröffentlicht am 10.01.2022

Spannender Roman zur Zeit der Kreuzritter

Endlich Mal wieder ein spannender Mittelalterroman. Ulf Schiewe schafft es in seinem perfekt recherchierten Roman Fiktion und Historie zu einem spannenden Roman zu verweben.
Es geht um Melisande von Jerusalem, ... …mehr

Endlich Mal wieder ein spannender Mittelalterroman. Ulf Schiewe schafft es in seinem perfekt recherchierten Roman Fiktion und Historie zu einem spannenden Roman zu verweben.
Es geht um Melisande von Jerusalem, sie hat wirklich gelebt und war auch die Thronerbin ihres Vaters. Auch der Bräutigam vor dem sie in diesem Roman flieht entspricht der Wirklichkeit. Der Kreuzritter Raul entspringt allerdings der Phantasie des Autors.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, ich liebe Mittelalterromane, allerdings ist das Thema Jerusalem eher Neuland für mich. Daher haben mir die Einblicke in den Hof von Melissa des Vater und vor allem an den des Emirs sehr gefallen. Besonders lebhaft sind mir da die Szenen im Haaren in Erinnerung geblieben und die großen Unterschiede in den verschiedenen Hoffhaltungen.
Die Charakter waren sehr lebensnah beschrieben und vor allem Melisandes Wandlung im Laufe der Handlung fand ich sehr gelungen.
Ein Roman für alle die gut recherchierte, spannende Romane mögen.

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buchnarr buchnarr

Veröffentlicht am 30.12.2021

Spannender Mittelalter-Abenteuer-Roman

Dieser neue historische Roman ist Teil der Familie Montalban-Reihe, die mit „Der Bastard von Tolosa“ seinen Anfang nimmt und mit „Die Comtessa“ und „Die Hure Babylon“ als die Teile 3 und 4 seine weitere ... …mehr

Dieser neue historische Roman ist Teil der Familie Montalban-Reihe, die mit „Der Bastard von Tolosa“ seinen Anfang nimmt und mit „Die Comtessa“ und „Die Hure Babylon“ als die Teile 3 und 4 seine weitere Fortsetzung findet.
Dieser Roman spielt im Jahr 1129 zur Zeit der Kreuzzüge, und die eigenwillige Tochter Baudouin II., Melisende, soll verheiratet werden. Doch das widerstrebt ihr gehörig und so flieht sie kurzerhand zu ihrer Schwester Alice nach Antiochia. Doch das dies alles andere als ein Spaziergang wird muss Melisende als bald feststellen. Um die zu allem bereite Tochter gesund nach Hause zu bringen, beauftragt Baudouin II. seinen treu ergebenen Tempelritter Raol de Montalban mit dieser Aufgabe. Und wie sich diese Reise zum ungewollten Abenteuer entwickelt, das müsst ihr schon selber lesen – es lohnt sich wirklich. Denn neben der ereignisreichen Reise von Melisende und Raol, beeindruckt der Roman durch seine detailreichen und atmosphärisch dichten Eindrücke von Land und Leuten und so wird das Mittelalter sehr bildgewaltig zum Leben erweckt. Eine Vielzahl von Handlungsorten und Charakteren bekommt der Leser sehr überzeugend präsentiert. Aber auch Schilderungen von Schlachten und politischen Verhandlungen sind in die Handlung eingebunden. Hier merkt man, wie akribisch Ulf Schiewe sich mit der Thematik Kreuzzüge auseinandergesetzt hat um den fiktiven Romanteilen historisch Verbrieftes an die Seite zu geben. Und genau dieses Zusammenspiel prägt die Handlung und gibt ihr gleichzeitig eine überzeugende Basis.
Fazit: „Die Mission des Kreuzritters“ ist ein Mittelalter-Abenteuer-Roman, der mit starken Charakteren, einer spannenden, teils historisch belegten Handlung und einem mitreißenden Schreib- und Erzählstil bei mir punkten konnte. Mich hat Teil 2 der Montalban-Reihe wirklich sehr gut unterhalten und deshalb vergebe ich auch gern 5 von 5 Sterne.

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Autor

Ulf Schiewe

Ulf Schiewe - Autor
© björn marquart (www. fotomarquart.de)

Ulf Schiewe wurde 1947 im Weserbergland geboren und wuchs in Münster auf. Er arbeitete lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen und lebte über zwanzig Jahre im Ausland, unter anderem in der französischen Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war Ulf Schiewe ein begeisterter Leser, zum Schreiben fand er mit Ende 50. www.ulfschiewe.de

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