Als hätte der Himmel mich vergessen
 - Amelie Sander - Taschenbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

10,00

inkl. MwSt.

Lübbe Sachbuch
Taschenbuch
Erfahrungen
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-60925-3
Ersterscheinung: 13.01.2017

Als hätte der Himmel mich vergessen

Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus
Co-Autor: Beate Rygiert

(43)

Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie „Mama“ nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu essen und zu trinken, wird eingesperrt, gequält und erniedrigt. Wenig, das ihr nicht bei Strafe verboten ist. Erst spät findet Amelie heraus, was mit ihrer leiblichen Mutter geschehen ist. Als sie schon fast alle Hoffnung verloren hat, gelingt ihr mit 21 Jahren endlich die Flucht ...

Rezensionen aus der Lesejury (43)

beebuchkind beebuchkind

Veröffentlicht am 29.04.2021

Es ist schockierend. Es wird dich sprachlos machen.

Ich habe noch kein Buch gelesen was mich so verdammt wütend, traurig und sprachlos gemacht hat.
Es handelt sich nicht um irgendetwas fiktives, sondern um eine Realität, welche Tag täglich hinter geschlossenen ... …mehr

Ich habe noch kein Buch gelesen was mich so verdammt wütend, traurig und sprachlos gemacht hat.
Es handelt sich nicht um irgendetwas fiktives, sondern um eine Realität, welche Tag täglich hinter geschlossenen Türen abspielt.
@ameliesander_autorin wurde ihrer Kindheit beraubt. Von einer Stiefmutter, wo mir beim Wort „Mutter“ echt die Kotze hoch kommt. Und einem "Vater", die es sich beide zur Aufgabe gemacht haben, ohne jeglichen Grund, ein Kind von klein auf an zu zerstören.
Vorallem die "Mutter".

Nicht genug, dass sie sie fast körperlich zerstörte, nein, ihre Seele war ihr Ziel.

Und keiner hat es mitbekommen. Oder mitbekommen wollen!
Das System hat hier total versagt. So viele Kinder sind schon in den Fängen ihrer Eltern zu Grunde gegangen. Diese Anonymität in der wir leben, schafft solchen Menschen ein Paradies für ihre kranken Spielchen.
Deswegen sage ich es immer und immer wieder "schaut nicht weg, habt die Augen offen und fühlt euch bereit und verantwortlich zu helfen".

Amelie ist in der Hölle groß geworden. Sie wurde so hart geschlagen, dass sie ihr Bewusstsein verlor. Sie wurde täglich gedemütigt und psychisch terrorisiert, so dass sie gar nicht mehr wusste was noch richtig oder falsch war.
Wenn ihr dieses Buch lest, wird es euch die Sprache verschlagen.

Ich kenne sie nicht, aber ich bin so wahnsinnig stolz auf @ameliesander_autorin , dass sie durchgehalten hat. Das sie überlebt hat.
Für mich ein Wunder! Danke, dass du deine Geschichte mit der Welt teilst. Ich hoffe, dass viele nachdenken und ihre Augen wieder mehr auf ihre Mitmenschen richten.
Rettet die Seelen, wenn sie es selbst nicht können!

Ein Buch voller tragischer Erinnerungen, die einen beim Lesen betäuben. Und einem Ende das Menschen, mit solchen Erfahrungen, Hoffnung geben soll.
Gibt niemals auf, egal wie schwer das Leben auch sein mag.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

IlonaD IlonaD

Veröffentlicht am 25.04.2021

Schonungslos und ehrlich

Amelie wird in den 60er Jahren geboren wo in Deutschland die Gesetzeslage noch eine andere war. Daher blieben wohl auch die quälen die sie ausgesetzt war solange ungeachtet

Dennoch gab es immer wieder ... …mehr

Amelie wird in den 60er Jahren geboren wo in Deutschland die Gesetzeslage noch eine andere war. Daher blieben wohl auch die quälen die sie ausgesetzt war solange ungeachtet

Dennoch gab es immer wieder Menschen die ihr scheinbar helfen wollten doch immer wieder kam sie zurück in die Fänge ihrer Stiefmutter, was auch daran lag, dass diese Amelie total psychisch kontrollierte und manipulierte.

Auch war ihre Stiefmutter in der Lage anderen Menschen ein völlig anderes Bild zu vermitteln, welches diese auch schnell annahmen, vermutlich weil viele sich gar nichts anderes vorstellen wollten.


Das Buch ist zweigeteilt, einmal wird über Amelies Kindheit geschrieben, jedoch eher als Rückblende und dann ist das die Amelie die der Hölle entkommen ist und Stück für Stück lernt sich in der Welt zurecht zu finden. Die Zeitsprünge fand ich sehr gut, da sich dadurch vieles erklärt, weshalb Amelie auch nach ihrer Flucht noch viele Verhaltensweisen hat, die für aussenstehende seltsam erscheinen.

Ich fände es befremdlich bei dem Thema auf die klassischen Punkte einer Rezension zurück zu greifen den es handelt sich nicht um Fiktion die sich jemand ausgedacht hat und bei der es Logikfehler etc. geben kann.

Es handelt sich hier um einen Erfahrungsbericht der eben genau so passiert ist und das kann meiner Meinung nach nicht bewertet werden.

Aber ich kann zumindest darauf aufmerksam machen, dass es auch Heute noch solche Fälle gibt in denen Kindern misshandelt werden, die in einem schrecklichen Umfeld aufwachsen müssen und dem Willen von Erwachsenen hilflos ausgeliefert sind.

Und leider schauen auch heute noch viel zu viele weg statt nachzufragen und zu handeln.


Ich bin selber jemand der die These vertritt selbst ein klaps ist einer zu viel.

Kinder sollen mit viel Verständnis, Liebe und Erklärungen aufwachsen. Nur wenn ihnen und ihren Bedürfnissen Respekt entgegengebracht wird lernen sie das später auch bei anderen anzuwenden.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

AngelaJ AngelaJ

Veröffentlicht am 28.03.2021

Eine sehr berührende und wahre Erzählung

Puuh, das Buch geht ans Herz und vor allem an die Nieren. Es ist mein Herzensbuch dieses Jahr.
Liebe Amelie wärst du jetzt bei mir, ich würde dich mal ganz fest drücken. Ich habe das Bedürfnis mich bei ... …mehr

Puuh, das Buch geht ans Herz und vor allem an die Nieren. Es ist mein Herzensbuch dieses Jahr.
Liebe Amelie wärst du jetzt bei mir, ich würde dich mal ganz fest drücken. Ich habe das Bedürfnis mich bei dir, als Mutter, zu entschuldigen, für das was deine Stiefmutter dir angetan hat.
Wie kann man so grausam sein, ich finde dafür keine Worte und möchte jedem‼ dieses Buch ans Herz legen... Bitte lest es und bitte, bitte haltet Augen und Ohren auf und traut euch einzuschreiten. Jedes Kind das sowas erleben muss, ist ein Kind zuviel... und es gibt solche Fälle auch heute noch, erst vor 4 Jahren bei uns in der nächsten Stadt
Ich danke Gudrun (Gott hat einen ganz tollen Engel bei sich, dass sie dich da rausgeholt hat und dir dass du durchgehalten hast und dieses Buch geschrieben hast. Ich hoffe das damit Kindern geholfen werden kann....
Ruhe in Frieden Gudrun🕯
Von mir 5 Sterne für dieses Buch

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

dieBUCHRUECKER dieBUCHRUECKER

Veröffentlicht am 29.01.2021

Wie kann man einem Kind nur so etwas antun?

Als ich mich dazu entschieden habe dieses Buch zu lesen, habe ich mich bereits auf einige emotionale Momente gefasst gemacht. Das was mich allerdings erwartet hat, hätte ich mir nie auch nur ansatzweise ... …mehr

Als ich mich dazu entschieden habe dieses Buch zu lesen, habe ich mich bereits auf einige emotionale Momente gefasst gemacht. Das was mich allerdings erwartet hat, hätte ich mir nie auch nur ansatzweise vorstellen können.
Das Schlimme für mich an dieser Geschichte ist nicht, dass Amelie so viel Leid angetan und sie fast zwei Jahrzehnte lang gequält wurde, sondern die Tatsache, dass mich die ständige Steigerung, Neuerfindung von Strafen und das unglaubliche Talent zur Vertuschung seitens ihrer Stiefmutter so fasziniert hat.
Versteht mich nicht falsch, ich heiße Gewalt an Kindern definitiv nicht gut und war mehr als schockiert darüber, wie man diese Dinge einem Menschen und vor allem einem Kind antun kann. Aber wie bitte hat diese Frau es anstellen können, so viele Jahre und auch bis zum Schluss damit davon zu kommen? Wie kann man so eine Tat überhaupt mit seinem Gewissen vereinbaren? Wie kann man zu solch einem Menschen werden, der jegliches bisschen Menschlichkeit verloren hat?

Jeder Hoffnungsschimmer wird schon im Keim erstickt und Amelie musste immer mit der ständigen Angst leben. Nicht mal in meinen schlimmsten Träumen kann ich mir auch nur ansatzweise vorstellen, wie sie sich all die Jahre gefühlt haben muss. Ich denke aber, dass gerade die vielen kleinen Lichtblicke über die Jahre dieses Kind oder besser diese junge Frau am Leben gehalten haben.
Ich bewundere Amelie dafür, dass sie durchgehalten hat. Dass sie nicht gänzlich aufgegeben hat und vor allem auch dafür, was sie aus sich gemacht hat. Ich bin unheimlich froh, dass sie so tolle Personen an ihrer Seite hatte, die ihr helfen konnten und wünsche mir, dass die Menschen mehr auf ihr Umfeld achten und nicht bei allem wegblicken. Denn so etwas passiert häufiger als man denkt und darauf sollte man dringend viel mehr aufmerksam machen.
Im übrigen hat mich das Ende nach dem Ende nochmal so richtig emotional berührt. Denn dort sieht man Fotos von Amelie, genau so, wie sie in der Geschichte erwähnt wird und das hat mir erst so richtig gezeigt, dass dies alles wirklich passiert ist und real war. Am Ende stehe ich mit vielen Fragen da. Die wichtigste ist aber: Warum sie?

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

abbelschoale abbelschoale

Veröffentlicht am 29.10.2020

Eine erschreckend und schockierende, aber auch berührende Erzählung über Misshandlung und Verwahrlosung, das mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verdient hat.

Dieses Buch verdient Aufmerksamkeit. Es hat mich sehr berührt. Amelie Sander hat einen wunderbaren Schreibstil, dem man einfach folgen kann und der so viel Gefühle und Qualen rüber bringt, als ob man selbst ... …mehr

Dieses Buch verdient Aufmerksamkeit. Es hat mich sehr berührt. Amelie Sander hat einen wunderbaren Schreibstil, dem man einfach folgen kann und der so viel Gefühle und Qualen rüber bringt, als ob man selbst mit ihr eingesperrt wäre. Es wirkt bedrückend und trotzdem fiel es mir schwer dieses Buch aus der Hand zu legen.
Das Buch fängt mit Amelis Flucht an und während sie das wahre Leben in Freiheit erst kennenlernt, nimmt sie uns immer wieder mit in ihre Vergangenheit, die sie so sehr geprägt hat.

Amelie wird von Anfang an misshandelt und verwahrlost. Ein wehrloses Geschöpf, das unsere Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge benötigt, so zu behandeln ist für mich unbegreiflich. Unglaublich das es so etwas auch heutzutage noch gibt. Wir dürfen nicht wegschauen. Amelie wurde von klein auf gepeinigt und sie konnte nie etwas richtig machen. Dabei wollte sie doch nur geliebt und akzeptiert werden. Doch all das, was man ihr antat, war für Amelie normal, bis sie einen Unterschied bei gleichaltrigen sah. Ihr wurden viele Dinge an den Kopf geworfen, sie hatte keinen Halt in der Familie. Sie wird fast von jedem Menschen in ihrem Leben enttäuscht und gibt die Hoffnung fast auf. Vielleicht hat sie das Leben ja verdient. Alles, was man Jahrelang eingetrichtert bekommt, glaubt man irgendwann.
Auch, wenn es nicht die Wahrheit ist. So denkt selbst Amelie bei ihrer Flucht noch das sie wirklich undankbar und böse ist und eine Strafe verdient hat.
Sie nimmt uns mit, ihre Freiheit kennenzulernen und ich habe mich über jede Kleinigkeit mit ihr gefreut, die sie kennen- und genießen lernt. Das richtige Leben ist erst einmal eine große Herausforderung für sie. So viele Aufgaben, nachdem sie vorher nichts durfte. Doch zum Glück hat sie auch einige hilfsbereite Menschen um sich. Allerdings werfe ich auch hier ihren Betreuern vor das sie hätten aufmerksamer sein können. Man merkte das sie einige Schwierigkeiten hätte und doch schmiss man sie direkt ins kalte Wasser. Sie hätte direkt professionelle Hilfe benötigt.

Im Vorwort spricht eine ihrer Retterinnen, die sich fragt, warum nicht eher jemand gehandelt hat. Doch leider ist es nicht immer so einfach ein Unrecht sichtbar zu machen, denn selbst wenn man dafür kämpft, wird einem nicht immer geholfen. Selbst das Jugendamt kann nicht immer helfen, wenn sie Unrecht erkennen und es vor Gericht bringen. Wenn dann der Richter die falschen Entscheidungen trifft. Es muss einfach mehr passieren in pädagogischen Einrichtungen für Kinder. Wenn eine Fachkraft oder irgendjemand eine Veränderung oder Auffälligkeit an einem Kind erkennt, sollte es möglich sein Sozialarbeiter oder Psychologen in eine Einrichtung zu holen, die auch ohne Erlaubnis der Eltern diese Kinder beobachten und befragen kann, um Kindeswohlgefährdung auszuschließen. Ein Psychologe wurde schließlich ganz anders geschult als eine Erzieherung oder Kinderpflegerin, die eher für die Entwicklung zuständig sind und ihnen fallen auch sicher seelische Verletzungen eher auf. Auch heute noch reagieren Jugendämter etc. viel zu spät und selbst wenn sie mal reagieren, haben auch sie nicht das letzte Wort.

Ich habe den größten Respekt vor Amelie, dass sie ihre Geschichte so offen teilt. Das war sicher nicht einfach, sich so verletzlich zu zeigen. Und doch wird sie vielen Menschen damit helfen. Denn sie ist eine Kämpferin. Sie hat niemals aufgehört zu kämpfen. Nicht jeder wäre so stark gewesen. Amelie kann wahnsinnig stolz auf sich sein und wir sollten daraus lernen. Das Leben ist es meistens wert niemals aufzugeben. Auch ihre Danksagung kam von Herzen und hat mich sehr berührt. Dieses Buch bekommt nicht nur von mir die volle Punktzahl, es ist sogar ein Buch das bei mir unter „Am meisten berührt hat mich...“ zu finden sein wird.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Amelie Sander

Amelie Sander wurde Ender der 60er Jahre in einer mittelgroßen Stadt in Deutschland geboren. Nach ihrer Flucht aus dem Elternhaus musste sie von Null auf Hundert lernen, sich im täglichen Leben zurechtzufinden und auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie ihren Mann kennenlernte, erfüllte sich ihr größter Wunsch: einen Menschen zu finden, den sie lieben und rückhaltlos vertrauen kann.

Mehr erfahren
Alle Verlage