Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
 - Anna Basener - eBook

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12,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Litcom
316 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-3974-1
Ersterscheinung: 16.03.2017

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

(45)

„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“ FRANK GOOSEN
Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen – bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...
Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

 

 

Pressestimmen

„Herz meets Schnauze. Niemand schreibt komischer und berührender über den Pott, Berlin, Huren, Luden, Taubenzüchter, Seidenschlüppis, Puffs, Hipster, Hobbyflecken, Mord und eine Omma, die so richtig austeilen kann. Eine wundervolle Liebeserklärung ans Ruhrgebiet, und Schlag auf Schlag eine herrlich turbulente Begründung, warum wir immer wieder scheitern müssen, damit am Ende alles gut werden kann.“
„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“

 

Rezensionen aus der Lesejury (45)

schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 25.11.2017

Als Omma den Huren noch Traubensuppe kochte

Was soll ich sagen? Eine Milieustudie über den Ruhrpott und dessen Menschen im Rotlicht. Omma hat in Essen als Wirtschafterin im Club d´Amour gearbeitet und war für die Mädchen wie eine Mutter. Aber dann ... …mehr

Was soll ich sagen? Eine Milieustudie über den Ruhrpott und dessen Menschen im Rotlicht. Omma hat in Essen als Wirtschafterin im Club d´Amour gearbeitet und war für die Mädchen wie eine Mutter. Aber dann wurde ihr der Boden dort zu heiß und sie flüchtete zu ihrer Enkelin Bianca nach Berlin-Kreuzberg. Bianca ist zwar Studentin, näht nebenbei aber noch Seidenunterwäsche, die sie nur mühevoll im Internet verkauft. Omma bringt sehr viel Unruhe in Biancas Leben. Omma und Enkelin trauern um Mitzi, einer Prostituierten, die Ommas beste Freundin und zu Bianca wie eine Mutter war. Aber o Schreck, die Urne, in der Mitzis Asche liegen sollte, ist leer. Was ist passiert? Bianca will das unbedingt herausfinden. Ein wirklich witzig geschriebenes Buch über unkonventionelle Familienverhältnisse, Freundschaften, die nicht ganz koscher sind. Auf alle Fälle gibt es sehr viel zu lachen. Dann die trockenen Kommentare von Omma in ruhrpottisch.  Zwar geht es in dem Buch schon mal sehr derb zu, aber das muß und ist zu verkraften. Natürlich kommen hier auch Tauben vor, da ja der Ruhrpott für seine Taubenzüchter bekannt ist. Die Omma putz und kocht bei jeder Gelegenheit, mit Essen und Putzen meint sie, kann man jeden Schmerz vertreiben.  Ein Buch, das auch unter der Gürtellinie nicht halt macht. Aber auf jeden Fall gibt es hier viel zu lachen. Ja, vergessen darf man hier nicht Ommas Versandthaus- T-Shirts mit Glitzersteinen und natürlich auch nicht Eve, die Frauenzigarette, auf dessen Schachtel die Blumenborte ist, die wir auf dem Cover des Buches wiederfinden. Wer Sinn für derben Humor hat, für den ist dieses Buch genau richtig

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MartinaSuhr MartinaSuhr

Veröffentlicht am 30.09.2017

Das nenn ich mal direkt ...

Gesamteindruck:
Dieses Buch zu beschreiben, ist wahrlich eine Herausforderung und ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht, denn hinter dem Zigarettenschachtel-Cover und dem provokanten Titel verbirgt ... …mehr

Gesamteindruck:
Dieses Buch zu beschreiben, ist wahrlich eine Herausforderung und ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht, denn hinter dem Zigarettenschachtel-Cover und dem provokanten Titel verbirgt sich eine krasse Geschichte, die mich mehr als einmal verstört hat.
Aber eins nach dem anderen.
Die Sprache ist witzig und ungewöhnlich, denn auch wenn man sich recht schnell an den ausgefallenen und teils diffusen Satzbau des Pott-Dialekts in den Dialogen gewöhnt hat, so gab es dennoch das ein oder andere Wort, dass ich einfach nicht zuordnen konnte (was ist ein Schabau????). Die Charaktere, puhhh, wo fang ich an, wo hör ich auf… Ich glaube, das sind alles Unikate, die mich zum einen erschrecken und zum anderen grenzenlos unterhalten. Die Autorin hat extrem tief in der Klischee-Kiste gewühlt und die Figuren teilweise so überspitzt beschrieben, dass sie in ihrer Art extrem und sehr skurril wirken, wobei man ihnen definitiv einen gewissen Charme zugestehen muss. Persönlich bin ich mit keiner der Figuren richtig warm geworden, denn zum einen ist mir die Welt, in der sie leben (gelebt haben) sehr fremd und zum anderen konnte ich einige ihrer Entscheidungen nicht wirklich verstehen… (Ja, meiner Meinung nach, hat sich Bianca für den Falschen entschieden!)
Das Buch spricht gesellschaftliche Tabuthemen an und zeigt deutlich (teilweise auch ziemlich schonungslos und brutal), dass es einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen Sexarbeiterinnen und Zwangsprostitution gibt, der leider sehr oft nicht gesehen wird oder werden will.
Der Roman hat mich gefordert, denn ich wusste manchmal nicht, wohin bringt mich diese Geschichte. Was will die Autorin bezwecken? Gibt es einen roten Faden, den die Erzählung verfolgt, oder ist es nur eine Aneinanderreihung von Effekthascherei. Zum Ende hin hat sich dann aber alles aufgelöst und geregelt, doch dazwischen empfand ich es zum Großteil als ein heilloses Durcheinander (wenn auch ein recht witziges).

Mein Fazit:
Dieses Buch ist wie ein Autounfall, man will nicht gaffen, kommt aber irgendwie doch nicht dran vorbei. Ich konnte es einfach nicht weglegen, auch wenn es mich teilweise aufgeregt und genervt hat, bevor es mich im nächsten Moment zum Lachen brachte.
Dieses Buch hat an den Festen meiner heilen Welt gerüttelt, mir meine (teilweise) vorhandene Doppelmoral vor Augen geführt, mich unterhalten und dennoch manchmal extrem strapaziert. Ab und an dachte ich: „What the f….?“ und dennoch konnte ich es nicht weglegen und wollte wissen, wie es weitergeht. Nichts für prüde Gemüter und zartbesaitete Leser, und dennoch ist es ein wahnsinnig interessantes Leseexperiment gewesen, das ich allerdings erst ab 16 empfehlen würde.

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Jazz Jazz

Veröffentlicht am 14.09.2017

Geschmacklos

Bei humorvollen Werken führe ich stets eine Strichliste, wie oft ich lachen musste. Bilanz nach dem Werk: 0. Wieso mir das Buch nicht zugesagt hat? Ich zitiere:Friseurbesuch: "...und die Unterarme (der ... …mehr

Bei humorvollen Werken führe ich stets eine Strichliste, wie oft ich lachen musste. Bilanz nach dem Werk: 0. Wieso mir das Buch nicht zugesagt hat? Ich zitiere:Friseurbesuch: "...und die Unterarme (der Friseurin) vom Ritzen vernarbt. Schneiden kann sie also." Das ist makaber und definitiv nicht lustig.
Ein weiteres Beispiel:
"Er hatte sie ja auch nur ein-, zweimal geschlagen."
Das zum Thema Feminismus. Dieses Werk zerstört so viel harte Arbeit von so vielen Jahrzehnten mit einem einzigen missratenen Werk. Danke!


Insgesamt wirkt das Werk zu gewollt komisch auf jeder einzelnen Seite, dass es einfach gar nicht komisch ist. Über manche Dinge sollte man einfach nicht scherzen, denn es gibt Grenzen, die Basener meiner Meinung nach überschritten hat.

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Nina1234 Nina1234

Veröffentlicht am 29.08.2017

Rotzig :-D

Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.

Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ... …mehr

Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.

Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute plötzlich stirbt, bricht Omma alle Zelte ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca, nach Berlin-Kreuzberg.

"Herz meets Schnauze. Eine wundervolle Liebeserklärung ans Ruhrgebiet und Schlag auf Schlag eine herrlich turbulente Begründung, warum wir immer wieder scheitern müssen, damit am Ende alles gut werden kann." (Mario Giordano)

Biancas Omma ist eine Original Ruhrpottfrau sonder gleichen, hat eine freche Schnauze und weiß sich immer durchzusetzen. Als Wirtschafterin im Puff ist dies natürlich auch sehr wichtig. Offiziell handelt es sich natürlich nicht um einen Puff, sondern um ein Hotel!
Omma wehrt sich oft mit Worten, kann zur Not aber auch mal derbe zuschlagen!

Für den Hotel/(Bordell)besitzer Herbert endet Ommas Durchsetzungsvermögen eines Tages leider tödlich. Daraufhin macht sie sich mit Ihrer besten Freundin, der Prostituierten "Mitzi" selbstständig. Die beiden wollen raus aus dem Milieu und träumen schon lange von der Eröffnung einer Frühstückspension.
Als Mitzi dann jedoch auch noch das zeitliche segnet, hält die Omma nichts mehr in Rellinghausen und sie zieht kurzerhand zu ihrer Enkelin Bianca nach Berlin.
Damit ist das Chaos und der Start in das ein oder andere Abenteuer natürlich vorprogrammiert.

Zunächst hat mich das Cover des Buches sofort angesprochen. Es ist unheimlich witzig aufgemacht und hat mich sofort beim ersten Blick an eine Schachtel Zigaretten der Marke „Eve 120“ erinnert. Natürlich lies die Autorin es sich dann nicht nehmen, die Omma auch immer mit einer „Fluppe“ zwischen den Lippen zu beschreiben.
Köstliche Sprache, tolle Dialoge, die alle in ihrem eigenen Stil geschrieben sind und Figuren mit denen man sich als Leser gut identifizieren konnte, machen diesen Roman zu einem witzigen und humorvollen Lesegenuss.

Entsprechend vorgelesen könnte ich mir auch vorstellen, dass das Hörbuch zu diesem Titel einen durchaus zum Lachen und/oder Schmunzeln bringen kann.

Autorin: Anna Basener
Titel: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
Format: Broschiert
Preis: 16,90 €
Seitenanzahl: 315
ISBN: 978-3-8479-0625-4
Verlag: eichborn

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Girdin Girdin

Veröffentlicht am 06.08.2017

Komödie mit Ruhrpott-Kolorit und Hauptstadt-Flair

Den Titel des Debütromans von Anna Basener „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ kann man sinnvoll entsprechend des Lebensabschnitts der Protagonistin Änne ergänzen mit „… da war sie Wirtschafterin ... …mehr

Den Titel des Debütromans von Anna Basener „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ kann man sinnvoll entsprechend des Lebensabschnitts der Protagonistin Änne ergänzen mit „… da war sie Wirtschafterin im Bordell“. Später hat sie sich dann mit einer ihrer besten Freundinnen zusammengetan und eine Frühstückspension in Essen-Rellinghausen eröffnet. Eine der Leidenschaften von Omma Änne sind Zigaretten im eleganten Langformat, daher ist das Cover ähnlich einer entsprechenden Marke gestaltet mit Blumenborte am linken Rand. Der Titel ist, wie ein Warnhinweis, im unteren Drittel zu lesen.

Fünf Söhne von drei Vätern hat Omma zur Welt gebracht und Bianca, 26 Jahre alt, ist ihre Enkelin. Zum Studium wollte sie raus aus dem familiären Umkreis im Ruhrgebiet, darum ist sie nach Berlin gezogen und hat hier eine kleine Wohnung, die sie sich mit einer anderen Studentin teilt. Doch dann stirbt Mitzi, die Vertraute und Freundin von Omma, so dass diese jetzt ganz allein in ihrer Pension in Essen ist. Kurzentschlossen nimmt sie die Einladung ihrer Enkelin nach Berlin an. Wegen eines Streits wird idealerweise das Zimmer der Mitbewohnerin frei. Darum bleibt Omma Änne bei Bianca, ihre Möbel hat sie auch im Gepäck. Mancher Freund aus Essen kommt in der Folgezeit gerne zu Besuch. Und währenddessen brennt Bianca die Frage unter den Nägeln, woran die Mitzi denn eigentlich gestorben ist. In ihr keimt der Verdacht, dass sie das nicht erfahren soll und gerade darum will sie es auf jeden Fall wissen! Die Antwort lässt nicht nur Bianca staunen.

Anna Basener erzählt in ihrem Debütroman eine überaus turbulente Handlung zwischen Essener Kohlenpott und Berliner Multikulti. Die Handlung in der Gegenwart wird aus Sicht von Bianca erzählt. Sie ist eine knallharte Beobachterin, die die Dinge gerne hinterfragt, was von ihrer Omma manchmal bedauert wird, weil sie sehr hartnäckig sein kann. Als Leser konnte ich an ihren Gedankengängen teilhaben, das brachte mir mehr Nähe zu den Situationen und den einzelnen Personen. Auch beim Denken kann Bianca sich ihrer Essener Herkunft nicht ganz entledigen. Kurze Sätze, kein Blatt vorm Mund, aber immer ehrlich, auch wenn man die Ehrlichkeit manchmal zurechtbiegen muss. Die Dialoge mit Omma Änne sind im Pütt-Platt gehalten mit ganz viel typischem Akkusativ und „watt“ und „datt“. Dadurch kam das Flair des Ruhrgebiets mit nach Berlin.

Anna Basener bedient manches Klischee. Der Roman erzählt nicht nur das Leben von Biancas Großmutter, sondern auch von ihren Freundinnen, den beiden Prostituierten Mitzi und Ulla. Die Autorin schildert die Geschichten mit einem Augenzwinkern, aber durchaus realistisch denkbar. Sie befasst sich mit der Frage, was Frauen dazu veranlasst, sich für Sex bezahlen zu lassen, verschweigt aber auch mögliche Konsequenzen nicht, vor allem die Abhängigkeit von einem Zuhälter und gewaltsame Übergriffe.

Omma Änne und Bianca sind Personen, die man lieb gewinnt und denen man gerne auch ungesetzliches Verhalten verzeihen möchte. Die Handlung bleibt in ständiger Bewegung. Die große Frage, woran Mitzi gestorben ist, bringt Spannung ins Geschehen. Daneben bahnt sich auch eine Liebesgeschichte an, natürlich eher kompliziert. Anna Basener versteht es, neben Hass, Neid, Liebe und Verachtung ihrer Charaktere mit ihrem lockeren, leichten Schriftstil Witz in den Roman zu bringen. Mir hat das sehr gut gefallen. Das Buch wird verfilmt, darauf bin ich schon sehr gespannt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Anna Basener

Anna Basener - Autor
© Olivier Favre

Anna Basener wurde 1983 in Essen geboren. Ihr Studium in Hildesheim hat sie mit dem Schreiben von Romanheften finanziert und war laut ZEIT die „erfolgreichste Groschenromanautorin Deutschlands“. Ihr Ratgeber Heftromane schreiben und veröffentlichen gilt, so der Deutschlandfunk, als Standardwerk. Vom Groschenroman hat sie sich inzwischen gelöst, geblieben aber ist eine große Liebe für Eierlikör und Kitsch, Trash und Popliteratur.

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