Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
 - Anna Basener - eBook

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12,99

Bastei Entertainment
Litcom
316 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-3974-1
Ersterscheinung: 16.03.2017

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

(21)

„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“ FRANK GOOSEN
Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen – bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...
Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

 

 

Pressestimmen

„Herz meets Schnauze. Niemand schreibt komischer und berührender über den Pott, Berlin, Huren, Luden, Taubenzüchter, Seidenschlüppis, Puffs, Hipster, Hobbyflecken, Mord und eine Omma, die so richtig austeilen kann. Eine wundervolle Liebeserklärung ans Ruhrgebiet, und Schlag auf Schlag eine herrlich turbulente Begründung, warum wir immer wieder scheitern müssen, damit am Ende alles gut werden kann.“
„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“

 

Rezensionen aus der Lesejury (21)

Steffi1611 Steffi1611

Veröffentlicht am 30.03.2017

unterhaltsam, lesenswert und anders...

Das Buch „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ in der Aufmachung einer Eve Zigarettenschachtel ist ein absoluter Hingucker. Wer von dem Cover angelockt wurde, wird sich über den ungewöhnlichen ... …mehr

Das Buch „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ in der Aufmachung einer Eve Zigarettenschachtel ist ein absoluter Hingucker. Wer von dem Cover angelockt wurde, wird sich über den ungewöhnlichen Titel wundern und es auf jeden Fall einmal in die Hand nehmen um den Klappentext zu lesen.

Der Inhalt dreht sich um die 26-jährige Bianca aus deren Perspektive auch erzählt wird, sowie deren Familie und Freunde. Bianca lebt in Berlin, hat sich als Schauspielerin versucht und ist gescheitert, macht momentan auf Designerin für Seiden-Schlüpfer mit mäßigem Erfolg und arbeitet um überhaupt zu überleben als Kellnerin. Klar hat sie studiert, aber mit dem Studium kann sie nicht so viel anfangen.
Als dann die Mitzi stirbt, trifft sie dieser Verlust sehr. Mitzi war 70 Jahre und hat fast ihr ganzes Leben als Prostituierte gearbeitet. Außerdem war sie die beste Freundin und Mitbewohnerin von der Omma. Bianca´ s Omma Anna hat früher als Wirtschafterin im Puff gearbeitet und hat sich mit einer Pension und der Mitzi in Essen-Rellinghausen selbstständig gemacht.
Nach dem Tod beschließt die Omma zur Bianca zu ziehen. In einer Zwei-Zimmerwohnung und einem Altersunterschied von knapp 50 Jahren kann das nicht harmonisch ablaufen. Zu guter Letzt zieht sogar Bianca´s Vater nach Berlin. Alle sind jetzt in Berlin und Bianca ist überfordert. Außerdem gibt es da noch die Frage, woran die Mitzi überhaupt gestorben ist und warum die Omma ihr das nicht sagen will…
Aber keine Sorge alle Fragen werden im Laufe des Buches geklärt, obwohl zu Beginn eher noch weitere auftreten.

Die Geschichte ist eine unglaubliche Mischung aus allem. Es geht um Prostitution, Liebe, Schicksalsschläge, Familienchaos und und und. Genauso bunt gemischt sind die Empfindungen beim Lesen. Von Kopfschütteln bist laut Lachen war wirklich alles vertreten bei mir. Ein wirklich unterhaltsamer Roman für Leser die das etwas andere Buch suchen.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, obwohl es eine Besonderheit gibt. Durch die Herkunft der Protagonisten gibt es einen Ruhrpott-Dialekt in der Geschichte, an welchen man sich gewöhnen muss. Dies ist mir recht schnell gelungen, auch wenn mir der Dialekt vollkommen fremd war.
Es wurde dadurch für mich noch lustiger und unterhaltsamer. Außerdem wird alles direkt angesprochen und nicht verblümlicht.

Einziger negativer Punkt für mich war, dass ich mit dem Hauptcharakter so gar nicht warm wurde. Bianca ist da und trotzdem denke ich die ganze Zeit, was will sie, was macht sie, wie kann man so sein. Sie ist kein Mensch mit dem ich selber Kontakt haben möchte und ich konnte bei ihr auch keine Entwicklung im Laufe der Geschichte feststellen.

Alles in allem ein sehr gelungener unterhaltsamer Roman und für´s Lesen geeignet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

kayla kayla

Veröffentlicht am 30.03.2017

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Vorab:

Die Autorin Anna Basener hat ihr Studium mit dem Schreiben von Groschenromanen finanziert und sogar einen Leitfaden publiziert. Das finde ich einfach klasse! Außerdem ist die Umschlaggestaltung ... …mehr

Vorab:

Die Autorin Anna Basener hat ihr Studium mit dem Schreiben von Groschenromanen finanziert und sogar einen Leitfaden publiziert. Das finde ich einfach klasse! Außerdem ist die Umschlaggestaltung des Romans außerordentlich gelungen, denn sie verweist auf die eigentliche story. Form und Inhalt passen ideal zusammen, was will man mehr.

Worum geht’s im Roman?

Bianca, die Germanistik studiert hat, lebt in Berlin in einer WG und designt Unterwäsche. Wie so viele Frauen ihrer Generation hangelt sie sich durch’s Leben. Ein ganz anderes Kaliber ist ihre „Omma“ aus dem Ruhrpott: Als Wirtschafterin und Putzfrau in einem als Hotel getarnten Bordell bekam sie fünf Kinder von drei Männern und wurde früh zur Witwe. Als ihre beste Freundin, die dürre Prostituierte Mitzi, vom Zuhälter fast totgeprügelt wurde, machte die Omma kurzen Prozeß, erschlug den Luden mit einer Flasche Korn und fackelte anbei die ganze Bude ab.
Bei Mitzis Beerdigung sehen sich die Omma und Bianca wieder, aber Bianca kommt das alles Spanisch vor, insbesondere, als die Omma bei ihr in Berlin einzieht ...

„Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener hat mich super unterhalten, und die feministischen Elemente haben mir gut gefallen. Die Geschichte liest sich flott und die Figuren sind gut ausgestaltet, durch die Verschriftlichung vom Ruhrpottslang wirkt das Ganze auf mich authentisch. Omma ist einfach eine Marke, ein Freigeist und kein verhuschtes Kind ihrer Zeit.
Bianca ist eine moderne Frau: Von der Peripherie ist sie nach Berlin gezogen, sie ist lesbisch und intelligent, arbeitet aber nicht in ihrem eigentlichen metier, der Germanistik, sondern schlägt sich als „Schlüppi“ – Näherin durch’s Leben. Obwohl es Biancas Generation vordergründig leichter hat als die Generation ihrer Großmutter, wird Bianca von ganz eigenen Sorgen geplagt, bei allen Erfolgen der Frauenbewegung, Women’s Lib und aller Freiheit in einer Metropole, in der jeder (nur theoretisch) alles sein kann. Wahre Gleichberechtigung und Selbstverwirklichung?
Mich hat der Roman wie gesagt gut unterhalten, aber auch zum Nachdenken angeregt. Manche Elemente waren für mich aber vorhersehbar, da die Autorin ein Topos aus der Literaturgeschichte einflicht, dies macht sie aber sehr gut. Kommt da die Germanistin in Anna Basener durch ? :-)
Man kann das Thema Prostitution kontrovers diskutieren, und ich bin nicht sicher, ob ich allen Thesen der Autorin zu dem Thema, das neudeutsch auch „Sexarbeit“ genannt wird, zustimmen würde. Auch waren mir manche Passagen fast ein wenig zu derb. Aber originell ist der Roman auf jeden Fall, und er ist bei aller Situationskomik auch eine Familiengeschichte und er bildet auch ein Stück Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ab. Denn Geschichte wird nicht nur von großen Männern gemacht, und sie ist nicht nur Politikgeschichte, sondern auch Sozialgeschichte, Mikrogeschichte und eine Historie der Frauen und aller gesellschaftlichen Schichten. Regionalgeschichte ist auch ein spannendes Feld – hallo Ruhrgebiet!

Fazit:
Ich spreche eine Leseempfehlung aus, seine Meinung muss sich aber jeder Leser selbst bilden.



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Lesemietze Lesemietze

Veröffentlicht am 30.03.2017

Unterhaltsam,Schräg, Anders

Eine Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. Allein schon durch das Ruhrdeutsch/ Pottdialekt bekommt das Buch seinen ganz eigenen Charme.

Bianca, die in Berlin wohnt bekommt plötzlich besuch ... …mehr

Eine Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. Allein schon durch das Ruhrdeutsch/ Pottdialekt bekommt das Buch seinen ganz eigenen Charme.

Bianca, die in Berlin wohnt bekommt plötzlich besuch von ihrer Omma, die Essen bis dato nie verlassen hat. Die Omma rückt erst so gar nicht raus mit der Sprache weswegen sie quasi bei Bianca einzieht. Zumal kurz vorher noch die Mitzi gestorben ist, etwas was Bianca überhaupt nicht versteht, den die Mitzi war doch Topfit. Aber nicht nur die Omma reist mal eben aus Essen nach Berlin an, nein auch noch der Papa steht mal vor der Tür. Während Bianca versucht raus zu finden as genau mit der Mitzi passiert ist, stellt sie sich die Frage was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen will. Ihre Seidenschlüpper kommen nämlich nicht wie gewünscht bei den Kundinnen an.
Das zusammenleben mit der Omma ist auch gar nicht so einfach, den die hat so ziemlich ihren eigenen Kopf.

Die Geschichte ist unheimlich Bunt. Man erfährt viel über das Leben der Omma als Putze im Bordell und dadurch was über Prostitution. Aber auch um Liebe, Sex, Gewalt, Familie und diverse Schickssalschläge. Alles sehr bunt gemischt und nicht nur einmal schüttelt man entweder den Kopf oder man muss Lachen. Mir persönlich hat der Sprachstil gut gefallen auch wenn dadurch der Schreibstil meist was wirr war und man sich erst dran gewöhnen musste.
Mit den Charakteren an sich bin ich jetzt nicht direkt warm geworden aber irgendwie habe ich das hier nicht als zwingen Notwendig gefunden.

Im Großen und Ganzen hat mich die Geschichte sehr unterhalten und war teilweise schon sehr schräg gewesen.

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RomyO1988 RomyO1988

Veröffentlicht am 29.03.2017

"Einen Samtkragen bitte!"

Cover:
Das Cover zeigt die Lieblingszigarettenmarke der Omma.

Titel ist die Hinweisplakette auf sonstigen Zigarettenschachteln. Links ist ein buntes Blumenmuster aufgedruckt. Der Name der Autorin befindet ... …mehr

Cover:
Das Cover zeigt die Lieblingszigarettenmarke der Omma.

Titel ist die Hinweisplakette auf sonstigen Zigarettenschachteln. Links ist ein buntes Blumenmuster aufgedruckt. Der Name der Autorin befindet sich etwas über der Mitte und rechts gehalten in pinker Schriftfarbe. Sehr einprägendes und außergewöhnliches Cover. Defintiv sehr einprägsam. EINMALIG, SUPER!

Inhalt:
Aus dem Ruhrpott geflüchtet ist die 26 Jahre junge Bianca in der Metropole Berlin Neukölln/Kreuzberg gelandet.

Schauspielerin wollte sie werden... im Theater spielen ... erfolgreich sein, stattdessen kellnert sie in einer Touri-Bar um sich die Miete für ihre WG-Wohnung leisten zu können.

Ja die Bianca, die hat so einige Interessen. Germanistik studiert, macht sie jetzt doch in Unterwäsche. Seiden-Schlüppis. Bianca hat ihrer Meinung nach das Potenzial zur Designerin für Hunkemöller.
Die Schlüppis, die verkauft sie online. Doch so begeistert wie sie von ihren Eigenkreationen ist, so enttäuscht sind ihre Kunden. Ja, die Banca kann eben nicht nett.

Als ihre langjährige immer gut gelaunte und top fitte Freundin Mitzi plötzlich stirbt, schließt sie sich der Trauergemeinde in Essen an. Neben ihrem Vater nehmen gehören zu den Trauernden ihre Omma, die Ulli, Doktor Brigitte und der Pastor sowie einige Freier.

Freier? Richtig. Mitzi war eine Hure...
Bianca hatte ein enges Verhältnis zur Mitzi. Denn die hat der Bianca viel beigebracht. Z. B. wie man sich die Beine und das Döschen rasiert.

Und die Omma, ja die war noch die ein Unschuldslamm gewesen. 5 Kinder von drei Männern und das mit Ende 20. Sie war DIE Wirtschafterin im Puff. Bis dieser von ihr abgefackelt wurde. Ohje...der Besitzer Herbert nämlich, hatte eines Tages die Mitzi aus Nummer 14 erst verprügelt und dann zu vergewaltigen versucht. Da hat sie ihm mir nichts dir nichts zweimal eine Flasche Korn über die Binde gezogen. Dann haben sie gemeinsam eine Pension aufgemacht.

Die Omma ist jedenfalls zutiefst gekränkt vom Tod der Mitzi und möchte nun doch noch was erleben. Daher zieht sie mir nichts dir nichts zu Bianca nach Berlin.

Wie gut, dass Bianca gerade nach einem handgreiflichen Streit mit ihrer Mitbewohnerin Louise kurzfristig ein Zimmer frei hat und noch auf die Miete des WG-Zimmers angewiesen ist.
Ohne Zeit zu verschwenden wird der halbe Hausstand von der Omma im LKW angekarrt.
Erstmal nen Samtkragen auf die Arbeit. Deftiges Essen... ja die Omma hat´s drauf.

Doch, Omma raucht wie ein Schlot. Eine Eve jagt die Nächste. Sie hustet... Ein Arztbesuch niemals... und warum geht sie dauernd Bianca´s Fragen über Mitzi´s plötzlichen Tod aus dem Weg?
Irgendetwas stimmt hier nicht. Bianca ist SKEPSIS!

In einer Nacht und Nebelaktion fährt sie nach Essen, gräbt die Urne von der Mitzi wieder aus und ...!

WAS?! Die Urne ist leer... !!!!
Was steckt hinter Mitzi´s leerer Urne?
Was ist eigentlich mit Omma los?
Und warum zieht der Papa jetzt auch noch nach Berlin?

Bianca´s Welt steht Kopf... Sie steht Kopf... und jetzt nimmt sie vor lauter Stress auch noch ab... sie braucht ganz dringend Baklava...

Fazit:
Ich finde den Roman einfach nur gelungen. Ruhrpott-Slang gemischt mit Hochdeutsch.
Zunächst scheint dies befremdlich. Manche Sätze musste ich doch schon einmal zweimal lesen, doch dies vermindert den Lesefluss nicht im Geringsten. Letztlich sind die Omma und ihr Ruhrpott-Slang nicht mehr wegzudenken. Der Schreibstil ist einzigartig und mach den Roman damit einmalig.

Manche Sexszenen sind sehr detailreich beschrieben. Definitiv ein Buch ab dem Jugendalter.
Für mich aber denkbar, wenn das Wort Huren schon im Buchtitel vorkommt.
Jedoch blickt man auch in die Vergangenheit der Prostituierten Mitzi und Ulla. Das ist zum einen lustig, aber auch einprägsam und traurig zugleich.
Prostitution ist eben nicht gleich Prostitution.

Die durchgeknallten Charaktere sind ins kleinste Detail beschrieben. Sie gefallen mir gut. Jeder eine Marke für sich, wenn auch schonmal anstregend... da kann man Biancas angekrazte Nerven schon verstehen.
Manche Entscheidungen sind für mich nicht nachvollziehbar.... aber die Mentalität von Ruhrpöttlern kenne ich nicht.

Der Roman entwickelt sich später zu einem kleinen Kriminalroman... man rätselt und ist gespannt, was hinter Mitzis leerer Urne steckt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. :-)

Es bleibt nur zu sagen: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!"

Ich vergebe im ganzen 4 Sterne.

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lydia1998 lydia1998

Veröffentlicht am 29.03.2017

Einfach Genial!

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte habe ich bei einer Leserunde auf Lesejury entdeckt und mir war klar, das ich das unbedingt lesen möchte. Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben ... …mehr

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte habe ich bei einer Leserunde auf Lesejury entdeckt und mir war klar, das ich das unbedingt lesen möchte. Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und nach viel Lesespaß und Humor geklungen, und da mir sowieso mal wieder nach einem solchen Buch war und wurde letztendlich nicht enttäuscht.

Der Einstieg ist schon abartig witzig und man lernt die Omma gleich mal von ihrer besten Seite kennen und mir ging es so, dass mir dieses erste Kapitel schon gleich Lust zum weiterlesen gemacht hat und ich habe mich auch sehr gut eingefunden in der Geschichte. Man wird auch gleich mit Ommas Werdegang konfrontiert, der wirklich echt sehr interessant sind, genau wie der anderer Charaktere, da alle einfach sehr viel erlebt haben und das sehr interessant und humorvoll wiedergegeben wird . Die ganze Geschichte rund um Bianca, Omma, Mitzis Tod und in der auch Biancas Vater immer mal wieder eine witzige Rolle spielt ist sehr humorvoll und hat immer mal wieder überraschende und auch witzige Wendungen, die Spannungen in die Geschichte bringen. Auch einige Ereignisse die immer mal wieder in der Geschichte herumgestreut sind haben mich oft zum schmunzeln gebracht und sind mir auch gut um Gedächtnis geblieben. Das Geheimnis das alle um den Tod von Mitzi machen, verleiht dem ganzen noch einen mysteriösen Touch.

Was die Charaktere angeht, merkt man wie viel Mühe sich die Autorin damit gegeben hat, den sie sind alle sehr gut ausgearbeitet und haben jeder ihre Eigenarten, Macken, Besonderheiten und es sind doch fast alle sehr sympathisch und auf ihre Art liebenswert und selbst bei den Nebencharakteren merkt man, dass die Autorin sich Gedanken gemacht hat und sie nicht einfach so hingeklascht wurden. Aber nun zur Omma, was sie angeht, so einen genialen schlagfertigen Charakter habe ich selten erlebt und ich konnte sie mir echt gut vorstellen, mit ihrem selbstsicheren Auftreten. Für mich war sie einfach das Highlight der Geschichte. Aber auch Bianca mochte ich echt gern und war verblüfft davon, wie ähnlich sie der Omma doch ist. Natürlich darf man auch Charaktere wie Biancas Vater nicht vernachlässigen, die auch alle etwas sehr unterhaltsames an sich hatten.

Die ganze Handlung wurde von einem wunderschönen lockeren, natürlichen und amüsanten Schreibstil unterstützt, der sehr angenehm zu lesen war und durch den Ruhrpottdialekt, besonders der von der Omma, auch sehr authentisch.

Anna Basener hat mit Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte einen herrlich überzogenen und sehr humorvollen Roman geschrieben, welcher kurzweilig zu lesen ist und bei dem man über vieles noch im Nachhinein lachen kann und der einfach Spaß macht und unterhält, der aber trotz des ganzen Humors und der witzigen Darstellungen, auch kritisch reflektier

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Anna Basener

Anna Basener - Autor
© Ekko von Schwichow

Anna Basener wurde 1983 in Essen geboren. Ihr Studium in Hildesheim hat sie mit dem Schreiben von Romanheften finanziert und war laut ZEIT die „erfolgreichste Groschenromanautorin Deutschlands“. Ihr Ratgeber Heftromane schreiben und veröffentlichen gilt, so der Deutschlandfunk, als Standardwerk. Vom Groschenroman hat sie sich inzwischen gelöst, geblieben aber ist eine große Liebe für Eierlikör und Kitsch, Trash und Popliteratur.

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