Graue Nächte
 - Arnaldur Indriðason - Hardcover

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22,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Hardcover
Krimis
413 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2629-7
Ersterscheinung: 21.12.2018

Graue Nächte

Island-Krimi
Übersetzt von Anika Wolff

(41)

Frühjahr 1943. In Reykjavík herrscht eine angespannte Stimmung – Island ist von den Amerikanern besetzt. In diesen unruhigen Zeiten wird nahe einer Soldatenkneipe im Stadtzentrum ein Mann brutal erstochen. Kommissar Flóvent und sein kanadischer Kollege Thorson von der Militärpolizei nehmen die Ermittlungen auf, während Flóvent noch mit einem anderen Fall befasst ist: Eine männliche Leiche wurde am Strand der Nautholsvík-Bucht angespült. Stehen die Tode mit den Kriegsereignissen in Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld und geraten dabei selbst in Gefahr ...
„Ein weiteres Meisterwerk von Arnaldur Indridason.“ Morgunblaðið

Rezensionen aus der Lesejury (41)

AnnieHall AnnieHall

Veröffentlicht am 30.01.2019

Düsterer Island-Krimi

1943 ist Island von den Amerikanern besetzt, die Lage in Reykjavik angespannt, als an einem Strand, nahe des Stadtzentrums, eine Leiche entdeckt wird. Der Mann, ein Soldat, wurde offenbar ermordet. Ein ... …mehr

1943 ist Island von den Amerikanern besetzt, die Lage in Reykjavik angespannt, als an einem Strand, nahe des Stadtzentrums, eine Leiche entdeckt wird. Der Mann, ein Soldat, wurde offenbar ermordet. Ein weiterer Mann wird in der Nähe einer Kneipe erstochen, eine Frau, die oft mit Soldaten gesehen wurde, verschwindet spurlos. Stehen die Morde und das Verschwinden der Frau im Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld ...

Graue Nächte besticht vor allem durch eine düstere Atmosphäre. Eindringlich schildert Arnaldur Indriðason das angespannte Verhältnis von Einheimischen und Besatzungssoldaten, die Ermittlungen gestalten sich schwierig und kommen nur langsam voran, da die Menschen misstrauisch und verschlossen sind. Geschickt verschleiert Arnaldur Indriðason die Zusammenhänge, zeichnet Figuren nur grob und trennt Zeitebenen nicht klar voneinander, was den nebulösen Charakter des Kriminalfalls noch verstärkt.

Ein spannender, historischer Krimi, düster und schwermütig, der trotz ruhiger Erzählweise durch den komplexen Kriminalfall und die dichte Atmosphäre zu fesseln vermag..

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wolkenschloss wolkenschloss

Veröffentlicht am 20.01.2019

Spannender Islandkrimi!

Im dritten Band der Flovent-Thorson-Reihe geht es um Reykjavik im Jahr 1943, einer wirklich schrecklichen Zeit in Island, die Landschaft ist sehr karg und die Menschen haben es schwer zu überleben und ... …mehr

Im dritten Band der Flovent-Thorson-Reihe geht es um Reykjavik im Jahr 1943, einer wirklich schrecklichen Zeit in Island, die Landschaft ist sehr karg und die Menschen haben es schwer zu überleben und sind dabei teilweise sehr kreativ. Der isländische Kommissar Flovent und sein Kollege von der kanadischen Militärpolizei Thorson haben gleich zwei Hintergründe zu Todesfällen aufzuklären. Eine Leiche wird am Strand angespült, ein anderer wird in einer Kneipe erstochen. Stehen die beiden Toten mit den Kriegsereignissen der Zeit in Verbindung?

Wie immer schafft der Autor Arnaldur Indridason die düstere Atmosphäre der Zeit und der Ermittlungen authentisch rüber zu bringen und zeigt auf wie verschlossen die Menschen gegenüber der Polizei waren und wie schwer die beiden mit ihren Ermittlungen voran gekommen sind. Das Buch gefällt mir wieder einmal wirklich gut und ich kann es wirklich nur empfehlen. Man muss beim Lesen sehr aufmerksam sein, da Arnaldur Indridason zwei Zeitstränge im Buch parallel erzählt und man den Überblick behalten sollte, um nicht durcheinander zu kommen. Dem Autor ist dies gut gelungen, als Leser reicht es aufmerksam zu lesen ;)

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Harakiri Harakiri

Veröffentlicht am 12.01.2019

Graue Stimmung in Island

Ein Schiff, das von Dänemark nach Island fährt, mehrere Menschen verschwinden und zwei männliche Leichen in der Nähe von Reykjavik – wie hängen diese Ereignisse zusammen?
Ja, das fragt sich der Leser zu ... …mehr

Ein Schiff, das von Dänemark nach Island fährt, mehrere Menschen verschwinden und zwei männliche Leichen in der Nähe von Reykjavik – wie hängen diese Ereignisse zusammen?
Ja, das fragt sich der Leser zu Beginn der Lektüre auch. Denn es gibt so gar keine Anhalts- und Berührungspunkte und das macht auch die Ermittlung für Kommissar Flóvent und Kollege Thorson von der Militärpolizei nicht einfach. Nur in klitzekleinen Schritten kommen die beiden dem Geschehen auf die Spur.

Indridasson gelingt es vortrefflich, die Eigenheiten Islands herauszuarbeiten: die wortkargen Menschen, denen man alles aus der Nase ziehen muss, die Einsamkeit und auch die ärmliche Lebensweise derer, mit denen es das Leben nicht gut gemeint hat.
Allerdings macht das die Lektüre auch nicht ganz einfach. Was zu Anfang noch aussah, als spiele alles zur selben Zeit, entwickelte sich dann zu einer Story auf mehreren Ebenen, in denen Indridasson es dem Leser überlässt, festzustellen, was wohin gehört. Hier hätte ich mir manchmal eine Zeitangabe in der Kapitelüberschrift gewünscht.

Island zu der Zeit des 2. Weltkrieges. Ich wusste nicht viel von den Geschehnissen dort damals und fand, dass der Autor die geschichtlichen Zusammenhänge sehr flüssig in die Handlung hat mit einfließen lassen, so dass man sich als Leser nicht überfordert fühlte, aber dennoch so einiges an Wissen vermittelt wurde.
Fazit: ein eher düsterer Krimi, wie das Cover und der Titel schon versprechen, aber sehr raffiniert aufgebaut, vielschichtig und mit einer mysteriösen „Hauptdarstellerin“, die erst ganz am Ende einen Namen bekommt. Daumen hoch!

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KrimiElse KrimiElse

Veröffentlicht am 12.01.2019

Komplex und atmosphärisch dicht

Düster, mit nordischer Melancholie und kein bisschen blutrünstig erzählt der Isländische Autor Arnaldur Indridason in seinen Romanen seine Kriminalgeschichten. Sein neuester Roman „Graue Nächte“ passt ... …mehr

Düster, mit nordischer Melancholie und kein bisschen blutrünstig erzählt der Isländische Autor Arnaldur Indridason in seinen Romanen seine Kriminalgeschichten. Sein neuester Roman „Graue Nächte“ passt hervorragend in dieses Schema und vermag durch seine Komplexität und die dichte Atmosphäre enorm zu fesseln.

Im amerikanische besetzten Island wird im Frühjahr 1943 in einer Soldatenkneipe am Stadtrand von Reykjavik ein brutal erstochener Mann gefunden. Kommissar Flóvent ermittelt gemeinsam mit dem Militärpolizisten Thorson und stößt dabei auf Spuren, die in die nahe Vergangenheit führen, als ein Passagierschiff Isländer aus Schweden und Kopenhagen zurück nach Island brachte.
Zugleich taucht ein ertrunkener Mann am Strand der Nautholsvík-Bucht auf, der die Aufmerksamkeit des Kommissars ebenfalls beansprucht. Die beiden Ermittler geraten bei den heiklen Untersuchungen selbst in Lebensgefahr...

Souverän, ruhig und mit präziser, knapper Sprache erzählt der Autor eine Geschichte, deren Sog man beim Lesen schnell verfällt. Das interessante Setting, die geschickt eingebauten Rückblicke und die Untersuchung selbst sorgen bei diesem Buch für Hochspannung. Im klassischen Krimi-Stil begleitet man hauptsächlich die Ermittlungen und spielt Zaungast bei den Befragungen, hat wie die Ermittler selbst viel Gelegenheit zum Rätseln und für weitere Fragen. Ganz allmählich erst lichten sich die Vorhänge und die Verbindung der Vorfälle auf dem Passagierschiff in der Vergangenheit können in Verbindung mit der Gegenwart gebracht werden. Bewusst verwischt der Autor dabei zunächst die Geschehnisse, gibt nur kleine Bröckchen und keine Namen der Personen preis.

Unterschiedliche Erzählperspektiven, gewollt verschwommene Charaktere, blitzlichtartige Einblicke in die schwierigen Lebensumstände und eine düstere melancholische Gesamtatmosphäre machen das Buch zu einem sehr lesenswerten Roman, dessen Ende mit einer Überraschung aufwartet.
Für mich erweist sich Arnaldur Indridason damit als einer der besten Krimiautoren unserer Zeit.

Winziger Wermutstropfen für mich war lediglich, dass am Ende alles recht schnell abgehandelt wurde. Doch das tut dem Buch insgesamt keinen Abbruch, von mir gibt es eine vier-Sterne-Leseempfehlung.
Es ist übrigens der zweite Band einer Reihe (und der dritte Fall) des Ermittlerteams Flóvent und Thorson, der sich jedoch hervorragend ohne Kenntnis des ersten Buches lesen lässt.

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Mattiasbuecherecke Mattiasbuecherecke

Veröffentlicht am 11.01.2019

Indridason ist einfach einer der besten Krimi & Thriller Autoren

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von den Büchern Indridasons. Graue Nächte ist der zweite Band aus der Reihe um Flóvent und Thorson, die zeitlich im Island des 2.Weltkriegs spielt. Und obwohl ... …mehr

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von den Büchern Indridasons. Graue Nächte ist der zweite Band aus der Reihe um Flóvent und Thorson, die zeitlich im Island des 2.Weltkriegs spielt. Und obwohl ich den ersten Teil dieser Reihe (noch) nicht gelesen habe,war es überhaupt kein Problem in diese Geschichte rein zu kommen, die Arbeitsweise der beiden zu begreifen.

Beide Ermittler finde ich sehr sympathisch, so verschieden wie sie sind, so gut harmonieren sie miteinander.

Die Geschichte ansich wird auf zwei Ebenen erzählt, einmal über die Arbeit der Ermittler und einmal aus Sicht einer bis kurz vor dem Ende nicht benannten weiblichen Person; die zweite Ebene beginnt schon rund 2 1/2 Jahre vor der eigentlichen Geschichte und wird von eben jener unbekannten erzählt.

Diese zweischichtige Erzählweise macht die ganze Geschichte noch spannender, denn nach und nach werden die einzelnen Puzzlestücke freigelegt und zu einem großen ganzen zusammengefügt.

Mir hat dieses Buch außerordentlich gut gefallen, ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und war dementsprechend recht fix durch damit.

Ich fand es spannend und fesselnd, informativ und erschütternd, so kenne ich den Autor, und das ist auch der Grund, weshalb ich seine Bücher so sehr liebe.

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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Jóhann Páll Valdimarsson

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen …

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