Er ist wieder da
 - Timur Vermes - Hardcover

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19,33

inkl. MwSt.

Eichborn
Hardcover
Litcom
396 Seiten
ISBN: 978-3-8479-0517-2
Ersterscheinung: 21.09.2012

Er ist wieder da

Der Roman

(5)

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes' Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.

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Pressestimmen

„Die Persiflage der eigentümlich stakkatohaften Rhetorik des Diktators gelingt vorzüglich.“

„Einerseits ist das brüllend komisch, denn der Mann trifft den Jargon des Diktators perfekt. Andererseits bleibt einem das Lachen schnell im Hals stecken."

„Frech, intelligent und tiefschwarzhumorig."

„Erschütternd plausibel"
„Vermes persifliert gekonnt den deutschen Medienbetrieb. Er ist wieder da ist ,Obersalzberg´ - die ,Stromberg´-Parodie im ProSieben-Format ,Switch reloaded´- zwischen zwei Buchdeckeln. Lustig? Unbedingt: Oft mit offenem Witz und hin und wieder mit einer versteckten Pointe.“

Rezensionen aus der Lesejury (5)

Penny

Veröffentlicht am 14.05.2016

Alle vor geführt

In Berlin, auf einem leeren Grundstück, erwacht Adolf Hitler wieder. Anfangs etwas irri-tiert, findet er sich mit Hilfe eines Kioskbesitzers recht zügig zurecht. Aufgrund seiner so echt wirkenden Darstellung ... …mehr

In Berlin, auf einem leeren Grundstück, erwacht Adolf Hitler wieder. Anfangs etwas irri-tiert, findet er sich mit Hilfe eines Kioskbesitzers recht zügig zurecht. Aufgrund seiner so echt wirkenden Darstellung von Adolf Hitler wird eine Fernsehproduktionsfirma sehr schnell auf ihn aufmerksam. Binnen kurzer Zeit hat er eine Fernsehsendung, und in den Medien reichlich Aufmerksamkeit. Natürlich stellt sich die Frage, wer er wirklich ist und um einen Pass zu bekommen bedarf einiger Tricks. Adolf behält seine Art, seine Ansichten bei, und analysiert unsere heutige Gesellschaft dank des Internets ziemlich passend und durchschaut auch vieles. Und das weiß er dann auch wieder einzusetzen. Erstaunlich.
Saukomisch und zum Lachen, ich weiß nicht. Zynisch, satirisch auf jeden Fall. Grinsen musste ich beim Lesen schon recht häufig und erstaunlich, wie einfach es für Adolf Hitler wieder scheint. Auf jeden Fall eine herrliche Satire auf unsere Gesellschaft und noch eini-ges mehr. Sehr vielschichtig und super zu lesen. Manchmal waren die längeren Gedanken-gänge von Adolf nicht so meines, doch rundherum ist dieses Buch einfach gelungen. Dem Autoren kann man für diesen Roman nur gratulieren, sehr viel bobachtet, in Frage gestellt und analysiert und das für den Leser gut verpackt. Hätte ich in der Form nicht mit gerech-net, hat mich positiv überrascht. Toll.

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Habojo

Veröffentlicht am 19.05.2016

Guter Anfang, schwaches Ende

Adolf Hitler wacht im heutigen Berlin wieder auf.
Das Buch ist unterhaltsam, leicht und locker geschrieben. Der Witz im Buch, vor allem am Anfang, war neu und trocken. Genau mein Geschmack.
Allerdings, ... …mehr

Adolf Hitler wacht im heutigen Berlin wieder auf.
Das Buch ist unterhaltsam, leicht und locker geschrieben. Der Witz im Buch, vor allem am Anfang, war neu und trocken. Genau mein Geschmack.
Allerdings, und das finde ich sehr schade , gibt es eine Stelle an der es mit der Handlung nicht wirklich weiter geht. Und trotzdem kommt das Ende schnell und überraschend. Es hat mich mit dem Gefühl hinterlassen, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wurde. Schade

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FreydisNehelenia

Veröffentlicht am 21.05.2016

Von einem, der sich auf dünnem Eis bewegt

Sicher bewegt sich jeder, der ein solches Buch über Hitler schreibt, auf recht dünnem Eis und läuft Gefahr, Hitler als zu sympathisch darzustellen. Das Problem bei diesem Diktator war, dass er total davon ... …mehr

Sicher bewegt sich jeder, der ein solches Buch über Hitler schreibt, auf recht dünnem Eis und läuft Gefahr, Hitler als zu sympathisch darzustellen. Das Problem bei diesem Diktator war, dass er total davon überzeugt war, dass er das Richtige tat, aus unserer (und defintiv auch meiner) Sicht aber weder Moral noch Ethik kannte und ein von der Macht wahnsinnig gewordener Massenmörder war. Timur Vermes wollte aber eben diesen schmalen Grad beschreiten und ich schätze mal, er wollte auch, dass man beide Seiten der Medaille betrachtet, also wie Hitler sich selbst sah und wie er auf uns wirkt. Sicher wird er auch parodiert haben, dass die letzten Jahre dieses Thema so...wie soll ich sagen...dass es so hochgekocht wurde und wir ständig damit konfrontiert werden, bis einen die Ohren davon bluten. Sicher darf man nicht vergessen, was geschehen ist und derer Gedenken,die unter Hitler so viel grausames ausstehen mussten, aber es hilft auch keinem, wenn ständig darauf herumgekaut wird. Man müsste halt langsam mal wieder ein gesundes Maß finden, mit der Thematik umzugehen. Das jedoch ist nur meine Meinung,die keiner mit mir teilen muss.
Ich glaube "Er ist wieder da" ist das richtige Buch zur richtigen Zeit und wer den Mut hat, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen (frei nach Kant), wird wissen,wir er mit dem Hitler im Buch umgehen muss. Das Buch ist von meiner Seite her definitiv zu empfehlen.

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Lui1990

Veröffentlicht am 01.06.2016

Durchwachsen

Es ist nicht so leicht es zu verstehen, jedenfalls nicht wenn man es beim Fahren hört.
Teilweise etwas zu schnell im lesen....
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Es ist nicht so leicht es zu verstehen, jedenfalls nicht wenn man es beim Fahren hört.
Teilweise etwas zu schnell im lesen....

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Litis

Veröffentlicht am 27.07.2016

Er ist wieder da

Dieses Buch ist seit seiner Veröffentlichung umstritten. Darf man darüber lachen? Darf man so etwas partout nicht lustig finden? Jeder sollte sich hierüber selbst ein Urteil bilden. Wen das Buch interessiert, ... …mehr

Dieses Buch ist seit seiner Veröffentlichung umstritten. Darf man darüber lachen? Darf man so etwas partout nicht lustig finden? Jeder sollte sich hierüber selbst ein Urteil bilden. Wen das Buch interessiert, der kann einen Versuch starten. Ich jedenfalls kann mir die Fragen selbst nicht abschließend beantworten.

Hitler ist auferstanden und wacht inmitten des Jahres 2011 auf. Überfordert von der Situation, nutzt er aber schnell die richtigen Kanäle (mehr durch Zufall/Glück als mit Kalkül), um sich im heutigen Deutschland Gehör zu verschaffen.
Er nimmt sich ungeschönt alle Fehler der Politik und Gesellschaft vor. Seine Witze über Angela Merkel und die Parteien sind dabei einfach saukomisch.
Aber nicht nur darüber muss man schmunzeln, sondern auch über Hitlers Ahnungslosigkeit, mit der er der Welt gegenüber tritt. So hat er mit Handys, Computermäusen und dem Internetz so seine Probleme und ist stellenweise heillos überfordert.

Der Autor verwendet lange Schachtelsätze und die Ausdrucksweise ist geschwollen. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten damit, aber mit der Zeit konnte ich mich daran gewöhnen. Vielfach arten die Erzählungen von Hitler in Schwafeleien aus, die eine gewisse Eintönigkeit hervorrufen. Es fehlen die üblichen Spannungskurven, die Romane sonst so einnehmen. Dafür hat man umso weniger das Problem, nach längerer Zeit wieder in die Handlung einzusteigen. Der Plot ist nicht kompliziert und verlangt dem Leser nicht viel ab.

Herr Vermes bringt Hitler sehr glaubwürdig rüber. Als Leser kann man sich vorstellen, dass Hitler auf diese und jene Art denken und reden würde. Ganz gewiss war hier eine umfangreiche Recherche zu seinem Sprachstil notwendig. Auch die überaus gute geschichtliche Hintergrundrecherche muss man dem Autor hoch anrechnen. Selbst kleinste Details, die man nicht einmal im Geschichtsunterricht erfahren hat, wurden eingebaut.

Das Ende ist relativ unspektakulär - zumindest, wenn man es mit dem Film vergleicht. Und irgendwann muss Herr Vermes ja auch mal einen Cut machen, sonst verliert er sich vermutlich endlos in der Geschichte.

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Autor

Timur Vermes

Timur Vermes - Autor
© Olivier Favre

Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.

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