So viele Paradiese
 - Giovanna Giordano - Hardcover
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25,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Literarische Unterhaltung
557 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0131-0
Ersterscheinung: 28.04.2023

So viele Paradiese

Roman
Übersetzt von Elisa Harnischmacher

(17)

Eine moderne Odyssee – lebensklug, inspirierend, optimistisch

Der 20jährige Antonio Grillo aus dem sizilianischen Bergdorf Gesso ist ein sanfter junger Mann mit strahlend blauen Augen, der von Freiheit träumt. In seiner Heimat werden Statuen der Madonna verehrt, aber seit er gehört hat, dass man in Amerika eine Statue als Tribut an die Freiheit errichtet hat, steht für Antonio fest: Er will mit dem Schiff in die Neue Welt. Seine Reise im Jahr 1923 gerät bald zur Odyssee, wechselvolle Ereignisse und ungewöhnliche Begegnungen bringen ihn in ebenso gefährliche wie haarsträubende Situationen. Doch dank seiner Fantasie und seines unerschütterlichen Glaubens an das Gute ersteht vor Antonios Augen vor allem eine traumartige Welt voller verheißungsvoller Wunder…

»Welch eine Freude, dieser Roman (...) ein grandioses Epos von bezaubernder Schönheit« La Repubblica

»Eine epische Geschichte über das Abenteuer eines jungen Mannes, über Menschlichkeit und die Kraft der Natur, die zugleich auf moderne Weise von Aufbruch und Hoffnung erzählt« Rai Cultura

Rezensionen aus der Lesejury (17)

Buch_auf_Welt_aus Buch_auf_Welt_aus

Veröffentlicht am 19.05.2023

Eine märchenhafte und wundersame Reise von Sizilien nach Amerika auf der Suche nach der Freiheit

„Freiheit fällt einem nicht einfach zu, Freiheit muss man sich erobern.“ (S. 38)

Kurze Inhaltszusammenfassung
Antonio Grillo, ein zwanzigjähriger junger Mann mit besonderem Charakter aus dem kleinen sizilianischen ... …mehr

„Freiheit fällt einem nicht einfach zu, Freiheit muss man sich erobern.“ (S. 38)

Kurze Inhaltszusammenfassung
Antonio Grillo, ein zwanzigjähriger junger Mann mit besonderem Charakter aus dem kleinen sizilianischen Örtchen Gesso, wagt in den 1920ern die Reise über den Atlantik in Richtung Amerika, um dort seine Freiheit zu finden. Auf diesem Weg lernt er viele interessante Menschen kennen und erlebt er unzählige Dinge: wundersame, erfreuliche, traurige, rätselhafte, ärgerliche, enttäuschende, unglaubliche, …

Fazit
Das Cover ist ein wahres Schmuckstück für jedes Bücherregal; auch die Karte auf der Innenseite des Einbands sowie die farbliche und typographische Gestaltung sind wunderschön verspielt und stimmig. Genauso besonders wie der Protagonist Antonio ist auch der Schreibstil von Giovanna Giordano bzw. die Übersetzung von Elisa Harnischmacher: die Sprache ist wirklich einzigartig, sehr bildhaft und geradezu poetisch, gespickt mit vielen Metaphern und Vergleichen. Da ich des Italienischen mächtig bin, spiele ich mit dem Gedanken, das Buch wegen seiner sprachlichen Besonderheiten auch noch in der Originalsprache zu lesen.
Ich mache mir bei jeder Lektüre Notizen zum Inhalt, zu nachdenklich stimmenden Passagen und zu tollen Zitaten – und ich habe noch nie so viel aufgeschrieben wie zu „So viele Paradiese“! Die sprachliche Gestaltung macht die Lektüre gleichzeitig aber recht anspruchsvoll (ich lese normalerweise recht zügig, aber hier musste ich mir Zeit lassen und habe verhältnismäßig lange gebraucht). Mit der Geschichte von Antonio werden wichtige Themen – gerade für junge Erwachsene – angesprochen, wie das Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit. Interessant fand ich auch, wie Antonios Einzigartigkeit von außen wahrgenommen wurde: für die Einen war er nur ein dümmlicher, einfältiger und fast schon verrückter Tölpel, Andere hingegen erkannten und schätzten seinen besonderen Blick auf das Leben. Ganz nahe fühlte ich mich dem Protagonisten durch seine enge Verbundenheit zu Tieren und der Natur.
Darüber hinaus kommen indirekt im Verlauf der Geschichte auch zeitgenössische Probleme an die Oberfläche: die konservative Gesellschaft, besonders im dörflichen Kontext und in den einengenden familiären Strukturen, sowie die allgegenwärtigen Kriegsvorbereitungen und die damit verbundenen Phänomene wie z.B. Waffenschmuggel. Der Fokus des Inhalts liegt darauf, Antonios Leben in Sizilien und seinen Weg in Richtung Amerika zu begleiten, was stellenweise sehr detailliert geschildert wird und etwas langatmig wird. Die Geschichte endet für meinen Geschmack etwas zu abrupt.

Empfehlung
Für jemanden, der eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, eignet sich „So viele Paradiese“ nicht. Es ist wirklich ein besonderes Buch, auf das man sich einlassen muss, um die Sprache genießen zu können. Dann jedoch gerät man selbst leicht ins Träumen und findet vielleicht auch die Inspiration, die Welt einmal mit anderen Augen wahrzunehmen.

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biancaneve66 biancaneve66

Veröffentlicht am 18.05.2023

Von einem, der auszog, die Freiheit zu finden

Antonio Grillo träumt mit seinen 20 Jahren in seinem sizilianischen Heimatdorf Gesso von der Freiheit, die er in nur Amerika vermutet. Er will dorthin, wo sogar eine Statue für seine Sehnsucht errichtet ... …mehr

Antonio Grillo träumt mit seinen 20 Jahren in seinem sizilianischen Heimatdorf Gesso von der Freiheit, die er in nur Amerika vermutet. Er will dorthin, wo sogar eine Statue für seine Sehnsucht errichtet wurde. 1923 macht er sich daher auf zu einer Schiffsreise in die Neue Welt. Die Überfahrt entwickelt sich aber zu einer wahren Odyssee; Antonio begegnet den unterschiedlichsten Personen und erlebt ein fantastisches Abenteuer nach dem anderen.
Die Farben des Covers sind augenfreundlich; hinterlegt mit einer Landkarte, umrahmt von Orangenzweigen und Philodendronblättern, verweist – ganz klein – ein Segelschiff auf die Reise des Protagonisten. Wie unglaublich diese Fahrt allerdings wirklich verläuft, darauf bereitet einen dieses ruhige Bild nicht vor.
Die Kapitel weisen eine angenehme Länge auf und sind mit aussagekräftigen Überschriften versehen. Die Geschichte wird von der Großnichte des Protagonisten erzählt, die ihr Wissen um Antonio mit dessen Briefen an die Familie belegt. Einige dieser Briefe baut sie direkt in die Geschichte ein. Das soll sicher authentischer wirken, bei all den unglaublichen Geschehnissen, die dem Protagonisten widerfahren. Ich hätte die Korrespondenz des Großonkels gesammelt am Ende des Buches vorgezogen. In der Handlung verpackt wiederholen sie lediglich das zuvor schon Gelesene.
Die Sprache der Geschichte nimmt einen sofort mit auf die abwechslungsreiche Reise; teils sehr poetisch, mit Weisheiten und Metaphern versehen, und gespickt mit einigen Neuschöpfungen von Wörtern, für die es bisher noch keine Bezeichnungen zu geben schien. In den Dialogen sind ab und zu auch ganze Sätze in Umgangssprache untergebracht, die meines Erachtens nicht notwendig gewesen wären. Sicherlich ist es in einer Übersetzung schwierig, Dialekte verschiedener Regionen Italiens einzubauen, allerdings sprechen in der deutschen Ausgabe Menschen aus Palermo, Neapel und Genua ein und denselben Dialekt, um dann im nächsten Satz zur Standardsprache zu wechseln. Abgesehen davon ist die Übersetzung von Elisa Harnischmacher sehr gelungen.
Die Geschichte um den naiven Protagonisten ist ungewöhnlich und erfrischend – aber schwer in ein Genre einzuordnen. Die Autorin greift darin Themen aus Märchen, der Mythologie, der Bibel und insgesamt aus verschiedensten Quellen der Weltliteratur auf. Die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze, aber auch der Aromen, Düfte und Speisen nehmen den Leser sofort mit in die Atmosphäre dieser außergewöhnlichen Erlebnisse von Antonio. Man könnte das Buch als Entwicklungsroman sehen, mit einem unerfahrenen Protagonisten, dem die Gesellschaft von Tieren mehr zusagt als zwischenmenschliche Beziehungen, der andererseits immer wieder aufs Neue begeistert ist von schönen Frauen, und der verschiedenste Aufgaben meistern muss. Ob er tatsächlich eine wirkliche Entwicklung durchmacht, bleibt dem Leser überlassen, der sich auf dieses Buch voller Bilder einlässt. Und es zahlt sich aus, sich auf diesen ungewöhnlichen Roman einzulassen – für jene, die noch träumen können und die sich ein kleines bisschen ihrer kindlichen Unbefangenheit bewahren konnten.

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schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 15.05.2023

So viele Paradiese

Die Autorin hat sich für dieses Buch von ihrem Großonkel inspirieren lassen, der einst von Sizilien nach Amerika ausgewandert ist. Man schreibt das Jahr 1923. Der 20jährige Antonio lebt in Gresso in Sizilien. ... …mehr

Die Autorin hat sich für dieses Buch von ihrem Großonkel inspirieren lassen, der einst von Sizilien nach Amerika ausgewandert ist. Man schreibt das Jahr 1923. Der 20jährige Antonio lebt in Gresso in Sizilien. Hier kennt jeder jeden, es wird noch nach den alten Sitten und Gebräuchen gelebt. Antonio ist ein Träumer. Er spricht mit den Tieren, betet den Mond an und träumt von der großen Freiheit, die es seiner Meinung nach nur in Amerika gibt. Als er endlich seine Fahrkarte hat, beginnt das große Abschiednehmen, aber seine Stiefmutter versucht mit allerlei Boshaftigkeiten, ihn an der Reise zu hindern, da sie Angst davor hat, dass ihr leiblicher Sohn mit Antonio gehen will. Auf dem Schiff lernt Antonio die verschiedensten Menschen kennen, träumt und läßt sich übers Ohr hauen. Er erlebt die größten Stürme, Heuschrecken überfallen das Schiff, sie geraten in die Hände einer Piratin und er erlebt auf den Landgängen die bizarrsten Dinge, verliebt sich in verschiedene Frauen, denn er ist sehr leicht entflammbar und beinflußbar. Zauberer, wundersame Tiere und so manche Phantasiegestalten kreuzen seinen Weg, aber er erlebt auch echte Freunschaft. Leider ist Antiono ein sehr leichtgläubiger Mensch und er erlebt die tollkühnsten Abenteuer, bis er endlich in Amerika ankommt. Ich selbst hatte mir das Buch und die Reise anders vorgestellt. Dieses Buch ist aber ein Märchen für Erwachsene und wer so ewas liebt, für den ist die Lektüre sehr gut geeignet. Es ist eine Mischung aus Odysee, Hans im Glück und von Einem, der auszog um das Fürchten zu lernen. Für meinen Begriff geschehen leider Zu viel märchenhafte Dinge. Die Autorin hat einen sehr lyrischen und blumigen Schreibstil und spricht in Metaphern, was nachdenklich macht. Man kann die Gerüche der wunderbaren sizilianischen Gerichte spüren, den Duft der vielen Blumen und Bäume. An manchen Stellen liest sich das Buch leicht und einfach, anderswo muß man überlegen, was hier überhaupt gesagt werden will. Am Ende kann man auch den Titel des Buches verstehen. Das Cover ist in hellen Farben und zeigt Früchte und Blumen und mittig ein Schiff auf der Reise nach Amerika. Das Buch wurde auch für den italienischen Literaturpreis 2022 vorgeschlagen. Mit als Realist hat die Geschichte leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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manukind manukind

Veröffentlicht am 15.05.2023

Antonios unglaubliche Reise nach Merika



Antonio Grillo ist ein junger Mann aus Gesso mit wunderschönen blauen Augen, einem Herzen aus Gold und dem Kopf in den Wolken. Wie vielen jungen Leuten wird ihm die Heimat zu eng und er wandert aus.

Bis ... …mehr



Antonio Grillo ist ein junger Mann aus Gesso mit wunderschönen blauen Augen, einem Herzen aus Gold und dem Kopf in den Wolken. Wie vielen jungen Leuten wird ihm die Heimat zu eng und er wandert aus.

Bis er sich auf die Reise nach Amerika macht, gibt es viel für ihn zu tun. Antonio verzettelt sich gerne, verliebt sich immerzu, aber zum Glück gibt es immer jemanden an seiner Seit, der ihn wieder auf die Erde holt.

Antonios Geschichte ist voll von Abenteuern, Erlebnissen, Menschen, Tieren, Fantastereien und Geschichten. Bilder, Emotionen und Träumereien erlesen wir uns im Überfluss.
Manchmal erscheint der Weg ins gelobte Land unbezwingbar, und so manches Mal fragte ich mich, ob Antonio jemals ankommen wird.

Die Autorin nahm sich für ihre Geschichte viel Zeit und packte sie randvoll. Die Charaktere blieben sich treu, fast jede Person gab dem Leser eine Weisheit mit.
Die märchenhafte Sprache nahm mich gefangen, besonders der Anfang hallt in mir nach: der kleine Ort Gesso, Antonios bezaubernd und liebevoll beschriebene Heimat.

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lisahhh lisahhh

Veröffentlicht am 15.05.2023

Der metaphorreiche Weg in die Freiheit

„So viele Paradiese“ handelt von dem jungen Antonio, der 1923 aus dem Bergdorf Gesso (Sizilien) nach Amerika reisen will. Der Fokus des Romans liegt auf seiner Reise und den Steinen, die ihm dabei in den ... …mehr

„So viele Paradiese“ handelt von dem jungen Antonio, der 1923 aus dem Bergdorf Gesso (Sizilien) nach Amerika reisen will. Der Fokus des Romans liegt auf seiner Reise und den Steinen, die ihm dabei in den Weg gelegt werden.

Vor allem der Schreibstil sticht in diesem Roman hervor. Giovanna Giordano schreibt überwiegend in bildlicher Sprache. An manchen Stellen hat mich der Roman an eine Fabel erinnert; Tiere tauchen auf, stellen Charaktere oder übergeordnete Gefühle dar. Die Sprache ist reich an Metaphern und weiteren teils sehr rätselhaften Bildern. Auf der einen Seite wird dadurch sehr gut das Empfinden Antonios nach Freiheit dargestellt und auch ein differenziertes Bild der Gesellschaft erzeugt. Dennoch konnte mich der Roman dadurch nicht ganz abholen. Ich bin öfters verwirrt zurückgelassen worden, die Stellen mit den Tieren waren vor allem am Anfang sehr skurril.

Abgesehen vom Schreibstil ist das Buch voll an Emotionen, Geschehen und Charakteren. Über die Kapitel hinweg passiert einiges. Antonio begegnet mehreren ganz unterschiedlichen Personen, manche sind ihm positiv gegenüber gestimmt und er entwickelt sogar kurze Beziehungen, andere legen ihm Steine in den Weg.

Somit ist der Roman etwas ganz anderes wie das, was ich sonst gewohnt bin. Wenn man sich auf den Stil einlässt und diesen etwas mehr gewöhnt ist, ist es sicher ein wertvolles Buch.

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Autorin

Giovanna Giordano

Giovanna Giordano - Autor
© Carmelo Bongiorno
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