Eine Sehnsucht nach morgen
 - Eva Völler - PB

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14,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Saga
463 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2742-3
Ersterscheinung: 26.03.2021

Eine Sehnsucht nach morgen

Roman
Band 3 der Reihe "Die Ruhrpott-Saga"

(29)

Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Rezensionen aus der Lesejury (29)

Sonja2609 Sonja2609

Veröffentlicht am 06.04.2021

Ein würdiger Abschluss der Ruhrpott-Saga

Das Buch "Eine Sehnsucht nach Morgen" ist der dritte Band der Ruhrpott-Saga von Eva Völler und spielt Ende der Sechziger Jahre in Essen.
In der Ruhrpott-Saga begleitet der Leser die Essener Familie Wagner ... …mehr

Das Buch "Eine Sehnsucht nach Morgen" ist der dritte Band der Ruhrpott-Saga von Eva Völler und spielt Ende der Sechziger Jahre in Essen.
In der Ruhrpott-Saga begleitet der Leser die Essener Familie Wagner bereits über zwei Jahrzehnte.
Im dritten und letzten Band steht die jüngste Tochter der Familie, Bärbel, im Mittelpunkt der Erzählung.
Sie hat studiert, ist Ärztin geworden, doch konnte ihr Glück in Hamburg nicht finden und es zieht sie zurück in die Heimat.
Doch da wartet vor allem ihre alte Jugendliebe Klaus auf sie, der sie damals bitterlich enttäuschte..
Doch auch die anderen Familienmitglieder haben ihre Alltagsprobleme, vor allem Johannes und Inge, Bärbels ältere Schwester und der mittlerweile zum Teenager gewordene Johannes.
Es ist schön, die lieb gewordenen Charaktere der vergangenen Bücher wiederzutreffen, auch einige neue Personen haben es ins Buch geschafft.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Zeit ist gut geschrieben und es werden einige Themen der damaligen Zeit gut aufgegriffen.
Doch anders als in den beiden ersten Bänden hätte das Buch durchaus auch woanders spielen können, Essen ist als Spielort nicht mehr so wichtig.
Und es passieren doch zahlreiche Zufälle, die am Ende zur Auflösung der Geschichte führen.
Ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen, für mich ist es ein würdiger und versöhnlicher Abschluss der Buchreihe.
Die Autorin schreibt lebendig, beschreibt ihre Charaktere sehr liebevoll und man macht sich ein schönes Bilder der Szenen.
Ich kann das Buch sehr empfehlen, würde aber dazu empfehlen, die ersten Bände gelesen zu haben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Rebecca1120 Rebecca1120

Veröffentlicht am 05.04.2021

Turbulent geht’s weiter – wunderbar

Bärbel kehrt in ihre Heimat, Essen, zurück. Sie ist jetzt Ärztin, besser gesagt Chirurgin, und hat im katholischen Krankenhaus in Essen eine Stelle als Assistenzärztin angenommen. Die Familie freut sich, ... …mehr

Bärbel kehrt in ihre Heimat, Essen, zurück. Sie ist jetzt Ärztin, besser gesagt Chirurgin, und hat im katholischen Krankenhaus in Essen eine Stelle als Assistenzärztin angenommen. Die Familie freut sich, dass sie wieder bei ihnen ist und empfangen sie mit offenen Armen in ihrem Haus. Doch Bärbel hat nicht damit gerechnet, dass nach der Heimkehr und mit dem Wiedersehen von Klaus auch ihre alten Gefühle wieder so intensiv aufbrechen….
Das Buch, das durch die vielen kleinen und großen Probleme der Familien Wagner und Rabe so lebendig wirkt, hat mich wieder wunderbar unterhalten. Besonders der Slang der Menschen aus dem Ruhrpott hat die Geschichte so authentisch werden lassen. Oft hat es mich dadurch zum Schmunzeln gebracht. Ich fand es rührend wie in diesen Familien, egal ob alt oder jung, jeder sich um den anderen kümmert, seine Sorgen teilt und versucht Unterstützung zu geben. Eva Völler vermittelt dies so wunderbar, dass der Leser einfach mitfühlen kann, besser gesagt muss. So habe ich gegenüber der Ehefrau von Klaus blanken Hass entwickelt und hätte ihr am liebsten Mal die Meinung gegeigt. 😉
Für mich ist dies ein wunderbarer Abschluss dieser Triologie, der 5 Lese-Sterne voll verdient hat.

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buchfreude buchfreude

Veröffentlicht am 04.04.2021

Die Ruhrpott-Saga endet mit dem besten Teil!

Eva Völler lässt die Ruhrpott-Saga zu einem glorreichen Ende kommen. Im dritten Teil der Reihe gibt es neben viel Dramen und Spannungsverläufe auch viel Liebe und Geborgenheit. Die Figuren sind mittlerweile ... …mehr

Eva Völler lässt die Ruhrpott-Saga zu einem glorreichen Ende kommen. Im dritten Teil der Reihe gibt es neben viel Dramen und Spannungsverläufe auch viel Liebe und Geborgenheit. Die Figuren sind mittlerweile vertraut und wirken auch abgeschlossener und durchdachter als in den vorigen Bänden. Die Geschichte ist von vorne bis hinten rund. Dieses Mal liegt der Fokus der Handlung mehr auf Bärbel und ihre Liebesgeschichte. Bärbel tritt als starke, selbstbewusste Frau auf, die nicht wie im vorigen Band unbedingt einen Mann braucht, um ihr Leben zu meistern. Sie kommt auch gut allein zurecht und ist damit meine liebste Protagonistin der Reihe.

Inge und Johannes treten deutlich weniger auf als in den anderen Bänden. Dafür haben sie dennoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, die eher nebenbei erwähnt werden. Johannes wirkt in diesem Teil auch deutlich älter und manchmal gar einwenig spießig. Inge hingegen hat etwas an Schwung verloren, was ich schade fand. Gerade da sie mehr über sich und ihre Geschichte erfahren hat, verblasst diese Tatsache doch etwas.

Jacobs großer Auftritt findet auch im dritten Teil seinen Platz. Er ist nicht nur schlau, sondern auch sehr engagiert und schwimmt mit der Zeit. Auf Demonstrationen und mithilfe von Flugblättern versucht er alles, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dadurch wird die Geschichte aus dem familiären Kosmos etwas hinausgehoben und bietet mehr Hintegrund zu den geschichtlichen Umbrüchen der Zeit. Das hat mir sehr gut gefallen. Jacob erlebt neben waghalsigen Aufmärschen auch die erste Liebe.

Ich mochte diesen Band am allerliebsten von den dreien, da Bärbel und Jacob sehr spannende und vielseitige Charaktere sind, die viel mehr zu bieten hatten. Katharina und Inge ähnelten sich in vielen Punkten doch sehr, sodass die zwei ersten Bände ineinander verschwommen sind. Aber der dritte Band kommt mit einer ganz neuen Handlungsgeschichte, die noch mal alles rumgerissen hat. Das Finale der Saga hat alles etwas aufgewühlt und lässt mich nun etwas traurig zurück, da die Geschichte nun schon ein Ende nimmt. Eva Völler ist mit ihrer Ruhrpott-Saga gewachsen und die Bücher haben eine gute Entwicklung aufgenommen. Schade, dass es nun zu Ende ist.

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Lena_liest_ Lena_liest_

Veröffentlicht am 03.04.2021

Das Ende der Ruhrpott-Saga

„Eine Sehnsucht nach morgen“ ist der dritte Band der Ruhrpott-Saga der Autorin Eva Völler. Für den zweiten Teil der Saga „Ein Gefühl von Hoffnung“ gewann Eva Völler 2021 den DELIA-Literaturpreis und mit ... …mehr

„Eine Sehnsucht nach morgen“ ist der dritte Band der Ruhrpott-Saga der Autorin Eva Völler. Für den zweiten Teil der Saga „Ein Gefühl von Hoffnung“ gewann Eva Völler 2021 den DELIA-Literaturpreis und mit dem dritten Band findet die Reihe nun ein Ende.

1968 kehrt Bärbel Hamburg den Rücken zu und lässt eine gescheiterte Beziehung und einen guten Job als Ärztin hinter sich. Sie zieht zurück zu ihrer Familie nach Essen und wagt dort einen Neuanfang. Hierbei begegnet sie immer wieder ihrer Vergangenheit: ihre Jugendliebe Klaus wohnt direkt nebenan und auch wenn sie enttäuscht vom Ausgang ihrer damaligen Beziehung ist, kann sie sich nicht gegen die Anziehungskraft wehren, die zwischen den beiden noch immer zu spüren ist. Klaus ist jedoch mittlerweile verheiratet und hat eine kleine Tochter.
Es geht in dem Buch aber nicht nur um Bärbel und Klaus, sondern auch um die anderen Familienmitglieder der beiden Familien. Persönliche Rückschläge, neue Liebesbeziehungen, die Wünsche und Ziele der einzelnen Charaktere werden aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. Es geht um die Arbeit unter Tage, politisches Engagement, schulische Probleme und zwischenmenschliche Beziehungen. Immer wieder fließen Themen wie die Rolle der Frau in der damaligen Gesellschaft oder der Contergan-Skandal in die Geschichte mit ein und geben dem Ganzen Tiefe.

Anhand des Klappentexts habe ich erwartet, dass die Geschichte hauptsächlich von Bärbel und ihrer Beziehung zu Klaus handelt. Mir hat dann umso mehr gefallen, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird und die Entwicklung zwischen den beiden nur ein Handlungsstrang von vielen war. Die Handlung ist vielschichtiger und facettenreicher als ich es anfangs erwartet habe.
Die Bezüge zu den damaligen Ereignissen bringen dem Leser das Zeitgefühl und die Beweggründe der Menschen im Ruhrpott näher. Auch wenn man selbst zu der Zeit nicht gelebt hat, kann man sich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und bekommt einen Eindruck vom damaligen Lebensgefühl.
Bärbel, die die Rolle der Frau in den 60ern immer wieder hinterfragt, hat mir sehr gut gefallen, da dieses Thema noch immer aktuell und wichtig ist!
So spiegelt das Buch mit seinen zahlreichen Verweisen zum Zeitgeschehen der 60er-Jahre das Zeitgefühl der Menschen im Ruhrpott anhand der Familien Wagner und Rabe wider.
Die Handlung gewinnt zum Ende hin an Tempo und es wird alles recht schnell auf den letzten Seiten aufgelöst. Hier hätte meiner Meinung nach eine etwas ausführlichere Erläuterung gut getan, denn der Rest des Buches ist ebenso ausführlich.

Mit „Eine Sehnsucht nach morgen“ gibt Eva Völler dem Leser das Gefühl ein Teil der Familie Wagner und der 60er Jahre zu sein. Die Charaktere und deren Geschichten sind authentisch und liebevoll aufgebaut und man bekommt einen detailreichen Einblick in die damalige Zeit.
Lesenswert für jeden, der mehr über die 60er im Ruhrpott erfahren oder diese wieder aufleben lassen möchte!

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 01.04.2021

Finale

Das spannende Finale der Ruhrpott-Saga habe ich schon erwartet. Mittlerweile ist die Geschichte im Jahr 1968 angekommen, lange vorbei sind die Nachkriegsjahre, hier dreht sich nun alles um Flowerpower, ... …mehr

Das spannende Finale der Ruhrpott-Saga habe ich schon erwartet. Mittlerweile ist die Geschichte im Jahr 1968 angekommen, lange vorbei sind die Nachkriegsjahre, hier dreht sich nun alles um Flowerpower, Studentenbewegung, neue Vorstellungen vom Leben. Bärbel hat ihr Medizinstudium beendet und kehrt zurück nach Essen. Doch da ist es nicht mehr so wie vorher. Immerhin sind neun Jahre nach dem Ende des letzten Bandes vergangen. Klaus ist mittlerweile verheiratet. Auch die weiteren Familienmitglieder treffen wir erneut und auch hier gibt es einiges zu berichten, immer vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse, die jedoch nie überhand nehmen. Ein gelungener Abschluss der Reihe.

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Trailer | Ruhrpott-Saga

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Starke Frauen in bewegten Zeiten

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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