Never - Die letzte Entscheidung
 - Ken Follett - Taschenbuch

ab
26.07.2024
erhältlich

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12,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Thriller
877 Seiten
ISBN: 978-3-404-19322-6
Ersterscheinung: 26.07.2024

Never - Die letzte Entscheidung

Roman. Was wäre, wenn ... Weit mehr als ein Thriller: atemberaubend und beängstigend realistisch
Übersetzt von Dietmar Schmidt, Rainer Schumacher

(25)

Mehr als ein Thriller – Ken Folletts neuester, actiongeladener Roman führt tief in die Verstrickungen unserer globalisierten Welt und stellt die Frage »Was wäre, wenn ...?«


»Eine fesselnde Geschichte, und nur allzu realistisch« Lawrence H. Summers, ehemaliger US-Finanzminister

In der Sahara folgen westliche Geheimdienstagenten der Spur mächtiger Drogenschmuggler. Die Amerikanerin Tamara und ihr französischer Kollege Tab gehören zu ihnen. Für ihre Liebe riskieren sie ihre Karriere – und im Einsatz für ihr Land ihr Leben. Nicht weit entfernt macht sich die junge Witwe Kiah mit Hilfe von Schleusern auf den Weg nach Europa. Als sie sich gegen Übergriffe verteidigen muss, hilft ihr ein Mitreisender. Doch er scheint nicht zu sein, was er vorgibt.

In China kämpft der hohe Regierungsbeamte Chang Kai gegen die kommunistischen Hardliner. Er hat ehrgeizige Pläne, und er befürchtet, dass die Kriegstreiberei seiner Widersacher das Land und dessen Verbündeten Nordkorea auf einen Weg leitet, der keine Umkehr zulässt.

In den USA führt Pauline Green, die erste Präsidentin des Landes, ihre Amtsgeschäfte souverän und bedacht. Sie wird alles tun, was in ihrer Macht steht, um zu verhindern, dass die USA in einen unnötigen Krieg eintreten müssen. Doch wenn ein aggressiver Akt zum nächsten führt, wenn alle diplomatischen Mittel ausgereizt sind, die letzte Entscheidung gefallen ist – wer kann dann noch das Unvermeidliche verhindern?

In Ken Folletts neuestem Roman begegnen sich Heldinnen und Schurken, falsche Propheten und mutige Kämpfer, Liebe und Hass. Er fragt: Wenn sich die Welt nur einen Schritt vor dem Abgrund befindet – was kann jeder Einzelne dann noch tun? NEVER ist atemberaubend – und ein Weckruf.

Rezensionen aus der Lesejury (25)

buecher_wuermchen_ buecher_wuermchen_

Veröffentlicht am 25.05.2023

Beeindruckend!

Meistens reichen kleine Entscheidungen, um unglaublich große Auswirkungen zu haben. In diesem Buch geht es darum, was heute passieren würde, wenn viele kleine Entscheidungen zu einem Krieg führen würden...

Ich ... …mehr

Meistens reichen kleine Entscheidungen, um unglaublich große Auswirkungen zu haben. In diesem Buch geht es darum, was heute passieren würde, wenn viele kleine Entscheidungen zu einem Krieg führen würden...

Ich kannte den Autor bisher nur als Autor historischer Romane und konnte daher wenig mit ihm anfangen - dieses Buch spielt allerdings in der nahen Zukunft und passt daher besser zu mir. Die 900 Seiten werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt und Stück für Stück laufen alle Stränge zusammen. Obwohl das Buch sehr umfangreich ist, kamen keinerlei Längen vor und die Geschichte war durchweg spannend!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Schmoekertante Schmoekertante

Veröffentlicht am 21.04.2023

atemberaubende Spannung - erschreckend realistisch

Der neue Thriller von Ken Follet zeigt, wie schnell scheinbar logische Einzelentscheidungen in eine Katastrophe führen können.

Der Roman spielt abwechselnd in vier Schauplätzen, die aber alle miteinander ... …mehr

Der neue Thriller von Ken Follet zeigt, wie schnell scheinbar logische Einzelentscheidungen in eine Katastrophe führen können.

Der Roman spielt abwechselnd in vier Schauplätzen, die aber alle miteinander verwoben sind.

Die amerikanische Präsidentin bemüht sich mit aller Kraft, die Welt sicherer zu machen, diplomatische Lösungen für alle Konflikte zu finden und die Welt vor einem Atomkrieg zu bewahren.

Im Tschad kämpfen eine Agentin der CIA und ein französischer Agent gemeinsam gegen den islamistischen Terror. Als sich die Situation an der Grenze zum Sudan zuspitzt, wird schnell klar, dass es sich hier nicht nur um lokale Konflikte geht. Viel zu groß ist die Angst der Supermächte Chinas und der USA ihren jeweiligen Einfluss in der Region zu verlieren.

Gleichzeitig versucht eine junge Afrikanerin mit Hilfe eines Schleusers nach Europa zu gelangen.

Der Vizechef des chinesischen Auslandsgeheimdienstes gehört zum gemäßigten Lager und kämpft gegen die kommunistischen Hardliner im Land. Wird er es schaffen, den sich stetig verschärfenden Konflikt zwischen China und den USA zu lösen und den Untergang der Welt zu verhindern?

Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Durch den Wechsel der Schauplätze und damit der handelnden Personen bleibt die Geschichte immer spannend.
Ken Follet schafft es hervorragend, auch komplexe politische Entscheidungen nachvollziehbar zu beschreiben und die internationalen Verbindungen und Interessen der Supermächte darzustellen. Es war für mich sehr erschreckend mitzuerleben, wie eine Entscheidung zur nächsten führt und es irgendwann kein Zurück mehr zu geben scheint, dass Nationalstolz und Gesichtswahrung über der Vernunft stehen.

Insgesamt ist der Roman eine klare Leseempfehlung, mit einem hochbrisanten, realistischen Thema, was nachdenklich macht und hoffen lässt, dass im Falle eines Falles die Vernunft über das Recht des Stärkeren siegen wird.
Der einzige kleine Kritikpunkt ist für mich das Ende des Romans. Es ist relativ offen gehalten, so dass sich jeder Leser seine eigene Meinung bilden kann. Hier hätte ich mir noch einen in die Zukunft schauenden Epilog gewünscht, wobei ich mir allerdings auch nicht vorstellen kann, wie dieser aussehen sollte.

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Stillesen Stillesen

Veröffentlicht am 09.08.2022

Spannend und beklemmend

Ken Follet ist einer der großen Autoren unserer Zeit und ich oute mich ganz offen als Fan seiner Werke. Mit der Jahrhundertsaga (Sturz der Titanen, Winter der Welt, Kinder der Freiheit) hat er ein beeindruckendes ... …mehr

Ken Follet ist einer der großen Autoren unserer Zeit und ich oute mich ganz offen als Fan seiner Werke. Mit der Jahrhundertsaga (Sturz der Titanen, Winter der Welt, Kinder der Freiheit) hat er ein beeindruckendes Werk geschaffen, das praktisch alle relevanten Ereignisse der (westlichen) Welt des 20. Jahrhunderts durch persönliche Geschichten erlebbar macht.
„Never“ steht hier in einem klaren Zusammenhang - ohne Zeitangabe spielt es in einer (nahen) Zukunft, stilistisch klar an die Jahrhundertsaga angelehnt und als Fortsetzung zu verstehen. Im Vorwort nimmt der Autor Bezug auf „Sturz der Titanen“ und seine Recherchen zum Ausbruch des ersten Weltkriegs. Ein Krieg, den eigentlich niemand wollte, und der durch eine Verkettung von Ereignissen unvermeidlich wurde. Wer sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt hat, kommt unweigerlich zur Frage, ob sich dies wiederholen kann. Follet greift diesen Gedanken auf und skizziert auf fast 900 Seiten, wie wenige Schritte notwendig sind, bis die Welt am Rande eines Atomkriegs steht - kann er verhindert werden?
Wie in seinen Werken üblich, erzählt Follet zunächst unabhängige Handlungsstränge unterschiedlicher Protagonisten - wobei in „Never“ einige Verbindungen schnell sehr eng werden, bevor am Ende alles zusammenläuft. Starke Frauen stehen dabei wie in seinen früheren Büchern im Mittelpunkt, dazu hat das Buch einen starken Geheimdienst-Fokus: Die US-Präsidentin Pauline Green, die CIA-Agentin Tamara Levit, die Witwe Kiah aus dem Tschad. Dazu kommen der CIA- Agent Abdul John Haddad sowie der chinesische Vizeminister Chang Kai.
Follet gelingt es in seiner unnachahmlichen Art, eine persönliche Beziehung zwischen seinen Figuren und dem Publikum aufzubauen. Sein Erzählstil macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - es ergeben sich keine Längen und auch „Never“ wird seinem Anspruch gerecht, dass ein guter Roman 50 dramatische Szenen enthalten müsse (nein, ich habe nicht nachgezählt).
Dabei werden die drängenden Fragen unserer Zeit angesprochen: Der Klimawandel und die sich daraus ergebende Migration, Terrorismus, Menschen- und Drogenhandel, der Kampf zwischen Demokratie und autoritären Regimes. Es wird deutlich, dass es keine einfachen Lösungen für die komplexen Fragestellungen geben kann - und dass es keine einzelne Heldin gibt, die im Alleingang die Welt rettet.
Im Gegensatz zu den Kingsbridge-Romanen, der Jahrhundertsage oder seinen anderen Spionage-Thrillern existiert in „Never“ kein historischer Kontext, der Follet-typisch akkurat abgebildet werden müsste, dennoch merkt man auch diesem Roman die akribische Recherchearbeit von Follets Team an. Handwerklich und stilistisch spielt Follet in der Champions League.
Kritisch kann man anmerken, dass Follet ein klassisch europäisch-amerikanisches Weltbild wiedergibt: Die amerikanische Präsidentin (natürlich eine Frau), die sich um ihre Familie, ihr Volk und die Welt (in dieser Reihenfolge) sorgt, steht den chinesischen Parteikadern gegenüber, denen Ideologie (Kommunismus, Partei, Ehre) über alles geht. Dazu europäische Geheimdienste, die Terroristen in Afrika bekämpfen. Zwar gelingt es ihm, auch Zwischentöne einzubauen - aber das grobe, holzschnittartige Weltbild, das in Gut und Böse unterteilt, bleibt sichtbar.
Nichtsdestotrotz ein Buch, das man gelesen haben sollte. Es ist spannend und beklemmend - und spätestens nach dem Angriff von Putin auf die Ukraine absolut aktuell und konkret.

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Minijane Minijane

Veröffentlicht am 06.08.2022

So weit darf es nie kommen

Der internationale Bestsellerautor Ken Follett ist mir vor allem durch seine monumentalen historischen Romane bekannt. „Die Säulen der Erde „ hat mich vor Jahren schwer beeindruckt.


„Never- Die letzte ... …mehr

Der internationale Bestsellerautor Ken Follett ist mir vor allem durch seine monumentalen historischen Romane bekannt. „Die Säulen der Erde „ hat mich vor Jahren schwer beeindruckt.


„Never- Die letzte Entscheidung“ , sein neuestes Werk fällt in ein anderes Genre. Es ist ein Politthriller, der aber ohne Action à la James Bond daherkommt. Seine Helden sind „normale“ Menschen, die allerdings Schlüsselpositionen innehaben. Der Roman ist auch eine Dystopie, die in nicht allzu ferner Zukunft spielen könnte und die Schritt für Schritt beschreibt, wie unsere Welt sehenden Auges in den Abgrund rutscht. Das geht einem angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage mit einem Krieg in der Ukraine und chinesischen Drohgebärden in Taiwan besonders nahe, weil der Ausgangskonflikt im Roman auch zunächst regional und beherrschbar erscheint. Diese Realitätsnähe die man beim Lesen empfindet, ist vielleicht nicht für Jeden aushaltbar.


Das Buch führt uns zu einer Terroristenhochburg in den Tschad, spielt dann hauptsächlich in den USA und in China. Es ist dieses Auge um Auge, Aktion und Reaktion, dass eine fatale Kettenreaktion in Gang setzt. Da wird im Tschad ein Amerikaner aus dem Hinterhalt erschossen. Was ist eine angemessene Reaktion auf diese Agression? Ist die Reaktion eines totalitären Machthabers vorherzusehen? Kann man Besonnenheit von Diktatoren erwarten, die die Chance sehen dem Nachbarland eins auszuwischen? Führen Militärbündnisse nicht nur zu mehr Schutz, sondern auch zu schnellerer Eskalation?


Auch die Berater der Machthaber, ganz gleich welchen Landes versuchen immer auch Einfluss zu nehmen, und je nachdem, ob sich die Falken oder die Tauben durchsetzen, wird der Präsident eines Landes seine folgenreiche Entscheidung treffen.


Ken Follett baut seine Geschichte ganz langsam auf, Kritiker werden sagen zu langsam, aber mir gefiel seine Ausführlichkeit. Auch die Charaktere werden sehr genau und authentisch gezeichnet. Der Autor erzählt z.b auch viel über das Privatleben seiner Protagonisten.


So hat in den USA eine Frau das Präsidentenamt inne. Pauline Green gilt als gemäßigt und lebt mit Mann und Teenie-Tochter im Weißen Haus. Von Tochter Pippa‘s Schulprobleme erfährt der Leser ebenso, wie von den Eheproblemen mit Ehemann Gerry. Außerdem sitzt ihr von den nächsten Wahlen ein Trump ähnlicher Konkurrent im Nacken, der genau wie sein reales Vorbild populistische Hetze in der Öffentlichkeit betreibt.


Der Regierungsbeamte Chang Kai versucht in China die Hardliner der sogenannten alten Garde in Zaum zu halten. Auch er befürchtet einen nuklearen Konflikt zwischen China und den USA.


Sehr sympathisch waren mir auch CIA Agentin Tamara, die sich bei ihrem Auslandsaufenthalt in Afrika in ihren französischen Kollegen verliebt und der libanesisch-amerikanische Undercover Agent Abdul , der sein Leben riskiert, um den meist gesuchten islamistischen Terroristenführer aufzuspüren. Man leidet mit der jungen Witwe Kiah mit, die am fast ausgetrockneten Tschadsee keine Zukunft für sich und ihr Kind mehr sieht und sich in die Hände von Schleusern begibt.


Trotz seiner 876 Seiten hat mich Ken Follett‘s Roman von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Mich haben Länge und Ausführlichkeit gar nicht gestört. Ich finde die Seitenzahl hat dem Roman sogar gutgetan, denn die Geschichte konnte sich besser entwickeln, als es ein weniger Seiten starkes Buch hätte schaffen können.


Es war ein sehr eindringliches und erschreckendes Buch, eine Art Weckruf an die Menschheit, dass wir uns mit unseren hochgerüsteten Ländern sehr sehr nah am Abgrund bewegen.


Sehr empfehlenswert!

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reisemalki reisemalki

Veröffentlicht am 13.07.2022

Bitte niemals! Der Titel könnte treffender nicht sein "NEVER"" von reisemalki zu dem Buch "Never - Die letzte Entscheidung"

Niemals - Never ist einfach der prägnanteste Titel für diesen Roman von Ken Follett, frei nach dem Motto was wäre wenn es wirklich einen Atomkrieg gäbe - aber nicht nach dem Motto "The Day After" - wie ... …mehr

Niemals - Never ist einfach der prägnanteste Titel für diesen Roman von Ken Follett, frei nach dem Motto was wäre wenn es wirklich einen Atomkrieg gäbe - aber nicht nach dem Motto "The Day After" - wie geht es nach einem Atomkrieg weiter, sondern eher wie kann es überhaupt zu einem atomaren Erstschlag kommen, wer versagt politisch und wie sind die politischen Ströme über die globalen Kontinente hinweg miteinander vernetzt. Wer profitiert von wem, wer hängt amTropf von wem. Einfach Wahnsinn - dabei hatte ich das Buch tatsächlich zwischendrin erstmal beiseite gelegt - weil ich so gar nicht verinnerlichen wollte, was der Tschad mit dem Weltfrieden zu tun hat und ja - genau das ist die Zutat der Thriller der Spitzenklasse von Ken Follett. Die Erkenntnis kommt, und sie kommt gewaltig wenn sie direkt vor der Tür lauert, aber bis dahin schleicht sie, kriecht sie durch die Handlung - man will es nicht wahr haben, bis es zu spät ist - so ging es zumindest mir beim lesen. Manche Längen sind drin, manche dezente Erklärung zu Sachverhalten fand ich zuviel. Aber die Handlung, wie alles darauf hinaus läuft, das am Ende nur noch die Waffen sprechen, wo menschliche Handlung durch Worte und Diplomatie versagen, haut einen am Ende um. Tolles Buch!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Ken Follett

Ken Follett - Autor
© Olivier Favre

Ken Follett zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Welt. Von seinen siebenunddreißig Romanen wurden mehr als 192 Millionen Exemplare in über achtzig Ländern und in vierzig Sprachen verkauft. Seine Karriere begann Ken Follett nach seinem Studium jedoch zunächst als Reporter und Mitarbeiter eines kleinen Londoner Verlags. Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte der 1949 als Sohn eines Finanzbeamten geborene Waliser  mit der Veröffentlichung von DIE NADEL, einem Spionagethriller …

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