Gold und Schatten
 - Kira Licht - Hardcover

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17,00

inkl. MwSt.

One
Hardcover
Erzählendes für junge Erwachsene
543 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0080-1
Ersterscheinung: 28.02.2019

Gold und Schatten

Das erste Buch der Götter

(145)

Teil 1 einer spannenden Dilogie rund um die griechische Götterwelt mitten in Paris.
Paris die Stadt der … Götter!

Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch der draufgängerischen Maél geht immer wieder auf Abstand. Was hat er zu verbergen? Und warum um alles in der Welt kann Livia plötzlich Botschaften hören, die Bäume und Pflanzen zuflüstern? Ist sie dabei, den Verstand zu verlieren? Als es Livia schließlich gelingt, die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen, kann sie kaum glauben, welches Geheimnis sich ihr offenbart. Denn dass sie Maél kennengelernt hat, war alles andere als ein Zufall…

Lesen Sie auch das kostenlose Prequel "Träume und Hoffnung", das Maéls Ankunft im Paris der Zwanziger Jahre beschreibt.

Rezensionen aus der Lesejury (145)

Lenis_loveleybooks Lenis_loveleybooks

Veröffentlicht am 13.06.2019

Meine Meinung

Das Buch war von Anfang an durchgehend Spannend, vor allem konnte man es gar nicht erwarten, endlich herauszufinden, was, den Livias Kräfte sind.

Außerdem war der Schreibstile, der Autorin, sehr flüssig, ... …mehr

Das Buch war von Anfang an durchgehend Spannend, vor allem konnte man es gar nicht erwarten, endlich herauszufinden, was, den Livias Kräfte sind.

Außerdem war der Schreibstile, der Autorin, sehr flüssig, und man konnte alles gut verstehen.



Die Protagonistin, Livia, hat mich, aber dann, doch eher oft gestört, weil sie mir oft zu Weinerlich war. Denn ich mag es am meisten, wenn die Protagonistin, von Anfang an, eher einen starken Charakter besitzt, und sie nicht, vor einem Kampf wegrennt, sondern auf ihn zugeht. Das heißt nicht das Livia nicht einen starken Charakter hat, denn das hat sie, keine Frage, und das hat sie auch ab und zu in dem Buch bewiesen, aber sie ist, eher jemand der sich dann hinter ihrem Freund versteckt, und das gefällt mir, oft bei Protagonisten nicht so gut.

Trotzdem haben mir die oft auch sarkastischen Gespräche zwischen Mael und Livia gefallen, und waren sehr unterhaltsam.



Ich liebe ja Geschichten, die über die Griechische Mythologie geht, sehr, aber meistens ,geht es dann in diesen Geschichten, nur über die Halbgötter, aber in dieser Geschichte geht es mal ausnahmsweise nicht darüber, das sie eine Halbgöttin ist, sondern um ein anders Wesen aus der Griechischen Mythologie, und das hat mir sehr gefallen.



Außerdem war das Ende von "Gold&Schatten" einfach nur absolut... wow! Mit diesem Ende hätte ich nie gerechnet.



Also stellt euch auf eine spannende und witzige Geschichte rund um die Stadt der Liebe und ihrer Götter ein.



Bewertung:

4,0/5,0 Sternen

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EifelBuecherwurm EifelBuecherwurm

Veröffentlicht am 12.06.2019

Götter im Hier und Jetzt

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 4,99 [D]
Verlag: Bastei Entertainment
Seiten: 544
Format: Ebook
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 28.02.2019

Inhalt:

Teil ... …mehr

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 4,99 [D]
Verlag: Bastei Entertainment
Seiten: 544
Format: Ebook
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 28.02.2019

Inhalt:

Teil 1 einer spannenden Dilogie rund um die griechische Götterwelt mitten in Paris.
Paris die Stadt der … Götter!

Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch der draufgängerischen Maél geht immer wieder auf Abstand. Was hat er zu verbergen? Und warum um alles in der Welt kann Livia plötzlich Botschaften hören, die Bäume und Pflanzen zuflüstern? Ist sie dabei, den Verstand zu verlieren? Als es Livia schließlich gelingt, die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen, kann sie kaum glauben, welches Geheimnis sich ihr offenbart. Denn dass sie Maél kennengelernt hat, war alles andere als ein Zufall…

Design:

Das Cover hat mich von Anfang an fasziniert. Ich bin zwar kein Fan von Gesichtern auf Covern, doch hier wird (zum Glück) nicht alles gezeigt, sodass genug der Vorstellungskraft überlassen wird. Passend zum Titel "Gold und Schatten" ist das Cover geschickt geteilt. Die Schrift des Titels ist verspielt, doch durch die Farben auch edel. Mich spricht die Gestaltung auf jeden Fall an.

Meine Meinung:

Ein moderner Roman, in dem die griechische Götterwelt thematisiert wird? Das hat mich neugierig gemacht. Die Geschichte beginnt ganz harmlos: Livia ist ganz neu in Paris und trifft bei ihren Streifzügen durch die Stadt in den Katakomben auf Maél. Sofort ist zwischen den beiden ein Funken, den sie sich nicht richtig erklären kann. Und zu allem Überfluss kann sie auch noch seit ihrem Geburtstag mit Pflanzen sprechen. Spinnt sie jetzt? Oder steckt mehr dahinter?

Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen habe, habe ich in keinster Weise damit gerechnet wie sich der weitere Verlauf der Geschichte entwickeln würde. Die Autorin hat mich mit einer ungeahnten Tiefe überrascht. Es passiert so viel, dass ich wirklich überrascht war. Vom Klappentext her habe ich mit einem seichten, typischen Jugendroman gerechnet. So viel Spaß, Spannung und originelle Ideen habe ich nicht vorhergesehen. Hut ab!

Der Schreibstil ist frisch und modern. Er lässt sich sehr gut lesen. Der Anfang war ein wenig holprig bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Doch irgendwann hat es Klick gemacht und ich war gefesselt.
Die Protagonistin Livia (nebenbei: was für ein ungewöhnlicher Name) ist eine typische Teenagerin mit eher untypischen Problemen. Im Laufe des Buches kommt zu ihr noch ein Sidekick hinzu, den ich wunderbar finde. Sie dürfte auch bei mir einziehen. ;) Und Hermes ist auch ein wunderbarer Charakter.
Maél ist mysteriös und ein wahrgewordener Mädchentraum. Kein Wunder, dass Livia sich von ihm angezogen fühlt. Oder doch lieber ausgezogen?

Die Symbiose und Einarbeitung der griechischen Götter in das moderne Paris ist wirklich gelungen. Ich hoffe, dass wir im nächsten Band auf noch mehr Götter treffen werden.
Nach dem Ende des Bandes hätte ich am liebsten sofort weitergelesen. Verdammt, warum ist Band 2 noch nicht erhältlich? Ich werde ihn auf jeden Fall bestellen.

Fazit:

Das Buch hat mich überrascht und mir mal wieder vor Augen geführt, dass auch Literatur für Jugendliche voll neuer Ideen sein kann. Wer Götter in einem modernen Setting mag, der muss sich diesen Roman anschauen! Ich vergebe vier Sterne.

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NanasLesetapsen NanasLesetapsen

Veröffentlicht am 05.06.2019

Atemberaubend Spannend!

Paris,
die Stadt der

Götter!

Mit »Gold & Schatten« entführt uns die Autorin Kira Licht in eine geheimnisvolle und doch wunderschöne, auf wundersame Weise, tolle Welt von Livia und Maél, welche ... …mehr

Paris,
die Stadt der

Götter!

Mit »Gold & Schatten« entführt uns die Autorin Kira Licht in eine geheimnisvolle und doch wunderschöne, auf wundersame Weise, tolle Welt von Livia und Maél, welche sich vor dem Eingang der Katakomben treffen. Mit ihrem neuen Fantasyroman erschafft Kira eine fantasiereiche Welt mit vielen humorvollen Charakteren und witzigen, sowie traurigen, Szenen, welche zum lachen und weinen einladen.

Livia ist neu in Paris. Paris ist wunderschönen und verbirgt wundervolle Plätze, welche Livia gerne erkundet. Dazu gehören auf die Katakomben, welche für sie einen gewissen Reiz ausmachen. Doch, Livia hat das Gefühl verrückt zu werden, denn Pflanzen sprechen mit Ihr und verlangen stetig ihre Hilfe. Sei es Wasser, ein schattiges Plätzchen oder die Tatsache, dass sie ständig Tochter der Quelle genannt wird. Vor dem Eingang der Katakomben entdeckt sie einen Jungen, welcher sich sofort in ihr Gedächtnis einprägt und im Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle einnimmt. Sein Name ist Maél und er scheint nicht ein ‚normaler‘ Junge zu sein. Mit einem witzigen Trip durch die Dunkelheit und die Tatsache, dass Livia am Ende des Tages aussieht als hätte sie im Dreck gespielt, lernt sie die Tiefen der Katakomben und Maél näher kennen. Maél ist geheimnisvoll und besitzt einen starken Beschützerinstinkt, doch Livia bemerkt schnell, dass Maél mehr als nur ein Cataphile ist, kann jedoch zu Beginn der Geschichte es nicht genau deuten. Auch das ein Bettler auf der Straße ihr energisch hinter her ruft, lässt das Mädchen nicht unbeschadet.

Kira Licht entführt uns in eine Welt, in der Pflanzen sprechen können. Die Dialoge sind witzig gestaltet und laden zum Lesen ein. Ihre Protagonisten sind säuberlich ausgearbeitet und werden der Geschichte gerecht. Livia und Maél sind wie Katz und Maus und daher ist es angenehm ihre Dialoge zu lesen. Durch ihren flüssigen Schreibstil verliebt man sich sofort in das Buch und seiner Geschehnisse und durch passenden Überschriften – welche absolut zum folgenden Kapitel passen – lassen den Leser nur energischer Lesen. Es gibt jedoch im Buch nicht nur glückliche Moment, sondern Kira Licht hat in ihrer Welt auch gewisse Tücken eingebaut. Immerhin erfährt man nicht jeden Tag, dass man besondere Fähigkeiten hat. Daher ist es nur realistischer, dass Livia ebenfalls einige Zeit braucht um diese Fähigkeiten kennenzulernen und es zu akzeptieren. Ich finde diese tiefen Einblick sind der Autorin wirklich super gelungen und lässt das Buch noch mehr Entfaltungsfreiraum. Des Weiteren fühlt sich die Recherche um die Götterwelt gut ausgearbeitet an und jeder Gott, welcher im Buch vorkommt, stellt man sich auf die ein oder andere Weise vor – oder man wird vollkommen überrascht!

Zum Ende muss ich sagen, dass Kira Licht mit ihrem Buch »Gold & Schatten« eine wirklich tolle Welt erschaffen hat. Sie ist humorvoll und es macht Spaß das Buch zu lesen. Auch die Gestaltung des Covers ist einfach wunderschön. Ihr Schreibstil ist wirklich super und daher kann ich das Buch für alle Fantasyfans nur empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzung! 5 von 5 Sterne!

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Fernwehwelten Fernwehwelten

Veröffentlicht am 04.06.2019

Absolut herrlich, da werden alle kleinen Mängel egal!

Liebe auf den ersten Blick ist wohl der einzige Ausdruck, um zu beschreiben, was Livia empfindet, als sie dem unberechenbaren Maél zufällig begegnet. Obwohl… zufällig? Je näher sich die beiden kommen, ... …mehr

Liebe auf den ersten Blick ist wohl der einzige Ausdruck, um zu beschreiben, was Livia empfindet, als sie dem unberechenbaren Maél zufällig begegnet. Obwohl… zufällig? Je näher sich die beiden kommen, desto weniger glaubt Livia, dass die Begegnung dem Zufall geschuldet war. Und ehe sie sich versieht befindet sie sich mitten in einer halsbrecherischen Geschichte rund um griechische Götter und einen Jungen, der ihr immer wieder das Herz bricht.
Ich bin ein Fan der griechischen Mythologie. „Percy Jackson“, „Helden des Olymp“ und „GötterFunke“ habe ich schon verschlungen. Dementsprechend hatte ich, was das angeht, hohe Erwartungen an „Gold & Schatten“ – welche nicht ganz erfüllt wurden. An manchen Stellen erschien mir der Einfluss der griechischen Mythologie variabel. Es war nett eingearbeitet, aber für die Geschichte nicht zwingend. Ich hätte mir ein stärkeres Augenmerk auf das Thema Götter gewünscht, um nicht das Gefühl zu bekommen, dass die Charaktere auch durch andere hätten ersetzt werden können. Allerdings legt das Buch vielleicht absichtlich einen anderen Fokus, was nur meinen Geschmack nicht immer getroffen hat. Auch erschien mir manches unlogisch. Anfangs scheint die Existenz von Göttern ein Geheimnis zu sein – doch im Laufe des Buchs werden dann immer wieder leichtfertig Personen eingeweiht, als wäre das plötzlich kein Problem mehr. Vor allem zum Ende hin ist mir das nochmal aufgefallen.
Jetzt habe ich eiskalt mit den Kritikpunkten angefangen. Vielleicht, damit ich das Lenkrad herumreißen und in die Welt herausschreien kann: ABER ALL DAS WAR NACHHER EGAL, WEIL DAS BUCH SO TOLL IST! Ich habe es inhaliert. Die Charaktere waren ungemein sympathisch, haben einen zwischendurch in den Wahnsinn getrieben, aber nur, um direkt wieder ein begeistertes Quietschen über des Lesers Lippen zu locken. Der Schreibstil war locker und flüssig, hat einen trotz der langen Kapitel über die Seiten rasen lassen. Langeweile kam nie auf. Das Ende war dann der absolute Schock. Ich meine, wie soll man so bis August überleben?!
4,5 Sterne gibt es von mir, die negativen Aspekt werden fast gänzlich von all den positiven Sachen überrannt.

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KlaudiXO KlaudiXO

Veröffentlicht am 31.05.2019

Im Paris der Göttermythen ...

Inhalt

Nach ihrem Umzug in die Stadt der Liebe, Paris, wird die behütet aufgewachsene Livia immer wieder von Krankheiten und seltsamen Vorkommnissen geplagt. Wieso fangen Pflanzen an, mit ihr zu sprechen? ... …mehr

Inhalt

Nach ihrem Umzug in die Stadt der Liebe, Paris, wird die behütet aufgewachsene Livia immer wieder von Krankheiten und seltsamen Vorkommnissen geplagt. Wieso fangen Pflanzen an, mit ihr zu sprechen? Und wer ist der attraktive Maél, der sie in die Katakomben unter Paris entführt? Dass sie ihn getroffen hat, ist alles andere als Zufall, doch als mitten in Paris die geheime Welt der griechischen Götter zum Leben erwacht, muss Livia ihren Platz zwischen den Sagengestalten finden. Doch dunkle Mächte sind bereits auf dem Vormarsch und sie machen nicht vor Livia und Maél Halt …

Meine Bewertung

Achtung: Diese Rezension enthält kleine Spoiler zur Geschichte!

Griechische Götter in Paris? Count me in! „Gold und Schatten“ von Kira Licht war für mich auf mehreren Ebenen eine Must Read, weshalb ich mich umso schwerer getan habe, diese Rezension zu schreiben. So gut der Aufhänger mit Livias Kräften, der Traumstadt Paris und der Mythologie in diesem Buch war, so langatmig und schwierig war dann die Geschichte selbst. Tatsächlich musste ich es sehr lange sacken lassen und meine Gedanken dazu aufschreiben, denn ich bin wahnsinnig zwiegespalten, was diese Geschichte angeht.

Fangen wir mit den guten Seiten an: Tatsächlich fand ich Kira Lichts Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn es zwischendurch sehr viele Längen gab, die man im Lektorat noch gut und gern hätte zusammenkürzen können. Der Spannungsbogen war für mich etwas schwierig aufgebaut, vieles ging in Alltagsszenen und Livias Schwärmereien für den gutaussehenden Hottie Maél unter. Was an sich für die Altersstufe auch kein Problem ist, denn mit 14 Jahren sind diese Schwärmereien auch völlig in Ordnung – nur war Livia schon älters als 14-jährige Leser. Dafür wirkte sie auf mich an vielen Stellen sehr naiv und zu schüchtern, hatte aber manchmal Anfälle von Waghalsigkeit und Mut, die ich dann wiederum unterhaltsam fand. Ich hoffe, dass der Teil ihrer Persönlichkeit im zweiten Band weiter ausgebaut wird und sie sich nicht mehr so stark unterbuttern lässt. Sie hat nämlich einige coole Fähigkeiten!

Diese war für mich vor allem ihre Begabung, mit Pflanzen zu sprechen. Für Bewanderte in der griechischen Mythologie ist schnell klar: Livia gehört den Nymphen an. Und obwohl sie das auch recht früh im Buch feststellt, wird daraus kaum ein richtiges Thema gemacht, ihre Kräfte nicht weiter beleuchtet. Sie wirken eher wie ein Mittel zum Zweck, wenn es gerade gebraucht wird. Hier wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt und auch in dem Punkt hoffe ich, dass der zweite Band noch ordentlicher reinhaut.

Schön fand ich außerdem Livias Beziehung zu ihren zwei neuen besten Freundinnen. Gigi und Jemma hätten für mich straight aus „Mean Girls“ kommen können, sie waren aber super unterhaltsam und mit Livia zusammen ein tolles Trio. Mancher sarkastischer Spruch zwischen ihnen hat mich zum Lachen gebracht. Gleichzeitig waren sie mir fast etwas zu stereotyp gezeichnet, was auch daran liegen könnte, dass sie in vielen Bereichen Plot Devices blieben – nur da, um die Story voranzutreiben, aber eigene Einflüsse hatten sie kaum. Trotzdem fand ich sie sehr liebenswert und die Szenen mit ihnen haben das Buch gut aufgelockert. Ebenso verhielt es sich mit der Motte Evangeline – sie war eine so süße, treue Begleiterin, die Livia zur Seite stand! Sie mochte ich ganz besonders und ihre Fähigkeiten waren auch nicht ohne. Das hat mir sehr gut gefallen und in dem Moment habe ich auch festgestellt, dass Kira Licht wirklich sehr interessante Ideen hineingebracht hat.

Aber leider war nicht alles so positiv. Denn während ich mich auf den mythologischen Teil sehr gefreut habe, kam mir dieser an einigen Stellen so verdreht und unangenehm vor, dass ich das Buch gern weggelegt hätte. Die Beziehung zwischen Hades und Persephone und ihre Darstellung als Charaktere war mir echt richtig unangenehm, denn sie war unglaublich vorhersehbar und passte nicht mit meiner Vorstellung von ihnen zusammen. Das ist nun natürlich die Interpretation der Autorin und hierfür möchte ich auch ganz klar sagen: Das ist rein persönlicher Geschmack. Mir hat dieser Punkt einfach nicht gefallen, vor allem Persephones Darstellung als kratzbürstige, zickige Luxus-Ehefrau, die Aphrodite auch noch Adonis ausspannt. Das war für mich echt zu viel des Guten.

Dafür waren andere Charaktere wie Aphrodite und Hermes super gemeistert! Beide haben mir viel Freude bereitet, und auch die Irrungen und Wirrungen des wie eine Droge wirkenden Ambrosia waren sehr unterhaltsam geschildert. Die hat Maéls und Livias Beziehung vorangebracht, auch wenn ich von dieser überhaupt nicht angetan war.

Denn seien wir mal ehrlich: Maél ist kein Bookboyfriend. Es tut mir hier sehr leid der Autorin gegenüber, die sich viel Mühe gegeben hat, seinen Charakter verständlich zu machen, aber die zwei führen eine solch toxische, unangenehme Beziehung, dass mir regelmäßig die Galle hochstieg. Maél prügelt sich, weil Livia nicht mit ihm reden will, und eine Woche später ist alles vergessen? Seine mysteriöse Art ist höchst übergriffig und nicht so liebevoll, wie es dargestellt werden sollte. Sein Benehmen Livia gegenüber ist oftmals respektlos, soll dann aber mit kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten wiedergutgemacht werden. Am Ende erfährt man zwar, was dahintersteckt, aber dieses Trope des armen Jungen, der seine einzig wahre Liebe vor sich selbst schützen muss und sie deshalb immer wieder wegstößt, ist übelst toxisch. Entweder willst du eine Beziehung oder du willst sie nicht, aber wenn Letzteres der Fall ist, ist es ein Unding, mit Livias Gefühlen zu spielen, sie immer wieder näher zu dir zu ziehen und sie dann doch wieder wegzustoßen unter dem Vorwand, sie schützen zu wollen. Das ist keine Liebe. Das ist bloße Spielerei und jedes Mädchen, das so was bereits erlebt hat, ist mit verletzten Gefühlen und viel Trauer herausgegangen.

Neben all diesen Punkten fand ich wie gesagt den Spannungsaufbau nicht ganz plausibel gestaltet. Es gab unnötige Längen im Buch, die man zum Beispiel mit mehr Bedeutung der Katakomben hätte füllen können, oder mit mehr Begegnungen zwischen Livia und den Göttern/anderen mythischen Wesen. Das Nymphen-Thema wurde kaum aufgegriffen, nur wenn es notwendig war. Hier blieb noch viel Luft nach oben, und wo es dann Erklärungen gab, arteten sie schnell in Info-Dumps aus. Ich hoffe sehr, dass Kira Licht das Pacing im zweiten Band besser gelingt (und bitte, wie auch andere Rezensenten, um etwas kürzere Kapitel).

Werde ich also den zweiten Teil noch lesen? Ich musste wirklich überlegen, aber ja, ich werde es tun. Kira Licht hat mit mit „Gold und Schatten“ zwar nicht vollständig überzeugen können, aber ich hoffe sehr darauf, dass es im zweiten Teil „Staub und Flammen“ besser wird. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben mit dem Ende des ersten Buches, ich hoffe, dass die Autorin es besser umsetzen wird und der Beziehung zwischen Livia und Maél den richtigen Schubs gibt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Kira Licht

Kira Licht - Autor
© Kira Licht

Kira Licht wurde 1980 in Bochum geboren. Sie ist in Japan und Deutschland aufgewachsen und hat Biologie und Humanmedizin studiert, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte.

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