Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
 - Mary E. Garner - PB

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14,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Fantasy Bücher
412 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17980-0
Ersterscheinung: 30.04.2020

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

Roman

(72)

Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr ...

Rezensionen aus der Lesejury (72)

Tinis_buecherwelt_und_mehr Tinis_buecherwelt_und_mehr

Veröffentlicht am 02.06.2020

Vorhandenes Potenzial nicht genutzt

Wenn man den Klappentext eines Buches liest und dabei an seine Herzensreihe erinnert wird, hat solch ein Buch schon oft einen schweren Start und hohe Erwartungen. Bei „Das Buch der gelöschten Wörter“ hatte ... …mehr

Wenn man den Klappentext eines Buches liest und dabei an seine Herzensreihe erinnert wird, hat solch ein Buch schon oft einen schweren Start und hohe Erwartungen. Bei „Das Buch der gelöschten Wörter“ hatte ich direkt eine Mischung aus der Tinten-Trilogie von Cornelia Funke, welche ich einfach unter allen Büchern mit am meisten liebe, und den Buchspringern von Mechthild Gläser. Beide Reihen konnten mich überzeugen und auf eine ebenso toll gestaltete Geschichte habe ich hier gehofft und leider nicht bekommen.

Die Welt ist ähnlich aufgebaut wie in Gläsers Werk, ein Zentrum, wo sich die Charaktere der verschiedenen Bücher treffen können und ein Eigenleben führen. Vervollständigt wird dies durch Skizzen, Statisten und und den bekannten Charakteren. So weit, so gut. Auch die Frage, was mit geschriebenen Worten passiert, die wieder gelöscht wurden oder beim Versenden einer Mail verloren gingen, fand ich interessant und vom Gedanken her gut aufgegriffen. Jedoch war genau das einfach zu schnell geklärt, unsere Protagonistin Hope hat das Problem zu schnell in den Griff bekommen und man fragte sich, was soll hier wohl noch passieren auf den nächsten 300 Seiten?!? Auch die Idee, aus welchem das vorherrschende Problem entstand, fand ich gut und man hätte viel mehr daraus machen können, als es tatsächlich wurde.

Die Geschichte hatte unglaubliches Potenzial und dieses wurde leider nicht genutzt, denn zum Großteil beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch eine reine Einführung in diese Welt sein soll, rein theoretisch und mit minimaler Handlung. Ich denke, wäre etwas mehr passiert, hätte mich die Geschichte auch begeistern können – so musste ich mich doch recht oft dazu selbst überreden, dass ich weiter lese und verlor ein wenig auch die Lust am Lesen.

Dies lag allerdings nicht nur an der fehlenden Handlung, sondern auch an den wenig authentischen Charakteren. Unsere Protagonistin Hope wird beschrieben als 42-Jährige Frau, jedoch hat man beim Lesen eher das Gefühl ein heranwachsendes junges Mädchen auf ihrem Weg zu begleiten. Ich konnte sie leider in der gesamten Geschichte nicht als die ansehen, die sie sein sollte und das störte mich leider auch durchweg. Rufus war für mich ein komischer Kautz, den ich im gesamten Buch nicht wirklich einschätzen konnte. Frischen Wind in die Geschichte hat Gwen gebracht, welche einige von euch evtl aus den Geschichten rund um König Artus als Gwendolin kennen, denn sie war aufgeweckt und fröhlich, freute sich über fast alles und hat immer gute Laune verbreitet. Auf der anderen Seite hat sie ein großes Herz und setzt sich für ihre Freunde ein – also eine gute Mischung. M war für mich…merkwürdig. Warum man sie ausgerechnet so genannt hat, ist mir bis heute nicht klar, aber auch sie war für mich ein Charakter, der mir nicht schlüssig war und aus dem ich einfach nicht schlau wurde.

Es ist schwer zu beschreiben, wie ich das Buch fand, ohne dafür Erklärungen zu geben, die leider spoilern würden, daher lasse ich das an dieser Stelle auch sein. Für mich war dieses Buch leider eine kleine Enttäuschung, da man gewisse Handlungen auch sehr früh erahnen konnte. Auch die Auflösung kam nicht gänzlich überraschend, auch wenn das Buch dennoch mit einem Cliffhanger endet – man konnte sich denken, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde. Dennoch werde ich auch Band 2 eine Chance geben, da ich hoffe, dass in der Fortsetzung mehr Handlung und vor allem Spannung ins Spiel kommt und Band 1 wirklich nur die Einführung in diese Welt war.

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giselasleselust giselasleselust

Veröffentlicht am 02.06.2020

Wenn das Internet eigene Geschichten schreibt.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, was mit all den Buchstaben, den vielen Tausenden von Wörtern geschieht, die wir am Computer erst in die Tastatur hämmern, nur um sie einen Augenblick später wieder ... …mehr

Hast du schon mal darüber nachgedacht, was mit all den Buchstaben, den vielen Tausenden von Wörtern geschieht, die wir am Computer erst in die Tastatur hämmern, nur um sie einen Augenblick später wieder zu löschen? (1. Satz Prolog)

Meine Meinung

Hope Turner ist eine einsame Frau. Ihre sozialen Kontakte bestehen einzig aus den täglichen Besuchen im Altenheim. Ihre Mutter ist frühzeitig an Demenz erkrankt. Beruflich arbeitet Hope im Homeoffice für die Partnervermittlungsagentur Herz trifft Herz. Ihre eigene Beziehung ist vor zwei Jahren in die Brüche gegangen. Der Zufall führt sie ein zweites Mal in die sonderbare Buchhandlung Mrs. Gateways Fine Books. Dort sieht sie einen außerordentlich attraktiven Mann. Er sitzt in einem Sessel und ist vertieft in einen Klassiker. Aus Verlegenheit bestellt sie bei der unfreundlichen Mrs. Gateway eine Schmuckausgabe von Stolz und Vorurteil. Hope liebt Bücher. Vor allem Jane Austen hat es ihr angetan. Nachdem Hope Rufus kennengelernt hat, erfährt ihr Leben eine totale Wendung. Sie wird eingeführt in eine Welt der Bücher, in der gelöschte Wörter im Internet ein Eigenleben führen. Sie schreiben eigene Geschichten. Geschichten, die sehr gefährlich für die gesamte Menschheit sind.

Die Geschichte konnte mich von Anfang an mitnehmen. Meist sind die Hauptprotagonisten aus dem Genre Fantasy sehr junge Menschen. Hope bildet mit 42 Jahren eine Ausnahme. Das hat mir gut gefallen. Sie führt einen gut bezahlten Job aus. Sie klammert sich an die lichten Momente ihrer Mutter. Nachdem sie Rufus kennengelernt hat, lernt sie eine Welt kennen, die sie niemals für möglich gehalten hätte. Sie portiert mit Rufus in die geschaffene Welt von Jane Austen. Lernt die Menschen aus dem Roman in Fleisch und Blut kennen. Erfährt, dass sie die besondere Fähigkeit besitzt, das Eigenleben der gelöschten Wörter zum Positiven zu verändern.

Hope kommt sehr sympathisch rüber. Ihr Humor hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. In der Buchwelt findet sie Freunde. Rufus ist ein muskelbepackter Grieskram, der sein Lächeln hinter einem Bart versteckt. Auch ihn konnte ich irgendwie gut leiden. Insgesamt fand ich die Buchfiguren aus Janes Austen Klassiker sehr witzig. Hope findet in der Buchwelt großen Anklang. Ihre Fähigkeiten machen sie zu einer Heldin. Aus der Sicht von Hope wird der Leser in eine Welt entführt, wie er sie gerne selber einmal erleben würde. In den verschiedensten Klassikern mitwirken zu dürfen, ist ein großer Traum aller Bücherfreunde.

Fazit

Die Geschichte ist wahrlich nichts Neues, aber von der Autorin neu erfunden. Der flüssige Schreibstil liest sich wie Butter. Die verschiedenen Settings und Protagonisten entführen den Leser in die verschiedensten Buchwelten. Die Idee der gelöschten Wörter im Internet ist einfach nur genial. Wer würde nicht mal gerne die buchigen Helden seiner Kindheit kennen lernen? In Pemberly spazieren gehen und die erfundene Welt von Jane Austen real erleben? Ich fühlte mich durchgehend gut unterhalten. Das Ende ist extrem spannend. Ich freue mich nun auf den 2. Teil. Von mir eine absolute Empfehlung.

Danke Mary E. Garner.

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summersoul summersoul

Veröffentlicht am 01.06.2020

Die Buchwelt schwebt in Gefahr

*Zum Inhalt:*
Für Hope Turner ist nichts schöner, als in die Welt eines Buchs einzutauchen. Besonders gern versinkt sie in der ihrer Lieblingsautorin Jane Austen. Als Hope eines Tages wegen des Regens ... …mehr

*Zum Inhalt:*
Für Hope Turner ist nichts schöner, als in die Welt eines Buchs einzutauchen. Besonders gern versinkt sie in der ihrer Lieblingsautorin Jane Austen. Als Hope eines Tages wegen des Regens Zuflucht in der Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books sucht, geschehen mysteriöse Dinge. Auf einmal scheint es ihr in der Buchhandlung viel wärmer zu sein und sie riecht den Kuchen, den ihre Mutter immer gebacken hat. Erst tut Hope dies als Hirngespinst ab, doch dann begegnet sie Rufus Walker. Dieser offenbart ihr, dass Mrs. Gateway’s Fine Books keine gewöhnliche Buchhandlung ist, sondern das Portal in die Welt der Bücher. Diese und die reale Welt sind in Gefahr und brauchen Hopes Hilfe.

*Meine Meinung:*
Wir erleben die Handlung aus der Perspektive von Hope. Diese hat kaum soziale Kontakte und liebt es, in die Welt der Bücher einzutauchen.

Hope ist ein herzensguter Menschen, der wirklich jedem helfen will, was auch einer der Gründe ist, wieso sie ihren realen Job nur unter bestimmten Bedingungen aufgeben möchte, um in der Buchwelt zu helfen. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und mochte zum einen gerade ihre herzliche Seite, aber auch, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist. Denn Hope ist ein schlaues Köpfchen und lässt sich nicht unterkriegen, egal, welche Steine ihr der Leben in den Weg legt.

Ich finde, der Autorin ist es gelungen, nicht nur den von ihr erschaffenen Figuren allen etwas Eigenständiges zu geben, sondern auch den Romanfiguren, die man aus anderen Büchern kennt, noch mal die eine oder andere zusätzliche Charaktereigenschaft zu verleihen, was mir sehr gefallen hat. Zudem erschafft sie eine wunderbare Buchwelt, in die ich ebenfalls gerne einmal selbst reisen würde. Außerdem gibt es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, die mich aber regelrecht an die Seiten gefesselt haben, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Hinzu kommt noch, dass ich bei einigen Figuren bis zum Schluss nicht sicher war, was für ein Spiel sie spielen und auf welcher Seite sie wirklich stehen. Da dies der erste Band einer Reihe ist, bleibt das bei einigen Figuren auch am Ende noch offen.

*Fazit:*
Wer Lust hat in die fantastische Welt der Bücher einzutauchen, der ein oder anderen bekannten Romanfigur zu begegnen und dabei miterleben möchte, wie Hope den Kampf gegen unbekannte Gegner aufnimmt, ist hier genau richtig. Ich jedenfalls habe Hope gern begleitet, zugesehen, wie sie in der Buchwelt Freundschaften geschlossen hat und in ihrer neuen Rolle vollkommen aufging. Außerdem kann ich es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit Hope, Rufus und allen anderen weitergeht.

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Markus1708 Markus1708

Veröffentlicht am 01.06.2020

Fantays-Roman, 1. Teil, über eine Reise in die Bücherwelt

Hope Turner arbeitet bei einer Dating-Seite im Internet um dort Männern vorzugaukeln, Kontakt mit einer schönen Frau zu haben. Abseits ihrer Arbeit ist sie eher eine Einzelgängerin, ihre letzte Beziehung ... …mehr

Hope Turner arbeitet bei einer Dating-Seite im Internet um dort Männern vorzugaukeln, Kontakt mit einer schönen Frau zu haben. Abseits ihrer Arbeit ist sie eher eine Einzelgängerin, ihre letzte Beziehung liegt schon zwei Jahre zurück. Sie kümmert sich liebevoll um ihre Mutter, die in einem Pflegeheim lebt und von Demenzschüben geplagt ist. Ansonsten liest sie gerne und viel, am liebsten Jane Austen. Als es eines Tages auf dem Weg zu ihrer Mutter stark regnet, sucht sie Unterschlupf in einem Buchladen – der Beginn einer abenteuerlichen Reise! Denn, wie sie etwas später erfährt, dieser Buchladen ist ein geheimes Portal in die Bücherwelt! Und Personen mit Nachnamen Turner haben die Fähigkeit, sich dorthin portieren lassen zu können. Doch die Bücherwelt ist in Gefahr und alle Hoffnung ruht auf Hope, sie zu retten. Zwischen den Welten wandernd stellt sie mit Hilfe einiger berühmter Figuren der Weltliteratur Nachforschungen an um den Wettlauf gegen die Zeit und die Verräter zu gewinnen. Meine Meinung: was für ein fantasievolles und fantastisches Buch! Man wird hinein gezogen in den Strudel der Geschichte und ist absolut gebannt wie es weitergeht. Sehr gerne vergebe ich hierfür mindestens fünf von fünf Sternen.

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Galladan Galladan

Veröffentlicht am 31.05.2020

Angenehm zu lesen

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich von Mary E. Garner erschienen im Lübbe Verlag am 30. April 2020

Hope Turners Leben ist weder spannend noch romantisch. Erst als sie sich bei einem ... …mehr

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich von Mary E. Garner erschienen im Lübbe Verlag am 30. April 2020

Hope Turners Leben ist weder spannend noch romantisch. Erst als sie sich bei einem Regenschauer in Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt erfährt sie Dinge, die sie sich nie erträumt hätte.

Die liebenswerte Protagonistin Hope ist älter als man das gewöhnlich in einem Jugendbuch erwarten würde, aber da bei mir die Jugend auch schon etwas länger vorbei ist, fand ich es sehr erfrischend mal jemandem im reiferen Alter in einer Welt aus Büchern an zu treffen.

Obwohl das Setting der Geschichte schon etwas, nun sagen wir mal abgegriffen ist, macht es Spaß auch dieses Buch über Bücher zu lesen. Die Protagonisten sind schön gezeichnet, die Spannung hält sich zwar in Grenzen, aber bei einer Trilogie erwartet man heute nicht mehr unbedingt, dass ein Buch in sich abgeschlossen ist.

Um der Handlung zu folgen muss man die Bücher, die hier vorkommen nicht kennen, um einfach ein schönes Leseerlebnis zu haben. Ich erwarte, dass der nächste Band spannender wird und freue mich schon sehr darauf.

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Autorin

Mary E. Garner

Mary E. Garner träumte sich schon immer gern in die Welten ihrer Lieblingsbücher. Bevorzugt jene, die in ihrem geliebten England spielen. Ihrer persönlichen Leidenschaft zur großen Insel und deren literarischen Figuren entsprang die Idee zu Das Buch der gelöschten Wörter, in das sie nun auch ihre Leserschaft in entführt.

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