Nebenan funkeln die Sterne
 - Lilly Adams - PB

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12,90

inkl. MwSt.

Lyx
Paperback
Liebesromane
426 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0688-2
Ersterscheinung: 28.09.2018

Nebenan funkeln die Sterne

(91)

When it rains look for rainbows.
And when it’s dark look for stars.
 
Emma Martins führt ein aufregendes Leben – glaubt man ihrem erfolgreichen Instagram-Account. Tausende von Followern sehen sich täglich ihre Bilder an und lassen sich von ihnen motivieren. Doch die Wahrheit ist eine andere: Emma wohnt allein in einem winzigen Apartment in London. Der Kontakt mit anderen Menschen macht ihr Angst, vor die Tür geht sie nur selten. Einzig auf ihrer Dachterrasse, nachts, wenn die Stadt still ist und die Sterne leuchten, hat sie das Gefühl, richtig durchatmen zu können. Aber dann zieht der gut aussehende Nathan in die Wohnung nebenan – und bringt ihr Leben online und offline von einem Tag auf den anderen völlig durcheinander …

Rezensionen aus der Lesejury (91)

Katja_Fiona_Graf Katja_Fiona_Graf

Veröffentlicht am 23.04.2019

Bezaubernd und mitreißend

Hach, was für ein Buch. Nebenan funkeln die Sterne hat mich absolut mitgerissen. Der Schreibstil der Autorin hat mich von der ersten Zeile an überzeugt. Die bildlichen Beschreibungen der Londoner Straßen, ... …mehr

Hach, was für ein Buch. Nebenan funkeln die Sterne hat mich absolut mitgerissen. Der Schreibstil der Autorin hat mich von der ersten Zeile an überzeugt. Die bildlichen Beschreibungen der Londoner Straßen, die bezaubernde Dachterrasse und die sehr authentischen herausgearbeiteten Protagonisten machen diese Geschichte für mich zum absoluten Lesehighlight des Jahres. Eines der Bücher, dass ich sicher noch einmal lesen werde.

Ich hasse Spoiler und verzichte darauf Euch die ganze Geschichte in eigenen Worten zu erzählen, ebenso spare ich mir die Kopie des Klappentextes. Nicht nur aus urheberrechtlichen Gründen, sondern auch, weil du die Rezension nicht lesen würdest, hätte dich der Klappentext nicht angesprochen. Somit also redundant.

Konzentrieren wir uns lieber auf das Wesentliche! Das Buch ist herzlich und liebevoll erzählt, die Protagonisten sind mir sofort ans Herz gewachsen und die Hintergründe der Handlung absolut nachvollziehbar.

Ein zauberhafter Roman - unbedingt lesen!

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Fanti2412 Fanti2412

Veröffentlicht am 11.04.2019

Gute Unterhaltung mit schöner Botschaft!

Emma Martins hat Deutschland nach einem schicksalhaften Ereignis fast fluchtartig verlassen und lebt nun allein in London. Sie bewohnt eine winzige Wohnung mit einer schönen Dachterrasse und dort spielt ... …mehr

Emma Martins hat Deutschland nach einem schicksalhaften Ereignis fast fluchtartig verlassen und lebt nun allein in London. Sie bewohnt eine winzige Wohnung mit einer schönen Dachterrasse und dort spielt sich ihr reales Leben hauptsächlich ab. Die Großstadt überfordert sie und macht ihr Angst. Deshalb geht sie nur selten raus. Einkäufe und Job erledigt sie online.
Der andere Teil ihres Lebens spielt sich eben auch online ab, in sozialen Medien wie Instagram, Facebook usw.
Dort lässt sie ihre Follower an ihrem angeblich so spannenden und aufregenden Leben teilhaben. Doch das ist alles nur Schein, denn sie verwendet oft alte Fotos, die sie bearbeitet, um damit ihr angebliches Leben zu präsentieren. Sie erfindet sogar einen Freund und schließt online Freundschaften. In Wirklichkeit ist ihr einziger, treuer Freund ein zugelaufener Kater, der sie regelmäßig besucht und ihr ein wenig Liebe schenkt.
Dann zieht in der Nachbarwohnung plötzlich Nathan Burberry ein und beansprucht die Hälfte der Dachterrasse und bringt Emmas Leben ganz schön durcheinander. Denn Nathan ahnt nichts von Emmas „Doppelleben“ und begegnet Emma natürlich, aufgeschlossen und sehr charmant.
Wird Emma den Weg zurück in ein reales Leben schaffen?

Bei diesem Buch hat mich spontan der Klappentext und auch der Titel angesprochen.
Die modernen Themen der sozialen Netzwerke werden in dieser Geschichte sehr realistisch dargestellt und es ist schnell erkennbar, wie leicht man sich dort eine Scheinwelt und -identität aufbauen kann. Aber es werden auch die schönen Seiten gezeigt, denn aus Online-Freundschaften können, wenn man ehrlich zueinander ist, auch reale Freundschaften werden.
Emma als Protagonistin hat mir gut gefallen, auch wenn ich ihr Verhalten anfangs nicht ganz verstehen konnte.
Erst nach einer Weile wird klar, dass ein schicksalhaftes Ereignis sie so werden ließ. Was das genau war, erfährt man dann tatsächlich erst nach und nach.
Aber ich habe mit Emma mitgefühlt und ihre Ängste nachvollziehen können. Ihre Wohlfühloase auf der Dachterrasse sah ich bildlich vor mir und es war für mich nachvollziehbar, dass sie sich durch den neuen Nachbarn dort sehr gestört fühlt.
Nathan ist einfach ein sympathischer Mensch, der Emma völlig unvoreingenommen begegnet und von ihrem Geheimnis nichts weiß.
Dadurch lockt er unbewusst Emma ein bisschen aus ihrem Schneckenhaus und sie erkennt plötzlich, dass die Welt da draußen gar nicht so schlimm ist und sie den Absprung aus ihrer Scheinwelt schaffen möchte und muss.

In einem sehr schönen und gefühlvollen Schreibstil erzählt die Autorin Emmas Geschichte, die viel mehr ist, als eine Liebesgeschichte.
Emmas Weg aus der Scheinwelt zurück ins reale Leben ist berührend, fesselnd, teilweise dramatisch aber auch humorvoll und vor allem herzerwärmend.
Ich habe Emma gerne begleitet, auch wenn ich anfangs nicht nachvollziehen konnte, warum sie anderen Menschen die vielen Unwahrheiten auftischt. Nach einem schlimmen Ereignis zurückgezogen leben ist die eine Sache, aber das gesamte Umfeld praktisch zu belügen ist keine feine Art.
Dennoch hat mich ihre Geschichte gefesselt, denn ich wollte unbedingt beobachten, ob und wie sie den Weg aus dem Dilemma schafft.
Dabei konnte die Autorin noch mit einigen Überraschungen und Wendungen punkten.
Dieser Roman bietet gute Unterhaltung, eine Botschaft und schöne Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

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Zeilenwanderer Zeilenwanderer

Veröffentlicht am 04.04.2019

Gute Unterhaltung mit tollem Schreibstil!

Ihr Lieben, vor einiger Zeit habe ich Kingdom of Ash von Sarah J. Maas be­endet. Es war das Buch, auf das ich mich in diesem Jahr am meis­ten ge­freut habe. Es hat mich in kei­ner Wei­se ent­täuscht, aber ... …mehr

Ihr Lieben, vor einiger Zeit habe ich Kingdom of Ash von Sarah J. Maas be­endet. Es war das Buch, auf das ich mich in diesem Jahr am meis­ten ge­freut habe. Es hat mich in kei­ner Wei­se ent­täuscht, aber wie es dann so oft nach wirk­lich gu­ten Büchern ist, be­kam ich einen kleinen Book-Hang­over: Ich wusste einfach nicht, was ich lesen sollte, denn kaum ein ande­res Buch würde mit King­dom of Ash mit­hal­ten können. Was musste also her? Ein Genre­wechsel! Und was würde sich als Genre­wechsel nach epi­scher Fan­tasy mehr an­bie­ten als ein Lie­bes­roman? Daher griff ich kur­zer­hand zu Nebenan funkeln die Sterne von Lilly Adams, das ich euch heute vor­stellen möchte.
Wie in der Einleitung er­wähnt, habe ich das Buch be­gonnen, da ich auf der Suche nach einem ab­so­lut ande­ren Genre war und weil die locker­leich­te Ge­schich­te um Emma mich neu­gie­rig machte. Alles in allem hat mir der Roman auch gut ge­fallen. Es gab ein paar Klei­nig­kei­ten, die mich ge­stört haben, aber der Roman hat et­was ge­schafft, das ich mir von einem Young Adult Buch kaum er­hoffen mag: Er hat mich wirk­lich zum Nach­den­ken an­ge­regt.
Von Lilly Adams hatte ich vor Nebenan funkeln die Sterne noch kein ande­res Buch ge­le­sen, aber ich denke, dass ich mir auch wei­tere Bücher der Au­to­rin an­schauen werde. Mir hat ihr Schreib­stil näm­lich aus­ge­spro­chen gut ge­fallen. Dieser Ro­man ist wun­der­schön ver­fasst. Mal sind die Sätze kurz und knackig, mal fallen sie länger aus und sind dabei ma­le­risch und aus­druck­stark. Der anspre­chen­de Schreib­stil trägt für mich maß­ge­bend dazu bei, dass mir Emma so sym­pa­thisch ist. Ich kann ihre Ge­dan­ken­gänge und ihr Han­deln – auch wenn es na­tür­lich nicht rich­tig ist – ver­ste­hen. Ich weiß, wieso sie tut, was sie tut und so wuchs sie mir mit jeder Seite etwas mehr ans Herz.
Emma ist die Prota­go­nis­tin des Romans und die­ser wird einzig aus ihrer Pers­pek­ti­ve er­zählt. Das ist für mich so auch in Ordnung, da man Emma gut kennen­lernt. Sie ist mir zwar sym­pa­thisch ge­we­sen, je­doch nicht voll und ganz. Irgend­wie finde ich ihr Ver­hal­ten hin und wieder et­was selt­sam und konn­te mich wäh­rend der Lek­tü­re nicht immer mit ihr iden­ti­fi­zie­ren. Sie lebt ein sehr iso­liertes Le­ben und lügt, was mir über­haupt nicht ge­fällt. Das Ge­rüst, das sie auf­baut, hat mir Angst ein­ge­jagt, da ich nur darauf ge­war­tet habe, dass es zu­sammen­bricht.
Ich finde ihre Ängste zudem schwer nach­voll­zieh­bar. Im einen Augen­blick hat sie große Angst vor vielen Din­gen, im nächsten sind diese Ängste wie fort­ge­bla­sen. Für mei­nen Ge­schmack war das zu wirr und un­ent­schlossen. Ich hätte mir gene­rell einen strik­ten roten Faden ge­wünscht, der sich durch die Ge­schich­te zieht. Einmal in der ge­sam­ten Hand­lung, worauf ich gleich noch ein­ge­hen möchte, und in Be­zug auf Emma. Ich hätte so gerne eine schö­ne Ent­wick­lung ihres Cha­rak­ters ge­lesen und nicht dieses Hin und Her. Dass sie bei­spiels­wei­se zu Be­ginn des Ro­mans große Pro­ble­me mit ihren Ängsten hat, diese aber nach und nach be­sie­gen kann. Davon ab­ge­sehen mochte ich Emma als Pro­ta­gonis­tin sehr.
Soziale Medien bedeuten für Emma mehr Schein als Sein. Um ihren Feed zu füllen, sucht sie stra­te­gisch mehrere Jahre alte Bilder aus ihrer Ver­gan­gen­heit he­raus, die sie auf­wen­dig be­ar­bei­tet, um sie als Bilder aus ihrem jetzi­gen All­tag dar­zu­stellen. Ihre Fan-Commu­nity feiert Emmas Life­style und ihre Bil­der. Umso trau­ri­ger ist es, dass es ein­fach nicht stimmt. Als diese Er­kennt­nis schon wäh­rend der ersten Sei­ten bei mir kam, habe ich mich das erste Mal ge­fragt, für wie viele Menschen das die Rea­li­tät ist. Wie viele Menschen einem auf Insta­gram wohl etwas vor­gaukeln …
Jedes Kapitel beginnt mit einem Aus­zug aus Emmas Akti­vität in den so­zia­len Me­dien – wie sie mit ihren Followern in­ter­agiert und wel­che Lü­gen sie auf­baut –, was ich sehr interessant zu ver­fol­gen finde. Be­son­ders spannend ist näm­lich die Tat­sache, dass die­se Aus­züge immer auf das vor­heri­ge Ka­pi­tel be­zogen sind. So kennen die Leser die Wahr­heit und sehen genau, wie Emma diese in den so­zia­len Me­dien verdreht.
Die sozialen Medien spielen in diesem Buch eine große Rolle. Viele andere Blogger und ich selbst sind täg­lich auf so­zia­len Me­dien ak­tiv. Insta­gram (Twitter und / oder Facebook) ge­hö­ren meistens als fes­ter Be­stand­teil zum ei­genen Blog. Was ich bei Nebenan funkeln die Sterne sehr inte­ressant finde, ist eine Aussage von Emma, die in etwa so lautet: »Man ver­bringt Stunden mit dem Pla­nen des Feeds und dem Be­arbei­ten der Fotos, nur um ein Bild on­line zu stellen, dass nach we­ni­gen Minuten von den Followern be­reits ver­gessen wurde.« Ich habe mir die Stelle leider nicht mar­kiert, aber der Inhalt ist mir im Kopf ge­blie­ben, denn ich glaube, mit dieser Aussage kann jeder Blogger oder Influ­encer etwas an­fan­gen. Auf die ein oder andere Weise wird die­ser Satz näm­lich für jeden stimmen. Man in­ves­tiert als Blogger sehr viel Zeit für seine Fotos und die Dar­stellung des Ob­jek­tes, das man prä­sen­tie­ren möchte.
Es gibt jedoch auch einen großen Knack­punkt bei Nebenan funkeln die Sterne für mich. Die Hand­lung düm­pelt etwas vor sich hin. Wo­rauf läuft die Ge­schich­te hi­naus? – Das ist die Frage, die ich mir nach etwa hun­dert Seiten zum ersten Mal ge­stellt habe. Ich habe das Ge­fühl, dass der rote Faden in der Hand­lung voll­kommen fehlt. Die Aus­gangs­situ­ation ist klar ge­schil­dert und hin und wieder ver­lässt Emma dank Nathan ihre Kom­fort­zone. Aber das war es dann auch schon, wenn ich mich nicht irre. Ich habe mir ein­fach mehr von der Hand­lung er­hofft und nicht nur eine Grund­situ­ation mit sich doch immer ähnelnden Aus­rei­ßern aus dem Kon­zept. Wirk­li­che Spannung kommt für meinen Ge­schmack nicht auf.
Nebenan funkeln die Sterne ist ein Lie­bes­ro­man, das ist mir be­wusst. Ich weiß auch, dass man dieses Genre nicht mit spannen­den Kri­mis oder durch­dach­ter Fan­tasy ver­glei­chen kann. Dennoch hätte ich mir etwas ge­wünscht, das mich an die Hand­lung bin­det. Etwas, das mich dazu bringt, un­be­dingt wei­ter­le­sen zu wollen. Mir per­sön­lich hat in die­sem Punkt die be­son­dere Note gefehlt.
Lilly Adams überzeugt mit einem wunderschönen Schreibstil und interessanten Figuren, die das 21. Jahrhundert perfekt widerspiegeln. Ich hätte mir etwas mehr Handlung gewünscht.

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MsChili MsChili

Veröffentlicht am 01.04.2019

Angenehm zu lesen

Wenn Emma das Leben führen würde, wie es ihr Instagram-Account zeigt, wäre sie dauerhaft auf Achse und hätte keine ruhige Minute. Doch das ist alles nur Fassade. Denn Emma Martins lebt in London, allein ... …mehr

Wenn Emma das Leben führen würde, wie es ihr Instagram-Account zeigt, wäre sie dauerhaft auf Achse und hätte keine ruhige Minute. Doch das ist alles nur Fassade. Denn Emma Martins lebt in London, allein in ihrem Apartment und der einzige Besuch, den sie seit über einem Jahr bekommt, ist der Kater Troy und der Essenslieferant. Doch dann bekommt sie einen neuen Nachbarn, der ihr Leben komplett durcheinanderbringt.

Beim Klappentext dachte ich zuerst, wieder so eine schnulzige Liebesgeschichte. Doch ich wurde positiv überrascht. Denn es läuft eben nicht auf dieses typische „Ich liebe dich und will mit dir den Rest meines Lebens verbringen“ hinaus. Doch erst mehr zu den Charakteren. Emma ist mitfühlend, ernst, schnell eifersüchtig und reagiert so manches Mal recht überzogen. Trotz allem war sie mir sympathisch und ich war interessiert und fokussiert darauf, mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Nathan hat auch so seine Geheimnisse, ist äußerst hilfsbereit und dabei ein echter Charmeur. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, wobei es mir manches Mal fast zu ausführlich geschrieben war, so habe ich stellenweise die Seiten überflogen. Der Grundaufbau und der Fortgang der Geschichte hat mir außerordentlich gut gefallen und gerade die kleinen Rückschläge, die Emma erleidet, haben mir gut gefallen. Schade fand ich nur, dass ihre Angst so schnell verschwindet, gerade da es anfangs ja doch das Hauptthema ist. Und ich hatte auch beim Fahrradunfall etwas anderes erwartet.

Alles in allem ein Buch für gemütliche Stunden.

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tigerbaer tigerbaer

Veröffentlicht am 18.03.2019

Nebenan funkeln die Sterne

Beim Stöbern bin ich auf das hübsche Cover von „Nebenan funkeln die Sterne“ aufmerksam geworden und habe mir das Buch fix auf den Reader gezogen. Leider hat die Geschichte nun einen längeren „Dornröschenschlaf“ ... …mehr

Beim Stöbern bin ich auf das hübsche Cover von „Nebenan funkeln die Sterne“ aufmerksam geworden und habe mir das Buch fix auf den Reader gezogen. Leider hat die Geschichte nun einen längeren „Dornröschenschlaf“ in meinem digitalen SuB hinter sich, aber vor einigen Tagen habe ich mich endlich ans Lesen gemacht.

Es war mein erstes Buch von Lilly Adams.

Emma Martins lebt seit über 1 ½ Jahren in London und folgt man ihrem Instagram-Account konnte man glauben, dass die junge Frau ein ausgefülltes Leben führt und ihre Tage genießt.
Aber die Wahrheit sieht völlig anders aus: Emma lebt in einem winzigen Apartment und hätte sie keine Dachterrasse, würde sie wohl noch weniger Frischluft schnuppern als sie es ohnehin schon tut. Vor Kontakten mit anderen Mitmenschen hat sie Panik, weswegen selbst der Gang zur Mülltonne zu einer Mutprobe gerät.

Als Nebenan ein junger Mann einzieht und seine Hälfte der Dachterrasse für sich beansprucht, schwant Emma schnell, dass es mit ihrer Ruhe vorbei sein könnte.
Nathan sieht ziemlich gut aus, ist nett und arbeitet als Fahrradkurier. Seine deutsche Nachbarin findet er nett und wenn auch ein wenig skurril.

Die beiden Nachbarn laufen sich fortan öfter über den Weg und Emmas penibel strukturierter Alltag gerät mit jeder Begegnung mit Nathan mehr aus dem Gleichgewicht. Die junge Frau muss sich notgedrungen ihren Ängsten stellen.

Die Idee von „Nebenan funkeln die Sterne“ fand ich spannend, da man so mal eine etwas andere Liebesgeschichte zu lesen bekommt als sonst. Die Umsetzung hat mich allerdings nicht durchweg begeistern können.

Emma ist eine Protagonistin, mit der ich mir schwer getan habe. Ihre recht ausgiebig beschriebenen Grübeleien haben mir fast das komplette erste Drittel des Buchs etwas vergällt, da das Ganze recht mühsam zu lesen war. Mit Fortschritt der Handlung und je öfter sich Nathan und Emma sehen kommt beständig mehr Schwung in die Erzählung, so bin ich im Verlauf des Ganzen dann besser mit dem Buch klar gekommen.

Nathan war mir von Beginn an sympathisch und während es bei Emma sofort offensichtlich ist, dass sie einiges an Gepäck mit sich herum schleppt – wenn es auch eine ganze Zeit dauert, bis man das komplette Ausmaß erkennt – so dauert es bei ihm, bis man erkennt, dass auch er seine Last zu tragen hat. Beide Protagonisten sind durch dramatische Ereignisse aus ihrer Lebensbahn geworfen worden und gehen ganz anders damit um. Indem sich Emma und Nathan begegnen und sich auch ein wenig öffnen, müssen sie sich selbst hinterfragen und finden so im Laufe der Zeit einen Weg aus ihren ganz individuellen Irrgärten.

Gut gefallen haben mir die Zwischentöne in Bezug auf die Diskrepanz zwischen digitalem und realem Leben. Hier bringt die Autorin durchaus auch kritische Untertöne mit ein und verarbeitet das Thema schön mit ihren Protagonisten in der Geschichte.

„Nebenan funkeln die Sterne“ ist auf der einen Seite eine spannende Liebesgeschichte, die mal einen etwas anderen Ansatz als andere Geschichten aus diesem Genre verfolgt, dabei kann sie sich aber nicht zu 100 % aus genretypischen Stereotypen lösen. Für mich war die Handlung mitunter mühsam zu lesen und auch die Protagonisten haben mich nicht ganz für sich einnehmen können, deshalb gibt es in der Zusammenschau 3 Bewertungssterne von mir.

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Autor

Lilly Adams

Lilly Adams ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die mit ihrer Familie in München lebt. Nach dem Abitur und einem Zeitschriftenvolontariat absolvierte sie ein Diplomstudium der Germanistik, Journalistik und Kunstgeschichte in Bamberg. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin, fürs Fernsehen, gibt Schreibseminare und lektoriert. 

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