XXL-Leseprobe: Bird and Sword
 - Amy Harmon - eBook

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inkl. MwSt.

Lyx
Romantische Fantasy
55 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0681-3
Ersterscheinung: 05.10.2017

XXL-Leseprobe: Bird and Sword

Übersetzt von Corinna Wieja

(103)

XXL-Leseprobe zu Amy Harmons "Bird and Sword":
Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.
 
Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann ...
 
"Atemberaubend – eine epische Geschichte voller Magie und Romantik!" Totally Booked Blog 

Rezensionen aus der Lesejury (103)

Niccitrallafitti Niccitrallafitti

Veröffentlicht am 18.01.2018

Märchenhafte Atmosphäre, fesselnde Handlung, wunderschöner Schreibstil und besondere Beziehungsmuster

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich den Klappentext umformuliert und gekürzt habe, da ich ihn selbst vor dem Lesen nicht kannte und im Nachhinein sehr froh darüber bin, denn ich wurde von mehreren Aspekten ... …mehr

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich den Klappentext umformuliert und gekürzt habe, da ich ihn selbst vor dem Lesen nicht kannte und im Nachhinein sehr froh darüber bin, denn ich wurde von mehreren Aspekten überrascht, die leider im Klappentext stehen. Falls ihr ihn dennoch lesen möchtet, findet ihr ihn ganz unten eingeklappt. Meiner Meinung nach ist es jedoch vorteilhaft, sich unvoreingenommen auf die Geschichte einzulassen. Die optische Gestaltung gefällt mir wahnsinnig gut, ich bin ein großer Fan von broschierten Ausgaben. Und hier versteckt sich sogar eine illustrierte Karte hinter den Klappen.

Lark lebt mit ihrem Vater auf einem Hof, wo sie in ihren Freiheiten aus Sorge des Vaters nach dem Tod der Mutter immens eingeschränkt wird. Lark verfügte über eine interessante Gabe, jedoch wurde ihr diese aufgrund des dramatischen Ereignisses in ihrer Kindheit genommen. Es wirkte, als hielte sie sich in ihrem goldenen Käfig auf, ohne ihre Flügel schwingen zu können, denn in Wirklichkeit ist sie sehr lebhaft und neugierig. Bei ihren kleinen Ausflügen, die ihr mehr oder weniger gestattet wurden, begleitete sie ihr Freund Boojohni – eine mutige und treue Seele – der schnell zu meinem Liebling in der Geschichte wurde. Bei einem dieser Ausflüge traf sie plötzlich auf König Tiras, der zu dem Hof ihres Vaters ritt, um dessen Treue im anstehenden Krieg einzufordern.

Daraufhin nahmen die Dinge ihren Lauf und Tiras traf eine Entscheidung, die massive Konsequenzen für alle Beteiligten hatte. Die Entwicklung der Geschichte überraschte mich. Nachdem ich zuerst das Gefühl hatte, dass ich die emotionalen Aspekte nicht greifen konnte und mir der Verlauf zu flott ging, kam ich recht schnell zu der Erkenntnis, dass gerade diese Art Beziehung, die Tiras und Lark eingingen zwar auf einem bestimmten gegenseitigen Nutzen beruhte und wenig auf emotionalen Aspekten, aber meiner Meinung nach völlig nachvollziehbar und vor allem klug war. Sie waren ebenbürtige Partner, die auf Augenhöhe kommunizierten, auch wenn das aus bestimmten Gründen nicht auf die gewöhnliche Art funktionierte. Sie unterstützten und halfen einander, ohne, dass es groß thematisiert werden musste. Somit gab es keine typische Liebesgeschichte, ich persönlich fand die Strukturen sehr besonders und faszinierend, sie sorgten dafür, dass ich eigene Muster hinterfragte.

Das Setting wirkte mittelalterlich und magisch, der Schreibstil war märchenhaft, die Charaktere besaßen alle ihren besonderen Reiz. All das sorgte für eine intensive Atmosphäre, die mich total in den Bann gezogen hat. Besonders Lark mochte ich sehr gerne, denn sie war trotz ihrer Einschränkung (die ich aus Spoilergründen nicht näher benennen möchte) total stark, mutig und klug. Sie überraschte mich mit schlagfertigen Äußerungen und Handlungen, die zeigten, dass sie eine wahre Kämpfernatur war. Auch Kjell fand ich in seiner Rolle sehr interessant, auch wenn ich ihn bis zum letzten Teil der Geschichte nicht einschätzen konnte, jedoch machte genau das natürlich seinen Reiz aus. Während des Lesens blickte ich zur Orientierung regelmäßig auf die schöne illustrierte Karte der Lande von Jeru, was ich sehr angenehm und hilfreich fand.

Die Thematik der Geschichte empfand ich als beeindruckend und spannend, denn sie hielt einige Überraschungen bereit. Die Entwicklung bestimmter Charaktere und ihren Einfluss auf den Verlauf war mitreißend. Besonders unterhaltsam fand ich die Integration verschiedener Gaben, zumal Magie eine Todsünde war und es somit nicht selten zu riskanten Situationen kam. Auch den gesellschaftlichen Aspekt fand ich faszinierend, denn auch wenn Magie verboten war, bedeutete dies lange nicht, dass niemand mehr über eine Gabe verfügte – sogar manch einer, bei dem man es nie vermutet hätte, aber natürlich würde das niemand zugeben. Deutlich wurde dadurch vor allem auch, welche Gewalt die Wörter haben können, egal in welcher Form.

Bird & Sword begeisterte mich durch eine magische, märchenhafte Atmosphäre, eine fesselnde Handlung, einen wunderschönen Schreibstil und besondere Beziehungsmuster, die total untypisch waren. All das forderte eine intensive gedankliche Auseinandersetzung mit der Geschichte, was ich gar nicht erwartet hatte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Winniehex Winniehex

Veröffentlicht am 11.01.2018

Die verbotene Gabe

Das kleine Mädchen Lark ist gerade 5 Jahre alt, als sie mit ansehen muss wie ihre Mutter ermordert wird. Lark und ihre Mutter besitzen eine Gabe um an diese zu kommen, hat der König die Mutter getötet, ... …mehr

Das kleine Mädchen Lark ist gerade 5 Jahre alt, als sie mit ansehen muss wie ihre Mutter ermordert wird. Lark und ihre Mutter besitzen eine Gabe um an diese zu kommen, hat der König die Mutter getötet, diese hat mit dem letzten Atemzug Lark sozusagen verflucht, sie soll schweigen, denn ihre Worte haben eine große Macht. Als wäre das nicht genug Strafe für so ein kleines Wesen, wird Sie auch noch eingesperrt. Erst dreizehn Jahre später taucht plötzlich der Sohn des Königs auf Tiras. Er will das Larks Vater mit ihm in den Krieg zieht, damit dies auch wirklich geschieht missbraucht er Lark zu seine Zwecke in dem er Sie als Geisel nimmt. Während der Gefangenschaft kommen sich beide dann doch näher, sie spüren eine Zuneigung und Lark verliert auch ihre Angst ihm gegenüber, aber werden Sie es schaffen den Krieg im Königreich aufzuhalten?

Das Buch war in allem Munde, deswegen musste ich es auch einfach mal gelesen haben und war total begeistert. Was ich toll fand ist, dass man mit Lark aufwächst und auch mitfiebert wie sich entwickelt. Man muss sich das mal vorstellen da schaut ein kleines Mädchen zu wie ihre Mutter zu ihrem Schutz in den Tod geht und diese ihrem Kind sozusagen „verbietet“ zu sprechen um es zu schützen.

Ihr einzig Verbündete ist ihr Vater und von ihm kann Sie nicht wirklich Herzenswärme erwarten, ob es daran lag, dass er wegen ihr die Mutter/Frau verloren hat, lass ich mal so dahingestellt. Auf jeden all ist es so das er ihr quasi nichts erlaubt, Sie darf nicht die Burg verlassen, nicht schreiben oder lesen lernen. Auch der Kontakt zu anderen ist sehr eingeschränkt. Bis zu dem Tag als Tiras der junge König auftaucht und Sie als Geisel eine komplett neue Welt kennenlernt, in der Sie sich aber auch erstmal selber finden muss. Durch die „Freiheit“ kann sie ihre Gabe auch kennenlernen, was auch ganz neu für sie ist. Der junge König ist anders als sein Vater, er nutzt zwar Lark für sich aber ist nicht so egoistisch wie sein Vater, ihm geht es um sein Volk, nicht um den Sieg oder die Errungenschaften die daraus resultieren.

Fazit: Ein Wahnsinnsauftakt, ich bin schon total gespannt wie es weitergeht. Eines möchte ich jedoch noch anmerken, das Ende ist abgeschlossen. Falls jemand Angst hat so lange warten den zweiten Teil warten zu müssen. Für mich ein Lesehighlight im letzten Jahr 2017, deswegen volle fünf Sterne.

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BooksHeaven BooksHeaven

Veröffentlicht am 10.01.2018

Bird and Sword

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

<b>Inhalt:</b>

Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren ... …mehr

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

<b>Inhalt:</b>

Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann …
Quelle: luebbe.de

<b>Meinung:</b>

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

<i>"Sie war so klein. Nur ihre Augen waren groß. Ernst und Grau wie der Nebel über dem Moor nahem sie ihr Gesicht ein."</i>

Das Cover des Buches hat eine tolle Gestaltung, darauf zu sehen ist Lark in einem schönem goldenen Kleid und einem Kranz auf dem Kopf. Durch die Federn und Lichteffekte im Hintergrund sieht alles noch harmonischer und zauberhafter aus. Man kann von dem Cover nicht viel auf den Inhalt schließen, war aber nicht störend ist und was ich persönlich gerne mag.

Der Schreibstil der Autorin ist anders, da Lark nicht sprechen kann und man nur ihre Gedanken liest, passt sich der Schreibstil daran an. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive und Larks Gedanken sind oft eher einfach gestrickt, und wenn sie in ihren Gedanken Sätze formen möchte, liest es sich wie die Gedanken eines Kindes, da sie nie lesen und schreiben gelernt hat, doch das fügt sich ganz toll in die Geschichte ein und stört den Lesefluss damit nicht.

Zu Beginn lernen wir Lark kennen, sie hat eine Gabe und da ihre Mutter ebenfalls eine hatte, und darum getötet wurde, versucht Lark sie so gut wie möglich zu verbergen. Als der König eines Tages zu ihr und ihrem Vater, einem Lord kommt, verändert sich ihr Leben, denn ihr Vater hat keine Truppen für den Krieg gegen die Voglar gesendet, daher nimmt der König Lark als Pfand mit.

Wenn man Meinungen zu dem Buch liest, sieht man, dass die Leser das Buch entweder lieben oder hassen, es gibt fast keine Meinungen, die halbwegs neutral sind, daher war ich auch sehr gespannt, wie mir das Buch gefallen würde. Ich habe das Buch zusammen mit Ney gelesen und ich kann sagen, dass wir beide das Buch sehr gerne mochten.

Lark war mir ab der ersten Seite an sehr sympathisch, sie ist zwar schon 21, doch manchmal wirkt sie verloren und kindlich, was daran liegt, dass sich niemand um sie gekümmert hat. Ihr Vater hat Angst vor ihr und der einzige, den sie als Freund ansieht ist Boojohni, ihr Aufpasser. Die Freundschaft zwischen den beiden war das erste, das ich mochte, nicht Larks Gabe oder den König, sondern die Freundschaft. Die Stellen, an denen beide zusammen vorkamen, waren eher selten, aber wenn spürte man die Zuneigung von Boojohni zu Lark und wie sehr sie das freute. Es war schön zu sehen, dass es auch Freundschaften in Büchern gibt, die schon existieren und nicht gestellt wirken.

Der zweite positive Punkt in dem Buch ist eindeutig die Magie, welche man auf fast jeder Seite spürt. Mit der Zeit erfährt man immer mehr über die verschiedenen Gaben und wie diese entstanden sind und diese Geschichte hat mir sehr fasziniert, denn wie ihr vielleicht wisst, liebe ich Geschichten in Geschichten. Es wurde immer von den reinen Blutlinien geredet, den Menschen, die keine Gaben hatten, aber es war von Beginn an eindeutig, dass das nicht sein kann, wenn es so viele verschiedenen Gaben gibt. Larks Gabe ist die wichtigste in dem Buch, sie ist ja auch die Hauptperson, doch ihre Gabe fand ich selbst nicht so cool, da sie eher unspektakulär, aber trotzdem effektiv ist.

Schon ziemlich bald wird Lark an den Hof des Königs gebracht und ich fand es zuerst komisch, dass der König anscheinend Zuneigung zu Lark empfindet, da ich ihn mir sehr alt vorgestellt habe, dies ist aber nicht der Fall. Auch wenn Lark eigentlich eine Gefangene am Hof ist, wird sie gut behandelt und man spürt richtig, dass der König sie gern hat. Es vergehen Tage und Wochen und die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander und, wie sollte es anders sein, kommen sich immer näher. Die Liebesgeschichte in dem Buch empfand ich als angenehm, sie nahm nicht die komplette Geschichte ein und entwickelte sich eher langsam.

Zur Geschichte selbst möchte ich nicht allzu viel sagen, nur dass es immer wieder unerwartete Wendungen gab, mit denen ich persönlich nicht gerechnet hätte. Ich kann aber verstehen, dass viele Leser das Buch als langweilig empfinden, denn es passiert eigentlich nicht wirklich viel und meist geht es nur um Lark und Tiras, den König, der ihr Unterricht gibt. Es gibt auch noch die Voglar, eine Mischung aus Vogel und Mensch, gegen die das Königreich gerade im Krieg ist, doch von diesen bekommt man eher wenig zu lesen. Die wenigen Szenen mit ihnen waren aber spannungsgeladen und haben somit Schwung in die Geschichte gebracht.

Die Charaktere haben mir alle gut gefallen, vor allem Tiras und Kjell, die rechte Hand des Königs, waren meine Lieblinge. Auch wenn Kjell zu Beginn eher unfreundlich und griesgrämig war, hatte er doch etwas tolles an sich. Tiras wirkte auch verschlossen und geheimnisvoll, doch je mehr ich von ihm las, desto lieber mochte ich ihn. Somit hat die Autorin es geschafft, dass ich niemandem in dem Buch richtig hassen konnte, denn sogar die "Bösen" waren zu interessant für mich.

Das Ende des Buches ist geschlossen, auch wenn ein zweiter Band kommt, denn dieser handelt von einer anderen Person, dadurch kann man Bird and Sword beenden, ohne einen fiesen Cliffhanger erwarten zu müssen. Somit hat mich dieses Buch durchaus befriedigt zurück gelassen und ich war von dem Ende durchaus begeistert, denn es war einfach nur schön und hat mir eine Gänsehaut beschert.

<b>Fazit:</b>

Bird and Sword hat mich nicht enttäuscht, die Charaktere waren mir alle sympathisch und Geschichte gefiel mir sehr gut, denn ich mag Geschichten, in denen nicht viel passiert. Dadurch, dass es ein abgeschlossener Band ist muss ich nicht auf den zweiten warten. Meine Erwartungen wurden vollends erfüllt, daher vergebe ich 4 von 5 Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Mine_B Mine_B

Veröffentlicht am 09.01.2018

Bird and Sword

Der neue Roman von Amy Harmon „Bird and Sword“ ist der Auftakt einer romantischen Fantasy- Reihe. Die Autorin ist bereits durch ihre Liebesbücher bekannt geworden. Für mich war es jedoch das erste Werk, ... …mehr

Der neue Roman von Amy Harmon „Bird and Sword“ ist der Auftakt einer romantischen Fantasy- Reihe. Die Autorin ist bereits durch ihre Liebesbücher bekannt geworden. Für mich war es jedoch das erste Werk, welches ich aus ihrer Feder gelesen habe und hat mich leider etwas zwiegespalten zurückgelassen.

Klappentext:
Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.
Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann -

Amy Harmon hat einen sehr angenehmen und auch bildgewaltigen, teilweise auch recht poetischen Schreibstil. All diese Attribute haben dazu geführt, dass sich das Buch flüssig lesen lässt. Nicht alle eingebauten Wendungen sind unerwartet, teilweise sind sie recht vorhersehbar. Auch schafft es Harmon nicht immer, den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Die ersten Seiten sind meiner Meinung nach sehr stark – haben mich sofort in ihren Bann gezogen und haben dazu geführt, dass ich mehr über die Protagonistin Lark und ihre Macht über die Worte erfahren möchte. Zu Beginn des Buches erfahren wir mehr über die junge Lark, welches Schicksal sie erleiden musste und wie sich die Hinrichtung ihrer Mutter vor ihren eigenen Augen auf ihr späteres Leben ausgewirkt hat. Dieses Schicksal ist bewegend und wie Lark mit ihrer aktuellen Situation umgeht ist bewegend und lässt eine starke junge Frau vermuten.
Jedoch bin ich mit der Entwicklung von der Protagonistin nicht immer glücklich gewesen. Zu Beginn wehrt sie sich noch dagegen, dass sie von Prinz Tiras mitgenommen wird und dort sofort wieder eingesperrt wird. Sie ist wissbegierig und neugierig, möchte mehr über ihre neue Situation erfahren. Auch hier wirkte sie auf mich noch stark und selbstbewusst. Sie wächst an ihren Aufgaben und fügt sich nicht so schnell ihrem Schicksal. Doch leider ändert sich dies meiner Meinung nach recht schnell. Prinz Tiras gegenüber ist sie unterwürfig und tut einfach alles, was er von ihr verlangt. Sie wird ausgenutzt, bemerkt dies auch und findet sich damit ab. Ihre Gedankengänge und auch ihr Verhalten werden naiv und sie lässt sich gerne ausnutzen, macht sich viel zu viele Gedanken, was der Prinz wohl von ihr hält. Diese Entwicklung in Bezug auf Tiras hat mich persönlich gestört.
Allgemein fand ich den Prinzen recht unsympathisch. Er ist ziemlich dominant und nutzt seine Machtposition teilweise recht stark aus. Auch sein Verhalten gegenüber Lark finde ich bedenklich. Ich bin mit ihm nicht warm geworden und kann auch die Liebesbeziehung zwischen Tiras und Lark nicht nachvollziehen.
Schade finde ich auch, dass sowohl die Antagonisten als auch die Nebencharaktere ziemlich blass gehalten werden. Sie wirkten auf mich eher als Mittel zum Zweck. Die Bösewichte waren einfach böse, ohne dies näher zu beleuchten. Auch diverse Nebencharaktere wie z.B. Boojohni hatten durchaus Potential, welches einfach nicht genutzt wurde.
Allgemein finde ich auch, dass die Entwicklung der Beziehung zwischen Lark und Tiras viel zu viel Raum einnimmt. Dies hat zur Folge, dass die eigentliche Haupthandlung – die Bedrohung des Reiches durch die Volgar - stark in den Hintergrund gerückt wird. Man erfährt nicht viel über das Worldbuilding, welches in einem Fantasy- Roman meiner Meinung nach relevant ist. Auch das recht interessante Magiesystem, die Gabe über Worte oder auch andere erwähnte Magiearten, werden nicht wirklich ausgebaut und man erfährt als Leser nicht viel darüber. Dies finde ich wirklich schade und ist eine große Schwachstelle dieses Buches. Meiner Meinung nach konnte das Potential nicht ausgenutzt werden. Weniger Romantik und mehr Handlung hätten dem Buch gut getan – der Schwerpunkt wurde nach meiner Ansicht falsch gelegt.

Leider konnte mich Amy Harmon mit „Bird and Sword“ nicht vollständig überzeugen. Mir persönlich hatte die Liebesbeziehung zwischen Tiras und Lark viel zu viel Raum eingenommen und diese war für mich leider auch nicht nachvollziehbar. Gefallen hat mir dafür der Schreibstil der Autorin und auch die Grundidee ist gelungen. Daher kann ich leider nur schwache 3 Sterne vergeben.

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Samys-Lesestuebchen Samys-Lesestuebchen

Veröffentlicht am 06.01.2018

Wenn Worte die Stille durchbrechen - Grandioses Buch!

Meine Meinung:

Meine Neugier erhaschte das Buch allein schon durch sein wundervolles Cover. Für mich strahlt es den Schmerz und das Leid aus, welches die Hauptprotagonistin erlitten hat und zugleich birgt ... …mehr

Meine Meinung:

Meine Neugier erhaschte das Buch allein schon durch sein wundervolles Cover. Für mich strahlt es den Schmerz und das Leid aus, welches die Hauptprotagonistin erlitten hat und zugleich birgt es soviel Geheimnisse, die er zu erkunden gibt!
Aber auch die unzähligen positiven Rezensionen verstärkten mein Interesse.

Lark ist eine bemerkenswerte und sehr starke Hauptprotagonistin. Eingesperrt hinter den Mauern des Hofes ihres Vaters, der ihr die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt, sehnt sie sich nach Freiheit. Heimlich schleicht sie sich hinaus und genießt die wenigen Augenblicke außerhalb ihres eisigen Gefängnisses.
Ihre schüchterne Art lässt in einem eine Art Mutterinstinkt entstehen. Man möchte sie einfach nur in den Arm nehmen und nicht mehr loslassen. So war der Wandel ihre Persönlichkeit eine wahre Überraschung und man erkennt allmählich welch starke Charaktereigenschaften & Fähigkeiten sie verbirgt.

König Tiras habe ich ehrlich gesagt vollkommen falsch eingeschätzt. Für mich war er nicht der Held und herzliche Retter von Lark, sondern es schwank eher immer das Gefühl mit, dass er seine Machenschaften ausnutzt um an sein Ziel zu kommen und Lark für ihn eine Art Waffe darstellt.
So war es wahrlich überraschend, dass hinter dieser Fassade ein weicher Kern steckt, der ein Riesen Geheimnis verbirgt, dass er nur mit der Hilfe von Lark lösen kann. Auf den zweiten Blick habe ich mich schon etwas in ihn verschossen. *rotwerd*

Die Handlung ist durchweg geheimnisvoll, wendungsreich und spannend. Von Beginn an habe ich mitgefiebert, gehofft und mit Lark gelitten.

Der Schreibstil ist schwungvoll, magisch, bildgewaltig und fesselnd. Ohne viel Umschweifen ist man in der Handlung angekommen und vor Anspannung in die Seiten gefesselt - Ein einzigartiges und unvergessliches Lesevergnügen!

Fazit:

Dieser Reihenstart hat es wirklich in sich und entpuppte sich zu einem wahren Lesehighlight. Mit viel Gefühl, ordentlich Spannung und wundervoll ausgearbeiteten Charakteren hat mich Autorin Amy Harmon absolut überrascht und total begeistert!
Lesen, lesen, lesen!!!

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Autor

Amy Harmon

Amy Harmon - Autor
© Hiskey Photo

Amy Harmon wusste schon als Kind, dass sie einmal Schriftstellerin werden würde. Aufgewachsen umgeben von Weizenfeldern und ohne Fernseher hat sie ihre Freizeit mit Singen und Lesen verbracht und bald selbst eigene Lieder und Geschichten geschrieben. Später arbeitete sie als Lehrerin und war Mitglied des Saints Unified Gospel Chors, der 2005 einen Grammy erhielt.

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