Wie die Luft zum Atmen
 - Brittainy C. Cherry - PB

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14,00

Lyx
Paperback
Liebesromane
358 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7363-0318-8
Ersterscheinung: 13.01.2017

Wie die Luft zum Atmen

Übersetzt von Katja Bendels

(25)

Er küsste mich, als würde er ertrinken. Er küsste mich, als wäre ich für ihn, wie die Luft zum Atmen
Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. »Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz«, hatten sie gesagt. »Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.« Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte.
 
„Ein absolutes Meisterwerk!“
Three Girls and a Book Obsession
Band 1 der Romance-Elements-Reihe von Brittainy C. Cherry

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Rezensionen aus der Lesejury (25)

Weinlachgummi Weinlachgummi

Veröffentlicht am 18.02.2017

Highlight

Es war Liebe auf den ersten Blick. Schon als ich dieses Buch in einem Neuerschenugsbeitrag gesehen habe wusste ich, ich will es Lesen und es wird absolut toll werden. Später kamen dann die zu 90% begeisternden ... …mehr

Es war Liebe auf den ersten Blick. Schon als ich dieses Buch in einem Neuerschenugsbeitrag gesehen habe wusste ich, ich will es Lesen und es wird absolut toll werden. Später kamen dann die zu 90% begeisternden Lesestimmungen und ich bekam Zweifel. Was wenn es doch kein Highlight wird. Meine Angst war unbegründet.

Gerade starre ich wieder das Cover an. Eigentlich ist es schlicht. Doch nachdem ich nun das Buch gelesen habe, finde ich es richtig schön. Der Titel ist eh ein Traum und genauso passend, wie die Federn. Die Farbwahl war eine super Idee, sie passt so schön zum Inhalt. Auch die Klappbroschur zeigt Federn. Also alles absolut stimmig.

Es ist okay, dass es weh tut. Es ist okay, sich verloren zu fühlen, als würdest du durch die Dunkelheit irren. Die schlechten Tage machen die guten umso besser. Seite 204

Mein Fehler war, dieses Buch an einem Samstagabend um 23 zu beginnen. Den ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Bis um 5.50 habe ich durch gelesen, ohne Pause. Ich denke, dies sagt so einiges darüber aus, wie spannend und fesselnd die Geschichte ist. Genauso wie darüber, wie angenehm sich der Schreibstil lesen lässt.

Zu Beginn habe ich noch Post it Zettel für jeden schönen Satz / Abschnitt benützt. Dies legte sich bald, weil es einfach zu viele waren. Denn Textmarker habe ich dann ab Seite 200 gar nicht mehr geschlossen, sondern offen und griffbereit gelassen. Es gab so unglaublich viele schöne Passagen. Die Autorin kann richtig gut mit Worten umgehen. Auf eine poetisch aber auch schneidende Art. Ich konnte mich nur schwer für einige entschieden, die ich euch hier präsentieren möchte.

Wie konnten zwei Menschen, die in ihre Einzelteile zerbrochen waren, in den Scherben des anderen ihr Gegenstück finden? Seite 144

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspketive von Tristan und Liz. Ich konnte so gut mit den beiden mitfühlen und an so manchen Stellen brach mir schier das Herz, weil es so ergreifend war. Die Zwei empfand ich als sehr sympathisch und authentisch. Ganz zu schweigen von Emma. Und auch die anderen Nebencharaktere, alle irgendwie besonders. Nur Randfiguren aber trotzdem greifbar.

Kein anders Buch hat es geschafft, mich schon während der Handlung und nicht erst am Ende so oft zum Weinen zu bringen. Immer wieder flossen die Tränen und wisst ihr, was das Schöne dabei war. Kurz darauf musste ich wieder lachen. Es gab so einige skurrile Unterhaltungen. (Stichwort Hulk zum Beispiel) und noch viel mehr ergreifende Szene (zum Beispiel mit den Federn). Die großen Überraschungen habe ich zwar schon erwartet, dies fand ich aber nicht störend. Das einzige Manko war für mich, dass es zum Ende hin etwas schnell wurde. Das Tempo war anders als davor. Vielleicht empfand ich dies nur so, weil ich noch nicht abschied nehmen wollte. Aber irgendwie kam es mir wie ein Stilbruch vor. Als hätte jemand gesagt, bring noch etwas Action ein, aber halt dich kurz. Dieser Kritikpunkt, machte mir das Buch aber nicht madig.

Denn wenn man betrunken ist und tanz, ist alles andere egal. Man dreht sich und dreht sich und dreht sich, und die Luft wird leichter, die Traurigkeit wird leiser, und man vergisst für eine Weile, wie es sich anfühlt, etwas zu fühlen. Seite 105

Noch erwähnen möchte ich die intimen Szenen zwischen den beiden. Weil diese für mich heraus stechen. Sie sind zwar durchaus roh, aber kein bisschen vulgär oder brutal. Wie leider öfters bei anderen Büchern. Prickelnd beschrieben, aber doch mit ganz viel Gefühl. Kein, ich will dich beherrschen du gehörst mir Gerede.

Fazit:
Lesehighlight 2017 ?
Es tut mir Leid liebe Bücher, die ich 2017 noch lesen werde, die Messplatte ist gerade sehr hochgerutscht.
Ein ergreifendes Buch über 2 gebrochene Menschen, die zusammen weniger kaputt sind.
Über Verluste und einen Neuanfang.
Der Schreibstil ist ein Traum.
Es hat mich gepackt und nicht mehr los gelassen.
Ich habe geweint, ich habe gelacht, immer wieder.
Ich bin verliebt.

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misery3103 misery3103

Veröffentlicht am 17.02.2017

Jede Sekunde. Jede Minute. Jede Stunde. Jeden Tag.

Als Liz ihren Mann bei einem Unfall verliert, lebt sie mit ihrer Tochter Emma in Trauer und Tränen. Bis sie Tristan trifft, ihren Nachbarn, der ebenfalls um seine Familie trauert. Obwohl alle sie vor ihm ... …mehr

Als Liz ihren Mann bei einem Unfall verliert, lebt sie mit ihrer Tochter Emma in Trauer und Tränen. Bis sie Tristan trifft, ihren Nachbarn, der ebenfalls um seine Familie trauert. Obwohl alle sie vor ihm warnen, weiß Liz, dass er der Einzige ist, der ihren Schmerz versteht.

Liz und Tristan sind gebrochen. Mir tat das Herz weh, wenn ich von ihrem Schmerz und ihren Tränen gelesen habe. Ich habe lange nicht mehr bei einem Buch geweint, aber hier konnte ich oft die Tränen nicht zurückhalten.

Das Buch ist schön geschrieben und man lacht und weint mit den Figuren. Ihr Schmerz ist greifbar und lässt den Leser mitfühlen. Tristan ist ein starker Charakter, was seinen Schmerz noch größer erscheinen lässt.Die Geschichte ist einfach nur eine wunderschöne Liebesgeschichte und hätte die Dramatik am Schluss nicht gebraucht. Ach ja, die Sache mit den Federn ... Für jeden, der einen geliebten Menschen verloren hat, ein Trost. Ich werde nie wieder achtlos an einer weißen Feder vorbeigehen, sondern immer mit einem Lächeln.

Wunderschön und ergreifend!

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bine174 bine174

Veröffentlicht am 17.02.2017

berührend und emotional

Vorab - obwohl ich normalerweise ein Buch zu Beginn nach Cover beurteile, dieses aber meist nicht kommentiere (ich meine, jeder sieht ja, wie es aussieht), möchte ich es hier jedoch kurz ansprechen - es ... …mehr

Vorab - obwohl ich normalerweise ein Buch zu Beginn nach Cover beurteile, dieses aber meist nicht kommentiere (ich meine, jeder sieht ja, wie es aussieht), möchte ich es hier jedoch kurz ansprechen - es gefällt mir sehr gut, und der Mann auf dem Cover ist genauso, wie ich mir Tristan nach der Beschreibung im Buch vorgestellt hätte. Durch die Grautöne wird auch sehr gut die anfängliche Traurigkeit und Düsterheit der Geschichte vermittelt.


Nun zu meiner Meinung zum Inhalt: Ich fand das Buch sehr emotional, nicht nur einmal stiegen mir die Tränen in die Augen.


Die Geschichte wird abwechselnd aus Tristans und Elizabeths Sicht erzählt, dazwischen gibt es Rückblicke in die Vergangenheit der beiden - aus seiner mehr als aus ihrer - die auch durch eine andere Schriftart gut von der Gegenwart abgegrenzt sind.


Die Autorin hat einen sehr berührenden Schreibstil, mit Worten und Zitaten, die an die Seele gehen. Die Trauer der beiden, wie sehr sie darum kämpfen, wieder ins Leben zurückzukehren, war ans Herz gehend, und ich habe mit den beiden mitgelitten.


Trotzdem das Buch in Längen sehr traurig ist, zieht es den Leser trotzdem nicht runter. Es gibt im Gegensatz dazu so viele kleine Szenen, die Hoffnung, Liebe, auch Freundschaft vermitteln, dass es die Traurigkeit wieder ausgeglichen hat.


Tristan fand ich besonders gut beschrieben, wie zerrissen er ist, wie sehr er in seiner Dunkelheit feststeckt, und wie Elizabeth es schafft, ihn herauszuholen.


Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass nicht sofort von Liebe die Rede war - das wäre nach dem, was die beiden erlebt haben, auch nicht glaubwürdig - sondern dass sich die Beziehung der beiden langsam entwickelt, dass sie sich gegenseitig stützen und gemeinsam versuchen, sich ein Miteinander aufzubauen. Es gibt viele berührende Momente, die mir zu Herzen gingen, und es gab auch einzelne witzige Szenen, die mich lächeln haben lassen.

Beide Charaktere sind sehr gut beschrieben, ich konnte mich auf die beiden voll einlassen, und die Nebencharaktere runden die Geschichte im Gesamten ab. Da wäre einerseits Elizabeths Tochter, ein kleiner Wirbelwind, aber trotzdem auch einfühlsam, die einfach nur entzückend ist. Dann gibt es noch die Freundin - verrückt, manchmal ein wenig zu derb, aber liebenswert. Und auch die Eltern der beiden sind glaubwürdig und liebevoll geschildert, sodass man sich in der Geschichte von Beginn an gut aufgehoben fühlt.

Lediglich das Ende war mir zu übertrieben, weniger wäre hier mehr gewesen.

Es ist ein Buch, das einem zeigt, dass man nie weiß, was am nächsten Tag passieren wird, dass man seine Lieben festhalten soll, denn man weiß nie, ob man sie wiedersieht. Es ist eine Hommage an das Leben und die Liebe.

Im Ganzen sehen war es trotzdem ein Fünf-Sterne-Buch für mich, einfach, weil es mich von der ersten Seite an berührt hat, weil die Geschichte der beiden im Herzen bleibt, und man auch nach dem Auslesen noch weiter an die beiden denkt.

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Haihappen_Uhaha Haihappen_Uhaha

Veröffentlicht am 16.02.2017

geliebt, gelacht, getrauert, gelitten

Cover: Endlich mal ein Buchcover, dass zum Inhalt passt! Der Mann auf dem Cover sieht genauso aus wie der Protagonist beschrieben wurde und das grau-düstere Wetter spiegelt nicht nur die Augen von
Tristan ... …mehr

Cover: Endlich mal ein Buchcover, dass zum Inhalt passt! Der Mann auf dem Cover sieht genauso aus wie der Protagonist beschrieben wurde und das grau-düstere Wetter spiegelt nicht nur die Augen von
Tristan wieder, sondern auch die Gefühle und Stimmung im Buch. P.E.R.F.E.K.T.
Hätte ich nicht schon ein tolles Buch von der Autorin gelesen und hätte dieses hier nicht deshalb schon auf meiner WuLi, hätte ich es mir allein wegen dem Cover geholt. Wollte es ursprünglich im Sommer für den Urlaub kaufen, aber als ich es dann im Laden gesehen hab, konnte ich den Laden nicht ohne verlassen.

Handlung: Liz und ihre Tochter haben ein hartes Jahr hinter sich als sie in ihr altes Haus zurückkehren und dort auf den neuen mysteriösen Nachbarn Tristan treffen. Tristan ist jedoch bereits in der ganzen Stadt als richtiges Arschloch bekannt. Doch Liz kann nicht glauben, dass hinter diesen unglaublich traurigen Augen nicht mehr stecken kann, als ein blöder Arsch. Beide scheint mehr zu verbinden als sie ahnen.

Meinung: OMG!! Die Autorin hat mich endlich aus meiner Leseflaute geholt. Lange habe ich mich nach einem Buch gesehnt, dass
mich Nachts wach hält. Brittany C. Cherry hat es geschafft! Sie hat mich in eine düstere Welt voller Liebe, Trauer, Verlangen und
Verlust gesogen. Ihr Schreibstil ist einfach super easy und poetisch zugleich. Ich habe gelacht, getrauert, gelitten, geliebt und ab und
an auch mal ein Tränchen vergossen. Das Buch hat mich emotional unglaublich berühren können. Schon bei der Hälfte des Buches wusste ich es wird ein 5-Sterne Buch!

Die Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet. Ich habe mich einfach sofort in Tristan verlieben müssen. Ich mochte seine mürrische Art. Er war zwar sehr zurückgezogen und abweisend, jedoch nicht wirklich ein Arsch. Die Gestik und Mimik, die die Autorin ihm verliehen hat, hat seinem Charakter nur noch realer gemacht. Liz ist wirklich ein herzensguter Mensch und eine Mutter, die alles für ihr Kind tut. Emma war mal eine etwas andere 10-Jährige, die auf Zombies und Mumien steht. Mit den Nebencharakteren, wie zum Beispiel Liz Mutter und vor allem ihrer besten Freundin konnte die Autorin die Geschichte auflockern und einen gewissen Charme verleihen. Auch wenn ich Liz Freundin doch ein wenig zu pervers fand, war es meist so übertrieben versaut und verrückt, dass ich drüber lachen musste.

Der Plot hat mich von Anfang an fesseln können, bis zum Schluss war es unglaublich spannend. Brittany C. Cherry hat mich mit dieser Herzzerreisenden Liebesgeschichte emotional sehr berührt. Meist war es doch eher traurig und ein wenig düster, aber es hat ich trotzdem nicht total runtergezogen, auch wenn ich wirklich mitfühlen konnte.

Auch die erotischen Szenen, glaube es waren so 4? die eine oder andere war ein wenig länger, waren nicht so übertrieben wie in anderen New Adult Romanen. Finde sowieso bei solchen Szenen weniger ist mehr. Kann es gar nicht leiden, wenn das dann über 5-10 Seiten langezogen wird.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, war das die Beziehung zwischen Tristan und Elizabeth realistisch dargestellt wurde. Es wurde nicht gleich von Liebe gesprochen oder so, es hat sich alles langsam entwickelt und konnte mich somit wirklich überzeugen. So hatte man immer wieder das „Kribbeln“ im Bauch und hat mitgefiebert.

Was mir nicht gefallen hat, war der Schluss. Es war wirklich bis zu der einen Stelle perfekt, aber musste die Autorin, ein wenig übertreiben. Das gleiche Problem hatte ich bei „Verliebt in Mr. Daniels“ von ihr, es war einfach zu viel, übertrieben, sodass es wieder unglaubwürdig wurde. Was Tanner angeht, war er schon ein wenig Klischee.


Natürlich muss man sich auch eingestehen, dass alles schon recht konstruiert wurde, und es ja wirklich zu viele Zufälle gab in diesem Buch..aber es ist eben nur ein Buch..und da ich ein gutes Gefühl beim Lesen hatte, hab ich außer beim Schluss ein Auge zugedrückt :)

Fazit: Eine unglaublich emotionale und fesselnde Geschichte über Liebe, Verlust, Trauer und einem Weg damit umzugehen. Der Poetische Schreibstil ist sehr angenehm und locker leicht zu lesen. Die Charaktere sind real, greifbar und haben ihre eigenen Ecken und Kanten. Die Nebencharaktere sind auch mit viel Liebe und Humor gemacht und lockern die Story ein wenig auf.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Kitsune87 Kitsune87

Veröffentlicht am 15.02.2017

Romance Elements 1

Rezension zu Wie die Luft zum Atmen von Brittainy C. Cherry

Titel: Wie die Luft zum Atmen (Romance Element Reihe, Band 1)
Autor: Brittainy C. Cherry
Übersetzer: Katja Bendels
Verlag: Lyx (Bastei Lübbe)
Genre: ... …mehr

Rezension zu Wie die Luft zum Atmen von Brittainy C. Cherry

Titel: Wie die Luft zum Atmen (Romance Element Reihe, Band 1)
Autor: Brittainy C. Cherry
Übersetzer: Katja Bendels
Verlag: Lyx (Bastei Lübbe)
Genre: Liebesroman
Preis: 14,00 €
Erscheinungsdatum: 13.01.2017
Isbn: 978-3736303188

Klappentext:

Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. »Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz«, hatten sie gesagt. »Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.« Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte.

Meinung:

Mir fällt es dieses Mal unglaublich schwer, eine Bewertung zu schreiben. Denn ich mochte das Buch und fand es bisweilen doch unerträglich und das gleichermaßen.

„Das Schlimmste daran, einen Menschen zu verlieren, den man liebt, ist, dass man sich selbst verliert.“ - Seite 65

Alleine vom Klappentext und der Inhaltsangabe hätte ich „Wie die Luft zum Atmen“ nicht gekauft. Doch mein erster Roman der Autorin, „Verliebt in Mr. Daniels“, hat mich so mitgerissen, dass ich diesen Roman direkt vorbestellt hatte. Selbst wenn der Klappentext nichts Neues versprach, so würde mich der Inhalt und der Schreibstil wieder überzeugen können - war mein Gedanke dabei. Doch der Schreibstil war der Punkt, der mich teilweise fast zur Verzweiflung brachte (und damit sind nicht die Logikfehler gemeint, die sich - so scheint es - Dank der Übersetzung eingeschlichen haben). Cherry schreibt wirklich schön und gefühlvoll. Doch für mich waren diese Gefühle an vielen Stellen einfach zu überschäumend und drohten mich mit den beiden Hauptfiguren zu ertränken. „Wie die Luft zum Atem“ ist wirklich das ganz große Gefühlskino und doch mochte mich die Liebesbeziehung zwischen Liz und Tristan nicht überzeugen können. Vielleicht waren es die zu viel gesagten Worte und die zu häufig verwendeten Liebesbekundungen.

„Ich werde dir helfen, ihn festzuhalten. Ich werde dir helfen, dich an ihn zu erinnern. Ich werde mich um dich kümmern.“ - Seite 137

Es lag auch vielleicht an dem „von jetzt auf gleich“, dass ich mich nicht mit ihnen freuen konnte. „Kitschalarm“ schrie es mehr als einmal in meinen Gedanken aber ich denke, dass dies genau das Erfolgsrezept des Romans sein wird. Dies ist wirklich ein Buch für Fans der ganz großen Gefühle.

Was mich abgeholt hat, waren die negativen Gefühle. Die Trauer, die sowohl Liz als auch Tristan als Ballast der Vergangenheit mit sich brachten. Mir als Mutter und Ehefrau fielen manche Passagen schwer zu lesen und trieben mir das ein oder andere Mal Tränen in die Augen. Die Kapitel sind aus beider Sicht verfasst, wobei die von Liz in der Überzahl sind. Trotzdem konnte ich mich so gut in beide hineinversetzen. Sie sind beide verletzte Seelen, die jeweils ihren eigenen Weg gefunden haben, mit den Verlust von geliebten Menschen umzugehen. Sie sind beide auf der Suche. Doch nach was, wissen sie selbst noch nicht. Und dabei wirkten sie - bis auf die oben erwähnte Kritik - authentisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Ein bisschen weniger dick aufgetragen, hätte ich die beiden wirklich lieben können.

Auf weitere Charaktere wurde kaum Wert gelegt. Es gab die überdrehte beste Freundin, die mir am Anfang noch sympathisch war, im späteren Verlauf aber wirklich sehr stereotypisch wurde.

„Filter sind was für Zigaretten, nicht für Menschen, Liz.“ - Seite 51

Alle anderen Figuren wurden zwar gut in die Geschichte integriert, das Hauptaugenmerk wurde jedoch auf Liz und Tristan gelegt. Die kleine Emma konnte ich jedoch schnell ins Herz schließen.

Der Schluss hält noch einmal viel Dramatik bereit, die mir dann doch zu viel war. Zu gewollt, zu viele Zufälle, zu sehr „New Adult“. Dies hat dem Roman wirklich nicht gut getan.

Fazit:

Auch wenn mir das Buch an manchen Stellen zu viel wahr - zu viel Gefühl, zu viele Worte - mochte ich es wirklich ganz gerne. Ich mochte seine Charaktere und (wenn auch nicht in in allen Fällen) deren Sicht auf die Dinge. Doch so richtig gezündet hat es bei mir nicht. Es hat mich nicht so umgehauen, wie es „Verliebt in Mr. Daniels“ geschafft hat. Vielleicht habe ich aufgrund des anderen Romans zu viel erwartet. Das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Ich mochte die Traurigkeit, war aber mit der Trauerbewältigung überfordert. Ich empfehle „Wie die Luft zum Atmen“ Fans von Liebesgeschichten mit einem Übermaß an Gefühlen. Es wird denjenigen gefallen, die genau dieses „Kitsch“ und tragische Schlussszenen brauchen, damit es für sie ein guter Liebesroman wird. Unromantischen Menschen wir mir, wird er wahrscheinlich „too much“ sein.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Brittainy C. Cherry

Brittainy C. Cherry - Autor
© Brittainy Cherry

Brittainy C. Cherrys erste große Liebe war die Literatur. Sie hat einen Abschluss der Carroll Universität in Schauspiel und Creative Writing und schreibt hauptberuflich Theaterstücke und Romane. Sie lebt mit ihrer Familie in Milwaukee, Wisconsin.

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