Das Geheimnis des Winterhauses
 - Sarah Lark - Hörbuch

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12,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Frauenromane
422 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5546-4
Ersterscheinung: 24.11.2017

Das Geheimnis des Winterhauses

Roman
Gelesen von Katrin Fröhlich
Mit Illustrationen von Tina Dreher

(47)

Wien, Gegenwart. Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Ellinor und ihre Mutter sind mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sich Ellinor auf den Weg nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer tragischen Liebesgeschichte und einem großen Familiendrama auf die Spur kommt ...
Diese Reise bringt ihr Leben durcheinander und ihre Ehe ins Wanken. Wird sie am Ende Geborgenheit und ihr Glück finden?

Rezensionen aus der Lesejury (47)

LesenIstLuxus LesenIstLuxus

Veröffentlicht am 29.04.2019

Rezension Das Geheimnis des Winterhauses von Sarah Lark

Als durch einen Krankheitsfall in der Familie herauskommt, dass ihre Großmutter adoptiert wurde, macht sich Ellinor auf die Suche nach ihren Wurzeln. Von Wien aus geht es über Dalmatien nach Neuseeland. ... …mehr

Als durch einen Krankheitsfall in der Familie herauskommt, dass ihre Großmutter adoptiert wurde, macht sich Ellinor auf die Suche nach ihren Wurzeln. Von Wien aus geht es über Dalmatien nach Neuseeland. Dort stößt sie bald auf viel versprechende Spuren und taucht gemeinsam mit dem Leser in die Vergangenheit ein. Nach und nach wird die Wahrheit aufgedeckt und die Geschichten der Frauen ihrer Familie haben bald schon einen bedeutsamen Einfluss auf Ellinors Leben.

#Rezension Das Geheimnis des Winterhauses von Sarah Lark#

Nachdem ich alle Teile der “Schattenjäger-Chroniken” von Cassandra Clare gehört hatte, hatte ich das dringende Bedürfnis, etwas “fürs Herz” zu hören und wurde nicht enttäuscht. Obwohl ich von Sarah Lark schon einige Bücher gelesen bzw. Hörbücher gehört habe, war ich von “das Geheimnis des Winterhauses” durchaus (positiv) überrascht. Ich kenne von der Autorin die vielen Sagen, die sie geschrieben hat, die meistens im 19. Jahrhundert oder noch früher spielen. Und jetzt das: eine Heute-Damals-Story, wie ich sie so gerne mag, mit sympathischen Protagonisten und für mich als Genealogie-Interessierte genau das Richtige.

Die Geschichte beginnt im Heute, mit Ellinor in der Hauptrolle. Durch eine unschöne Angelegenheit (ihre Cousine zweiten Grades braucht eine Nierenspende) kommt heraus, dass ihre Familie gar nicht ihre Familie ist. Ihre Großmutter war nur ein adoptiertes bzw. angenommenes Kind ihrer Urgroßeltern und ihre Cousine zweiten Grades, der sie doch helfen wollte, ist gar nicht mit ihr blutsverwandt. Ellinor nimmt es relativ gefasst auf – es geht schließlich nicht um sie persönlich, sondern um die Großmutter -, macht sich aber dennoch auf die Suche nach ihren Wurzeln. Und so gelangt sie von Wien aus, wo sie lebt, nach Dalmatien, in ein kleines Winzerdorf und erfährt die Geschichte ihrer Urgroßmutter Liliana.

Hier kommt der erste Zeitsprung. Von einer entfernten Cousine erfährt sie, wie sich Liliana in Ellinors Urgroßvater Frano verliebt, wie er ihr Versprechungen gemacht, sie verführt und schließlich schwanger sitzen gelassen hatte. Eine Geschichte, wie sie vermutlich sehr oft passiert ist. Liliana hatte später wieder geheiratet und eben diese Familie lernt Ellinor jetzt kennen. Leider erinnert sich Lilianas neue Familie nur ungern an das Intermezzo mit Frano und bleibt größtenteils ablehnend Ellinor gegenüber. Sie erfährt aber trotzdem, dass Frano nach Neuseeland (und hier kommt wieder Sarah Larks Lieblingsland im Spiel) ausgewandert ist.

Trotz der Proteste ihres Manns Gernot beschließt Ellinor sehr kurzfristig, nach Neuseeland zu fliegen und ihre Familie zu finden. Gernot, ein “Künstler”, dessen Kunst niemand kaufen will, begleitet sie unwillig. Da man heutzutage ja viele Infos im Internet findet, stößt Ellinor schnell auf die neue Familie ihres Urgroßvaters und wird freudig aufgenommen. Sie bekommt eine Kopie der Tagebücher von Clara, der späteren Frau von Frano und es folgt eine neue Geschichte. Sie klingt tatsächlich ganz ähnlich wie Lilianas Erlebnisse, mit dem Unterschied, dass es hier eine Hochzeit gab und die gemeinsamen Nachkommen den Nachnamen von Frano tragen.

Ellinor ist fasziniert von der Vergangenheit und hofft immer noch auf eine weitere Spur von Frano, denn auch aus Claras Leben ist er ganz plötzlich verschwunden. Und tatsächlich bringt sie der Link zu einer Talkshow, den ihre neu gefundene Großcousine Rebecca ihr schickt, auf den Autoren Melvin, der gerade ein Buch über seine Familiengeschichte veröffentlicht hat. Und auch in seinem Leben scheint Frano – der sich dort Frank nannte – eine Rolle gespielt zu haben. Ellinor trifft ihn, begleitet von Gernot und Rebecca, und hört sich seine Erkenntnisse zu seiner Urgroßmutter Allison an.

Die Fäden verstricken sich immer mehr und – soviel sei verraten – am Ende klärt sich das Ganze auf und man erfährt tatsächlich, was mit Ellinors Urgroßeltern geschehen ist.

Neben den einzelnen Geschichten in der Vergangenheit – Liliana, Clara und schließlich Alison – spielt ein großer Teil des Buchs im Jetzt, rund um Ellinors Leben. Ellinor ist eine sympathische junge Frau, eigentlich sehr selbstständig, beruflich erfolgreich, mit einer tollen Familie. Aber da ist auch diese Seite an ihr, die sie unsicher macht, nicht zuletzt bedingt durch ihren Mann Gernot, der mir von Anfang an unsympathisch war, und die ungewollte Kinderlosigkeit. Im Laufe des Buchs kommt immer mehr raus, was für ein Ekel Gernot ist – auch wenn Ellinor das sehr lange nicht sehen will. Aber durch die vielen Erlebnisse in der Vergangenheit werden ihr nach und nach die Augen geöffnet und ihre neue Verwandschaft (oder auch Nicht-Verwandschaft) hilft dabei auf die unterschiedlichste Art und Weise.

Die Figuren in diesem Roman sind, finde ich, gut herausgearbeitet, ohne dass direkt zu viel verraten wird. Man erfährt sehr viel über die Zeit und die Lebensbedingungen Anfang des 20. Jahrhunderts – auch wie unterschiedlich diese waren – und natürlich auch über die verschiedenen Länder. Eingebettet in die wunderschön beschriebene Landschaft von Neuseeland schafft Sarah Lark hier eine schöne, dramatische und auch spannende Geschichte, bei der man selbst ganz begierig ist, zu wissen, was denn da alles passiert ist und wie die einzelnen Fäden miteinander verstrickt sind. Ellinor schafft es, aus der Vergangenheit zu lernen und sie als das zu betrachten was sie ist: zwar abgeschlossen aber durchaus mit Einfluss auf ihr eigenes Leben – das sie selbst in der Hand hat!

Ich selbst finde Ahnenforschung auch sehr spannend und habe immer gehofft, bei meinen Nachforschungen mal etwas ähnlich Spannendes zu finden wie Ellinor…. obwohl ich vielleicht froh sein sollte, dass bei uns anscheinend alles ganz ruhig und normal zuging – soviel ich weiß.
_Mehr dazu könnt ihr auch auf www.lesenistluxus.de lesen_

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LadySamira091062 LadySamira091062

Veröffentlicht am 04.09.2018

Auf den Spuren der Vergangenheit

Als Ellinor´s Cousine schwer krank wird bricht für sie ihre Welt zusammen ,denn sehr schnell wird klar ,das sie ihrer Cousine nicht helfen kann da sie nicht wirklich verwandt sind.

Nachdem der erste ... …mehr

Als Ellinor´s Cousine schwer krank wird bricht für sie ihre Welt zusammen ,denn sehr schnell wird klar ,das sie ihrer Cousine nicht helfen kann da sie nicht wirklich verwandt sind.

Nachdem der erste Schock überwunden ist macht sich Ellinor mit ihrem Mann ,dem erfolglosen und mürrischen Maler auf die Reise nach Dalmatien wo sich Ellinors Wurzeln befinden sollen.Doch dort stellt sich raus das ihre Reise weiter geht ins ferne Neuseeland.

Damit Gernod ,Ellis mann aufhört zu nörgeln vermittelt seine Agentin ihm eine Ausstellung in einer Galerie in Aukland,doch wie immer vermasselt der miespetrige Egozentriker alles und legt sich mit dem Galeristen an .Am liebsten würde er seine Frau zwingen ihre Suche auf zu geben ,doch Elli läßt sich darauf nicht ein
Immer mehr Puzzelsteine ihrer Herkunft entdeckt sie und immer mehr kristallisiert sich das Bild ihres Großvaters heraus ,der ein ganz mieser Windhund gewesen sein muss.

Ehrlich gesagt hab ich überhaupt nicht verstehen können warum Elli sich so lange so von Gernod hat verarschen lassen ,ich hätte diesen selbstverliebten Gockel schon längst aus meinem Leben geschmissen.Seine Art ging mir sowas von gegen den Strich.Manchmal hatte ich den Verdacht das er der Sohn von Frano sein könnte,denselben Charakter haben sie auf jeden Fall. So im Mittelteil hatte ich mal kurzfristig etwas Langeweile, weil die Suche sich doch etwas hin zog,doch zum Ende hin wurde es dann ja doch noch mal spannender.
Für mich hätte es eine weniger lange Suche auch getan. Die Spurensuche an sich war gut erzählt doch einige der Protagonisten waren so gar nicht m e in Fall .

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Knorki Knorki

Veröffentlicht am 03.09.2018

Interessante Familiengeschichte voller dunkler Geheimnisses

Inhalt:
Als Ellinor erfährt, dass sie und ihre Mutter mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt sind, macht sie sich kurzerhand auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln. Ihre Suche führt sie nach Dalmatien ... …mehr

Inhalt:
Als Ellinor erfährt, dass sie und ihre Mutter mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt sind, macht sie sich kurzerhand auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln. Ihre Suche führt sie nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer Familiengeschichte voller dunkler Geheimnisse, tragischer Liebesgeschichten und Lügen auf die Spur kommt. Doch je näher sie ihren eigenen Wurzeln kommt, desto mehr scheint ihr bisheriges Leben und ihre Ehe ins Wanken zu geraten...

Meine Meinung:
"Das Geheimnis des Winterhauses" war mein erstes Buch der Autorin. Gelesen wird es von Katrin Fröhlich. Ich persönlich fand ihre Stimme sehr angenehm zu hören. Daher ist mir der Einstieg in die Geschichte leicht gefallen.

Ellinor ist auf der Suche nach ihren Wurzeln - und auf der Suche nach sich selbst. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Gernot folgt sie den Spuren ihrer Ahnen. Die Rückblicke in die Vergangenheit sind sehr spannend. In Dalmatien stößt sie auf die Geschichte ihres Urgroßvaters Franjo Zima, den man wohl als Weiberheld bezeichnen könnte. Er hat ein Händchen dafür, jungen Frauen den Kopf zu verdrehen und sie sobald sie schwanger werden sitzen zu lassen... Auch wenn Franjo einem als Hörer nicht sympathisch ist, will man doch wissen, wie es weitergeht. Schlussendlich führen die Spuren Ellinor nach Neuseeland - zum Winterhaus...
Die Rückblicke in die Vergangenheit waren für mich wesentlich interessanter und spannender als die aktuellen Geschehnisse, die zum Teil vorhersehbar waren. Auch kommen dort bspw. die (landschaftlichen) Besonderheiten Neuseelands wesentlich stärker zur Geltung.

Ellinor war mir trotz ihrer teilweise sehr naiven Art sympathisch. Sie drängt darauf mehr von ihrer Familie zu erfahren und setzt sich deswegen nach und nach auch gegen ihren unglaublich unsympathischen, selbstverliebten Ehemann Gernot durch, der nicht an ihrer Familiengeschichte interessiert ist und mich im Laufe des Buches mit seiner unausstehlichen Art mehrmals auf die Palme gebracht hat.

Fazit:
Eine interessante Familiengeschichte voller dunkler Geheimnisse. Die Rückblicke in die Vergangenheit sind spannend und fesselnd, nur der Gegenwartsstrang ist leider zu vorhersehbar. Trotzdem angenehm zu hören.

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tinstamp tinstamp

Veröffentlicht am 10.05.2018

Roman mit Schwächen

Vor einigen Jahren habe ich die Bücher der Autorin verschlungen. Da ich ein großer Neuseelandfan bin, war vor allem die Weiße Wolke Saga mein absolutes Highlight. Die letzten Romane haben mir dann schon ... …mehr

Vor einigen Jahren habe ich die Bücher der Autorin verschlungen. Da ich ein großer Neuseelandfan bin, war vor allem die Weiße Wolke Saga mein absolutes Highlight. Die letzten Romane haben mir dann schon weniger gefallen und vorallem "Eine Hoffnung am Ende der Welt" fand ich richtig schlecht. Deswegen hatte ich eine Sarah Lark Pause eingelegt.
Nachdem dieser Roman wieder sehr gute Bewertungen erhalten hat, habe ich ihn mir aus meiner Bücherei mitgenommen. Leider hat er meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Das begann damit, dass die ersten Kapitel in Wien spielen, die Autorin aber überhaupt keinen Wien-Bezug herstellen konnte. Der Roman hätte genauso in Deutschland, England oder den USA spielen können. Das fand ich schade! Dann führt der Weg unser Hauptprotagonistin nach Dalmatien ins ehemalige Jugoslawien, dem heutigen Kroatien. Ellionor (auch ein sehr "österreichische Name"!) ist Historikerin und weiß nicht, als sie in Kroatien ankommt, dass diese Gegend einmal zu Österreich gehört hat?! Ich dachte ich lese nicht richtig! Bei uns in Österreich weiß jedes kleine Kind, welche Länder einmal zur Habsburger-Monarchie gehört haben. Und die Autorin willl mir erzählen, dass eine österreichische Historikerin das NICHT weiß?!! Hier hätte ich das Buch fast in die Ecke gepfeffert! Man sollte nicht nur über Neuseeland richtig recherchieren, sondern auch über andere Gegenden, über die man schreibt Bescheid wissen bzw. der Protagonistin die richtigen Worte in den Mund legen!

Aber beginnen wir mit der Geschichte, die uns die Autorin hier erzählen will. Wie schon erwähnt befinden wir uns zuerst in Wien, wo Ellionor durch eine schwere Nierenerkrankung (die sich im späteren Verlauf irgendwie in Luft aufgelöst hat!) ihrer Kusine Karla erfährt, dass sie nicht mit dem Rest der Familie verwandt ist. Ihre Großmutter Dana wurde damals adoptiert und in Ellionor erwächst der Wunsch ihre wahren Wurzeln zu suchen. Der erste Weg führt sie nach Dalmatien, wo sie auf Geschichten über ihren Urgroßvater Franjo Zima stößt. Dieser hat Liliane, die Tochter einer großen Winzerfamilie, zuerst geschwängert und dann sitzen gelassen. Gemeinsam mit seinem Freund verschwand er in einer Nacht-und-Nebel Aktion nach Neuseeland, um als Gumdigger das große Geld zu verdienen. Liliane wurde verheiratet und ihr das Kind weggenommen (Großmutter Dana). Ellionor reist daraufhin mit ihrem unsympathischen Ehemann Gernot, der sich von ihr aushalten lässt, weil er als Künstler noch immer auf seinen Durchbruch wartet, nach Neuseeland. Gernot möchte in Auckland in einer Galerie seine Bilder ausstellen, während sich Ellionor auf die Suche nach Spuren ihres Urgoßvaters macht. Ellionor verliert sich immer mehr in die Geschichte ihrer Vorfahren. Sie findet im Tagebuch von Dana, ihrer Großmutter, viele Hinweise, doch führen auch einige Spuren lange Zeit nirgendswohin. Alte Briefe und ein Autor, der über die Geschichte einer Geliebten von Franjo ein Buch geschrieben hat, decken weitere Geheimnisse auf....

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und der Vergangenheitspart, der bis ins Jahr 1904 zurückreicht, ergibt sich aus Tagebucheinträgen und Briefen. Schreibstil und Schriftart sind dementsprechend verschieden und angepasst.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, wobei die Männer diesmal eher schlecht wegkommen. Franjo, der seinen Namen später auf Frank Winter ändert, ist ein Hallodri. Mit seinem Charme und seiner sprachlichen Überzeugungskraft fällt er immer wieder auf die Füße und bricht sämtliche Frauenherzen. Trotzdem ist ihm das Glück nur teilweise hold. Ich fand seine Beschreibung gelungen.
Gernot, Ellionors Ehemann in der Gegenwart, ist ein Ich-bezogener Schmarotzer, der auf Kosten seiner Frau lebt und es versteht sie zu manipulieren und klein zu halten. Er ist eitel und empfindet kaum Empathie für andere Menschen.
Ellionor hingegen ist eine sehr sympathische, jedoch zu leichtgäubige Frau, die wenig Selbstwertgefühl hat. Ihr sehnlichster Wunsch nach einem Kind hat sich ebenso nicht erfüllt, wie ein fixes Standbein für Gernot.

Der Part in der Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen. Der Gegenwartsstrang konnte mich allerdings nicht wirklich überzeugen. Hier war doch vieles vorhersehbar und fühlte sich nicht immer ganz rund an. Der Epilog fiel außerdem sehr kitschig aus und wäre meiner Meinung nicht wirklich mehr vonnöten gewesen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und sehr bildhaft. Jedoch finde ich, dass die Autorin diesmal ihren Roman anders angelegt hat. Mich hat das nicht gestört, denn ich finde es gut, wenn man sich verändert. Da Sarah Lark bereits viele Neuseelandromane geschrieben hat, war auch das Thema der Harzgewinnung und der Kauribäume etwas ganz Neues und sehr interessant zu lesen. Die Autorin erklärt den Beruf des Gumdiggers anschaulich. Viele junge Männer aus dem Süden sind damals nach Neuseeland ausgewandert. Ähnlich den Goldgräbern wurde auch ihnen das schnelle Geld versprochen, war jedoch Schwerstarbeit und nur für die ersten Arbeiter auch gewinnbringend.

Die Landschaftsbeschreibungen sind wie immer überaus gelungen und sehr bildgewaltig. Hier hat Sarah Lark wieder Bilder im Kopf entstehen lassen.

Fazit:
Ein Roman mit einigen Schwächen. Der Gegenwartsstrang war vorhersehbar, konnte mich nicht überzeugen und war auch noch schlecht recherchiert. Der Vergangenheitsstrang konnte mich jedoch überzeugen und hat mich auch an der Geschichte dranbleiben lassen.

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Lesemaus93 Lesemaus93

Veröffentlicht am 22.03.2018

Das Geheimnis des Winter

"Das Geheimnis des Winterhauses" von Sarah Lark,



ist ein sehr ergreifendes und wirklich faszinierendes Buch. Die Autorin fesselt den Leser mit ihrem Schreibstil regelrecht. Das Buch hat sich sehr fließend ... …mehr

"Das Geheimnis des Winterhauses" von Sarah Lark,



ist ein sehr ergreifendes und wirklich faszinierendes Buch. Die Autorin fesselt den Leser mit ihrem Schreibstil regelrecht. Das Buch hat sich sehr fließend lese lassen. Im Inhalt sind viele verschiedene Geschichten, erst wenn man sie kennt versteht man die zusammen hänge. Auch zieht sich "Familie" wie ein roter Faden durch das Buch. Die Spannung hat verschiedenen höhe Punkte, allerdings bleibt ein Geheimnis bis fast zum Schluss, was dem Buch auch Schwung verleiht.
Mich hat sehr fasziniert wie viel die Protagonisten trotz fast 100 Jahren seit den Geschehnissen, noch recherchieren konnten. Es ist wirklich nicht immer leichte kost, aber so bleibt man als Leser auch dran an der Realität. Für mich kann ich sagen, das es wirklich ein sehr interessantes und Spannendes Buch ist. Die Protagonisten waren mir nicht alle Sympathisch, aber man kann anhand des eigenen Gefühls mit Rätseln wie die Geschichten um diese Personen wohl ausgehen.

Jedem der dieses Buch in die Hand nimmt, wünsche ich viel Spaß.



Zum Inhalt:

Durch ihre Kranke Cousine muss Ellinor erfahren, das sie überhaupt nicht mit der Familie verwandt ist. Ihre Großmutter wurde nur als Säugling aufgenommen, dennoch fühlte sie sich sowie später ihre Tochter und Enkeltochter dazugehörig. Als sich Ellinor auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großmutter macht, führt sie die Suche nach Neuseeland. Dort wird nicht nur ihre Geduld, sondern auch die Liebe zu ihrem Mann auf eine Harte Probe gestellt.

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Autorin

Sarah Lark

Sarah Lark - Autor
© FinePic

Sarah Lark, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, die auch ein großes internationales Lesepublikum erreicht. Nach ihren fulminanten Auswanderersagas überzeugt sie inzwischen auch mit mitreißenden Romanen über Liebe, Lebensträume und Familiengeheimnisse im Neuseeland der Gegenwart. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt.

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Sprecher

Katrin Fröhlich

Katrin Fröhlich - Sprecher
© Andreas Biesenbach

Katrin Fröhlich synchronisiert seit ihrem siebten Lebensjahr. Nach diversen Ausflügen in die Theater- und Filmwelt hat sie sich jetzt ganz dem Synchron verschrieben und leiht ihre Stimme Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz und Heather Locklear. Außerdem ist sie als Dialogbuchautorin und Synchronregisseurin tätig und z.B. für die deutsche Fassung der Hobbit-Trilogie verantwortlich. Katrin Fröhlich saß für  LÜBBE AUDIO bereits für viele Hörbücher (z.B. Eindeutig Liebe) und Hörspiele …

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