Wer Furcht sät
 - Tony Parsons - Hörbuch

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14,90

Lübbe Audio
Hörbuch
Krimis
4 CDs, 295 Minuten
ISBN: 978-3-7857-5346-0
Ersterscheinung: 18.11.2016

Wer Furcht sät

Detective Max Wolfes dritter Fall
Kriminalroman
Gelesen von Dietmar Wunder

(55)

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …

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Rezensionen aus der Lesejury (55)

Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 04.02.2017

#Führtsiewiederein

Ein Londoner Taxifahrer nimmt einen Fahrgast auf und gerät so an seinen Mörder, denn er wird überwältigt und in den Katakomben Londons von einem vierköpfigen Henkergremium vor laufender Kamera gehenkt. ... …mehr

Ein Londoner Taxifahrer nimmt einen Fahrgast auf und gerät so an seinen Mörder, denn er wird überwältigt und in den Katakomben Londons von einem vierköpfigen Henkergremium vor laufender Kamera gehenkt. Das Video wird ins Netz gestellt und DC Max Wolfe kommt so an seinen neuen Fall. Bei den Ermittlungen mit seinem Team wird schnell klar, dass der Tote wegen Pädophilie vorbestraft war. Kaum geht Wolfe den ersten Hinweisen nach, gibt es bereits den nächsten Toten, einen Banker, der ein Kind überfuhr und dafür nur eine geringe Strafe verbüßen musste. Als es den dritten Henkersmord gibt, einen Drogensüchtigen, der Senioren überfallen hat, um sie auszurauben, stehen das polizeiliche Ermittlungsteam immer noch vor einem Rätsel, denn alle Opfer hatten außer ihren Vorstrafen nichts gemein und kommen auch aus verschiedenen sozialen Schichten. Wer hat sich hier zum Rächer ernannt und warum nur bekommen sie in der Öffentlichkeit solch einen Zuspruch? Wann gibt es den nächsten Gehängten? Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, wobei Max sich selbst in große Gefahr begibt.

Tony Parson hat mit seinem Krimi „Wer Furcht sät“ seinen 3. Fall um den Ermittler Max Wolfe und sein Team vorgelegt, der den Vorgängern in atemloser Spannung in nichts nachsteht. Der Schreibstil ist rasant und flüssig, bereits nach den ersten Seiten ist der Leser mitten im Geschehen und als stummer Beobachter bei der ersten Hinrichtung dabei. Der Spannungsbogen wird gleich sehr hoch angelegt und bleibt bis zum Finale hindurch auf diesem hohen Niveau. In diesem Roman beleuchtet der Autor das Thema „Selbstjustiz“ und gibt Anlass zum Nachdenken, zumal Hauptprotagonist Max Wolfe in einem Nebenschauplatz eine Witwe und ihrer Kinder unterstützt, die durch die Urteilsverkündung der Mörder ihres Ehemanns und Vaters regelrecht verhöhnt werden und man selbst als Leser Zweifel hat, ob es hier mit rechten Dingen zugeht, zumal man derlei Fälle in letzter Zeit immer wieder in der Presse verfolgen kann. Auch die historischen Hintergrundfakten über das alte Gefängnis Newgate und die „Stadt unter der Stadt“ wurden sehr gut vom Autor recherchiert und mit der Handlung verflochten.

Die Charaktere sind sehr differenziert ausgearbeitet und wirken dadurch sehr lebendig und authentisch. Max Wolfe ist ein alleinerziehender Vater, der sich liebevoll um seine schulpflichtige Tochter und den gemeinsamen Hund Stan kümmert. Man merkt ihm an, dass er sich in Gegenwart seiner kleinen Familie entspannen kann. Aber auch beruflich ist er ein durchaus mitfühlender Mensch, der ein offenes Ohr für seine Kollegen hat und sie in jeder Weise unterstützt. Gleichsam wirkt Max manchmal wie ein Pitbull, der nicht eher zur Ruhe kommt, als bis er die Lösung des Problems gefunden hat. Dabei geht er recht akribisch vor und hinterfragt immer wieder die Dinge, die vor ihm liegen. Auch die Nebenprotagonisten wie Max‘ Freund Jackson sind sehr gut getroffen und haben mit ihren eigenen Erlebnissen dazu beigetragen, der Handlung noch mehr Spannung und Nervenkitzel zu verleihen.

„Wer Furcht sät“ ist ein sehr spannender und unterhaltsamer Kriminalroman, der mit seiner Thematik zum Nachdenken anregt, dabei kurzweilige Lesestunden verspricht und den Leser bis zum Finale zappeln lässt. Absolute Leseempfehlung, auf den nächsten Band darf man schon gespannt sein!

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Landbiene Landbiene

Veröffentlicht am 12.01.2017

Wer furcht sät

Eigene Inhaltsangabe:

Der Club der Henker treibt in London sein Unwesen. Ein paar Bürger haben beschlossen Selbstjustiz an Straffälligen auszuüben, weil Ihnen die auferlegte Strafe vom Gericht zu Milde ... …mehr

Eigene Inhaltsangabe:

Der Club der Henker treibt in London sein Unwesen. Ein paar Bürger haben beschlossen Selbstjustiz an Straffälligen auszuüben, weil Ihnen die auferlegte Strafe vom Gericht zu Milde erscheint. Max Wolfe und sein Team ermitteln um den Club zu fassen. Doch dies ist gar nicht so einfach, vor allem weil der Club der Henker von den Bürgern als Helden gefeiert werden...



Schreibstil:

Der Schreibstil von Tony Parsons ließ sich gut und flüssig lesen. Er schreibt bildlich, aber übertreibt es nicht mit unnötigen Details. Das hat mir gut gefallen! Das Buch ist in drei Teile unterteilt, die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind nummeriert.



Allgemeine Meinung:

Dies war mein erstes Buch von Tony Parsons, somit habe ich die beiden vorigen Fälle von Max Wolfe nicht gelesen. Dennoch empfand ich es nicht als Nachteil, da der Fall an sich abgeschlossen ist und ich auch nicht das Gefühl hatte das mir wichtige Details fehlen. Der Anfang der Geschichte war wirklich spannend und schnell gab es mehrere Opfer des Clubs. Doch schnell ließ die Spannung nach und die Story plätscherte so vor sich hin. Max Wolfe konnte ich in diesem Band ganz gut kennen lernen, blieb jedoch trotzdem etwas farblos und konnte mich nicht ganz erreichen. Zudem kam er schlecht ausgebildet rüber und ich empfand ihn als "Waschlappen". Schon allein das er keine Dienstwaffe hat, finde ich komisch. Dann widerspricht er seinen eigenen Grundsätzen und kam mir nur noch unglaubwürdig vor.

Das Ende war dann etwas überraschend, obwohl ich es eigentlich hätte ahnen können. So richtig überzeugen konnte mich das Buch leider nicht.



3 von 5 Sternen!

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Nadines_Buecher Nadines_Buecher

Veröffentlicht am 04.01.2017

Grauzone Selbstjustiz

Ein Kriminalroman, der die Vielschichtigkeit von Selbstjustiz thematisiert: In seinem dritten Fall erlebt der Londoner DC Max Wolfe selbst, wie schnell man – gedanklich aber auch in die Tat umgesetzt – ... …mehr

Ein Kriminalroman, der die Vielschichtigkeit von Selbstjustiz thematisiert: In seinem dritten Fall erlebt der Londoner DC Max Wolfe selbst, wie schnell man – gedanklich aber auch in die Tat umgesetzt – selbst in die Grauzone der Selbstjustiz geraten kann, dabei seine Rolle als moralisch handelnder Mensch und gesetzestreuer Polizist hinterfragen muss und beide unter Umständen aus persönlicher Betroffenheit heraus nur noch schwierig miteinander vereinbaren kann. Ebenso muss Max sich die Frage gefallen lassen, inwiefern und mit welchem Recht er diejenigen verurteilen darf, die eine andere Meinung dazu haben und sich damit auseinandersetzen, ob Menschen die anderen Gewalt angetan und ihnen physisch aber auch psychisch das Leben genommen haben, als Betroffene und Opfer kein Recht auf Trauer und Rachegedanken haben dürfen.
Viele der im Roman handelnden Personen lernt Leserin und Leser als beim Thema Selbstjustiz zwiegespalten kennen – einmal mehr, einmal weniger nachvollziehbar, aus persönlicher Betroffenheit heraus oder berufsbedingt motiviert. Je nach Charakterisierung durch den Autor wird das persönliche Motiv einmal mehr, einmal weniger nachvollziehbar dargestellt.
Insgesamt ein Kriminalroman, dessen Story „angenehm“ zu lesen ist. Die Wendung zum Ende hin kam für mich überraschend, deshalb empfinde ich sie als großen Pluspunkt des Kriminalfalls. Lediglich die Liebelei zwischen Max und der (verheirateten) Stimmspezialistin Tara – gut, sie unterstreicht die Einsamkeit des allein erziehenden Max –, die vielen fast schon belehrend wirkenden Wiederholungen des Autors – so lange ist der Roman nicht, als dass man z.B. ständig daran erinnert werden muss, wie ordentlich Kollege Caine vom Black Museum ist –, und die Tatsache, dass scheinbar nur ein Mann bzw. zwei Männer um das Geheimnis des Gerichtsgebäudes wissen, hätten mir nicht gefehlt für eine runde Handlung.
Das Cover des Buchs ist im Stile der ersten beiden Max Wolfe-Fälle gestaltet, es zeigt diesmal in Blau- und Schwarztönen den Kill Room, in dem der Club der Henker seine Urteile vollstreckt.

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Henny176 Henny176

Veröffentlicht am 02.01.2017

Toller Anfang, mittelmäßiger Rest

Klappentext:
In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detektive ... …mehr

Klappentext:
In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detektive Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Dann wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist…

„Wer Furcht sät“ ist der dritte Fall von Detective Max Wolfe

Meinung:
Der Schreibstil des Autors hat mir eigentlich ganz gut gefallen, allerdings hatte ich so meine Probleme mit den verschiedenen Abkürzungen für die Dienstränge der Detectives, diese haben meinen Lesefluss immer wieder enorm gestört.
Detective Max Wolfe, der mir zu Beginn des Buches einen sehr sympathischen Eindruck gemacht hat, hat leider im Laufe der Geschichte einige Sympathiepunkte verloren, vor allem seinem Verhalten einer seiner Kolleginnen gegenüber. Habe überhaupt nicht verstanden was das in der Geschichte überhaupt verloren hatte.
Auch die anfängliche Spannung ging im Laufe der Geschichte leider größtenteils verloren.
Die Story selbst war eigentlich vielversprechend. Thema Selbstjustiz hätte wirklich gut werden können, aber der Autor hat meines Erachtens viel zu wenig aus diesem Zwiespalt gemacht.
Das Auflösung kam am Schluss für mich viel zu überhastet und konnte mich leider auch nicht ganz zufrieden stellen.

Fazit:
Wenn dies wirklich wie The Daily Mail behauptet „Tony Parsons bester Kriminalroman“ ist dann möchte ich die anderen ehrlich gesagt nicht mehr lesen.

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Shira-Yuri Shira-Yuri

Veröffentlicht am 29.12.2016

Club der Henker

Klappentext:
In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective ... …mehr

Klappentext:
In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist -

Meine Meinung:
"Wer Furcht sät" von Tony Parsons hat mir am Anfang sehr gut gefallen. Die Charaktere waren wirklich alle einzigartig und Max hat mir besonders gefallen, da er wirklich Herz hatte und man mit ihm fühlen konnte. Jackson dagegen war ein Charakter, den man gern haben muss, da er einem mit seiner Art verzaubert. Der Schreibstil des Autors war auch sehr schön zu lesen und flüssig, so dass man kaum Probleme damit hatte. Das Buch war am Anfang wirklich sehr spannend. Man wurde geradezu hineingeworfen und erlebt den ersten Mord mit. In der Mtte wurde es jedoch langatmig und vieles hat sich wiederholt, was man eigentlich weglassen konnte. Gegen Ende hin nahm die Geschichte wieder Spannung auf und ich hab viel mitgefiebert, jedoch war manches wirklich absurd und doch eher unrealistisch für mich. Wer die waren Täter jedoch waren, hat mich wirklich überrascht.

Fazit:
"Wer Furcht sät" von Tony Parsons hat mir am Anfang sehr gut gefallen. Gegen Mitte wurde es jedoch etwas langatmig und langweilig. Am Ende kam jedch wieder Spannung auf. Es wurde aber etwas unrealistisch und unglaubwürdig.

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Sprecher

Dietmar Wunder

Dietmar Wunder - Sprecher
© Olivier Favre

Dietmar Wunder ist die deutsche Stimme von Daniel Craig als James Bond. Außerdem synchronisiert er Adam Sandler, Cuba Gooding jr., Omar Epps, Don Cheadle und viele andere. Neben seinen Tätigkeiten als Synchronsprecher, Schauspieler und Dialogregisseur liest er mit großer Begeisterung Hörbücher.

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Autor

Tony Parsons

Tony Parsons - Autor
© John Carey

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre …

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