Eine Sehnsucht nach morgen
 - Eva Völler - Hörbuch

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16,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Saga
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-8335-1
Ersterscheinung: 26.03.2021

Eine Sehnsucht nach morgen

Die Ruhrpott-Saga, Teil 3
Teil 3 der Serie "Die Ruhrpott-Saga"
Gelesen von Julia von Tettenborn

(28)

Das Finale der RUHRPOTT-SAGA
Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Rezensionen aus der Lesejury (28)

Eveline Eveline

Veröffentlicht am 10.04.2021

Gelungener Abschluss der Ruhrpott Trilogie

Noch bevor ich die Zusage für die Teilnahme dieser Leserunde hatte, habe ich den zweiten Band der Trilogie gelesen. So hatte ich etwas mehr Einblick in das Leben dieser Essener Familie. Aber auch ohne ... …mehr

Noch bevor ich die Zusage für die Teilnahme dieser Leserunde hatte, habe ich den zweiten Band der Trilogie gelesen. So hatte ich etwas mehr Einblick in das Leben dieser Essener Familie. Aber auch ohne den 2. Teil gelesen zu haben, würde ich sagen, dass man sich schnell in die Geschichte einfinden kann.
Im 3. Teil steht die jüngere Tochter Bärbel im Mittelpunkt. Bärbel ist Ärztin und hat einige Jahre in Hamburg gelebt und gearbeitet. Nachdem dort ihre Beziehung zu einem Arbeitskollegen in die Brüche gegangen ist, kehrt sie spontan wieder in ihre alte Heimat zurück.
Von ihrer Familie wird sie wieder herzlich aufgenommen. Ihre Schwester Inge und deren Mann Johannes erwarten gerade ihr erstes Kind und ihr Bruder Jakob, der das Gymnasium besuchen darf, hat einige Hürden zu überwinden beim Erwachsenwerden. Wie sein Vater arbeitet er in den Ferien unter Tage und sieht so, wie sehr diese Arbeit an einem Menschen zehrt.
Auch Bärbels Vater, der durch eine schwere Verletzung mental sehr beeinträchtigt ist, erlebt mit Clärchen einen zweiten Frühling.
So wird im Laufe des Buches jede Geschichte der einzelnen Familienmitglieder weitererzählt. Jeder und jede trägt ein Päckchen mit sich herum. In dieser Zeit und auch im Ruhrpott war es oft nicht leicht. Der Kohleabbau ging zurück, Minen wurden geschlossen, es gab viele Arbeitslose. Die Autorin Eva Völler hat die Schwierigkeiten dieser Zeit sehr gut erzählt. Ich konnte mir die Familie immer sehr gut vorstellen.
Die Hauptgeschichte dieses Buches dreht sich jedoch um Bärbel, die nun in Essen wieder Fuß fassen möchte. Sie findet eine Anstellung als Ärztin und anfangs läuft es auch recht gut, doch im Laufe der Zeit kommen viele Hürden auf sie zu. Frauen im Beruf als Arzt waren damals noch sehr selten und so wird ihr das Leben oft nicht leicht gemacht. Natürlich hat sie nicht nur beruflich viel zu meistern. Da ihre Jugendliebe Klaus in der selben Straße lebt, läuft sie ihm sehr oft über den Weg. Klaus ist mittlerweile verheiratet und hat eine vierjährige Tochter. Zwischen Bärbel und Klaus gab es viel Unausgesprochenes. Aber eines ist klar, die beiden lieben sich immer noch. Und sie werden auch wieder ein Paar, aber auch das in den 60er Jahren nicht einfach. Eine Scheidung ist ein Skandal. Mit dem Weg, wie Bärbel und Klaus zueinanderfinden, hat die Autorin viel Spannung in dieses Buch gebracht.
Es war einfach herrlich dieses Buch zu lesen. Es ist eine Geschichte einer Familie, die es ohne weiteres gegeben haben könnte. Nichts ist überzogen oder unglaubwürdig. Eine Geschichte aus dem Leben!

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Island Island

Veröffentlicht am 08.04.2021

Gelungener Abschluss der Ruhrpott Trilogie

Der dritte und letzte Teil der "Ruhrpott-Saga" spielt Ende der 60er Jahre. Bärbel hat mittlerweile ihr Medizinstudium abgebrochen und kehrt nach einer unglücklichen Beziehung Hals über Kopf zurück zu ihrer ... …mehr

Der dritte und letzte Teil der "Ruhrpott-Saga" spielt Ende der 60er Jahre. Bärbel hat mittlerweile ihr Medizinstudium abgebrochen und kehrt nach einer unglücklichen Beziehung Hals über Kopf zurück zu ihrer Familie, wo ihr natürlich auch ihre Jugendliebe Klaus wieder über den Weg läuft. Ihre große Schwester führt ihren eigenen Buchladen und wünscht sich ein Kind mit ihrer großen Liebe Johannes und ihr kleiner Bruder Jakob demonstriert gegen Springer und bekommt Probleme in der Schule. Außerdem wohnt nach Oma Mines Tod nun Tante Clärchen, eine entfernte Verwandte mit im Haus und schmeißt den Haushalt.

Ich habe mich sehr über das "Wiedersehen" mit der Familie gefreut und darüber, mitverfolgen zu dürfen, wie es mit ihnen weiterging. Jeder ist auf seine Weise sympathisch und vor allem wirken sie sehr authentisch. Es war interessant, in die 60er Jahre abzutauchen, wo einiges noch etwas anders lief als heute. Der Schreibstil der Autorin war auch diesmal wieder angenehm lesbar und die Handlung fesselnd. Nun bin ich etwas traurig, dass die Geschichte nun endgültig zu Ende ist.

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Emselbee Emselbee

Veröffentlicht am 08.04.2021

Tolles Buch

Auch ohne die ersten zwei Bücher dieser Trilogie gelesen zu haben bekommt man am Anfrang alle relevanten Sachen auds der Vergangenheit von Bärbel mit. Man fühlt sich als würde man sie schon von Anfráng ... …mehr

Auch ohne die ersten zwei Bücher dieser Trilogie gelesen zu haben bekommt man am Anfrang alle relevanten Sachen auds der Vergangenheit von Bärbel mit. Man fühlt sich als würde man sie schon von Anfráng an auf ihrem Weg begleiten. Die Verknüpfung der verschiedenen Schicksale durch die Familie fühlt sich immer wieder schön an, denn auch als Leser weiß man das egal we schlimm das Schicksal gerade für ein der Familienmitglieder ist, die Familie steht immer hinter einem.
Ich denke dass ist das was dieses Buch so besonders macht.

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engineerwife engineerwife

Veröffentlicht am 06.04.2021

Große Gefühle im Pott ...

Mit diesem dritten und leider auch finalen Band der Ruhrpott-Saga ist es der Autorin Eva Völler gelungen, die wunderbare Schreibweise der beiden Vorgängerbände „Ein Traum vom Glück“ und „Ein Gefühl von ... …mehr

Mit diesem dritten und leider auch finalen Band der Ruhrpott-Saga ist es der Autorin Eva Völler gelungen, die wunderbare Schreibweise der beiden Vorgängerbände „Ein Traum vom Glück“ und „Ein Gefühl von Hoffnung“ noch zu übertreffen. Die Autorin hatte mich schon auf den ersten Seiten wieder eingefangen und mir vermittelt, dass meine Sorge, ich könnte zu viel vergessen haben zwischen dem zweiten und dem dritten Teil, völlig unbegründet war. Mit fast nahtlosem Übergang durfte ich sie alle wiedersehen, die Menschen der Familien Rabe und Wagner. Während diesmal die Jüngeren – Bärbel und Jacob – eindeutig im Vordergrund stehen, bekommt auch die ältere Generation immer wieder ein Plätzchen eingeräumt. Ein Gefühl der Zugehörigkeit stellte sich bei mir schnell wieder ein beim Lesen und so konnte ich plausibel mitleiden mit Klaus, der unter dem Joch seiner schrecklichen Ehefrau steht, mich beeindrucken lassen von Jacob und seinen Aktionen und auch Bärbel immer wieder wohlwollend zunicken, wenn sie sich die Butter nicht vom Brot nehmen ließ. Inge und Johannes traten in diesem letzten Band leider fast ein wenig zu stark in den Hintergrund, aber wahrscheinlich hätte das sonst den Rahmen gesprengt.

Alles in allem bin ich ein wenig traurig, dass ich Essen und den Ruhrpott nun hinter mir lassen muss aber fühle mich dennoch absolut befriedigt. Die Geschichte – gespickt mit vielen Dialekteinlagen – hat mich abgeholt und mitgenommen auf eine Reise in die Vergangenheit und allein das Glück, die toughe Oma Mine kennenzulernen war die Reise wert. Gerne vergebe ich aus voller Überzeugung hier die volle Punktzahl gepaart mit einer Leseempfehlung. Ein kleiner Tipp am Rande, während jeder Band auch für sich allein gelesen werden kann, empfehle ich die ganze Trilogie in der richtigen Reihenfolge.

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Sonja2609 Sonja2609

Veröffentlicht am 06.04.2021

Ein würdiger Abschluss der Ruhrpott-Saga

Das Buch "Eine Sehnsucht nach Morgen" ist der dritte Band der Ruhrpott-Saga von Eva Völler und spielt Ende der Sechziger Jahre in Essen.
In der Ruhrpott-Saga begleitet der Leser die Essener Familie Wagner ... …mehr

Das Buch "Eine Sehnsucht nach Morgen" ist der dritte Band der Ruhrpott-Saga von Eva Völler und spielt Ende der Sechziger Jahre in Essen.
In der Ruhrpott-Saga begleitet der Leser die Essener Familie Wagner bereits über zwei Jahrzehnte.
Im dritten und letzten Band steht die jüngste Tochter der Familie, Bärbel, im Mittelpunkt der Erzählung.
Sie hat studiert, ist Ärztin geworden, doch konnte ihr Glück in Hamburg nicht finden und es zieht sie zurück in die Heimat.
Doch da wartet vor allem ihre alte Jugendliebe Klaus auf sie, der sie damals bitterlich enttäuschte..
Doch auch die anderen Familienmitglieder haben ihre Alltagsprobleme, vor allem Johannes und Inge, Bärbels ältere Schwester und der mittlerweile zum Teenager gewordene Johannes.
Es ist schön, die lieb gewordenen Charaktere der vergangenen Bücher wiederzutreffen, auch einige neue Personen haben es ins Buch geschafft.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Zeit ist gut geschrieben und es werden einige Themen der damaligen Zeit gut aufgegriffen.
Doch anders als in den beiden ersten Bänden hätte das Buch durchaus auch woanders spielen können, Essen ist als Spielort nicht mehr so wichtig.
Und es passieren doch zahlreiche Zufälle, die am Ende zur Auflösung der Geschichte führen.
Ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen, für mich ist es ein würdiger und versöhnlicher Abschluss der Buchreihe.
Die Autorin schreibt lebendig, beschreibt ihre Charaktere sehr liebevoll und man macht sich ein schönes Bilder der Szenen.
Ich kann das Buch sehr empfehlen, würde aber dazu empfehlen, die ersten Bände gelesen zu haben.

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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Sprecherin

Julia von Tettenborn

Julia von Tettenborn - Sprecher
© Bettina Malik

Julia von Tettenborn, 1973 geboren in Bremen, ist ausgebildete Schauspielerin. Neben der Schauspielerei ist sie in zahlreichen Hörbüchern, Hörspielen, Dokumentationen und Synchronisationen von Filmen zu hören. Außerdem betreibt sie ein Figuren- und Maskentheater in Köln. Ihre warme und sehr ausdrucksstarke Stimme ist wie geschaffen für gefühlvolle Hörbücher.

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