Eines Menschen Flügel
 - Andreas Eschbach - Hörbuch

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18,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Science Fiction Romane
1848 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-9539-3
Ersterscheinung: 30.09.2020

Eines Menschen Flügel

Gelesen von Matthias Koeberlin

(5)

Eine ferne Zukunft auf einem fernen, scheinbar paradiesischen Planeten – doch der Schein trügt. Etwas Mörderisches lauert unter der Erde. Daher haben die Siedler ihre Kinder gentechnisch aufgerüstet, sodass sie fliegen können. Es gibt jedoch weitere Rätsel: Noch nie haben die Menschen die Sterne gesehen. Der Himmel ist immer bedeckt, als würde sich dahinter etwas verbergen. Den Himmel, so heißt es, kann man nicht erreichen. Oder doch? Owen, einem Außenseiter, gelingt es – mit tödlichen Folgen …

Rezensionen aus der Lesejury (5)

Leseratte2007 Leseratte2007

Veröffentlicht am 20.10.2020

Ein vergessener Planet, Menschen mit Flügel und eine große Gefahr...

Was habe ich diesen Monat nur mit dicken Wälzern? Auch „Eines Menschen Flügel“ fällt auf jeden Fall unter den Begriff, dick. Es hat über 1200 Seiten und ich kann immer noch nicht glauben in welcher Rekordzeit ... …mehr

Was habe ich diesen Monat nur mit dicken Wälzern? Auch „Eines Menschen Flügel“ fällt auf jeden Fall unter den Begriff, dick. Es hat über 1200 Seiten und ich kann immer noch nicht glauben in welcher Rekordzeit ich dieses Buch verschlungen habe. Ich bereits „NSA“ von dem Autoren gelesen und absolut geliebt (klingt in dem Themenzusammenhang vllt. ein bisschen makaber).
Zunächst ist mir wieder sehr Eschbachs unglaublich flüssiger und schöner Schreibstil aufgefallen, der wie ein Schreibstil eines Jugendromans anmutet, der es dem Leser nicht gerade schwer macht durch die Seiten zu fliegen. Auch die Struktur ist sehr besonders. Sie mutet wie eine Trilogie an, die in ein dickes Buch gepackt wurde.
Bevor ich das Buch begonnen habe, dachte ich, dass der Leser nur einen Charakter folgt, jedoch wurde dieser Irrtum sehr schnell aufgeklärt. Es gibt unglaublich viele Charaktere! Für mich leider ebenfalls ein Kritikpunkt. Ich liebe Mehrperspektivität, aber leider war der Charaktercast förmlich unüberschaubar, viele Personen hießen ähnlich und bereits am Anfang werden zu viele Personen auf einmal vorgestellt.
Die Thematik fand ich wiederrum unglaublich genial. Eine ferne Zukunft, auf einem vergessenen Planeten, wenig Technologie, die Menschen leben fast schon paradiesisch als Jäger und Sammler. Eschbach geht unglaublich liebevoll und detailverliebt in die Tiefen und scheut wie gewohnt auch nicht vor ernsteren Themen wie Umweltschutz, Manipulation, Intrigen, Populismus, etc. zurück. Per se mutet es zunächst wie SF an, aber es erinnert mich teils in Auszügen an märchenhaftes Fantasy. Ich würde euch natürlich grob umreißen, um was es in der Geschichte geht, aber das ist einfach unmöglich! Ich kann keine 1200 Seiten in zwei Sätzen anreißen…
Mit „Eines Menschen Flügel“ hat er eine fesselnde, hoch originelle Geschichte und Setting geschrieben, die mich ab der ersten Seite fesseln konnten. Ich hatte mittendrin einen kleinen Durchhänger und musste mich förmlich zum Weiterlesen überwinden und auch die Wiederholungen und Rückblicke fand ich ein bisschen anstrengend, aber ansonsten bin ich durchweg an der Geschichte drangeblieben und habe sie in Rekordzeit gelesen.
Ich ziehe meinen Hut vor Eschbach und freue mich schon auf weitere Romane von ihm, gerne auch wieder in diese Richtung, vllt. mit ein paar weniger Seiten? Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

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Galladan Galladan

Veröffentlicht am 20.10.2020

Dieses Buch braucht seine Zeit, um sich zu entfalten

Eines Menschen Flügel von Andreas Eschbach, erschienen im Bastei Lübbe Verlag am 30.09.2020

Eine ferne Welt, abgeschirmt vom Rest des Universums durch eine Wolkenschicht die den Ausblick auf die Sterne ... …mehr

Eines Menschen Flügel von Andreas Eschbach, erschienen im Bastei Lübbe Verlag am 30.09.2020

Eine ferne Welt, abgeschirmt vom Rest des Universums durch eine Wolkenschicht die den Ausblick auf die Sterne verhüllt. Eine Welt, die von Menschen erobert wurde, die ihren Nachfahren die Flügel eines der örtlichen Vögel durch Genmanipulation gegeben haben, um sie vor einer Gefahr, die im Boden lauert zu schützen. Außerdem haben die Sternreisenden ihrem Volk ein Regelwerk hinterlassen, dass ihr Leben auf dem Planeten einschränkt, ihnen aber ermöglicht mit den vorhandenen Mitteln ein gutes Auskommen für sich und zukünftige Generationen zu sichern. Bis jemand nach den Sternen greift.


Dies ist eines jener Bücher, wo man lange braucht, um in die Geschichte zu versinken. Irgendwann ist man aber angekommen auf diesem kargen Planeten. der uns Fortschrittsjünger mit dem strengen Regelwerk einfach ausbremst. Manche Längen hätten vielleicht nicht sein müssen und man muss schon einige Seiten lesen, um die Namensgebung nach zu vollziehen und damit dann auch leichter mit dem Wust an Personen. die auftauchen klar zu kommen. Ich habe es auch nie geschafft mir das Aussehen der einzelnen Charaktere zu merken. Das war für mich vermutlich einfach zu viel Information auf einmal.


Das Buch folgt verschiedenen Personen und wir erleben ihre Sicht der Dinge. Es beschreibt viel die Gefühlswelt Heranwachsender und die eigentlich spannende Handlung setzt erst nach einigen hundert Seiten ein. Dafür hat das Werk dann aber auch noch genug Platz.

Insgesamt ein Buch für lange Abende und man muss unweigerlich an frühere Bücher des Autors denken. Schön geschrieben, sicherlich ein Buch für Jugendliche, aber auch Erwachsene können lange abtauchen und ein eigenes Gefühl für dieses Buch entwickeln. Klare Leseempfehlung.

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KristallKind KristallKind

Veröffentlicht am 16.10.2020

Buch abgebrochen, weil es mich so gelangweilt hat

Durch genetische Veränderungen wurden den Menschen Flügel gegeben, damit sie den Boden nicht berühren müssen. Denn unter der Erde lebt das Böse, was sich regelmäßig Lebewesen einverleibt. Doch nicht nur ... …mehr

Durch genetische Veränderungen wurden den Menschen Flügel gegeben, damit sie den Boden nicht berühren müssen. Denn unter der Erde lebt das Böse, was sich regelmäßig Lebewesen einverleibt. Doch nicht nur der Boden, sondern auch der Himmel bildet eine Grenze für die Menschen: Die Wolken verdecken den Sternenhimmel, den noch nie jemand gesehen hat. Owen, der beste Flieger seines Stammes, macht sich eines Tages auf, um dieses Geheimnis um die Sterne zu ergründen. Leider gibt es da aber noch andere, im Hintergrund agierende Mächte, denen Owens Bemühungen sehr missfallen. Denn das Geheimnis der Sterne muss unter allen Umständen gewahrt bleiben!

Ein neues Buch von Andreas Eschbach! Als ich den Klappentext las, musste ich das Buch unbedingt haben. Die Idee war außergewöhnlich und versprach mir eine fantastische Reise zu Helden einer dystopischen Zukunft, in der Gefahren lauern und es einen Kampf für Freiheit und Wahrheit auszutragen gilt. So habe ich mich mit Begeisterung in die Lektüre gestürzt, trotz des großen Umfangs von über 1200 Seiten. Allerdings habe ich dann nach etwa der Hälfte des Buches aufgegeben...

Ich habe bereits viele Bücher des Autors mit Faszination gelesen, denn er hatte bisher in seinen Geschichten immer einen besonderen Blick für spektakuläre Szenarien, wobei sich regelmäßig Spannung und aufregende Enthüllungen abzeichneten, die seinen Geschichten wichtige Wendungen und Highlights gaben. Doch all das habe ich hier vermisst! „Eines Menschen Flügel“ hat mich gelangweilt, es las sich wie ein ewiger Prolog. Ständig wartete ich darauf, dass die Geschichte zur Geschichte wird und aus den furchtbar ausschweifenden Beschreibungen des Alltags einzelner Figuren ausbricht. Der Autor verlor sich sehr in Einzelheiten und schien das große Ganze, die Story an sich, vergessen zu haben. Für mich war das Buch so eintönig, dass ich immer wieder pausieren und andere Bücher lesen musste.

Außer der sich zäh entwickelnden Handlung, machten mir auch die unzähligen, komplizierten Namen der Figuren zu schaffen. Ziemlich schnell hatte ich den Überblick verloren. Jede Figur erhielt seine eigenen Kapitel mit Beschreibungen des jeweiligen Alltags oder des Befindens oder sonstigen für mich unwichtigen Kleinigkeiten. Ich fragte schon mich ab und an was das soll, denn ich hätte gerne mehr über die Umstände des Bösen, das unter der Erde lauert, die scheinbar gefährlichen Sterne oder sonst irgendetwas, das Schwung in die Handlung gebracht hätte, gelesen. Von Spannung keine Spur! Die Geschichte war für mich ziellos, selbst nach so vielen gelesenen Seiten. Dass der Autor einen guten Schreibstil hat ist nicht von der Hand zu weisen, doch die Umsetzung der Idee empfand ich als überraschend orientierungslos.

Kurz gesagt, mir gefiel „Eines Menschen Flügel“ überhaupt nicht. Ich habe es nicht zu Ende gelesen. Es gibt wesentlich bessere Werke des Autors.

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mrs-lucky mrs-lucky

Veröffentlicht am 15.10.2020

eine komplexe, faszinierende aber auch erschreckende Zukunftsvision

Der aktuelle Roman von Andreas Eschbach mit dem Titel „Eines Menschen Flügel“ entführt den Leser in eine sehr fremdartige Welt und verlangt mit seinen mehr als 1200 Seiten einiges an Ausdauer.
Die Geschichte ... …mehr

Der aktuelle Roman von Andreas Eschbach mit dem Titel „Eines Menschen Flügel“ entführt den Leser in eine sehr fremdartige Welt und verlangt mit seinen mehr als 1200 Seiten einiges an Ausdauer.
Die Geschichte spielt in ferner Zukunft auf einem fremden Planeten, der gut 1000 Jahre zuvor von einer kleinen Gruppe von Ahnen besiedelt wurde. Da der Boden des Planeten in weiten Teilen aufgrund eines nicht ergründbaren Phänomens beim Betreten tödlich wirkt, haben die Ahnen ihre Nachkommen genetisch so verändert, dass sie Flügel besitzen und sich in dort wachsenden Riesenbäumen ansiedeln können. Die Menschen leben in überschaubaren Gemeinschaften unter einfachen Bedingungen in teils erstaunlicher Harmonie nach den Regeln, die ihnen von den Ahnen in sorgfältig gehüteten Büchern mitgegeben wurden.
Ein Junge aus dem Stamm der Wen kann sich jedoch nicht damit anfinden, dass es den Menschen angeblich nicht möglich sein soll, die Grenze des Himmels zu durchstoßen und die Sterne zu sehen, die dahinter verborgen sind. Er beginnt mit unerschütterlichem Ehrgeiz zu trainieren und Flugtechniken zu entwicklen, die ihn bis zu den Sternen vorstoßen lassen. Er ahnt nicht, dass er damit Ereignisse in Gang setzt, die für die Existenz der Menschen auf diesem Planeten lebensbedrohlich sind.
Der Einstieg in die Geschichte ist nicht einfach, viele Begriffe sind fremd, es tauchen eine Vielzahl von Charakteren auf, deren fremdartige Namen erst einmal schwierig zu merken sind. Diese Vielfalt wird von einigen Lesern als verwirrend kritisiert, in meinen Augen macht gerade die Komplexität des Romans viel von seinem Charme und seiner Faszination aus. Zudem ergibt sich gerade in Bezug auf die Namensgebung schnell eine logisch nachvollziehbare Systematik und es kristallisieren sich einige Hauptfiguren heraus, denen die Geschichte in den einzelnen Handlungssträngen folgt.
Trotz der Länge des Romans schafft es Eschbach, den Spannungsbogen in weiten Teilen hoch zu halten und nebenbei weitere Details dieser komplexen Welt darzulegen. Den Mittelteil habe ich jedoch als etwas in die Länge gezogen empfunden, da zeitgleiche Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden, während spannende Szenen mit einem Cliffhanger enden und erst etliche Kapitel später wieder aufgegriffen werden.
Doch die Fäden laufen auch immer wieder zusammen, man kann es so beschreiben, dass sich aus vielen verschiedenen Bildern Schritt für Schritt ein Gesamtwerk entwickelt.
Es gab zwischendurch Momente, in denen ich die Erzählung und die Darstellung der Menschen sehr naiv fand, im Verlauf wird jedoch deutlich, wieso diese Welt so funktioniert, wie sie ist. Mich fasziniert, wie feinsinnig hier anhand einer Zukunftsvision Kritik an unserer heutigen Lebensweise und unserer Gesellschaft geübt wird.
Trotz seiner teilweise schlicht erscheinenden Sprache und Erzählweise hat mich der Roman beim Lesen immer weiter in den Bann gezogen und sind mir die Figuren immer stärker ans Herz gewachsen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

SleepingButterfly SleepingButterfly

Veröffentlicht am 13.10.2020

Eine spannende Fantasiewelt

Eine spannende Fantasiewelt

Was für ein Buch. Vom Inhalt und vom Umfang, denn mit seinen gut 1300 Seiten ist es ein ziemlich großes und ausführliches Buch.

Es geht darum, dass Menschen Flügel gewachsen ... …mehr

Eine spannende Fantasiewelt

Was für ein Buch. Vom Inhalt und vom Umfang, denn mit seinen gut 1300 Seiten ist es ein ziemlich großes und ausführliches Buch.

Es geht darum, dass Menschen Flügel gewachsen sind. Das ist von Vorteil, denn auf dem Boden der erde lauert etwas Böses, ein Verderben. Doch nicht nur nach unten können sie nicht mehr, auch der Himmel ist nicht mehr zu sehen. Eine dicke Wolkenwand versperrt sie Sicht. Doch was wäre es für ein Plot, wenn nicht mindestens ein Mensch versucht diese zu durchdringen. In dem Fall ist es Owen. Ob es hm gelingt und was die Geschichte noch alles zu bieten hat? Das darf jeder selbst erleben.

Doch ein paar Dinge haben mich gestört. Zum Beispiel, die vielen, vielen Protagonisten mit ähnlich klingenden Namen. Ich musste mir nebenbei immer mal notieren wer nun eigentlich wer ist. Entweder hätten sie andere Namen bekommen müssen, oder die Anzahl etwas einschränken. Das hat mich im Lesefluss doch oft etwas gestört.

Doch alles in allem ein tolles Buch. Nehmt euch jedoch zeit und etwas zu schreiben dazu mit.

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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Sprecher

Matthias Koeberlin

Matthias Koeberlin - Sprecher
© FinePic

Matthias Koeberlin absolvierte die Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Im Jahr 2000 erhielt er den Günter-Strack-Fernsehpreis und 2007 gewann er gegen renommierte Konkurrenz als Bester Schauspieler den Deutschen Fernsehpreis. Matthias Koeberlin hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen und überzeugt in jedem Genre. Er spricht mit einer unaufdringlichen Präsenz, die den eigenen Gedanken viel Raum lässt. Für den Deutschen Hörbuchpreis war Matthias Koeberlin …

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