Tante Poldi und die Schwarze Madonna
 - Mario Giordano - Hörbuch

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16,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Krimis
445 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5953-0
Ersterscheinung: 29.03.2019

Tante Poldi und die Schwarze Madonna

Krimi
Gelesen von Christian Baumann

(41)

Lecktsmiamarsch, Poldis Geburtstag steht vor der Tür! Blöderweise sieht es nicht so aus, als ob sie den überleben würde. Denn als in Rom eine junge Ordensschwester vom Dach des Apostolischen Palastes stürzt, gerät die Poldi unter Verdacht. Einziger Hinweis auf den Täter: die Schwarze Madonna. Und diesmal hat es die Poldi mit sehr gefährlichen Leuten zu tun. Als sich dann noch in Torre Archirafi auf einmal alle von ihr abwenden, reicht es der Poldi. Krachledern, mit Perücke und tüchtig Dings gerät sie mit dem Commissario ihres Herzens voll ins Visier der Mörder.

Rezensionen aus der Lesejury (41)

beastybabe beastybabe

Veröffentlicht am 11.05.2019

Dämonisch gut ...

Schon zum vierten Mal erzählt uns der im Leben etwas planlose Neffe von Poldi ein weiteres Abenteuer, wobei er seiner Tante nicht immer alles so richtig glauben kann.
Poldi ist eine echte bayerische ... …mehr

Schon zum vierten Mal erzählt uns der im Leben etwas planlose Neffe von Poldi ein weiteres Abenteuer, wobei er seiner Tante nicht immer alles so richtig glauben kann.
Poldi ist eine echte bayerische Naturgewalt auf zwei Beinen, die sich gern lautstark bemerkbar macht, obwohl man sie rein optisch schon kaum übersehen kann – getreu ihrem Lebensmotto „Dezenz ist Schwäche“. Sie ist mit einem tollen italienischen Commissario liiert, wirft aber trotzdem gern mal das ein oder andere Auge auf männliche Verlockungen.

Im neuen Fall wird es sehr geheimnisvoll und das liegt nicht nur daran, dass Poldi wieder mit dem Tod persönlich ein Gläschen Wein trinkt und folgenschwere Wetten abschließt. Sie wird mit einem Exorzismus in Rom in Verbindung gebracht, denn die Besessene soll mit ihrer Stimme gesprochen haben … Poldi als Dämon? Das geht nun doch zu weit und so setzt sie natürlich alles daran, die wahren Hintergründe zu erforschen und ihren guten Namen wieder reinzuwaschen. Dass davon weder ihr Freund, noch die Verantwortlichen im Vatikan besonders begeistert sind, stört Poldi überhaupt nicht. Sie stürzt sich Hals über Kopf in Ermittlungen, die sie am Ende in tödliche Bedrängnis bringen …

Mario Giordanos Schreibstil ist einfach toll, er unterhält seine Leser mit humorvollen, lebendigen Beschreibungen von Land und Leuten und er hat sich einen echt verzwickten Kriminalfall ausgedacht. So spürt man nicht nur die fesselnde Spannung, sondern bekommt auch immer gleich Lust auf Urlaub im sonnigen Süden.
Seine Charaktere sind bunt, vielfältig, emotional und zumeist sehr liebenswürdig. Poldi, ihr Neffe und Commissario Montana sind Sympathieträger, mit denen man gerne mitfühlt.
Erst so nach und nach kristallisiert sich die ganze Tragweite des Verbrechens heraus, mit dem Poldi diesmal zu tun hat. Es wird sehr persönlich für sie und oft weiß sie nicht, wem sie noch vertrauen kann. Prima durchdacht und am Schluss stimmig aufgelöst.

Wir erfahren in diesem Band auch einiges über Poldis Vergangenheit und Kindheit und das Ende hält auch noch eine echte Überraschung bereit, über die ich mich sehr gefreut habe.
Eine wirklich tolle Reihe mit viel Humor, Emotionen und einer liebenswürdig urbayerischen Hauptfigur, die ihre Wurzeln auch in ihrer neuen Heimat Sizilien nie vergisst.

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Leseleidenschaft Leseleidenschaft

Veröffentlicht am 08.05.2019

Eine tolle Idee, aber leider zuviel "Drumherum"

Auf diesen Mundartkrimi hatte ich mich richtig gefreut. Ich habe den Klappentext gelesen und dachte mir, dieses Buch kann nur gut werden.

Es beginnt auch ganz interessant, im Prolog nimmt ein Exorzismus ... …mehr

Auf diesen Mundartkrimi hatte ich mich richtig gefreut. Ich habe den Klappentext gelesen und dachte mir, dieses Buch kann nur gut werden.

Es beginnt auch ganz interessant, im Prolog nimmt ein Exorzismus eine sehr ungewohnte Wendung. Der erste Abschnitt begann für mich dann schon leicht holprig, da die Dialoge zum Teil sehr bayrisch sind und man zu dem mit diversen Informationen gefüttert wird. Wahrscheinlich ist es einfacher für jemanden, der die vorherigen Bände bereits gelesen hat. Aber damit könnte ich mich sogar ganz gut arrangieren, wenn die Handlung mich mitreißen würde. Das ist hier leider nicht durchgängig der Fall gewesen. Im Großen und Ganzen erzählt Tante Poldi ihrem Neffen die Geschichte. Bis zum Schluss habe ich nicht verstanden, wieso dieser Neffe überhaupt eingebaut wurde. Denn ihm, seinem Liebesleben und seinem Autorendasein werden auch etliche Textstellen gewidmet, die meinen Lesefluss bezüglich des Krimis teilweise empfindlich ins Stocken gebracht haben. Man musste immer sehr aufpassen wer gerade was erzählt und worum es ging. Gedanklich nahezu mit dem Buch abgeschlossen habe ich dann, als der Tod ins Spiel kam. Damit meine ich jetzt nicht, dass irgendjemand gestorben ist (kann man bei einem Krimi fast erwarten). Nein, Gevatter Tod zeigt sich Tante Poldi und vergibt quasi Haltungsnoten. Dieser Wendung konnte ich ehrlich gesagt überhaupt nichts abgewinnen, im Nachhinein hätte man auch komplett darauf verzichten können.

Der eigentliche Krimi ist gar nicht so schlecht, verliert aber ungemein durch die zahlreichen Nebenkriegsschauplätze und Handlungssprünge. Für meinen Geschmack wäre hier weniger deutlich mehr gewesen. Denn Poldi mit ihrem losen Mundwerk ist schon eine echte Granate.

Der Schreibstil ist eigentlich ganz witzig, wenn man denn gern auch mal etwas skurrile und sehr handfeste Dialoge mag. Ich kann mir dieses Buch übringes grundsätzlich sehr gut als Hörbuch vorstellen. Aber das nützt alles nichts, wenn die Handlung selbst zwischendurch an Spannung verliert.

Vielleicht muss man ein echter Fan dieser Reihe sein, um dieses Buch zu lieben. Das macht es allerdings nicht gerade massentauglich. Aber wie immer und überall sind die Geschmäcker ja verschieden und die Angänger der 1. Stunde sehen dieses Buch vielleicht mit ganz anderen Augen.

Fazit: Eine gute Idee und knackige Dialoge - leider verliert das Buch für mich sehr durch die Zeitsprünge und unwichtigen Nebenkriegsschauplätze.

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch selbstverständlich nicht beeinflusst.

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Trademark1970 Trademark1970

Veröffentlicht am 17.04.2019

5 Sterne sind zu wenig, die Tante Poldi ist eine Prachtfrau, und ihre Schwester eine Garsti

Bei Tante Poldi geht es wieder hoch her. Ein Exorzismus, und dann auch noch Poldis Stimme währendessen, und ihr Neffe der aus Frankreich extra kommt. Poldi ist in ihrem Ort nicht mehr erwünscht, die ... …mehr

Bei Tante Poldi geht es wieder hoch her. Ein Exorzismus, und dann auch noch Poldis Stimme währendessen, und ihr Neffe der aus Frankreich extra kommt. Poldi ist in ihrem Ort nicht mehr erwünscht, die Ereignisse überschlagen sich, und dann kommt noch der Tod und gibt Poldi die Info das sie nicht mehr lange zu leben hat. Ich habe sehr viel gelacht, Mario Giordano, danke für die tollen Lesestunden. Die Poldi fegt den Papst um, hat einen Inder zu Besuch, und eigentlich will der Montana sie heiraten. Und da gibt es ja auch die schwarze Madonna, die verschwunden ist. Und diese soll ja wieder gefunden werden. Es gibt zwei Morde und bis zum zweiten Drittel wusste ich nicht wer der Mörder ist. Und ich lag mit meiner Vermutung völlig falsch, Poldi deckt alles nach und nach auf. Und ich war dabei. Ich konnte mich selbst mit ihrem Neffen in Poldis Haus vorstellen. Der Montana hat ja auch noch einiges zu bieten. Da dies mein erster Poldi Krimi ist, wusste ich nicht was mich erwartet. Ich bin sehr dankbar, das ich diesen lesen konnte. Der Mario ist halt ein Prachtkerl. Danke ( 17.04.19) für das Buch. Vielen Dank

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LuthienSil LuthienSil

Veröffentlicht am 11.04.2019

"Dezenz ist Schwäche" Tante Poldi

Das Buch ist der vierte Band einer Reihe. Tante Poldi ist ein bayerisches Original. Sie hält, nach dem Tod ihres sizilianischen Manns, nichts mehr in München und zieht nach Sizilien. Da Sie zu Depressionen ... …mehr

Das Buch ist der vierte Band einer Reihe. Tante Poldi ist ein bayerisches Original. Sie hält, nach dem Tod ihres sizilianischen Manns, nichts mehr in München und zieht nach Sizilien. Da Sie zu Depressionen neigt, will sie sich, mit Meerblick, "gepflegt zu Tode saufen". Das wollen ihre angeheirateten Verwandten verhindern. Ihr Neffe wird, öfter zum "Aufpassen" aus Deutschland, nach Sizilien geholt. Poldi stolpert immer wieder in Kriminalfälle und verliebt sich in einen Kommissar. In den einzelnen Bänden der Reihe werden immer wieder Geheimnisse über Poldi aufgedeckt.
Nun führt der neue Fall in den Vatikan...

Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich, auf traurige Szenen folgen. Der Roman ist umgangssprachlich mit bayerischen und italienischen Einsprengseln geschrieben. Die Charaktere sind lebendig beschrieben, sodass ich sie im Lauf der Geschichte lieb gewonnen habe. Manche Szenen des Autors sind schon fast filmreif. Der Neffe schreibt zwischendurch immer mal wieder an seinem Debütroman, dessen Entwürfe man zum Teil mitliest. Dies ist zwar unterhaltsam, trägt jedoch nicht zur eigentlichen Geschichte bei. Außerdem fehlte mir bei der Krimihandlung manchmal der rote Faden, dennoch blieb die Spannung erhalten. Insgesamt gefielen mir die ersten zwei Teile der Reihe am besten, dennoch fand ich den vierten Band im Vergleich zum dritten besser.

Zusammengefasst ist der Roman spannend, lustig und ein bisschen bayerisch makaber. Die Bücher sind wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, da Tante Poldi und ihr Umfeld etwas speziell sind, wodurch der Roman polarisiert. Trotzdem kann ich das Buch Lesern empfehlen, die gerne mal eine andere Art Krimi entdecken möchten.

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Pellerine Pellerine

Veröffentlicht am 09.04.2019

Enttäuschendes Lesevergnügen mit Tante Poldi und die Schwarze Madonna

Die ersten Seiten des Manuskriptes waren für mich schon sehr verwirrend. Ich bin trotzdem dabei geblieben. Es war für mich allerdings kein Lesevergnügen, ich fand es anstrengend zu lesen und im Anschluss ... …mehr

Die ersten Seiten des Manuskriptes waren für mich schon sehr verwirrend. Ich bin trotzdem dabei geblieben. Es war für mich allerdings kein Lesevergnügen, ich fand es anstrengend zu lesen und im Anschluss konnte ich nicht wiedergeben, was ich da eigentlich gelesen habe. Mir hat die Geschichte überhaupt nicht gefallen, ich fand die Figuren überzogen dargestellt und als der Papst noch ins Spiel kam na ja. Die Zeitsprünge haben mir auch nicht gefallen. Schade, entweder man liebt Tante Poldis Geschichten oder nicht. Ich leider nicht.

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Autor

Mario Giordano

Mario Giordano - Autor
© FinePic

Mario Giordano, geboren 1963 in München, schreibt Romane, Jugendbücher und Drehbücher (u.a. "Tatort", "Schimanski", "Polizeiruf 110", "Das Experiment"). Bei Bastei Lübbe ist er mit der Apocalypsis-Trilogie und vor allem mit seiner Krimireihe um die charismatische Tante Poldi sehr erfolgreich. Giordano lebt in Berlin.

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Sprecher

Christian Baumann

Christian Baumann wurde 1967 in Landshut geboren. Er ist Schauspieler, Sprecher und die Station-Voice von Deutschlandradio Kultur. Er ist regelmäßig beim Bayerischen Rundfunk sowie in Dokumentationen und Reportagen zu hören. Außerdem hat er schon zahlreiche Hörbücher gelesen, u. a. von Klaus Kordon und Klüpfel & Kobr. Christian Baumann lebt in München.

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