Ali Can - Autor
© Manfred Eßer

Autor

Ali Can


Ali Can war selbst Asylsuchender, als sich seine Familie mit ihm im Jahr 1995 aus einer Kleinstadt nahe der syrischen Grenze auf den Weg nach Warendorf bei Münster machte. Dort wurde die Familie bis 2008 geduldet und zog dann mit dem ersten eingeschränkten Aufenthaltstitel nach Hessen um. An der Universität Gießen befindet sich Ali mittlerweile am Ende seines Lehramtsstudiums (Deutsch und Ethik). Lange stand er auch im Stadttheater Gießen auf der Bühne.
Er engagiert sich für diverse Hilfsorganisationen und gibt seit mehr als einem Jahr Workshops für den Umgang mit kultureller Vielfalt. Durch seine Friedensreise im Osten Deutschlands und seine jüngst gegründete „Hotline für besorgte Bürger“ bekam er im gesamten europäischen Raum mediale Aufmerksamkeit und setzt wichtige Akzente im deutschen Integrationsdiskurs. Sein Ziel ist es, bundesweit den Dialog zwischen (besorgten) Deutschen und fremdkulturellen Menschen auf unkonventionelle und wertschätzende Art zu fördern.

Steckbrief

Kurz und knapp: Ali Can mit „Hotline für besorgte Bürger“ im Autorensteckbrief

Name: Ali Can Titel des Buchs: Hotline für besorgte Bürger – Antworten vom Asylbewerber Ihres VertrauensLieblingssatz aus dem Buch:Es gibt viele unterschiedliche Lieblingssätze, unter anderem den hier: Die Sprache der Menschlichkeit braucht mehr Menschlichkeit als Sprache. (Seite 256)Die Stelle im ...

Name:
Ali Can
Titel des Buchs:
Hotline für besorgte Bürger – Antworten vom Asylbewerber Ihres Vertrauens
Lieblingssatz aus dem Buch:
Es gibt viele unterschiedliche Lieblingssätze, unter anderem den hier: Die Sprache der Menschlichkeit braucht mehr Menschlichkeit als Sprache. (Seite 256)
Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Das Gespräch mit dem AfD-Wähler, der sehr gehässig war.
Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:
Im Zug auf der Fahrt zu interkulturellen Veranstaltungen und rechten Demonstrationen oder im Wohnzimmer.
Welchem Prominenten würden Sie Ihr Buch gern überreichen und welche Widmung stünde drin?
An Til Schweiger – „Lieber Til, ich habe in Gießen mein Abi gemacht, deine Mutter war hier Lehrerin. Du kennst auch die Stadt sehr gut – Uns verbindet einiges. Wir beide sind ehrenamtlich engagiert. Du hilfst geflüchteten Menschen bei der Integration. Das ist sehr vorbildlich von dir, vielen Dank. Hiermit gebe ich dir einen Einblick auf die andere Seite, wie wir mit eben jenen umgehen können, die nicht so wie wir denken. Herzliche Grüße, Ali“
Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?
Ein gutes soziales Umfeld – Ich muss hin und wieder mal nett plaudern können, das regt mich an.
Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?
Das fertige Buch in Händen zu halten. Ich werde vermutlich sehr emotional, wenn es soweit ist.
Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
Ich habe mehrere gute Freunde, die ich um Rat frage und einbeziehe, falls es mal inhaltlich schwierig wird. Ansonsten hilft es mir, eine aufregende, friedensstiftende Aktion durchzuführen, die mich in meinem Anliegen bestärkt und mich daran erinnert, warum ich überhaupt schreibe.
Was stand am Anfang des Buchs: das Thema oder ein bestimmtes Ereignis oder Erlebnis?
Ein Erlebnis und der Aha-Effekt.
Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Sehr wichtig!
Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Was ist ein Plan? … Immer drauflosschreiben!
Welche Farbe hätte das Cover auf keinen Fall haben dürfen und warum?

Komplett Schwarz fände ich viel zu deprimierend. Da hätte ich mich gewehrt. Ich will ja Mut machen und anregen für ein buntes Deutschland.

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