Als wir im Regen tanzten
 - Michaela Saalfeld - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Historische Romane
463 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7239-7
Ersterscheinung: 31.07.2019

Als wir im Regen tanzten

Roman

(36)

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden – oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät?
Liebe und Hoffnung, Mut und Verzweiflung – der große Berlin-Roman zur Weimarer Republik

Rezensionen aus der Lesejury (36)

Winniehex Winniehex

Veröffentlicht am 31.08.2020

Absolute Leseempfehlung

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der ... …mehr

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden - oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät? (Klappentext)

Das ist der Nachfolgeteil von „Was wir zu hoffen wagten“…diese beiden Teile zusammen ergeben eine wirklich gut erzählte Geschichte. Die Geschichte ist weitererzählt, denn Recha und Willi leben ein Leben was weit über Ihre Träume hinausgegangen sind. Der einzige Traum, der für Recha nicht in Erfüllung geht, ist der Kinderwunsch. Bei Willi ist es der berufliche Erfolg, den er versucht zu erreichen es aber auch nicht schafft. Was die beiden beschäftigen sich aber nicht mit Ihren Problemen, sondern verstecken sich hinter Ihre Arbeit und verlieren sich dabei als Paar immer mehr.
Was mir so gefallen hat ist, dass es in dem Buch politisch, gefühlvoll und die Zukunft geht. Ich mag es sehr Geschichten über den 2. Weltkrieg zu lesen denn diese spiegeln sowohl schöne wie auch hässliche Seiten der Kriegszeit. Das hat die Autorin hier gut unter einen Hut gebracht und an den Leser vermittelt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Suska Suska

Veröffentlicht am 09.07.2020

Spannende Einblicke in die Zeit vor der Machtergreifung Hitlers

Berlin 1928. Die Jüdin Recha ist Stummfilmstar und mit Regisseur Willi verheiratet. Sie sind das Traumpaar in der Szene. Doch die Fassade bröckelt, Willi versucht verzweifelt, an seinen größten Filmerfolg ... …mehr

Berlin 1928. Die Jüdin Recha ist Stummfilmstar und mit Regisseur Willi verheiratet. Sie sind das Traumpaar in der Szene. Doch die Fassade bröckelt, Willi versucht verzweifelt, an seinen größten Filmerfolg „Nachts weint meine Stadt Wipers“ anzuknüfpen, schafft es aber nicht. In der Ehe kriselt es, Willi flüchtet sich in die Arme einer anderen. Politisch geht es hoch her, die Nazis gewinnen an Zustimmung, Recha bekommt die ersten Anfeindungen zu spüren, doch so richtig wahrhaben möchte das, was sich da zusammenbraut, niemand. Können Willi und Recha in dieser turbulenten Zeit ihre Liebe retten?

Als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, wusste ich nicht, dass es einen Vorgänger gibt. Ich bin trotzdem in die Geschichte rein gekommen, auch wenn es ab und an schwer war, die Zusammenhänge zu begreifen, da es natürlich einige Anspielungen auf die Ereignisse aus dem vorhergehenden Buch gibt, das den ersten Weltkrieg thematisiert. Oder den Weltkrieg, wie er natürlich in der Zeit, als der Zweite noch nicht ausgebrochen war, bezeichnet wurde.

Ich fand es spannend zu lesen, wie die Menschen in dieser Zeit die Situation eingeschätzt haben. Die Autorin ist Historikerin und so glaube ich ihr das. Wer nicht dabei gewesen ist, kann im Nachhinein leicht verurteilen, wie man es hat so weit kommen lassen, doch hier bieten sich ganz andere Einblicke und Einschätzungen. Viele glauben nicht an diesen Hitler, und irgendwann ist es dann wohl zu spät. Zu dieser Phase kommt das Buch aber nicht, ganz bewusst spielt es in der Zeit vor der Machtergreifung.

Zeitweise fand ich das Buch aber auch sehr zäh, die Ereignisse plätscherten so vor sich hin, es kam keine Spannung auf. Zwischenzeitlich habe ich das Buch weggelegt und etwas anderes gelesen, habe aber zurückgefunden. Das letzte Drittel nimmt mehr Fahrt auf und es wird spannender, die Ereignisse überschlagen sich.

Fazit: Spannende Einblicke in die Zeit der Weimarer Republik und den politischen Umbruch, zeitweise leider etwas zäh. Am besten erst den Vorgängerband „Was wir zu hoffen wagten“ lesen.

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Bettina_Wagner Bettina_Wagner

Veröffentlicht am 04.03.2020

Bewegender Stoff, aber wenig überzeugend umgesetzt

Michaela Saalfelds neuer Roman spielt Ende der 1920er Jahre, zur Zeit der Weimarer Republik. Obwohl es im Land bergauf zu gehen scheint, sind die Schrecken des Ersten Weltkriegs noch allgegenwärtig.
Im ... …mehr

Michaela Saalfelds neuer Roman spielt Ende der 1920er Jahre, zur Zeit der Weimarer Republik. Obwohl es im Land bergauf zu gehen scheint, sind die Schrecken des Ersten Weltkriegs noch allgegenwärtig.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Regisseur Willi zur Nieden und seine Ehefrau, die Schauspielerin Recha Süßapfel. Die beiden sind das Traumpaar des deutschen Films und genießen ihr Leben in der pulsierenden Metropole Berlin. Doch der aufstrebende Nationalsozialismus wirft seine Schatten über das Glück. Willi verliert seine Arbeit, Recha ist als Jüdin Anfeindungen ausgesetzt. Ihre Liebe wird unter diesen Umständen auf eine harte Probe gestellt …
Obwohl das Zeitkolorit von der Autorin gut eingefangen wurde, konnte ich mit den Figuren leider nicht warm werden. Trotz ihrer tragischen und dramatischen Schicksale wirken sie oberflächlich und unnahbar. Auch die Handlung ist eher statisch: Einige wenige emotionale Szenen werden von langen Reflexionen unterbrochen.
Insgesamt ein Buch, das die Zeit gut einfängt, mich aber von seinem Inhalt her nicht überzeugen konnte.

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Lesejurorin Lesejurorin

Veröffentlicht am 17.02.2020

Mehr erhofft

Vom Titelbild her und erst recht vom Titel selbst her, fühlte ich mich an die unter dem Pseudonym "Charlotte Roth", von der ausufernden und m. E. falsch focussierten Dramatik her wiederum an die unter ... …mehr

Vom Titelbild her und erst recht vom Titel selbst her, fühlte ich mich an die unter dem Pseudonym "Charlotte Roth", von der ausufernden und m. E. falsch focussierten Dramatik her wiederum an die unter dem Pseudonym "Carmen Lobato" veröffentlichten Bücher von Charlotte Lyne erinnert. Ich meine dies im negativen Sinn (ich lehne diese Autorin jedoch keinesfalls grundsätzlich ab!)
Irgendwie ist "alles zu viel". Zu viele Leute, zu viele Familienverstrickungen, zu viel hin und her.
Die Problematik des Antisemitismus darf, ja MUSS gerade heutzutage ein großes Forum bekommen, geht jedoch hier zwischen lauter ständig um sich selbst kreisenden Künstler unter.
Schade, verpasste Chance! Generell waren Zeit und Milieu nämlich durchaus interessant.
Möglicherweise beurteilt man das Buch, welches Teil einer Reihe zu sein scheint, bei Kenntnis des bzw. der Vorgänger anders. Dazu wäre es jedoch erforderlich, dass man von ihrer Existenz überhaupt etwas wetß! Bedauerlicherweise stand nirgendwo eine entsprechende Information. Zwischenzeitlich erwog ich zwar, Vorgänger nachträglich zu lesen, aber je weiter ich las, desto mehr schwand die Motivation.

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Langeweile Langeweile

Veröffentlicht am 07.01.2020

Zwischen den Kriegen

Inhalt übernommen:

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden ... …mehr

Inhalt übernommen:

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden - oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät?

Liebe und Hoffnung, Mut und Verzweiflung - der große Berlin-Roman zur Weimarer Republik

Meine Meinung:

Das Buch ist der zweite Teil einer Reihe, von dem ich den ersten Teil leider nicht kenne.
Das bereitete mir jedoch keine Probleme, weil es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit gab.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei miteinander verwandte Ehepaare, deren Erlebnisse jedoch meist separat erzählt werden, was ich einigermaßen verwunderlich fand.
Die Geschichte spielt im Jahre 1928 und spiegelt das Leben der Bevölkerung zur Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.
Ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht wirklich anfreunden, er war teilweise sehr ausufernd und dennoch distanziert. Dadurch konnte ich keine wirkliche Nähe zu den einzelnen Personen aufbauen.
Insgesamt gesehen, eine Geschichte die nicht leider nicht überzeugen konnte.

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Autorin

Michaela Saalfeld

Als Autorin und Historikerin hat sich Michaela Saalfeld ganz der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschrieben. Mit ihrem Roman über die Anfänge der ersten deutschen Demokratie hat sie sich einen lebenslangen Wunsch erfüllt. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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